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Kahn fühlt sich nach Zeit als FCB-Chef an "Succession" erinnert

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Oliver Kahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Nationaltorhüter Oliver Kahn fühlt sich im Zusammenhang mit seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München an die Serie „Succession“ erinnert. Diese sei eine „grandiose Serie über einen Patriarchen und mächtigen Medienmogul, der keinen für fähig hält, ihn zu beerben“, sagte er mit Blick auf seine Entlassung als Vorstandsvorsitzender vor knapp zehn Monaten dem „Spiegel“.

„Succession“ ist eine Serie in vier Staffeln, in der man einem in die Jahre gekommenen Unternehmenschef, der in der Vergangenheit lebt und nicht loslassen kann, dabei zuschauen kann, wie er die Zukunft verspielt.

Als Vorstandsvorsitzender hatte Kahn zuletzt Meinungsverschiedenheiten mit Bayerns Altpräsident Uli Hoeneß, der Kahn auch nach dessen Entlassung mehrfach öffentlich kritisierte. Er habe die Serie vor Längerem gesehen, sagte Kahn, aber zuletzt immer mal wieder daran gedacht. Das komme ihm bekannt vor, sagte er sich.


Foto: Oliver Kahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rufe aus SPD nach temporären Grenzschließungen während EM

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Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese fordert angesichts möglicher Anschlagspläne von Islamisten verstärkte Grenzkontrollen während der Fußball-EM in Deutschland.

„Im Hinblick auf die in diesem Jahr stattfindenden Sport-Großereignisse werden temporäre Grenzschließungen zur verstärkten Kontrolle erforderlich sein“, sagte Wiese dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe) nach dem Anschlag in Moskau. Zuvor hatte Innenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärt, es sei davon auszugehen, dass der IS-Ableger ISPK den Anschlag bei Moskau zu verantworten habe.

Die Gefährdungseinschätzung für Deutschland habe sich durch das Attentat bei Moskau nicht verändert, hieß es am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Wie Wiese dem „Tagesspiegel“ sagte, hätten die „frühzeitig von unseren Sicherheitsbehörden vereitelten Anschlagsplanungen“ an Silvester „deutlich vor Augen geführt, wie sehr auch wir im Visier entsprechender islamistischer Terrorzellen sind“. Die Sicherheitsbehörden hatten rund um Weihnachten und Silvester angesichts eines möglichen Anschlags durch ISPK-Anhänger die Schutzmaßnahmen in Köln erhöht.


Foto: Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kramer: IS-Urheberschaft für Moskau-Anschlag am wahrscheinlichsten

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Polizist in Russland (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, hält es nach derzeitigem Stand als das wahrscheinlichste Szenario, dass Islamisten den schweren Anschlag bei Moskau verübt haben. Insgesamt müsse man „vorsichtig mit voreiligen Schlussfolgerungen sein, denn wir leben im Zeitalter hybrider Bedrohungen, wozu auch Propaganda und Falschinformationen von unterschiedlichen Parteien gehören“, sagte Kramer dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Gleichwohl sei eine Urheberschaft der Terrorgruppe „Islamischer Staat Provinz Khorasan“ (ISPK) „derzeit am wahrscheinlichsten“, nicht zuletzt aufgrund der bekannten Warnungen der US-Dienste im Vorfeld vor eben genau solchen Anschlagsplänen. Mit Blick auf die Folgen sagte Kramer, der Anschlag zeige, „wie real und hoch die Gefahrenlage auch für uns ist und dass wir nicht nachlassen dürfen in unserer Gefahrenabwehr“.

Vorwürfe, die Ukraine könnte selbst in den Anschlag verwickelt oder der Urheber sein, nannte Kramer „ebenso durchsichtig wie abwegig“. „Die Ukraine würde mit solch einem brutalen Anschlag gegen Zivilisten in Russland nicht nur die Stimmung und den Hass in Russland weiter gegen sich vergrößern, sondern auch die westlichen Unterstützer mindestens irritieren, wenn nicht sogar gegen sich aufbringen.“

Dass die Terroristen möglicherweise in der Ukraine untertauchen wollten, sei zwar nicht unwahrscheinlich, belege aber nicht, dass Kiew „wissentlich involviert“ gewesen sei. Abgesehen davon passe das Anschlagsbild aber auch in die Szenarien, wie der ISPK vorgehe und „insbesondere westliche Staaten, aber auch Russland als christliches Land schon seit Jahren als Ziel von Anschlägen begreift“.


