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Verdi ruft für Montag zu Warnstreik am Frankfurter Flughafen auf

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Passagiere vor Informationstafel am Frankfurter Flughafen, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft Verdi will am Montag den Frankfurter Flughafen bestreiken. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und der Bodenverkehrsdienste sollen dann ganztägig die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.

Entgegen den Erwartungen habe es auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Februar in Potsdam kein Angebot für die Beschäftigten im Tarifvertrag TVöD und im Branchentarif BVD gegeben, hieß es zur Begründung.

Die Arbeitgeberseite wolle eine Laufzeit von drei Jahren und keine oder eine möglichst geringe Entgeltsteigerung. Einige Arbeitgeber sprächen sogar von einer kompletten Nullrunde und würden am liebsten die Löhne für drei Jahre gar nicht erhöhen, so der Vorwurf der Gewerkschaft.

Verdi fordert im Tarifstreit acht Prozent mehr Lohn, aber mindestens 350 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem soll es zusätzliche freie Tage für die Beschäftigten geben.


Foto: Passagiere vor Informationstafel am Frankfurter Flughafen, via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet schwach – Zoll-Hin-und-her sorgt für Verunsicherung

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.100 Punkten berechnet, 1,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Trump sagte gestern, er achte zwar nicht auf die Schwankungen am Aktienmarkt, schob dann aber den gestrigen Ausverkauf an der Wall Street den „Globalisten“ in die Schuhe“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Offenbar stört es ihn dann also doch, dass die Kurse der großen Indizes jetzt unter dem Niveau seines Amtsantritts notieren und dass die Zurücknahme der erst verordneten Strafzölle keine nachhaltige Erholung brachte. Wie sollen sich Anleger auch darauf einstellen, wenn so folgenschwere Maßnahmen wie Strafzölle von 25 Prozent fast schon im Stundentakt verändert werden.“

Trump meine mit den „Globalisten“ wohl internationale Investoren, die in europäischen Aktien seit Wochen eine Alternative zur Wall Street gefunden hätten. „Sie lassen Amerika links liegen und das dürfte die Regierung stören, die ihre Amtszeit als den Beginn eines „goldenen Zeitalters“ feiert. Noch spüren die Anleger an der Wall Street davon nichts. Ihre Stimmung ist gestern noch tiefer in den Bereich „extremer Angst“ gerutscht.“

Auch im Dax steige die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen. Die Ausbrüche nach oben führten nicht mehr zu Anschlusskäufen, sondern würden dazu genutzt, Kasse zu machen. „Das war zu Wochenbeginn so und scheint sich nun erneut abzuspielen. Vieles hängt nun von den Arbeitsmarktdaten am Nachmittag aus den USA ab. Jetzt, wo sich die US-Wirtschaft wieder abkühlen könnte, spielt die Stabilität des Arbeitsmarktes eine große Rolle. Schwächt er sich zu stark ab, bekämen Spekulationen über eine wachsende Rezessionsgefahr Oberwasser und würden die Rufe nach Zinssenkungen der Federal Reserve lauter. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten um die Handelspolitik der US-Regierung wäre deshalb ein starker Arbeitsmarktbericht dieses Mal gar nicht so schlecht.“

US-Präsident Trump hat jetzt eine Exekutivverordnung unterzeichnet, die besagt, dass beschlagnahmte Bitcoin und andere Token nicht mehr verkauft, sondern als strategische Reserve gehalten werden sollen. „Anleger dürften allerdings mehr erwartet haben. Die USA kaufen nämlich so gar keine Bitcoin, sondern verkaufen nur beschlagnahmte nicht. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, der viele Krypto-Fans enttäuscht zurücklässt. Zu der erhofften Verknappung des auf dem Markt befindlichen Angebots wird es durch diese Maßnahme jedenfalls nicht kommen“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,0844 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9222 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Umsatz im Dienstleistungsbereich 2024 minimal gestiegen

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Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Umsatz im Dienstleistungsbereich ist im vergangenen Jahr minimal gestiegen.

Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im Jahr 2024 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt 0,1 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 3,0 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2023, in dem der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 erzielt wurde.

Während der reale Umsatz im 1. Halbjahr 2024 gegenüber dem 1. Halbjahr 2023 um 0,2 Prozent sank, stieg er im 2. Halbjahr 2024 um 0,3 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2023. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 lag der Umsatz um 5,8 Prozent höher.

Den größten realen Umsatzzuwachs im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit einem Anstieg von 2,7 Prozent, gefolgt vom Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Plus von 2,6 Prozent. Im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen fiel der reale Umsatzzuwachs mit 0,8 Prozent moderater aus. Im Gegensatz hierzu sank der reale Umsatz im Jahr 2024 im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei um 1,6 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Dezember 2024 hat der Dienstleistungssektor kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 0,3 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im November 2024. Nominal (nicht preisbereinigt) stagnierte der Umsatz (0,0 Prozent). Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember 2023 verzeichneten die kalender- und saisonbereinigten Umsätze einen Anstieg von real 1,4 Prozent und nominal 4,3 Prozent, so das Bundesamt.


Foto: Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gandalf-Star Ian McKellen: Nächste Woche "auf drei Beerdigungen"

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Friedhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturLondon (dts Nachrichtenagentur) – Gandalf-Darsteller Ian McKellen macht bittere Späße über sein Alter: „Ich glaube nicht, dass das Leben besser wird“, sagte der 85-Jährige der Neuen Osnabrücker Zeitung (Freitagausgabe).

„Sie müssen sich an den Gedanken gewöhnen, dass Menschen sterben. Für Sie ist es wahrscheinlich noch eine Überraschung oder ein Schock oder ein größeres Ereignis, wenn jemand stirbt. Was mich angeht: Nächste Woche bin ich auf drei Beerdigungen.“ Die Frage, ob das Alter auch schöne Dinge böte, verneinte McKellen und ergänzte. „Gehen Sie nicht davon aus, überhaupt 85 zu werden.“

Stattdessen riet er zu einem gesunden Lebensstil: „Keine Zigaretten. Kein Alkohol. Essen Sie vernünftig“, so der Schauspieler. „Halten Sie Ihren Körper in Schuss, sodass er funktioniert, wenn Sie ihn brauchen, ob das nun fürs Bergsteigen ist oder für Sex. Mit 85 Jahren gehen Sie dann vielleicht keiner dieser beiden Aktivitäten mehr nach. Sie kommen aber immer noch aus dem Haus und können so wie in meinem Fall auch noch arbeiten.“

Ansonsten plädierte McKellen dafür, nicht allzu weit in die Zukunft zu denken: „Freuen Sie sich auf morgen. Genießen Sie den heutigen Tag. Darauf kommt`s an.“


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Ex-Verfassungsrichter: Keine Rechtsbedenken bei Schulden-Vorhaben

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält es für verfassungsgemäß, eine Änderung der Schuldenregeln im Grundgesetz vom noch amtierenden Bundestag beschließen zu lassen. „Juristisch habe ich überhaupt keine Bedenken, wenn eine Reform der Schuldenbremse mit den alten Mehrheiten beschlossen wird“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

„Ob das politisch vertretbar ist und wie das beim Wahlvolk ankommt, steht auf einem anderen Blatt.“ Papier verwies auf Artikel 39 des Grundgesetzes, wonach die Wahlperiode mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestages endet. „Der jetzt amtierende Bundestag ist also noch in vollem Umfang demokratisch legitimiert“, sagte er.

Der Verfassungsjurist attestierte der Union einen „eklatanten Sinneswandel“ beim Thema Schuldenbremse, der sich aber rechtfertigen lasse, weil sich die verteidigungspolitische Situation „gerade in den letzten Tagen nochmals dramatisch verändert“ habe. Eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben sei auch verfassungsrechtlich dringend geboten. „Das Grundgesetz verlangt eine wirksame Landesverteidigung. Dagegen verstößt die Politik seit Jahren massiv“, kritisierte Papier.

