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PSG gewinnt Uefa-Supercup im Elfmeterschießen gegen Tottenham

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Nuno Mendes (Archiv), via dts NachrichtenagenturUdine (dts Nachrichtenagentur) – Paris Saint-Germain hat den Uefa-Supercup 2025 im Elfmeterschießen gegen Tottenham Hotspur gewonnen. Nach 90 Minuten stand es 2:2, ehe die Franzosen sich mit 4:3 vom Punkt durchsetzten.

Tottenham hatte sich in der ersten Halbzeit eine 2:0-Führung erarbeitet: Micky van de Ven staubte in der 39. Minute nach einem Lattentreffer von Joao Palhinha zur Führung ab, ehe Cristian Romero kurz nach der Pause (48.) per Kopfball nach einem Freistoß von Pedro Porro erhöhte.

PSG kam erst in der Schlussphase zurück ins Spiel. Joker Kang-in Lee verkürzte in der 85. Minute mit einem platzierten Linksschuss ins rechte Eck. Vier Minuten später flankte Ousmane Dembele punktgenau auf Goncalo Ramos, der per Kopf zum 2:2-Ausgleich traf (90.+4).

Im Elfmeterschießen verwandelten für Paris Goncalo Ramos, Ousmane Dembélé, Kang-in Lee und Nuno Mendes. Bei Tottenham trafen Dominic Solanke, Rodrigo Bentancur und Pedro Porro. Mathys Tel und Micky van de Ven vergaben ihre Versuche, sodass Mendes mit seinem Treffer im letzten Anlauf den Titel für PSG perfekt machte.


Foto: Nuno Mendes (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen zu – Hoffnung auf Leitzinssenkung im September

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.922 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.467 Punkten 0,3 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 23.849 Punkten wenige Punkte im Plus.

Nach den zuletzt veröffentlichten US-Inflationsdaten stellen sich die Marktteilnehmer auf eine Leitzinssenkung im September ein. Es wird erwartet, dass die US-Zentralbank Federal Reserve den Fokus von der Inflationsbekämpfung nimmt und stattdessen sich wieder mehr dem Ziel der Maximalbeschäftigung widmet.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend stärker: Ein Euro kostete 1,1700 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8547 Euro zu haben.

Der Goldpreis stieg leicht an, am Abend wurden für eine Feinunze 3.358 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 92,26 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 65,81 US-Dollar, das waren 31 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, via dts Nachrichtenagentur

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ING drängt auf Kompromissbereitschaft bei Schaffung von Wero

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ING-Bank (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt (dts Nachrichtenagentur) – ING-Vorständin Pinar Abay drängt die europäischen Banken zur mehr Eile und Kompromissfähigkeit bei der Schaffung des gemeinsamen Zahlungssystems Wero. „Jeder muss bereit sein, auf dem Weg zu einem einheitlichen Zahlungssystem etwas zu opfern“, sagte Abay dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ am Mittwoch.

Abay äußerte sich vor dem Hintergrund, dass die Deutschland-Tochter der ING noch in diesem Monat ihren zehn Millionen Kunden das paneuropäische Instant-Payment-System Wero anbieten will. Bei der ING Group verantwortet Abay unter anderem das Privatkundengeschäft und gehört dem Board der European Payment Initiative (EPI) an, die Wero betreibt. Es ist bislang nur in Deutschland, Belgien und Frankreich zugänglich. Mit Österreich laufen Gespräche.

Abay zufolge ist das nicht ausreichend angesichts des globalen Umfeldes. „Europa muss darüber nachdenken, wie es in verschiedenen Bereichen des Bankings eine europäische Dimension erreichen kann“, sagte sie. „Für uns in Europa ist es ein Risiko, kein eigenes länderübergreifendes Zahlungssystem zu haben. Angesichts dessen, was in der Welt passiert, müssen wir schnell handeln.“

Bei EPI waren einige Banken nach dem Start wieder ausgestiegen. Abay fordert von der Branche stattdessen mehr Zusammenarbeit und Pragmatismus. „Europa macht manchmal den Fehler, dass jeder eine Meinung über die Lösung hat. Dann dauert es sehr lange, bis ein System kommt und skalierbar ist.“ Stattdessen solle die Branche „das weiter verfolgen, was bereits auf dem Markt funktioniert, um ein souveränes europäisches Zahlungssystem aufzubauen“.

