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Linkenpolitiker stellen sich hinter Thunberg

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Greta Thunberg (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Linken stellen sich mehrere führende Politiker hinter die in die Kritik geratene Klimaaktivistin Greta Thunberg. „Der Umgang mit ihr ist zu hart“, sagte Ex-Linkenchef Bernd Riexinger dem „Spiegel“.

„Es ist berechtigt Israel für den Umgang mit der Zivilbevölkerung in Gaza zu kritisieren.“ Es handele sich um eine humanitäre Katastrophe. „Das ist kein Antisemitismus und auch keine Relativierung des furchtbaren Terrors der Hamas.“ In anderen Ländern, die nicht die Verantwortung für den Holocaust haben, sei es „selbstverständlicher die israelische Politik zu kritisieren, ohne des Antisemitismus verdächtig zu werden“.

Linkenvorstand Luigi Pantisano befindet, der Umgang mit Thunberg sei „heuchlerisch“. Er sei mit Greta Thunberg solidarisch. „Ihre Aussagen und Ihre Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung und gegen die Besatzung Israels sind gedeckt von vielen Beschlüssen der Uno“, so Pantisano. Es sei selbstverständlich, dass „die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit sich auch gegen den tausendfachen Tod von Kindern im Gazastreifen“ äußere.

Das sei „kein Antisemitismus“. Auch Didem Aydurmus, ebenfalls im Bundesvorstand der Linken, sieht die Debatte als falsch an. „Grundsätzlich ist erkennbar, dass der deutsche Diskurs, was sagbar ist, ein anderer ist als der internationale Diskurs“, so Aydurmus. „Wenn jetzt Leute sagen, Greta solle nicht politisch sein, muss ich schmunzeln. Das zeigt, wie sehr das Thema Klimagerechtigkeit missverstanden wird.“

Nach Äußerungen zum Nahostkonflikt hatten sich Aktivisten und Politiker von Thunberg distanziert. Zur Bewertung von israelbezogenem Antisemitismus wird häufig die sogenannte „3D-Regel“ angeführt, die von dem israelischen Politiker und Autor Natan Sharansky entwickelt wurde. Die Grenze zum Antisemitismus ist demnach überschritten, wenn Doppelstandards, Delegitimierung oder eine Dämonisierung Israels in Aussagen enthalten sind.


Foto: Greta Thunberg (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Führen höhere Kapitalkosten zu realem Impact?

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Klassifizierung Kapital
Foto von Brunno Maradei (Quelle: Aegon AM)

Ein aktueller Kommentar von Brunno Maradei, Global Head of Responsible Investment bei Aegon Asset Management:

Der Ausschluss von Unternehmen ist sicherlich eine beliebte Methode, um die ESG-Präferenzen der Anleger zu berücksichtigen. Wenn der Ausschlussansatz gut definiert ist, hat er den Vorteil, dass er einfach zu verstehen ist und den Anlegern die Gewissheit gibt, dass sie nicht von einer unerwünschten Aktivität oder einem unerwünschten Verhalten profitieren.

 Bei der Diskussion um verantwortungsbewusstes Investieren wird die Anwendung eines ausschließenden Ansatzes oft als ein veralteter, unausgereifter Weg für ESG-Investitionen bezeichnet. Doch obwohl es sich um den ältesten dokumentierten ESG-bezogenen Investitionsansatz handelt, der auf religiöse Bewegungen im 19. Jahrhundert zurückgeht, sind Ausschlüsse (auch negatives Screening genannt) nach wie vor der am weitesten verbreitete Ansatz für ESG-Investitionen. Auch bei zivilgesellschaftlichen Gruppen, die Aktivisten dazu auffordern, „dem Geld zu folgen“, sind sie weiterhin beliebt. Desinvestitionen werden in der Regel als angemessener Ausweg aus Engagement-Bemühungen vorgeschlagen, die nicht zu funktionieren scheinen – zuletzt im Öl- und Gassektor.

Kann Desinvestment die Welt verändern?

Es wird oft argumentiert, dass es eine reale Wirkung haben kann, indem es die Kapitalkosten für die ausgeschlossenen Emittenten erhöht. Wissenschaftler versuchen seit einiger Zeit herauszufinden, ob dieser Mechanismus funktioniert – mit gemischten Ergebnissen. In seinem Paper „Socially Responsible Mutual Funds“ aus dem Jahr 2000 stellte Statman fest, dass ein ausschließender Ansatz nur schwer zu realen Veränderungen führt, da er die Kapitalkosten nur dann erhöht, wenn das Kapitalangebot nicht vollkommen flexibel ist[1], wobei er jedoch anmerkte, dass es auf liquiden globalen Märkten „wahrscheinlich sehr flexibel“ ist. Neun Jahre später konstruierten Statman und Glushkov in „The Wages of Social Responsibility“ (2009) ein Long-Short-Portfolio, in dem sie typische „sündige“ Aktien leerverkauften[2].

