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SPD-Fraktion fordert Einlenken von Weselsky

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Claus Weselsky (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Detlef Müller hat die Lokomotivführergewerkschaft GDL um ihren Chef Claus Weselsky aufgefordert, sich rasch mit der Deutschen Bahn auf einen neuen Tarifvertrag zu einigen. „Es liegt ein einigungsbereiter Vorschlag vor“, sagte Müller dem „Tagesspiegel“.

Die gesamte Tarifkommission der GDL – und nicht allein Claus Weselsky – müsse sich das Angebot der Moderatoren Daniel Günther und Thomas de Maizière (beide CDU) noch einmal genau anschauen, sagte der SPD-Verkehrspolitiker.

Bei den am vergangenen Donnerstag gescheiterten Tarifverhandlungen hatten die eingeschalteten Moderatoren auch eine Lösung für den Hauptstreitpunkt Arbeitszeit vorgeschlagen: eine schrittweise Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Bei einer Pressekonferenz am Montag sprach Weselsky hingegen davon, dass die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich lediglich um eine Stunde reduziert werden solle. Der GDL-Chef räumte inzwischen einen „Denkfehler“ ein.

„Wenn er das Angebot der Moderatoren nicht versteht, ist das ziemlich bitter“, kritisierte Müller. Er forderte von der GDL, den von den Moderatoren vorgeschlagenen Kompromiss anzunehmen. Das Angebot von Günther und de Maizière komme der GDL sehr weit entgegen. „In Tarifverhandlungen kann keine Partei 100 Prozent ihrer Forderungen erreichen“, so Müller. „Es geht um einen Kompromiss.“

Mit ihrem harten Kurs schade die GDL sich selbst. „Es nützt nichts, wenn die GDL Weselskys Linie unterstützt, aber die Bevölkerung diese ablehnt.“ Der SPD-Fraktionsvize empfahl der Lokführergewerkschaft, zu den Spielregeln einer geregelten Tarifauseinandersetzung zurückzukehren.


Foto: Claus Weselsky (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Außenhandelsverband verlangt klaren Fahrplan für WTO-Reform

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Welthandelsorganisation WTO (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Außenhandelsverband verlangt einen klaren Fahrplan für eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO). „Wir brauchen eine ganzheitliche Vision – das gilt für Verhandlungen, Überwachung und Beratung sowie für die Streitbeilegung“, sagte Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

„Die weltwirtschaftliche Situation ist weiterhin von zunehmendem Protektionismus und einer Erosion der regelbasierten Handelsordnung geprägt. Die mageren Ergebnisse der 13. WTO-Ministerkonferenz sind ein sichtbarer Beleg dafür: Keine Einigung beim Fischereiabkommen, verhärtete Fronten bei Agrarsubventionen, nur die Zollfreiheit für digitale Produkte und Dienstleistungen wurde verlängert.“

Der deutsche Außenhandel sei unterdessen schwungvoll in das neue Jahr gestartet: „Damit zeigte sich der deutsche Export robust, trotz andauernder geopolitischer Krisen und konjunktureller Abkühlung in wichtigen Absatzmärkten. Insbesondere der Euroraum hat sich entgegen der Erwartungen als Zugpferd erwiesen. Außereuropäisch waren die USA erneut ein wichtiger Zielmarkt deutscher Exporteure.“

Es mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass das globale Wachstum 2024 geringer ausfalle. „Soll also nach nunmehr gutem Start nicht auch 2024 ein für den deutschen Außenhandel verlorenes Jahr werden, gilt es die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch entschlossene Reformen massiv und unmittelbar zu steigern. Dazu gehören insbesondere die Verabschiedung eines echten Wachstumschancengesetzes, der konsequente Abbau von Bürokratie und dass die Zusage eingehalten wird, sich nicht immer neue Belastungen für die Unternehmen auszudenken“, so Jandura.

Den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Folge sind die deutschen Exporte im Januar 2024 gegenüber Dezember 2023 kalender- und saisonbereinigt um 6,3 Prozent und die Importe um 3,6 Prozent gestiegen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Januar 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 75,8 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 61,2 Milliarden Euro von dort importiert.

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Januar 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 59,7 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 46,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Die meisten deutschen Exporte gingen dabei mit 12,5 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten, so die Statistiker aus Wiesbaden.


