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Hessens Justizminister lehnt Cannabis-Legalisierung ab

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Cannabis (Archiv), über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Hessens Justizminister Roman Poseck (CDU) hält die meisten Erwartungen an die Cannabis-Liberalisierung für illusionär. „Ich rechne damit, dass die Legalisierung von Cannabis dazu führen wird, dass mehr konsumiert wird, dass der Schwarzmarkt größer wird und dass, anders als von der Bundesregierung behauptet, auch die Sicherheitsbehörden deutlich mehr Arbeit haben“, sagte der CDU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe).

Überdies sei das gesamte Unterfangen voller Widersprüche. „Einerseits soll der Eigenbesitz künftig bis zu einer Menge von 25 Gramm unabhängig vom Lebensalter straflos gestellt werden, andererseits können Jugendliche erst ab 18 Jahren Cannabis legal erwerben. Diesen Riesenmarkt werden sich diejenigen wohl kaum entgehen lassen, die schon jetzt im Geschäft sind“, gab der Minister zu bedenken. Für falsch hält Poseck auch die Behauptung führender Ampel-Politiker wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP), wonach die bisherige Rauschgiftpolitik gescheitert sei und Jugendliche unter der Geltung des derzeitigen Betäubungsmittelrechts massenhaft kriminalisiert würden.

„Kriminalisierung“ sei der falsche Begriff, so der Minister. Gerade Verfahren aus dem Bereich des Betäubungsmittelrechts werden oft unter Bezug auf den Paragraphen 31a des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) „zügig und unkompliziert“ eingestellt. Der Grund: „Beim Besitz oder der Herstellung einer geringen Menge zum Eigengebrauch besteht in der Regel kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung“, sagte der Minister. Auf die Grünen als bisherigen und möglichen künftigen Koalitionspartner in Wiesbaden kann Poseck nicht zählen, sollte er das Cannabis-Gesetz im Bundesrat zu stoppen versuchen.

„Richtig ist, dass die Union und die Grünen bei diesem Thema unterschiedlicher Auffassung sind. Das gilt nicht nur für die Bundesparteien, sondern auch in Hessen.“ Sollte es bei Schwarz-Grün in Wiesbaden bleiben, wird sich das Land im Bundesrat wohl enthalten müssen. „Im Blick auf die geplanten Cannabis Social Clubs und die ins Auge gefasste Abgabe von Cannabis in lizenzierten Geschäften wird eine CDU-geführte Landesregierung sich genau ansehen, welche Spielräume es gibt“, kündigte Poseck an.

Konflikte mit Städten wie Frankfurt und Offenbach, die sich schon jetzt als Modellregion empfehlen, sind damit programmiert. So weit vorausdenken will Poseck noch nicht. „Wir werden das Bundesrecht in Hessen so umsetzen, wie es vorgegeben ist. Dazu sind wir verpflichtet. Aber zuerst werde ich im Gesetzgebungsverfahren zusammen mit Vertretern vieler Verbände und Organisationen aus den Bereichen der Justiz und Polizei deutlich machen, warum wir dieses Vorhaben ablehnen.“


Foto: Cannabis (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Historiker Wagner kritisiert Weidel für "Geschichtsrevisionismus"

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Alice Weidel (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Historiker und NS-Forscher Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, übt scharfe Kritik an der AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel. „Das ist klassischer Geschichtsrevisionismus, wie wir ihn seit den 1950er-Jahren aus der extremen Rechten kennen“, sagte Wagner der „Welt“ (Dienstagausgabe).

„Mit einem solchen Geschichtsbild zeigt man keinerlei Bereitschaft, sich gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland abzugrenzen und deutlich zu machen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus war. Weidel deutet ihn um in einen Tag der Niederlage.“ Weidel hatte am Sonntag im ARD-Sommerinterview gesagt, sie habe sich dagegen entschieden, „die Niederlage des eigenen Landes mit einer ehemaligen Besatzungsmacht zu befeiern“. Angesprochen worden war sie auf einen Empfang der russischen Botschaft am 9. Mai dieses Jahres, an dem AfD-Chef Tino Chrupalla teilgenommen hatte.

