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Die Inflation sinkt, doch die Zinsen bleiben oben

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Nachdem sie Ende 2022 noch verhalten war, wird die Wirtschaftsprognose von Steven Bell immer optimistischer: „Angesichts der fallenden Erdgaspreise haben sich die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich und in Europa deutlich verbessert“, so der Ökonom. Gleichzeitig dürfte die niedrigere Inflation das Vertrauen der europäischen Verbraucher stärken und sie dazu bewegen, ihr während der Covid-Krise angespartes Kapital endlich auszugeben.

„Denn die Aussicht auf explodierende Energiepreise hat den europäischen Verbrauchern dermaßen Angst eingejagt, dass sie ihr Sparverhalten noch steigerten – im Gegensatz zu den zuversichtlicheren US-Konsumenten, die ihre ‚Covid-Sparschweine‘ viel eher geleert haben“, betont Bell.

Inflation fällt auf 3 Prozent

Laut dem Volkswirt von Columbia Threadneedle Investments wird die Inflation im Vereinigten Königreich und in Europa bis Jahresende auf ungefähr 3 % fallen. Besonders für das Vereinigte Königreich dürften die Auswirkungen dieser Entwicklung erheblich sein: „Wir erwarten, dass Finanzminister Jeremy Hunt die für April angesetzte Erhöhung der Energiepreisobergrenze auf 3.000 Pfund zurücknimmt, und selbst die derzeitige Preisobergrenze von 2.500 Pfund dürfte ab Juli ihre Verbindlichkeit verlieren“, so Bell.

Denn die tatsächlichen Preise könnten sich auf 2.000 Pfund einpendeln – ein Betrag, der zwar viel höher ist als vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, jedoch viel niedriger ausfällt, als ursprünglich befürchtet. Grund ist neben dem mildem Wetter auch die günstige Dynamik von Angebot und Nachfrage. Diese hat dazu geführt, dass sich auch die Gaspreise für den nächsten Winter sowohl in Europa als auch im Vereinigten Königreich seit Anfang Dezember halbiert haben.

Dies komme auch den Haushaltsdefiziten zugute. „Deutschland hat für sein Energiepreissystem sagenhafte 200 Milliarden Euro – 5 % seines Bruttoinlandsprodukts – bereitgestellt, dürfte aber nur einen Bruchteil davon ausgeben“, so Bell. Dank der sehr erfolgreichen nationalen Kampagne zur Senkung des Strom- und Gasverbrauchs um 20 % habe die Nachfrage in Deutschland stark nachgelassen. Als größter europäischer Markt habe das Land so die Preise für alle gedrückt.

Zinsen bleiben hoch

Bedeutet eine niedrigere Inflation auch niedrigere Zinsen? „Leider nein“, sagt der Ökonom Bell. „Da die Auswirkungen der steigenden Energiepreise nachlassen, wird im Umkehrschluss die Lohninflation stärker – und die Bank of England und die Europäische Zentralbank müssen die Geldpolitik straff halten.“ Es sei zwar möglich, dass die Rezession auf dem britischen Immobilienmarkt zu höherer Arbeitslosigkeit führt und der britischen Notenbank die Arbeit abnimmt.

„Aber ich denke, dass die Abschwächung der Krise bei den Lebenshaltungskosten dies ausgleichen wird“, so Bell. Die Lohninflation, die in Europa relativ niedrig war, hat sich in letzter Zeit deutlich beschleunigt. Zwar seien auch die Hypothekenzinsen im Euroraum gestiegen, jedoch wirken sie sich hier bei weitem nicht so dramatisch aus wie im Vereinigten Königreich.

Auch die verbesserten Aussichten für das globale Wachstum kommen Europa zugute – und diese sind besser als erwartet. „Ich dachte, die USA wären inzwischen in der Rezession, aber die jüngsten Daten zu Verbraucherausgaben und Beschäftigung waren bemerkenswert gut“, räumt Bell ein. Auch China genieße die Auswirkungen der Lockerungen seiner Covid-Lockdowns. „Erwarten Sie Schlangen chinesischer Touristen vor den Luxusgeschäften wie Louis Vuitton in Paris und mehr amerikanische Akzente auf den Golfplätzen in Schottland“, witzelt der Volkswirt.

