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Digitalminister freut sich über neuen Dienstsitz

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Karsten Wildberger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Digitalministerium hat einen neuen Hauptsitz gefunden. Karsten Wildberger (CDU) und seine Mitarbeiter werden in eine Dienststelle ziehen, die das Gesundheitsministerium (BMG) aufgibt.

„Das ist auch die beste Lösung für den Steuerzahler, weil das Gesundheitsministerium dort sowieso auszieht und so keine Zusatzkosten entstehen“, sagte Wildberger dem „Tagesspiegel“. Das BMG hatte in dem Neubau in der Friedrichstraße 108 in Berlin-Mitte lange seinen Sitz und war dann 2022 nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in das jetzige Gebäude in der Mauerstraße gezogen.

Wildberger hatte die Entscheidung für den neuen Dienstsitz am Dienstag seinen Mitarbeitern bekannt gegeben. Zuerst hatte „Table Briefings“ darüber berichtet. „Wir werden nun sukzessive dort einziehen und hoffen, dass bis Jahresende ein erster Teil der Mitarbeiter dort arbeiten kann“, sagte Wildberger. Der Umzug soll bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 abgeschlossen sein.

Dann kann der Digitalminister einen Großteil seines Teams unter einem Dach versammeln. „Ein Gebäude erwacht zum Leben nicht durch die Architektur, sondern durch die Menschen und das, was im Inneren passiert“, so Wildberger. Wie viele Mitarbeiter dann genau dort ihre Büros haben werden, ist noch unklar. Bislang arbeiten rund 500 Menschen für Wildberger, auch wenn der Großteil davon formal noch ihren bisherigen Häusern zugeordnet ist.


Foto: Karsten Wildberger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Unionsfraktionsvize erwartet "schmerzhafte" Renten-Reformen

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Mathias Middelberg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionsvize Mathias Middelberg findet es richtig, das Rentenniveau bei 48 Prozent bis 2031 festzuschreiben. „Wir müssen verlässliche Größenordnungen haben“, sagte Middelberg den Sendern RTL und ntv.

Aber wie das finanziert werde, müsse die schwarz-rote Koalition in den nächsten Monaten entscheiden. Das seien ganz grundlegende und umfassende Entscheidungen, so Middelberg weiter. „Wir müssen schmerzhafte Reformen angehen. Aber Regierungen in der Vergangenheit haben durchaus gezeigt, dass das möglich ist.“ Der CDU-Haushaltspolitiker verweist auf die erste Regierung von Angela Merkel (CDU) und den damaligen Arbeits- und Sozialminister Franz Müntefering (SPD): „Damals haben wir einschneidende Veränderungen in der Rente herbeigeführt. Auch eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit gehörte damals zum Beispiel dazu.“

Jeder vierte Euro aus dem Bundeshaushalt fließe schon jetzt als Zuschuss in die Rentenkasse, rechnet Middelberg vor. „Die Rentenkasse ist schon lange nicht mehr in der Lage, sich selbst zu finanzieren.“ Man könne nicht alle Lasten der Zukunft mit immer mehr Rentenberechtigten bei den jüngeren Generationen abladen. „Deswegen müssen wir uns die Frage stellen: Was ändern wir? Und zwar durchaus auch grundlegend in der Rente.“

Den Vorschlag von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), dass auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige in die Rentenversicherung einzahlen sollten, lehnt der CDU-Haushaltspolitiker nicht grundsätzlich ab. „Ich finde alles diskutabel und würde jetzt von vornherein nicht gleich sagen: Das geht schon mal gar nicht und das geht auch nicht. Der Vorschlag von Frau Bas ist mindestens einer, den man diskutieren kann. Ob er wirklich zur Lösung beiträgt, ist eine andere Frage.“ Denn auch die zusätzlichen Einzahler, so Middelberg, würden natürlich Ansprüche gegen die Rentenversicherung erwerben. Und diese Ansprüche müssten dann auch aus den Rentenkassen bedient werden. „Also ein Vorschlag, der jetzt mal ganz schnell eben zur Lösung führt, ist das halt auch nicht.“


Foto: Mathias Middelberg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Auftragseingang der Industrie im Juni gesunken

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Juni 2025 gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 1,0 Prozent gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,5 Prozent höher als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Mittwoch mit.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 2. Quartal 2025 um 3,1 Prozent höher als im 1. Quartal, ohne Großaufträge stieg er um 0,1 Prozent. Im Mai sank der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber April um 0,8 Prozent (vorläufiger Wert: -1,4 Prozent). Die vergleichsweise hohe Revision ist auf einen nachgemeldeten Großauftrag im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen.