Foto: Welthandelsorganisation WTO (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kretschmer will Vorschulpflicht einführen

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Spielendes Kind (Archiv), via dts NachrichtenagenturDresden (dts Nachrichtenagentur) – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will in seinem Bundesland eine Vorschulpflicht einführen. „Wir brauchen ein verbindliches und verpflichtendes Vorschuljahr für alle Kinder“, sagte er der „Leipziger Volkszeitung“.

Das sei nicht nur für Kinder mit Migrationsgeschichte entscheidend: „Alle Kinder sollen künftig das letzte Jahr vor der Schule im Kindergarten verbringen, damit hier Grundlagen für die schulische Bildung gelegt werden“, so der CDU-Politiker. Die Grundschulen könnten diese Aufgabe nicht mehr alleine bewältigen.

Der Regierungschef ergänzte, dass er eine solche Pflicht nicht „überfallartig“ einführen wolle. „Das braucht auch seine Zeit“, sagte er. „Aber es kann schneller gehen, als man denkt.“ Er gehe davon aus, dass die Vorschulpflicht schon 2025 starten könnte. „Wir müssen allerdings prüfen, wie wir das rechtlich umgesetzt bekommen“, so Kretschmer.


Foto: Spielendes Kind (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Marktausblick: Positives Szenario für Schwellenländer

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Schwellenländer
Foto von Stephen Li Jen (Quelle: Eurizon SLJ Capital)

Ein aktueller Marktkommentar von Stephen Li Jen, CEO bei Eurizon SLJ Capital:

Nach einem soliden Jahr für die Schwellenländer erwarten wir in den kommenden Monaten ein noch positiveres Szenario für Anlagen. Eine Reihe makroökonomischer Faktoren könnte in den kommenden Quartalen für die Schwellenländer sprechen, darunter die Wachstumsdivergenz zwischen Schwellen- und Industrieländern, attraktive Bewertungen, ein schwächerer Dollar und die Wahrscheinlichkeit einer wachstumsfreundlicheren Politik in China.

Vor allem lokale festverzinsliche Wertpapiere aus Schwellenländern dürften von der dovischen Wende der Fed und dem Rückgang der US-Renditen profitieren. Der Kurswechsel der Fed wird die lokalen Banken in den Schwellenländern weltweit ermutigen, ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen fortzusetzen oder vorzuziehen. Gleichzeitig sollten alle Zinssenkungen mit Bedacht erfolgen, um die Währungsstabilität zu erhalten und weiter zu gewährleisten, insbesondere angesichts der geopolitischen Herausforderungen und der Wahlrisiken, die in diesem Jahr weiterhin bestehen.

Generell haben wir Länder im Fokus, in denen die Realzinsen hoch bleiben und die einen angemessenen Carry bieten. In Brasilien, Mexiko und Südafrika, wo der Desinflationsprozess weit fortgeschritten ist und die Haushaltsprobleme unter Kontrolle bleiben, halten wir an unserer positiven Einschätzung von lokalen Anleihen fest. In Asien ist Indonesien unser bevorzugter Markt, da sich die Zentralbank weniger auf die Währung und mehr auf das Wachstum konzentriert, um das Kreditwachstum wieder anzukurbeln.

Bei Unternehmensanleihen bleiben wir jedoch vorsichtig. In diesem Bereich setzen wir auf qualitativ hochwertige Emittenten mit Investment Grade (IG) und High Yield (HY), die weiterhin von sinkenden US-Renditen und günstigen Angebots- und Nachfragefaktoren profitieren.
Vor dem Hintergrund des soliden Wachstums in den Schwellenländern bieten Schwellenländeraktien im Vergleich zu Aktien aus Industrieländern ebenfalls attraktive Chancen. In dieser Hinsicht könnten der US-Geldmengenzyklus und die Aussicht auf einen schwächeren US-Dollar ein zusätzlicher Katalysator für die Outperformance von Schwellenländeraktien gegenüber Industrieländeraktien sein.