Foto: Polizist in Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Erstwähler sehen SPD und AfD als größte Problemlöser in EU

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EU-Parlament in Straßburg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine neue Umfrage der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zur Europawahl zeigt, dass Erstwähler der SPD und der AfD die größten Kompetenzen bei der Lösung europäischer Probleme zuschreiben. Auf die Frage „Wenn Sie jetzt an Europa denken, welche deutsche Partei ist am ehesten geeignet, die anstehenden Probleme in Europa zu lösen?“, nannten jeweils 14 Prozent der befragten 16- bis 22-Jährigen eine der beiden Parteien.

13 Prozent gaben die Grünen an, acht Prozent CDU und CSU, sechs Prozent die Linke, ein Prozent die FDP. Sieben Prozent der Befragten wollten keine Partei nennen, 37 Prozent antworteten mit „weiß nicht/keine Angabe“.

Verglichen wurde die politische Einstellung der 16- bis 22-Jährigen mit der der gesamten wahlberechtigten Bevölkerung. Dort liegt die Union mit 22 Prozent vorne. Die SPD kommt auf 14 Prozent, die Grünen auf zehn Prozent, die AfD auf sechs Prozent und die FDP auf zwei Prozent. Auch hier wollte sich ein Großteil der Befragten nicht auf eine Partei festlegen.

Ein weiterer relevanter Unterschied ergibt sich mit Blick auf einen möglichen EU-Austritt. Gestellt wurde die Frage „Stellen Sie sich vor, morgen würde eine Volksabstimmung in Deutschland über die Mitgliedschaft in der Europäischen Union stattfinden. Würden Sie für die Fortsetzung der Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union oder für einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union stimmen?“ 14 Prozent der Erstwähler gaben an, für einen Austritt votieren zu wollen. Bei der gesamten Wahlbevölkerung würden zehn Prozent für einen deutschen EU-Austritt stimmen.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Usuma durchgeführt. Zur Erhebung der Zahlen wurden insgesamt 4.010 Personen ab 16 Jahren, die in Deutschland leben, befragt. Durchgeführt wurde die Befragung vom 20. Juni 2023 bis zum 4. September 2023.


Foto: EU-Parlament in Straßburg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kiesewetter erwartet neue Mobilisierungswelle in Russland

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Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter erwartet, dass Russland seine Sicherheits- und Militärpolitik unter Verweis auf den Anschlag von Freitag weiter verschärft. „Der Kreml wird auch diesen Anschlag taktisch nutzen, um innenpolitische Maßnahmen zu rechtfertigen“, sagte Kiesewetter dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Mit der Beschuldigung der Ukraine als Urheber des Anschlags baue der Kreml vor, um ihn „taktisch für seine Kriegsführung zu nutzen und macht damit eine neue Mobilisierungswelle in Russland wahrscheinlich“. Kiesewetter konstatierte außerdem ein „Versagen russischer Sicherheitsdienste“.

Zudem schließt er die Möglichkeit einer russischen Urheberschaft für den Anschlag auf einen Moskauer Konzertsaal nicht aus: „Es zeichnet sich ab, dass es bei diesem brutalen und schweren Terroranschlag vermutlich um einen islamistischen Terrorakt handelt“, sagte Kiesewetter dem RND. „Ausgeschlossen werden kann zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht, dass es sich um eine False-Flag-Operation Russlands selbst handelt, auch wenn ein islamistischer Hintergrund durchaus wahrscheinlich erscheint, zumal sich der IS dazu bekannte.“

Neben Kiesewetter rechnen auch weitere hochrangige Sicherheitsexperten damit, dass Russlands Staatschef Wladimir Putin den Terroranschlag nutzen wird, um nach innen und außen noch brutaler aufzutreten. „Putin wird diese Anschläge ausnutzen, um innere Säuberungen vorzunehmen und möglicherweise auch um noch mehr Brutalität und Unmenschlichkeit nach innen und nach außen zu rechtfertigen“, sagte Nico Lange, Militärexperte und Mitglied der Münchener Sicherheitskonferenz, der „Bild am Sonntag“.

