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Gesamtmetall kritisiert Einigung auf Tariftreuegesetz

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Logo von ME Gesamtmetall (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat die Einigung der Koalitionsfraktionen zum Bundestariftreuegesetz scharf kritisiert.

„Dieses Gesetz ist völlig impraktikabel, es verlangsamt und verteuert Vergaben zulasten der Steuerzahler und ist nach den Erfahrungen mit den Landestariftreuegesetzen nicht annähernd geeignet, eine höhere Tarifbindung zu erreichen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Oliver Zander, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Es sei „eine organisierte Verantwortungslosigkeit der Koalition, jetzt in der längsten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik ein solches Gesetz zu verabschieden“.

Beim CDU-Parteitag am vergangenen Wochenende „wurde in beinahe jeder Rede zur Wirtschaftslage Bürokratieabbau gefordert und sogar ein zweijähriges Bürokratiemoratorium beschlossen“, sagte Zander. „Trotzdem soll in dieser Woche ein Bundestariftreuegesetz im Bundestag beschlossen werden, das alle Fehler des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes wiederholt: Misstrauen gegenüber der Wirtschaft, absurde bürokratische Verfahren, überbordende Berichtspflichten und neue Kontrollbehörden.“

Der Arbeitgeberverband hält das Gesetz für verfassungsrechtlich fragwürdig: Es diskriminiere Haustarifverträge und damit auch tarifvertragliche Regelungen für in Not geratene Unternehmen, so Zander. Zudem diskriminiere es inländische Firmen, weil sich ausländische Unternehmen nicht daran halten müssten, wenn sie im Ausland produzierten. Auch schaffe es unkalkulierbare Haftungsrisiken innerhalb der Lieferketten, behauptete der Verband.


Foto: Logo von ME Gesamtmetall (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Tim Walter wird neuer Cheftrainer von Holstein Kiel

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Holstein Kiel (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat Tim Walter als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 50-Jährige tritt die Nachfolge von Marcel Rapp an, teilte der Verein am Dienstag mit.

Von der Verpflichtung erhoffe man sich „neue Impulse in der aktuellen sportlichen Situation“. Für Walter ist es nach der Saison 2018/19 die zweite Amtszeit als KSV-Coach. Walter soll am Mittwoch erstmals das Mannschaftstraining leiten.

Die Kieler, die nach dem Bundesliga-Abstieg derzeit in der Zweitliga-Tabelle nur auf Platz 14 rangieren, hatten die Trennung von Rapp erst am Dienstagvormittag bekannt gegeben. Rapp hatte die „Störche“ über vier Jahre lang betreut und in der vorletzten Saison zum ersten Mal in die Bundesliga geführt.


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Allianz und Schwarz-Gruppe werden Investoren bei Scaleup-Europe-Fonds

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Allianz (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen/Neckarsulm (dts Nachrichtenagentur) – Zwei deutsche Konzerne beteiligen sich am Wachstumsfonds „Scaleup Europe“ der EU. Außer dem Versicherer und Vermögensverwalter Allianz investiert auch die Schwarz-Gruppe in den neu aufgesetzten Fonds, der Tech-Start-ups aus Europa Finanzierungsrunden in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro ermöglichen soll.

Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Die Allianz teilte auf Nachfrage mit, den Investitionsstau lösen und strategische Abhängigkeiten in Europa reduzieren zu wollen. Wie viel Geld die Allianz in den EU-Fonds investiert, ließ der Konzern offen.

Auch die Schwarz-Gruppe bestätigte, dass sie in den Fonds investieren möchte. „Wir haben unser grundsätzliches mögliches Interesse an einer Beteiligung im Scaleup-Fonds der EU bekundet“, sagte ein Schwarz-Sprecher.