Obwohl die Bewertungen nach wie vor günstig sind, fahren wir angesichts der großen Bewertungsunterschiede innerhalb der Schwellenländer einen etwas differenzierten und selektiveren Ansatz. Südkorea und Taiwan sind im Blickfeld, da die Gewinnprognosen für die kommenden Jahre aufgrund der Erholung des IT-Sektors besser sind. Die Themen Nearshoring und Friendshoring dürften auch Mexiko, Indien, Brasilien und Indonesien begünstigen. Vor allem das strukturelle Wachstum in Indien und Indonesien, das von reformfreudigen Regierungen, umsichtigen Zentralbanken und einer günstigen demografischen Entwicklung unterstützt wird, dürfte sich positiv auswirken.

Marktausblick: Positives Szenario für Schwellenländer

Foto von Stephen Li Jen (Quelle: Eurizon SLJ Capital)

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CDU-Wirtschaftsrat mahnt von der Leyen zu konservativerer Politik

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Ursula von der Leyen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf den Parteitag der Europäischen Volkspartei (EVP) in Bukarest fordert der Wirtschaftsrat der CDU eine Rückbesinnung der Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen auf eine konservative Politik. „Die Union muss sich in ihrem Europa-Wahlprogramm klar für die Einhaltung der Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und gegen die Überregulierungen der EU-Kommission in der ausgehenden Legislaturperiode positionieren“, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, der „Rheinischen Post“.

„Leider hat Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin in diesen fünf Jahren insbesondere in der Industrie- und Handelspolitik einzelnen Kommissaren wie Frans Timmermans zu wenig entgegengesetzt, was eine EVP- oder eine Unionshandschrift erkennen ließ“, sagte Steiger weiter. Wenn nicht die FDP wie zuletzt beim EU-Lieferkettengesetz die Notbremse gezogen hätte, wäre diese Legislatur „eine der schädlichsten für die Wettbewerbsfähigkeit Europas geworden“. Das sei „eine ernüchternde Bilanz von fünf Jahren“, sagte er.

„Umso wichtiger ist jetzt, dass die Union und die EVP das Prinzip des Spitzenkandidaten ernst nehmen. Mit der designierten Spitzenkandidatin der EVP-Parteienfamilie muss auch ein glaubwürdiges Politikangebot verbunden sein, das die Wettbewerbsfähigkeit der EU in den Vordergrund stellt. Europa befindet sich in einer entscheidenden Phase der globalen Systemwettbewerbe. Die Zeit der europäischen Nabelschauen ist vorbei.“


Foto: Ursula von der Leyen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kinderbuch-Klassiker Die Häschenschule

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Kinderbuch-Klassiker ‚Die Häschenschule
@Anna-Lena Ehlers

Kinderbuch-Klassiker Die Häschenschule in begehbarer Frühlingslandschaft Ostern im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg

Gelbe Narzissen, blaue Hyazinthen, rote Tulpen umrahmt von frischem Grün. Dazwischen putzige kleine und große Hasen mit Schulranzen und Brillen. Zur diesjährigen Osterzeit lässt das Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg (AEZ) den beliebten Kinderbuch-Klassiker ‚Die Häschenschule‘ in einer begehbaren Frühlingslandschaft auferstehen. Kinder, Eltern und Großeltern können darin vom 14. bis 30. März 2024 wetterunabhängig spazieren gehen und dabei österliche Familienmomente mit dem Smartphone festhalten.

Aufgebaut, als wären es die Seiten des bezaubernden Kinderbuches mit dem schon viele Kinder-Generationen großgeworden sind, gibt es im Poppenbütteler Einkaufszentrum einzelne Themen-Inseln mit Kapiteln aus dem Häschen-Leben: Die Hasen-Mama in der Kittelschürze verabschiedet morgens ihre Hasenkinder. Aufmerksam sitzen die Häschen auf der Schulbank. Streng blickt der Lehrer im Unterricht. Am Nachmittag ernten alle Hasen- Verwandten fleißig Gemüse im Garten. Schließlich speist die ganze Hasenfamilie gemeinsam am Abendbrottisch während die Hasen-Mama noch schnell im Zuber die Wäsche wäscht. Der Clou: Diese zauberhafte Hasen-Welt inmitten frühlinghafter Blütenpracht können Besucherinnen und Besucher während der üblichen Geschäftsöffnungszeiten betreten.

