Donnerstag, Januar 1, 2026
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Niedersachsen droht mit Ausschluss von Fußball-Gästefans

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Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) droht den rivalisierenden Fans der Zweitligavereine Eintracht Braunschweig und Hannover 96 für den Fall einer erneuten Eskalation beim Niedersachsen-Derby am 6. Oktober mit einem kompletten Ausschluss von Gästefans.

„Sollte auch das veränderte Konzept mit deutlich weniger Gästefans nicht dazu führen, dass es im Stadion zu weniger Gewalt und weniger Verletzten kommt, dann können wir in Zukunft keine Gästefans mehr zulassen“, sagte die Ministerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Für das Spiel am kommenden Sonntag in Braunschweig hatte die Ministerin das Kontingent für die Gästefans um 40 Prozent reduziert. Statt 2.100 96-Anhängern dürfen lediglich 1.260 Fans aus der Landeshauptstadt in Braunschweig dabei sein. Gleichzeitig übte Behrens deutliche Kritik sowohl an den Ultraszenen der beiden Vereine als auch am Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Was mich nachdenklich stimmt, ist, dass sich in der Ultraszene offenbar überhaupt keine Selbstreflexion einstellt. Da ärgert man sich lieber darüber, nicht in voller Besetzung ins Stadion zu dürfen und hat sich sogar dazu entschlossen, das Spiel zu boykottieren oder den eigenen Verein nicht zu unterstützen. Statt sich einmal ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, wird in allen öffentlichen Äußerungen die Gewalt im Stadion kleingeredet oder einseitig auf die Polizei geschoben“, sagte Behrens.

Auf die Frage, ob sie sich mal mit den beiden Fanszenen an einen Tisch gesetzt habe, antwortete die Ministerin: „Meine Tür ist offen. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass man an einem Dialog wirklich interessiert ist, weder mit der Polizei noch mit mir. Für einen solchen Dialog braucht es ja eine gemeinsame Basis. Diese Basis ist für mich das klare Bekenntnis, dass Gewalt im Stadion nichts zu suchen hat. So eine klare Ansage habe ich aus der Ultraszene bisher nicht gehört.“

Für den vom Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) ins Spiel gebrachten Vorschlag von Punktabzügen für Vereine, wenn ihre Fans im Stadion Pyrotechnik abbrennen, zeigte sich Behrens offen: „Die Idee des Kollegen Mäurer, die Clubs bei massiven Ausschreitungen mit Punktabzügen zu bestrafen, finde ich durchaus nachvollziehbar.“ Grundsätzlich halte sie es jedoch für zielführender, die bereits bestehenden Regularien des DFB „auch endlich konsequent anzuwenden“. Diese sähen bei Ausschreitungen oder dem massiven Einsatz von Pyrotechnik als Waffe beispielsweise schon jetzt die Möglichkeit von Spielabbrüchen vor. „Dieses Mittel wird in der Praxis allerdings überhaupt nicht angewandt“, beklagte die Ressortchefin in der NOZ.


Foto: Fans von RB Leipzig fordern 10 Prozent für Gästefans (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Baerbock hält deutsche Beteiligung an Gaza-Schutztruppe für denkbar

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf eine mögliche künftige Friedensordnung im Nahen Osten hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die Beteiligung deutscher Soldaten an einer Gaza-Schutztruppe nicht ausgeschlossen.

„Für Frieden braucht es internationale Sicherheitsgarantien, dass von Gaza nie wieder Terror gegen Israel ausgeht. Und dass die Palästinenser sicher in einem eigenen Staat leben können“, sagte die Grünen-Politikerin dem „Stern“. „Ich habe daher auf einer Sicherheitskonferenz in Israel im Frühsommer bereits deutlich gemacht, dass Deutschland für so eine internationale Sicherheitsgarantie seinen Beitrag leisten sollte – als einer der engsten Freunde, denen Israel absolut vertrauen kann, ähnlich wie Amerikaner und Briten.“

Baerbock erinnerte in diesem Zusammenhang an die Rolle der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese hätten nicht nur geholfen, Deutschland wirtschaftlich wieder aufzubauen. „Sie haben durch ihre Präsenz unseren Nachbarn die Sicherheit garantiert, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen wird. Und damit den Grundstein gelegt, dass wir heute seit Jahrzehnten in Frieden mit unseren Nachbarn leben“, sagte Baerbock: „Das war das größte Glück für unser Land. Wenn Deutschland irgendwann seinen Beitrag leisten kann, dass der Nahe Osten das gleiche große Glück erlebt, dann sollten wir dies auch tun.“

