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Universität der Künste beklagt Antisemitismus-Problem

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Universität der Künste (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um Antisemitismus an deutschen Hochschulen sieht Norbert Palz, Präsident der Berliner Universität der Künste (UdK), eine schwierige Lage an seiner Hochschule. „Im Moment ist die Situation sehr polarisiert“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe).

„In bestimmten Gruppen“ gebe es ein Antisemitismus-Problem. „Das dürfen wir nicht wegdiskutieren“, so Palz. Es gebe aber auch, wie ein jetzt veröffentlichtes Statement zeige, viele, die differenzierter seien und sich gegen Antisemitismus positionierten. Dutzende Lehrende hatten sich darin gegen Antisemitismus an der Universität gestellt und Versammlungen von Studierenden im November 2023 als „gewaltvolle antisemitische Proteste und Aktionen“ kritisiert.

Palz sorgt sich um eine weitere Tendenz, die er als „Demokratieproblem“ an der Uni zusammenfasst. Einige Studierende, auch manche Lehrende seien nicht mehr kompromissfähig. Hochschulpolitik und Gremien lebten aber davon, sich auf andere Perspektiven einlassen zu können, so Palz. „Das frustriert viele“.

Der Präsident erzählte, er habe eine Whatsapp-Gruppe mit jüdischen und israelischen Studierenden, um auf dem Laufenden zu bleiben und für sie erreichbar zu sein. Sie seien „sehr, sehr verschreckt“. Er wisse von einer jüdischen Person, die außerhalb des Campus angespuckt worden sei, eine jüdische Studierende überlege, die Uni zu wechseln. Ihnen wolle er zeigen: „Wir halten eine schützende Hand über euch“, so Palz.

Es brauche mehr Personal für Veranstaltungen und Lehre, „um die individuelle Betreuung der Klassen zu verstärken und Spannungen abzubauen“. Der UdK-Präsident würde auch befürworten, das Berliner Hochschulgesetz wieder zu ändern, um eine Exmatrikulation wegen „Ordnungsverstößen“ zu ermöglichen. Eine Verbotspolitik hingegen lehne er ab. Es sei wichtig, bei Protestaktionen immer im Einzelfall abzuwägen, ob man eingreifen müsse.


Foto: Universität der Künste (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax lässt nach – Siemens hinten

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 16.927 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nachdem der Dax sich bis zum Mittag leicht im Plus hielt, drehte der Index am Nachmittag ins Minus.

„Der Deutsche Aktienindex beißt sich an der 17.000er Marke weiterhin die Zähne aus“, kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. „Es fehlt einfach an Katalysatoren oder positiven Nachrichten, die den Ausbruch begünstigen.“

Weiterhin dominieren die Themen Zinsen und Künstliche Intelligenz das Marktgeschehen, erklärte der Marktanalyst. „Auch wenn sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank die Aussicht auf eine Zinssenkung im März immer wieder abtun, bleiben sie nur noch eine Frage des Wann und nicht des Ob. Und das allein reicht als Unterstützung für den Aktienmarkt.“

Für die US-Zentralbank gebe es nun zwei Möglichkeiten. „Entweder stellt die Fed die Zinssenkungen in Frage, sollte die Konjunktur noch an Fahrt gewinnen oder die Inflation wieder anziehen, oder aber die jüngste wirtschaftliche Stärke erweist sich als Fata Morgana und Zinssenkungen müssen schnell vollzogen werden“, so Oldenburger. „Beides wären nicht unbedingt die schlechtesten Szenarien für die Börse.“

Bis kurz vor Handelsschluss bildeten die Siemens-Aktien das Schlusslicht der Dax-Liste. An der Spitze standen derweil die Papiere von Commerzbank, Rheinmetall und Infineon.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im März kostete 27 Euro und damit zwei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 81,70 US-Dollar, das waren sieben Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0787 US-Dollar (+0,11 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9270 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Juristenverbände kritisieren Pläne für Verantwortungsgemeinschaft

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Leute gehen Spazieren (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Juristenverbände haben den aktuellen Vorstoß des Bundesjustizministeriums zur „Verantwortungsgemeinschaft“ kritisiert. „Verträge oder Vollmachten können die Konstellationen aus dem Eckpunktepapier schon jetzt abdecken“, sagte Anna Lena Göttsche, Vorsitzende der Kommission Familien-, Erb- und Zivilrecht des Deutschen Juristinnenbundes, dem „Spiegel“. Das neue Konstrukt hält ihr Verband für überflüssig.

