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IG Metall warnt vor weiteren Stellenstreichungen bei TKSE

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Thyssenkrupp (Archiv), via dts NachrichtenagenturDuisburg (dts Nachrichtenagentur) – Die IG Metall hat davor gewarnt, dass bei Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) mehr als die bislang vereinbarten 11.000 Stellen gestrichen werden könnten. „Für uns sind die Vereinbarungen des Sanierungstarifvertrages unantastbar“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

„Wir sind davon überzeugt, dass sie ausreichen, um den Stahlbereich von Thyssenkrupp in eine gute Zukunft zu führen“, sagte Giesler. „Wir erwarten von Jindal, dass sie auf dieser Basis ein Konzept für die Zukunftsfähigkeit von TKSE auf den Tisch legen.“

Das indische Unternehmen Jindal prüft derzeit die Bücher von TKSE. „Der Due-Diligence-Prozess ist noch nicht abgeschlossen, und wir haben mit dem Verkäufer eine Vertraulichkeitsvereinbarung getroffen“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Zeitung. „Wir bitten daher um Verständnis, dass wir bis zum Abschluss der Verhandlungen keine Stellung zu konkreten Details nehmen können. Unabhängig davon beteiligen wir uns grundsätzlich nicht an Spekulationen.“

Ähnlich äußerte sich die Thyssenkrupp AG. „Wir befinden uns derzeit in vertraulichen Gesprächen mit Jindal Steel International und den Arbeitnehmervertretern bezüglich einer möglichen Veräußerung von Thyssenkrupp Steel.“ Man bitte um Verständnis, „dass wir uns zu einzelnen Aussagen, die zum jetzigen Zeitpunkt lediglich einen Zwischenstand darstellen können, nicht äußern“, sagte ein AG-Sprecher der Zeitung.


Foto: Thyssenkrupp (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Drohungen: Deutschland schickt Bundeswehrsoldaten nach Grönland

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Bundesverteidigungsministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Nuuk (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem US-Präsident Donald Trump zuletzt auf einer Annexion Grönlands beharrt und den Einsatz militärischer Mittel nicht ausgeschlossen hat, will Deutschland Bundeswehrsoldaten auf die zu Dänemark gehörige Insel schicken.

„Auf Einladung Dänemarks wird sich Deutschland vom 15. bis 17. Januar 2026 gemeinsam mit weiteren europäischen Nationen an einer Erkundung in Grönland beteiligen“, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Mittwoch mit. „Ziel ist, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise für Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung.“

Die Bundeswehr werde dazu am Donnerstag mit einem Transportflugzeug des Typs Airbus A400M ein Erkundungsteam mit 13 Bundeswehrangehörigen nach Nuuk in Grönland entsenden, hieß es. Die Erkundung vor Ort werde zusammen mit Vertretern weiterer Partnernationen stattfinden.

Unterdessen ist ein Krisentreffen, an dem US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio sowie der dänische Außenminister Lars Lokke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt teilnahmen, ohne Einigung zu Ende gegangen. Von dänischer Seite hieß es, man habe weiterhin „grundlegende Verschiedenheiten“. Man habe die US-Seite darauf hingewiesen, dass Grönland im Königreich Dänemark bleiben werde, dass die USA bereits einen weitreichenden militärischen Zugang zu Grönland hätten und dass man Wünsche konstruktiv prüfe. Nun soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

Zuvor hatte bereits der dänische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt DR berichtet, dass eine Vorhut der dänischen Streitkräfte mit militärischer Ausrüstung in Grönland angekommen sind. Die Aufgabe der Vorhut besteht demnach darin, dafür zu sorgen, dass die Logistik und die Umgebung für mögliche spätere Aufnahme von Hauptstreitkräften bereit sind.

Grönland, das Kernland Dänemark und die Färöer sind autonome Bestandteile des Königreichs Dänemark. Dennoch erhebt US-Präsident Donald Trump Anspruch auf die Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer. Die USA, Dänemark, Deutschland und 29 weitere Staaten sind Teil des Verteidigungsbündnisses Nato – und damit dazu verpflichtet, Beistand zu leisten, wenn ein Mitgliedsstaat militärisch angegriffen wird.