Die Befreiung einer deutsch-israelischen Familie aus der Geisel-Haft der Hamas bezeichnete Baerbock als „eine der schönsten Nachrichten“ ihrer bisherigen Zeit als Außenministerin. Baerbock hatte den Familienvater Yoni Ascher bei ihrem ersten Besuch in Israel nach den Hamas-Anschlägen kennengelernt. „Er zeigte mir auf seinem Handy ein Video, seine Frau mit den beiden Mädchen zusammengepfercht auf einem Truck, in der Gewalt von Terroristen“, so Baerbock. „Ich habe mir geschworen: Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, dass Yoni Ascher seine Familie wieder in die Arme schließen kann. Er und die anderen Angehörigen der damals über 200 Geiseln.“ Im November habe sie dann mitten auf dem Grünen-Parteitag die Nachricht erreicht, dass die Frau und die Kinder freigelassen wurden.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen verzeichnen kleines Plus

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Montag ein kleines Plus verzeichnet, nachdem die wichtigen Indizes zwischenzeitlich im Tagesverlauf auch deutlich im Minus waren. Der Dow schloss bei 42.330 Punkten schließlich im grünen Bereich, aber gerade einmal 0,04 Prozent höher als am Freitag.

Der Nasdaq-100 ging bei 20.061 Punkten immerhin schon 0,3 Prozent höher aus dem Handel und der breiter aufgestellte S&P 500 beendete den Tag mit 5.762 Punkten sogar 0,4 Prozent im Plus.

Die Kursgewinne kamen erst in den letzten Handelsminuten, und das, obwohl neue Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell die Runde machten, wonach man sich mit weiteren Zinssenkungen Zeit lassen wolle. Auch stehe die Wirtschaft auf einem soliden Fundament, sagte der Notenbanker – was ebenfalls als klares Signal gegen Zinssenkungen gewertet werden kann, auf die die Börse aber sehnsüchtig wartet.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1133 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8982 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Abend wurden für eine Feinunze 2.631 US-Dollar gezahlt (-1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 75,99 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen auch: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 71,77 US-Dollar, das waren 21 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Rätselraten um israelische Bodentruppen im Libanon

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Jerusalem/Beirut (dts Nachrichtenagentur) – Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon bleibt die Lage unübersichtlich. Am Montagabend machten Berichte die Runde, wonach israelische Soldaten in den Südlibanon eingedrungen seien. Es wäre die erste Bodenoperation der israelischen Streitkräfte im Libanon seit dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006.

In weiteren Berichten hieß es, Israel habe die USA vorab darüber informiert, eine begrenzte Bodenoperation im Libanon zu starten, die innerhalb weniger Stunden beginnen könne. Das soll ein US-Beamter am Montag dem Sender CBS bestätigt haben.

In Kontrast dazu wurden Angehörige der UN-Friedenstruppen an der libanesisch-israelischen zitiert, wonach es derzeit zwar schweren Beschuss, aber keine Anzeichen für ein israelisches Eindringen über die Grenze gebe. Die offizielle libanesische Armee, die als besonders schwach gilt und nichts mit der Hisbollah zu tun hat, soll sich bereits von Kontrollpunkten nahe der israelischen Grenze zurückgezogen haben.


Foto: Karte von Israel und Libanon (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Spitzen von CDU und FDP sehen AfD-Verbotsverfahren kritisch

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In den Spitzen mehrerer Bundestagsfraktionen gibt es starke Bedenken gegen den AfD-Verbotsantrag, den mindestens 37 Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken ins Parlament einbringen wollen.

Konstantin Kuhle, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender, sagte der „Welt“: „Das Scheitern eines solchen Antrags wäre eine Katastrophe. Aus diesen Gründen ist die Skepsis gerade in den Reihen der Freien Demokraten sehr groß.“

Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, wurde noch schärfer: „Es bleibt dabei, dass wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion kein AfD-Verbotsverfahren verfolgen, weil es der falsche Weg in der Auseinandersetzung mit dieser Partei wäre. Wir wollen die AfD politisch bekämpfen und so ihren Extremismus offenlegen.“

