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Weltkriegsbombe in Berlin-Mitte – Evakuierung läuft an

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Polizeiabsperrung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Zentrum der Hauptstadt ist am Donnerstag eine Weltkriegsbombe entdeckt worden – noch am späten Abend lief die Evakuierung an.

Betroffen ist insbesondere der Bereich südlich der Museumsinsel („Fischerinsel“), aber auch das Wohngebiet zwischen Spreekanal und Heinrich-Heine-Straße sowie zwischen Spree und Rotem Rathaus.

Wie die Behörden kurz vor Mitternacht mitteilten, wurde der Blindgänger im Bereich der Mühlendammbrücke bei routinemäßigen Räumungsarbeiten in der Spree gefunden. Daher sei es „ab sofort notwendig“, innerhalb des Sperrbereiches alle Häuser und Gebäude zu evakuieren sowie die Straßen zu sperren. „Sie sind aufgefordert, diesen Bereich zu verlassen“, hieß es in der Warnmeldung.

Wer sich innerhalb des Sperrkreises aufhalte, begebe sich in Lebensgefahr. Die Sperrmaßnahmen könnten mehrere Stunden aufrecht erhalten werden. Eine Notunterkunft wurde im Rathaus Mitte in der Karl-Marx-Allee 31 eingerichtet.


Foto: Polizeiabsperrung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Champions League: Frankfurt gewinnt haushoch gegen Galatasaray

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Eintracht Frankfurt - Galatasaray Istanbul, via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Am ersten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase hat Eintracht Frankfurt gegen Galatasaray Istanbul mit 5:1 gewonnen und sich damit vorerst auf Platz eins der Tabelle gesetzt.

Die Partie begann begrenzt verheißungsvoll für die Frankfurter, die hoch standen und Galatasaray früh unter Druck setzten, dennoch ging Galatasaray in der achten Minute in Führung: Yunus Akgün nutzte einen Konter und zog aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, ließ Verteidiger Collins aussteigen und platzierte den Ball flach ins rechte Eck.

Frankfurt brauchte eine Weile, um sich zu sortieren und fand phasenweise gar nicht statt, erst in der 37. Minute gelang der Ausgleich: Bei einem Angriff der Eintracht sollte der Ball eigentlich zurückgespielt werden, doch Davinson Sánchez kam dazwischen und lenkte den Ball ins eigene Tor.

Damit war die Partie wieder offen, und die Frankfurter erhöhten den Druck. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit drehten die Hausherren das Spiel: Zunächst erzielte Can Uzun nach einer Flanke von Jonathan Burkardt und einem Pass von Ritsu Doan das 2:1, kurz darauf köpfte Jonathan Burkardt nach einem Freistoß von Farès Chaïbi aus dem rechten Halbfeld das 3:1 – beide Tore entstanden durch schnelle, präzise Kombinationen und gutes Stellungsspiel im Strafraum.

Auch nach der Halbzeitpause blieb Frankfurt die dominierende Mannschaft. In der 66. Minute erhöhte Burkardt auf 4:1, nachdem Ansgar Knauff einen Pass auf den Linksverteidiger Nathaniel Brown spielte, der den Ball in die Mitte brachte, wo Burkardt per Kopf traf, leicht abgefälscht von einem Gegenspieler. In der 75. Minute setzte Ansgar Knauff den Schlusspunkt zum 5:1, nachdem Elye Wahi mit einer Grätsche gegen Gabriel Sara den Ball eroberte und perfekt zu Knauff spielte, der am Torwart vorbeigehen und locker einschieben konnte.

Die Eintracht dominierte das Spiel über weite Strecken durch kontrolliertes Aufbauspiel, schnelle Flügelangriffe und konsequentes Pressing. Galatasaray kam nur selten gefährlich vor das Tor, und viele ihrer Angriffe wurden bereits im Mittelfeld gestoppt.