„Weidel macht die Sowjetunion einseitig zur Besatzungsmacht und nimmt damit eine Schuldumkehr vor“, sagte Wagner. „Es hätte keine Besatzungsherrschaft gegeben, wenn Deutschland nicht den Zweiten Weltkrieg vom Zaun gebrochen hätte.“ In Bezug auf Äußerungen des AfD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Maximilian Krah, sagte Wagner: „Das ist dumpfer Nationalismus, pure Verharmlosung des Nationalsozialismus und geht sogar in die Richtung der Verleugnung von NS-Verbrechen. Die AfD hat zuletzt immer mehr die Fassade fallen lassen. Krah postuliert eine drastische Absage an alles, was wir in Deutschland an liberaler Erinnerungskultur haben. Wir erleben in der mühsam aufgebauten Erinnerungskultur einen Hangrutsch. Das macht mir große Sorgen.“

Krah hatte in einem Video gesagt: „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher.“


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Wissler kritisiert Weidels Geschichtsverständnis

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Janine Wissler (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem ARD-Sommerinterview kritisiert Linken-Chefin Janine Wissler AfD-Chefin Alice Weidel scharf. Es sage viel aus über das Geschichtsverständnis und die Beurteilung der NS-Zeit, wenn Weidel bei der Befreiung Deutschlands von den Nazis von einer Niederlage spreche, sagte Wissler dem Nachrichtenportal T-Online.

„Das zeigt den Charakter der AfD und wie wichtig es ist, dass es eine Brandmauer gibt und keinerlei Zusammenarbeit.“ Wissler weiter: „Dass so etwas offen und unverhohlen gesagt werden kann, ist auch dem geschuldet, dass der Raum für rechte und menschenverachtende Positionen immer weiter geöffnet wird.“ Weidel hatte im im ARD-Sommerinterview den Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland als „Niederlage des eigenen Landes“ bezeichnet, die sie nicht befeiern wolle.


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Ampel will Irak-Mission der Bundeswehr fortsetzen

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will die Trainingsmission der Bundeswehr im Irak unverändert ein weiteres Jahr fortsetzen. Am Montag hätten Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien informiert, dass die Bundesregierung das entsprechende Mandat diese Woche beschließen und dann dem Parlament vorlegen werde, berichtet der „Spiegel“.

Die beiden Minister werben in dem Schreiben über das der „Spiegel“ berichtet, dass der Einsatz der Bundeswehr weiterhin notwendig sei, da der Irak eigenständige Sicherheitskräfte brauche, die ein Wiedererstarken der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) verhindern sollen. „Hierzu leisten wir militärisch im internationalen Verbund einen wichtigen Beitrag“, so Baerbock und Pistorius. Derzeit sind 277 deutsche Soldaten im Nachbarland Jordanien, der irakischen Hauptstadt Bagdad und im kurdisch dominierten Teil des Iraks stationiert. Das neue Mandat sieht laut dem Brief weiterhin eine Personalobergrenze von 500 Männern und Frauen für die verschiedenen Missionen vor.

Die Bundesregierung hatte die Mission im Irak im Jahr 2015 begonnen, als der IS in Syrien und Teilen des Irak die Kontrolle übernommen hatte. Heute bildet die Bundeswehr in Bagdad vor allem militärisches Führungspersonal aus, im Norden des Landes unterhält die Truppe noch ein kleines Feldlager und berät die dortigen Sicherheitskräfte. In Jordanien ist die Luftwaffe stationiert, die die internationale Allianz gegen den IS mit Tankflugzeugen unterstützt.


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Claudia Roth benennt Findungskommission für neue Berlinale-Leitung

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Claudia Roth (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat eine sechsköpfige Kommission ins Leben gerufen, um die Nachfolge der amtierenden Berlinale-Chefs Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian zu klären. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstagausgabe).

