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Tote Hosen an Spitze der Album-Charts – Nina Chuba auf Platz 3

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Nina Chuba (Archiv), via dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Die Toten Hosen stehen mit einer Jubiläumsedition des vor 25 Jahren erschienenen Albums „Unsterblich“ an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit.

Vorwochensiegerin Taylor Swift („The Tortured Poets Department“) rutscht an die vierte Stelle, während sich Linkin Park („From Zero“) von drei auf zwei verbessern. Nina Chubas „Farbenblind“ reiht sich dazwischen auf der dritten Stelle ein.

In den Single-Charts rangieren Mariah Carey („All I Want For Christmas Is You“) und Wham („Last Christmas“) deutlich vor der Konkurrenz, die fast zur Hälfte aus Weihnachtssongs besteht. Dank Sosa La M und Luciano („Butcher“, 14), Provinz („Walzer“, 50) und Shindy („F**kin` 1“, 66) debütieren aber auch Nicht-Festtagstitel in den Top 100.

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


Foto: Nina Chuba (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dcycle expandiert auf deutschen Markt in Berlin

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Die Gründer von Dcycle (von links nach rechts): Luis Escámez (CPO), Jacobo Umbert (CRO) und Juanjo Mestre (CEO).Bildrechte: Dcycle

Frisches Kapital für europäischen Technologieführer bei ESG-Software: Dcycle expandiert auf deutschen Markt und eröffnet Berliner Standort

Ohne leistungsfähige Software werden berichtspflichtige Unternehmen die zunehmenden komplexen Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESG) nicht erfüllen können. Der Bedarf für innovative Lösungen ist deshalb enorm. Die CSRD-Richtlinie der EU wird in Deutschland etwa 11.000 Unternehmen betreffen.

Dcycle, Spaniens führende Technologieplattform für ESG-Datenmanagement, ist mit seiner Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) schnell zu europäischen Technologieführer aufgestiegen. Sie bietet einfache und schnelle Implementierung ohne die Notwendigkeit komplexer Installationen oder tiefgehender technischer Kenntnisse.

Nun expandiert das Unternehmen auf den deutschen Markt. Ermöglicht wird dies durch eine erfolgreiche Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 6 Millionen Euro abgeschlossen die von Samaipata angeführt wurde. Mit diesem frischen Kapital wird Dcycle seine Expansion auf die Märkte in Deutschland, Italien und Großbritannien vorantreiben. Zudem wird die technologische Weiterentwicklung beschleunigt. Das Team, das derzeit 50 Mitglieder umfasst, wird – insbesondere am künftigen deutschen Standort Berlin – weiter verstärkt.

Nachhaltigkeit als wachsende Datenengineering-Herausforderung: Dcycle positioniert sich mit niedrigschwelliger Software als strategischer Partner für alle ESG-Aspekte

Das Erfolgsmodell von Dcycle beruht vor allem auf dem Verständnis von Nachhaltigkeit als Datenengineering-Herausforderung. Mithilfe Künstlicher Intelligenz und Cloud-Technologie bietet die Plattform Unternehmen jeder Größe eine effiziente Lösung, um ihre ESG-Daten zu verwalten, ihren CO2-Fußabdruck zu messen, die Umweltwirkung ihrer Produkte zu analysieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Die Nachfrage dafür ist groß. Der Markt für ESG-Management boomt. Mit der neuen Finanzierungsrunde haben bestehende Investoren wie Ship2B Ventures, Sabadell Venture Capital, Draper B1, Decelera Ventures und Angels Capital ihr Vertrauen in das Unternehmen mit zusätzlichen Investitionen bekräftigt.

In den nächsten fünf Jahren werden schätzungsweise rund 70 Prozent der europäischen Unternehmen Systeme für das Management nicht-finanzieller Daten einführen. Die regulatorischen Anforderungen gehen dabei weit über bloße Berichtspflichten hinaus: Es geht auch um operative Herausforderungen, durch Lieferketten und andere Geschäftsbeziehungen. Deshalb positioniert sich Dcycle als strategischer Partner für ESG-Spezialisten, CFOs und CTOs in ganz Europa.

Dcycle bietet erste ESG-Software mit globaler Umweltzertifizierung durch TÜV Rheinland

Aktuell ist Dcycle in Spanien, Portugal und Italien tätig. Das Unternehmen ist strategische Partnerschaften mit Schlüsselunternehmen wie AWS, BBVA und EDP eingegangen und wurde als erstes Tool in Europa von TÜV Rheinland, einem globalen Anbieter von Umweltzertifizierungen, zertifiziert.