Der russische Präsident habe Warnungen zu Terroranschlägen ignoriert und die innere Sicherheit zugunsten seines Krieges vernachlässigt, so Lange weiter. Das räche sich jetzt. „Die russische Propaganda wird so oder so westliche Geheimdienste, die Ukraine und die Nato verantwortlich machen, auch um vom Versagen Putins abzulenken.“

Thomas Jäger, Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik an der Universität zu Köln sagte der Sonntagszeitung: „Politisch nutzt der Anschlag Putin, der seine Bürger zwar nicht davor schützen konnte, mit dem Argument, den Schutz zu verstärken, jedoch die innere Lage noch stärker kontrollieren kann.“ Putin habe aus jeder Terrorlage in Russland letztlich seinen Vorteil geschlagen.

Jäger rechnet weiter damit, dass Putin den Anschlag nutzen werde, „Russland als bedroht darzustellen, als von Feinden umgeben, gegen die es mit aller Gewalt vorgehen muss.“ Konkret bedeute das: „Repression im Innern verstärken und nach außen den Krieg gegen die Ukraine intensivieren. Gleichzeitig werden die Desinformationskampagnen gegen demokratische Staaten hochgefahren, denn Putin sieht den Westen als schwach an und will diese Phase der Schwäche zum eigenen Vorteil nutzen.“


Foto: Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Namibias Umweltminister wirft Lemke "neokoloniale Einmischung" vor

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Steffi Lemke am 20.03.2024, via dts NachrichtenagenturWindhuk (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um eine Beschränkung der Einfuhr von Jagdtrophäen erhebt Namibias Umweltminister Pohamba Shifeta Vorwürfe gegen Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Wenn Deutschland mit einer solchen Einschränkung die Trophäenjagd unmöglich machen wolle, sei das eine „gesetzeswidrige, neokoloniale Einmischung“, die der internationalen Rechtslage zuwiderlaufe, sagte Shifeta der „Bild am Sonntag“.

Hintergrund: Im Februar hatte das Bundesumweltministerium mitgeteilt, aus seiner Sicht sollte „die Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Arten verboten werden“. Weil dazu im Koalitionsvertrag keine Einigung erzielt worden sei, plane das Ministerium „die Importe von Jagdtrophäen geschützter Arten insgesamt zu reduzieren und im Einzelfall ganz zu verbieten“.

„Wer Tiere schützen will, muss kontrollierte Jagd erlauben“, so Shifeta. Es sei seit der Unabhängigkeit des südwestafrikanischen Landes 1990 gelungen, den Bestand von Wildtierpopulationen wie Elefanten, Löwen und Zebras deutlich zu steigern. Diese Erfolge drohten zunichte gemacht zu werden, da die Tiere einfach abgeschossen werden würden, wenn sie für lokale Bewohner seines Landes keinen Wert mehr darstellen würden. Es drohe ein Massensterben von Wildtieren. „Wir können uns eigentlich nicht vorstellen, dass Deutschland uns das antut“, sagte Shifeta.

Die kontrollierte Jagd erfolge entsprechend internationaler Abkommen und sei „wie in Deutschland und Europa“ wichtiger Teil der Arterhaltungsstrategie. Sie erfolge im Sinne der nachhaltigen Ressourcennutzung seines Landes, sagte der Minister. Das habe er auch in einem Brief an seine Amtskollegin Lemke deutlich gemacht. Er lade die Bundesumweltministerin nach Namibia ein, um ihr den Artenschutz in seinem Land zu erläutern.

Die Direktorin des namibischen Naturschutzgebiet- und Hege-Dachverbands NACSO, Maxi Louis, sagte, die Grünen fielen mit ihrem Vorhaben, die Trophäenjagd einzuschränken, „in den Kolonialismus des 19. Jahrhunderts zurück“. „Diese Leute haben die Dreistigkeit, einem afrikanischen Land zu sagen, was es zu tun hat. Das ist eine rassistische Einstellung und ein rassistisches Verhalten uns gegenüber“, so Louis wörtlich.

Die Trophäenjagd ist auch Thema im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Ausschussmitglied Anja Weisgerber (CSU) forderte, Ministerin Lemke solle aus den Beschwerden der Namibier Konsequenzen ziehen. „Anstatt sich am grünen Parteiprogramm abzuarbeiten, sollte Bundesumweltministerin Steffi Lemke lieber einmal mit den betroffenen Ländern reden“, so Weisgerber.