Auch in der linken Opposition herrschen Zweifel oder offene Ablehnung. Die Vorsitzenden der Linke-Gruppe, Heidi Reichinnek und Sören Pellmann, teilten mit: Zum Abstimmungsverhalten der Fraktion könne man nichts sagen, es gelte bei diesem Antrag keine Fraktionsdisziplin. „Eine Unterstützung zum Antrag“ bedeute derweil „nicht zwingend eine Zustimmung zu einem möglichen AfD-Verbot, sondern nur die Überzeugung, dass eine Prüfung durch das Bundesverfassungsgericht geboten ist.“

Jessica Tatti vom „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) im Bundestag sagte der „Welt“: Das BSW werde den Antrag nicht unterstützen. „Es ist geradezu erbärmlich, dass Parteien, die vom Wähler abgestraft werden, lieber die politischen Gegner verbieten, als endlich im Interesse der Menschen Politik zu machen.“ Und weiter: „Ein größeres Geschenk als den Verbotsantrag könnte man der AfD nicht machen.“


Foto: AfD-Abgeordnete Chrupalla, Reichardt, Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wärmepumpe in Berliner Parteizentrale der Grünen läuft endlich

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sie war ein Symbol für die Mühen der Energiewende: Nun ist die Wärmepumpe für die Berliner Parteizentrale der Grünen nach Jahren der schleppenden Umsetzung endlich im Einsatz.

„Sie läuft“, sagte ein Parteisprecher, wie der „Spiegel“ schreibt. Die Anlage arbeitet mit Geothermie. Bis sie in Betrieb gehen konnte, hatte es einige technische und bürokratische Probleme gegeben: So musste unter anderem eine Spezialbohrmaschine mit einem Kran in den Innenhof gehoben werden.

Das Genehmigungsverfahren für die Erdbohrung hatte allein rund zwei Jahre gedauert. Und im gesamten Gebäude mussten Rohre verlegt werden. Nach dem Probebetrieb läuft die Anlage nun regulär.


Foto: Grünen-Parteizentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax geht nach Rekordjagd vorerst auf Tauchstation

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax seine Rekordserie zunächst nicht fortgesetzt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 19.325 Punkten berechnet, 0,8 Prozent niedriger als am Freitag, als ein neues Allzeithoch markiert worden war.

Ein Rücklauf nach einem solchen Ausbruch nach oben sei „völlig normal“, sagte Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Der erste Unterstützungsbereich für den Dax liege nun zwischen 19.310 und 19.230 Punkten. Aber auch aufgrund des bevorstehenden Feiertages und den US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag dürfte der Aktionsradius in den kommenden Tagen eher begrenzt bleiben.

Positiv wurden am Montag neue Daten zur Inflationsrate in Deutschland aufgenommen. Wie bereits in der vergangenen Woche in Frankreich und Spanien hat sich auch in Deutschland die Teuerungsrate im September stärker als erwartet abgeschwächt. Sie lag bei nur noch 1,6 Prozent und damit deutlich unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Allerdings liegt die „Kernrate“ ohne Energie und Nahrungsmittel noch immer bei 2,7 Prozent – und die wird von Notenbankern typischerweise mehr beachtet.

Das Inflationsgespenst sei aber schon längst einer anhaltenden wirtschaftlichen Talfahrt und damit der Angst vor einer tiefen Rezession gewichen, kommentierte Oldenburger. In den kommenden Monaten gehe es darum, die Konjunktur wieder flott zu kriegen und dafür müsse es bald weitere geldpolitische Lockerungen geben.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1154 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8965 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Deutschland schickt Evakuierungsflieger nach Beirut

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Berlin/Beirut (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat einen Evakuierungsflieger nach Beirut geschickt.

Ein Flugzeug des Typs A321 der Luftwaffe sei heute nach Beirut geflogen, um die Ausreise von Botschafsangehörigen, ihrer Familien sowie von Angehörigen „deutscher Mittlerorganisationen“ in Amtshilfe zu unterstützen, teilten Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium am Montagnachmittag mit. Auf der Bundeswehrmaschine würden zudem deutsche Staatsangehörige mitgenommen, die „aufgrund medizinischer Umstände“ besonders gefährdet seien.

Angesichts der aktuellen Lage im Libanon hatte das Auswärtige Amt die Krisenstufe für die Auslandsvertretungen in Beirut, Ramallah und Tel Aviv am Wochenende nochmal angehoben und eine diplomatische Abholung eingeleitet. Die Botschaften sollen prinzipiell arbeitsfähig bleiben, wie es hieß. „Die Botschaft unterstützt weiter die verbliebenen Deutschen in Libanon bei der Ausreise über kommerzielle Flüge und andere Wege“, so die beiden Ministerien.