Zu dem Gremium gehören neben Claudia Roth selbst der Regisseur und Oscarpreisträger Edward Berger („Im Westen nichts Neues“), der Staatssekretär Florian Graf, die Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie Anne Leppin, die Schauspielerin Sara Fazilat und der Produzent Roman Paul. Die Kommission ist laut Roth eine „gute Voraussetzung, um nun gemeinsam eine Intendanz für die Berlinale zu finden, die den künstlerischen Anspruch wie die wirtschaftlichen Anforderungen konsequent zusammendenkt“. Zugleich sicherte Roth zu, die noch amtierenden Berlinale-Chefs bei ihrer letzten Festivalausgabe im Februar 2024 „nach Kräften“ zu unterstützen. Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian hatten das Festival seit 2019 als Nachfolger von Dieter Kosslick geführt.

Rissenbeek, die sich vor allem ums Geschäftliche kümmert, hatte bereits im März angekündigt, nach 2024 in Rente gehen zu wollen. Chatrian, der fürs Programm verantwortlich ist, hatte Anfang September seinen Rückzug bekanntgegeben. Im Anschluss hatte es massive Kritik an Kulturstaatsministerin Claudia Roth gegeben. Mehrere hundert Filmemacher, darunter Stars wie Martin Scorsese, hatten sich in einem offenen Brief für Carlo Chatrian eingesetzt.

Allerdings hatte es gerade an Chatrian in den vergangenen Jahren immer wieder auch Kritik gegeben. Seine Führungsqualitäten als Chef eines A-Festivals waren wiederholt infrage gestellt worden.


Foto: Claudia Roth (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Deutliche Kritik an Weidel nach "Sommerinterview"

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Alice Weidel (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, hat Alice Weidel nach ihrem „Sommerinterview“ als „Opportunistin der schlimmsten Sorte“ bezeichnet. Noch vor Kurzem habe sie für den Parteiausschluss Björn Höckes votiert, tue aber mittlerweile so, als sei das nie passiert, sagte Winkel dem Nachrichtenportal T-Online.

„Daran erkennt man nicht nur, dass Rechtsextremismus in der AfD machtpolitisch tonangebend geworden ist, sondern auch den schwachen Charakter Weidels.“ Diese hatte im ARD-Sommerinterview den Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland als „Niederlage des eigenen Landes“ bezeichnet, die sie nicht befeiern wolle. Im Gegensatz zu ihren Amtsvorgängern, die die Radikalisierung der Partei zwar nicht hätten aufhalten können, aber mit ihren Austritten persönliche Konsequenzen gezogen hätten, „steht bei Weidel der blanke Machterhalt über jedem Rest politischer Integrität oder persönlicher Verantwortung“, sagte Winkel. „Das macht Alice Weidel so gefährlich. Sie ist sozusagen der Franz von Papen für Arme.“

Der Grünen-Fraktionsvize und Innenpolitiker Konstantin von Notz kritisierte Weidels Aussagen ebenfalls deutlich. „Der Versuch, den Tag der Befreiung Deutschlands von der NS-Diktatur, die Deutschland in den absoluten Untergang geführt, systematisch das Menschheitsverbrechen der Shoa organisiert und Aber- und Abermillionen von Kriegstoten direkt zu verantworten hat, zu einem `Tag der Niederlage` umzudeklarieren, markiert einen weiteren Schritt der AfD in Richtung offener NS-Verherrlichung“, sagte von Notz dem Nachrichtenportal T-Online. „Die Partei wendet sich immer offener und aggressiver gegen die verfassungsrechtliche Ordnung unseres Landes.“


Foto: Alice Weidel (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Online-Broker-Pionier Directa tritt Spectrum Markets als neuestes Mitglied bei

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Kapitalmärkte Spectrum Markets Direct Bitcoin
Foto von Nicky Maan (Quelle: Spectrum Markets)

 

  • Online-Broker mit über 61.000 Privatanleger-Kunden in Italien und Depotvolumen von 3,5 Mrd. Euro wird neues Handelsmitglied
  • Beitritt stellt wichtigen und kommerziellen Meilenstein in den europäischen Wachstumsplänen von Spectrum dar
  • Bedeutung von Privatanlegern für italienische Finanzdienstleister nimmt weiter zu

Spectrum Markets („Spectrum“), der pan-europäische Handelsplatz für verbriefte Derivate begrüßt mit dem unabhängigen Online-Broker Directa SIM („Directa“) sein neuestes Mitglied.

