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Ex-Mitarbeiter von Beratungsfirmen steigern Einfluss in Dax-Konzernen

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Ehemalige Mitarbeiter von Beratungsfirmen haben sich in den Führungsetagen der Dax-Konzerne nicht nur etabliert, sondern steigern ihren Einfluss in den Vorständen und Aufsichtsräten weiter. Das zeigen zwei für das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) erstellte Studien der Universität Göttingen und des „Handelsblatt Research Institutes“ (HRI).

Demnach hat in den Aufsichtsräten der 40 Dax-Konzerne inzwischen fast jeder dritte Kontrolleur einen Hintergrund bei einer Beratung. Und auch in den Vorständen dieser Konzerne sind ehemalige Berater inzwischen stark vertreten. Jeder fünfte Dax-Vorstand hat bei führenden Managementberatungen sowie Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften gelernt oder gearbeitet, wie aus den Studien hervorgeht.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Regierung will Plastikabkommen notfalls ohne bremsende Staaten

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Vereinte Nationen (Archiv), via dts NachrichtenagenturGenf (dts Nachrichtenagentur) – Sollten die Verhandlungen in Genf über ein UN-Abkommen gegen Plastikmüll scheitern, will die Bundesregierung notfalls ohne die bremsenden Staaten darüber internationale Vereinbarungen treffen. Obwohl die USA und Russland bei einem Abkommen nicht mitmachen wollen, sollte man „sich nicht von wenigen Bremsern daran hindern lassen“, sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, „ARD-Tagesthemen“. Wenn das Ergebnis in Genf nicht tragfähig sein sollte, müsse man sich „auf eine neue Runde verständigen“.

Die Verhandlungen seien besonders schwierig, angesichts der „weltweiten Entsolidarisierung angeführt von den USA“. Es sei etwa schwierig, über eine „Begrenzung der Primärproduktion zu reden“, so der Staatssekretär weiter. „Wir brauchen perspektivisch einen solchen Deckel.“

Auf das Recycling in Deutschland angesprochen, sagte Flasbarth, man brauche sich im weltweiten Vergleich nicht zu verstecken. Aber im Fall von „aus einem Produkt wieder ein Produkt“ zu machen „müssen wir besser werden“, erklärte er. „Da müssen wir in der gesamten EU besser werden.“


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Junge Union kritisiert geplante Frühstartrente als "ambitionslos"

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Ann-Cathrin Simon (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Junge Union hat die vom Bund geplante Frühstartrente als unzureichend kritisiert und die CDU-Spitze zur grundlegenden Überarbeitung aufgefordert. Das geht aus einem Positionspapier des nordrhein-westfälischen Landesverbands hervor, über das der „Focus“ berichtet.

„Die im Koalitionsvertrag angekündigte Frühstartrente bleibt im jetzigen Entwurf zu ambitionslos“, sagte JU-Landeschef Kevin Gniosdorz der Zeitung. „Was wir stattdessen brauchen, ist ein Vorsorgeinstrument, das Eigenverantwortung stärkt, Planungssicherheit gibt und Lust macht, für sich selbst vorzusorgen.“

Die sogenannte Frühstartrente soll Kinder an die private Altersvorsorge heranführen. Bislang sieht das Konzept der Koalition vor, dass der Staat für jedes Kind vom sechsten bis 18. Lebensjahr zehn Euro pro Monat in einem Altersvorsorgedepot anlegt. Der JU Nordrhein-Westfalen geht das nicht weit genug. Sie fordert, dass die Frühstartrente bereits ab Geburt starten und die staatliche Förderung bis zum 25. Lebensjahr laufen müsse.

„Junge Menschen, die studieren oder eine Ausbildung machen, brauchen weiter Unterstützung“, begründete die JU-Vizechefin Ann-Cathrin Simon den weitergehenden Vorschlag des Verbands. „Und nur mit einem frühestmöglichen Start, also ab Geburt, kann der Zinseszinseffekt seine volle Wirkung entfalten.“ Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass jeder Inhaber eines Frühstart-Depots ab dem 18. Lebensjahr die bis dahin angesparte Summe auf seinem Konto durch weitere Einzahlungen steuerlich vergünstigt erhöhen kann. Ausgezahlt werden soll das Geld erst ab Erreichen der Regelaltersgrenze.