Foto: Bundesverteidigungsministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundespolizei schiebt zwei Personen nach Afghanistan und Syrien ab

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Flagge von Syrien (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundespolizei hat am Mittwoch nahezu parallel zwei Personen nach Syrien und Afghanistan abgeschoben. Das berichtet die „Bild“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Demnach wurde die eine Person von München, die andere von Frankfurt am Main ausgeflogen. Die Asylbewerber waren wegen schwerer Gewalt- und Sexualdelikte verurteilt worden. Auf den Flügen wurden beide Personen von Spezialkräften begleitet.

„Es geht um Konsequenz und Klarheit gegenüber Straftätern“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) der Zeitung. „Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan werden verstetigt. Wer schwere Straftaten begeht, muss Deutschland verlassen.“

Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan sind rechtlich umstritten. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages etwa kam im März 2024 zu dem Fazit, dass „aufgrund der desolaten Sicherheitslage und der vielerorts prekären humanitären Lage in Syrien und Afghanistan“ Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention, also das Verbot der Folter, „etwaigen Abschiebungen in diese Staaten regelmäßig entgegenstehen“ werde. Dies lege auch die Spruchpraxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte betreffend den Fall „Syrien“ nahe.


Foto: Flagge von Syrien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz wettert vor Unternehmern gegen "Work-Life-Balance"

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Friedrich Merz am 14.01.2026, via dts NachrichtenagenturHalle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Forderung nach einer höheren Arbeitsleistung der Deutschen erneuert. „Mit Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche lässt sich der Wohlstand in unserer Gesellschaft nicht erhalten“, sagte Merz am Mittwoch vor Unternehmern in Halle (Saale).

Unter Bezug auf ein höheres Renteneintrittsalter sagte der Kanzler, nicht das ganze Land bestehe „aus Dachdeckern und Fliesenlegern“. Es gebe genügend junge und gesunde Menschen, die mehr arbeiten könnten. Deutschland müsse mit mehr Arbeit zu einer höheren volkswirtschaftlichen Leistung kommen. Die Schweizer würden das auch hinbekommen, und er könne „keine tiefgreifenden genetischen Unterschiede“ erkennen. Deutschland sei im Übrigen ein „Hochsteuerland“ und die Steuern müssten gesenkt werden, aber auch die Arbeitskosten seien zu hoch.

In Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage zeigte sich der Kanzler nach mehreren Jahren Rezession verhalten hoffnungsvoll für das Jahr 2026. Die Inflationsrate sei unter zwei Prozent gesunken und es würden neue Arbeitsplätze in neuen Unternehmen entstehen, auch wenn anderswo Jobs verschwänden, so der Kanzler. Jetzt müsse man das Land „wieder fit machen, wieder wettbewerbsfähig machen“, sagte Merz.


Foto: Friedrich Merz am 14.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Verbraucherschützer begrüßen SPD-Vorschlag zum "Deutschlandkorb"

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Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Verbraucherzentrale Bundesverband blickt wohlwollend auf den Vorschlag der SPD zum sogenannten Deutschlandkorb. „Der Vorstoß zum `Deutschlandkorb` freut uns grundsätzlich“, sagte Lisa Völkel, Lebensmittel-Referentin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, dem „Spiegel“.

„Es ist sehr gut, dass jetzt überhaupt mal eine Maßnahme vorgeschlagen wird, um die Belastung der Verbraucher bei den hohen Lebensmittelpreisen zu senken.“ In den vergangenen fünf Jahren sei da sehr wenig gekommen. Wenn der „Deutschlandkorb“ in der Form wie in Griechenland umgesetzt werden könnte, wäre das ihrer Ansicht nach für Verbraucher tatsächlich hilfreich.

Die SPD sei in ihrem Vorschlag aber sehr vage geblieben. „Pragmatischer wäre es, die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abzuschaffen“, sagte Völkel. Derzeit liegt sie bei sieben Prozent. Damit könnten Verbraucher Geld sparen und gleichzeitig würde die Maßnahme gesunde Ernährung fördern, erklärte sie.

