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IG Metall: Diesmal über 100.000 Beschäftigte im VW-Warnstreik

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VW-Werk (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Nach Angaben der IG Metall haben sich am Montag mehr als 100.000 Beschäftigte an den Warnstreiks bei Volkswagen beteiligt. Die genaue Zahl bezifferte die Gewerkschaft am Dienstag mit 102.600, wobei alleine in Wolfsburg 50.000 Mitarbeiter die Arbeit niederlegten.

„Niemand von uns will den Konflikt mit dem Unternehmen, das beispiellose Vorgehen der Kündigung unserer Tarifverträge durch Volkswagen macht diesen aber unumgänglich“, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger. Die vierte Tarifverhandlung sei zwar konstruktiver als die Gespräche zuvor gewesen: „Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin etliche Differenzen zwischen uns und dem Unternehmen bestehen.“

Es sei weiterhin eine „Mammutaufgabe“, das Unternehmen von seinem eingeschlagenen Weg, welcher Werksschließungen und Kündigungswellen nicht ausschließe, abzubringen und wieder auf den „Pfad der Vernunft“ zu navigieren. „Die historischen Warnstreikzahlen nimmt unser Gegenüber am Verhandlungstisch hoffentlich als Wink mit dem Zaunpfahl“, so Gröger.

Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Lohn und 170 Euro mehr für die Auszubildenden. Im Rahmen eines „Zukunftsplans“ hatte die Gewerkschaft vorgeschlagen, dass eine Erhöhung in einen „solidarischen Fonds“ erfolgen könnte. Das Unternehmen lehnt Entgelterhöhungen dagegen generell ab und pocht wegen der derzeitigen Krise stattdessen auf Lohnkürzungen. Auch Werkschließungen und Entlassungen schließt der Konzern bisher nicht aus.


Foto: VW-Werk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Sterbefallzahlen im November unter Niveau der Vorjahre

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Friedhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Sterbefallzahlen in Deutschland sind im November 2024 niedriger als in den Vorjahren ausgefallen. Insgesamt starben nach einer am Dienstag veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 86.291 Menschen und damit drei Prozent weniger als im Mittel der Jahre 2020 bis 2023.

Bei einer Betrachtung nach einzelnen Kalenderwochen lagen die Zahlen im November durchgehend drei bis sieben Prozent unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre. Bei der Einordnung des Saisonverlaufes der Sterbefallzahlen sei aber zu berücksichtigen, dass sich in den drei Jahren der Corona-Pandemie (2020 bis 2022) ein saisonales Muster gezeigt habe, bei dem die Sterbefallzahlen zum Jahresende deutlich und im Vergleich zu vorpandemischen Jahren in ungewöhnlichem Maße anstiegen, so das Bundesamt.

Dieses Muster geht in den aktuellen Vergleich der Sterbefallzahlen des Jahres 2024 mit dem mittleren Wert der vier Vorjahre 2020 bis 2023 ein. Im Vergleich zu vorpandemischen Zeiten sind die Sterbefallzahlen im November 2024 nicht ungewöhnlich niedrig. Die Verbreitung von Atemwegserkrankungen war zuletzt sogar auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Das Euromomo-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein: Im November wurde dort in den meisten Ländern keine Abweichung („no excess“) von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt. In einzelnen Wochen gab es geringe Abweichungen („low excess“) in Dänemark und Griechenland.


Foto: Friedhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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IWH: Zahl der Firmenpleiten im November leicht rückläufig

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IWH - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Archiv), via dts NachrichtenagenturHalle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im November wieder unter den Höchstwert aus dem Oktober gefallen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Erste Frühindikatoren deuten demnach auf einen erneuten Anstieg ab Februar hin. Die Zahl der Firmenpleiten liegt laut IWH-Insolvenztrend im November bei 1.345. Das sind zwölf Prozent weniger als im Vormonat, aber 38 Prozent mehr als im November 2023. Der aktuelle Wert liegt zudem 52 Prozent über dem durchschnittlichen Novemberwert der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie.

