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Champions League: Leipzig verliert – Siege für FCB und Leverkusen

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Konrad Laimer (Bayern München) (Archiv), via dts NachrichtenagenturLeipzig/Gelsenkirchen/Leverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Am sechsten Spieltag der Uefa Champions League hat RB Leipzig zuhause gegen Aston Villa mit 2:3 verloren, der FC Bayern München in Gelsenkirchen gegen Schachtar Donezk mit 5:1 gewonnen und Bayer 04 Leverkusen daheim gegen Inter Mailand mit 1:0 triumphiert.

Die Leipziger erwischten bereits in der dritten Minute die kalte Dusche: McGinn kam nach Watkins-Flanke in der Mitte viel zu frei zum Schuss und traf links ins Tor.

Die Sachsen verteidigten vogelwild und ließen Chance um Chance der Briten zu. Entsprechend überraschend fiel in der 27. Minute der Ausgleich für den Bundesligisten: Nach einem langen Ball ließen Diego Carlos und Martinez den Ball unglücklich passieren und Openda durfte frei vor dem Kasten einschieben. Zur Pause durfte sich das Team aus England über den Zwischenstand ärgern.

Nach dem Seitenwechsel münzte die Emery-Elf die Überlegenheit dann auch in mehr Tore um: In der 52. Minute kam Duran aus 20 Metern zum Schuss und die Kugel segelte über den etwas weit draußen stehenden Gulacsi hinweg in die Maschen.

Doch erneut zeigten sich die Hausherren eiskalt: In der 62. Minute konnte wieder kein Verteidiger Openda halten und dessen Vorlage schweißte Baumgartner per Direktabnahme in den linken Winkel.

In der 85. Minute sicherte Barkley den Gästen dann aber doch noch den verdienten Sieg, als der Joker aus der Distanz abzog und die Kugel von Klostermann abgefälscht im linken Eck einschlug.

Parallel mussten auch die Bayern einen frühen Rückstand verkraften: Kevin zog in der fünften Minute nach Zubkov-Vorlage über links davon und vollstreckte allein vor dem Kasten eiskalt unten rechts.

Laimer glich für den FCB in der elften Minute aus, als der Österreicher am Ende einer starken Kombination von Olise bedient wurde und wuchtig unter die Latte einschoss.

Die Ukrainer blieben weiter gefährlich, der Treffer gelang aber den Süddeutschen: In der 45. Minute steckte Musiala nach einem Fehler im Aufbau der Gastgeber für Müller durch und der Routinier blieb allein vor Matviyenko cool. Zur Pause führte die Kompany-Truppe knapp.

Hälfte zwei gestaltete der deutsche Rekordmeister aber deutlich souveräner und belohnte sich in der 70. Minute: Nach Foul von Ghram an Boey im Strafraum versenkte Olise den fälligen Elfmeter sicher.

Die endgültige Entscheidung führte in der 87. Minute Musiala herbei, als der Offensivstar ein Laimer-Zuspiel über Umwege empfing und vor dem Gehäuse trocken vollstreckte.

Den Schlusspunkt setzte in der dritten Minute der Nachspielzeit Olise, als der Flügelflitzer die gesamte Schachtar-Abwehr aussteigen ließ, den Keeper umkurvte und lässig einschob.

Gleichzeitig schnupperte Leverkusen selbst früh an einer Führung, Tellas sehenswerter Volleyversuch ließ in der dritten Minute aber nur die Latte erzittern.

Insgesamt zeigte sich die Werkself wesentlich aktiver und ließ fast nichts zu. Allerdings wollte nach 45 Minuten aber auch noch kein eigener Torerfolg herausspringen.

Das Bild sollte sich auch in Hälfte zwei nicht ändern: Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso mühte sich, bekam das Inter-Bollwerk aber nicht geknackt.

Erst in der 90. Minute gelang dem Deutschen Meister der Lucky Punch: Terrier legte mit etwas Glück für Mukiele auf und der Defensivmann wuchtete das Leder entschlossen zum Sieg ins Netz.

In der Champions-League-Tabelle bedeuten die vorliegenden Ergebnisse vorerst Rang zwei für Leverkusen, Platz acht für Bayern München und Position 34 für Leipzig.


Foto: Konrad Laimer (Bayern München) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen lassen nach – Suche nach Impulsen

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.247,83 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,35 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.030 Punkten 0,3 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 21.365 Punkten 0,3 Prozent im Minus.

Marktbeobachtern zufolge warten die Anleger nach der Euphorie der letzten Wochen auf frische Impulse, in der Folge zeigen sie sich in Erwartung dieser zurückhaltend und ziehen sich auf hohem Kursniveau tendenziell eher zurück.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend schwächer: Ein Euro kostete 1,0526 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9500 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 2.692 US-Dollar gezahlt (+1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 82,22 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 71,98 US-Dollar, das waren 16 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Scholz und Erdogan telefonieren zu Entwicklungen in Syrien

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Erdogan und Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich am Dienstagabend telefonisch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Lage und weitere Entwicklungen in Syrien ausgetauscht. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.