Mit dem Scaleup-Fonds beteiligt sich die EU erstmals direkt an Start-ups. Ziel ist es, die Finanzierungssituation für Start-ups in der Wachstumsphase zu verbessern, also dann, wenn sie höhere dreistellige Millionenbeträge benötigen. Bislang finanziert die EU nur Runden bis zu 30 Millionen Euro. Insgesamt soll der Fonds ein Volumen von mindestens fünf Milliarden Euro umfassen.


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Großteil der AfD-Fraktion boykottiert Trauerfeier für Rita Süssmuth

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Trauerstaatsakt für Rita Süssmuth am 24.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Großteil der AfD-Fraktion ist dem Trauerstaatsakt für Rita Süssmuth im Bundestag am Dienstag ferngeblieben. Zwar war die erste Reihe unter anderem mit den Partei- und Fraktionschefs Alice Weidel und Tino Chrupalla besetzt, aber dahinter lichteten sich die Reihen dann schnell.

Insgesamt erschienen nur rund 30 von über 150 AfD-Abgeordneten -rund 80 Prozent waren nicht da. Die anderen Bundestagsfraktionen waren dagegen jeweils überwiegend vertreten.

Die CDU-Politikerin Süssmuth war von 1985 bis 1988 Familienministerin und von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages. Sie war am 1. Februar im Alter von 88 Jahren gestorben.


Foto: Trauerstaatsakt für Rita Süssmuth am 24.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Berichte: Holstein Kiel trennt sich von Trainer Rapp

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Marcel Rapp (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Zweitligist Holstein Kiel hat offenbar Cheftrainer Marcel Rapp mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend. Nach fünf Niederlagen in Folge in der 2. Bundesliga und dem Abrutschen auf Rang 14 zog der Verein die Reißleine. Das jüngste 1:3 gegen Karlsruhe war den Berichten zufolge der endgültige Auslöser für die Entscheidung. Auch Co-Trainer Alexander Hahn muss demnach den Verein verlassen.

Rapp, der über vier Jahre die Geschicke der Mannschaft leitete, äußerte sich gegenüber Sky Sport zu seinem Abschied. Holstein Kiel werde für ihn immer ein besonderer Verein bleiben, und er wünsche dem Klub nur das Beste. Er sei überzeugt, dass die sportlichen Herausforderungen gemeinsam hätten gemeistert werden können. Rapp ergänzte, dass er weiterhin große Lust habe, an der Seitenlinie zu arbeiten.

Die Kieler Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, zeitnah einen Nachfolger zu finden. Der neue Trainer wird gleich zu Beginn mit schwierigen Aufgaben konfrontiert: Am kommenden Samstag steht das Heimspiel gegen die SV Elversberg an, gefolgt von einer Partie gegen Darmstadt 98. Die Mannschaft befindet sich derzeit in einer kritischen Lage, da der Abstiegs-Relegationsrang nur einen Punkt entfernt ist.


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Verdi ruft bundesweit zu Streiks im ÖPNV auf

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Haltestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft für Freitag und Samstag zu bundesweiten Streiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf.

Verdi teilte am Dienstag mit, dass in zahlreichen kommunalen Nahverkehrsunternehmen am Freitag keine Busse und Bahnen fahren werden. In vielen Tarifbereichen soll der Streik auch auf den Samstag ausgeweitet werden.

Betroffen sind 150 öffentliche Verkehrsunternehmen und Busbetriebe in allen Bundesländern mit insgesamt rund 100.000 Beschäftigten. Verdi verhandelt hauptsächlich mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden über Arbeitsbedingungen, insbesondere über Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie über höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Regionen wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, sagte, dass die Verhandlungen insgesamt kaum Fortschritte machten, obwohl es in einigen Bereichen bereits vier Runden gegeben habe. Sie ergänzte, dass die Belastungen im Fahrdienst viel zu hoch seien und das Personalproblem sich weiter verschärfe. Die Gewerkschaft erwartet an den Streiktagen ähnliche Auswirkungen wie beim ersten bundesweiten Streiktag am 2. Februar, als der Verkehr in mehr als 100 Unternehmen für 24 Stunden vollständig zum Erliegen kam.