Die Insolvenzzahlen bewegen sich aber weiter auf deutlich erhöhtem Niveau. Der leichte Rückgang der Zahlen im November kam zudem nicht in allen Branchen und Bundesländern an. Schließungen großer Arbeitgeber führen häufig zu erheblichen und dauerhaften Einkommens- und Lohnverlusten bei den betroffenen Beschäftigten: Laut IWH-Insolvenztrend waren im November in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen etwas mehr als 11.000 Arbeitsplätze betroffen.

Damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten nahe am Vormonatswert und in etwa auf dem Niveau von November 2023, aber 59 Prozent über dem Durchschnitt eines typischen Novembers der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.

Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), erwartet für Dezember und Januar ähnlich viele Insolvenzen wie im November. Damit würden die Insolvenzzahlen auch weiterhin klar über dem Niveau von vor der Doppelkrise aus Pandemie und Kostenschocks liegen. Im November sind die Frühindikatoren deutlich angestiegen, sodass ab Februar wieder kräftige Anstiege bei den Insolvenzzahlen möglich sind.

„Sollte sich das hohe Niveau der Insolvenz-Frühindikatoren aus dem November auch im Dezember bestätigen, muss ab Februar mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzzahlen gerechnet werden“, so Müller.


Foto: IWH – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Etwas weniger Arbeitstage im kommenden Jahr

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Bauarbeiter (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2025 gibt es bundesweit im Schnitt 248,1 Arbeitstage. Das sind 0,7 Tage weniger als im laufenden Jahr, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

Grund für den Rückgang ist der Wegfall des zusätzlichen Arbeitstags am 29. Februar, der im Schaltjahr 2024 zu Buche schlug. Die Zahl der Arbeitstage hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung. Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gilt die Faustregel: Ein Arbeitstag weniger bedeutet im Schnitt einen Rückgang des BIP um etwa 0,1 Prozentpunkte.

Gleichzeitig ist der Durchschnitt von 248,1 Arbeitstage im Jahr 2025 der niedrigste Wert seit 2019 mit damals 247,8 Arbeitstagen. Das liegt unter anderem daran, dass Feiertage und Festtage wie Heiligabend und Silvester im nächsten Jahr vergleichsweise selten auf Wochenenden fallen. Weil die Zahl der Feiertage von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, ergeben sich im bundesweiten Durchschnitt für die Zahl der Arbeitstage Werte mit einer Nachkommastelle.

Betrachtet man den Zeitraum nach der Wiedervereinigung, so gab es den höchsten Wert mit 252,8 Arbeitstagen im Jahr 2004, den niedrigsten mit 246,9 Tagen im Jahr 1991. 1995 wurde in allen Bundesländern außer Sachsen der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, was insgesamt zu einem Anstieg der Arbeitstage führte.


Foto: Bauarbeiter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutscher in Russland wegen Sabotagevorwürfen festgenommen

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Polizist in Russland (Archiv), via dts NachrichtenagenturMoskau (dts Nachrichtenagentur) – Im russischen Nischni Nowgorod ist ein Mann mit russischer und deutscher Staatsbürgerschaft festgenommen worden. Ihm werde Sabotage vorgeworfen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB.

Er soll demnach Teil einer Gruppe sein, die einen „Sabotageakt“ auf eine Eisenbahnstrecke vorbereitet haben soll. Bei dem Deutsch-Russen seien ein einsatzbereiter improvisierter Sprengsatz und Kommunikationsmittel gefunden und beschlagnahmt worden, hieß es. Er soll zudem angeblich Mitglied einer neonazistischen Gruppierung sein und „mit einem Vertreter der ukrainischen Geheimdienste“ in Verbindung gestanden haben.

Zuletzt hatte es vermehrt Berichte über Festnahmen von Ausländern in Russland im Zusammenhang mit Sabotagevorwürfen gegeben.