Directa
Foto von Vincenzo Tedeschi (Quelle: Directa)

Die 1995 gegründete Directa gilt als Pionier des Online-Wertpapierhandels in Italien und betreut über 61.000 aktive Konten mit einem Depotvolumen von insgesamt rund 3,5 Mrd. Euro. Das Unternehmen ist seit Dezember 2021 an der Borsa Italiana notiert. Als direktes Handelsmitglied von Spectrum wird der Broker zudem auch selbst als Abwicklungstelle fungieren.

Durch diese neue Partnerschaft haben nun noch mehr Privatanleger die Möglichkeit, rund um die Uhr an fünf Tagen in der Woche verbriefte Derivate über Spectrum zu handeln.

Diese Kooperation ist ein wichtiger Meilenstein in der europäischen Wachstumsstrategie von Spectrum und spiegelt die Tatsache wider, dass sich Finanzdienstleister im europäischen Raum zunehmend auf die Verbesserung ihrer Dienstleistungen für Privatanleger fokussieren und dieses Geschäft ausbauen wollen.

„Die Philosophie von Spectrum besteht seit jeher darin, die Handelsmöglichkeiten für Privatanleger zu verbessern. Diese Überzeugung teilen wir mit Directa, weshalb sie ein äußerst passender Partner für uns sind. Wir freuen uns, einen solch angesehenen Pionier unter den Online-Brokern nun an Bord zu haben”, erklärt Nicky Maan, CEO von Spectrum Markets.

„Seit unserem Markteintritt habe ich noch nie ein größeres Interesse an europäischen Privatanlegern als Kundenzielgruppe erlebt. Dies geht von einer ganzen Reihe von Finanzdienstleistern aus, von Emittenten bis hin zu Brokern sowie der gesamten Bandbreite dazwischen”, fügt er hinzu.

„Wir sind kontinuierlich an neuen Produkten und Dienstleistungen interessiert, um das Angebot an Anlageinstrumenten für unsere Kunden zu erweitern und ihre Handelserfahrung zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass das Angebot an verbrieften Derivaten auf Spectrum sehr gut angenommen werden wird, insbesondere angesichts der Möglichkeit, 24/5 handeln zu können. Wir freuen uns auch auf die Einführung neuer Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse italienischer Privatanleger zugeschnitten sind“, so Vincenzo Tedeschi, CEO von Directa.

Online-Broker-Pionier Directa tritt Spectrum Markets als neuestes Mitglied bei

Foto von Nicky Maan (Quelle: Spectrum Markets) und Vincenzo Tedeschi (Quelle: Directa)

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Bundesregierung sieht sich mit Start-up-Strategie auf gutem Weg

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Wirtschaftsministerium (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung sieht sich bei der Umsetzung ihrer vor rund einem Jahr beschlossenen Start-up-Strategie auf einem guten Weg. Mehr als 40 Prozent der rund 130 Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden, heißt es in dem noch unveröffentlichten Fortschrittsbericht des Bundeswirtschaftsministerium, über den das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) berichtet.

Das 46-seitige Dokument soll am Dienstag in Berlin offiziell vorgestellt werden. 50 Prozent der Maßnahmen seien angestoßen und zehn Prozent noch nicht gestartet. Als „Meilenstein“ bezeichnet Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in dem Bericht beispielsweise das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, welches die Anwerbung von Talenten aus dem Ausland deutlich vereinfachen soll. Zudem gebe es „wichtige Projekte“ im Finanzierungsbereich wie den „Deep Tech & Climate Fonds“.