Beide waren sich demnach einig, dass der Fall des diktatorischen Assad-Regimes eine sehr gute Entwicklung sei. Jetzt müsse es darum gehen, dass Syrien eine sichere Heimat für alle Syrer werde, unabhängig von deren ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit. Dazu gelte es auch, die territoriale Integrität und Souveränität zu erhalten. Auf diese Ziele wolle man gemeinsam mit den Partnern in der Europäischen Union wie auch der Region hinarbeiten, hieß es.


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Lindner: "Die FDP war immer eine umstrittene Partei"

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Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner hat gelassen auf eine Umfrage reagiert, wonach die Mehrheit ihm nicht mehr vertraut. Angesprochen auf eine Erhebung des RTL/ntv-„Trendbarometers“, wonach 80 Prozent der Befragten Christian Lindner für nicht vertrauenswürdig halten, sagte er der RTL/ntv-Redaktion: „Ich wende mich an die anderen 20 Prozent und wenn davon die Hälfte die FDP auch bei der Wahl unterstützt, dann haben wir tatsächlich die Chance, in unserem Land etwas zu verändern.“

„Die FDP war immer eine umstrittene Partei, weil wir anders sind als die anderen Parteien. Wir sind die einzige Partei, die wirklich auf Eigenverantwortung und Freiheit baut“, so der Ex-Finanzminister.


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Syrien-Expertin Helberg bei Perspektive des Landes "hoffnungsvoll"

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Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien am 08.12.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Syrien-Expertin Kristin Helberg schätzt die Zukunft des Landes nach dem Assad-Sturz vorsichtig optimistisch ein. Die Syrer seien nach dem langen Leiden an einem Punkt, „wo sich sich nichts mehr wünschen, als endlich in Frieden und Stabilität miteinander zu leben“, sagte sie am Dienstag bei „Jung und Naiv“.

Nach dem Ende des Regimes hatte die islamistische Rebellengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) die Kontrolle übernommen und sich stark im Übergang engagiert.

HTS-Anführer Mohammad Al-Dschulani habe sich bereits in den Jahren vor dem Sturz „sehr pragmatisch“ gezeigt und versuche scheinbar, einen guten Konsens zu finden, sagte Helberg. Der habe es schließlich auch geschafft, die Revolution zu einem erfolgreichen Ende zu führen. „Bei aller Skepsis, die man auch haben muss, ist das auch ein Momentum, das man auch nutzen muss“, so die Journalistin.

Al-Dschulani habe zu radikale Kämpfer schließlich aus der Rebellenorganisation ausgeschlossen und den Schutz von Minderheiten versprochen. Der HTS-Chef habe auch von Förderalismus gesprochen und damit die Hand in Richtung der kurdischen Kräfte in Syrien ausgestreckt. „Der Mann macht alles richtig in den letzten zwei Wochen“, so Helberg. „Zum bisherigen Zeitpunkt ist das alles eher hoffnungsvoll.“

„Das Wichtigste ist, dass der Staat nicht zerfällt“, sagte Helberg. Das sei besonders knifflig, da alle Institutionen bisher auf den Machterhalt Assads ausgerichtet waren. Sollte das doch zerfallen und alle Gruppen kämpfen weiter um den Einfluss in Syrien, könnte es doch zum „Wort Case“ kommen. Aber: „Kein Nachbarland will einen `failed state`“, argumentierte die Expertin.

Ein Szenario wie in Afghanistan, vor dem Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel zuletzt gewarnt hatte, hält sie für unwahrscheinlich. Dazu sei der Bildungsgrad der Syrer zu hoch und die geografische Beschaffenheit zu unterschiedlich.

Die freie Journalistin Kristin Helberg lebte von 2001 bis 2008 im syrischen Damaskus, wo sie lange Zeit die einzige offiziell akkreditierte westliche Korrespondentin war.


Foto: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien am 08.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Autofahrer zahlten Millionen für Fake-Klimaschutzprojekte

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Straßenverkehr in Peking (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutsche Autofahrer haben rund eine Milliarde Euro für Klimaschutzprojekte in China gezahlt, die unter Betrugsverdacht stehen. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hervor, über die das ZDF-Magazin „Frontal“ berichtet.