Mit dem 25. Lebensjahr soll das Frühstart-Konto nach dem Willen der JU in ein Vorsorge- und Eigentumsdepot übergehen. Dieses könne „eigenverantwortlich weitergeführt und privat bespart werden“, heißt es im Positionspapier. Private Einzahlungen bis zu 4.000 Euro jährlich sollen bei der Entnahme weiterhin steuerfrei bleiben.

Anders als bislang von der Koalition vorgesehen, will die JU steuerfreie Entnahmen vor der Rente ermöglichen – allerdings nur für den Erwerb von Wohneigentum und die Finanzierung von Studium oder Ausbildung. „Nur so wird Vorsorge flexibel und passt zur Lebenswirklichkeit“, sagte Simon.


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Schutzquote für männliche Afghanen in Deutschland sinkt drastisch

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nur noch ein Bruchteil der männlichen afghanischen Asylbewerber erhält in Deutschland Schutz. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, über die die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtet.

Demnach betrug die Schutzquote männlicher Afghanen im ersten Halbjahr dieses Jahres 38,6 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des Vorjahres lag die Quote demgegenüber bei 95,7 Prozent, im Gesamtjahr 2024 bei 91,4 Prozent. Der bisherige Tiefststand der Schutzquote bei männlichen Afghanen wurde im Juni 2025 mit nur noch 33,7 Prozent erreicht.

In dem Papier bestätigt die Bundesregierung auch, dass es regelmäßige Kontakte „auf technischer Ebene mit Vertretern der De-facto-Regierung in Afghanistan“ gebe. Eine Anerkennung derselben sei damit aber nicht verbunden.

„Dass die Schutzquote bei männlichen Asylsuchenden aus Afghanistan in nur 18 Monaten von fast 100 Prozent auf nur noch ein Drittel herabgesenkt wurde, ist alarmierend“, sagte Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, der Zeitung. Die Bundesregierung habe zugleich eingeräumt, dass die humanitäre und menschenrechtliche Situation in Afghanistan katastrophal sei und sich im betroffenen Zeitraum weiter verschlechtert habe.

Eine nachvollziehbare Erklärung für den drastischen Wandel der Entscheidungspraxis im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bleibe die Bundesregierung schuldig, so Bünger. „Aus meiner Sicht macht sich hier der politische Druck zum verschärften Umgang mit Geflüchteten aus Afghanistan bemerkbar“, sagte sie.

Bünger kritisierte, es gäbe „zahlreiche Qualitätsmängel im Bamf und unhaltbare und pauschale Ablehnungen“. Zudem weise die überdurchschnittlich hohe Aufhebungsquote durch die Gerichte auf deutliche Mängel in der Entscheidungspraxis hin. „Die Ablehnungspraxis gegenüber Asylsuchenden aus Afghanistan muss sich dringend ändern, das kann nicht alles den ohnehin ausgelasteten Verwaltungsgerichten überlassen werden“, sagte Bünger.

Derzeit leben in Deutschland nach Auskunft der Bundesregierung knapp 11.200 ausreisepflichtige afghanische Staatsangehörige, davon sind rund 9.700 männlich, 1.450 weiblich und knapp 1.500 minderjährig. Etwa 9.500 haben eine Duldung. Die meisten Ausreisepflichtigen leben in Bayern (knapp 1.800).


Foto: Flüchtlinge in einer „Zeltstadt“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Neuer Höchstwert bei Empfängern von Grundsicherung im Alter

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Senioren (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter in Deutschland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Im März 2025 bezogen 742.410 Menschen ab der Regelaltersgrenze Grundsicherung, wie von der Bundesregierung veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, über welche die „Frankfurter Rundschau“ berichtet. 2024 war der Wert mit 738.840 noch etwas niedriger, er steigt seit Jahren an.

Den aktuellen Daten ging eine schriftliche Frage der Bundestagsabgeordneten Sarah Vollath, Sprecherin für Renten- und Alterssicherungspolitik der Linken im Bundestag, voraus. Deutlich überrepräsentiert sind im Vergleich zu allen Rentnern in der Grundsicherung im Alter Frauen. Sie machen mit über 420.000 knapp 57 Prozent der Grundsicherungsbezieher aus.

Vollath spricht angesichts der Zahlen von einem „klaren Warnsignal“. „Dass die Rente bei immer mehr Menschen nicht für ein gutes Leben im Alter ausreicht, ist in so einem reichen Land wie Deutschland wirklich beschämend“, sagte Vollath der „Frankfurter Rundschau“. Die Linke fordert eine Stärkung der gesetzlichen Rente und eine Erhöhung des Rentenniveaus auf 53 Prozent.