Aktuell könne sich nun eine neue Dynamik entwickeln, so Abay. „Ich hoffe, dass wir mit anderen Märkten wie Italien, Spanien und anderen Ländern einen Weg der Zusammenarbeit finden. Fasst man alles bereits Vorhandene zusammen, wird ein großer Teil Europas abgedeckt.“


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US-Zölle: SPD-Fraktion würde EU-Beitritt der Schweiz begrüßen

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Schweiz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der europapolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Markus Töns, ist offen dafür, die Schweiz als 28. Mitglied der Europäischen Union aufzunehmen. „Wenn die Schweiz einen Antrag auf Beitritt zur EU stellt, ist sie herzlich willkommen“, sagte Töns dem „Spiegel“. Er sei „der festen Überzeugung, dass die Schweiz ein sehr guter Mitgliedstaat wäre“.

Während es bei anderen Staaten Jahre dauern könne, bis die Beitrittskriterien erfüllt seien, „wäre das Prozedere bei der Schweiz recht einfach zu klären“, so Töns. Er ist in seiner Fraktion auch Berichterstatter für das Nachbarland. Grundvoraussetzung sei, dass die Schweiz einen Beitritt selbst aktiv vorantreibe.

Die Eidgenossen fürchten zurzeit um ihr exportorientiertes Wirtschaftsmodell, nachdem US-Präsident Donald Trump sie zum 7. August mit Zusatzzöllen in Höhe von 39 Prozent belegt hat. Damit ist die Alpenrepublik stärker betroffen als die EU, der Trump nach zähen Verhandlungen einen Pauschalsatz von 15 Prozent aufdrückte. Laut Umfragen war zuletzt nicht mal ein Fünftel der Bevölkerung der Meinung, das Land solle der EU ohne Vorbehalte beitreten. Die Neutralität zählt zu den außenpolitischen Grundsätzen der Schweiz.


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Lottozahlen vom Mittwoch (13.08.2025)

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Lotto-Schild (Archiv), via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 9, 11, 13, 30, 41, 46, die Superzahl ist die 3.

Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 4460580. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 525376 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr. Im Jackpot liegen diese Woche rund 4 Millionen Euro.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. In Deutschland wird das populäre Zahlenlotto „6 aus 49“ seit 1955 gespielt.


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Dax legt zu – Ölpreis sinkt deutlich

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.186 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start hielt sich der Dax im weiteren Verlauf stabil im grünen Bereich.

Marktanalyst Andreas Lipkow erklärte, dass die Marktteilnehmer vor dem Treffen zum Ukraine-Krieg von US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag in Alaska keine unnötigen Risiken mehr eingehen. „Zudem werden noch einige wichtige US-Inflationsdaten in den kommenden Handelstagen erwartet, die auf die Zinspolitik in den USA einzahlen werden“, so der Analyst. „Zuletzt hatte sich eine gewisse Hartnäckigkeit bei der Preisentwicklung in den USA gezeigt, die sich potenziell durch die Strafzölle verhärten könnte.“

Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Bayer, Fresenius und FMC an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Siemens-Energy-Aktien.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 33 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 65,36 US-Dollar, das waren 76 Cent oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1716 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8535 Euro zu haben.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Länder rufen kaum Mittel für Ganztagsausbau ab

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Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Ausbau der Ganztags-Infrastruktur an Schulen läuft nur schleppend an. Von den Fördermitteln, die der Bund dafür zugesagt hat, darunter 2,75 Milliarden Euro aus dem Ganztagsfinanzhilfegesetz von 2021, haben die Länder bislang nur gut ein Zehntel abgerufen. Das zeigt eine Umfrage des „Spiegels“.