Juanjo Mestre, CEO und Mitgründer von Dcycle, erklärt: „Um das beste Produkt für das Management nicht-finanzieller Daten zu schaffen – das über die bloßen Berichtspflichten hinausgeht – brauchen wir die besten Talente, Investoren und Partner. Wir haben in Spanien bereits eine führende Rolle übernommen. Nun wollen wir beweisen, dass ein spanisches Unternehmen den europäischen Markt anführen kann.“

Luis Garay, Partner bei Samaipata, hebt hervor: „Unsere Investition in Dcycle unterstreicht unser Engagement, Unternehmen zu unterstützen, die mit innovativer Technologie operative Herausforderungen in dynamischen Märkten meistern. Dcycle bietet eine Lösung für eine der drängendsten Herausforderungen: die effektive Verwaltung von ESG-Daten in einem zunehmend komplexen regulatorischen Umfeld.“

Bild: Die Gründer von Dcycle (von links nach rechts): Luis Escámez (CPO), Jacobo Umbert (CRO) und Juanjo Mestre (CEO).Bildrechte: Dcycle

Quelle CBE DIGIDEN AG/Dcycle

Deutsche Bahn: Riedbahn-Sanierung abgeschlossen

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Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn hat die Arbeiten auf der Riedbahn offiziell abgeschlossen – einen Tag vor der angekündigten Wiederinbetriebnahme.

„Wir sind komplett fertig“, sagte Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, am Freitag der FAZ. „Alle Streckenabschnitte sind pünktlich fertig und haben inzwischen die technische Abnahme durchlaufen.“ Die erste Etappe des Langzeitprojekts „Schienensanierung“ ist damit fertiggestellt. Bis 2031 sollen 40 weitere Hochleistungskorridore quer durch das Land generalüberholt werden.

Nach einer fünfmonatigen Vollsperrung des Hochleistungskorridors können damit ab Sonntag der Fernverkehr und große Teile des Regionalverkehrs wieder fahren. Bis Weihnachten, also konkret am 24. Dezember, werden alle Züge wieder die gewohnte Strecke benutzen. Der umfangreiche Schienenersatzverkehr mit Bussen, der die Bahnkunden im Regionalverkehr in den Monaten der Vollsperrung transportiert hat, wird dann eingestellt.

Im Laufe der Woche gingen die letzten Arbeiten überraschend zügig vonstatten, auch die Abnahmen verliefen reibungslos. In den letzten Stunden vor der feierlichen Inbetriebnahme am Samstag mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing und dem kompletten Bahnvorstand müsse nur noch die formelle Niederschrift erledigt werden, sagte Huber. Deshalb könne jetzt schon Vollzug gemeldet werden.


Foto: Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Carsten Kraus: Fünf Schlüssel zur Zukunft des Technologiestandorts Deutschland

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Carsten Kraus @Matthias Trenn

Business Angel des Jahres: Carsten Kraus fordert mutige Investitionen und smarte Regulierung für Deutschlands Innovationskraft

Carsten Kraus, einer der führenden Köpfe in der europäischen KI-Entwicklung, wurde als „Business Angel des Jahres 2024“ ausgezeichnet. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Unternehmer, Investor und KI-Pionier macht er sich für ein starkes und unabhängiges Innovationsökosystem in Europa stark. Kraus warnt vor Blockaden, die durch Abwanderung von Startups, fehlende Infrastruktur oder überregulierende Gesetze entstehen könnten, und fordert gezielte Maßnahmen, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

„Deutschland steht an einem Scheideweg,“ sagt Carsten Kraus. „Wir haben das Potenzial, ein global führender Innovationsstandort zu bleiben – aber nur, wenn wir mutig investieren und gleichzeitig ein Umfeld schaffen, in dem Regulierung die Innovation nicht hemmt.“ Als KI-Experte, Seriengründer und Investor kennt Kraus die Herausforderungen aus erster Hand. Er benennt fünf zentrale Hindernisse, die Deutschlands Innovationskraft gefährden:

Abwanderung von KI-Startups ins Ausland
Mangelnde Infrastruktur und Investitionen
Vorherrschende Neidkultur
Unausgewogene mediale Berichterstattung
Blockaden durch den European AI Act

Entwicklung eigener Large Language Models (LLMs)

„Die Abwanderung von KI-Startups ins Ausland ist ein alarmierendes Signal,“ warnt Kraus. Large Language Modells (LMMs) – die Basis moderner KI – müssen in Europa entwickelt werden, um demokratische und kulturelle Werte zu bewahren. „Modelle aus den USA oder China tragen deren Weltanschauungen. Europa benötigt eigene Technologien, um kulturelle Eigenständigkeit zu gewährleisten.“ Er setzt sich dafür ein, Anreize für Startups zu schaffen, die an solchen Technologien arbeiten, um die Abwanderung ins Ausland zu verhindern.