Stefan Gerwens, Ressortleiter Verkehr beim ADAC, forderte im ZDF Aufklärung: „Wenn sich der Betrugsverdacht bestätigt, dann wüssten wir gerne, wohin das Geld geflossen ist. Jeder Autofahrer hat dann für Betrug bezahlt und das möchte niemand.“

Das zuständige Umweltbundesamt (UBA) stuft aktuell 45 von 66 der sogenannten „Upstream Emission Reduction“-Projekte in China als betrugsverdächtig ein. UBA-Präsident Dirk Messner sprach von „Täuschung“ und „Supergau“. „Ich habe so etwas in der Tat noch nicht erlebt“, sagte Messner dem ZDF. Im Mai 2024 hatte „Frontal“ berichtet, dass viele Klimaschutzprojekte der Mineralölindustrie in China vorgetäuscht waren, das UBA hätte sie nicht genehmigen dürfen.

Seit Juli ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin gegen 17 Beschuldigte wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betrugs. Im Zentrum stehen demnach Prüfgesellschaften, die die Klimaschutzprojekte zertifiziert und validiert hatten.

Die Opposition wirft Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) vor, zu spät tätig geworden zu sein. „Sie hat die Kontrolle und Aufklärung nicht von Anfang an zur Chefsache gemacht“ und trage die politische Verantwortung für einen „der größten Umweltskandale in der Bundesrepublik“, sagte Anja Weisgerber (CSU), umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag.

Lemke sieht die Verantwortung bei der Vorgängerregierung: Die Projekte in China seien von Anfang an nicht vernünftig kontrollierbar gewesen, sagte sie. „Dieses System hat sich als komplett fehleranfällig erwiesen. Deshalb war die wichtigste Konsequenz, dieses System zu beenden.“ Sie hoffe, dass vor allem die Kriminellen dafür die Zeche zahlten.


Foto: Straßenverkehr in Peking (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nach Syrien-Aussetzungen: UNHCR mahnt zu Einhaltung des Asylrechts

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UNHCR (Archiv), via dts NachrichtenagenturGenf (dts Nachrichtenagentur) – Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) hat angesichts der Aussetzung von Asyl-Entscheidungen mehrerer Staaten zu Syrien die Einhaltung des Asylrechts angemahnt. Man nehme die Entscheidung einer Reihe von Staaten zur Kenntnis, die Asylentscheidungen über syrische Anträge auszusetzen, teilte das UNHCR am Dienstag mit. Auch das deutsche Bamf hatte am Montag erklärt, die Prüfung syrischer Asylanträge vorerst zu stoppen.

Allerdings mahnte das UNHCR: „Diejenigen, die vor Gewalt und Verfolgung fliehen, haben das Recht, Sicherheit zu suchen und das Recht, Asyl zu beantragen. Daher ist es wichtig, dass Syrer, die gezwungen sind, aus dem Land zu fliehen, Zugang zum Hoheitsgebiet erhalten – jeder.“

Wer internationalen Schutz suche, müsse Zugang zu Asylverfahren haben. „Jeder, der internationalen Schutz sucht, muss die Möglichkeit haben, Zugang zu Asylverfahren zu erhalten, und sein Antrag muss vollständig und individuell auf seine Begründetheit geprüft werden, in Übereinstimmung mit angemessenen Verfahrensgarantien“, mahnte die Behörde.

Millionen syrischer Flüchtlinge, die sich noch im Ausland aufhalten, versuchten abzuschätzen, „was die sich rasch verändernde Situation bedeutet“, hieß es. „Sie überlegen, wie sicher Syrien sein wird und inwieweit ihre Rechte geachtet werden, bevor sie sich freiwillig und in Kenntnis der Sachlage für eine Rückkehr entscheiden können. Dazu muss ihnen der nötige Raum gegeben werden, ohne dass sie unter Druck gesetzt werden“, erklärte das Kommissariat.

Das UNHCR bekräftigte zugleich, „dass alle Flüchtlinge das Grundrecht haben, zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl in ihr Herkunftsland zurückzukehren, und dass jede Rückkehr freiwillig, würdevoll und sicher sein muss“.

Man sei bereit, „Flüchtlingsrückkehrer zu unterstützen, wenn die Bedingungen es zulassen“ und man betone, „dass Syrer in Zeiten der Ungewissheit die Möglichkeit haben sollten, die Bedingungen nach der Rückkehr flexibel zu beurteilen, zum Beispiel durch `Go and See`-Besuche“, teilte das UNHCR mit.


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Deutschland fällt bei Forschung zurück

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ZEW (Archiv), via dts NachrichtenagenturMannheim (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat 2023 bei den gesamtwirtschaftlichen Investitionen für Forschung und Entwicklung (F&E) kräftig zugelegt – andere Länder Europas steigerten sich aber noch mehr. Das zeigen neue Daten der EU-Statistik, über die das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet.

„Relativ gesehen fallen wir im europäischen Wettbewerb zurück“, sagte der Innovationsexperte des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, Christian Rammer. Denn Länder wie Spanien, Schweden, Finnland und Österreich hätten deutlich zugelegt.