Foto: Eintracht Frankfurt – Galatasaray Istanbul, via dts Nachrichtenagentur

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Merz und Sánchez diskutieren in Madrid Haltung zu Israel

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Friedrich Merz und Pedro Sánchez am 18.09.2025, via dts NachrichtenagenturMadrid (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ringt auch bei seinem Antrittsbesuch in Spanien um den richtigen Umgang mit dem Vorgehen Israels im Gazastreifen.

Man sei sich mit der spanischen Regierung einig, dass man das Vorgehen Israels für „unverhältnismäßig“ halte, anders als Madrid spreche man aber nicht von „Völkermord“, sagte Merz am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz in Beisein des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Es sei „keine Überraschung“, dass man mit der spanischen Regierung unterschiedlicher Auffassung sei, „das hat natürlich auch etwas mit der deutschen Geschichte zu tun“, so der Bundeskanzler.

In Bezug auf mögliche Sanktionen gegen Israel und den von der EU-Kommission gemachten Vorschlag will Merz die nächsten Wochen noch nutzen, um erst einmal innerhalb der deutschen Regierung eine einheitliche Position zu finden. Eine Entscheidung werde dann wohl auf dem informellen EU-Rat am 1. Oktober in Kopenhagen fallen, so der Bundeskanzler.

Merz und Sánchez sprachen in Madrid nach den Worten des Bundeskanzlers auch über FCAS, das deutsch-französisch-spanische Programm zur Entwicklung eines fliegenden „Waffensystems der nächsten Generation“. Der Kanzler räumte ein, dass das Projekt ins Stocken geraten sei. „Es kann nicht so weitergehen wie gegenwärtig“, sagte Merz in Bezug auf den unter anderem seit Langem schwelenden Führungsstreit der beteiligten Unternehmen. Hier werde bis Ende des Jahres eine „Lösung“ herbeigeführt, damit das Projekt endlich realisiert werden könne. Ob Deutschland das Projekt mit Spanien auch ohne Frankreich fortführen würde, lies der Kanzler offen.


Foto: Friedrich Merz und Pedro Sánchez am 18.09.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Kulturstaatsminister würde Google gerne zerschlagen

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Wolfram Weimer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) fordert, Google kartellrechtlich aufzuteilen. „Am besten wäre es, wenn Google zerschlagen würde“, sagte er dem Nachrichtenmagazin Politico für einen Podcast, der am Freitag veröffentlicht wird.

„Wir müssen Google in allen Aktionsfeldern adressieren.“ Neben dem Kartellrecht hat er damit die Regulatorik auf europäischer Ebene im Blick. „Da ist die Europäische Union gut unterwegs, aber wir brauchen deutlich mehr“, sagte Weimer. Zudem will er Google im Steuerrecht schärfer angehen: „Die zahlen hier so gut wie keine Steuern und geben der Gesellschaft nichts zurück“, bemängelte er. Das sei gegenüber der Gesellschaft nicht gerecht. „Die verdienen hier Milliarde um Milliarde mit riesigen Margen und schleichen sich über Dublin raus.“

Weimers Aussagen sind brisant, weil US-Präsident Donald Trump die EU-Regulatorik für amerikanische Tech-Unternehmen im Zollkonflikt immer wieder hart kritisiert hat. Zuletzt hatte er gedroht, auf Produkte aus Ländern, die gegen US-Tech-Konzerne vorgehen, „erhebliche zusätzliche Zölle“ zu erheben.