Angaben darüber, wie viele Menschen Anspruch auf die Grundsicherung im Alter haben, diese aber nicht in Anspruch nehmen, kann die Bundesregierung nicht machen. Schätzungen zufolge stellten in der Vergangenheit etwa 70 Prozent der Berechtigten keinen Antrag auf Grundsicherung.

Für Vollath Anlass zur Kritik am Arbeits- und Sozialministerium: „Beim Thema Altersarmut verschließt das zuständige Ministerium die Augen vor der Realität“, sagte sie. „Anstatt endlich tätig zu werden und diejenigen zu unterstützen, die es ohnehin nicht leicht haben, schiebt die Regierung die Verantwortung ab: an die Rentenversicherung, die Träger der Sozialhilfe – sprich die Landkreise und kreisfreien Städte – und die Wohlfahrtsverbände“, so die Linken-Politikerin. Das Ministerium habe ihr nicht eine einzige Maßnahme genannt, die es selbst ergriffen habe, um den Rentnern zu helfen. „Das ist ein echtes Armutszeugnis.“


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Umfrage: Große Mehrheit gegen Rente mit 70

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Seniorin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Forsa für die Sender RTL und ntv hervor. Demnach sprechen sich 81 Prozent gegen eine „Rente ab 70“ aus – nur 18 Prozent halten den Vorschlag für richtig.

Selbst in den Reihen der CDU/CSU, aus denen die Forderung kam, stößt der Vorstoß auf breite Ablehnung: 68 Prozent der Unionsanhänger sind dagegen. Zuvor hatte CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche eine entsprechende Debatte angestoßen.

Die Ablehnung zieht sich laut Umfrage durch alle politischen Lager. Besonders groß ist sie bei Anhängern der AfD (95 Prozent) und der Linken (90 Prozent). Auch bei Wählern der SPD (87 Prozent) und der Grünen (74 Prozent) findet der Vorschlag kaum Zustimmung.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag von RTL Deutschland vom 1. bis 4. August 2025 insgesamt 1.001 Personen.


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VdK-Präsidentin drängt auf mehr Investitionen in häusliche Pflege

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Seniorin mit Helferin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, drängt auf mehr Investitionen in die häusliche Pflege. Pflegebedürftige wollten selbstbestimmt leben und in ihrer gewohnten Umgebung sein, sagte Bentele im Deutschlandfunk. „Deswegen lohnt es sich in unseren Augen wirklich sehr, vor allem in diesem Bereich der Pflege extrem gute Bedingungen zu schaffen und zu investieren.“

Rund 90 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause gepflegt. Dabei werde oft stark gespart, „weil Angehörige ihren Job reduzieren oder aufgeben […], weil eben in der Wohnung nur noch in wenigen Räumen geheizt wird“, so die VdK-Präsidentin. Im Gegensatz zu Pflegeeinrichtungen werden Hilfen zur Pflege von Angehörigen deutlich seltener in Anspruch genommen.

Die Pflege zu Hause „ist für viele Angehörige dann wirklich auch ein hohes gesundheitliches und natürlich auch psychisches Risiko“. Bentele fordert deshalb einen Pflegelohn. „Das wäre eine wirklich gute Möglichkeit, um Armut von Pflegehaushalten zu vermeiden“, so die Präsidentin des Sozialverbands.


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Zahl der Todesfälle durch Ertrinken in der EU gesunken

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Bojen im Meer (Archiv), via dts NachrichtenagenturLuxemburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken ist in der Europäischen Union im Jahr 2022 zurückgegangen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte, wurden insgesamt 4.810 solcher Todesfälle registriert – 194 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 3,9 Prozent.

Auch der Anteil von Ertrinkungsunfällen an allen tödlichen Unfällen in der EU sank leicht – von 3,1 Prozent im Jahr 2021 auf 2,8 Prozent im Jahr 2022. Das sei der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2011, teilte Eurostat mit. Damals hatte der Anteil noch bei 4,2 Prozent gelegen.

Die meisten Todesfälle durch Ertrinken wurden 2022 in Frankreich registriert, dort starben 784 Menschen. Es folgten Deutschland (542), Polen (535), Rumänien (472) und Spanien (449). Die geringsten Fallzahlen wurden in Luxemburg (1), Malta (3), Zypern (13) und Slowenien (25) erfasst.