Die negative Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2025 ist auf ein für den Monat Juni niedriges Niveau an Neuaufträgen im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; saison- und kalenderbereinigt -23,1 Prozent zum Vormonat) zurückzuführen. Auch die Rückgänge des Auftragseingangs in der Automobilindustrie (-7,6 Prozent) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-12,9 Prozent) beeinflussten das Gesamtergebnis negativ. Positiv wirkte sich hingegen der Anstieg des Auftragseingangs im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+23,5 Prozent) aus.

Bei den Investitionsgütern sank der Auftragseingang im Juni 2025 um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Konsumgütern stieg der Auftragseingang im Juni 2025 um 0,5 Prozent, bei den Vorleistungsgütern stieg der Auftragseingang um 6,1 Prozent.

Die Auslandsaufträge gingen im Juni 2025 um 3,0 Prozent zurück. Dabei stiegen die Aufträge aus der Eurozone um 5,2 Prozent, die Aufträge von außerhalb der Eurozone gingen hingegen um 7,8 Prozent zurück. Die Inlandsaufträge stiegen um 2,2 Prozent.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Juni saison- und kalenderbereinigt 0,9 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Umsatz kalenderbereinigt 1,2 Prozent geringer. Für Mai ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber April (vorläufiges Ergebnis: -1,9 Prozent), so die Statistiker.


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsweise Grimm kritisiert Rentenpaket

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Veronika Grimm (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat massive Kritik am Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Rentenpaket geübt, das am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll. „Die Bundesregierung hat den Ernst der Lage offensichtlich immer noch nicht begriffen“, sagte Grimm der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe).

„Die aktuell von der Bundesregierung geplanten Reformen erreichen keine wesentlichen Verbesserungen mit Blick auf die Nachhaltigkeit der Rentenversicherung oder verschlechtern die Situation sogar“, so das Mitglied im Wirtschafts-Sachverständigenrat der Bundesregierung. „Insbesondere die Ausweitung der Mütterrente und die Haltelinie erhöhen die Ausgaben deutlich. Dies belastet den Bundeshaushalt und erhöht die Lohnnebenkosten“, warnte Grimm. „Diese Entwicklungen sind völlig kontraproduktiv in einer Zeit, in der Deutschland dringend Wachstum braucht“, kritisierte die Erlanger Ökonomin und Aufsichtsrätin bei Siemens Energy.

Sie warb für Reformen, die letztlich Rentenkürzungen entsprechen würden. „Die notwendigen Maßnahmen sind seit langem beschrieben: Kopplung des Rentenzugangsalters an die längere Lebenserwartung, Kopplung des Anstiegs der Bestandsrenten an die Inflation statt an die Löhne, Wiedereinführung des Nachhaltigkeitsfaktors“, sagte sie. „Darüber hinaus sollte man Anpassungen vornehmen, um den Anstieg des Bundeszuschusses zur gesetzlichen Rentenversicherung zu dämpfen: Verzicht auf die Mütterrente, Abschaffung der Rente ab 63, Anpassungen bei der Systematik der Witwenrenten“, so Grimm.


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Bericht: Audi plant erstes eigenes US-Werk

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Audi (Archiv), via dts NachrichtenagenturIngolstadt (dts Nachrichtenagentur) – Audi plant nach der Zoll-Einigung zwischen der Europäischen Union und den USA offenbar, ein Werk in den Vereinigten Staaten zu errichten. Im Unternehmen werde der Bau eines „Zwillingswerks“ in Chattanooga favorisiert, wo Volkswagen bereits eine Fabrik hat, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf drei Personen mit Kenntnis der Vorgänge. Der Standort hätte den Vorteil, dass Pläne sowie logistische Infrastruktur von VW übernommen werden könnten, was die Bauzeit und die Kosten senken würde.

Gesichert ist die „billigste Lösung“ allerdings nicht. Aktuell verhandelt VW-Chef Oliver Blume dem Bericht zufolge mit der US-Regierung, um künftige Investitionen mit den Zöllen verrechnen zu können. Damit würde die Zolllast sinken, je mehr VW in den USA investiert. Am wahrscheinlichsten gilt daher, dass Audi ein US-Werk an einem völlig neuen Standort errichtet. Audi bestätigte dem „Handelsblatt“, die Produktion stärker zu lokalisieren. „Dazu prüfen wir derzeit verschiedene Szenarien“, teilte Audi mit. Noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung fallen.