Andere Vorhaben sieht Habeck auf einem guten Weg, etwa den Entwurf zum Zukunftsfinanzierungsgesetz. Dieses soll das von Start-ups viel kritisierte „Dry Income“-Problem lösen, bei dem Mitarbeiter Firmenanteile versteuern müssen, bevor sie sie zu Geld machen können. Die Branche hingegen warf der Bundesregierung eine schleppende Umsetzung vor. Zwar sei die Strategie ein „wichtiger Meilenstein für das Start-up-Ökosystem in Deutschland“, sagte der Vorsitzende des Start-up-Verbands, Christian Miele, dem „Handelsblatt“, andere Länder aber seien „hier schon deutlich weiter, haben konkrete Start-up-Ziele“, sagte er.

„Wir brauchen insgesamt mehr Tempo im Sinne der Innovations- und Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ Die Bundesregierung müsse Start-up-Themen mit mehr Priorität vorantreiben – die nächsten zwölf Monate seien zur Umsetzung der Strategie entscheidend.


Foto: Wirtschaftsministerium (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Inflationsdivergenz im Anmarsch?

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Fed Jackson Hole Inflation
Foto von Blerina Uruci (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Blerina Uruci, Chief U.S. Economist bei T. Rowe Price:

Für die Zukunft gibt es Grund zu der Annahme, dass die globale Inflationssynchronisation ihren Höhepunkt erreicht hat und sich zumindest teilweise umkehren könnte. Kurzfristig könnte dies auf strukturelle Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften und auf die Art und Weise zurückzuführen sein, in der ihre politischen Reaktionen gegenläufig sind. Eine differenzierte Umkehrung könnte taktische Investitionsmöglichkeiten bieten. Hier konzentrieren wir uns auf die Frage, warum sich der derzeitige Zustand der weltweiten Inflation zu einem Zustand mit einer größeren Streuung der Inflationsraten zwischen den Ländern entwickeln könnte.

Derzeit ist die länderübergreifende Inflationsstreuung dreimal so hoch wie der Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Dies verdeutlicht zwei Phänomene: Der jüngste Inflationsanstieg liegt für die meisten Länder außerhalb der Norm, und es ist unwahrscheinlich, dass dieses Ausmaß an gemeinsamer Extremität angesichts struktureller und geopolitischer Verschiebungen innerhalb der Volkswirtschaften sowie unterschiedlicher Ergebnisse und politischer Reaktionen anhält.

In Europa hat der plötzliche Einmarsch Russlands in der Ukraine das Modell der Gas- und Energiedienstleistungsversorgung des Kontinents verändert und bleibt ein Risiko für die künftige Energiepreisstabilität. Darüber hinaus sieht sich Großbritannien mit einem robusten Inflationsdruck konfrontiert, der mit einem einzigartigen Arbeitskräftemangel und höheren Handelskosten infolge des Brexits zusammenhängt. Japans Geldpolitik ist nach wie vor sehr akkommodierend.

Es ist das einzige Land in unserer Stichprobe mit einem negativen Zinssatz bei einer relativ niedrigeren, aber immer noch steigenden Inflation. Die Regierung hat vorübergehend Subventionen für Benzin und Strom eingeführt, was weiterhin dazu beitragen wird, die Auswirkungen auf die Gesamtinflation einzudämmen. Die Bedrohung für die Preisstabilität ist die Inflation bei handelbaren Gütern, die weiterhin steil ansteigt und keine Anzeichen für eine Abschwächung zeigt. In diesem Szenario ist es wahrscheinlich, dass die Bank of Japan gezwungen sein wird, ihren geldpolitischen Kurs zu ändern.

Die Inflation in Kanada schwächt sich schneller ab als in anderen Industrieländern, da die Bank of Canada ihren Zinserhöhungszyklus früher begonnen hat. Wir gehen davon aus, dass Kanada wie auch die USA ihre Geldpolitik früher als die anderen Länder lockern werden. Für Australien erwarten wir kurzfristig das Gegenteil. Die Inflation dürfte weiterhin hoch und hartnäckig bleiben.