Foto: Polizist in Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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BYD-Europachefin: EU-Produktion soll mit Golfklasse starten

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturKomarom (dts Nachrichtenagentur) – Der chinesische Autobauer BYD wird seine lokale Produktion in Europa im kommenden Jahr im Kompaktwagensegment starten. Das kündigte BYDs Europachefin Stella Li dem Wirtschaftsmagazin Capital an.

„Wir werden den Hochlauf Ende 2025 starten. Die ersten beiden Autos, die wir produzieren, werden der Dolphin und der Atto 3 sein“, sagte Li dem Magazin. Die genannten Modelle zählen zum Kompaktsegment, sind also elektrische Autos der sogenannten Golfklasse.

BYD ist seit zwei Jahren Marktführer im weltgrößten Automarkt, Li gilt in dem Konzern als Nummer zwei. Mit ihren Aussagen bezieht sie sich auf das Autowerk, das der Konzern derzeit in Ungarn baut und welches das erste des Herstellers in der EU sein wird.

Als drittes Fahrzeug wird dann laut Li der Atto 2 folgen, der in das gleiche Segment zählt. Im Kleinwagensegment will BYD laut Li erst danach starten – mit einer für Europa adaptierten Version des Kleinwagens Seagull, der nach Lis Aussagen erst als viertes Modell der neuen Fabrik geplant ist.

Das Werk in Ungarn ist zentral für die Markteroberungspläne von BYD in Europa, da der Konzern dann unabhängig von den von der EU beschlossenen Zöllen auf chinesische E-Auto in Europa auftreten kann. Bislang importiert BYD. In Deutschland war der Konzern als Sponsor der Fußball-Europameisterschaft im vergangenen Sommer bekannt geworden.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Frühling, wenn es anderswo noch weiß ist

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Dank des mediterranen Klimas hält der Frühling in Südtirol besonders früh Einzug und verwandelt Kastelbell-Tschars – am Übergang vom Meraner Land zum Vinschgau – in ein Paradies für Natur- und Kulturliebhaber. Zart blühende Apfelbäume, idyllische Waalweg-Wanderungen, Spaziergänge durch die Weinberge und der Beginn der Bikesaison machen die Region zum perfekten Reiseziel für alle, die den Winter schnell hinter sich lassen wollen. Das Hotel Sand****s lädt dazu ein, diese zauberhafte Zeit zu erleben – sei es bei geführten Apfel- oder Spargelwanderungen, einer Verkostung der heimischen Weine oder einem Besuch einer Kunstausstellung im Schloss Kastelbell. Der Frühling lässt hier nicht lange auf sich warten und verspricht Erholung und Inspiration zugleich.

Wandern und Biken im sonnigsten Tal Südtirols

Frühling in Südtirol bedeutet Naturgenuss pur – und das Hotel Sand in Kastelbell-Tschars ist der ideale Ausgangspunkt, um diese Zeit aktiv zu erleben. Umgeben von den imposanten Gipfeln des Ortler-Cevedale-Massivs, des Naturparks Texelgruppe und des Nationalparks Stilfserjoch eröffnet sich Wanderern und Bikern ein Paradies voller Möglichkeiten. Zweimal wöchentlich begleiten Mitglieder der Gastgeberfamilie Bernhart ihre Gäste auf geführten Wanderungen. Es geht zu den ersten gemütlichen Almen- und Panoramawanderungen der Saison. Besonders eindrucksvoll: der Schnalswaalwanderweg, der direkt am Hotel beginnt und an idyllischen Wasserläufen entlangführt – perfekt, um Körper und Geist neue Energie zu schenken. Weinverkostungen, Wein- und Apfelführungen machen die Wanderungen zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Aber nicht nur Wanderer kommen auf ihre Kosten. Als Mitglied der Ötzi Bike Academy bietet das Hotel Sand ein umfangreiches Angebot für Radbegeisterte. Ob gemütliche Genussradler, ambitionierte Mountainbiker oder E-Biker – ausgebildete Guides führen die Gäste zu atemberaubenden Aussichtspunkten und Trails. Das Beste: Der Radweg führt direkt hinter dem Hotel vorbei und ermöglicht ein unkompliziertes „Bike in – Bike out“. Der Service im Hotel ist umfangreich – von einem kostenlosen Verleih von Trekkingrädern und Helmen über einen Online-Bike-Verleih bis hin zu einem Bikeraum sowie einer großen Auswahl an Tourenvorschlägen und Kartenmaterial ist für alles gesorgt.