Es gehe ihm nicht nur darum, ein Monopol zu zerschlagen, das aus seiner Machtstellung Profit schlagen wolle. „Sie verändern die mediale Landschaft und damit die demokratische Grundlage des Landes“, sagte Weimer. „Vom Lokalradio bis zum Fernsehsender und alle Printmedien – Google saugt alles ab und dadurch wird unsere freie Meinungsbildung bedroht.“

Von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten forderte Weimer deswegen, verstärkt mit privaten Medienunternehmen zusammenzuarbeiten. Durch sogenannte Embeddings sollten öffentlich-rechtliche Inhalte auch auf privaten Plattformen veröffentlicht werden können. „Da sperren sich die Öffentlich-Rechtlichen im Moment gegen und das finde ich falsch“, so Weimer. „Der eigentliche Wettbewerb ist woanders: das ist der mit Google.“


Foto: Wolfram Weimer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ernüchterung im Immobilienmarkt: Index zeigt verhaltene Stimmung

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ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Immobilienbranche in Deutschland zeigt sich nach der Sommerpause unerwartet ernüchtert. Eine aktuelle Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) offenbart eine wieder gedämpfte Stimmung unter den Immobilienmanagern.

„Die Aufbruchstimmung in der Branche nach dem Regierungswechsel ist bereits wieder verflogen, vielerorts macht sich Ernüchterung breit“, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte des IW und Mitautor der Studie, wie das „Handelsblatt“ in seiner Freitagausgabe schreibt. Die Umfrage, bei der 1.200 Immobilienunternehmen befragt wurden, zeigt, dass die Erwartungen um 4,1 Punkte auf 24,8 Punkte gesunken sind.

Die Mehrheit der befragten Unternehmen zeigt sich unzufrieden mit den bisherigen Reformbemühungen der Regierung, auch hinsichtlich des geplanten Wohnungsbau-Turbos, der von vielen als ineffektiv angesehen wird. Nur fünf Prozent der befragten Manager glauben, dass dieser das Potenzial hat, den Wohnungsmarkt zu entspannen. ZIA-Präsidentin Iris Schöberl kritisiert die Bundesregierung: „Es braucht einen echten Turbo und strukturelle Reformen – kein Klein-Klein.“


Foto: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bahn will für Sanierung viele Regionalstrecken sperren

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Bauarbeiten an der Bahnstrecke Halle (Saale) - Leipzig bei Kanena (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn (DB) will offenbar nicht nur viele Hauptstrecken, sondern auch zahlreiche regionale Schienennetze in großem Stil sanieren. Zu diesem Zweck sollen viele regionale Trassen wochen- oder gar monatelang gesperrt werden.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Freitagausgabe schreibt, hat die Schienennetzgesellschaft der Bahn, die DB Infrago, darüber bereits vor einem Monat in einer Präsentation mit dem Titel „Zentraler Bau-Informations-Dialog“ die Eisenbahnbranche informiert. Die Präsentation enthält die großen Baupläne für die Jahre 2028 und 2029. Darin sind auf zahlreichen Seiten in Netzkarten neben den Hauptstrecken auch die Regionalstrecken markiert, die auf diese Weise wieder in Ordnung gebracht werden sollen. Zahlreiche Trassen sind rot gefärbt. Rot steht für „Totalsperrung“.

Viele Fahrgäste müssen sich also auch hier darauf einstellen, dass keine oder weniger Züge fahren, und auf ersatzweise eingesetzte Busse umsteigen. Anders als mit solch drastischen Maßnahmen lasse sich das vielerorts marode Schienennetz nicht mehr sanieren, heißt es aus den Chefetagen des Staatsunternehmens Bahn. „Wir müssen durch das Tal der Tränen.“

Die Infrago erklärte auf Anfrage der SZ, eine „lange Totalsperrung über den gesamten Streckenabschnitt“ sei nicht bei allen großen Baustellen in den kommenden Jahren vorgesehen. Wegen des frühen Planungsstandes sei immer die gesamte Strecke genannt. Was man da aufgelistet habe, sei „nicht in Stein gemeißelt“. Man stimme sich eng mit den Zugbetreibern und anderen Betroffenen ab und werde die Pläne nach und nach verfeinern; dann folge ein überarbeitetes Bauprogramm. Es gebe noch Spielraum für Kompromisse. Totalsperre bedeute nicht automatisch, dass auf diesen Strecken gar kein Nahverkehr mehr möglich sei. Zum Beispiel könne man von links und rechts bis zur Baustelle fahren.