Foto: Steffi Lemke am 20.03.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Polen wirft Russland Verletzung von Luftraum vor

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Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturWarschau (dts Nachrichtenagentur) – Polen wirft Russland vor, bei einem Raketenangriff auf die Ukraine seinen Luftraum verletzt zu haben. Am frühen Sonntagmorgen sei ein russischer Marschflugkörper 39 Sekunden im polnischen Luftraum geblieben, teilte das Verteidigungsministerium in Warschau mit.

Man habe die Rakete während des gesamten Flugverlaufs im Blick gehabt. Polnische und verbündete Luftfahrzeuge seien zudem „aktiviert“ worden. Außerdem seien alle Maßnahmen ergriffen worden, um die wichtigsten Personen im Land zu informieren, hieß es weiter. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz teilte unterdessen mit, die Lage ständig zu beobachten. Er stehe mit dem Präsidenten, dem Regierungschef, dem Außenminister und dem Generalstabschef in Kontakt.

Die Ukraine hatte in der Nacht Angriffe von insgesamt 57 russischen Raketen und Drohnen gemeldet. Ziel waren vor allem Lemberg im Westen des Landes sowie Kiew. In der Hauptstadt soll es durch die Attacken vereinzelt zu Schäden gekommen sein.


Foto: Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Im Rausch der Farben und Formen

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gustav klimt

Gustav Klimt, der Meister des Jugendstils, wird in Ludwigsburg mit einer eindrucksvollen, immersiven Ausstellung geehrt, die die Besucherinnen und Besucher in seine faszinierende Welt der Farben und Formen entführt.

In einer beeindruckenden Hommage an Gustav Klimt verwandelte sich Ludwigsburg in einen Schauplatz, der die Besucherinnen und Besucher tief in das Schaffen des österreichischen Meisters eintauchen ließ. Die immersive Ausstellung, die in der malerischen Stadt stattfand, bot eine außergewöhnliche Reise durch die Welt Klimts, dessen Stil und Einfluss unverkennbar in der Kunstgeschichte verankert sind.

Gustav Klimt, geboren 1862 in Baumgarten, prägte die Kunstwelt wie wenige vor ihm. Seine Beteiligung an der Gründung der Wiener Secession zeugt von seinem Wunsch nach Erneuerung und dem Bruch mit dem Akademischen. In Ludwigsburg konnten die Besuchenden nicht nur Klimts biografische Stationen nachvollziehen, sondern auch in seine einzigartigen Kunstwerke eintauchen, die durch innovative Präsentationsformen zum Leben erweckt wurden.

Die Ausstellungsräume luden zu einer sinnlichen Erfahrung ein, in der die Grenzen zwischen Betrachter und Kunstwerk verschwammen. Wandfüllende Gemälde und detailreiche Installationen ermöglichten es, Klimts Liebe zu Goldtönen, symbolträchtigen Motiven und der Natur in all ihrer Pracht zu erleben. Besonders eindrucksvoll war die Darstellung von „Der Kuss“, bei der einzelne Elemente des Werks im Raum schwebten und sich aus dem richtigen Blickwinkel zu einem Ganzen fügten.

Interaktive Elemente, wie die virtuelle Realitätsbrille, die einen in die Gemälde eintauchen ließ, oder die Möglichkeit, eigene Interpretationen von Klimts Werken zu gestalten und zu projizieren, verstärkten das Gefühl, Teil des künstlerischen Prozesses zu sein.

Die immersive Klimt-Ausstellung in Ludwigsburg war nicht nur eine Würdigung des Künstlers selbst, sondern auch eine Feier der Kunst, die dazu einlud, über die übliche Betrachtungsweise hinauszugehen und sich aktiv mit den Werken auseinanderzusetzen. Sie bot eine seltene Gelegenheit, in die Tiefen der künstlerischen Kreativität einzutauchen und die zeitlose Schönheit von Klimts Kunst in einem modernen Kontext neu zu erleben.