„Über 20 Jahre war ‚Die Häschenschule‘ bei uns im Shopping-Center zum Osterfest eine feste Tradition“, so Ludmila Brendel, Centermanagerin des Alstertal-Einkaufszentrums Hamburg. „In diesem Jahr schenken wir unseren Kundinnen und Kunden ein emotionales Revival.“ Gestaltet hatte die ursprünglichen Hasenfiguren, die von 1993 bis 2017 ausgestellt wurden, einst Ronald Collien, Plastiker und Bühnenbauer aus dem Thalia Theater. Aktuell werden die Hasenfiguren mit Liebe zum Detail nachgebaut. Wer durch die frühlingshaft- österlich verwandelten Ladenstraßen des AEZ bummelt, an den duftenden Blüten schnuppert, kann dabei Klaviermusik lauschen oder ein paar Ostereier verzieren.

www.alstertal-einkaufszentrum.de

Bild: @Anna-Lena Ehlers

Quelle SOCIETY RELATIONS & Communications

Die Wirtschaft braucht Mütter

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anne theiss

Anne Theiss hat genug davon, wie Politik und Gesellschaft mit Müttern umgehen. In ihrem Buch “Die Abwertung der Mütter” zeigt sie, wie sich Mütter vom sozialen Druck tradierter Rollen befreien können und was es braucht, um ihnen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Im Interview erzählt sie, warum die Wirtschaft nicht auf das Potential von Müttern verzichten kann, warum eine verlässliche Kinderbetreuung unverzichtbar ist und was sie das Leben mit einem Kind mit Behinderung gelehrt hat.

herCAREER: Anne, über deine Geschwister hast du gesagt: “Wir sind drei Schwestern, die es nicht ‘geschafft’ haben, dem Mütter-, Kinder- und Familienideal zu entsprechen” – wie sehen eure Leben aus?

Anne Theiss: Ich bin die Jüngste von uns dreien. Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich mir einen kleinen Bruder gewünscht. Meine Eltern meinten: Anne, es kommt tatsächlich ein Baby, deine 18-jährige Schwester ist schwanger. Ich habe so schon früh miterlebt, was es mit einer Frau macht, die außerhalb der Norm ein Kind bekommt.

herCAREER: Wie hat deine Familie reagiert?

Anne Theiss: Meine Eltern, selbst meine Großmutter, haben mit Verständnis reagiert, aber ich komme aus einem konservativen Milieu einer schwäbischen Mittelstadt. In der Kirche und in der Stadt wurde getuschelt. Als Mädchen im Teenageralter musste ich zusehen, wie meine Schwester von der Musterschülerin zur Mutter außerhalb der Norm wurde. Später wurde sie alleinerziehend. Wie über sie geredet wurde, empfand ich als große Ungerechtigkeit.

herCAREER: Wie ist es mit deiner anderen Schwester?

Anne Theiss: Unsere mittlere Schwester hat sich gegen Kinder entschieden. Auch zu kinderlosen Frauen hat die Gesellschaft eine Meinung, auch das ist außerhalb der Norm. Kinderlose Frauen scheinen aus tradierten Gründen nicht komplett zu sein.

herCAREER: Inwieweit passt deine eigene Familie nicht in die Norm?

Anne Theiss: Unsere Tochter kam vermeintlich gesund zur Welt, aber im zweiten Lebensjahr hat sich herausgestellt, dass sie das seltene Phelan-McDermid-Syndrom hat. Ich habe also ein Kind mit Behinderung und falle somit aus der Norm. Sie hat inzwischen noch einen Bruder bekommen. – Wir Schwestern ziehen mittlerweile Stärke aus unseren Situationen. Wir unterstützen uns in unserer besonderen Art, Frau zu sein.

herCAREER: Dein Buch trägt den Titel “Die Abwertung der Mütter”. Wie werden Mütter abgewertet?

Anne Theiss: Die Mehrheit der Frauen, insbesondere der Mütter mit kleinen Kindern, möchte mehr arbeiten. Wenn ihnen dafür nicht die benötigte Infrastruktur – wie eine verlässliche Betreuung – bereitgestellt wird, werden sie abgewertet. Mütter können ohne Erwerbsarbeit nur schwer ihre Wünsche umsetzen, ihre finanzielle Unabhängigkeit erhalten und verlieren mit Kindern oft den beruflichen Anschluss.

herCAREER: Wie kann eine Mutter den Anschluss nicht verlieren?