Bei der Verwendung gleichgewichteter Portfolios zeigte sich, dass diese „sündigen“ Aktien besser abschnitten als andere Aktien, während die Outperformance bei Verwendung wertgewichteter Portfolios deutlich schwächer war. In „The Price of Sin: The Effects of Social Norms on Markets“ (2009) kamen Hong und Kacperczyk zu ähnlichen Ergebnissen und schlussfolgerten, dass sündige Aktien aufgrund ihres systematischen Ausschlusses aus Anlegerportfolios relativ unterbewertet sind. Die Autoren kamen nicht so weit, den Schwellenwert oder das Ausmaß der Veräußerung oder des Ausschlusses zu ermitteln, das erforderlich ist, um diesen Kapitalkosteneffekt zu erzielen. Nichtsdestotrotz scheint dies eine gute Nachricht für die soziale und ökologische Wirkung zu sein, wenn wir glauben, dass die Erhöhung der Eigenkapitalkosten reale Auswirkungen hat.

Beispiel Tabakindustrie

Betrachtet man die Tabakindustrie, so ist ihre Rentabilität in den letzten 20 Jahren relativ hoch und stabil geblieben, trotz aller relativen Kapitalkosteneffekte, die sich aus dem Ausschluss von Investoren ergeben. Der weltweite Zigarettenkonsum erreichte 2009 seinen Höhepunkt, und obwohl der Absatz von Philip Morris-Zigaretten in den letzten zehn Jahren um über 30 %[3] zurückgegangen ist, sind die Einnahmen und die Rentabilität des Unternehmens einigermaßen stabil geblieben, da es sich auf andere Tabakprodukte spezialisiert hat.

Der Rückgang des Verbrauchs wird in der Regel auf staatliche Maßnahmen wie Steuern, Rauchverbote und Werbebeschränkungen zurückgeführt. Bestenfalls kann man argumentieren, dass die relativ höheren Eigenkapitalkosten der Tabakunternehmen die Ausweitung der Tabakproduktion behindert haben (die weltweite Tabakproduktion ist seit 1991 relativ stabil geblieben), aber sie haben die Unternehmen nicht daran gehindert, in die Entwicklung anderer Tabakprodukte wie elektronische Zigaretten zu investieren.

Es gibt auch einige wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dieser Frage befassen. In „The Unintended Consequences of Divestment“ (2018) untersuchten Davies und Van Wesep sehr große Desinvestment-Kampagnen und ihre möglichen Auswirkungen auf die Unternehmensführung. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Gehaltsstrukturen in der Regel keine Anreize für Reaktionen und Veränderungen bieten, da Desinvestment-Kampagnen eher kurzfristige als längerfristige Aktienkurse, Rentabilität oder Renditen beeinflussen.

Sie vermuteten, dass Erfolge eher auf sozialen als auf finanziellen Druck zurückzuführen sind, der durch Desinvestment entstehen könnte. Statman argumentierte auch, dass Desinvestitionen als Lobbying-Instrument oder als Signal für weitere politische Maßnahmen effektiver sein könnten. Viele würden behaupten, dass Investorenboykotte eine solche Rolle beim Sturz des Apartheid-Regimes beigetragen haben, obwohl sie vielleicht keine Auswirkungen auf die Kapitalkosten hatten.

Die Veräußerung von Anteilen kann jedoch auch mit Kosten verbunden sein: Investoren, die ihre Anteile veräußern, haben offensichtlich keinen Platz mehr am Verhandlungstisch. Die Enttäuschung über die Aufgeschlossenheit und das Tempo des Wandels in den betreffenden Unternehmen kann und sollte manchmal zu einer Desinvestitionsentscheidung führen. Oft ist es eine vernünftige Reaktion, das Nachhaltigkeitsrisiko oder die Auswirkungen des betreffenden Themas als inakzeptabel einzustufen, wenn man länger als eine bestimmte Haltedauer dabei bleibt.

Die Desinvestitionsentscheidung kann jedoch auch die unbeabsichtigte Folge haben, dass es der Unternehmensleitung leichter fällt, den Kurs zu ändern und nur auf die Ansichten der gegnerischen Aktionäre zu hören. Ein ehemaliger Mitarbeiter eines großen Ölkonzerns stellte kürzlich fest, dass der Kurswechsel des Unternehmens in Bezug auf weitere Investitionen in die Exploration nur wenige Wochen nach der öffentlichen Ankündigung großer institutioneller Anleger erfolgte, sich aufgrund ihrer Frustration über die langsamen Fortschritte bei den Umstellungsplänen zu veräußern.

Dies ist ein abschreckendes Beispiel dafür, wie wichtig ein starkes Engagement und Beharrlichkeit sind, selbst wenn die Interessengruppen eindeutige, mutige und schlagzeilenträchtige Maßnahmen wie Desinvestitionen fordern. Engagement ist ein Marathonlauf, kein Sprint. Ohne eine sorgfältige Abwägung und eine Strategie, die mehrere Hebel der Einflussnahme einsetzt, einschließlich der Befürwortung politischer Veränderungen, kann ein Desinvestment nur den „Wohlfühlfaktor“ bringen.

