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Politisches Berlin würdigt Franz Beckenbauer

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Reichstagsgebäude (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das politische Berlin würdigt den am Sonntag verstorbenen Franz Beckenbauer – Politiker aller Parteien drückten ihr Beileid aus. „Weltmeister als Spieler und Trainer: Franz Beckenbauer war einer der größten Fußballer in Deutschland und für viele `der Kaiser` – auch, weil er über Generationen für den deutschen Fußball begeistert hat“, schrieb Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf Twitter. „Er wird uns fehlen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben): „Mit Franz Beckenbauer verlieren wir eine Legende des deutschen Sports. Kaum jemand hat den deutschen Fußball so geprägt, kaum jemand wird so unvergesslich bleiben.“ Mit seiner Eleganz und seinem Stil auf dem Platz habe er den Fußball neu definiert, so die SPD-Politikerin. „Als Weltmeister als Kapitän der Nationalmannschaft 1974 und als Weltmeister als Teamchef 1990 hat er Geschichte geschrieben. Franz Beckenbauer wird für immer seinen Platz im Herzen von Millionen Fußballfans behalten.“

Auch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) erinnerte an die Fußball-Ikone: „´Geht´s raus und spielt´s Fußball´ – niemand hat Fußball so gelebt und geliebt wie Franz Beckenbauer“, schrieb Lindner auf Twitter. „Fußball-Deutschland hat ihm mehr zu verdanken als nur Titel.“

Nach Bundesjustizminister Marco Buschmann hat kaum ein anderer den Fußball als Spieler und Mensch so geprägt wie Franz Beckenbauer: „Ruhe in Frieden – es gilt weiterhin: Gute Freunde kann niemand trennen, gute Freunde sind nie allein“, so Buschmann.

CDU-Chef Friedrich Merz drückte sein Mitgefühl aus: „Die Nachricht, dass Franz Beckenbauer gestorben ist, erfüllt mich mit großer Trauer“, schrieb Merz auf Twitter. „Wir verlieren ein großes sportliches Vorbild.“

Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Götz Frömming, äußerte sich auf Twitter: „Er spielte für Deutschland. Ruhe in Frieden Franz Beckenbauer.“

Beckenbauer war bereits am Sonntag im Alter von 78 Jahren gestorben.


Foto: Reichstagsgebäude (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen teils deutlich zu – Boeing unter Druck

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Montag teilweise deutlich zugelegt. Erst gegen Nachmittag schaffte es der Dow Jones, sich aus der Verlustzone zu befreien. Eine Belastung stellten die Kursverluste von Schwergewicht Boeing dar: Anteilsscheine des Flugzeugbauers verloren nach den jüngsten Geschehnissen im Tagesverlauf über 6 Prozent. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 37.683 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit rund 4.764 Punkten ganze 1,4 Prozent fester, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zum Handelsende mit rund 16.650 Punkten sogar 2,1 Prozent fester.

„Nach den robusten US-Arbeitsmarktdaten und in der Folge etwas abgekühlten Zinssenkungserwartungen stimmen sich die Anleger jetzt schon auf das wohl wichtigste Nachrichten-Event in dieser Woche vor ein, die Inflationsdaten Dezember aus den USA am Donnerstag“, sagte Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0952 US-Dollar (0,08 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9130 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 76,42 US-Dollar, das waren 234 Cent oder 3,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Gericht erlaubt GDL-Streik – Bahn geht in Berufung

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Streik-Hinweis bei der Bahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main hat den für Mittwoch bis Freitag geplanten Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL erlaubt – die Bahn will aber juristisch umgehend in die nächste Runde gehen. Das Arbeitsgericht hatte einen Eilantrag des Staatskonzerns auf einstweilige Verfügung gegen den 64-stündigen Streik abgewiesen.

In der zweiten Instanz wird nun das Hessische Landesarbeitsgericht angerufen. „Diesem Streik fehlt die Legitimation und die Grundlage“, sagte Bahn-Manager Florian Weh am Montagabend. Im Sinne der Kunden werde die Bahn „alles“ tun, „um ihn zu verhindern“. „Die Hürden liegen bei einem Eilverfahren für den Arbeitgeber immer hoch. Das Streikrecht ist aus gutem Grund ein hohes Gut. Aber dieser Streik ist keine Ultima Ratio, sondern eine Zumutung, die auf Sand gebaut ist.“

Die Bahn begründet ihr juristisches Vorgehen damit, dass die GDL eine Leiharbeiter-Genossenschaft gegründet und nach Ansicht der Konzernjuristen damit ihre Tariffähigkeit verloren habe. Zudem habe die Bahn ein neues Angebot vorgelegt, in dem der GDL 11 Prozent Lohnsteigerung angeboten worden seien, und man ihr bei der Kernforderung zur Arbeitszeit „weit entgegenkommen“ sei. Die Gewerkschaft hatte dieses Angebot jüngst als Farce zurückgewiesen.

Die GDL hatte deswegen am Sonntagabend angekündigt, von Mittwochmorgen, 2 Uhr, bis Freitagabend, 18 Uhr, den gesamten Bahnverkehr zu bestreiken. Im Güterverkehr beginnt der Ausstand schon am Dienstagabend.


Foto: Streik-Hinweis bei der Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wagenknecht will neue Partei vor Unterwanderung schützen

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Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Sahra Wagenknecht will ihre neue Partei nur behutsam für neue Mitglieder öffnen und so eine Unterwanderung verhindern. „Wir werden bezogen auf die Mitgliedschaft langsam wachsen“, sagte Wagenknecht am Montag dem TV-Sender „Welt“.

Daher werde man Interessenten bitten, zunächst einmal nur Förderer oder Unterstützer zu werden und nicht gleich Parteimitglied. So will Wagenknecht ihre Partei und Programmatik vor dem Einfluss anderer Strömungen schützen. „Wenn jemand uns fördern möchte, sprich uns unterstützen möchte mit Geldbeiträgen, oder wenn jemand uns in den Wahlkämpfen unterstützen möchte, aktiv – das ist ja der Unterstützer-Status – das machen natürlich Menschen, die unsere Partei gut finden. Aber wir werden bei der Mitgliedschaft eben schon Menschen kennenlernen, bevor sie Mitglied werden, gerade weil wir verhindern wollen, was oft bei jungen Parteien passiert: Dass Menschen reinkommen, die ein ganz anderes programmatisches Bild haben, die etwas anderes wollen – und wir möchten schon den Wählerinnen und Wählern gegenüber gewährleisten: Wo Sahra Wagenknecht draufsteht, da ist auch Sahra Wagenknecht drin.“

Es sei auch „gegenüber den Wählern nicht fair, wenn Parteien von innen sich so verändern, dass sie irgendwann nicht wiederzuerkennen sind.“ Die Vorsicht vor Einflussnahme verspricht Wagenknecht auch für die Parteienfinanzierung. Es brauche zwar frisches Geld über den bereits eingesammelten Betrag hinaus, um die Doppelbelastung aus Wahlkampf und Aufbau von Strukturen zu stemmen. Aber dabei gelten laut Wagenknecht die üblichen Transparenz-Regeln: „Wir nehmen Geld nach dem Parteiengesetz an“, so Wagenknecht. „Auch Großspender werden selbstverständlich veröffentlicht.“

Wagenknecht versucht auch eine Abgrenzung von der AfD: „Die AfD, gerade im Osten, ist eine Partei mit einem starken rechtsextremen Flügel. Also, mit Rechtsextremisten können wir nicht zusammenarbeiten. Das würde ja unseren ganzen Grundansprüchen widersprechen.“ Überhaupt sei sie „nicht Mehrheitsbeschaffer irgendeiner Regierung“, so Wagenknecht. Inhaltlich verweist Wagenknecht auf die Unterschiede zwischen AfD und ihrer eigenen Partei : „Die AfD will nicht Mieten regulieren, sondern sie sagt: Freie Bahn für die Investoren. Die AfD möchte auch nicht eine stärkere soziale Gerechtigkeit. Sie ist auch bei der Rente eher dafür, das dem privaten Kapital zu überlassen.“


Foto: Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Steinmeier kondoliert zum Tod von Franz Beckenbauer

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Frank-Walter Steinmeier (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Montag Heidrun Beckenbauer zum Tod ihres Mannes kondoliert. „Wohl niemand hat den deutschen Fußball so stark geprägt wie Franz Beckenbauer“, schrieb Steinmeier der Witwe.

„Als Spieler, Teamchef und Trainer hat er Fußballgeschichte geschrieben. Er war eine Ausnahmeerscheinung, das Wort Libero in seiner ganzen Bedeutung scheint für ihn erfunden zu sein. Seine Eleganz am Ball, sein Blick für das Spiel, seine Leichtigkeit, aber auch sein immer mannschaftsdienliches Spiel haben die Fußballfreunde in der ganzen Welt begeistert.“

Seine größten Erfolge seien die Meisterschaften und Europapokalsiege mit dem FC Bayern, der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 1974 als Mannschaftskapitän und der Erfolg bei der Weltmeisterschaft 1990 als Teamchef gewesen, so Steinmeier. „Mit seinem Führungsstil und seiner Spielphilosophie hat Franz Beckenbauer die deutsche Nationalmannschaft in der ganzen Welt zu einem herausragenden Botschafter unseres Landes gemacht. Dafür werden wir ihm immer dankbar sein. Und auch das Sommermärchen in unserem Land 2006 wäre ohne ihn undenkbar gewesen.“

Auch mit seinem sozialen Engagement habe er Pioniergeist und Durchhaltewillen bewiesen. Mit Franz Beckenbauer verliere das Land den bekanntesten und in aller Welt beliebten Repräsentanten des deutschen Sports: „Wir werden ihn nicht vergessen“, so der Bundespräsident.


Foto: Frank-Walter Steinmeier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Beckenbauer gestorben – Fußball-Deutschland würdigt "Kaiser Franz"

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Franz Beckenbauer (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Tod von Fußball-Ikone Franz Beckenbauer würdigt Fußball-Deutschland seinen „Kaiser Franz“. Thomas Müller schrieb in den Sozialen Netzwerken: „Einer der großartigsten Fußballer der Vereinsgeschichte des FC Bayern hat uns leider verlassen – Ruhe in Frieden, Kaiser Franz. Wir werden nie vergessen, was du für den Fußball in Deutschland geleistet hast.“

Auch aus anderen Vereinen gab es schnelle Reaktionen. Der BVB teilte am Montagabend mit: „Borussia Dortmund trauert um einen großen deutschen Fußballer. Ruhe in Frieden, Franz Beckenbauer. `Der Kaiser` wird für immer unvergessen bleiben. Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Familie und allen Angehörigen.“

Borussia Mönchengladbach schrieb: „Borussia trauert um einen der größten Spieler der Geschichte und eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Fußballs.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gehörte zu den ersten Spitzenpolitikern, die kondolierten: „Er war ein Ausnahmefußballer, Ausnahmetrainer und ein wunderbarer Mensch, der von allen, die ihn näher kannten, geliebt und geachtet wurde. Weltmeister als Spieler und als Trainer, Vater des Sommermärchens 2006 und Aushängeschild des FC Bayern München – dies alles wird unvergesslich bleiben. Franz Beckenbauer war ein Jahrhundertsportler. Die Bayern trauern um einen der ihren, der Botschafter des Freistaats in der Welt war.“

Beckenbauer war bereits am Sonntag im Alter von 78 Jahren gestorben.


Foto: Franz Beckenbauer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DIW-Präsident Fratzscher warnt vor Wagenknecht-Partei

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Sahra Wagenknecht am 08.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht in der neuen Partei von Sahra Wagenknecht (BSW) eine Gefahr für den Standort Deutschland. Die Positionen des „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ seien „als Ganzes widersprüchlich und würden der Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Die Forderung etwa, den Klimaschutz und die ökologische Transformation nicht nur zu stoppen, sondern wieder rückgängig zu machen, „würde Deutschland viele Arbeitsplätze und großen Wohlstand kosten“.

Zudem sei die Wirtschaftspolitik geprägt von Forderungen nach Protektionismus und einer Abschottung vom Rest der Welt. „Alles in allem würden die Vorschläge der Partei von Sahra Wagenknecht das Ende des Wirtschaftsmodells Deutschlands bedeuten.“


Foto: Sahra Wagenknecht am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Habeck fordert mehr Engagement für Verteidigung der Demokratie

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Robert Habeck (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat angesichts der Bauernproteste vor einem wachsenden Einfluss extremistischer Gruppierungen gewarnt und zu mehr Engagement für die Verteidigung der Demokratie aufgerufen. „Sie wollen ihre Kritik zum Ausdruck bringen, einige einfach ihrem Ärger Luft verschaffen – das ist ihr Recht“, sagte Habeck in einer am Montag auf Twitter verbreiteten Videobotschaft.

„Allerdings warnt der Bauernverband selbst inzwischen davor, dass die Proteste nicht vereinnahmt werden dürfen. Es kursieren Aufrufe mit Umsturzfantasien, extremistische Gruppierungen formieren sich, völkisch-nationalistische Symbole werden offen gezeigt.“ Zwar habe der Bauernverband immer wieder betont, gewaltfrei und friedlich demonstrieren zu wollen, die Erfahrungen der letzten Demonstrationen hätten jedoch gezeigt, dass diese Botschaft nicht bei allen angekommen sei. „Wenn an Traktoren Galgen hängen, wenn Traktorkolonnen zu privaten Häusern fahren, dann ist eine Grenze überschritten.“

Habeck vermutet, dass hinter den Protesten mehr stehe als die jüngsten Entscheidungen der Regierung. Es sei sichtbar, dass in den letzten Jahren etwas ins Rutschen gekommen sei. „Wir alle erleben einen Umbruch: Kriege und Krisen, die hohe Inflation über die letzten zwei Jahre. Die Hoffnung vor einer besseren Zukunft ist der Angst vor einer schlechteren gewichen.“ Vielerorts machten sich Erschöpfung und Enttäuschung sowie Sorge und Wut breit. Man dürfe jedoch nicht zulassen, dass Extremisten diese Verunsicherung instrumentalisierten. „Wir dürfen nicht blind sein. Umsturzfantasien heißen nichts anderes, als unseren demokratischen Staat zerstören zu wollen.“

Der Grünen-Politiker zeigte sich darüber besorgt, dass einige Debatten zusehends verrohten. „Unsere liberale Demokratie ist ein Schatz, den wir verteidigen müssen. Unsere Republik ist eine, für die wir arbeiten müssen.“ Die Radikalen und Populisten befänden sich im Aufwind und seien überdies motiviert und mobilisiert, so der Minister. „Entscheiden ist jetzt, dass die große schweigende Mehrheit sich einbringt.“


Foto: Robert Habeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Künast sieht neue "Robustheit" bei Bauernprotesten

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Bauernproteste am 08.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Politikerin Renate Künast beobachtet bei den aktuellen Bauernprotesten zur Agrarpolitik eine Verschärfung im Vergleich zu früheren Demonstrationsformen. „Die Robustheit hat sich verändert“, sagte sie dem Sender Phoenix.

Die Bundestagsabgeordnete befürchtet, dass unter den Demonstranten „vielleicht mancher sich nicht sicher sein kann, dass er nicht umgedreht oder funktionalisiert wird“. Manche wollten vielleicht sogar „auch Demokratie abschaffen und ein autoritäres System schaffen“. Für sie sei da die Grenze erreicht. Künast vergleicht die Proteste mit „Trumpismus“: „Da soll eigentlich gar nicht diskutiert werden, sondern nur sehr robust seine Meinung ausgedrückt werden“, sagte sie.

Obwohl bei den aktuellen Protesten vor allem die Finanzierung des Agrardiesels im Vordergrund stehe, liegen die Probleme der deutschen Landwirtschaft nach Meinung der Grünen-Politikerin eigentlich woanders, nämlich bei der „Ausrichtung der Zukunft“ und dem Umgang mit neuen klimatischen Bedingungen. „Sie haben Probleme mit zu viel, zu wenig Wasser. Sie haben Probleme damit, dass sie jahrzehntelang eine Exportstrategie gefahren haben, und jetzt nimmt China unser Schweinefleisch nicht ab.“ Es müsse überlegt werden, „wie geht es morgen und übermorgen weiter, wo ist die Perspektive“.

Dabei gebe es bereits eine Vielzahl von Maßnahmen, so Künast. Es dürfe sich aber nicht an bestehenden Modellen festgeklammert werden: „Wer Wettbewerbsfähigkeit so diskutiert, als wären wir unter klimatischen Bedingungen von vor 30 Jahren, der hat, glaube ich, den Schuss nicht gehört“. Künast zitiert Einstein mit den Worten, „dass die Probleme nicht mit denselben Maßnahmen und Methoden gelöst werden können, die Grund für die Probleme waren“.


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Händler warnen nach Bauernblockaden vor leeren Regalen

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Bauernproteste am 08.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Bauernproteste warnt der Handelsverband Berlin-Brandenburg vor Versorgungsengpässen und Einschränkungen für Verbraucher. „Schon morgen werden Hunderte Supermärkte in Berlin keine Warenlieferungen erhalten“, sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen dem Nachrichtenportal T-Online. „Wenn sich die Situation nicht schlagartig ändert, müssen wir damit rechnen, dass morgen Regale leer bleiben könnten.“

Grund dafür seien Proteste in Großbeeren, etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt. Dort haben Bauern nach übereinstimmenden Berichten die Zufahrtswege eines Großmarktes blockiert. Laut Busch-Petersen werden von dort viele Läden in Berlin und Brandenburg beliefert. Mit den vom Bauernverband angekündigten Blockaden habe der Protest offenbar nichts zu tun, die Verantwortlichen ließen sich derzeit nicht ermitteln. „Es passiert, was wir vorhergesagt haben: Der Bauernverband hat seine Leute nicht im Griff“, kritisiert Busch-Petersen.


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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