Anne Theiss: Indem sie in Vollzeit oder vollzeit-nah wieder einsteigt, wenn sie das möchte.

herCAREER: Das erste Jahr nach einer Geburt ist für viele Haushalte eine sehr vulnerable Zeit. Was ist mit den Frauen, die nicht gleich wieder einsteigen wollen?

Anne Theiss: Ich plädiere dafür, alle Modelle möglich zu machen. Frauen sollen sich diese Zeit so gestalten, wie sie wollen. Wenn sie zuhause bleiben, aber bitte mit guter Absicherung – auch im Falle einer Trennung. Momentan ist es jedoch so, dass viele Frauen mehr arbeiten würden, wenn die Infrastruktur vorhanden wäre. Aber der soziale Druck in unserem Land bleibt leider hoch, als Mutter die Hauptverantwortung für die Kinder zu tragen.

herCAREER: Ist dieses Buch wirklich nicht nur für Leute, denen Karriere sehr wichtig ist?

Anne Theiss: Dieses Buch ist für Mütter, die die (Entscheidungs-)Freiheit lieben. Ich komme aus einem konservativen Milieu, ich weiß, wofür ich kämpfe. Und ich weiß übrigens auch, wie konservative Unternehmer denken. Meine Hoffnung war, auch diese Unternehmer in der Gleichstellungsfrage mitzunehmen und ihnen klarzumachen, dass sie nicht auf das Potential von Müttern verzichten können. Die Wirtschaft braucht Mütter.

herCAREER: Du hältst also nichts von einer generellen Arbeitszeitreduzierung?

Anne Theiss: Mein Ansatz ist ein pragmatisch-realistischer. Ich plädiere dafür, dass wir uns nicht zu weit von der wirtschaftlichen Realität in diesem Land entfernen. Über Arbeitszeitverkürzungen zu sprechen, während wir einen großen Arbeitskräftemangel haben, geht an der Realität eines Landes ohne Vermögen aus Rohstoffvorkommen vorbei.

herCAREER: Wie wichtig ist dir selbst Karriere?

Anne Theiss: Mir persönlich war es immer wichtig, zu arbeiten. Es ist nicht immer nur spaßig. Aber auch durch die Geschichte meiner ältesten Schwester, die später alleinerziehend wurde, sehe ich meine Arbeit nicht nur als meinen Wunsch, sondern auch als eine Notwendigkeit. Wir müssen jedoch mehr in der Masse denken und es für alle möglich machen, gut zu arbeiten.

herCAREER: Was bedeutet die jetzige Situation für die Wirtschaftskraft des Landes?

Anne Theiss: Das Arbeitskraft-Potential wird nicht abgerufen, das BIP sinkt, aber nicht, weil da nichts mehr zu holen ist. Deutschlands größte Ressource ist Arbeit und es gibt eine Gruppe, die arbeiten will. Aber die Mütter werden nicht ernst genommen, unter sozialen Druck gesetzt. Sie bezeichnen es als “Glück”, einen Kita-Platz für ihr Kind zu bekommen, wobei das eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

herCAREER: Inwieweit klaffen Mutter-Ideal und Mutter-Realität auseinander?

Anne Theiss: Ich denke, hier handelt es sich um einen Generationenkonflikt. Heute ist das Ideal: Mütter bleiben finanziell unabhängig, können arbeiten, ihnen wird ihre individuelle Entscheidung ermöglicht, kurz: die Unabhängigkeit der Frau. In den älteren Generationen herrscht oft ein traditionelles Mutterbild vor. Wenn es um die Vereinbarkeitsfrage geht, sagen ältere Frauen oft: “So schlimm war es ja auch nicht!” – das ist eine grobe Verzerrung. Es hat bestimmt auch etwas mit Privilegien zu tun, wenn man es “einfacher” geschafft hat. Junge Frauen werden für ihren Wunsch, zu arbeiten, von dieser Generation oft abgewertet. Diese Generation hat aber über Jahrzehnte wichtige Dinge wie den Kita-Ausbau verschlafen, obwohl sich schon sehr lange ein gesellschaftlicher Wandel abgezeichnet hat.

herCAREER: Bei der letzten Bundestagswahl waren 58,1% der Wahlberechtigten älter als 50 Jahre. Das heißt, die wirtschaftliche und politische Macht liegt maßgeblich bei den Älteren. Wie kann sich die jüngere Generation Gehör verschaffen?