Das geplante US-Werk wird wohl Folgen für den Standort Mexiko haben. Von dort liefert Audi seinen US-Bestseller Q5. Aus Aufsichtsratskreisen des VW-Konzerns heißt es, dass aktuell geprüft werde, das neueste Audi-Werk komplett oder teilweise an die VW-Marke Cupra zu übergeben.

Gekoppelt an die US-Investitionen ist eine neue Wachstumsstrategie, die Audi-Chef Gernot Döllner im September präsentieren will. Insidern zufolge plant Döllner, den US-Absatz von unter 200.000 auf deutlich über 300.000 Einheiten zu steigern. Weltweit will Audi mittelfristig 2,2 bis 2,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen.


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Regierungsfraktionen drängen auf Stromsteuersenkung für alle

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Sepp Müller (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vertreter der Regierungsfraktionen im Bundestag dringen darauf, im Rahmen der Haushaltsverhandlungen doch noch eine Stromsteuersenkung für alle Verbraucher zu ermöglichen. „Die Möglichkeit einer breit angelegten Senkung der Stromsteuer besteht weiterhin“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „In einem Bundeshaushalt von 500 Milliarden Euro lässt sich durchaus ein Prozent Einsparpotenzial realisieren.“

Das Vorhaben sei Bestandteil der Koalitionsvereinbarung und von allen drei Regierungsparteien im Wahlkampf zugesagt worden, so Müller. „Öffnen sich finanzielle Spielräume, ist eine Umsetzung geboten.“

Ähnlich äußerte sich die energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Nina Scheer. „Nach wie vor gilt, dass der Koalitionsvertrag eine Stromsteuersenkung sofort, für alle, auf das europäische Mindestmaß vorsieht“, sagte sie den Funke-Zeitungen. „Das sollte dann auch umgesetzt werden und kann durch die nun vorgesehenen Entlastungen bei den Netzentgelten nicht ersetzt, sondern nur ergänzt werden.“

Auch diese seien Programm, sagte Scheer. „Gerade für die Wärmewende wäre es kontraproduktiv, einseitig bei Gas zu entlasten, bei Strom aber nicht.“ Während die Stromsteuersenkung für Privatverbraucher bisher nicht kommen soll, will die Koalition Gaskunden durch eine Übernahme der Gasspeicherumlage entlasten.


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Rotes Kreuz kritisiert geringes Taschengeld bei Freiwilligendiensten

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DRK-Logistikzentrum (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat die Sätze beim Taschengeld für Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) als zu gering kritisiert.

Da die Einführung eines Pflichtdienstes mit „rechtlichen strukturellen und finanziellen Hürden“ verbunden sei, müsse man Freiwilligendienste stärken, sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Diese sind momentan nicht besonders attraktiv und angesichts eines Taschengelds von 150 bis 300 Euro im Monat oft nur eine Angelegenheit für Kinder von finanziell gut aufgestellten Eltern“, sagte Hasselfeldt.

Die Präsidentin des Roten Kreuzes forderte, dass sich die Höhe des Taschengeldes am Bafög-Satz orientieren solle. Zusätzliche Attraktivität könne man schaffen, indem man „zum Beispiel ein Deutschlandticket dazu bekommt und man könnte bundesweit identische Vorgaben machen, was die Anerkennung eines solchen Dienstes für Studienplätze angeht“.

Im Zuge der von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geplanten Reform des freiwilligen Wehrdiensts plädierte Hasselfeldt für einen Hinweis auf den Freiwilligendienst. „Wenn Verteidigungsminister Pistorius jetzt alle 18-Jährigen anschreiben will, dann wünsche ich mir wenigstens einen Satz zum Freiwilligendienst.“

Freiwilligendienste seien nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Jugendlichen wichtig, sagte die DRK-Präsidentin. „Viele sind bereit, nach einem solchen Dienst eine Ausbildung im sozialen Bereich zu machen, können sich persönlich entwickeln – und viele arbeiten später auch ehrenamtlich.“


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Städtetag fürchtet Hängepartie bei Deutschlandticket-Finanzierung

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Bushaltestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Städtetag hat vor einer „Hängepartie“ beim Deutschlandticket wegen einer unklaren Finanzierung für das kommende Jahr gewarnt. „Wenn das Regionalisierungsgesetz vom Bund und damit die Finanzierung des Deutschlandtickets so bleiben, stehen uns wieder Wochen und Monate des Bangens ins Haus“, sagte Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

Seit der Einführung des Deutschlandticket stehe die Finanzierung des Tickets auf tönernen Füßen, so Schuchardt. „Die 1,5 Milliarden Euro, die Bund und Länder bisher jeweils pro Jahr zuschießen, decken zusammen mit den Ticketeinnahmen nicht die Kosten, die den Verkehrsträgern entstehen.“ Der tatsächliche Ausgleichsbedarf liege mindestens bei 3,6 Milliarden Euro pro Jahr.