Investitionen in Infrastruktur und Startups

Kraus kritisiert, dass Deutschlands technologische Basis hinterherhinkt: „Der erste europäische KI-Supercomputer steht in Finnland, nicht im wirtschaftsstärksten Land Europas. Um Deutschland als attraktiven KI-Standort zu positionieren, braucht es Investitionen in vergleichbare Leuchtturmprojekte.” Er betont: Ohne Investitionen kann Deutschland keine Vorreiterrolle einnehmen – nicht nur bei High-Tech, sondern in allen Branchen. KI wird als Querschnittstechnologie Effizienzgewinne in allen Prozessen der Wertschöpfungskette und in sämtlichen Branchen schaffen. Wer dieses Potenzial nicht nutzt, wird langfristig kein Weltmarktführer bleiben. Wir müssen Innovation aktiv fördern, um nicht abgehängt zu werden.

Überwindung der Neidkultur und positive Narrative

Deutschlands Startup-Ökosystem leidet unter einer ungünstigen Mischung aus Missgunst und übertriebenen Hypes. „Wir erleben oft, wie junge Unternehmen zu schnell in den medialen Fokus geraten, ohne ihre Potenziale vollständig unter Beweis stellen zu können,“ erklärt Kraus. Sobald der Hype abflacht, kippt die Stimmung schnell ins Negative. „Diese extreme Dynamik schadet Gründerinnen und Gründern und untergräbt das Vertrauen in Innovation.“ Kraus fordert eine realistische und konstruktive Kultur: „Wir müssen Erfolgsgeschichten feiern, Gründerinnen und Gründer langfristig begleiten und ihnen den Raum geben, ihre Visionen nachhaltig umzusetzen.“

Ausgewogene Berichterstattung

Kraus betont, wie wichtig es ist, Startups und Technologien differenziert und mit dem notwendigen Know-How zu betrachten. Er ruft dazu auf, den Dialog zu suchen – beispielsweise über Hintergrundgespräche mit Experten. „Clickbaiting und vorschnelle Urteile bringen kurzfristige Aufmerksamkeit, können aber langfristig innovative Unternehmen gefährden.“ Kraus nutzt aktiv seinen LinkedIn-Account, um Missverständnisse richtigzustellen, seine Einschätzungen zu Technologien zu teilen und für einen fairen Umgang mit Innovationen zu werben. „Wir müssen Berichterstattung nutzen, um Innovation zu fördern, statt sie durch Sensationalismus zu hemmen.“

Verantwortungsvoller Umgang mit dem AI Act

Carsten Kraus bringt nicht nur seine Erfahrung als KI-Pionier mit 25 angemeldeten Patenten ein, sondern auch seine Perspektive als Unternehmer. Er sieht den AI Act als wichtigen Versuch, KI verantwortungsvoll zu regulieren, warnt jedoch vor unbeabsichtigten Folgen: „Der AI Act könnte den Mittelstand dazu bewegen, auf den Einsatz von KI zu verzichten, um das Risiko hoher Strafen zu vermeiden – ähnlich wie bei der DSGVO.“ Dies würde nicht nur die Innovationskraft blockieren, sondern auch Europas Wettbewerbsfähigkeit gefährden. „Wir brauchen eine Regulierung, die Sicherheit bietet, ohne Innovation zu ersticken. Wenn Unternehmen Technologien nicht nutzen, verlieren wir im globalen Wettbewerb und behindern unsere eigene wirtschaftliche Entwicklung,“ betont Kraus. Sein Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Fortschritt fördern, statt ihn zu hemmen.

„Unsere Zukunft hängt davon ab, wie mutig wir investieren und wie klug wir mit den Maßgaben von Regulierungen umgehen. Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Gestaltung einer resilienten, zukunftsorientierten Gesellschaft“, fasst Kraus zusammen. Mit seinem Engagement setzt er nicht nur Maßstäbe für den Technologiestandort Deutschland, sondern gibt Startups, Investoren und politischen Entscheidungsträgern eine klare Richtung vor.

Bild Carsten Kraus @Matthias Trenn

Quelle PIABO PR GmbH

Aus alt mach neu

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Die IG Metall Baden-Württemberg schließt sich mit dem Upcycling Pionier MOOT zusammen und stellt über 1.000 Upcycling-Produkte aus ausrangierten IG Metall Materialien her.