Anne Theiss: Wir müssen uns klarmachen: Es geht hier nicht um Befindlichkeiten, es geht darum, diesen Staat am Laufen zu halten. Das sollte eigentlich Argument genug sein. Es braucht eine gewisse Kaltschnäuzigkeit. Wir sind im Recht. Wir sehen die Zahlen, wir können einschätzen, was wir für uns als Familie brauchen, als Vater und als Mutter. Ich bin sehr optimistisch, dass sich hier gesellschaftlich etwas ändern wird.

herCAREER: Warum dauert das so lange?

Anne Theiss: Wenn wir noch mal auf die Generationen zu sprechen kommen, spielt Kränkung eine Rolle. Man gibt nicht gerne zu, dass selbst gelebte Modelle falsch waren oder es zumindest auch anders geht. Es braucht einerseits eine große Sensibilität in der Sprache, andererseits aber eine kompromisslose Klarheit.

herCAREER: Was macht es jungen Frauen heute schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren?

Anne Theiss: Wie selbstverständlich wird jungen Frauen heute mitgegeben: Du kannst alles haben. Und dann werden sie Mutter und es wird nicht nur wirtschaftlich schwieriger, dabei zu bleiben, wie man möchte, sondern auch sozial. Sie werden in Frage gestellt. Ich zitiere gerne Belén Garijo, die CEO von Merck. Diese Frau hat die ganze Welt gesehen. Und in Deutschland sagt sie: „Der soziale Druck, dem die Frauen hier ausgesetzt sind, ist höher als überall sonst.“

herCAREER: Hast du diesen sozialen Druck selbst gespürt?

Anne Theiss: Ja, ich weiß, was Übergriffigkeit bei mir anrichtet, wie sie mich verletzt und verunsichert. Wenn meine Art, Mutter zu sein, angezweifelt wird oder ein dummer Spruch von der Seite kommt à la “So früh wieder arbeiten?!” Nach der Geburt meines Sohnes bin ich nach vier Monaten wieder vollzeit-nah eingestiegen. Da mein erstes Kind eine Behinderung hat, sah man mich zudem schon davor als Mutter in der Hauptverantwortung der Pflege. Mein Partner war auf meiner Seite, aber klar hat es auch hier Auseinandersetzungen gegeben. Auch wir haben erlebt, wie tief unsere Muster sitzen.

herCAREER: Wie kann man als Paar unter enormem Druck bestehen?

Anne Theiss: Wenn es irgendwie geht, sollten sich Paare immer wieder Freiheiten schaffen. Es lohnt sich, in regelmäßigen Abständen zu fragen: Wo stehen wir? Gerade nach besonders fordernden Jahren. Familie und Partnerschaft sind immer ein Kompromiss. Es schadet nicht, wenn auch die Männer mal ein paar Kompromisse mehr schließen müssen. Beispiel Elternzeit: Wir wissen, dass sich für eine gleichberechtigte Verteilung von unbezahlter Arbeit erst etwas tut, wenn Väter mindestens drei Monate Elternzeit nehmen.

herCAREER: Was wird in unserer Gesellschaft nicht mitgedacht, wenn Eltern Kinder mit Behinderung bekommen?

Anne Theiss: Wir leben in einer Gesellschaft, in der der Perfektionsdrang sehr groß ist, vor allem für Frauen. Wir sollen möglichst lange leben, möglichst gut dabei aussehen und immer gesund sein. Ich glaube nicht mehr daran, dass, wenn wir nur den richtigen Smoothie trinken und 10.000 Schritte am Tag gehen, alles gut wird. Ich finde, “Hauptsache, das Kind ist gesund!” ist ein schrecklicher Satz, und würde ihn mit “Hauptsache, das Kind wird geliebt!” ersetzen. Ein Kind mit Behinderung zu bekommen, ist heutzutage schwer, weil es überhaupt nicht in den Trend passt, der Perfektion und ewiges Leben propagiert.

herCAREER: Wie war dein Weg, deine Situation zu akzeptieren?