Führen höhere Kapitalkosten zu realem Impact?

Foto von Brunno Maradei (Quelle: Aegon AM)

[1] Ein vollkommen flexibles Kapitalangebot bedeutet, dass sich die Kapitalkosten nicht ändern, wenn man das Angebot erhöht oder verringert.

[2] Aktien von Unternehmen, die in den Bereichen Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Schusswaffen, Militär oder Kernkraft tätig sind.

[3] Quelle: Führende Tabakunternehmen weltweit basierend auf Nettoumsatz 2022 | Statista

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Hofreiter nennt Deutschland "Geldwäsche-Paradies"

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Skyline von Frankfurt / Main (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen-Außenpolitiker Anton Hofreiter fordert, beim Verdacht der Hamas-Finanzierung über den Umweg türkischer Banken „genauer hinzuschauen“. Möglicherweise seien auch deutsche Ableger türkischer Banken involviert, sagte er dem TV-Sender „Welt“.

Hofreiter plädiert auch deshalb für eine bessere Regulierung des Finanzplatzes Deutschland, der ein „Geldwäsche-Paradies“ sei. Grundsätzlich hält Hofreiter es für denkbar, dass türkische Banken bei der Überweisung von Terror-Geldern nach Gaza involviert sind. „Das muss man für möglich halten“, sagte er. „Die Türkei ist einer der Drehorte für schwarzes Geld.“

Das müsse auch Auswirkungen auf den Umgang mit der Türkei haben: „Man muss da nochmal genauer hinschauen. Man muss auch versuchen, Konsequenzen daraus zu ziehen, was letztlich die Ermittlungstätigkeit angeht. Und man muss sich überlegen, ob es so weit geht, dass es notwendig ist, bestimmte Bereiche zu sanktionieren.“ In welchem Ausmaß türkische Banken auch ihre Dependancen in Deutschland für den Finanzverkehr mit der Hamas nutzen, ist unklar, aber eine bessere Regulierung des hiesigen Finanzplatzes sei in jedem Fall dringend nötig, so Hofreiter: „Man sollte eines nicht vergessen: Dass aufgrund nicht ausreichender Bemühungen in den vergangenen Jahren Deutschland ein Geldwäsche-Paradies ist. Wir brauchen deutlich klarere Regelungen, um die Geldwäsche einzuschränken.“

Das sei nicht nur ein Versäumnis des Finanzministeriums, sondern auch das Ergebnis einer Verweigerungshaltung von CDU und CSU. „Es ist insbesondere eine Aufforderung, die man zum Teil an das Finanzministerium, aber zum Teil auch an die Union richten muss, denn da gibt es die größten Widerstände, dass man den Finanzmarkt und die Banken klarer reguliert.“


Foto: Skyline von Frankfurt / Main (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Winter Wonderland Alaska

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Anchorage

Die Tage sind kurz im alaskanischen Winter, Partys und Feste daher umso beliebter und ziemlich ausgefallen: Anchorage und Umgebung glänzen von Dezember bis April mit interessanten, sportlichen, kulturellen und witzigen Events: Film- und Bierfestival, Snowmobilrennen, Volkskilanglauf, Winterfestival, Hundeschlittenrennen und Karneval auf der Skipiste.

Anchorage International Film Festival

Filmschaffende und Cineasten aus aller Welt kommen im Dezember in Anchorage zum größten Filmfestival Alaskas zusammen. Es wurde 2001 gegründet, um die einheimische und internationale Filmszene zusammenzubringen und den künstlerischen Austausch zu intensivieren. In der Vergangenheit haben mehrere Filme, die von der Jury des AIFF ausgezeichnet wurden, den Academy Award und Preise bei großen Filmfestivals, etwa Tribeca oder Sundance gewonnen.
Termin: 1. bis 9. Dezember 2023 im Heimatgebiet der Eklutna Dena’ina

Alaska Craft Brew & Barley Wine Festival

Das mag viele überraschen: Alaska gehört zu den US-Bundesstaaten mit der höchsten Dichte an Brauereien. Beim Alaska Craft Brew & Barley Wine Festival präsentieren über 65 Brauereien der Region ihre Pale Ales, Stouts, Pilsners, Porter, Spezialbiere, belgische Biere und mehr. Selbst Verfechter des deutschen Reinheitsgebots müssen zugeben, dass die Alaskaner die Kunst der Bierbraukunst gut beherrschen. Eine Runde Cornhole gehört dazu ein Wurfspiel mit Bohnen- oder Maisbeuteln für zwei Teams.
Termin: 27./28. Januar 2024 im Dena’ina Center