Aussortierte Warnwesten werden zu Sitzkissen, alte Banner werden zu Taschen und alte Fahnen dienen als Basismaterial für Laptoptaschen und Moonbags: Mit dem Upcycling alter Materialien setzt die IG Metall Baden-Württemberg auch bei der Wiederverwendung von Gewerkschaftsmaterialien auf eine nachhaltige Lösung.

Die IG Metall Baden-Württemberg sieht sich in der Verantwortung, in puncto Nachhaltigkeit in allen Bereichen mit gutem Beispiel voranzugehen. Die größte Gewerkschaft Deutschlands setzt unter anderem auf das Upcycling ausrangierter Kampagnenmaterialien und kooperiert mit dem Upcycling-Vorreiter MOOT aus Berlin. Dutzende Pakete voller Kleidungsstücke und Banner wurden dieses Jahr in Stuttgart gesammelt, sortiert und anschließend nach Berlin gesendet. Aus über 1.000 alten Kleidungsstücken sowie rund 500 Quadratmetern Bannern und Fahnen hat die Berliner Upcycling-Firma acht neue IG Metall-Produkte geschaffen. Diese Upcycling-Produkte werden als Dankeschön für das tolle Engagement der IG Metall Jugend Baden-Württemberg verwendet.

„Nachhaltigkeit bedeutet für uns, Verantwortung in allen Bereichen zu übernehmen – auch bei der Wiederverwendung unserer Materialien. Nicht immer ist es möglich, Bestände restlos aufzubrauchen. Umso schöner, dass nun eine nachhaltige Lösung gefunden wurde. Mit diesem Upcycling-Projekt zeigen wir, dass kreative Lösungen möglich sind, die die Umwelt schonen und gleichzeitig einen echten Mehrwert für unsere Mitglieder schaffen“, so Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg.

Upcycling bietet eine noch nachhaltigere Alternative im Vergleich zum chemischen oder mechanischen Recycling: Da die bereits produzierten Fasern der Bekleidung nicht entsorgt, zerlegt und neu produziert werden müssen, sondern MOOT sie direkt weiterverarbeitet und aufwertet, werden Energie und Produktionsschritte eingespart. Der ikonische „Diamantel“ der IG Metall Jugend Baden-Württemberg etwa wurde als Basis für neue Brustbeutel verwendet. Neu entstanden ist eine eigene Upcycling-Kollektion, die Ressourcen schont und Wiederverwertung greifbar macht. Alle Produkte wurden von MOOT entwickelt, gereinigt und in Polen handgefertigt.

Mit MOOT hat die IG Metall Baden-Württemberg für das Upcycling-Projekt einen erfahrenen Partner an der Seite.

Seit dem Jahr 2020 vertreibt das Berliner Unternehmen unter eigener Marke Upcycling-Bekleidung und -Accessoires. Das Leistungsspektrum des Berliner Unternehmens geht über den Verkauf nachhaltiger Mode hinaus: Die beiden Gründer und Geschäftsführer, Michael Pfeifer und Nils Neubauer, bieten ihr Expertenwissen zum Thema Upcycling seit letztem Jahr auch als Dienstleistung für Unternehmen an. “Upcycling-as-a-Service” nennen die Gründer das Modell.

In verschiedenen Projekten unterstützt MOOT Unternehmen in der gesamten DACH-Region dabei, ihre Abfallkonzepte zu verändern. Aus alten Materialien von Unternehmen wie Katjes, Deutsche Bahn, DHL oder dem Deutschen Fußball-Bund entwickelt MOOT maßgeschneiderte Upcycling-Lösungen. Dafür senden Kooperationspartner MOOT zunächst Musterexemplare der Materialien zu, die zurück in den Kreislauf gebracht werden sollen. Ein Team von Produktentwicklern prüft diese auf ihre Upcycling-Fähigkeit und entwickelt Produkte, die regional upgecycelt und innerhalb weniger Wochen an die Unternehmen ausgeliefert werden.

Aus alt mach neu: MOOT und IG Metall Baden-Württemberg upcyceln aussortierte Textilien und Banner

Bild Copyright MOOT

Quelle Cleo Public Relations

Unbekannte Drohnen über US-Basis Ramstein

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Aufklärungsdrohne (Archiv), via dts NachrichtenagenturRamstein (dts Nachrichtenagentur) – In den vergangenen Wochen sind offenbar Drohnen über sensible Industrieanlagen in Deutschland und die US-Militärbasis in Ramstein geflogen.