Beim verabredeten Sondervermögen für Infrastruktur werde „die politische Rechtfertigung besonders schwierig“, gab der ehemals höchste Richter Deutschlands zu bedenken. „Dem riesigen Nachholbedarf bei der Infrastruktur hätte man deutlich früher begegnen müssen. Wir haben es seit Jahren mit einem enormen Staatsversagen zu tun.“

Landesverteidigung und Infrastruktur seien in den vergangenen Jahren „leider vernachlässigt worden für alle möglichen Dinge“, bemängelte Papier. „Das rächt sich jetzt. Deshalb sollen wir diese atemberaubenden Ermächtigungen zum Schuldenmachen ins Grundgesetz nehmen. Möglicherweise ist das unumgänglich, aber kritisch ist es schon.“

Die Regeln, die jetzt auf den Weg gebracht würden, „verstoßen eklatant gegen die Grundsätze der Nachhaltigkeit und der Generationengerechtigkeit“. Die neuen Schulden brächten enorme Belastungen für mehrere Generationen mit sich. „Sondervermögen verleiten zu uferlosen Ausgaben und zu einer Aufblähung des Staatsapparats.“


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Steffen Seibert dringt auf Gaza-Waffenruhe und Geisel-Freilassung

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Steffen Seibert (Archiv), via dts NachrichtenagenturJerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, dringt auf eine weitere Waffenruhe und die rasche Freilassung aller von der Hamas festgehaltenen Gaza-Geiseln. „Jetzt ist es das Allerwichtigste, dafür zu sorgen, dass die Waffenruhe hält und dass es weitergeht“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

„Ob man es die Verlängerung der ersten Phase oder den Übergang in die zweite Phase nennt, finde ich nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist, dass möglichst bald alle Geiseln Gaza verlassen können. Sie haben keine Zeit mehr zu verlieren. Und dass die Menschen in Gaza endlich in Frieden und mit Hilfe von außen daran gehen können, ihre Leben wieder aufzubauen.“

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump und dessen Pläne, Gaza nach einer Umsiedlung der Palästinenser zur „Riviera des Nahen Ostens“ zu machen, sagte er: „Deutschland hat diesen Plan über die Köpfe der Palästinenser hinweg klar abgelehnt, so wie es fast alle Europäer – und wichtiger noch – die arabischen Nachbarn Israels getan haben. Aber wir müssen auch sehen, dass möglicherweise ohne das Wirken der neuen amerikanischen Administration dieser Deal zum Waffenstillstand nicht zustande gekommen wäre.“

Seibert hob hervor: „Zunächst einmal verdanken wir dem Sonderbeauftragten Trumps, Steve Witkoff, in nicht geringer Weise das Zustandekommen des Waffenstillstandsdeals mit der Freilassung der Geiseln. Auch wenn das Abkommen in großer Geduld von den Verhandlern der Biden-Regierung vorbereitet worden war, kam der entscheidende Schub durch ihn. Dafür bin ich dankbar.“

Seibert mahnte zudem humanitäre Hilfen für die Menschen in Gaza an. „Es kann nicht richtig sein, die notleidende Bevölkerung von Gaza pauschal den Preis für die entsetzlichen Verbrechen der Hamas bezahlen zu lassen“, sagte Seibert der „Rheinischen Post“. „Die Hamas und die Gazaner – das ist nicht einfach gleichzusetzen.“

Er fügte hinzu: „Natürlich geht Hamas seit Wochen auch bei den Freilassungen von Geiseln widerwärtig vor. Auch das hat Berlin scharf kritisiert. Diese zynischen und sadistischen Inszenierungen sind für Israelis – und auch für uns – schwer zu ertragen. Sie sind auch Wasser auf die Mühlen derjenigen, die den Krieg fortführen wollen. Also: Es darf keinen Funken des Verständnisses für die Hamas geben. Aber in Gaza leben rund zwei Millionen Menschen, die in 16 Monaten Krieg auch Fürchterliches durchgemacht haben.“