Anne Theiss: Meine Tochter hat meinen eigenen Narzissmus hinterfragt und tut es stetig. Ich achte zwar auf meine Gesundheit, aber ich weiß, dass morgen alles anders sein kann. Ich will das Schicksal meiner Tochter nicht schönreden, aber durch sie habe ich gelernt, jeden Tag so zu nehmen, wie er ist. Und dadurch erstaunlicherweise auch sehr viel geschafft. Es gibt kein Leben ohne Krankheit. Jede:n von uns wird es auf unterschiedliche Weise treffen. Wenn man das akzeptiert, wird vieles erstaunlicherweise wieder einfacher.

herCAREER: Hast du Frieden geschlossen mit deiner Situation?

Anne Theiss: Es fühlt sich manchmal so an, als säßen wir am Ufer eines Gewässers auf einer eigenen Wiese. Dort sind wir nicht allein, es gibt viele Familien mit besonderen Kindern. Am anderen Ufer ist das Leben der „normalen” Familien. Dort geht alles etwas schneller. Ich stelle mir aber die Wiese, auf der wir sitzen, als nicht weniger blühend vor. Natürlich schiele ich manchmal ans Ufer der Familien mit gesunden Kindern und fühle mich abgehängt und abgewertet. Meine Art damit umzugehen ist, offen darüber zu sprechen und auch den Finger in die Wunde zu legen, was gesellschaftlich schiefläuft.

herCAREER: Du hast geschrieben: “Mütter müssen ihre Kleinkriege sein lassen und das große Ganze in den Blick nehmen: die Gesellschaft, die Wirtschaft sowie den Staat.” Warum ist es wichtig, dass wir uns als Mütter – und als Frauen – mit dem größtmöglichen Verständnis begegnen?

Anne Theiss: Wenn wir Verständnis für die individuellen Lebenswege von Frauen haben, können wir in den großen Fragen viel besser zusammenstehen. Ich hoffe, wir Frauen halten immer mehr zusammen, weil es zunehmend politische Strömungen gibt, die versuchen, tradierte Frauenbilder wieder in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Abwertung und Übergriffigkeit geschehen nur, wenn wir nicht bei uns sind. Es ist immer besser, selbstbewusst, befreit von jeglichen Normen den eigenen Weg zu gehen. Im Prinzip wie wir drei Schwestern – wir leben in ganz unterschiedlichen Settings, was uns aber nicht davon abhält, uns zu unterstützen.

Das Interview führte herCAREER-Chefredakteurin Julia Hägele.

Bild: © Tom Ziora

Quelle messe.rocks GmbH

Erfolgsstory setzt sich fort

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holy pit

Holy Pit revolutioniert mit Nachfüllsystemen die Kosmetikbranche

Nach Investment bei „Die Höhle der Löwen“ bietet das Unternehmen auch Kleinanlegern auf der Crowdinvesting-Plattform ROCKETS die Chance, am Unternehmenserfolg teilzuhaben.

Überzeugende Auftritte in den größten Start-up Shows im DACH-Raum, Gewinner des Green Product Awards 2022, Finalist beim deutschen Nachhaltigkeitspreis 2023 – das junge Unternehmen “Holy Pit” kann bereits auf einige Erfolge zurückblicken. Am bedeutendsten ist für das Gründerteam Asmir Samardzic und Branka Puljic jedoch folgender Meilenstein: die Einsparung von bereits 250.000 Einwegprodukten und somit mehreren Tonnen Plastik.

Auf einer prägenden Asien-Reise konnte das Gründerpaar die verheerenden Auswirkungen von Plastikmüll auf die Ozeane hautnah miterleben. Sie beschlossen, ihren Beitrag zur Reduktion von Plastikmüll zu leisten. Mit ihren revolutionären, nachfüllbaren Körperpflegeprodukten, die zu 100% in Deutschland hergestellt werden, sagen sie Einwegprodukten den Kampf an. Zudem überzeugen die veganen Produkte durch eine tierversuchsfreie Produktion, die frei von Aluminium und Mikroplastik erfolgt. Bestätigt wird das Unternehmen durch eine beeindruckende Kundenbasis von rund 60.000 Personen und eine Nachbestellquote von über 50%.