Konkret stieg die Quote der deutschen F&E-Ausgaben von Staat und Wirtschaft 2023 nach den ersten Trendzahlen des Stifterverbandes auf 3,11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Während Deutschland damit aber „gerade mal das Vor-Corona-Niveau erreicht hat, liegen diverse EU-Länder schon wieder weit darüber“, fügte Rammer hinzu. Das sei „umso bedauerlicher, als weltweit ohnehin top-innovative Länder wie USA, Japan und Israel ihre Anstrengungen in den vergangenen Jahren weiter gesteigert haben“.


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EKD will Debatte über Beamtenstatus von Pfarrern

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Evangelische Kirche (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neu gewählte EKD-Chefin Kirsten Fehrs fordert eine innerkirchliche Diskussion über den Beamtenstatus von evangelischen Pfarrern.

Angesichts des Mitgliederschwunds und des absehbaren Geldmangels müsse „auf EKD-Ebene über Grundsatzfragen gesprochen werden, die sich in nahezu allen Landeskirchen aktuell stellen und die an die EKD herangetragen werden“, sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland der „Welt“. Zum Beispiel darüber, ob man bei Pfarrern weiterhin den Beamtenstatus erhalten könne und wolle.

Derzeit sind die rund 20.000 evangelischen Geistlichen Kirchenbeamte, deren Pensionen die Kirche durch Rückstellungen selbst aufbringen müssen. Die anstehende Pensionswelle wird in den kommenden Jahrzehnten zu erheblichen Finanzproblemen bei den insgesamt 20 Landeskirchen innerhalb des EKD-Verbunds führen.

Mit Blick auf anstehende Spardebatten sprach sich Fehrs gegen Kürzungen in der kirchlichen Bildungsarbeit aus. „Dank der großen Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung von 2023 wissen wir, wo wir nach Meinung der Mitglieder nicht sparen dürfen. Nicht bei kirchlichen Kitas und Schulen, generell nicht bei der Jugendarbeit, auch nicht bei der Seelsorge angesichts grassierender Einsamkeit.“

Die Mitglieder würden „auch in großer Mehrheit den sozialen Einsatz für Schwächere“ verlangen sowie „unsere diakonische Arbeit und ebenso unser Engagement für Geflüchtete“ schätzen. Was aber „im Gegenzug dann nicht mehr gemacht werden kann, bleibt eine offene Frage, über die wir kontrovers diskutieren. Das kann von Landeskirche zu Landeskirche durchaus verschieden sein“, fügte Fehrs hinzu.


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Forsa: Union verliert weiter – SPD und Grüne legen zu

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der von Forsa gemessenen Wählergunst hat die Union zuletzt weiter nachgelassen. In der wöchentlichen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Sender RTL und ntv verlieren CDU und CSU einen Punkt und kommen auf 31 Prozent.

Die SPD verbessert sich leicht und liegt nun bei 17 Prozent (+1). Auch die Grünen legen zu und erreichen 13 Prozent (+1). Die AfD bleibt stabil bei 18 Prozent. Die kleinen Parteien wie FDP (4 Prozent), BSW (4 Prozent) und die Linke (3 Prozent) bleiben weiterhin unter der Fünf-Prozent-Hürde.

In der direkten Kanzlerfrage liegen Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU) mit jeweils 27 Prozent gleichauf, während sich 46 Prozent der Befragten für keinen der beiden entscheiden würde. In einer Dreier-Konstellation mit Robert Habeck von den Grünen verschiebt sich das Bild: Merz führt mit 26 Prozent (-2), dicht gefolgt von Habeck mit 25 Prozent (+1) und Scholz mit 18 Prozent (+2). Wird Alice Weidel von der AfD in die Kanzlerfrage einbezogen, bleibt Merz mit 25 Prozent vorne, während Habeck 20 Prozent, Scholz 17 Prozent und Weidel 16 Prozent erreichen.

Keiner der Spitzenkandidaten von SPD, Union, Grünen und FDP bei der kommenden Bundestagswahl wird derweil laut Umfrage von einer Mehrheit der Bundesbürger für vertrauenswürdig gehalten. Habeck halten 40 Prozent der Bundesbürger für vertrauenswürdig und 56 Prozent nicht. Merz schätzen 36 Prozent und Scholz 33 Prozent als vertrauenswürdig ein. 60 bzw. 65 Prozent halten Merz und Scholz nicht für vertrauenswürdig. Mit Abstand am schlechtesten schneidet in dieser Frage Christian Lindner (FDP) ab: Ihn halten lediglich 18 Prozent für vertrauenswürdig, 80 Prozent dagegen nicht.

Die Daten zu den Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom 3. bis 9. Dezember erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Zur Vertrauenswürdigkeit der Spitzenkandidaten wurden vom 6. bis 9. Dezember 1.008 Personen befragt.


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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