Iron Dog auf Kufen durch die Eiswüste

Das längste und härteste Snowmobilrennen der Welt führt rund 3200 Kilometer durch die eisige Wildnis von Alaska. Start ist in Wasilla, 80 Kilometer nördlich von Anchorage. Zwei-Mann-Teams preschen mit rund 160 km/h über die Eiswüste Alaskas nach Nome an der Beringstraße und von dort weiter Richtung Südosten nach Fairbanks. Übrigens: Viermaliger Champion ist Todd Palin, Ehemann von Alaskas Ex-Gouverneurin und Fast-Vizepräsidentin Sarah Palin.
Termin: 17. Februar 2024 mit Start in Wasilla

Anchorage Fur Rendezvous ein einzigartiges Festival

Das „Fur Rondy”, wie die Einheimischen sagen, ist eines der größten und ältesten Winterfestivals in Nordamerika mitten in Anchorage. Eine einzigartige Mischung aus Karneval, originellen Sportwettbewerben, Hundeschlittenrennen und Musikaufführungen. Das Fur Rendezvous hat seinen Namen (fur=Pelz) aus der Zeit um 1900, als die Trapper und Minenarbeiter nach dem langen Winter aus der Wildnis in die Stadt kamen, um zu handeln und zu feiern.
Termin: 23. Februar bis 3. März 2024 in Anchorage

Iditarod das härteste Hundeschlittenrennen

„The Last Great Race wird das härteste Hundeschlittenrennen der Welt genannt. Es führt die Musher mit rund 1000 Schlittenhunden vom Start in Anchorage durch die unberührte, in Eis erstarrte Wildnis Alaskas bis nach Nome am Beringmeer. 1.860 Kilometer werden zurück gelegt. Die besten Teams kommen nach knapp zehn Tagen ins Ziel.
Start in Anchorage: 2. März 2024

Tour of Anchorage

Alaskas Metropole bietet Skienthusiasten ein großartiges Loipennetz quer durch die schönsten Parks der Stadt. Dieser traditionelle Volksskilanglauf führt über 25, 40 oder 50 Kilometer durch Anchorage und Umgebung  Zieleinlauf ist im Kincaid Park. Hobbyläufer sind ebenso willkommen wie Spitzensportler.
Termin: 3. März 2024

Spring Carnival and Slush Cup

Der Spring Carnival ist eine Wahnsinnsgaudi zum Ausklang der Skisaison am Mount Alyeska, dem größten Skigebiet des Landes, rund 60 Kilometer südlich von Alaska Metropole Anchorage. Skifahrer und Snowboarder in den verrücktesten Verkleidungen versuchen, einen Wassergraben am Ende des Skihangs zu durchqueren. Traditionell spielen Livebands und Partys laden zum Besuch.
Termin: 26. bis 28. April 2024 in Girdwood beim Alyeska Resort

Weitere Infos:
Anchorage, AK 99501-2212, Tel. 001-907-257-2363, www.anchorage.net. In den Wintermonaten geht es zum Beispiel mit Condor via Seattle nach Anchorage. Im Mai starten wieder Direktflüge von Frankfurt nach Anchorage.

Bild: Barry-Gletscher vom Boot aus Foto: Jack Bonney

Quelle HEISS PUBLIC RELATIONS

Liechtenstein lädt zu fürstlichen Winterferien

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liechtenstein

„Einfach fürstlich“ fühlt sich ein Winterurlaub in Liechtenstein an. Das kleine Land mit der großen Wohlfühl-Kompetenz ist Europas viertkleinster Staat und hat bei Familien und Genießern die Nase ganz weit vorn. Wer hierher zur Winterauszeit kommt, der erlebt eine ruhige, alpine Naturlandschaft abseits von Trubel und Massentourismus – zum Skifahren und Langlaufen, zum Winterwandern und Durchatmen, zum Krafttanken und Aktivsein.

„Einfach fürstlich“ ist ein Qualitätsversprechen in vielerlei Hinsicht. Besonders auch, wenn es sich um die ausgezeichnete Küche in Liechtenstein, um die erlesenen Weine sowie die gastfreundliche, exzellente Hotellerie handelt. Zwischen der Schweiz und Österreich liegt das vielseitige Fürstentum und vereint eindrucksvoll eine traumhafte Gebirgswelt, lebendige Kultur und reizvolle Dörfer. Die Grenze zur Schweiz existiert dank einem über hundertjährigen Zollvertrag nur auf dem Papier. Rund 1 Autostunde ist es von Zürich, ca. 2,5 Stunden fährt man von München nach Liechtenstein.

# Malbun – ein Skigebiet zum Verlieben

Zum Skifahren kommt man in Liechtenstein nach Malbun. Das höchste Dorf des Fürstentums liegt auf 1.600 Metern Höhe, bietet 23 Kilometer perfekte Pisten für jedes Können und gilt als besonders schneesicher und familienfreundlich. Auch Tina Weirather und Marco „Büxi“ Büchel, beide mehrfache Ski-Weltcupsieger, haben in dem Liechtensteiner Skigebiet ihr „Handwerk“ gelernt. In Malbun geht es noch etwas beschaulicher zu, was vor allem Familien und Geniessern entgegenkommt. Das Skigebiet verfügt über offene Sessellifte und Schlepplifte. Geschlossene Gondeln, in denen sich die Skifahrer drängen, gibt es nicht.