Seibert kritisierte: „Die Grenze jetzt wieder dicht zu machen für die internationale humanitäre Hilfe steht nach unserer Überzeugung nicht im Einklang mit Israels völkerrechtlichen Verpflichtungen. Ja, Hamas profitiert in übelster Weise und zweigt einen Teil dieser Lieferungen ab und dagegen muss vorgegangen werden – aber die Menschen brauchen Unterstützung.“


Foto: Steffen Seibert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Europa League: Frankfurt dreht Partie gegen Ajax dank Skhiri

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Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) (Archiv), via dts NachrichtenagenturAmsterdam (dts Nachrichtenagentur) – Im Achtelfinal-Hinspiel der Uefa Europa League hat Eintracht Frankfurt vor heimischer Kulisse gegen Ajax Amsterdam mit 2:1 gewonnen.

Die Gäste traten von Beginn an mit viel Offensivpower auf und setzten das erste Ausrufezeichen: In der zweiten Minute durfte Brobbey vom Strafraumrand abziehen und knallte das Leder an den linken Außenpfosten. In der zehnten Minute belohnte sich der Ex-Leipziger für seinen starken Start, indem er nach Taylor-Freistoß eine Henderson-Weiterleitung zur Führung in die Maschen drückte.

Die SGE fand darauf fast die schnelle Antwort, Knauffs Abschluss geriet in der zwölften Minute im Duell mit Keeper Pasveer aber zu ungenau.

In der 24. Minute musste der Torwart wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselte werden, für ihn kam Gorter. Und der neue Mann musste wenig später hinter sich greifen: In der 28. Minute zog Larsson nach einem kurz gespielten Freistoß aus 19 Metern ab und Brobbey fälschte die Kugel unhaltbar ins Netz ab. Nach 45 Minuten war damit wieder alles offen.

Hälfte zwei begann zwar offensivfreudig, nach passablen Chancen für Brobbey in der 52. und Ekitiké in der 53. Minute tat sich aber eine Weile nicht viel. Erst in der 70. Minute änderte sich das: Skhiri lief bei einem Knauff-Sturmlauf über rechts gut mit und verwertete am Ende den Querpass seines Offensivkollegen aus zehn Metern zur Führung der Hausherren.

Mit der eigenen Führung im Rücken konzentrierte sich die Toppmöller-Elf auf Spielkontrolle und ließ keine schnelle Reaktion der Farioli-Truppe zu. Erst kurz vor Schluss kamen die Niederländer noch einmal auf, Konadu verpasste nach Freistoß in er 86. Minute aber haarscharf. Es blieb beim knappen Hinspiel-Erfolg der Hessen.

Damit hat Frankfurt eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Amsterdam.


Foto: Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Gipfel beschließt Aufrüstung – Ungarn schert bei Ukraine aus

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Flugabwehrkanonenpanzer Gepard (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich zu einer Aufrüstung Europas bereit erklärt. Wie aus einer gemeinsamen Erklärung vom Donnerstagabend hervorgeht, wollen die 27 Mitgliedsländer deutlich mehr für Verteidigung ausgeben.

„Unter Hinweis auf die Erklärung von Versailles vom März 2022 und den Strategischen Kompass für Sicherheit und Verteidigung betont der Europäische Rat, dass Europa souveräner werden, mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung übernehmen und besser gerüstet sein muss, um mit einem 360-Grad-Ansatz auf unmittelbare und künftige Herausforderungen und Bedrohungen zu reagieren und sie eigenständig zu bewältigen“, heißt es darin. „Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und seine Auswirkungen auf die europäische und globale Sicherheit in einem sich wandelnden Umfeld stellen eine existenzielle Herausforderung für die Europäische Union dar.“

Bei den Ukraine-Hilfen weigerte sich lediglich Ungarn, der gemeinsamen Linie einer Fortsetzung zuzustimmen. Die entsprechende Erklärung verurteilt zudem noch einmal nachdrücklich den russischen Angriffskrieg und peilt einen dauerhaften gerechten Frieden an.