Auch der Deutsche Anwaltverein erwartet ein „geringes Interesse“ an der neuen Regelung. Sie dürfe Betroffene „in ihren Verästelungen überfordern“, so Vorstandsmitglied Eva Becker. Die Verbände befürchten zudem Nachteile für Lebenspartner, die über lange Zeit unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt oder in der Kinderbetreuung übernehmen. Anders als eine Ehe könne die Verantwortungsgemeinschaft einseitig aufgelöst werden, ohne dass eine solche Arbeitsteilung zwingend finanziell ausgeglichen werde.

Justizminister Marco Buschmann hatte am Montag ein Eckpunktepapier zur Verantwortungsgemeinschaft vorgestellt. Es sieht vor, dass sich bis zu sechs volljährige Personen zu einer Gemeinschaft zusammenschließen und so unter anderem medizinische Auskunftsrechte erwirken oder eine Zugewinngemeinschaft bilden können.


Foto: Leute gehen Spazieren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wärmepumpen: Drosselung der Förderung wird Nachfrage nicht bremsen

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Wärmepumpen
Foto von Christian Rom (Quelle: DNB Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Christian Rom, Portfoliomanager des DNB Fund Renewable Energy bei DNB Asset Management:

CO2-Einsparungspotenzial liegt bei 500 Mio. Tonnen in 2030 – Dies entspricht den jährlichen CO2-Emissionen aller Autos in Europa

Der weltweite Ausbau erneuerbarer Kapazitäten wird im Laufe der Zeit weiter zunehmen und damit eine saubere Stromerzeugung ermöglichen. Der billige und umweltfreundliche Strom kann dann für den Ersatz von Technologien oder Prozessen verwendet werden, bei denen derzeit fossile Brennstoffe zum Einsatz kommen. Dadurch wird die Energieeffizienz erhöht und gleichzeitig der Energiebedarf und damit die Emissionen gesenkt. Das IEA-Szenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ schätzt, dass der Großteil der Emissionsreduzierungen durch die Elektrifizierung auf E-Mobilität und die Installation von Wärmepumpen zurückzuführen sein wird.

Wärmepumpen bieten energieeffizientes Heizen und Kühlen, wobei aktuelle Modelle schätzungsweise drei- bis fünfmal energieeffizienter sind als Gaskessel. Die IEA schätzt, dass Wärmepumpen das Potenzial haben, die globalen CO2-Emissionen im Jahr 2030, um mindestens 500 Mio. Tonnen zu reduzieren, was den jährlichen CO2-Emissionen aller Autos in Europa heute entspricht. Wärmepumpen gelten heutzutage als eine gute Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren – die Lösungen sind bereits verfügbar, können schnell eingeführt werden, haben relativ geringe Vorlaufkosten und eine kurze Amortisationszeit. Sie machen heute etwa 10 % des weltweiten Wärmebedarfs in Gebäuden aus, wobei der Absatz in den letzten Jahren aufgrund zunehmender politischer Unterstützung und Dekarbonisierungsbestrebungen (REPower EU, IRA etc.) zweistellig gewachsen ist.