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Dax startet im Minus – Vorsicht dominiert

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstagmorgen schwächer in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.935 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Derzeit fällt es den Anlegern schwer, sich ein richtiges Bild über die Gesamtsituation an den Finanzmärkten zu machen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Ihre Handelsaktivitäten gleichen deshalb einem Vortasten und vorsichtigen Positionieren in den defensiven Branchen. Neben bekannten Themen wie dem Zollstreit, dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran und den konjunkturellen Entwicklungen flammen immer wieder die Sorgen über massive disruptive Auswirkungen der KI-Technologie in einzelnen Sektoren auf.“

„So gab es gestern in New York erneut starke Verkäufe bei etlichen Software- und Cybersicherheitsunternehmen. Die Investoren können derzeit kaum abschätzen, wie groß der Einfluss auf das operative Geschäft sein wird und welche Gewinneinbußen dadurch zu erwarten sind. Das Thema bleibt weiterhin ein Belastungsthema und rüttelt an einem der bisherigen Stützpfeiler des Bullenmarktes an der Wall Street.“

„In Asien lag der Fokus auf den Handelsaktivitäten in Japan und China nach den Feiertagen. Insgesamt ließen sich die Investoren dort nicht aus der Ruhe bringen und verhalfen den Indizes zu Gewinnen. Die Dynamik dürfte sich jedoch nur begrenzt auf den europäischen Handel übertragen, da die Abhängigkeit von den US-Finanzmärkten höher ist.“

Nach den Kursabschlägen bei den zyklischen Automotive-Unternehmen zeigten sich zum Handelsbeginn einige Schnäppchenjäger und kauften selektiv die Aktien von VW, Mercedes-Benz und BMW. „Die Zahlen von Fresenius Medical Care kamen nicht besonders gut an und werden mit einem Kursabschlag quittiert. Die Jahreszahlen lagen durch Einsparungen über den Erwartungen der Analysten, jedoch bleibt der Ausblick verhalten“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1790 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8482 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Morgen wurden für eine Feinunze 5.172 US-Dollar gezahlt (-1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 141,04 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 71,49 US-Dollar, das waren 38 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Anteil ausländischer Ärzte deutlich gestiegen

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Ärzte (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärzte. In der Human- und Zahnmedizin ist ihr Anteil in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, hatten 13 Prozent oder 64.000 Ärzte im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es noch 7 Prozent oder 30.000. Zum Vergleich: Bei den Erwerbstätigen insgesamt lag der Anteil jener mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2024 bei 15 Prozent (2014: 9 Prozent). Von den ausländischen Ärzten im Jahr 2024 war knapp die Hälfte (49 Prozent) jünger als 35 Jahre, unter den deutschen Ärzten waren es 18 Prozent.

Dass vor allem in den vergangenen zehn Jahren viele Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind, zeigt sich auch mit Blick auf die Einwanderungsgeschichte der Erwerbstätigen. In der Human- und Zahnmedizin arbeiteten 2024 insgesamt 121.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärzte, das war knapp ein Viertel (24 Prozent) der gesamten Ärzteschaft. Ein Teil der zugewanderten Ärzte besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft, wie die oben angeführten Zahlen zur Staatsangehörigkeit dieser Berufsgruppe zeigen. 51.000 oder 42 Prozent der zugewanderten Ärzte waren weniger als zehn Jahre in Deutschland. Dabei kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Zugewanderten in der Human- und Zahnmedizin ihre Ausbildung bereits vollständig im Ausland abgeschlossen hatten.