Nach einem vertraulichen Bericht deutscher Sicherheitsbehörden hätte es in den Abendstunden des 3. und 4. Dezember zahlreiche Drohnensichtungen über dem weitläufigen Gelände der US-Streitkräfte gegeben, das den Amerikanern als militärisches Drehkreuz in Europa dient, berichtet der „Spiegel“. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen sei kein Drohnenpilot angetroffen worden, heißt es. Auch über Anlagen des Rüstungskonzerns Rheinmetall und des Chemieriesen BASF wurden nach „Spiegel“-Recherchen in den vergangenen Wochen Drohnen gesehen, deren Herkunft nicht geklärt werden konnte.

Seit Monaten beschäftigen mögliche Spionageflüge die Sicherheitsbehörden und die Politik. Im Sommer überflogen wiederholt mutmaßlich militärische Fluggeräte einen Chemiepark samt LNG-Terminal im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel. Die Staatsanwaltschaft Flensburg leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ ein. Auch die Bundeswehr wurde alarmiert. In der vergangenen Woche beschäftigte sich die Innenministerkonferenz mit den Flügen. Die Runde konnte sich aber nicht auf ein gemeinsames Vorgehen gegen die Spähflüge verständigen.


Foto: Aufklärungsdrohne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

HERZA Schokolade setzt auf farbenfrohe Vielfalt und kulinarische Nostalgie

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HERZA Schokolade HERZA Bio Nougat-Schokolade @HERZA Schokolade

Neue aufregende Kreationen mit Wow-Effekt oder die Rückbesinnung auf traditionelle Rezepturen? Konsumenten wünschen sich beides, wie Innova Market Insights zeigt: „Wildly inventive“ und „Tradition reinvented“ sind zwei der aktuellen Top Ten Trends fürs kommende Jahr. HERZA Schokolade bedient diese Trends mit attraktiven Schokoladenstücken: Auf der BIOFACH 2025 stellt das Unternehmen bunte Compound Stücke in Bio-Qualität sowie kleinstückige Bio-Nougat-Schokolade vor. Auch das Schwesterunternehmen SternLife setzt auf trendigen Genuss. Der neue Proteinriegel DELUXE in Bio-Qualität erfüllt die steigende Nachfrage nach hochwertigen Snacks mit gesundheitlichem Mehrwert.

Bunte Compound Stücke für ultimative Genusserlebnisse

Rund 43 Prozent der Konsumenten weltweit sind laut Innova Trend-Umfrage auf der Suche nach außergewöhnlichen Kreationen, die das ultimative Genusserlebnis bieten. Mit den bunten Compound Stücken können Hersteller von Backwaren und Backzutaten den Wunsch der Verbraucher erfüllen. Basis der Compound Stücke, die auch als vegane Variante erhältlich sind, ist Kakaobutter. Die bunte Vielfalt entsteht durch natürliche färbende Lebensmittel. Als Dekor verleihen sie Kuchen und Torten – egal, ob frisch oder tiefgefroren – den besonderen Effekt. Abgepackt als Monoprodukt im Supermarktregal liefern sie darüber hinaus auch neue Inspirationen für Hobbybäcker. „Bunte Dekor-Produkte in Bio-Qualität gibt es bislang kaum im Markt.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir unser Produktionsverfahren um die neuen, farbenfrohen Stückchen erweitern konnten“, erklärt Bodil Reimers, Produktentwicklerin HERZA. „Mit den neuen Compound Stücken besetzen wir eine Lücke und geben neue Impulse. Denn die Produktrange steht nicht nur für innovative Lebensmittelherstellung, sondern auch für Genuss und Lebensfreude, die wir mit unseren Kunden teilen möchten.“

Bio Nougat-Schokolade: ein Klassiker neu interpretiert

Eine feine Mischung aus edelster Vollmilchschokolade mit hochwertigem Haselnuss-Nougat – die neue kleinstückige Bio Nougat-Schokolade vereint verschiedene Texturen und Aromen. Verarbeitet zu Chips, Chunks oder anderen Formen verfeinern die zartschmelzenden Stückchen Eiscreme, Porridge, Backwaren oder Müsli – wahlweise auch als vegane Varianten. In diesem Fall wird die Nougat-Schokolade mit Erdmandelmehl statt mit Vollmilchpulver hergestellt.