Demnach liegt die Abrufquote bei den 13 Ländern, die geantwortet haben, im Schnitt bei 12 Prozent. Verplant sind 56 Prozent der Fördermittel.

Dabei sind die Unterschiede riesig: Während Sachsen (45,7 Prozent) und Baden-Württemberg (33,6 Prozent) bereits größere Beträge abgerufen haben, sind Thüringen und Rheinland-Pfalz (jeweils keine Abrufe), Berlin (0,16 Prozent) und Sachsen-Anhalt (0,75 Prozent) deutlich zurückhaltender.

Aus Rheinland-Pfalz hieß es, die Koordination in den Kommunen sei sehr zeitaufwendig. Eine Sprecherin des Berliner Senats verwies darauf, dass es erst Ende 2024 eine Einigung über die Förderrichtlinien gegeben habe, Anträge waren daher erst ab 2025 möglich. Weil es häufig um Bauinvestitionen gehe, seien „umfangreiche Planungsvorläufe“ erforderlich. „Ein stärkerer Mittelabfluss wird daher im Jahr 2026 erwartet“, so die Sprecherin.

Dabei drängt die Zeit: Der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz gilt für alle Erstklässler ab Sommer 2026.


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Studie zeigt erheblich steigenden Strombedarf für Deutschland

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Windräder (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Stromnachfrage in Deutschland dürfte sich bis 2045 deutlich erhöhen. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens „Path to Zero“, über die das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

Demnach wird selbst in einem Szenario mit einem verlangsamten Umstieg auf Elektromobilität und elektrische Wärmepumpen sowie hohen Wasserstoffimporten statt eigener, stromintensiver Wasserstoffproduktion, der Strombedarf bis 2045 auf 881,5 Terawattstunden pro Jahr steigen. Aktuell liegt er bei etwa 500 Terawattstunden pro Jahr.

Das Ergebnis entspricht einem breiten Konsens verschiedener Energiewende-Studien der vergangenen Monate, wie eine Auswertung der Zeitung zeigt. Einbezogen wurden neben der neuen Studie von „Path to Zero“ Publikationen von Agora Energiewende, McKinsey, EnBW und Epico.

Die Publikationen unterscheiden sich teils erheblich in ihren Empfehlungen für den Fortgang der Energiewende in Deutschland. Alle ausgewerteten Szenarien und Prognosen planen jedoch mit steigender Stromnachfrage sowie einem weiteren deutlichen Zubau erneuerbarer Energien. So geht beispielsweise eine Studie des Energiekonzerns EnBW bei Photovoltaik nur von einem Zubau auf 254 Gigawatt bis 2045 aus – deutlich weniger als die anderen Studien. Trotzdem müsste auch für dieses Ziel die Zubau-Geschwindigkeit der vergangenen Jahre erhalten bleiben.

Die Geschwindigkeit des Erneuerbaren-Ausbaus in Deutschland steht derzeit politisch zur Debatte: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ein „Energiewende-Monitoring“ in Auftrag gegeben, das am 31. August fertig werden soll. Hintergrund sind die zuletzt niedrigeren Wachstumsprognosen.


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Forsa: Mehrheit traut Merz kein gutes Krisenmanagement zu

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Bundeskanzler Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Bundesbürgern trauen Kanzler Friedrich Merz nach 100 Tagen Kanzlerschaft kein gutes Krisenmanagement zu. Das geht aus einer von den Sendern RTL und ntv in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage hervor, für die am Montag und Dienstag insgesamt 1.005 Personen befragt wurden.

Demnach glauben nur 38 Prozent der Bürger, dass es dem CDU-Politiker gelingen wird, Deutschland gut durch die aktuellen Krisen und Herausforderungen zu führen. Eine Mehrheit von 55 Prozent äußert daran Zweifel.

Zustimmung erhält Merz vor allem aus den eigenen Reihen: 72 Prozent der Unionsanhänger trauen ihm die Krisenbewältigung zu. Unter SPD-Anhängern sind es 54 Prozent, bei den Grünen 45 Prozent. Bei AfD-Wählern hingegen herrscht deutliche Skepsis – nur sieben Prozent glauben an Merz` Führungsstärke, 91 Prozent äußern daran Zweifel.