„Das Ticket bleibt so erneut ein Provisorium“, kritisierte Schuchardt. Der Bund sage das Ticket zu, wolle aber für die Mehrkosten nicht aufkommen. Die Länder würden Mehraufwendungen ebenfalls ablehnen. Zudem seien im Haushaltsentwurf 2026 die Bundesmittel für das Deutschlandticket nicht berücksichtigt.

„Damit ist das Ticket auch für 2026 in keiner Weise gesichert“, sagte Schuchardt. Man wolle die „Erfolgsgeschichte Deutschlandticket“ fortschreiben, sagte er. „Aber es droht schon wieder eine Hängepartie mit Ansage.“

Der Städtetag fordert ein langfristiges Finanzierungsmodell für das Deutschlandticket. „Das muss die neue Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern liefern“, führt Schuchardt aus. Die Städte und ihre Verkehrsunternehmen bräuchten Planungssicherheit und endlich eine dauerhaft abgesicherte Finanzierung. „Dazu gehört auch ein verlässlicher Rahmen, die Einnahmen gerecht zu verteilen und die Defizite vollständig und zeitnah auszugleichen.“

Die Städte und Verkehrsunternehmen müssten sich genauso auf das Angebot verlassen können, wie die 14 Millionen Kunden, so Suchardt. Das sogenannte Regionalisierungsgesetz soll an diesem Mittwoch in das Bundeskabinett kommen.


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Jusos wollen mehr Umverteilung im Rentensystem

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Philipp Türmer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Jungsozialisten in der SPD, Philipp Türmer, hat mit Blick auf die geplanten Beschlüsse zur Rentenpolitik am Mittwoch im Kabinett mehr Umverteilung im System gefordert. Nötig seien „höhere Löhne und die Einbeziehung aller Berufsgruppen, also auch Beamte, Bundestagsabgeordnete und Selbstständige, in die gesetzliche Rente“, sagte Türmer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben).

Außerdem benötige man mehr Umverteilung und hohe Kapitalerträge müssten endlich einen Beitrag zur Sicherung der Altersvorsorge leisten. „Die durchschnittliche Rente liegt aktuell nur etwa 200 Euro oberhalb der Armutsgrenze“, kritisierte Türmer.

Die Sprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, mahnte ebenfalls tiefergreifende Reformen an. „Weil sich niemand an eine echte Rentenreform traut, werden die Interessen der Großeltern gegen die ihrer Enkel ausgespielt“, sagte sie den Zeitungen. „Die Kosten des demografischen Wandels müssen aber nicht nur nach Alter, sondern nach Vermögen und Leistungsfähigkeit verteilt werden. Unsere Rentenpolitik ist kein Generationen- sondern ein Verteilungskonflikt.“

Die Rentenlücke müsse mit den privaten Milliardenvermögen in diesem Land geschlossen werden, so Nietzard. Geld sei genug vorhanden. Das Kabinett will das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent des Durchschnittseinkommens festsetzen und die Mütterrente ausweiten.


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US-Börsen lassen geringfügig nach – Trump droht mit Zollerhöhungen

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag etwas nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.112 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.299 Punkten 0,4 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 23.019 Punkten 0,7 Prozent im Minus.

Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump prägt weiterhin das Börsengeschehen. Während Länder wie die Schweiz sich weiterhin um ein Abkommen bemühen, um die im April angekündigten Zollsätze zu verhindern, droht Trump bereits mit neuen Zollerhöhungen. So kündigte er an, dass der Zollsatz für Pharmazeutika auf bis zu 250 Prozent steigen könne. Zudem ermahnte Trump Europäische Union, die sich weiterhin um Zollausnahmen für bestimmte Produktgruppen bemüht, ihre Zusage für Investitionen in den USA einzuhalten. Andernfalls würde er den geplanten 15-prozentigen Zollsatz für die meisten EU-Produkte auf einen Satz von 35 Prozent mehr als verdoppeln.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1573 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8641 Euro zu haben.

Der Goldpreis stieg leicht an, am Abend wurden für eine Feinunze 3.379 US-Dollar gezahlt (+0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 93,88 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 68,07 US-Dollar, das waren 69 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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