Die Bahn hatte im vergangenen Jahr mit der Strecke Frankfurt – Mannheim ihr neues Sanierungskonzept für das vielerorts marode Schienennetz eingeführt. Strecken werden nicht mehr im laufenden Betrieb saniert, sondern zu diesem Zweck gesperrt.

Derzeit fahren deshalb auf der Hauptstrecke zwischen Berlin und Hamburg keine Züge. Dieses Prinzip, das bis Mitte des nächsten Jahrzehnts bei 41 Hauptstrecken praktiziert werden soll, wird nunmehr großflächig auch auf regionale Netze übertragen; quer durch ganz Deutschland.

Die Bahn führt dafür gleich mehrere Gründe an: Neben den 41 besonders belasteten Strecken seien auch weitere Korridore im Flächennetz in einem sehr schlechten Zustand. Eine schrittweise Sanierung würde ewig dauern, so die Bahn, außerdem gäbe es dann immer wieder kleinteilige Einschränkungen. Besser sei es, das Ganze „einmal richtig“ zu machen.

In der Präsentation heißt es zudem, die „Bündelung von Bauarbeiten in Containern“ sorge letztlich für weniger Einschränkungen. Die frühzeitig festgelegten Bauphasen – „gefolgt von baufreien Zeiträumen“, wie die Bahn betont – würden mehr Planbarkeit für Kunden, stabilere Fahrpläne und letztlich „Ruhe im System“ sorgen.


Foto: Bauarbeiten an der Bahnstrecke Halle (Saale) – Leipzig bei Kanena (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax legt kräftig zu – Hoffen auf Zinssenkungen auch in Europa

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Donnerstag hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.674,5 Punkten berechnet, 1,35 Prozent höher als bei Vortagesschluss.

Wichtiger Treiber dürfte die am Vorabend verkündete Zinssenkung der US-Notenbank Fed sein, die nicht von allen Marktteilnehmern erwartet worden war. Außerdem gilt jetzt schon als ausgemacht, dass es auf den nächsten Fed-Sitzungen weitere Zinssenkungen geben wird. Dementsprechend starteten auch die US-Börsen am Nachmittag deutscher Zeit positiv in den Handel, wenn auch etwas verhaltener als in Deutschland.

Die Continental-Abspaltung Aumovio legte an ihrem ersten und vorerst einzigen Tag im Dax rechnerisch zehn Prozent zu und setzte sich damit an die Spitze der Kursliste, Conti selbst verlor dadurch technisch über 20 Prozent an Wert und war klares Schlusslicht. Continental-Aktionäre dürften es aber verschmerzen – sie erhalten am Donnerstag automatisch für je zwei ihrer Papiere zusätzlich eine Aumovio-Aktie. Schon am Freitag muss Aumovio, wie bei Abspaltungen üblich, wieder aus dem Dax raus.

Ansonsten performten am Donnerstag Papiere von SAP und Zalando besonders gut und legten über fünf Prozent zu, auch Commerzbank, Siemens Energy und Sartorius verbuchten über drei Prozent Wertsteigerung.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1777 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8491 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Trump will Luftwaffenstützpunkt in Afghanistan zurückbekommen

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Die Bagram Air Base im Oktober 2004 (Archiv), U.S. Air Force/Jennifer Lindsey via dts NachrichtenagenturLondon/Ellesborough (dts Nachrichtenagentur) – Die USA wollen ihren früheren Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan von den Taliban zurückbekommen. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Keir Starmer an, bei der es auch um zahlreiche weitere Themen ging.

Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan sei eine Katastrophe gewesen, man habe einen der größten Luftwaffenstützpunkte „für nichts“ weggegeben. Offensichtlich rechnet sich Trump gute Chancen für sein aktuelles Vorhaben aus. „Die Afghanen wollen was von uns“, sagte der US-Präsident. Der Grund für das Interesse an der Immobilie sei, dass sich der Standort „in der Nähe der Chinesen, wo sie ihre Atomwaffen herstellen“ befinde.