NIBE Industrier: Gut aufgestellt in Deutschland, USA und Skandinavien

Das Unternehmen NIBE Industrier ist ein weltweit führender Anbieter von Systemen und Komponenten für Klimalösungen, einschließlich Wärmepumpen (ca. 40 % des Umsatzes). Politische Unterstützung in Form von Subventionen für die Installation von Wärmepumpen über REPower EU und das EU-Wärmeaustauscher Gesetz erklären das starke Wachstum der letzten Jahre. Aufgrund von Bedenken bezüglich eines Rückgangs der Förderung auf nationaler Ebene musste das Unternehmen in diesem Jahr eine Neubewertung hinnehmen. In Italien und Deutschland wurden die Förderbeträge gekürzt, in Deutschland wurden die Förderanträge für Wärmepumpen im ersten Halbjahr 2023 sogar um 50 % gekürzt. Dies hat am Markt Bedenken hinsichtlich einer schwächeren Nachfrage geweckt.

Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass die starke staatliche Unterstützung für energieeffizienten Raumklimakomfort im nächsten Jahrzehnt ein zweistelliges organisches Wachstum unterstützen wird. Wir glauben, dass Bedenken hinsichtlich der künftigen Verfügbarkeit/Unzuverlässigkeit der Erdgasversorgung europäischer Länder ein wichtiger Treiber für die weitere Unterstützung durch die Regulierungsbehörden sein werden.

Darüber hinaus zeichnet sich das Unternehmen durch eine starke Unternehmenskultur (dezentrale Struktur) und ein bewährtes Akquisitionsprogramm aus. Nibe verfügt über eine starke Position in Schlüsselmärkten wie Deutschland, den nordischen Ländern und den USA. Seine Stärke auf dem US-Markt wurde nach Abschluss einiger Akquisitionen vor fünf bis zehn Jahren ausgebaut und bietet ein interessantes Engagement in einem Markt, der noch nicht ausreichend durchdrungen ist und von den vorgeschlagenen Subventionen der IRA für Wärmepumpen profitieren wird.

Wärmepumpen: Drosselung der Förderung wird Nachfrage nicht bremsen

Foto von Christian Rom (Quelle: DNB Asset Management)

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Umfrage: Jeder vierte Beschäftigten hat oder sucht einen Zweitjob

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Büros (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Bilendi zeigt, dass 13 Prozent der Fachkräfte in Deutschland einen Zweitjob haben und noch einmal so viele eine zusätzliche Beschäftigung suchen. Das berichtet der „Spiegel“.

An der Umfrage für das Regionalportal „Meinestadt“ haben 3.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung zwischen 18 und 64 Jahren teilgenommen. Die Ergebnisse passen zu Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Demnach gingen im dritten Quartal 2023 4,47 Millionen Menschen einem Nebenjob nach, gut 42 Millionen sind insgesamt in Deutschland beschäftigt.

Die Umfrage gibt Aufschluss über die Gründe. Knapp die Hälfte aller Befragten will sich etwas dazuverdienen, um sich mehr leisten zu können. Für weitere 35 Prozent ist es existenzieller: Sie benötigen das zusätzliche Einkommen eigenen Angaben zufolge, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Das ist für Teilzeitkräfte offenbar schwieriger – von ihnen nennen dies 41 Prozent als Hauptgrund, gegenüber 33 Prozent mit Vollzeitjob.

Erheblich seltener spielen für die Befragten Gründe eine Rolle, die nichts mit Geld zu tun haben, etwa berufliche Abwechslung (neun Prozent). Auffallend viele Fachkräfte mit Zweitjob gibt es in der Pflege. Hier ist auch der Anteil der Menschen besonders hoch, die schlechte Bezahlung als Hauptgrund angeben.


Foto: Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Schuster legt Berlins Wissenschaftssenatorin Rücktritt nahe

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Josef Schuster (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Zentralrat der Juden legt Berlins Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) den Rücktritt nahe. „Ich bin der Überzeugung, dass Frau Czyborra für ihr Amt nicht mehr geeignet ist“, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster dem „Tagesspiegel“ am Freitag.

Anlass der Kritik sind öffentliche Aussagen von Czyborra zum Überfall auf einen jüdischen Studierenden der Freien Universität (FU) Berlin durch einen Kommilitonen. Ermittler gehen inzwischen von einem gezielten Angriff aus.