Aktiv genießen und tief entspannen

Aktiv- und Genussurlaub, das ist die große Passion des Hotel Sand. Wer vom Naturerlebnis zurückkommt ins Hotel, der freut sich auf Wellness und Entspannung. Das 25-Meter-Sportbecken ist ganzjährig beheizt. Durch das Wasser gleiten, tief durchatmen, das lockert müde Muskeln. Dank des milden Klimas ist es schon im Frühling möglich, im Naturschwimmteich in der wunderschönen Gartenanlage zu baden. Der Indoorpool und die Saunawelt sind echte Relax-Plätze. Das Wellness-Team verwöhnt mit vielfältigen und tiefenentspannenden Massagen. Wer auf der Suche nach mehr Lebensqualität, Ausgeglichenheit und Energie ist, besucht eine Yoga-Einheit im Hotel.

Frühlingserwachen im Wohlfühlgarten

Im Frühling erwacht der wunderschöne Garten zu neuem Leben und bietet die perfekte Gelegenheit, die warmen Sonnenstrahlen zu genießen und die Blütenpracht zu bewundern. Die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Gartenlandschaft ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Die gekonnt angelegten Ruhezonen laden zum Verweilen inmitten eines Blumenmeeres, alter Vinschger Rebsorten und Streuobst ein. Ein Holzsteg führt durch die idyllische Oase und bietet zahlreiche sonnige Plätze, um den frühen Frühling im Vinschgau zu genießen und sich eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen.

Ein Wein- und Genusshotel

Die gehobene Küche verwöhnt die Gäste mit mediterranen und herzhaften Südtiroler Spezialitäten. Feinschmecker, die den Frühling mit allen Sinnen erleben möchten, können an einer Apfel- oder Spargelführung teilnehmen. Täglich sorgt Küchenchef Florian Volgger zusammen mit seinem Team dafür, dass nur die besten regionalen Zutaten in der Küche landen, um abwechslungsreiche und gesunde Gerichte zu kreieren. Am Abend erwarten die Hotelgäste verführerische Menüs mit fünf bis sieben Gängen, die für wahre Gaumenfreuden sorgen. Und wenn dazu noch edelste Südtiroler Weine aus dem Weinkeller serviert werden, wird das Urlaubserlebnis perfekt.

Im Weinkeller und in der Vinothek lagern bis zu 300 edle Tropfen aus Südtirol und Italien, wahre Schätze für Weinliebhaber. Der Hausherr, selbst leidenschaftlicher Weinkenner, lädt regelmäßig zu exklusiven Verkostungen besonderer Jahrgänge in den hauseigenen Weinkeller ein und gibt dabei sein umfangreiches Wissen über Weine und deren Geschichte weiter. Auch Sohn Lukas Bernhart, ausgebildeter Sommelier, steht mit seinem Fachwissen zur Seite und sorgt dafür, dass jeder Weingenießer die perfekte Auswahl für seinen Geschmack findet.