Bei der Frage nach der politischen Durchsetzungskraft innerhalb der Regierung liegt die Union vorn. 50 Prozent der Befragten sehen sie als den dominierenden Koalitionspartner, während nur 27 Prozent der SPD diese Rolle zuschreiben. Besonders stark fällt diese Einschätzung bei Anhängern der Grünen (72 Prozent), der Linken (65 Prozent) und der CDU/CSU (63 Prozent) aus. SPD-Wähler sehen etwas häufiger die eigene Partei vorn (34 Prozent), AfD-Anhänger ebenso eher die SPD (47 Prozent).


Foto: Bundeskanzler Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Union unterstützt Abschaffung fremdsprachiger Bürgergeld-Broschüren

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Werbung für das Bürgergeld (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union hat die Entscheidung der Bundesagentur für Arbeit, künftig Broschüren rund um das Thema Bürgergeld nur noch auf Deutsch und in leichter Sprache zu formulieren, befürwortet.

Ottilie Klein (CDU), Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, sagte der „Welt“, wer bedürftig sei, solle in mehreren Sprachen Hilfe bekommen – vor Ort im Jobcenter. „Aber Online-Auftritte, die mehrsprachig für staatliche Sozialleistungen werben, sind etwas völlig anderes“, so Klein. „Das untergräbt das Vertrauen in unseren Sozialstaat und liefert Munition für populistische Stimmungsmache. Deutschland braucht mehr qualifizierte Zuwanderung – nicht mehr Einwanderung in den Sozialstaat.“

Die Linke hingegen kritisierte die Entscheidung: „Es gibt kaum etwas Sinnloseres, als den Zugang zu Informationen zu erschweren. In den vielerorts ohnehin schon überlasteten Ämtern wird das zu Missverständnissen und längeren Bearbeitungszeiten führen“, sagte die flucht- und innenpolitische Sprecherin Clara Bünger. Für Menschen, die wenig oder kein Deutsch verstünden, bedeute diese Entscheidung Schikane. „Sie wird aber sicher nicht dazu führen, dass Menschen massenhaft auf Bürgergeld verzichten oder gar aus Deutschland ausreisen, wie es sich Rassisten von der AfD erträumen“, so Bünger. Sie sagte weiter: „Dieses Einknicken vor rechter Stimmungsmache ist dumm und erbärmlich, sonst gar nichts.“

Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, kritisierte: „Die Jobcenter müssen in Arbeit, Aus- und Weiterbildung vermitteln, das ist Priorität Nummer eins.“ „Verständnisprobleme bringen niemanden in Arbeit“, monierte er. „Es sind dieselben Leute, die einerseits Menschen im Bürgergeld als faul beschimpfen und zugleich die Jobcenter daran hindern wollen, Menschen in Arbeit zu bringen. Das zeigt, wie verkommen die Debatte mittlerweile ist.“

Elena Weber, Referentin für Arbeitsmarktpolitik bei der Diakonie, forderte: „Auch Bezugsberechtigte, die wegen ihres Alters oder aus anderen Gründen keine automatisierten Übersetzungsdienste aus dem Internet benutzen können, müssen ihr Recht wahrnehmen können.“

Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, sagte: „Die Behauptung, dass Übersetzungen von Informationen und Rechtshinweisen eine ‚Einladung zum Sozialtourismus` seien, ist infam und falsch. In den Flyern wird im Gegenteil betont, dass Menschen mit ausländischem Wohnsitz und Asylbewerber in der Regel keinen Anspruch haben.“ „Der Nichtgebrauch sozialer Leistungen, nicht deren angeblicher Missbrauch, prägt die sozialstaatliche Realität“, so Rock weiter. „Bestehende Informationsangebote zu kappen, ist ein Bürokratieförderprogramm erster Klasse.“


Foto: Werbung für das Bürgergeld (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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