Zentralratspräsident Schuster kritisierte das Handeln der verantwortlichen Senatorin scharf. Wenn der Präsident der FU Berlin die Politik öffentlich darum bitte, dass Hochschulen in extremen Fällen wie dem antisemitischen Angriff wieder die Möglichkeit der Exmatrikulation der Täter erhalten, sei es ein „sehr eigenartiger Vorgang“, wenn die Berliner Wissenschaftssenatorin erkläre, dass sie für eine Gesetzeskorrektur keinen Anlass sehe, sagte Schuster. Die SPD-Politikerin habe den Vorgang zuerst „sogar als `Konflikt` heruntergespielt“, so der Zentralratspräsident.

Czyborra sieht sich seit Tagen scharfer Kritik ausgesetzt. Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle (CSU) hatte ihren Rücktritt gefordert, genauso wie Politiker von AfD und FDP. Auch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte sich von Czyborras Aussage deutlich distanziert. Juden an Hochschulen müssten besser geschützt werden. „Wenn uns dort für die Durchsetzung dieses Schutzes die rechtlichen Mittel fehlen, müssen wir diese nachschärfen, damit solche Taten auch an Hochschulen Konsequenzen haben“, erklärte Giffey.

Czyborra hatte nach dem Überfall am vergangenen Wochenende ein Hausverbot an der FU Berlin für den Täter gefordert. Härtere Regeln oder eine Exmatrikulation hatte sie aber zunächst zurückgewiesen. Sie hatte stattdessen Nüchternheit in der Debatte angemahnt.

Am Donnerstag dann veröffentlichte die Senatskanzlei eine gemeinsame Pressemitteilung mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Darin zeigte sich Czyborra doch noch offen für „zusätzliche durchgreifende Instrumente“, wie es in der Mitteilung hieß.


Foto: Josef Schuster (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Impact-Markt wächst innerhalb von 10 Jahren auf 3 Billionen US Dollar

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Impact
Foto von David McNeil (Quelle: Insight Investment)

Ein aktueller Marktkommentar von David McNeil, Leiter Responsible Investment Research bei Insight Investment:

Der Aufstieg von Impact Bonds ist zehn Jahre nach der ersten Emission eine wichtige Entwicklung für Fixed-Income-Investoren. Der Markt ist mittlerweile auf über 3 Billionen USD angewachsen und in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 wurden Impact Bonds im Wert von 698 Milliarden USD emittiert. Green Bonds dominieren den Markt für Impact Bonds. Seit 2007 haben Green Bonds ein Volumen von mehr als 1,43 Billionen USD erreicht, und mehr als 500 neue Unternehmen haben in diesem Zeitraum Green Bonds emittiert.

Die Emission von Impact Bonds durch Staaten und supranationale Organisationen hat weiter zugenommen, wobei Großbritannien und die Europäische Kommission ihre ersten Green Bonds im Jahr 2021 emittiert haben. Die Europäische Kommission hat im Oktober 2021 einen Green Bonds mit einer Laufzeit von 15 Jahren und einem Emissionsvolumen von 12 Mrd. EUR auf den Markt gebracht. Dies ist ein neuer Rekord für einen Green Bonds. Die Erlöse werden von den EU-Mitgliedstaaten für Projekte wie Energie- und Verkehrsinitiativen verwendet.

Social Bonds liegen im Trend der Green Bonds, insbesondere seit COVID-19. Obwohl die Emission von Social Bonds im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um das 1,4-fache gestiegen ist, hat sich der Schwerpunkt des Marktes für Impact Bonds auf den Klimawandel verlagert. Das Emissionsvolumen von grünen und nachhaltigen Anleihen hat sich zwischen 2020 und 2021 mehr als verdoppelt und ist seitdem unverändert die wichtigste Kategorie.