Nun können Interessierte, denen das Einsparen von Plastikmüll ebenso ein Anliegen ist, gemeinsam mit Holy Pit diese Erfolgsstory weiter schreiben. Für die nächste Wachstumsphase benötigt das Unternehmen weiteres Kapital, um den positiven Impact zu maximieren. „Mit dem Kapital der Crowd möchten wir weitere, nachfüllbare Produkte entwickeln und in das entsprechende Marketing investieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Teams im E-Commerce-Bereich“, so HOLY PIT-Gründer Asmir.
Über die Crowdinvesting-Plattform ROCKETS, kann man ab heute bereits ab 100€ investieren. Neben dem Beitrag zu diesem nachhaltigen Geschäftsmodell profitieren Anleger von einem attraktiven Zinssatz in Höhe von 9,5 % p.a. sowie von zusätzlichen Bonuszinsen.

Gesetzlicher Risikohinweis:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Bild Fotograf/ Bildquelle: (c) Nadine Studeny

Quelle Holy Pit GmbH

Deutsche Exporte im Januar gestiegen

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Nord-Ostsee-Kanal (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Januar 2024 sind die deutschen Exporte gestiegen. Gegenüber Dezember legten sie kalender- und saisonbereinigt um 6,3 Prozent zu, die Importe steigen unterdessen um 3,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse am Mittwoch mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es bei den Exporten einen Anstieg von 0,3 Prozent und bei den Importen einen Rückgang um 8,3 Prozent.

Insgesamt wurden im ersten Monat des Jahres kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 135,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 108,0 Milliarden Euro importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Januar mit einem Überschuss von 27,5 Milliarden Euro ab. Im Dezember hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +23,3 Milliarden Euro betragen, im Januar 2023 hatte er bei +17,3 Milliarden Euro gelegen.

In die Mitgliedstaaten der EU wurden im Januar kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 75,8 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 61,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Dezember stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 8,9 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 10,8 Prozent.

In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 52,7 Milliarden Euro (+7,7 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 40,4 Milliarden Euro (+10,2 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 23,2 Milliarden Euro (+11,7 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 20,8 Milliarden Euro (+12,0 Prozent) von dort importiert.

In Drittstaaten wurden im Januar kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 59,7 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 46,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Dezember nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 3,1 Prozent zu und die Importe von dort um 4,5 Prozent ab.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Januar 2024 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 1,7 Prozent weniger Waren exportiert als im Dezember. Damit nahmen die Exporte in die USA auf einen Wert von 12,5 Milliarden Euro ab. Die Exporte nach China stiegen dagegen um 7,8 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro, die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich gingen um 8,1 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zurück.

Die meisten Importe kamen im Januar aus China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 10,4 Milliarden Euro eingeführt, das waren 11,1 Prozent weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 5,2 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen dagegen im gleichen Zeitraum um 18,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu.

Die Exporte nach Russland stiegen im Januar gegenüber Dezember kalender- und saisonbereinigt um 1,6 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro, so die Statistiker weiter. Gegenüber Januar 2023 nahmen sie um 34,2 Prozent ab. Die Importe aus Russland sanken gegenüber Dezember 2023 um 8,2 Prozent auf 0,2 Milliarden Euro. Gegenüber Januar 2023 nahmen sie um 82,4 Prozent ab.


Foto: Nord-Ostsee-Kanal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Landkreistag will Ausweitung der Liste sicherer Herkunftsstaaten

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Landkreistages, Reinhard Sager, pocht vor dem Migrationsgipfel von Bund und Ländern am Mittwoch auf eine Ausweitung der Liste sicherer Herkunftsstaaten. „Wir brauchen größere Fortschritte in der Migrationspolitik“, sagte Sager der „Rheinischen Post“.

Das gelte gerade für die von der Bundesregierung angekündigte Rückführungsoffensive. „Neben intensiver Arbeit an notwendigen Rückführungsabkommen brauchen wir auch eine weitere, deutlichere Ausweitung der Liste sicherer Herkunftsstaaten.“

„Denn die Zahlen und die Herausforderungen bleiben groß und wachsen sogar noch. Man arbeitet in den Landkreisen noch immer am Anschlag und muss zusätzlich viele neue Geflüchtete verkraften“, so Sager.


Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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