Bild Foto Steven Bell, Chefvolkswirt EMEA bei Columbia Threadneedle Foto: Columbia Threadneedle Investments

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

Der anhaltende Krieg wirkt sich weiterhin auf die Wirtschaft und die Energiemärkte aus

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Russland-Ukraine-Krieg – ein Jahr später

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich zum bedeutendsten Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Die daraus resultierende humanitäre Krise ist nach wie vor sehr besorgniserregend, da das Leben der Menschen in der Ukraine massiv gestört ist. Die Invasion selbst war der Katalysator für erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Marktverwerfungen in Europa und darüber hinaus. Da der Konflikt nun in sein zweites Jahr geht, untersuchen wir seine Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Ukraine, Russlands und Europas sowie die Folgen für Energie und andere Rohstoffe.

Ukraine – Wirtschaftlicher Tribut macht tiefgreifenden Schuldenschnitt wahrscheinlicher
Die vom Krieg gezeichnete ukrainische Wirtschaft steht noch immer vor großen Herausforderungen. Schätzungen zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um mehr als 30 % geschrumpft sein. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Infrastruktur und der Energieknappheit erwarten wir, dass die Wirtschaftstätigkeit in diesem Jahr erneut zurückgeht, wenn auch mit einer niedrigen einstelligen Rate. Obwohl das Haushaltsdefizit voraussichtlich hoch bleiben wird, ist eine starke externe Unterstützung durch westliche Regierungen und den Internationalen Währungsfonds wahrscheinlich. Dies dürfte dazu beitragen, die Finanzierungslücke zu schließen, was wiederum dazu beitragen dürfte, die Abhängigkeit von der monetären Finanzierung im Jahr 2023 zu verringern.

Angesichts des immensen Drucks, der auf der Ukraine lastet, haben sich die externen Gläubiger im August auf einen zweijährigen Zahlungsstopp für die Staatsschulden des Landes geeinigt, was unserer Meinung nach der erste Schritt der Umstrukturierung sein dürfte, wobei ein tieferer Schuldenschnitt wahrscheinlich ist. Der Umfang dieses Schuldenschnitts lässt sich nur schwer vorhersagen, da er von der Lage der ukrainischen Wirtschaft zum Zeitpunkt der Vereinbarung der Umstrukturierung abhängt.

Es wird auch eine politische Entscheidung darüber zu treffen sein, in welchem Umfang sich die privaten Gläubiger an den Baukosten beteiligen sollen. Die Schäden an der Infrastruktur sind bisher enorm. Wenn der Krieg schließlich zu Ende ist, wird das Ausmaß der Wiederaufbau- und Wiederherstellungsmaßnahmen wahrscheinlich alles in den Schatten stellen, was Europa seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat.

Russland – Sanktionen beginnen weh zu tun
Die tiefgreifenden und weitreichenden Sanktionen haben die russische Wirtschaft erheblich geschwächt und für 2022 wird ein Rückgang von etwa 3 % erwartet. In diesem Jahr erwarten wir eine weitere Abschwächung, und wir gehen davon aus, dass sich die russische Wirtschaft auf lange Sicht auf einem deutlich niedrigeren Wachstumsniveau einpendeln wird. Der Iran bietet sich hier als Vergleich an, da er mit ähnlich schweren Sanktionen der USA konfrontiert war, die dazu führten, dass das nominale BIP von rund 644 Mrd. USD im Jahr 2012 auf schätzungsweise 240 Mrd. USD im Jahr 2020 schrumpfte.

Dies verdeutlicht, wie schmerzhaft Sanktionen sein können, wenn sie über einen längeren Zeitraum verhängt werden. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass es für Russland als großen Exporteur von Öl und Gas schwieriger sein wird, seine Wirtschaft vom Rest der Welt abzuschotten.

Europa – Energiekrise abgewendet, aber Herausforderungen liegen noch bevor
Die Wirtschaft der Eurozone ist geschwächt, aber nicht so stark wie unmittelbar nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine befürchtet. Eine Energiekrise konnte bisher vermieden werden, da es den europäischen Ländern weitestgehend gelungen ist, ihre Gasspeicher vor dem Winter zu füllen. In Verbindung mit dem milden Winter hat dies dazu beigetragen, dass die Großhandelspreise für Gas gegenüber ihren Höchstständen von 2022 deutlich gesunken sind.