Zudem tummeln sich hier keine Menschenmassen und Warteschlangen an den Liften. Viel Freiraum und viel Ruhe ist auf den Pisten von Malbun die Devise. Die Malbuner Hotels liegen direkt an der Skipiste und machen mit Ski in-Ski out den Winterurlaub zum rundum stressfreien Vergnügen. Das Skigebiet Malbun wurde von Skiresort.de, dem weltweit größten Testportal von Skigebieten, als eines der führenden Skigebiete bis 30 Kilometer Pisten ausgezeichnet. Die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern wurde vom Schweizer Tourismusverband mit dem Gütesiegel „Family Destination“ belohnt.

Ausgezeichnete „Family Destination“

Das Herz von Malbun schlägt für die Kinder. Im Zentrum des Ortes finden Familien im malbi-Park alles, was sie für den Schneespaß brauchen. Für die ersten Stehversuche auf Ski ist das Karussell malbi-Rondo genau das Richtige. Nach oben geht es mit dem 40 Meter langen malbi-Teppich, einem überdachten Förderband der neuesten Generation. Das Zentrum des Kinderparks bildet der malbi-Hort. Dort treffen sich Groß und Klein zum Aufwärmen, zu einem kleinen Lunch oder einfach zu einer kurzen Pause. Vom betreuten Kinderprogramm über Kinder-Skikurse bis hin zum praktischen Ausschlafservice für Eltern dreht sich in Malbun alles um das Glück der jüngsten Skiflitzer und die Zufriedenheit von Mama und Papa.

Ein Wintererlebnis der besonderen Art – eine Wanderung quer durch Liechtenstein

Der Liechtenstein-Weg führt durch ganz Liechtenstein und kann auch im Winter gut und sicher erwandert werden. 75 Kilometer gespickt mit spannenden Geschichten, Sehenswürdigkeiten, herrlichen Ausblicken, idyllischen Rastplätzen und vielem mehr warten auf die Entdecker. Am besten erwandert man den Liechtenstein-Weg, der durch alle 11 Gemeinden des Landes führt, während mehreren Tagesetappen. Ein Gepäcktransport sorgt für das nötige Extra an Entspannung. Vor dem Start lohnt es sich, die „LIstory“-App herunterzuladen.

Diese macht die Routenplanung für den Liechtenstein -Weg ganz einfach und gibt Einblicke in sonst verborgene Räumlichkeiten wie zum Beispiel das Schloss Vaduz.

Bilder, die bleiben: Langlaufen durch pure Natur in Steg/Valüna
In Liechtenstein können Langläufer den gesunden Wintersport in einer Naturlandschaft genießen, wie sie idyllischer nicht sein könnte. Völlig ungestört von Trubel oder Verkehrslärm geht es in Steg/Valüna über Wiesen, durch dichten Fichtenwald, am Samina-Bach entlang und über zahlreiche Brücken hinweg. Das kleine Dorf Steg ist ein Ortsteil der Gemeinde Triesenberg im Liechtensteiner Oberland. In das wunderschöne Langlaufgebiet Steg/Valüna verkehren von Vaduz aus regelmässig öffentliche Busse. Autofahrer finden Parkplätze direkt am Zugang zur Loipe. Dort befindet sich auch ein beheizter Umkleideraum mit kleiner Tee-Küche. Weil das Langlaufen in Steg/Valüna so besonders schön ist, knipsen sich die Langläufer dort einfach das Licht an – sollte ihnen der Wintersporttag zu kurz werden. 12 Kilometer Loipen schlängeln sich durch den Schnee, 3 Kilometer sind auch am Abend beleuchtet.

Winteridylle abseits der Pisten

Die atemberaubend schöne Winterlandschaft in Liechtenstein lässt sich vielseitig erleben. Auch gerne einmal ohne (Langlauf)Ski: Auf romantischen Winterspazierwegen und Schneeschuh-Wanderungen (Schnupperkurse werden angeboten), beim Lama- und Alpaka-Trekking mit Outdoor-Fondue, auf rasanten Rodelstrecken, beim Eisklettern oder Eislaufen.

Kultur zum Quadrat: Das Vaduzer Städtle

Wohl nirgendwo sonst gibt es so viel Kultur auf so kleinem und überschaubarem Raum wie in Vaduz. Wer in Malbun zum Skifahren ist, der kommt in nur 20 Autominuten in die Kulturmetropole mit ihrer Museumsmeile – eine wahre Fundgrube an Raritäten und Schätzen für Kulturinteressierte. Feine Restaurants locken mit internationaler Küche und zahlreiche Läden begeistern die Shopping-Fans.