Der Vorschlag zum „Deutschlandkorb“ stammt von SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher. „Nach dem Vorbild Griechenlands könnten Handelsketten freiwillig günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel anbieten – produziert in Deutschland, leicht erkennbar im Regal“, schreibt er bei Instagram.

Die Ernährungssoziologin Pamela Kerschke-Risch von der Universität Hamburg hält das für ein gutes Signal. „Wichtig wäre, dass für den `Deutschlandkorb` auch gesunde Produkte ausgewählt würden, nicht so etwas wie billiges Schweinefleisch oder billiger Aufschnitt“, sagte sie. Gemüse und frische Kräuter seien wichtig.

Sinnvoll wäre es aus Sicht von Kerschke-Risch, mit dem „Deutschlandkorb“ einfache Kochrezepte zur Verfügung zu stellen. „Dann würden nicht nur die Produkte günstig angeboten, sondern die Schwelle, damit etwas Sinnvolles anzufangen, würde herabgesetzt.“ Das könne auch ein verbindendes Element sein, sodass nicht nur Menschen mit wenig Geld zum „Deutschlandkorb“ greifen. „Dann hätte der Korb kein Arme-Leute-Image, sondern könnte sehr cool werden.“


Foto: Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Dänemark schickt militärische Vorhut nach Grönland

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Dänemark Fahnen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNuuk (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem US-Präsident Donald Trump zuletzt auf einer Annexion Grönlands beharrt und militärische Mittel nicht ausschließt, ist eine Vorhut der dänischen Streitkräfte mit militärischer Ausrüstung in Grönland angekommen. Das berichtet die dänische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt DR am Mittwoch.

Die Aufgabe der Vorhut besteht demnach darin, dafür zu sorgen, dass die Logistik und die Umgebung für mögliche spätere Aufnahme von Hauptstreitkräfte bereit sind. Bereits am Dienstag hatte Dänemarks Verteidigungsminister, Troels Lund Poulsen, über eine stärkere Präsenz des dänischen Militärs in Grönland gesprochen.

Nach Angaben des Rundfunks handelt es sich um Soldaten aus Einheiten der Armee, die die militärische Präsenz der Streitkräfte in Grönland verstärken sollen. Große Teile der übrigen dänischen Streitkräfte sind durch militärische Verpflichtungen im Baltikum gebunden.

Grönland, das Kernland Dänemark und die Färöer sind autonome Bestandteile des Königreichs Dänemark. Dennoch erhebt US-Präsident Donald Trump Anspruch auf Grönland. Sowohl die USA als auch Dänemark sind Teil der Nato – und damit dazu verpflichtet, Beistand zu leisten, wenn ein Mitgliedsstaat militärisch angegriffen wird. Am Mittwochnachmittag soll ein Treffen stattfinden, an dem US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio sowie der dänische Außenminister Lars Lokke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt teilnehmen.


Foto: Dänemark Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rufe in CDU nach Stromsteuer-Senkung werden lauter

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Moderne Stromzähler (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der CDU wächst der Druck auf Bundeskanzler und Parteichef Friedrich Merz, ein zentrales Wahlversprechen einzulösen – die Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) wollen auf dem CDU-Parteitag am 20. und 21. Februar in Stuttgart jeweils einen entsprechenden Antrag einbringen, berichtet die „Welt“.

Im Antrag der MIT heißt es: „Der Parteitag möge beschließen: Die CDU Deutschlands fordert eine Ausweitung der Stromsteuersenkung auf alle Verbrauchergruppen – private Haushalte, den Handels- und Dienstleistungssektor sowie das gesamte Handwerk. Die Energiekosten am Standort Deutschland liegen weiterhin auf einem deutlich erhöhten und vielfach international nicht wettbewerbsfähigen Niveau. Es ist daher notwendig, die staatlich bedingten Bestandteile der Energiekosten spürbar zu senken.“

Die MIT-Vorsitzende Gitta Connemann sagte der Zeitung: „Die Energiekosten in Deutschland belasten jeden Mittelständler. Ob Bäckerei, Einzelhandel oder Handwerksbetrieb – sie alle kämpfen täglich gegen den Kostendruck. Deshalb ist es nur konsequent und fair, die Stromsteuer für alle zu senken. Das öffnet Investitionsspielräume und sichert Arbeitsplätze.“ Eine Senkung der Stromsteuer für alle sei deshalb keine steuerpolitische Wohltat, sondern eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit. „Wer Wertschöpfung im Land halten will, muss Betriebe entlasten. Dafür wird die MIT beim CDU-Parteitag kämpfen“, kündigte Connemann an.