Auch wenn dies ermutigend ist, bleibt die Abkehr Europas vom russischen Gas bis 2023 und darüber hinaus eine große Herausforderung, so dass es ein Fehler wäre anzunehmen, die Energiekrise sei vorbei. In vielerlei Hinsicht fängt sie gerade erst an.

Die europäische Gasinfrastruktur ist darauf ausgelegt, Importe aus Russland über Pipelines aufzunehmen, und es erfordert Zeit und Geld, dies umzustellen. Die Einfuhr von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA und Katar bietet eine potenzielle Alternative, aber es ist unwahrscheinlich, dass das Angebot ausreicht, um den europäischen Bedarf über einen kurzen Zeitraum hinaus zu decken. Zudem gibt es in Europa nur begrenzte Kapazitäten für die Verarbeitung von LNG-Importen und obwohl der Bau neuer Verarbeitungsinfrastrukturen geplant ist, wird es wahrscheinlich mehrere Jahre dauern, bis diese fertiggestellt sind.

Langfristig werden erneuerbare Energieträger die russischen Importe als Hauptlieferanten für den europäischen Energiebedarf ablösen, aber es wird viele Jahre dauern, bis die dafür erforderliche Infrastruktur aufgebaut ist. Vor diesem Hintergrund sind wir der Ansicht, dass die europäischen Länder wahrscheinlich weiterhin vor der Herausforderung stehen werden, genügend fossile Brennstoffe zu erhalten, um die Nachfrage im Winter 2023 bis 2024 und darüber hinaus zu decken. Dies könnte zu höheren Preisen führen, was die Regierungen wahrscheinlich dazu zwingen wird, die Energierechnungen weiterhin zu subventionieren. Wir sind der Meinung, dass dies das Wachstum belasten und den Euroraum möglicherweise noch in diesem Jahr in eine Rezession stürzen könnte, zumal die Europäische Zentralbank voraussichtlich bald mit der quantitativen Straffung beginnen wird.

Rohstoffe – Getreidepreise haben sich entspannt, aber die Risiken bleiben bestehen
Wie auch bei anderen Rohstoffen haben sich die Getreidepreise dank der Rekordernte und des zwischen der Ukraine und Russland geschlossenen Getreideabkommens von ihren Höchstständen erholt. Dies könnte jedoch nur eine kurzfristige Erleichterung sein, da die Vereinbarung im März verlängert werden muss. Sollte das Abkommen nicht verlängert werden, könnte dies zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise führen, was wiederum die Länder mit niedrigem Einkommen unter Druck setzen könnte.

Darüber hinaus sind die ukrainischen Landwirte, die für die aufstrebenden Märkte ein wichtiger Lieferant von Weizen und anderen Getreidesorten sind, seit Ausbruch des Krieges schwer getroffen worden und ihre Produktion wird wahrscheinlich erheblich zurückgehen. Zusammengenommen unterstreichen diese Faktoren – und der zusätzliche Preisdruck, der sich aus der geringeren Verfügbarkeit und den höheren Preisen für Düngemittel ergibt – wie prekär die Lage ist und verstärken die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch einige Zeit in einer Welt mit angespannten Rohstoffmärkten leben werden.

Diese Knappheit schafft potenzielle wirtschaftliche Herausforderungen und Gegenwind für das globale Wachstum. Während des gesamten Jahres 2022 war das Wachstum eher schleppend, was den Nachfragedruck von den Rohstoffpreisen nahm. Doch wenn sich die Weltwirtschaft schließlich erholt, wird auch die Nachfrage nach Rohstoffen steigen und die Preise werden infolgedessen wahrscheinlich ebenfalls ansteigen. Dies könnte sich in einer höheren Inflation niederschlagen, die die Kaufkraft der privaten Haushalte schwächen und das Wachstum beeinträchtigen könnte. Obwohl sich die Finanzmärkte anscheinend mit diesem Krieg abgefunden haben, dürfte der anhaltende Gegenwind für das Wachstum fortbestehen.

Foto von Razan Nasser (Quelle: T. Rowe Price).

Quelle TE Communications GmbH

Spectrum Markets erzielt 2022 Rekordumsatz von 3,33 Mrd. Euro im Orderbuch

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Spectrum Markets („Spectrum“), der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate mit Sitz in Frankfurt, hat für das Jahr 2022 erneut ein Rekordwachstum bekanntgegeben.