Die Benzin- und Energieinflation wird weiterhin einen großen Teil der Gesamtinflation ausmachen, und die australische Zentralbank hat noch einen weiten Weg vor sich, um mit einem schnellen Anstieg des Lohnwachstums Schritt zu halten. Künftig könnten wir mehr idiosynkratische Reaktionen auf die Politik und die Inflation sehen, was darauf hindeutet, dass die derzeitige hohe Synchronisierung innerhalb der G-6 ihren Höhepunkt erreicht hat, was eine geografische Diversifizierung der Anlagemöglichkeiten bietet. Diese Unterschiede könnten durch eine unterschiedliche Positionierung in Bezug auf Duration, Währungen und inflationsanfällige Vermögenswerte zum Ausdruck kommen.

Taktische Anlagechancen

Angesichts der Anzeichen für kurzfristige Inflationsdivergenzen dürften sich potenzielle taktische Anlagechancen ergeben. Die Inflation geht in Kanada, den USA und der Eurozone schneller zurück, Dies könnte bedeuten, dass die Zentralbanken dieser Länder früher mit einer Lockerung der Geldpolitik beginnen und dass langfristige Anleihen dieser Länder die ersten Erholungen erleben. Mittelfristig könnten die Staatsanleihen der Länder mit der günstigsten Inflationsdynamik ein besseres inflationsbereinigtes Renditepotenzial sowie das Potenzial für einen größeren Kapitalgewinn bieten.

Andererseits könnten inflationsgebundene Anleihen in Ländern wie Großbritannien und Australien, in denen die Inflation widerstandsfähiger zu sein scheint, eine gute Absicherung gegen eine höhere Inflation darstellen. Was bedeutet dies für Inflationsstrategien? Obwohl wir einige kurzfristige Möglichkeiten aufgezeigt haben, um von der zunehmenden Divergenz der lokalen Inflationstrends zu profitieren, sind wir der Meinung, dass jedes Portfolio eine strategische Allokation in Anlageklassen haben sollte, die auf Inflationsimpulse reagieren.

Während es kurzfristig immer idiosynkratische Gelegenheiten geben wird, ist die wichtigste Erkenntnis, dass es keine Rolle spielt, wo man ansässig ist, da die Inflationstrends langfristig global gleich sind. Daher glauben wir, dass inflationsempfindliche Strategien, die global investieren, von Anlegern an jedem Standort effektiv genutzt werden können. Auf der Grundlage unserer eigenen Forschung verwendet unser Multi-Asset-Ansatz zwei strategische Allokationen, um sowohl erwartete als auch unerwartete Inflation zu bekämpfen.

Innerhalb der breiteren festverzinslichen Allokation nutzen wir eine spezielle Allokation für inflationsgebundene Anleihen. Bei den Aktien deuten unsere Untersuchungen darauf hin, dass ein diversifiziertes Portfolio mit realen Vermögenswerten ein wirksames Mittel sein kann, um sowohl die erwartete als auch die unerwartete Inflation zu bekämpfen und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen Risiko und Rendite zu schaffen.

Dies ist zum Teil auf die starke Preissetzungsmacht zurückzuführen, die Unternehmen, die im Bereich der Sachwerte tätig sind, traditionell genießen, sowie auf ihre inflationsanfälligen Erträge, die dazu beitragen können, einige der negativen Auswirkungen der Inflation auszugleichen. In einem traditionellen Portfolio mit moderatem Risiko, das sich aus 60 % Aktien und 40 % Anleihen zusammensetzt, würde dieser Ansatz im Allgemeinen dazu führen, dass 3 % bis 6 % des breiteren Portfolios in Sachwerte investiert werden.

Inflationsdivergenz im Anmarsch?