Auch diese Neuheit füllt eine Lücke im Markt: Nougat-Schokolade in Bio-Qualität oder in veganer Form war bislang nicht verfügbar. Mit den neuen kleinstückigen Varianten eröffnet HERZA neue Möglichkeiten und unterstützt zugleich den Trend nach nostalgischen Genussmomenten. Denn laut Innova Trend-Umfrage würden fast zwei Drittel der Konsumenten gern neue Produkte mit traditionellen Geschmacksrichtungen probieren. „Mit der pflanzenbasierten Variation haben wir das Traditionsprodukt Nougat neu interpretiert“, kommentiert Carsten Braumann, Business Unit Leiter Schokolade. „Aber auch der Klassiker in Bio-Qualität überzeugt. Erste Produktvorstellungen bei Schlüsselkunden waren sehr positiv.“

SternLife: Bio Proteinriegel DELUXE mit besonderem Mehrwert

Trendiger Genuss steht auch bei der mitausstellenden SternLife im Mittelpunkt. Mit den neuen Bio Proteinriegeln bedient das Unternehmen zum einem den Wachstumsmarkt der Proteinriegel, zum anderen den Innova Top Trend 2025 „Ingredients and Beyond“. Danach stehen hochwertige Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile bei den Verbrauchern klar im Fokus. Proteinprodukte erreichen ein neues Level. Bestes Beispiel hierfür ist SternLifes Organic DELUXE Protein Bar.
Umhüllt von knackiger Zartbitter Schokolade, überzeugt der Riegel nicht nur durch seinen hohen Gehalt an Proteinen und Ballaststoffen, sondern vor allem auch geschmacklich.

Er verführt mit einer cremigen Füllung in den Geschmacksrichtungen Himbeer-Vanilla oder Erdnuss sowie crunchigen Crispies als Topping. „Mit dem neuen Riegel können konventionelle Marken ab sofort auch Konsumenten ansprechen, die Bio-Qualität wünschen“, so Marc van Essen, Business Unit Director. „Gleichzeitig können Bio-Marken ihr Sortiment um hochwertige Proteinriegel erweitern und ebenfalls neue Zielgruppen generieren.“ Organic DELUXE Protein Bar verbindet ein verführerisches Geschmackserlebnis mit gesundheitlichen Benefits. Er liefert damit den Mehrwert, den Anbieter für ihre Marken suchen – ob Eigenmarken für Drogerien und Retail, Lifestyle- oder Bio-Marken.

Messebesucher können die Neuheiten und das vielfältige Bio-Sortiment von HERZA und SternLife auf der BIOFACH in Nürnberg live erleben – am Gemeinschaftsstand des Landes Schleswig-Holstein, Stand-Nr. 9-335.

Über HERZA:
HERZA Schokolade GmbH & Co. KG mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg zählt weltweit zu den führenden Anbietern von funktioneller Qualitätsschokolade für die weiterverarbeitende Industrie. Im Bereich kleinstückiger Schokolade für Müsli ist das Traditionsunternehmen sogar europäischer Marktführer. Darüber hinaus hat sich HERZA als Lohnproduzent mit der Entwicklung und Herstellung von funktionellen Riegeln einen Namen gemacht. Als Tochtergesellschaft der konzernunabhängigen, inhabergeführten Stern-Wywiol Gruppe mit insgesamt zwölf Tochterfirmen nutzt HERZA diverse Synergien. Dabei steht dem Unternehmen das gesammelte Know-how von rund 125 F&E-Spezialisten im großen Ahrensburger Technologiezentrum mit umfangreicher Anwendungstechnik zur Verfügung. Hinzu kommen gemeinsam genutzte Produktionsanlagen bis hin zur gruppeneigenen Logistik. Kunden profitieren hierbei von einem hohen Maß an Innovationskraft und Flexibilität.

HERZA Schokolade setzt auf farbenfrohe Vielfalt und kulinarische Nostalgie

Bild HERZA Bio Nougat-Schokolade @HERZA Schokolade

Quelle: HERZA Schokolade/ teamhansen / Manfred Hansen

Mit KI schneller zu besseren Photovoltaik-Materialien

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Perowskit-Solarzellen Eines aus einer Million: Künstliche Intelligenz hilft Forschenden bei der Suche nach neuen Materialien für hocheffiziente Solarzellen. (Foto: Kurt Fuchs/HI ERN)

Perowskit-Solarzellen gelten als flexible und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Solarzellen auf Siliziumbasis. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gehören zu einem internationalen Team, das innerhalb weniger Wochen neue organische Moleküle gefunden hat, mit denen sich der Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen steigern lässt. Das Team kombinierte dabei geschickt den Einsatz von KI mit vollautomatischer Hochdurchsatz-Synthese. Die entwickelte Strategie ist auf andere Bereiche der Materialforschung übertragbar, etwa auf die Suche nach neuen Batteriematerialien. Die Forschenden berichten aktuell in Science (DOI: 10.1126/science.ads0901).