Der Militärflugplatz im Nordosten Afghanistans war in den 1950er Jahren mit sowjetischer Hilfe gebaut worden. Nach der Invasion im Jahr 2001 übernahmen die Amerikaner die schwer beschädigte Basis, mit der Beendigung des Afghanistaneinsatzes der US-Streitkräfte und ihrer Alliierten wurde der Stützpunkt am 9. Juli 2021 von US-Truppen wieder verlassen.


Foto: Die Bagram Air Base im Oktober 2004 (Archiv), U.S. Air Force/Jennifer Lindsey via dts Nachrichtenagentur

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Harald Schmidt schaltet sich in Fall Ruhs ein und kritisiert NDR

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NDR (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Late-Night-Talker Harald Schmidt kritisiert die Entscheidung des Norddeutschen Rundfunks (NDR), nicht mehr mit der Journalistin Julia Ruhs zusammenzuarbeiten.

„Cancelling? Wozu über Jimmy Kimmel reden, schauen wir doch lieber zum NDR“, sagte der 68-Jährige dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Beim Norddeutschen Rundfunk erledige „das Saubermachen die eigene Redaktion“, so Schmidt.

Er spielt damit auf die US-Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live“ an, die das TV-Network ABC gerade abgesetzt hat. Jimmy Kimmel hatte in seinen Sendungen am Montag und Dienstag der Maga-Bewegung von US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, politisches Kapital aus der Ermordung des rechten Influencers Charlie Kirk zu ziehen.

Julia Ruhs moderierte für den NDR und den Bayerischen Rundfunk (BR) mehrere Folgen des Formats „Klar“, das gesellschaftlich kontroverse Themen aufgreift. Dabei sorgte bereits die Auftaktsendung zum Thema Migration für Aufmerksamkeit – Ruhs hatte dort unter anderem über Gewalt im Zusammenhang mit Einwanderung berichtet.

Nun wurde bekannt, dass der NDR sie nicht mehr für die Moderation der Sendung einsetzen will. Die gebürtige Baden-Württembergerin und Autorin des Buches „Links-grüne Meinungsmacht – Die Spaltung unseres Landes“ bleibt aber Teil des Moderationsteams für die vom BR produzierten Folgen, wie beide Sender am Dienstag mitteilten.


Foto: NDR (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Artenvielfalt im Wald schützt nicht automatisch vor Dürre

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Waldweg (Archiv), via dts NachrichtenagenturFreiburg (dts Nachrichtenagentur) – Eine neue internationale Studie zeigt, dass eine hohe Baumartenvielfalt nicht zwangsläufig die Widerstandsfähigkeit von Wäldern gegenüber Dürreperioden erhöht. Das teilte die Universität Freiburg am Donnerstag mit. Forscher haben demnach das Wachstum von 1.600 Bäumen aus 68 Artenmischungen in Europa analysiert und festgestellt, dass die positiven Effekte einer großen Artenvielfalt bei langanhaltenden Dürreperioden ins Negative umschlagen können.

Die Studie, die in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass während einjähriger Dürreperioden eine höhere Artenvielfalt das Baumwachstum begünstigt. Bei längeren Dürrezeiten jedoch können die Effekte komplexer werden. In einigen Fällen fördert die Mischung der Baumarten die Dürretoleranz, während in anderen Fällen zusätzlicher Stress und Wettbewerb um Wasser entstehen.

Hernán Serrano-León, Erstautor der Studie, sagte, dass eine größere Baumartenvielfalt keine Universalempfehlung für klimaresiliente Wälder sein könne. „Angesichts zunehmend längerer und häufigerer Dürreperioden wird die Zusammensetzung – nicht nur die Anzahl – der Baumarten entscheidend für gesunde und resiliente Wälder sein“, fügte er hinzu.


Foto: Waldweg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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