Schon seit Monaten fordert die Bundesregierung die Deutschen im Libanon auf, über eine eigenständige Ausreise nachzudenken und sich nicht auf eine Evakuierung zu verlassen. Israel hatte seinen Kampf gegen die Hisbollah in den letzten Wochen stark intensiviert, viele Beobachter befürchten eine weitere militärische Eskalation.


Foto: Schriftzug „Luftwaffe“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ampelpolitiker uneins bei AfD-Verbot

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Unter den Bundestagsabgeordneten der Ampelkoalition gibt es keine Einigkeit, ob ein Verbot der AfD angestrebt werden sollte. „Dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist, dass sie vom Verfassungsschutz als gefährlich für unsere demokratische Ordnung eingeschätzt wird und dass sie skrupellose Faschisten in ihren Führungsreihen hat, steht außerhalb jeden vernünftigen Zweifels“, sagte der SPD-Abgeordnete Ralf Stegner dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Es spreche also vieles dafür, beim Bundesverfassungsgericht „einen gut begründeten Verbotsantrag“ zu stellen.

Es gebe allerdings auch „valide Bedenken, ob es dafür angesichts großer Wahlerfolge der AfD nicht bereits zu spät sei oder die AfD einen solchen Antrag für eine populistische Märtyrerpose nutzen könnte, die diese Wahlerfolge womöglich noch verstärkt“, sagte Stegner weiter. Daher sei eine „sorgfältige und abwägende Debatte“ im Parlament erforderlich, die „keinesfalls Schnellschüsse“ vertrage. „Der Worst Case wären gespaltene demokratische Fraktionen und Parteien, während die Demokratiefeinde sich ins Fäustchen lachen.“

Der Grünen-Innenpolitiker Marcel Emmerich sagte dem „Handelsblatt“: „Eine wehrhafte Demokratie muss ein Parteiverbotsverfahren ernsthaft prüfen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Dabei sollte der Fokus auf die Gesamtpartei gerichtet sein.“ Angesichts der hohen rechtlichen Hürden verbiete sich der Alleingang einer Partei oder einer Regierung. Nötig sei vielmehr „ein entschlossenes Vorgehen eines breiten demokratischen Bündnisses“.

Der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler kritisierte die Diskussion über ein Verbot der AfD scharf. „Das halte ich für Unsinn“, sagte er dem „Handelsblatt“. Die AfD müsse politisch bekämpft werden. Verbotsdebatten schadeten nur, weil sie von der politischen Diskussion ablenkten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter findet es richtig, dass der Bundestag über ein AfD-Verbotsverfahren beraten soll. Kiesewetter sagte dem TV-Sender „Welt“, er sei seinem Parteikollegen Marco Wanderwitz „sehr dankbar“, die Initiative für den Antrag ergriffen zu haben. „Wir brauchen eine sehr sensible Diskussion in der Gesellschaft, aber auch im Bundestag über die Frage, wie wir mit einer Partei umgehen, die versucht hat, letzte Woche den Thüringer Landtag in Geiselhaft zu nehmen“, so Kiesewetter weiter.

Die AfD sei eine Partei, „die die Westbindung Deutschlands aufgeben will und die gemeinsam mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht unsere Westbindung und unsere klare Positionierung für Frieden in Freiheit für Deutschland, aber auch für die Ukraine auszuhöhlen beginnt“.

Ob er selbst allerdings für einen entsprechenden Antrag stimmen wolle, sei noch offen, so der CDU-Politiker. „Entscheidend ist, dass wir es thematisieren und auch unsere Bevölkerung sensibilisieren. Was am Ende dabei herauskommt, ist eine ganz andere Frage. Da sollten, glaube ich, auch alle sehr ergebnisoffen vorgehen.“


Foto: Tino Chrupalla und Alice Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Inflationsrate sinkt auf 1,6 Prozent

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im September 2024 weiter abgeschwächt. Die Inflationsrate wird voraussichtlich 1,6 Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Im August hatte die Teuerung noch bei 1,9 Prozent gelegen.

Die deutlich aussagekräftigere Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, ist voraussichtlich von 2,8 Prozent im August auf 2,7 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vormonat stagnieren die Verbraucherpreise im neunten Monat des Jahres voraussichtlich.

Die Energiepreise waren auch im September niedriger als im Vorjahresmonat (-7,6 Prozent). Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln lag bei 1,6 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen stiegen mit einem Plus von 3,8 Prozent.


Foto: Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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