Im Vorfeld hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits hervorgehoben, dass man einen solchen Frieden anstrebe. Mit der geplanten Wiederaufrüstung Europas „werden wir die Lieferung von Waffen und Munition für die Ukraine beschleunigen“, schrieb von der Leyen auf „X“. „Wir machen unseren gesamten Kontinent sicherer.“


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CDU-Politiker pochen bei Koalition auf SPD-Zugeständnisse

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Tilman Kuban (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor den möglicherweise entscheidenden Sondierungsgesprächen von Union und SPD an diesem Freitag und am Wochenende pochen mehrere CDU-Politiker auf Zugeständnisse der Sozialdemokraten. „Wir sind der SPD in den bisherigen Verhandlungen weit entgegengekommen“, sagte der Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban dem „Tagesspiegel“ (Freitagsausgabe).

„Jetzt muss die SPD zeigen, dass sie den Wählerwillen respektiert und notwendigen Veränderungen bei der Migration, Bürgergeld, Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung zustimmt.“ Der kleinere Partner könne, so Kuban weiter, „nicht mit 16 Prozent der Stimmen den Kurs der Koalition bestimmen – denn sonst gibt es keine“.

Bisher hätten die Sozialdemokraten „ohne Gegenleistung“ alles bekommen, was sie verlangt hätten, kritisierte der ehemalige baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Günther Oettinger der Zeitung: „Nun kommt es darauf an, in den nächsten Tagen ein Gesamtpaket zu verhandeln, das auch CDU und CSU mit Überzeugung vertreten können.“


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Grüne knüpfen Zustimmung bei Investitionspaket an Bedingungen

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Sven-Christian Kindler (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Haushälter der Grünen-Fraktion im Bundestag wollen dem Sondervermögen für Infrastruktur und einer Reform der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben nur zustimmen, wenn Union und SPD ihnen entgegenkommen. „Union und SPD haben keine Mehrheit. Wir sind bereit zu verhandeln, aber Schwarz-Rot muss sich deutlich bewegen, damit wir am Ende zustimmen“, sagte der scheidende Chefhaushälter der Grünen, Sven-Christian Kindler, dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

Er kritisierte, dass die Schuldenbremse nach den Plänen von Schwarz-Rot nicht auch für Zukunftsinvestitionen und Klimaschutz geöffnet werden sollen. „Das ignoriert sträflich die massive Sicherheitsgefahr der Klimakrise“, sagte Kindler. Ein Sondervermögen für die Investition in Infrastruktur sei zudem das falsche Instrument.

Sebastian Schäfer, Grünen-Abgeordneter aus Baden-Württemberg, kritisierte Merz` Stil: „Friedrich Merz will jetzt mal kurz übers Wochenende einen grundlegenden finanzpolitischen Kurswechsel in unserem Land durchsetzen, nachdem er sich vorher monatelang jeder Lösung und Verantwortung verweigert hat“, sagte er dem „Tagesspiegel“.

Er forderte zudem eine faire Finanzierung des Sondervermögens. „Es kann nicht sein, dass allein zukünftige Generationen in die Haftung genommen werden für die Versäumnisse der Vergangenheit“, sagte Schäfer, der auch Reiche stärker in die Verantwortung nehmen will. „Ein Verteidigungssoli erscheint mir dafür zum Beispiel eine interessante Idee.“

Bruno Hönel, Grünen-Haushälter, der den Wiedereinzug in den Bundestag verpasst hatte, knüpfte klare Bedingungen für die Zustimmung der Grünen: „Etwaigen Sondervermögen werden wir nur zustimmen können, wenn der konkrete Anwendungsbereich auf die Bedarfe im Land passt. Dafür ist entscheidend, dass bei „Sicherheit“ auch Klima- und Katastrophenschutz, unsere Sicherheitsbehörden oder etwa die Cybersicherheit mitgedacht werden und „Infrastruktur“ auch Investitionen in Bildung, Digitalisierung und die Transformation umfasst“, sagte Hönel dem „Tagesspiegel“.


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