Bild LIECHTENSTEIN MARKETING

Quelle © mk Salzburg

Steuerexperte zweifelt an Verfassungsmäßigkeit des WSF

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Finanzministerium (Archiv), über dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem das Bundesverfassungsgericht untersagt hat, Corona-Hilfen für Klimaprojekte zu verwenden, wachsen die Zweifel, ob der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Er sehe auch hier verfassungsrechtliche Probleme, sagte der Steuerexperte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Jens Boysen-Hogrefe, den Zeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Samstagsausgaben).

So seien Ausgaben „analog zum Klima- und Transformationsfonds“ beim WSF nicht nur im Jahr 2020 erfolgt, in dem der Fonds aufgelegt wurde, sondern „auch in späteren Jahren“. Ein weiterer Kritikpunkt sei die in beiden Fällen erfolgte Umwidmung der Mittel des Fonds, mit denen ursprünglich den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegengewirkt werden sollte. Im November 2022 wurde der Zweck des WSF um die Finanzierung des Maßnahmenpakets zur Abfederung der Folgen der Energiekrise erweitert. „Mit Blick auf das Karlsruher Urteil könnte es problematisch werden, dass der WSF sich nun aber um die Energiekrise kümmert“, so Boysen-Hogrefe.

Aus dem Sondervermögen werden unter anderem die Strom- und Gaspreisbremsen finanziert. CDU-Chef Friedrich Merz hatte zuvor bekannt gegeben, die Union prüfe nach der erfolgreichen Klage gegen den Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung auch eine Klage gegen den WSF. Zu der Frage, ob die Entscheidung des Verfassungsgerichts auch für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds gelte, sei ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben worden.


Foto: Finanzministerium (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Pumpkin Spice Ramen von yummy

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Pumpkin Spice Ramen von yummy

Wenn die Blätter in bunten Farben zu Boden fallen und es draussen frisch wird, brauchen wir Wohlfühlmomente, die uns gut tun und warm halten. Dieses Jahr kommt in der kälteren Jahreszeit ein ganz besonderer LecKürbissen auf unseren Tisch – die Limited Edition Pumpkin Spice Ramen von yummy, unserer liebsten Brand für innovative und rein pflanzliche Ramen. Reichhaltiger Kürbis wird verfeinert durch eine Prise Zimt, einem Hauch Muskat und Nelken und gibt der Sorte damit eine unverkennbare, einzigartige Note. Mit dem Pumpkin Spice trifft Tradition auf Trend und bringt die Aromen der kalten Jahreszeit in ein herzhaft-würziges Geschmackserlebnis, das sowohl für Veganer und Gesundheitsbewusste, als auch für experimentierfreudige Entdecker ein wahrer Genuss ist.

yummy Pumpkin Spice Limited Edition. Garantiert lecker.

Das macht yummy und den Limited Edition Pumpkin Spice Ramen so einmalig gut:

# 100% rein pflanzlich und glutenfrei

# Protein- und ballaststoffreich

# frei von Zusatzstoffen, künstlichen Aromen oder Palmöl

# hervorragend im Geschmack durch natürliche Zutaten

# einfach zuzubereiten

# minimaler Co2-Fußabdruck durch rein getrocknete Lebensmittel in einer 100% recyclebaren Verpackung

Wie der yummy Pumpkin Spice am besten schmeckt? Heisses Wasser hinzugeben, kurz umrühren und 5 Minuten warten. Fertig ist das Kürbis-Nudelglück.

Die yummy Produkte sind alle Online unter yummyeats.co erhältlich. Sie kosten ab 29,90 € (6er Mix).

Bild @yummy

Quelle Sonja Berger Public Relations

Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbstreiber bei Retail-Banken

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Klima Banken
Foto von Dr. Tillmann Lang (Quelle: Inyova)

Fünf Elemente bestimmen den Erfolg in der Zukunft

Kommentar von Dr. Tillmann Lang, CEO und Mitgründer von Inyova Impact Investing

Das Finanzsystem soll Teil der Bewältigung der Klimakrise sein. Doch bisher haben gerade Retail-Banken sich wenig damit auseinandergesetzt, wie sie Teil der Lösung werden. Es ist jedoch an der Zeit, dass ein radikaler Wandel in der Geschäftspolitik einsetzt, denn auch der unternehmerische Erfolg wird davon abhängen.

Die Covid-Krise, geo-politische Neuordnung und die Entwicklung im Zinsumfeld sind nur 3 Beispiele dafür, dass „Radikaler Wandel“ das neue Normal ist. Dennoch: Blickt man auf die langfristigen Entwicklungen, sind manche tiefgreifenden Entwicklungen erstaunlich vorhersehbar. Die Klimakrise verändert unsere Lebensweisen schon heute stark. Die junge Generation hat andere Vorstellungen von einer gelungenen Lebensgestaltung als die Jahrgänge zuvor.

In diesem Lebensmodell spielt zum Beispiel die Work-Life-Balance eine viel größere Rolle als dies in der Lebenswirklichkeit ihrer Eltern- und Großelterngeneration der Fall war. Gleichzeitig sind junge Menschen, die zukünftig die Mehrzahl der weltweiten Kund*innen der meisten Branchen ausmachen werden, in der Regel umwelt- und klimabewusster. Sie werden sich ihre Geschäftspartner*innen, dazu zählen auch Geldinstitute, danach aussuchen, wie ernst diese das Thema Nachhaltigkeit nehmen. Sie werden sich ein genaues Bild davon machen, ob die Banken ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft übernehmen.