Wer unter 1 000 000 Molekülen jene herausfinden will, die als Leiter positiver Ladung Perowskit-Solarzellen besonders effizient machen, muss diese Million Moleküle herstellen und testen – oder so vorgehen, wie es Forschende rund um Tenure-Track-Professor Pascal Friederich vom Institut für Nanotechnologie des KIT und Professor Christoph Brabec vom HI ERN und getan haben. „Mit nur 150 gezielten Experimenten konnte ein Durchbruch erzielt werden, der sonst Hunderttausende von Tests erfordert hätte. Der entwickelte Workflow eröffnet neue Möglichkeiten für die schnelle und kosteneffiziente Entdeckung leistungsstarker Materialien in einer Vielzahl von Anwendungsfeldern“, sagt Brabec. Mit einem der so entdeckten Materialien steigerten sie den Wirkungsgrad einer Referenz-Solarzelle um rund zwei Prozent auf 26,2 Prozent. „Dieser Erfolg zeigt, dass man bei der Entwicklung neuer Energiematerialien mit einer geschickten Strategie enorm Zeit und Ressourcen einsparen kann“, so Friederich.

Ausgangspunkt am HI ERN war eine Datenbank mit den Strukturformeln von rund einer Million virtuellen Moleküle, die aus handelsüblichen Substanzen herstellbar wären. Von 13 000 dieser virtuellen Moleküle, nach dem Zufallsprinzip ausgelesen, berechneten die Forschenden am KIT mit etablierten quantenmechanischen Methoden Energieniveaus, Polarität, Geometrie und andere Merkmale.

KI-Training mit Daten von nur 101 Molekülen

Aus diesen 13 000 Molekülen wählten die Forschenden wiederum 101 Moleküle aus, die sich in ihren Merkmalen möglichst stark unterschieden. Diese wurden am HI ERN mit Hilfe eines Robotersystems automatisch hergestellt und damit ansonsten baugleiche Solarzellen gefertigt. Anschließend maßen sie deren Wirkungsgrad. „Für den Erfolg unserer Strategie war entscheidend, dass wir dank unserer hochautomatisierten Syntheseplattform wirklich vergleichbare Proben erzeugten und somit verlässliche Werte für den Wirkungsgrad ermittelten“, sagt Christoph Brabec, der die Arbeiten am HI ERN leitete.

Mit den erzielten Wirkungsgraden und den Merkmalen der zugehörigen Moleküle trainierten die Forschenden des KIT ein KI-Modell. Das Modell schlug dann weitere 48 Moleküle zur Synthese vor, basierend auf zwei Kriterien: ein erwartender hoher Wirkungsgrad und unvorhersehbare Eigenschaften. „Wenn sich das Machine-Learning-Modell bei der Prognose des Wirkungsgrades unsicher ist, lohnt es sich, das Molekül herzustellen, um es näher zu untersuchen“, erklärt Pascal Friederich das zweite Kriterium. „Es könnte mit einem hohen Wirkungsgrad überraschen.“

Tatsächlich ließen sich mit den von der KI vorgeschlagenen Molekülen überdurchschnittlich effiziente Solarzellen bauen, darunter auch solche, die modernste andere Materialien übertreffen. „Wir können nicht sicher sein, wirklich das Beste unter einer Million Moleküle gefunden zu haben, aber wir sind ganz gewiss nahe am Optimum“, sagt Friederich, Tenure-Track-Professor für Künstliche Intelligenz in der Materialwissenschaft.

KI versus chemische Intuition

Die Forschenden können die Molekülvorschläge der KI in gewissem Ausmaß nachvollziehen, da die verwendete KI angibt, welche Merkmale der virtuellen Moleküle für ihre Vorschläge ausschlaggebend waren. Es zeigte sich, dass sich die KI-Vorschläge teilweise auch auf Merkmale stützten, z.B. das Vorhandensein bestimmter chemischer Gruppen wie Amine, die Chemiker bisher weniger beachtet hatten.

Christoph Brabec und Pascal Friederich sind überzeugt, dass ihre Strategie vielversprechend für die Materialforschung auch in anderen Anwendungsbereichen ist oder auf die Optimierung ganzer Bauelemente ausgeweitet werden kann.