Demnach stieg das Handelsvolumen um 68 % auf 1,42 Mrd. verbriefte Derivate, verglichen mit 848 Mio. im Vorjahr. Dieses Volumen verteilte sich auf rund 3,5 Millionen Transaktionen. 38 % davon wurden außerhalb der traditionellen Handelszeiten zwischen 17:30 und 9:00 Uhr MEZ durchgeführt. Der Wert des Orderbuchumsatzes entsprach 3,33 Mrd. Euro und liegt damit um 147 % über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Im dritten vollen Kalenderjahr seiner Geschäftstätigkeit konnte das Unternehmen mehrere wichtige Meilensteine erreichen. Dazu zählt, dass Spectrum als erster regulierter Handelsplatz in Europa das Handeln verbriefter Derivate auf Kryptowährungen anbietet, und zwar 24 Stunden täglich von montags bis freitags.

Zudem konnte Spectrum wichtige Partnerschaften für die Infrastruktur, darunter die mit dem italienischen Finanzinfrastrukturentwickler SIA (Teil der Nexi Group) sowie mit Euronext Securities Milan, dem zentralen italienischen Wertpapierverwahrer, schließen. Darüber hinaus haben sich mit Equita und Intermonte zwei unabhängige italienische Investmentbanken als direkte Mitglieder an den Handelsplatz angeschlossen.

Mit der französischen Société Générale gewann Spectrum einen neuen Emittenten von börsennotierten verbrieften Derivaten für den Vertrieb in Spanien und den nordischen Ländern hinzu. Ebenfalls angebunden werden konnte iBroker, der führende spanische Online-Multiproduktmakler mit Spezialisierung auf Derivate. Damit haben Privatanleger in Spanien und Italien die Möglichkeit, über einen regulierten Handelsplatz Hebelzertifikate 24 Stunden an 5 Tagen zu handeln.

Diese Partnerschaften untermauern die erfolgreiche Idee des ersten integrierten, paneuropäischen Ansatzes und unterstützen den Wachstumskurs des Unternehmens, indem sie neue Quellen für das Handelsvolumen erschließen und Spectrums Plug-and-Play-Handelsinfrastruktur in ganz Europa stärken. Die Erschließung von weiterem, grenzüberschreitendem Ordervolumen ist auch ein zusätzlicher Schub für die bereits sehr hohe Liquidität des Handelsplatzes.

„Die letzten 12 Monate waren sehr erfolgreich für uns. Wir haben große Fortschritte bei unseren Wachstumsplänen gemacht und ein neues Rekordjahr erzielt, was ein Beweis für die harte Arbeit des gesamten Spectrum-Teams und die kontinuierliche Unterstützung unserer Partner und Mitglieder ist“, erklärt Nicky Maan, CEO von Spectrum Markets.

„Wir konnten im vergangenen Jahr einige große Projekte erfolgreich abschließen. In diesem Jahr wird es darum gehen, unseren Handelsplatz weiterzuentwickeln, indem wir die Konnektivitätsoptionen und die Handelsinfrastruktur noch weiter verbessern und ausbauen, mehr Mitglieder am Handelsplatz willkommen heißen und neue Produktmöglichkeiten eruieren“, fügt Maan hinzu.

Im Jahr 2022 entfielen 86,9 % der gehandelten verbrieften Derivate auf Indizes, 6,8 % auf Währungspaare, 5 % auf Rohstoffe, 1,1 % auf Aktien und 0,2 % auf Kryptowährungen, die im Mai 2022 eingeführt wurden. Die meistgehandelten Basiswerte im vergangenen Jahr waren der DAX 40 (26,7 %), der S&P 500 (22,4 %) und der NASDAQ 100 (14,4 %).

Bild Foto von Nicky Maan (Quelle: Spectrum Markets)

Quelle TE Communications GmbH

Google könnte Führung bei KI übernehmen

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Die schlechten Zahlen der des letzten Quartalsberichte von Tech-Größen wie Alphabet (Google) oder Apple entsprachen ziemlich genau den Erwartungen der Marktteilnehmer. Im Kerngeschäft fielen sie jedoch etwas besser aus, was zu einigen Prozentpunkten positivem Wachstum führte bedeutete.