Finanzsystem kann Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit liefern

Banken könnten und sollten als Vorreiter für Nachhaltigkeit agieren. Die Produktpalette ist ein zentraler Teil vom nachhaltigen Wirtschaften – ihre Wirkung ist der sogenannte Handabdruck – und dürfte gerade bei Finanzinstituten den Löwenanteil des Impacts ausmachen. Doch zusätzlich müssen Finanzinstitute auch selbst nachhaltig werden, in ihrer Art zu wirtschaften, durch Verringerung ihres Fußabdrucks.

Welche Kund*innen sollten schon von einer Retail-Bank, die als Unternehmen selbst nicht überzeugend nachhaltig agiert, grüne Produkte kaufen? Menschen stehen heute eine Vielzahl an vielfältigen Informationen zu Verfügung, die sie für die Frage nutzen, wem sie vertrauen können und wem sie zutrauen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Fünf zentrale Punkte können Retail-Banken auf die nächste Stufe heben und zukunftsfähig machen.

Fünf Elemente bestimmen den Erfolg in der Zukunft

  1. Ganzheitliche Integration von Nachhaltigkeit

ESG-Kriterien dürfen nicht nur für Produkte gelten, sondern auch für ganze Unternehmen. Wofür werden Kredite vergeben? Welche Projekte werden finanziert? Haben Männer und Frauen dieselben Aufstiegschancen und erhalten für gleiche Arbeit gleiches Gehalt? Die Anbieter*innen werden von den Kund*innen auf ihre Nachhaltigkeitsleistung bewertet werden. In ihren Produkten, aber auch in ihrer Arbeit und Aufstellung. Sie werden bereits heute daran gemessen. Nachhaltigkeit wird damit Grundvoraussetzung für den Erfolg – nicht nur wegen immer strengerer regulatorischer Vorgaben, sondern weil die Firmen- wie Privatkund*innen es mehr und mehr einfordern.

  1. Megatrend Personalisierung

Menschen wollen zunehmend als Individuen wahrgenommen werden. Daher werden personalisierte Finanzprodukte, Investments, Kredite, Girokonten und Bezahlsysteme immer wichtiger. Was in England, den USA und in Asien längst Standard ist, kommt gerade erst nach Europa. Die amerikanische Großbank JPMorgan hat mit OpenInvest einen der führenden Anbieter für personalisierte Finanzprodukte gekauft. Die UBS kooperiert bereits mit dem Personalisierungsanbieter Ethic aus den USA, um das Personalisierungskonzept nach Europa zu exportieren.

  1. Plattform-Strategien und Partnerschaftsmodelle

Wer über Nachhaltigkeit redet, muss über das Thema Bescheid wissen. Nicht oberflächlich, sondern mit tiefer Expertise. Dies erfordert völlig neue Skills. Dafür ist die Zusammenarbeit mit Expert*innen aus anderen Disziplinen – insbesondere aus den Naturwissenschaften sowie aus der Datenerhebung und -auswertung – notwendig. Wer alles selbst machen will, wird bei allen Angeboten bestenfalls Mittelmaß liefern. Retail-Banken müssen sich also für Partnerschaften mit anderen Anbieter*innen öffnen. Sonst werden sie im Laufe der Zeit von Apple, Amazon und Google oder anderen gefressen.

  1. Nutzung der traditionellen Stärken

Die traditionellen Stärken klassischer Banken wie etwa ihre lokale Vernetzung und ihre Nähe zu den Kund*innen sind ein wertvolles Asset, doch sie werden zusätzliche Assets benötigen, die sie nicht allein aus sich heraus generieren können. Im Zentrum stehen die Kundenberater*innen, die im Beratungsgespräch immer komplexere Anforderungen schultern müssen – seien es Fragen zur Wirkung eines Produktes, oder schlichtweg die Einhaltung komplexer regulatorischer Vorgaben. Dazu braucht es Technologie und Beratertools, die den Berater*innen erlauben, sich auf das zu konzentrieren, was sie stark macht: die Kundenbeziehung.

  1. Retail-Modell passt in die Welt von morgen

Kapital für Innovationen bereitzustellen, ist der erste Hebel des Finanzsystems, um Teil der Lösung zu werden. Hier gibt es heute schon viele Modelle, die sich inzwischen zu beträchtlichen Märkten entwickelt haben: Green Bonds, Private Equity, Risikokapital, Peer Lending, Mikrofinanzen, um nur ein paar zu nennen. Durch das Finanzsystem kann Kapital dorthin gelenkt werden, wo es mehr Nachhaltigkeit bewirkt. Diese Modelle helfen, die Innovationen zu schaffen, die wir für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell brauchen. Neben Innovation brauchen wir aber auch ein Upgrade der bestehenden Wirtschaft, hin zu Klimaverträglichkeit. Das ist der zweite Hebel des Finanzsystems, zum Beispiel durch Wahrnehmung von Eigentums- und Aktionärsrechten. Indem die Retail-Banken diese Hebel in Bewegung setzen, können sie die Herausforderungen, vor der wir alle stehen, meistern und Teil der Lösung werden.