Die Forschungsergebnisse, die in Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität Erlangen-Nürnberg, des südkoreanischen Ulsan National Institute of Science, der chinesischen Xiamen University und der University of Electronic Science and Technology in Chengdu, China, entstanden sind, wurden kürzlich im renommierten Journal „Science“ veröffentlicht. (ffr)

Originalpublikation
Jianchang Wu, Luca Torresi, ManMan Hu, Patrick Reiser, Jiyun Zhang, Juan S. Rocha-Ortiz, Luyao Wang, Zhiqiang Xie, Kaicheng Zhang, Byung-wook Park,Anastasia Barabash, Yicheng Zhao, Junsheng Luo, Yunuo Wang, Larry Lüer, Lin-Long Deng, Jens A. Hauch, Dirk M. Guldi, M. Eugenia Pérez-Ojeda, Sang Il Seok, Pascal Friederich, Christoph J. Brabec: Inverse design of molecular hole-transporting semiconductors tailored for perovskite solar cells. Science, 2024. DOI 10.1126/science.ads0901.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 10 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 22 800 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

Mit KI schneller zu besseren Photovoltaik-Materialien
Science-Publikation: Forschende zeigen, wie der Einsatz maschinellen Lernens die Suche nach neuen halbleitenden Molekülen für Perowskit-Solarzellen enorm beschleunigt

Bild Eines aus einer Million: Künstliche Intelligenz hilft Forschenden bei der Suche nach neuen Materialien für hocheffiziente Solarzellen. (Foto: Kurt Fuchs/HI ERN)

Quelle Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Dax am Mittag weiter im Plus – Münchener Rück im Aufwind

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag nach einem bereits positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im Plus geblieben. Gegen 12:30 wurde der Leitindex mit rund 20.490 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Besonders beliebt waren zum Wochenausklang die Aktien der Münchener Rück. Der Versicherungskonzern erwartet für das nächste einen weiteren Gewinnsprung.

„Die Marktteilnehmer setzen auf eine Fortsetzung der bereits angelaufenen Jahresendrallye“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Das Sentiment bleibt für die großen Index-Unternehmen ungebrochen positiv. Je internationaler die Konzerne aufgestellt sind, desto mehr Interesse erzeugen sie bei den Investoren.“

„Die deutsche Realwirtschaft bleibt weiter angeschlagen und auf EWU-Ebene kommt erst neuer Schwung in die Konjunktur, wenn sich die Wirtschaft in China wieder nachhaltig erholen kann.“ Viel Platz habe der Dax jedoch nicht mehr. Die zuletzt erfolgte Kursrallye habe bereits sehr viel Optimismus und Hoffnungen eingepreist, die größten Dax-Konzerne seien im internationalen Vergleich nicht mehr unterbewertet, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0490 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9533 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD plant tiefgreifende Reform der Schuldenbremse

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SPD-Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD setzt im Wahlkampf auf massive staatliche Investitionen und eine Reform der Schuldenbremse. „Deutschland braucht ein Investitionsupdate“, heißt es einem neunseitigen Abschlussbericht der Partei, über den der „Spiegel“ berichtet.

Die Vorschriften der Schuldenbremse seien „zu starr und werden daher den Herausforderungen unserer Zeit nicht gerecht“, heißt es in dem Papier. Die SPD kämpfe für einen neuen Aufschwung, sagte Parteichef Lars Klingbeil dem „Spiegel“. „Dafür braucht es endlich eine andere Finanzpolitik, die dafür die notwendigen Mittel mobilisiert.“ Die SPD mache dafür ein seriöses Angebot.

Eine Reform der Schuldenbremse erfordert eine Zweidrittelmehrheit, weil sie im Grundgesetz steht. Fraktionschef Rolf Mützenich sagte, er habe einen parteiübergreifenden Konsens angeregt. „Leider waren FDP und Union aus ideologischen Gründen dafür nicht zu gewinnen“, sagte Mützenich dem „Spiegel“. „Wir haben kostbare Zeit verloren.“

Konkret schlägt die SPD in ihrem Bericht drei Säulen für eine Reform der Finanzpolitik vor, dass Investitionen in Zukunftsfähigkeit, Wohlstand und das Leben kommender Generationen nicht mehr in vollem Umfang unter die strengen Kreditobergrenzen der Schuldenregel fallen. Zudem wollen die Genossen die Obergrenzen anpassen. Außerdem will die Partei die Notlagenregel anpassen und fordert, dass der Staat in Krisen Kreditermächtigungen für mehrere Jahre im Voraus beschließen kann.

Bei der Konjunkturkomponente will die SPD das Produktionspotenzial der Wirtschaft neu bestimmen, um die Volkswirtschaft besser abzubilden. Gemeint ist damit etwa das Ziel, die Erwerbstätigkeit von Frauen zu erhöhen.


Foto: SPD-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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