Saison Opening (28.03.–06.04.25)

Leistungen: Aufenthalt von 4 bis 7 Nächten, 1 Nacht geschenkt, Verwöhnpension, Vinschgau Card für die kostenlose Benützung von Bus und Bahn in Südtirol, Wellnessbereich, 25 m Sportbecken (ganzjährig beheizt), Hallenbad, Fitnessraum, Naturbadeteich – Preis p. P.: 4 Nächte ab 486 Euro

Aktivwochen im Frühling (05.04.–31.05.25)

Leistungen: 7 Nächte inkl. Genießerhalbpension, 1 geführte Frühlingswanderung mit der Gastgeberfamilie, 3 geführte Biketouren, Vinschgau Card, Wellnessbereich, 25 m Sportbecken (ganzjährig beheizt), Hallenbad, Fitnessraum, Naturbadeteich – Preis p. P.: 7 Nächte ab 945 Euro

Frühling, wenn es anderswo noch weiß ist: Apfelblüten, Weinberge und aktive Genüsse im Hotel Sand in Südtirol

Bild Nette Sitzgelegenheit im Garten Quelle: Marco TELFSER

Quelle mk Salzburg

Geywitz pocht auf Altschuldenregelung für Kommunen

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Klara Geywitz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) pocht in der Debatte um eine Altschuldenregelung für Kommunen auf eine rasche Lösung. „Ich bin überzeugt davon, dass wir eine Lösung für die Altschuldenproblematik für die verschuldeten Kommunen brauchen“, sagte Geywitz der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). „Besonders in NRW drücken die Altschulden.“

„Übrigens nicht nur dort, auch in den ostdeutschen Ländern leidet die Wohnungswirtschaft unter der Altschuldenlast“, fügte sie hinzu. „Ich gehe fest davon aus, dass der NRW-Ministerpräsident ein Interesse an einer Altschuldenregelung hat. Es finden ja auch bereits Gespräche zwischen dem Bundesfinanzminister und NRW statt“, sagte Geywitz. „Wir brauchen am Ende dafür aber eine breite Mehrheit, weil es hier ohne eine Grundgesetzänderung nicht geht.“

Zugleich äußerte Geywitz die Hoffnung, den sogenannten „Bau-Turbo“ der geplatzten Ampel-Koalition noch durch den Bundestag zu bringen. Sie hoffe, dass er „mit den Stimmen anderer demokratischer Fraktionen“ noch durchgehe, sagte Geywitz. „Die Union hat gesagt, dass sie erst nach der Vertrauensfrage mit uns reden wird. Das bedeutet ja, dass sie grundsätzlich bereit ist, was umzusetzen, und das ist doch ein gutes Zeichen“, sagte Geywitz. „Auch die FDP ist ja nach wie vor im Bundestag. Auch sie hatte den Bau-Turbo unterstützt“, so die SPD-Politikerin.


Foto: Klara Geywitz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ramelow will Voigt nur bei Anti-AfD-Abkommen wählen

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Bodo Ramelow (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Vor einem Spitzentreffen zwischen CDU, BSW, SPD und Linken in Thüringen hat Noch-Ministerpräsident Bodo Ramelow Bedingungen an die Wahl von Mario Voigt (CDU) zum Regierungschef formuliert.

„Die Frage `Wählen oder nicht wählen` hängt davon ab, dass die zwölf Abgeordneten der Linken einbezogen sind, wenn es darum geht, die Destruktivität der AfD auszuschließen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin Politico. „Es braucht jetzt ein Abkommen miteinander – eine Verlässlichkeit, dass wir die destruktiven Stimmen der AfD ausschließen für die nächsten fünf Jahre“, so Ramelow.

Er forderte ein parlamentarisches Verfahren, indem man sich darauf festlegen würde. „Wir bestätigen uns gegenseitig – also wir zwölf als demokratische Opposition plus die Regierung als Dreierkoalition -, dass wir niemals in den fünf Jahren die Stimmen der AfD benutzen, um uns wechselseitig zu erpressen“, so Ramelow.