Der Wandel ist bereits entbrannt und er ist unumkehrbar. Allerdings kann man ihn nur meistern, wenn man sich auch selbst wandelt. Wer ihn mitgestaltet, hat enorme Chancen. Und Finanzinstitute in Europa sind gut beraten, diesen Wandel nicht allein dem Silicon Valley zu überlassen.

Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbstreiber bei Retail-Banken

Foto von Dr. Tillmann Lang (Quelle: Inyova)

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Bundestag billigt Gesetz zur Wärmeplanung

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Fernwärme-Anschluss (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundestag hat das sogenannte Wärmeplanungsgesetz auf den Weg gebracht, mit dem alle Kommunen zur Erstellung von Wärmeplänen verpflichtet werden. Der Entwurf wurde am Freitag mit den Stimmen der Ampelkoalition beschlossen.

Die Opposition stimmte geschlossen dagegen. In den Wärmeplänen sollen die Kommunen angeben, in welchen Straßen eine Fernwärmeversorgung geplant ist, wo Nahwärme beispielsweise über Biomasse verfügbar sein wird oder wo ein Wasserstoffnetz aufgebaut werden soll. Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis spätestens 30. Juni 2026 Wärmepläne erstellen, für Gemeindegebiete mit weniger als 100.000 Einwohnern gilt der 30. Juni 2028 als Stichtag. Für kleinere Gemeinden unter 10.000 Einwohner können die Länder ein vereinfachtes Verfahren beschließen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) begrüßte das neue Wärmeplanungsgesetz als einen „wichtigen Schritt zur Erhöhung des Anteils fossilfrei erzeugter Wärme“. Mehr Wärmenetze dürfe es aber nur bei Verbesserung des Verbraucherschutzes geben, sagte Thomas Engelke, Leiter Energie und Bauen beim (VZBV), am Freitag. „Gut ist daher, dass die Bundesregierung im Gesetz einen Kostenvergleich von Wärmenetzen mit anderen Heizungsoptionen festgeschrieben hat.“ Aktuell gebe es große Preisunterschiede zwischen verschiedenen Wärmenetzen für die privaten Haushalte.

Damit Verbraucher eine gut informierte Entscheidung treffen könnten, ob sich ein Fernwärme-Angebot für sie lohne, brauche es ein „Mindestmaß an Transparenz“ im Markt: „Deshalb sollten alle von den Versorgern erfassten verbraucherrelevanten Daten gebündelt und in einer öffentlich einsehbaren, deutschlandweiten Datenbank und Wärmenetzkarte veröffentlicht werden“, so Engelke.


Foto: Fernwärme-Anschluss (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wachstumsfonds der Bundesregierung steht

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Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der neue „Wachstumsfonds Deutschland“ der Bundesregierung steht. Er sei mit einer Milliarde Euro an Wagniskapital komplett gefüllt, berichtet das „Handelsblatt“.

Die zuständige KfW Capital – die Beteiligungstochter der staatlichen Förderbank KfW – habe die letzten Zeichnungen weitgehend finalisiert, schreibt die Zeitung unter Berufung auf vier Insider. Am kommenden Mittwoch wollen KfW und Bundesregierung den Wachstumsfonds demnach vorstellen. Das Geld kommt laut Zeitung zu rund einem Drittel vom Bund. Wirtschafts- und Finanzministerium hatten den Fonds initiiert und sehen ihn als zentrales Instrument, um den Start-up- und Innovationsstandort Deutschland nach vorn zu bringen.

Start-ups fällt es angesichts der Zinswende, den Kriegen in der Ukraine und Israel und der anhaltend hohen Inflation aktuell deutlich schwerer als noch in der Coronakrise, neue Finanzierungsgelder einzuwerben. Die übrigen zwei Drittel des Kapitals kommen dem „Handelsblatt“ zufolge von privaten Investoren, die bisher in Deutschland eher selten ihr Geld zur Verfügung stellen. Vertreten sind demnach namhafte Größen – unter anderem aus der deutschen Versicherungswirtschaft. Beim Wachstumsfonds handelt es sich um einen Dachfonds – das heißt, dass das vorhandene Geld in andere Wagniskapitalfonds investiert wird.

Die wiederum unterstützen damit verschiedene Start-ups. Maßgabe für die Zielfonds ist, dass es sich um europäische Investoren handelt, die vornehmlich in deutsche Start-ups in späteren Phasen der Firmengründung investieren, wenn mehr Geld vonnöten ist. Da ist der Mangel in Deutschland besonders augenfällig.


Foto: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts