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Zentralrat der Juden: Demos gegen Rechts bringen Vertrauen zurück

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Demo gegen Rechtsextremismus am 20.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, ist erfreut darüber, dass die Ereignisse in Potsdam die Menschen im Land wachgerüttelt haben. Für die Juden sei dies ein Bild, „das wieder Vertrauen in die demokratischen Verhältnisse in der Bundesrepublik schaffen kann“, sagte er am Sonntag dem TV-Sender „Welt“.

Er habe in den letzten Monaten eher das Gefühl gehabt, dass es in Deutschland eine große schweigende Mehrheit gebe. Im Vorfeld der Pressekonferenz zu Antisemitismus in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023, die für den kommenden Donnerstag erwartet wird, sieht Schuster einen leicht positiven Trend in Deutschland: „Seit dem 7. Oktober, dem Attentat der Hamas, gab es massive antisemitische Kundgebungen, auch antisemitische Vorfälle, diese Welle scheint mir etwas abgeflacht zu sein, was erst einmal gut ist, aber eine erhebliche Verunsicherung gibt es auch heute noch bei jüdischen Menschen.“

Doch mit den aktuellen Demonstrationen wachse das Vertrauen wieder, sagte Schuster.


Foto: Demo gegen Rechtsextremismus am 20.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Dena-Chefin fordert baldige Einführung des Klimagelds

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Stromzähler (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Chefin der bundeseigenen Deutschen Energie-Agentur (Dena) Corinna Enders ruft die Ampelkoalition dazu auf, das sogenannte Klimageld noch in dieser Legislaturperiode an den Start zu bringen, als Ausgleich für den steigenden CO2-Preis. „Ich wünsche mir, dass die Regierung dieses Versprechen einlöst und das Klimageld noch in diesem oder im nächsten Jahr einführt“, sagte sie dem „Spiegel“.

Dass der Bund den Stromkunden seit 2022 die EEG-Umlage abnimmt, reiche nicht aus. „Wenn man den Bürger darauf hinweist, dass er keine EEG-Umlage mehr zahlt, dann fragt er wahrscheinlich: Was war das noch mal genau“, so die Regierungsberaterin. „Es kommt auch auf das Signal an, das eine solche Entlastung sendet – das Klimageld ist transparent und klar verständlich.“ Der Staat gäbe damit die Einnahmen aus dem CO2-Preis zurück. „Und das überproportional an diejenigen, die es am meisten gebrauchen können“, sagte Enders.

Die Energiewende zu finanzieren, bezeichnete die Dena-Chefin als zentrale Gemeinschaftsaufgabe für den Staat und private Investoren. „Was den Staat betrifft: Da braucht es einen parteiübergreifenden Ansatz, die notwendigen Mittel bereitzustellen“, forderte Enders. „Wir müssen darüber nachdenken, die Schuldenbremse zu reformieren.“ Enders erwartet, „dass die Erneuerbaren in rund zehn Jahren die Strompreise deutlich senken“. Dazu „müssen wir sie jetzt konsequent ausbauen“.


Foto: Stromzähler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Hamas fragte Treffen mit Merkel an

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Angela Merkel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die palästinensische Terrororganisation Hamas hat offenbar im Januar 2006 um ein Treffen mit der damaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gebeten. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf mehrere Quellen. Demnach erreichte die Anfrage Merkel während ihres Antrittsbesuchs in Jerusalem.

Wenige Tage zuvor hatte die Hamas die Wahl zum palästinensischen Nationalrat gewonnen. Dem Bericht zufolge zögerte Merkel. Die Terrororganisation stand auf der Sanktionsliste der EU, ihre Konten waren eingefroren und die Kanzlerin glaubte wohl, die Hamas wolle sie instrumentalisieren, gegen Israel und auch gegen die Palästinensische Autonomiebehörde.

Andererseits wollte die Deutsche das Anliegen auch nicht einfach ablehnen, schließlich war die Hamas Wahlsieger, heißt es weiter. Merkel ließ daher ausrichten, dass die Hamas das Existenzrecht Israels anerkennen oder sich zumindest deutlich in diese Richtung bewegen müsse.

Das Gespräch mit der Hamas kam nicht zustande, eine weitere Anfrage erreichte Merkel während ihrer Kanzlerschaft nicht mehr. Einem vertraulichen US-Dokument aus dem Wikileaks-Bestand zufolge war Merkel dagegen gewesen, die Islamisten überhaupt zu der Wahl 2006 zuzulassen.


Foto: Angela Merkel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bauernpräsident kündigt neue bundesweite Proteste an

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Bauernproteste (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bauernpräsident Joachim Rukwied hat mit Blick auf den noch ausstehenden Haushaltsbeschluss des Bundestages neue bundesweite Proteste der Bauern gegen die geplanten Kürzungen beim Agrardiesel angekündigt. „Für den Haushalt gilt wie für jedes andere Gesetz: Erst wenn wirklich alles zu Ende verhandelt ist, ist ausverhandelt“, sagte Rukwied der „Rheinischen Post“ (Sonntagausgaben).

„Wir werden weiterhin für eine angemessene Lösung beim Agrardiesel kämpfen. Deshalb wird es weiter bundesweit Aktionen geben“, sagte Rukwied. „Auch über andere Themen müssen wir sprechen, aber das muss im Anschluss erfolgen“, so der Präsident des Bauernverbandes.

Am vergangenen Donnerstag hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages die von der Bundesregierung geplante Streichung der Agrardiesel-Beihilfen per Ampel-Mehrheit mitgetragen. Die finale Verabschiedung des Bundeshaushalts 2024 ist in der Woche vom 29. Januar bis 2. Februar geplant.


Foto: Bauernproteste (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Özdemir: Mehr als 1 Milliarde Euro für Agrarstrukturförderung

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Cem Özdemir am 18.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat den protestierenden Bauern entgegengehalten, dass für die nationale Agrarstrukturförderung im laufenden Jahr mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen. „In den Haushaltsberatungen konnten wir trotz harter Sparvorgaben die angedachten Kürzungen bei der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) nahezu komplett zurückholen“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Mit 907 Millionen Euro in der GAK und zusätzlichen 125 Millionen Euro für die GAK-Waldmaßnahmen haben wir eine gute Grundlage für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung, für die Stärkung unserer deutschen Wälder und für die Honorierung der gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte in unserem Land.“ Die Förderung starker ländlicher Räume bleibe gesichert.


Foto: Cem Özdemir am 18.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Stark-Watzinger für Einsatz von Gentechnik in Deutschland

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Bettina Stark-Watzinger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat sich für den Einsatz von Gentechnik in Europa ausgesprochen. „Über 1.000 Wissenschaftler und 35 Nobelpreisträger sprechen Klartext: Wir brauchen die neuen Züchtungstechniken und müssen sie europaweit zulassen“, sagte Stark-Watzinger der „Bild am Sonntag“. Die FDP-Politikerin bezieht sich dabei auf einen offenen Brief von 1.000 Wissenschaftlern, die sich eindringlich für eine Lockerung der EU-Regeln zum Einsatz von sogenannten „Neuen Genomischen Techniken“ (NGT) einsetzen.

„In Wahrheit gibt es kein gutes Argument dagegen.“ Hintergrund ist ein Vorschlag der EU-Kommission. Er sieht unter anderem vor, den Anbau von NGT-modifizierten Pflanzen nicht nur in ganz Europa zu erlauben.

Vor allem die Umweltministerin Steffi Lemke und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (beide Grüne) sehen den Vorschlag skeptisch. Grundlos, findet Stark-Watzinger. „Wer die Reform verhindern will, stellt sich gegen Landwirte, Klimaschutz und Forschung“, so die Ministerin. „Die von der EU-Kommission vorangetriebene Reform ist eine riesige Chance, sie muss unbedingt kommen.“


Foto: Bettina Stark-Watzinger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lettischer General lehnt EU-Armee ab

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Europaflagge (Archiv), via dts NachrichtenagenturRiga (dts Nachrichtenagentur) – Lettlands Armeechef General Leonîds Kalniòð hat Forderungen nach einer EU-Armee, wie zuletzt aus Italien, zurückgewiesen. „Das ist absoluter Unsinn: Die meisten EU-Länder sind Mitglieder der Nato, Europa hat also bereits eine Armee“, sagte Kalniòð dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Unser Ziel ist es, diese Europäische Union zu verteidigen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass es keine Notwendigkeit für eine eigene EU-Armee gibt.“ Für bestimmte Einsatzzwecke könnten die EU-Staaten eine Task Force zusammenstellen, sagte er, aber dafür benötige man keine neue Armee.

Zudem warnte der Armeechef mitteleuropäische Staaten davor, die Bedrohung durch Russland nicht ernst zu nehmen. „Die Einsicht, dass die Bedrohung durch Russland real ist, kommt nur sehr langsam bei den Menschen an. Die Länder in der Mitte Europas glauben, weit genug von Russland entfernt zu sein“, sagte Kalniòð. „Dabei können moderne Waffen von Russland aus auch Ziele mitten in Europa treffen.“

Er gibt zu bedenken: „Wenn Russland den östlichen Teil Europas besetzt, rückt es auch den anderen Ländern plötzlich viel näher. Es ist gefährlich, sich in Sicherheit zu wiegen und sich keine Sorgen zu machen, wenn der Nachbar getötet wird – denn dann wird man der Nächste sein.“


Foto: Europaflagge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: HSV besiegt Schalke

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Fußbälle (Archiv), via dts NachrichtenagenturGelsenkirchen (dts Nachrichtenagentur) – In der Abendbegegnung des 18. Spieltags der 2. Bundesliga hat der FC Schalke 04 mit 0:2 gegen den Hamburger SV verloren. Der HSV ging in der 22. Minute doch überraschend durch Immanuel Pherai in Führung, bis zu diesem Moment hatten eigentlich die Königsblauen die Initiative. In der 35. Minute baute Hamburgs Laszlo Bennes den Vorsprung durch einen Linksschuss aus.

Auch nach dem Wiederanpfiff blieben die Hanseaten das dominantere Team, den Gästen aus Gelsenkirchen gelang offensiv kaum etwas. Trotz vieler Wechsel auf beiden Seiten fiel kein weiteres Tor: Der HSV sichert sich wichtige Punkte im Titelkampf, Schalke muss weiter bangen.

Schalke fährt am Samstag nach Kaiserslautern, Hamburg empfängt am nächsten Sonntag Karlsruhe.


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Landwirtschaftsminister aus 65 Staaten wollen Hunger bekämpfen

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Trockenes Salatfeld (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Landwirtschaftsminister aus 65 Staaten haben sich bei der 16. Berliner Agrarministerkonferenz dazu verpflichtet, den globalen Hunger zu bekämpfen und Ernährungssysteme vor dem Hintergrund des Klimawandels nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen. „Jeder zehnte Mensch geht hungrig zu Bett“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) am Samstag. „Angesichts dessen müssten wir als Weltgemeinschaft eigentlich enger zusammenrücken, doch stattdessen droht die Welt in Lager zu zerbrechen.“

Agrarpolitik bedeute immer auch Agrardiplomatie, Ernährungssicherheit könne nur gemeinsam geschaffen werden. „Das Recht auf Nahrung setzen wir nicht um, wenn wir nur auf Produktionssteigerung setzen, aber Klimakrise und Artensterben ausblenden – beides bedroht die Grundlagen unserer Landwirtschaft schon heute“, so der Grünen-Politiker. „Mancherorts verdorrt das Getreide am Halm, während anderswo Fluten und Stürme ganze Ernten vernichten. Die Klimakrise ist die größte Bedrohung, die die Landwirtschaft kennt.“

Im Abschlusskommuniqué der 16. Berliner Agrarministerkonferenz finden sich unter Anderem folgende Bekenntnisse: Das Menschenrecht auf Nahrung umsetzen, eine nachhaltige und resiliente Transformation der Ernährungssysteme, Klimaschutz und Biodiversität stärken und die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung fokussieren.

Neben den Agrarministern diskutierten auf der Berliner Agrarministerkonferenz auch hochrangige Vertreter von elf internationalen Organisationen, wie das Recht auf angemessene Nahrung umgesetzt werden kann.


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1. Bundesliga: Leverkusen bezwingt Leipzig

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RB Leipzig - Bayer Leverkusen am 20.01.2024, via dts NachrichtenagenturLeipzig (dts Nachrichtenagentur) – In der Abendbegegnung des 18. Spieltags der Bundesliga hat RB Leipzig mit 2:3 gegen Bayer Leverkusen verloren. Die Sachsen begannen mit viel Kontrolle und entschieden die erste Halbzeit klar für sich, Leverkusen brauchte Zeit, um ins Spiel zu kommen, erwischte in der zweiten Hälfte jedoch den besseren Start und kämpfte sich zurück.

Bereits in der 7. Minute ging Leipzig durch ein Traumtor von Xavi Simons in Führung: Mit dem Rücken zum Tor stehend legte sich der 20-Jährige den Ball selbst vor und schloss aus der Drehung ab, Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky hatte keine Chance, das Tor zu verhindern. Die Sachsen dominierten das Spiel über weite Strecken, erst zum Ende der ersten Hälfte wurde Bayer mutiger.

Nach dem Wiederanpfiff meldete sich Leverkusen blitzartig zurück: In der 47. Minute traf Nathan Tella und glich für sein Team aus. Beide Mannschaften drehten anschließend auf und schienen fest entschlossen, das Spiel für sich entscheiden zu wollen. In der 56. Minute brachte Loïs Openda RB mit einem ebenfalls sehenswerten Treffer erneut in Führung. Doch der Vorsprung währte nicht lange: In der 63. Minute traf Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah per Kopf nach einer Ecke und brachte seine Mannschaft zurück. Anschließend entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. In der ersten Minute der Nachspielzeit war es dann Leverkusens Piero Hincapie, der dem eigenen Team durch seinen Treffer den Sieg brachte.

Am nächsten Samstag fährt Leipzig nach Stuttgart, Leverkusen empfängt Gladbach.


Foto: RB Leipzig – Bayer Leverkusen am 20.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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