Die CDA verweist darauf, dass vor allem die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen entlastet werden müssten. „Die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre waren insbesondere für die kleinen und mittleren Einkommen eine starke Belastung. Auch wenn die Kostensteigerung abgeflacht ist, spüren viele Menschen, dass sie immer noch mehr für ihren Lebensunterhalt ausgeben müssen als noch vor einigen Jahren“, heißt es in dem Entwurf für einen entsprechenden Antrag des von dem Europa-Politiker Dennis Radtke geführten Arbeitnehmer-Flügels. Aus diesem Grund fordere man die Absenkung der Stromsteuer noch im laufenden Jahr für alle Verbraucher auf das europäische Mindestmaß, heißt es in dem Papier. Von einer entsprechenden Entlastung würde auch der Mittelstand profitieren.

MIT und CDA gehören mit der Jungen Union zu den einflussreichsten Vereinigungen, also organisierten Interessengruppen, in der CDU. Beide vertreten oft gegensätzliche Positionen. Wenn beide Gruppen wie in diesem Fall einheitliche Standpunkte vertreten, ist die Durchschlagskraft groß und damit die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Antrag auf dem Parteitag angenommen wird.


Foto: Moderne Stromzähler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rehlinger wehrt sich gegen Zusammenlegung von Bundesländern

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Anke Rehlinger (Archiv), via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) wehrt sich gegen den Vorschlag von Markus Söder (CSU), Bundesländer zusammenzulegen.

„Die saarländische Landesregierung, sie hat genau sechs Minister, die bayerische Staatsregierung hat 14 Minister“, sagte Rehlinger den Sendern RTL und ntv. Wenn sie das richtig sehe, sei allein der Mitarbeiteraufwuchs in der bayerischen Staatsregierung so groß gewesen in der letzten Zeit, wie sie in ihrer Staatskanzlei insgesamt Mitarbeiter habe.

Die SPD-Politikerin hob auch die Vorteile im Kleinen hervor. Die Nähe, die man in ihrem Bundesland zwischen Politik und Bürgern haben könne, sei gerade in Zeiten, in denen es viel Verunsicherung in der Welt gebe, ein echtes Pfund. „Und wir würden dieses Pfund gerne auch weiter ausspielen“, so Rehlinger.

Sie sprach auch über die Verbundenheit der Saarländer mit ihrem Bundesland. „Dieser Saarlandstolz ist vielleicht sogar ein Stück weit auch Söder-resistent.“ Rehlinger ist der Ansicht, es würde nicht nur um die Verwaltungseffektivität gehen, sondern auch um Alleinstellungsmerkmale. „Unsere Brückenfunktion, die wir zwischen Deutschland und Frankreich ganz bewusst einnehmen, ist auch etwas, was man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen kann. Wir sehen darin eine Verpflichtung, aber vor allem auch eine Chance, nicht nur für das Saarland, sondern für Deutschland. Und deshalb glaube ich, ist dieser Vorschlag einfach zu kurz gesprungen“, sagte Rehlinger.

Die saarländische Ministerpräsidentin fragt sich auch, warum der Länderfinanzausgleich vom bayerischen Ministerpräsidenten nun infrage gestellt werde. „Es ist der Länderfinanzausgleich, den Herr Söder selbst damals als Landesfinanzminister in Bayern mitverhandelt hat und auch nach eigenem Bekunden als einen großen Erfolg betrachtet hat“, so Rehlinger. Es würde schon Fragen aufwerfen, warum das, was damals richtig war, heute nicht mehr richtig sei.


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Ex-Nato-Strategin fordert gemeinsame EU-Handlungslinie zu Grönland

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Stefanie Babst (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Politikwissenschaftlerin und frühere Chefstrategin der Nato, Stefanie Babst, fordert eine gemeinsame Handlungslinie der Europäer gegenüber Donald Trump mit Blick auf seine Grönland-Ambitionen.

„Für mich steht die Frage im Raum, wie eine europäisch intern gut abgestimmte und vor allen Dingen wirkungsorientierte Außenpolitik aussehen könnte“, sagte sie dem Sender Phoenix. Sie würde sich wünschen, „weniger Einzelstatements zu hören, weniger Reisen zu sehen nach Washington oder auch nach Indien, sondern ich würde mir wünschen, dass man die fähigen und interessierten Europäer mal in einen Raum bittet, damit sie anfangen zu denken.“ Zu diesem Denkprozess gehöre, „sich grundsätzlich abzustimmen und grundsätzliche Handlungsoptionen zu erörtern, zu erwägen, wie man sich gegenüber einer Trump-Administration, die großen Appetit auf Grönland hat, aber darüber hinaus ja auch noch andere große Problematiken zeigt, eigentlich aufstellen kann.“

Diesen Prozess vermisse sie, so Babst. „Ich habe nicht den Eindruck, dass er in der EU stattfindet, oder dass er in der Nato stattfindet“, sagte die Sicherheitsexpertin. Ideen, wie eine Nato-Mission in der Arktis oder Ähnliches, könne man diskutieren, dies müsse aber hinter verschlossenen Türen stattfinden, „und dann sollten sich die Europäer wirklich auf eine gemeinsame Handlungslinie einigen“, sagte die Expertin.

Trump gehe es bei seinen Ambitionen bezüglich Grönland, mitnichten darum, die Sicherheit in der Arktis zu verbessern, ihm gehe es darum, „einen territorialen Teil eines Nato-Partners in seiner politischen Souveränität und territorialen Integrität wirklich massiv einzuschüchtern, unter Druck zu setzen und ein Stück weit wie ein Kind zu sagen: Das will ich hier haben und das bekomme ich dann auch.“

Und die Antwort Europas könne doch dann nicht lauten: „Wir gucken mal, ob wir ihm in irgendeiner Form entgegenkommen können.“ Eigentlich müsste die Antwort lauten: „Du, lieber Herr Trump, darfst dich für derartige Entgleisungen entschuldigen und vielleicht können wir dann wieder mal ernsthaft über wichtige Themen reden“, ergänzte sie.


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Dax dreht ins Minus – Grundstimmung bleibt positiv

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch nach einem halbwegs freundlichen Start bis zum Mittag in den roten Bereich gedreht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.330 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, BMW und RWE, am Ende FMC, Zalando und Vonovia.

„Der Gesamtmarkt wird von einem weiterhin erkennbaren positiven Sentiment und selektiven Käufen bei Einzelaktien geprägt“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „Der heute Morgen vorgelegte chinesische Handelsbericht zeigt eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in dem Land auf und färbt dadurch auch auf die Aktien der deutschen Automotiveunternehmen ab.“ Im Fokus stünden zudem erneut die Aktien von Bayer, nachdem unter anderem die Prognosen für den Pharmabereich angehoben wurden.

„Auf der Verliererseite befinden sich die Aktien von Fresenius Medical Care, die von Befürchtungen eines sich kurzfristig eintrübenden Dialysemarkts in den USA belastet werden“, so Lipkow. Am Vortag waren bereits die Aktien von US-Konkurrenten an der NYSE unter Verkaufsdruck geraten. „Zudem scheinen Investoren auch vereinzelt Gewinne bei den Aktien von Zalando und Infineon zu realisieren. Die Aktien von DHL stehen weiterhin unter dem Eindruck eines negativen Analystenkommentars, können sich jedoch von den Tagestiefstkursen wieder erholen“, fügte der Marktexperte hinzu.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1650 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8584 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 66,37 US-Dollar; das waren 90 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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