Foto: Bodo Ramelow (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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200 Flüge von und in Deutschland binnen fünf Jahren weggefallen

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Annullierter Flug (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In den vergangenen fünf Jahren sind nach Angaben der Luftverkehrswirtschaft 200 Flugverbindungen von, nach und in Deutschland gestrichen worden. „2019 gab es von, nach und innerhalb Deutschlands knapp 1800 Strecken, die bedient wurden. Das waren in Summe 1,7 Millionen Flüge. Jetzt sind es nur noch knapp 1600 Strecken“, sagte Jens Bischof, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Die Flüge würden nur noch bei 1,4 Millionen liegen. „Insbesondere Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sind betroffen, gerade aus und nach Berlin, Köln-Bonn, Düsseldorf oder Stuttgart. Dort fehlen neben deutlichen Frequenzreduzierungen zwischen zehn und 20 Non-stop-Strecken, die jeweils aus diesen Städten nicht mehr angeboten werden“, so Bischof, der Vorstandsvorsitzender der Fluggesellschaft Eurowings ist.

Als Grund für die Entwicklung sieht Bischof vor allem hohe Steuern und Abgaben. „Die Standortkosten für Luftverkehr in Deutschland haben sich aufgrund staatlicher Gebühren und Steuern seit 2019 verdoppelt. Profitabel zu fliegen, wird dadurch sehr schwer“, sagte der Luftfahrtpräsident.

Aktuell liege man beim Sitzplatzangebot bei 84 Prozent des Vor-Corona-Niveaus, während europaweit bereits 108 Prozent erreicht seien. „Der hiesige Luftverkehrsstandort koppelt sich damit von der Entwicklung in Europa komplett ab“, warnte Bischof. Die Luftverkehrsbranche stehe an einem Kipp-Punkt drohe „an der staatlichen Abgabenlast zu ersticken“.

Auch einen Stellenabbau schloss Bischof nicht aus: „Die Airports stehen durch die zu geringe Auslastung ihrer sehr kostenintensiven Infrastruktur unter Druck. Dass man da versucht, Kosten einzusparen und mittelfristig auch über Stellenabbau nachdenkt, halte ich für denkbar.“ Für Fluggesellschaften führe unter diesen Bedingungen kein Weg an Streckenstreichungen vorbei.

Bischof erwartet zudem weiter steigende Ticketpreise bei Flugreisen. „An- und Abflüge in Deutschland werden signifikant teurer“, sagte der BDL-Präsident. Zwar sei die seit Mai höhere Luftverkehrssteuer eingepreist, aber ab Januar steige der Gebührendeckel für die Sicherheitskontrollen an Flughäfen von 10 auf 15 Euro pro Fluggast.

Auch stehe eine deutliche Erhöhung der Kosten für die Flugsicherung im Raum. Die Verluste der Flugsicherung aus den Corona-Jahren würden nach der Entscheidung des Bundes zudem auf die Verbraucher umgelegt.

„Die Airlines selbst können die Belastungen nur an die Kunden weitergeben. Schon jetzt sind die Margen gering. Im Durchschnitt verdient eine Airline nur noch fünf bis zehn Euro pro Fluggast“, sagte Bischof. Um wie viel Prozent die Tickets steigen würden, ließe sich pauschal aber nicht sagen. „Wir sind mit der Politik über kostendämpfende Effekte im Gespräch“, sagte Bischof.

An die kommende Bundesregierung richtete er drei Forderungen. „Erstens: Die Luftverkehrsteuer muss ersatzlos abgeschafft werden.“ Die Belastung betrage derzeit mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr. „Zweitens: Der nationale Alleingang bei der E-Kerosin-Quote muss beendet werden. Und drittens müssen die höheren Gebühren bei den Sicherheitskontrollen zurückgenommen werden“, zählte Bischof auf.

Eine Streichung der Luftverkehrssteuer würden Kunden unmittelbar spüren, versprach der Luftfahrtpräsident und verwies auf Effekte in Schweden, das als viertes EU-Land die Luftverkehrssteuer ausgesetzt habe. „Wir sehen ganz klar die absolute enge Korrelation zwischen Rücknahme dieser Steuer und dem Anziehen des Angebots.“


Foto: Annullierter Flug (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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