Wie bereits in den Vorjahren waren Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. In allen EU-Ländern lag der Männeranteil über dem der Frauen. In Slowenien war der Unterschied mit 14 Männern und 11 Frauen vergleichsweise gering. Der einzige Fall in Luxemburg war männlich.


Foto: Bojen im Meer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ukraine-Krieg lässt Mieten drastisch ansteigen

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Wohnungen bei Anbruch der Dunkelheit (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland sind die für freien Wohnraum aufgerufenen Mieten seit Anfang 2022 stark angestiegen, um durchschnittlich 18,3 Prozent. Das zeigen Daten des Berliner Forschungsinstituts Empirica, über die der „Spiegel“ berichtet.

Hauptgrund sind die seit 2022 mehrfach durch die Europäische Zentralbank erhöhten Zinsen. Mit ihnen sollte die im Zuge des Ukraine-Kriegs massiv angestiegene Inflation eingedämmt werden. Weil gleichzeitig auch die Bauzinsen zulegten, stoppten viele Wohnungsbaufirmen ihre Projekte. Das Angebot neuer Wohnungen wuchs kaum. Gleichzeitig stieg die Nachfrage an. Enttäuschte Kaufinteressenten drängten auf den Mietmarkt, nachdem ihre Immobilienfinanzierungen geplatzt waren. Zudem kamen mehr als eine Million ukrainische Flüchtlinge ins Land, die Wohnraum benötigten.

Vor allem in Berlin stiegen die Mieten rasant an, seit 2022 um 42 Prozent. Inzwischen werden durchschnittlich 14,90 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Damit steigen die Angebotsmieten in der Hauptstadt deutlich stärker als in Städten wie München oder Hamburg. Zugleich ist der Unterschied zur ortsüblichen Vergleichsmiete in der Hauptstadt höher als in den anderen Großstädten. Sie lag in Berlin 2024 bei überschaubaren 7,21 Euro pro Quadratmeter, die mittlere Angebotsmiete ist also mehr als doppelt so hoch.

Christian Gaebler, Berlins Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, sprach deshalb jüngst von einem „geteilten Wohnungsmarkt“. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die eine Wohnung haben und moderate Mieten zahlen, auf der anderen Seite diejenigen, die eine Wohnung suchen und horrende Preise zahlen müssen.

Auch mittelgroße Städte und ländliche Regionen abseits der großen Metropolen sind vom Mietenboom betroffen. Am zweitstärksten haben die Mieten im Landkreis Kaiserslautern zugelegt, dort stiegen sie seit Anfang 2022 um 41,7 Prozent. Knapp dahinter folgen Cottbus (41,3 Prozent), der Landkreis Tirschenreuth (32,3 Prozent) und die Stadt Brandenburg an der Havel (33,2 Prozent). Mit der Attraktivität dieser Städte dürfte der Trend kaum erklärbar sein. Eher ist es wohl ein Hinweis darauf, dass Menschen zunehmend aus den großen Metropolen gedrängt werden, weil sie sich diese nicht mehr leisten können.


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Gericht: Bahn muss Stuttgart-21-Mehrkosten allein tragen

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Stuttgart-21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof, via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn muss die milliardenschweren Mehrkosten des Bahnprojekts Stuttgart 21 alleine tragen. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wies einen Antrag auf Zulassung der Berufung gegen ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 7. Mai 2024 ab, wie der VGH am Dienstag mitteilte.

Die Bahn habe keine Gründe dargelegt, die die Zulassung der Berufung rechtfertigen, hieß es zur Begründung. Nach dem Vortrag der Bahn bestünden keine ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils, der Rechtsstreit weise keine besonderen tatsächlichen oder rechtlichen Schwierigkeiten auf und die geltend gemachten Verfahrensfehler lägen nicht vor.

Die Deutsche Bahn hatte gefordert, dass das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Regionalverband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart zusätzliche 4,7 Milliarden Euro für das Projekt bereitstellen, während sie selbst bereit war, 2,5 Milliarden Euro zu tragen. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte die Klage abgewiesen, da der bestehende Finanzierungsvertrag die Zuschüsse auf 4,5 Milliarden Euro begrenzte und lediglich Gespräche für den Fall weiterer Mehrkosten vorsah.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist mit der Entscheidung des VGH rechtskräftig (Beschluss vom 1. August 2025, 14 S 1737/24).


Foto: Stuttgart-21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof, via dts Nachrichtenagentur

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