Neben dem Medizinstudium und der Approbation hierzulande können auch im Ausland erworbene Abschlüsse mit voller Gleichwertigkeit anerkannt werden. Im Jahr 2024 waren Ärzte nach Pflegefachfrauen und -männern die Berufsgruppe mit den zweitmeisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse. Rund 7.000 Ärzte mit ausländischem Abschluss erhielten die Anerkennung mit voller Gleichwertigkeit in Deutschland. Darunter waren 21 Prozent oder gut 1.400 Deutsche, gefolgt von 11 Prozent oder knapp 800 Syrern. Zahnärzte lagen auf Rang 7 der Berufe mit den meisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse. Im Jahr 2024 wurden in der Zahnmedizin knapp 700 ausländische Abschlüsse als voll gleichwertig anerkannt. Die meisten Anerkennungen erhielten auch hier deutsche Zahnärzte (46 Prozent oder rund 300), gefolgt von syrischen (12 Prozent oder rund 100).

Die Daten über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zeigen, dass viele Medizinstudierende aus Deutschland den Umweg über ein Studium im Ausland wählen – oft um die Zulassungsbeschränkungen des Studienfachs hierzulande zu umgehen. Nach den aktuellsten Daten zu deutschen Medizinstudierenden im Ausland studierten im Berichtsjahr 2023 in Österreich rund 2.600 deutsche Studierende Humanmedizin, in Ungarn waren es 2024 knapp 1.900. Auch in der Zahnmedizin zog es die meisten deutschen Auslandsstudierenden nach Österreich (500) und Ungarn (300).

In Deutschland ist die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester in der Humanmedizin in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen. Im Wintersemester 2024/2025 begannen 15.900 Studierende ein Studium der Humanmedizin. Das waren 30 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor (Wintersemester 2014/2015: 12.200). In der Zahnmedizin hat sich die Zahl der Studienanfänger in den vergangenen Jahren kaum verändert und lag im Wintersemester 2024/2025 mit knapp 2.000 Studierenden lediglich um 1 Prozent über der im Wintersemester 2014/2015. Zum Vergleich: Die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester ist über alle Fächergruppen hinweg im selben Zeitraum um 3 Prozent gesunken auf 651.000 im Wintersemester 2024/2025.

Ein großer Teil der Ärzte in Deutschland dürfte in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden: Im Jahr 2024 waren 31 Prozent der Ärzte in der Human- und Zahnmedizin 55 Jahre und älter. Der Anteil dieser Altersgruppe lag damit über dem bei allen Erwerbstätigen (27 Prozent). Insgesamt ist die Zahl der Ärzte in der Human- und Zahnmedizin binnen zehn Jahren zwar um gut ein Fünftel (21 Prozent) auf 497.000 im Jahr 2024 gestiegen. Doch auch der Anteil der Altersgruppe 55plus hat bei den Ärzten zugenommen: Zehn Jahre zuvor hatte er in der Human- und Zahnmedizin noch bei 29 Prozent gelegen. Dagegen ist der Anteil der Mediziner im mittleren Alter gesunken: 47 Prozent waren 35 bis 54 Jahre alt, 2014 waren es noch 52 Prozent. Der Anteil junger Berufskollegen unter 35 Jahren ist leicht gestiegen und lag zuletzt bei 22 Prozent (2014: 19 Prozent). Einen großen Anteil daran haben die ausländischen Ärzte: Von ihnen war im Jahr 2024 knapp die Hälfte (49 Prozent) jünger als 35 Jahre.

Die Arbeitszeiten von Ärzten in der Human- und Zahnmedizin sind in den vergangenen zehn Jahren im Vergleich zu den Erwerbstätigen insgesamt überdurchschnittlich stark gesunken. Ein Grund für diese Entwicklung ist der gestiegene Anteil der Teilzeitarbeit. Arbeiteten 2014 noch 15 Prozent der Ärzte in Teilzeit, waren es 2024 bereits 28 Prozent. Bei den Erwerbstätigen insgesamt stieg der Anteil im selben Zeitraum von 28 Prozent auf 31 Prozent.

Dennoch zählen Ärzte nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten. 2024 leisteten sie normalerweise im Durchschnitt 40,3 Stunden pro Woche (46,0 Stunden in Vollzeit, 25,6 Stunden in Teilzeit). Das waren rund sechs Stunden pro Woche mehr als bei Erwerbstätigen insgesamt, die durchschnittlich 34,4 Stunden pro Woche arbeiteten (40,3 Stunden in Vollzeit, 20,9 Stunden in Teilzeit).