Impact

Positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie eine nachhaltige Performance bei festverzinslichen Wertpapieren lassen sich unseres Erachtens auf drei Arten erreichen: durch den Einsatz von Rendite / Impact Bonds, durch Investitionen in Unternehmen, die Erträge aus nachhaltigen Aktivitäten erwirtschaften, und durch die Anlage in Unternehmen, die Investitionen in nachhaltige Aktivitäten tätigen. Die Einführung von Qualitätsstandards für Green Bonds durch die EU, welche die von der International Capital Market Association (ICMA) aufgestellten Prinzipien für Green Bonds weiterentwickeln, wird allgemein als sinnvoll angesehen.

Der Grenzwert für die Anpassung an die EU-Taxonomie von 85% der Erträge stellt für die Emittenten eine hohe Hürde dar und birgt das Risiko, dass die Standards europäisch bleiben, was zu einer zunehmenden Divergenz der Standards in den verschiedenen Regionen führen würde, anstatt zu einer Verbesserung der internationalen Standards im Laufe der Zeit beizutragen. Die Standards könnten auch darunter leiden, dass sie nicht einmal innerhalb Europas breite Akzeptanz finden. Solange es keinen formelleren Rahmen gibt, ist es für Investoren unerlässlich, eine angemessene Due Diligence durchzuführen, um nicht Opfer von Impact Washing zu werden. Auch der freiwillige Charakter des EU Green Bond Standards bedeutet, dass Investoren unbedingt eine angemessene Due Diligence durchführen müssen, um Impact Washing zu vermeiden.

Jeder fünfte Impact Bonds erfüllt nicht die Anforderungen

Von den insgesamt 1.235 Impact Bonds, die Insight von Ende 2017 bis Ende September 2023 bewertet hat, erfüllten 21 % nicht unsere Anforderungen, um als echte Impact Bonds eingestuft zu werden. Im Jahr 2022 hat Insight 331 einzelne Impact Bonds von 168 Emittenten bewertet. Damit ist unsere Impact Bond-Datenbank im Vergleich zu 2021 um 64 % gewachsen. In weiten Teilen des Marktes für Impact Bonds herrscht ein geringes Maß an Transparenz, was „Impact Washing“ erheblich begünstigt – das heißt, dass ein Emittent fälschlicherweise behaupten kann, er sei wirkungsorientiert, obwohl die positive Wirkung möglicherweise nur schwach oder oberflächlich nachgewiesen ist. Dies wiederum erschwert die Vergleichbarkeit bei der Emission und Berichterstattung von Impact Bonds.

Wir haben uns auch mit Emittenten und Staaten über ihre Rahmenbedingungen für Impact Bonds ausgetauscht. Auf diese Weise können wir den Emittenten Rückmeldung darüber geben, in welchen Bereichen Verbesserungen und erweiterte Offenlegungen in Bezug auf ihre Impact Bonds wünschenswert sind. Diese Engagements ermöglichen einen tieferen Einblick in den Entscheidungsfindungsprozess, der den jeweiligen Rahmenwerken zugrunde liegt, und liefern uns zusätzliche Informationen, die Eingang in die Bewertungen finden.

Impact-Markt wächst innerhalb von 10 Jahren auf 3 Billionen US Dollar

Foto von David McNeil (Quelle: Insight Investment)

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Wiese fordert Ende der FDP-Blockade bei Demokratiefördergesetz

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Dirk Wiese (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) auf eine schnelle Verabschiedung des Demokratiefördergesetzes gedrängt hat, fordert SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese die FDP dazu auf, endlich ihre Blockade aufzugeben. „Ich appelliere an alle Beteiligten, insbesondere die FDP, da jetzt endlich einen Punkt zu setzen“, sagte Wiese den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

„Es gibt überhaupt keinen Grund mehr, da auf der Bremse zu stehen.“ Das Gesetz sei „im Grunde ausverhandelt“, sagte Wiese weiter. „Es ist höchste Zeit, das Verfahren abzuschließen.“ Nie sei es so wichtig gewesen, Menschen und Organisationen zu unterstützen, die sich für eine starke und wehrhafte Demokratie einsetzen.