Foto von Blerina Uruci (Quelle: T. Rowe Price)

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Außergewöhnliche Touren zum Jahreswechsel

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Den Jahreswechsel im Angesicht des Königspalasts in Phnom Penh/Kambodscha verbringen Abenteurer beispielsweise während einer Wanderreise mit Hauser Exkursionen. © Hauser Exkursionen/Witte Wolf

Fernreise statt Feuerwerk: Südostasien oder Naher Osten mit Hauser Exkursionen

Neue Kulturen, eindrucksvolle Landschaften und Erinnerungen fürs Leben statt Bleigießen, Raclette und Feuerwerk – mit dem Münchner Slow-Trekking-Veranstalter Hauser Exkursionen gestalten Abenteuerlustige ihren Jahreswechsel unvergesslich. Zusammen mit erfahrenen Guides erleben sie auf professionell organisierten Reisen bei mehrtägigen Touren die Faszination fremder Kulturen und charakteristischer Naturszenen. Ganz im Sinne der Hauser-Philosophie stehen neben den Erlebnissen auch die fairen Bedingungen für die Partner vor Ort im Vordergrund. Folgende Wanderreisen führen Outdoor-Fans auch über Silvester an Orte voller Authentizität und Magie und sorgen so für einen rauschenden Start in das neue Jahr

Vietnam & Kambodscha/Südostasien
Kulturelle Vielfalt und Naturspektakel

Südostasien pur verspricht die gleichnamige dreiwöchige Tour durch Vietnam, Kambodscha sowie Laos. Mit dem Slow-Trekking-Anbieter Hauser Exkursionen entdecken Reisende dabei zum Jahreswechsel sowohl die beeindruckende Natur als auch das kulturelle Erbe der drei Länder. Auf leichten bis mittelschweren Wanderungen besichtigen sie Höhepunkte wie die mystischen Tempel in Angkor im Dschungel Kambodschas, paddeln durch die faszinierende Inselwelt in der Halong-Bucht oder kosten die Spezialitäten der einheimischen Küche bei einem Streifzug durch die Metropole Hanoi. Ziel der Reise ist die Stadt Luang Prabang im bergigen Norden von Laos. 22 Tage ab 17. Dezember 2023 inkl. Flügen, Übernachtungen sowie Verpflegung kosten 4.890 €/Pers.

Wer Vietnam und Kambodscha noch besser kennenlernen möchte, entscheidet sich für Indochina intensiv. Zu Fuß, auf dem Bike oder mit dem Kajak tauchen Urlauber tief in die Kultur der beiden Länder ein. Bei einem Abendessen mit Einheimischen im kambodschanischen Siam Reap und auf dem Mekongdelta erfahren sie mehr über die regionale Kultur und werfen einen Blick hinter die Kulissen üblicher Touristenpfade. 21 Tage ab 22. Dezember 2023 inkl. Flügen, Übernachtungen sowie Verpflegung kosten 3.890 €/Pers.

Jordanien/Vorderasien
Von der Wüste in die Berge

Jordanien begeistert seine Besucher mit der reichen kulturellen Vergangenheit und spektakulärer Natur. Auf der Wanderreise Jordanien – Glanzlichter geht es für die Reisegruppe des Veranstalters Hauser Exkursionen auf leichten bis moderaten Wanderungen und einer Radtour von der Hauptstadt Amman durch die Wüste bis hin zum Toten Meer. Das Klima ist dabei vor allem um Silvester herum angenehm mild. Neben Klassikern wie den Besuch der Felsenstadt Petra dürfen sich Kulturentdecker auf Highlights wie die Gastfreundschaft eines Beduinen-Scheichs sowie die Verkostung traditioneller Leckereien freuen. Eine Übernachtung im Wüstenzelt unter klarem Sternenhimmel rundet das Reiseerlebnis ab. 9 Tage ab 30. Dezember 2023 inkl. Flügen, Übernachtungen sowie Verpflegung kosten 2.680 €/Pers.

Während der Trekkingreise Jordanien – Felsenstadt und Wüstenland liegt der Fokus auf den bizarren Erscheinungsbildern der Wüsten-, Wadi- und Berglandschaft, die den Weg der Outdoor-Fans kreuzen. Höhepunkte sind unter anderem das Zelttrekking vom Dhana-Nationalpark bis zur Felsenstadt Petra sowie im Wadi Rum. Einen einmaligen Blick über Jordanien und seine Landschaft erhalten Hauser-Kunden während des Gipfeltags bei der Besteigung des Dschabal Umm ad-Dami, höchster Berg des Landes. 15 Tage ab 23. Dezember 2023 inkl. Flügen, Übernachtungen sowie Verpflegung kosten 3.350 €/Pers.