Diese Entwicklung ist derzeit eher zyklischer als struktureller Natur. Allerdings ist zu bedenken, dass auch die FAANG-Unternehmen nicht dauerhaft um 30-40 % wachsen können. Aber ein Wachstum auf dem aktuellen Niveau würde aus unserer Sicht eine gute Perspektive bedeuten.

Wir gehen davon aus, dass beispielsweise die Ergebnisse von Google im ersten Quartal ähnlich ausfallen werden wie die Ergebnisse in Q4/22. Die Umsetzung der Kostensenkungsstrategie dürfte etwas länger dauern als bei Meta, so dass sich dies erst später in den Finanzergebnissen niederschlagen wird. Was Apple betrifft, so hatte das Unternehmen am 22. Dezember in China aufgrund von Covid-19 Produktionsprobleme, die sich auf Q4/22 auswirkten, und die Schätzungen wurden entsprechend nach unten korrigiert.

So gingen die iPhone-Verkäufe, die 50 % des Geschäfts ausmachen, im Dezember um 8 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Rückgang der iPhone-Verkäufe in Verbindung mit dem schwächeren iPad- und Mac-Absatz führte zu einer Senkung der Schätzungen für das Gesamtjahr um 5 %. Apple ist die teuerste Aktie unter den FAANG-Unternehmen und weist das geringste Wachstum auf.

Die großen Technologieunternehmen wie Google, Meta, Amazon & Co. gehörten zu den großen Gewinnern der Corona-Krise, haben aber im Zuge der Rotation von Growth zu Value deutlich an Boden verloren. Jetzt normalisiert sich die Lage wieder und einige dieser Aktien sind geradezu spottbillig. Wir befinden uns in einer sehr interessanten Situation, weil diese Unternehmen massiv in das Metaverse, aber auch in die künstliche Intelligenz investieren. Meta zum Beispiel, das ehemalige Facebook, könnte sich vor diesem Hintergrund zu einer erstklassigen Aktie entwickeln. Meta hat 30 Milliarden Dollar in diese Technologie investiert.

KI bringt generell einen Mehrwert für die gesamte Technologie- und IT-Branche, da Arbeitsschritte effizienter durchgeführt werden können. Diese Art des technologischen Wandels findet in jeder Generation statt, was erklärt, warum der Technologiesektor langfristig am besten abschneidet. Diese Entwicklung ist insbesondere für Microsoft positiv, da es die offene KI oder Chat-GPT in seinen anderen Produkten nutzen kann, was einen Wendepunkt in der Codierungsumgebung für die Microsoft Office-Anwendungen (Word, PowerPoint, Excel usw.) darstellen wird.

Diese könnten dadurch wettbewerbsfähiger werden oder sogar Preiserhöhungen durchsetzen. Google könnte auf diesem Markt die Führung übernehmen, da das Unternehmen im Bereich der offenen KI weit voraus ist und seit langem unter Druck steht, diese Technologie weiterzuentwickeln. Kürzlich wurde ihr Neuzugang namens „BARD“ angekündigt. Während Microsoft seine Produktpalette mit ChatGPT erweitert, muss Google seine Geschäftsstrategie überdenken, da „BARD“ eine Bedrohung für Googles eigene Suchmaschine werden könnte, deren Haupteinnahmequelle Werbung ist.

Das derzeit am schnellsten wachsende Unternehmen ist Microsoft. Das Wachstum liegt bei ca. 7% und wir erwarten ein ähnliches Wachstum im nächsten Quartal. Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 etwas teuer, hat aber eine zyklische Komponente in ihrem Geschäft, die vor allem von der Verbraucherseite geprägt ist.

Generell gelten Technologieunternehmen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als relativ widerstandsfähig, da Technologie und Innovation unabhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage gefragt sind. Darüber hinaus verfügen viele Technologieunternehmen über starke Bilanzen und solide Liquiditätsreserven, die ihnen helfen können, wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern.

Einige Technologieunternehmen sind jedoch anfälliger für höhere Zinsen und eine schwächere wirtschaftliche Nachfrage, insbesondere solche, die sich stark verschuldet haben oder deren Geschäftsmodell eng mit den Verbraucherausgaben verknüpft ist.