Innerhalb der Human- und Zahnmedizin unterscheiden sich die Arbeitszeiten je nach Fachrichtung teils erheblich. In der Chirurgie arbeiteten Fachärzte in Vollzeit im Schnitt 49,7 Stunden pro Woche und damit rund sechseinhalb Stunden mehr als Zahnärzte und Kieferorthopäden (43,1 Wochenstunden in Vollzeit), so Destatis.


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Deutsche Telekom baut KI-Assistenten in Telefonate ein

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Frau mit Telefon am Ohr, via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Telekom will Künstliche Intelligenz bald direkt in ihr Mobilfunknetz integrieren und damit den Zugang zu Angeboten wie KI-Chatbots oder Echtzeitübersetzungen für viele Nutzer einfacher ermöglichen. Das kündigte Vorstandsmitglied Abdu Mudesir, der für die Technologiestrategie des Konzerns zuständig ist, in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an.

Der KI-Assistent der Telekom, der offiziell auf der Mobilfunkmesse MWC kommende Woche in Barcelona vorgestellt wird, klinkt sich, sobald er mit dem Stichwort „Hey Magenta“ aufgerufen wird, in Telefongespräche ein und beantwortet live Fragen. Der Zugang soll auch mit einfachen Geräten, wie Tastaturhandys, möglich sein; ein teures Smartphone wird nicht benötigt. „Unser KI-Assistent agiert als vertrauensvoller Partner für alle Kunden“, sagte Mudesir. Er soll noch weitere Fähigkeiten besitzen, wie Liveübersetzungen, Protokollieren und Kalenderführen.

Mit der Ankündigung greift die Telekom auch US-Technologiekonzerne an, die ihre KI-Agenten bislang unter anderem auf App-Basis betreiben. Der deutsche Netzbetreiber versucht nun, den Technologieunternehmen auf ihrem eigenen Feld Konkurrenz zu machen. „Wir sind nicht mehr nur ein Telekommunikationsunternehmen, sondern eine Techfirma“, sagte Mudesir. „Wir haben das klare Ziel, auch im Feld rund um KI eine führende Rolle zu spielen als deutsches Unternehmen.“


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Weimarer Dreieck an Putin: Europa hat einen langen Atem

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Wladimir Putin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Paris/Warschau (dts Nachrichtenagentur) – Die Außenminister der Länder Deutschland, Frankreich und Polen, die gemeinsam das sogenannte Weimarer Dreieck bilden, haben zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ihren bisherigen Kurs bekräftigt.

In einem gemeinsamen Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstag) schreiben Johann Wadephul, Jean-Noël Barrot und Radosław Sikorski: „Wir müssen zu einem Frieden kommen, der dauerhaft und gerecht ist. Die Ukraine wird diesen Frieden nur aus einer Position der Stärke heraus erreichen können.“ Deshalb bleibe der Unterstützungswille Europas unerschütterlich. „Und deshalb werden wir den Druck auf Russland immer weiter erhöhen.“

Konkret sollen die russischen Vermögenswerte in Milliardenhöhe eingefroren bleiben, schrieben die drei Minister. Sie bekräftigen die Unterstützung für einen EU-Beitritt der Ukraine und fordern ein Sondertribunal, „um Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen“.

Wadephul, Barrot und Sikorski verweisen darauf, dass Europa sich besser auf die Bedrohung eingestellt habe. Im FAZ-Gastbeitrag heißt es dazu: „Nach vier Jahren Krieg ist nicht nur die Ukraine ein anderes Land. Auch Europa ist anders als zuvor. Es ist ein stärkeres, ein resilienteres Europa. Ein Europa, das den Wert der Freiheit kennt. Und bereit ist, dafür einzustehen.“


Foto: Wladimir Putin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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