Israel/Naher Osten
Auf den Spuren des National Trails
Die Farben der Wüstenlandschaft statt eines Feuerwerks genießen Abenteurer auf der Wanderreise Israel – Aus der Wüste in die Heilige Stadt mit Hauser Exkursionen. Von einem Kibbuz aus geht es etappenweise auf den südlichsten Teil des Israel National Trails mit moderaten bis mittelschweren Strecken. Die vielfältigen Färbungen des Wüstengebirgsgesteins bleiben dabei ebenso nachhaltig im Gedächtnis wie die archäologische Stätte Massada und das Wissen, auf welch bedeutungsvollen Boden man sich bewegt. Bei einem Bummel durch die Gassen Jerusalems saugen Interessierte die Geschichte dieser historischen Stadt in sich auf und lassen das bunte Treiben auf sich wirken. Entspannung am Wasser erleben Urlauber beim Schnorcheln im Roten Meer, während das Tote Meer mit seinem hohen Salzgehalt zum Floating lockt. 10 Tage ab 29. Dezember 2023 inkl. Flügen, Übernachtungen und Verpflegung kosten 2.990 €/Pers.

Ein Streifzug durch Israels Hauptstadt Jerusalem mit all ihren Wundern gehört zur Hauser-Wanderreise auf dem
Israel National Trail ebenso dazu wie ein Bad im Roten Meer. © Hauser Exkursionen/Manfred Häupl

Weitere Wander- und Trekkingreisen über Silvester
Hauser Exkursionen bietet seinen Gästen eine breite Auswahl an Touren über den Jahreswechsel. Wen es in kältere Gefilde zieht, bucht einen Trip nach Nepal, beispielsweise Nepal – Himalaya zum Kennenlernen. Mit einem warmen Start ins neue Jahr lockt dagegen Südamerika. Karibikfans feiern Silvester vorzugsweise im Rahmen der Trekkingreise Kuba – Die Isla Bella zu Fuß entdecken. Und wer nicht so weit in die Ferne schweifen möchte, entdeckt die kanarische Insel La Palma – La Isla Bonita.

Über Hauser Exkursionen. Mit Hauser Exkursionen erkunden Weltentdecker seit 1973 Landschaften und Kulturen rund um den Erdball. Bei jeder der mehr als 400 Touren in 90 Länder steht der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur im Vordergrund. So lebt der deutsche Marktführer die Philosophie des Slow Trekking wie kaum ein anderer Veranstalter, gilt in Sachen ökologischer sowie sozialer Verträglichkeit als Pionier der Branche. Langjährige Partnerschaften vor Ort, familiengeführte Unterkünfte mit regionaler, gesunder Küche sowie die Ausbildung lokaler Guides zu Hauser-Reiseleitern bilden den Grundstein für ein Reiseerlebnis, das sich vom industriell geprägten Tourismus abhebt. Der jährlich erscheinende Magalog informiert nicht nur über das Portfolio, sondern konzentriert sich in redaktionellen Beiträgen auch auf die Zukunft des nachhaltigen Reisens. Mit dem Konzept der Climate Treks in Nepal gewann Hauser Exkursionen 2022 den fairwärts-Award von „TourCert“ und zählte zu den drei Finalisten der „EcoTrophea“ des Deutschen Reiseverbands. 2023 feiert der deutsche Slow-Trekking-Marktführer sein 50-jähriges Bestehen. www.hauser-exkursionen.de

Titelbild: Den Jahreswechsel im Angesicht des Königspalasts in Phnom Penh/Kambodscha verbringen Abenteurer
beispielsweise während einer Wanderreise mit Hauser Exkursionen. © Hauser Exkursionen/Witte Wolf

Quelle AHM Kommunikation