Es sollte auch nicht vergessen werden, dass Technologieunternehmen in einer sich schnell verändernden und hart umkämpften Branche tätig sind und ihr Erfolg von Faktoren wie sich ändernden Verbraucherpräferenzen, intensivem Wettbewerb und Änderungen in der staatlichen Regulierung beeinflusst werden kann. Eine Rezession, die für die Technologiegiganten wahrscheinlich schmerzhaft sein wird, dürfte jedoch nichts an ihren guten langfristigen Aussichten ändern. Sie könnten sich danach sogar noch stärker präsentieren.

Foto von Anders Tandberg-Johansen (Quelle: DNB Asset Management).

Quelle TE Communications GmbH

Bericht: Scholz schaltet sich in Haushaltsstreit ein

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Robert Habeck und Olaf Scholz, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich offenbar in den Haushaltsstreit der Ampelkoalition eingeschaltet. Am Montagabend seien Scholz, Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) zu einem vertraulichen Dreiergespräch zusammen gekommen, schreibt das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf „Regierungskreise“.

In dem Gespräch soll es neben anderen aktuellen Themen auch um den vorangegangenen Streit zwischen Habeck und Lindner um den Bundeshaushalt 2024 gegangen sein. Diese hatten sich in der vergangenen Woche ungewöhnliche Briefe geschrieben. So hatte Habeck einen Brief an Lindner geschrieben, in dem er dem Finanzminister mitteilte, er und seine grünen Kabinettskollegen würden die Eckwerte des Etats „so nicht akzeptieren“. Lindner solle aufhören, „einseitige Vorfestlegungen“ zu treffen.

Lindner entgegnete in seinem Antwortschreiben an Habeck, die Nachricht, dass die grünen Ministerien die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2024 nicht mehr akzeptieren, habe „ihn überrascht“. Es sei Aufgabe des Bundesfinanzministeriums, bei der Aufstellung des Haushalts zu priorisieren: „Geordnete Haushaltsberatungen wären anders unmöglich.“


Foto: Robert Habeck und Olaf Scholz, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Green Fusion erhält 2,7 Millionen Euro Seed-Finanzierung

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Das Brandenburger Start-up Green Fusion aus Hohen Neuendorf, Anbieter einer intelligenten SaaS-Lösung zur sektorübergreifenden Steuerung und Optimierung von Wärme- und Energiesystemen, schließt eine Seed-Finanzierung über 2,7 Millionen Euro erfolgreich ab.

Unter der Leitung des Lead-Investors BitStone Capital beteiligen sich neben den bestehenden Investoren High Rise Ventures, ENKIDU Venture Capital und Vireo Ventures auch Brandenburg Kapital (Tochter der ILB), die Impact VCs Übermorgen Ventures und Wi Venture sowie strategische Angel Investoren aus der Energie- und Immobilienwirtschaft. Mit dem frischen Kapital forciert das Unternehmen den Wachstumskurs und treibt die Produktentwicklung weiter voran.

„Die Wohnungswirtschaft steht vor großen Umbrüchen. Ökologische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, signifikant steigende Energiekosten und die technisch-systemische Transformation der Energiewende, die Herausforderungen sind vielfältig und erfordern ganzheitliche Antworten“, sagt Myke Naef, Partner bei Übermorgen Ventures. „Green Fusion bietet für das Wärme- und Energiemanagement eine durchdachte und zukunftssichere Lösung, von der Optimierung einfacher Bestandssysteme bis hin zur Steuerung komplexer regenerativer Hybridsysteme. Kurz: Ein echtes Impact Startup, das die Immobilienwirtschaft bei der Transformation zur Klimaneutralität begleitet.“

„Dazu kommt ein komplementär aufgestelltes Green Fusion Team mit einem jetzt schon beeindruckenden Kundenportfolio. Dies hat uns als Impactinvestoren überzeugt“, ergänzt Luis Sperr, Managing Partner von Wi Venture.

Das Kapital der neuen Runde investiert Green Fusion in die technologische Weiterentwicklung seiner Energie-IoT- Plattform. Der Fokus liegt insbesondere auf dem Ausbau der KI-Funktionalität zur automatisierten Analyse und Optimierung der Energieeffizienz. Dazu wurde kürzlich auch das Führungsteam durch Nina Germanus gezielt verstärkt. Nina, die zuvor beim international führenden Speicherhersteller sonnen den weltweiten Aufbau von virtuellen Kraftwerken vorangetrieben hat, baut nun bei Green Fusion den Data-Science-Bereich aus. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf Wachstum und bereitet bereits den Eintritt in neue europäische Märkte vor.