Anfang der Woche hatte Faeser für eine schnelle Einführung des Gesetzes geworben. Einen entsprechenden Entwurf hatte das Kabinett bereits Ende 2022 beschlossen. Auf die genaue Ausgestaltung konnten sich die Ampel-Fraktionen bisher aber nicht einigen. Seit März 2023 liegt das Verfahren auf Eis.


Foto: Dirk Wiese (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ermittlungen wegen rassistischer Gesänge an Beamtenhochschule

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Studenten in einer Bibliothek (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In einer Ausbildungsstätte für künftige Finanzbeamte und Rechtspfleger des Landes Hessen sollen während einer Feier des Abschlussjahrgangs rechtsextreme und rassistische Gesänge angestimmt worden sein. Das berichtet der „Spiegel“.

Demnach habe eine Gruppe aus dem Teilnehmerkreis Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ und „Ausländer raus“ gegrölt, berichten Studierende des hessischen „Studienzentrums der Finanzverwaltung und Justiz“, einer Hochschule für angehende Landesbedienstete in Rotenburg an der Fulda. Die Schulleitung bestätigte gegenüber dem Magazin, dass sie nach der Feier vom 23. Januar über die Vorwürfe informiert worden sei und die Polizei eingeschaltet habe.

Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Studierenden seien die Gesänge in der Menge der rund 100 Feiernden „deutlich zu hören gewesen“. Studierende mit Migrationshintergrund seien verunsichert und eingeschüchtert.

„Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, wird die Verwaltung darauf umgehend und konsequent mit dienstrechtlichen Maßnahmen reagieren“, erklärte der hessische Finanzminister Alexander Lorz (CDU).


Foto: Studenten in einer Bibliothek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Jahr des Drachen: Hoffnung für Chinas Wirtschaft?

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China
Foto von Gareth Gettinby (Quelle: Aegon AM)

Den Beginn des Jahrs des Drachens kommentiert Gareth Gettinby, Investment Manager bei Aegon Asset Management:

Das Jahr des Drachen beginnt am 10. Februar 2024 und viele hoffen, dass es erfolgreicher sein wird als das Jahr des Hasen. Der Hase, ein ängstliches Tier, schien beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten in den Bau zu flüchten, als die chinesischen Märkte im Jahr 2023 stark einbrachen. Der mythische Drache soll Optimismus in den angeschlagenen chinesischen Aktienmarkt bringen.

China begann das Jahr, wie es aufgehört hatte: mit schwachen Daten, unzureichenden Konjunkturmaßnahmen, anhaltender Besorgnis über den Immobilienmarkt und mangelndem Vertrauen der Verbraucher und des privaten Sektors. Investoren in der Region werden auf ein besseres Jahr hoffen, da China für viele immer noch nicht investierbar ist, insbesondere im Immobiliensektor. Der chinesische Immobilienmarkt befindet sich derzeit in der längsten und tiefsten Kurskorrektur seit Ende der 1990er Jahre. Verschiedene Initiativen zur Wiederbelebung des Immobilienmarktes haben bisher nur begrenzte Wirkung gezeigt.

Die chinesische Inflation überraschte im Januar mit einem drastischen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,8 %, dem schwächsten Wert seit 15 Jahren. Zum Vergleich: Vor der Pandemie lag die Inflation in China bei über 5 %. Ein Teil der aktuellen VPI-Deflation ist auf Basiseffekte aufgrund der Lage der Feiertage zurückzuführen, da das Neujahrsfest im Januar 2023 und im Februar dieses Jahres stattfand. Einer der Hauptfaktoren war jedoch die Lebensmitelinflation, die mit einem Rückgang von 5,9 % den niedrigsten Stand seit 1995 verzeichnete. Letztlich ist es schwierig, ein konjunkturelles Umfeld ohne eine Wende auf dem chinesischen Immobilienmarkt zu schaffen, der von der Regierung umfangreiche Stimuli erfordert.

Jahr des Drachen: Hoffnung für Chinas Wirtschaft?

Foto von Gareth Gettinby (Quelle: Aegon AM)

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