Foto/Text: Pamina Fabienne Elsässer

Stiko-Vorsitzender für Impfungen in Schulen

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Aufgezogene Impfspritzen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Klaus Überla, spricht sich für Impfungen in Schulen aus. Um die Zahl der Impfungen gegen krebserregende HPV-Infektionen bei Jugendlichen zu steigern, sollten dringend neue Wege beschritten werden, sagte der Virologe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

„In anderen Ländern sieht man, dass man die besten Impfraten im Rahmen von Schulimpfungen erzielt.“ Man müsste auch in Deutschland Impfungen in der Schule anbieten. „Das wäre eine gute Möglichkeit, die Rate zu steigern und damit langfristig Leben zu retten.“ Die Verträglichkeit der Impfstoffe gegen HPV sei hervorragend, Studien zeigten, dass die Impfung hocheffektiv sei. „Es gibt also überhaupt keinen Grund, diese Impfung nicht zu machen“, so der Stiko-Chef.

Grundsätzlich sei es überdies sinnvoll, in den Schulen mehr über die Entstehung von Tumoren und über die Wirksamkeit von Impfungen zu informieren, ergänzte Überla. Die HPV-Infektion als weit verbreitete Geschlechtskrankheit könne dabei als Einstieg dienen.

Humane Papillomviren (HPV) können Krebs verursachen. WHO und EU-Kommission haben sich das Ziel gesetzt, bis 2030 eine Impfquote von mindestens 90 Prozent bei den 15-jährigen Mädchen beziehungsweise eine deutliche Steigerung bei den 15-jährigen Jungen zu erreichen. In Deutschland liegen die HPV-Impfquoten laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei Mädchen lediglich bei 54 Prozent und bei Jungen bei 27 Prozent. Die Impfung kann zwar bis zum Alter von 18 Jahren nachgeholt werden, jedoch bietet diese den besten Schutz, wenn im Alter von 9-14 Jahren geimpft wird.

Überla kündigte zudem eine Impfempfehlung gegen RSV-Infektionen bei Kleinkindern an: „Wir werden noch vor der Sommerpause einen Beschluss dazu fassen“, so der Virologe. Damit werde es noch vor der Infektionssaison im Herbst eine Stiko-Empfehlung zum Schutz von Säuglingen vor der RSV-Erkrankung geben.

Der Stiko-Vorsitzende mahnte zudem eine bessere Ausstattung der Impfkommission an: Um rasche Beschlüsse fassen zu können, müsse die Stiko auch entsprechend ausgestattet sein. „Aktuell können wir nicht alle anstehenden Empfehlungen zeitnah behandeln“, so Überla. Ohne eine bessere personelle Ausstattung der Geschäftsstelle und des Robert-Koch-Instituts werde es weiter Verzögerungen geben.


Foto: Aufgezogene Impfspritzen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Formel 1: Ferrari feiert Doppelsieg in Australien

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Carlos Sainz jr. / Ferrari (Archiv), via dts NachrichtenagenturMelbourne (dts Nachrichtenagentur) – Beim Formel-1-Rennen in Australien hat Ferrari einen Doppelsieg eingefahren. Carlos Sainz fuhr in Melbourne als Erster vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc über die Ziellinie. McLaren-Pilot Lando Norris vollendete das Podium.

Möglich wurde das Ganze, weil Titelverteidiger Max Verstappen (Red Bull), der die gesamte vergangene Saison sowie die ersten Rennen dieses Jahres dominiert hatte, bereits nach wenigen Runden wegen eines technischen Defekts ausschied. Direkt beim Start hatte sich Verstappen noch durchsetzen können, allerdings konnte Sainz ihn bereits in der zweiten Runde überholen. In der vierten Runde fing dann bei Versappens Auto die Bremse hinten Feuer und er musste es abstellen. Erstmals seit Singapur 2023 stand damit wieder jemand anderes als der Red-Bull-Pilot oben auf dem Podium – auch damals war Sainz der Sieger.

Auf den Punkterängen hinter dem Podium landeten am Sonntag Oscar Piastri (McLaren), Sergio Pérez (Red Bull), Fernando Alonso (Aston Martin), Lance Stroll (Aston Martin) und Yuki Tsunoda (Racing Bulls). Der einzige deutsche Pilot Nico Hülkenberg (Haas) holte auf Rang neun zwei Punkte für die WM-Wertung, sein Teamkollege Kevin Magnussen auf dem zehnten Platz einen Punkt. Das nächste Rennen findet in zwei Wochen in Japan statt.


Foto: Carlos Sainz jr. / Ferrari (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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