„Green Fusion hat sich im letzten Jahr sehr erfolgreich entwickelt, wichtige Meilensteine erreicht und mit der GETEC, WSL Leipzig und der Gewobag namhafte Kunden gewonnen, daher verstärken wir unsere Investition gern. Gemeinsam wollen wir die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft vorantreiben, Immobilien nachhaltiger und Wohnen bezahlbarer machen“, unterstreicht Kai Panitzki, Managing Partner bei BitStone Capital.

„Green Fusion bietet Wohnungsgesellschaften und Wärmeverbrauchern einen ausgezeichneten Mehrwert und adressiert ein strategisches Thema im Hinblick auf die Verbesserung der Effizienz bei gleichzeitiger Sicherstellung der Wärmeversorgung. Das Segment birgt ein hohes Potenzial, da die Immobilienwirtschaft dringend auf Nachhaltigkeit umgestellt werden muss, insbesondere im Bereich der Wärmeerzeugung. Wir freuen uns darauf, das talentierte Team gemeinsam mit erfahrenen Co-Investoren bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen“, sagt Binh Vu von Brandenburg Kapital.

„Obwohl wir Green Fusion erst im Jahr 2021 gegründet haben, konnten wir unsere Lösung schon erfolgreich im Markt platzieren. In über 200 Gebäuden, darunter auch ganze Quartiere, konnten Energieverbrauch, CO2- Emissionen und Kosten mit unserem Energiemanagement im Schnitt um 20 Prozent gesenkt werden. Das positive Feedback unserer Kunden ist enorm und genau dieses Momentum wollen wir nun gestärkt durch unsere Partner nutzen. Das Optimierungspotential ist riesig, und Bedarf und Notwendigkeit in der Wohnungswirtschaft sind mindestens genauso groß“, sagt Paul Hock, Geschäftsführer und Co-Founder von Green Fusion.

Bild Quelle: Green Fusion GmbH

Quelle Investitionsbank des Landes Brandenburg

Moskau setzt Atom-Abrüstungsvertrag "New Start" aus

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Mauer des Kreml in Moskau, über dts NachrichtenagenturMoskau (dts Nachrichtenagentur) – Russland will sich vorerst nicht mehr an den Atom-Abrüstungsvertrag „New Start“ halten. Das kündigte der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag in Moskau an.

Es handele sich demnach aber nicht um eine Aufkündigung, sondern um eine Aussetzung. „New Start“ ist der letzte verbliebene große atomare Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA. Erst Anfang 2021 war der Vertrag um fünf Jahre verlängert worden. Mitte 2022 hatte Russland allerdings bereits Kontrollen von Atomwaffenbeständen im Rahmen der Vereinbarung ausgesetzt, ohne allerdings das gesamte Abkommen auf Eis zu legen.


Foto: Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur

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ZEW-Konjunkturerwartungen legen erneut stark zu

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ZEW, über dts NachrichtenagenturMannheim (dts Nachrichtenagentur) – Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Februar erneut stark verbessert. Der entsprechende Index stieg gegenüber dem Vormonat um 11,2 Punkte auf nun 28,1 Zähler, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Dies ist der fünfte Anstieg in Folge und der zweite Monat mit einem inzwischen deutlich positiven Wert. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbesserte sich ebenfalls erneut, dieses Mal vergleichsweise kräftig. Sie liegt aktuell bei -45,1 Punkten und somit 13,5 Punkte über dem Wert des Vormonats. Dies ist der vierte Anstieg der Lageeinschätzung in Folge.

Allerdings befindet sich der Wert dennoch weit im negativen Bereich. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone verbesserten sich im Februar ebenfalls erheblich. Sie stiegen um 13,0 Punkte und liegen aktuell bei 29,7 Punkten. Der Lageindikator legte um 13,2 Punkte auf einen neuen Stand von -41,6 Punkten zu.

Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet blieben im Februar nahezu konstant mit einem Wert von -83,4 Punkten. „Auf Sicht von sechs Monaten erwartet mittlerweile ein großer Teil der Befragten eine Verbesserung der konjunkturellen Lage“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die gegenwärtige Situation werde allerdings nach wie vor als relativ schlecht eingeschätzt. „Es sind – wie schon im Vormonat – die verbesserten Ertragseinschätzungen der energie- und exportorientierten Branchen sowie der konsumnahen Wirtschaftsbereiche, die für den Anstieg sorgen“, so Wambach.

„Die Erwartungen für die langfristigen Zinsen steigen ebenfalls und der Branchenindikator für Banken erklimmt den höchsten Wert seit dem Jahr 2004.“


Foto: ZEW, über dts Nachrichtenagentur

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Dax lässt zum Handelsstart nach – ZEW-Daten erwartet

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Dienstag zunächst Kursverluste verzeichnet. Gegen 09:40 Uhr wurde der Dax mit rund 15.405 Punkten berechnet.

Das entspricht einem Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag. Am Montag hatte sich der Index aufgrund fehlender US-Vorgaben kaum vom Fleck bewegt. Am Dienstagmorgen gab es zumindest etwas Bewegung, aber noch keine großen Ausreißer nach oben oder nach unten. „Es fehlen die Handelsimpulse aus den USA, um einen dynamischen Handelsstart in Europa ermöglichen zu können“, kommentierte der Marktexperte Andreas Lipkow die Stimmung auf dem Parkett.

Bereits der asiatische Handel sei „eher lustlos“ gewesen. Ansonsten prägten die vorherrschenden Themen der vergangenen Wochen weiter das Marktgeschehen. Konfliktpotenzial sieht Lipkow allerdings mit Blick auf China. Die Nähe der Volksrepublik zu Russland habe mögliche europäische Sanktionen laut werden lassen, sagte er.

Die Folgen würden möglicherweise sowohl die chinesische als auch die europäische Konjunktur treffen. Im Laufe des Tages dürfte es wieder mehr Impulse geben. Bevor der Handel in den USA am Nachmittag nach dem langen Feiertagswochenende startet, werden die Anleger in Deutschland am Vormittag zunächst gespannt nach Mannheim schauen. Dort werden um 11 Uhr die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für den Monat Februar vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht.

Der ZEW-Index gilt als zweitwichtigstes deutsches Konjunkturbarometer. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0681 US-Dollar (-0,04 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9363 Euro zu haben. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,69 US-Dollar.

Das waren 38 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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80 Prozent der Bürger sprechen zu Hause ausschließlich Deutsch

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Wörterbuch, über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Knapp 80 Prozent der in Privathaushalten lebenden Menschen hierzulande sprechen ausschließlich Deutsch in den eigenen vier Wänden. Weitere 15 Prozent sind sogenannte Mehrsprachler, die zu Hause neben Deutsch noch mindestens eine weitere Sprache nutzen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

Für knapp ein Drittel von dieser Gruppe ist Deutsch die vorwiegend gesprochene Sprache im Haushalt, gut zwei Drittel verständigen dagegen hauptsächlich mithilfe einer anderen Sprache. Die restlichen fünf Prozent der Gesamtbevölkerung sprechen im Haushalt kein Deutsch, sondern ausschließlich eine oder mehrere andere Sprachen. Die Angaben basieren auf Ergebnissen des Mikrozensus 2021. Unter den Personen, die zu Hause vorwiegend eine andere Sprache zur Kommunikation nutzen, ist Türkisch mit 15 Prozent die am häufigsten gesprochene Sprache.

Danach folgen Russisch (13 Prozent), Arabisch (zehn Prozent), Polnisch (sieben Prozent) und Englisch (sechs Prozent). Deutsch wird auch von vielen Personen mit Migrationshintergrund zur Kommunikation im eigenen Haushalt genutzt: So spricht knapp ein Drittel (32 Prozent) der rund 22,6 Millionen Personen mit Migrationshintergrund ausschließlich Deutsch zu Hause. Die Hälfte (50 Prozent) greift neben Deutsch noch auf mindestens eine weitere Sprache zur Verständigung mit Haushaltsangehörigen zurück. Weitere 18 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund sprechen zu Hause ausschließlich eine oder mehrere andere Sprachen.

Mögliche Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland infolge des Krieges in der Ukraine sind in den Daten noch nicht abgebildet. Beim Mikrozensus wird jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland per Stichprobe befragt. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten.


Foto: Wörterbuch, über dts Nachrichtenagentur

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