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Angehörige von deutschen Botschafts-Mitarbeitern verlassen Iran

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Deutsche Botschaft im Ausland (Archiv), via dts NachrichtenagenturTeheran (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des drohenden Angriffs Irans auf Israel verlassen Familienangehörige der deutschen Botschafts-Mitarbeiter den Iran. Das wird die „Bild am Sonntag“ in ihrer morgigen Ausgabe schreiben.

Eine genaue Anzahl sei nicht bekannt. Außerdem sollen weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sein, auch bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv. Über das Wochenende tagt am Samstag und Sonntag der Krisenstab im Auswärtigen Amt. In Washington, Paris und Berlin geht man von einem möglichen iranischen Schlag noch dieses Wochenende aus.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte bereits zuvor alle deutschen Staatsbürger aufgefordert, aus dem Iran auszureisen. Eine dreistellige Anzahl Deutscher soll ihre Kontaktdaten bei der Krisenliste „Elefand“ hinterlegt haben, damit die Botschaft in Teheran oder das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts diese schnellstmöglich kontaktieren kann.


Foto: Deutsche Botschaft im Ausland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Handelsexperte misstraut Galeria-Investoren

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Kaufhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturEssen (dts Nachrichtenagentur) – Der Handelsexperte Carsten Kortum zweifelt an der Ankündigung der neuen Galeria-Kaufhof-Investoren, einen Großteil der Warenhäuser erhalten zu wollen.

„Da bin ich skeptisch“, sagte Kortum, Wirtschaftsprofessor an der Dualen Hochschule Heilbronn, dem „Spiegel“. „Die neuen Eigentümer versuchen, das bestehende Geschäftsmodell mit minimalem Finanzmitteleinsatz und kleinen Änderungen zu retten. Ob das Konsortium um Investor Richard Baker damit durchkommt, ist fraglich.“

Kortum ist dennoch überzeugt, dass das Prinzip Warenhaus grundsätzlich zu retten ist. Die Kunden wollten nicht nur digital einkaufen, das zeigten rückläufige Onlineumsätze. „Das Kaufhaus in zentraler Lage hat weiter Zukunft.“ Dazu müssten jüngere Zielgruppen mit innovativen Gastronomiekonzepten sowie mit klassischen Lebensmittel- und Drogeriemärkten gelockt werden. „In den Läden muss aber mehr Auswahl, Service und Erlebnis geboten werden als bisher“, sagte Kortum. „Eine Spiel-Erlebniswelt, in der Kinder alles ausprobieren dürfen, könnte für junge Familien interessant sein.“

Ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners um den Unternehmer Richard Baker sowie der deutsche Unternehmer Bernd Beetz übernehmen die insolvente Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof.


Foto: Kaufhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Fünf Tote und acht Verletzte nach Messerangriff in Australien

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Skyline von Sydney (Archiv), via dts NachrichtenagenturSydney (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Messerangriff in einem Einkaufszentrum der australischen Millionenmetropole Sydney sind am Samstag mindesten fünf Menschen ums Leben gekommen und acht weitere verletzt worden.

Der mutmaßliche Angreifer wurde von einer Polizistin erschossen, die offenbar bereits in der Nähe war. Auf Bildern war zu sehen, wie der Mann mit einem Rugby-Trikot und einem Messer in der Hand durch das Einkaufszentrum läuft.

Der Vorfall ereignete sich zwischen 15 und 16 Uhr Ortszeit (7 bis 8 Uhr deutscher Zeit) im Stadtteil Bondi Junction. Nach Angaben der Polizei liegen derzeit keine Indizien für ein Motiv vor. Man gehe davon aus, dass der Mann allein gehandelt habe, sagte ein Polizeisprecher. „Es gibt nichts, was auf ein Motiv oder eine Ideologie hinweisen würde.“


Foto: Skyline von Sydney (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: "Voice of Europe"-Geld kam per Kurier via Polen

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Prag (Archiv), via dts NachrichtenagenturPrag (dts Nachrichtenagentur) – Das Geld für die mutmaßliche russische Einflussoperation rund um das Medienportal „Voice of Europe“ soll direkt aus Russland gekommen sein. Es sei mithilfe eines Kuriers über Polen nach Tschechien gebracht worden, wo es an die Politiker geflossen sein soll, schreibt der „Spiegel“ unter Berufung auf „Sicherheitskreise“.

Die Kurierfahrten sind laut den Sicherheitskreisen beobachtet und sogar gefilmt worden, es gehe um einen Gesamtbetrag zwischen 500.000 Euro und einer Million Euro. Vor zwei Wochen hatte der tschechische Inlandsnachrichtendienst BIS federführend eine groß angelegte Einflussoperation Russlands aufgedeckt, die das Ziel hatte, kremlfreundliche Propaganda zu betreiben.

Über das Medium „Voice of Europe“ sollen Desinformation verbreitet und laut tschechischer Regierung auch Geld an Politiker der extremen Rechten weitergereicht worden sein. Es gehe um „mehrere Hunderttausend Euro“, hieß es aus Tschechien damals.

Der AfD-Spitzenpolitiker Petr Bystron, der auf Listenplatz zwei zur Europawahl steht, bestreitet, ebenfalls auf diesem Weg Geld entgegengenommen zu haben, was ihm vorgeworfen wurde. Er hatte „Voice of Europe“ Interviews gegeben und war auffällig häufig Thema bei dem Medienportal. Gegenüber der tschechischen Tageszeitung „Denik N“ hatte Pavel Zacek, der Vorsitzende des parlamentarischen Sicherheitsausschusses in Prag, den Weg des Geldes über Polen am Mittwoch ähnlich beschrieben. Er konnte Unterlagen des BIS einsehen und sagte, Ziel sei es gewesen, eine „fünfte Kolonne innerhalb der Europäischen Union zu schaffen“.


Foto: Prag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Der Countdown läuft zum Saisonstart der Fahrkultur!

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Countdown läuft zur 23. Auflage der größten Messe für Fahrkultur: In rund zwei Wochen startet am letzten April-Wochenende die RETRO CLASSICS® in Stuttgart und zeigt vom 25. bis 28. April Leckerbissen, Raritäten und Jubilare auf zwei, vier oder mehr Rädern.

„Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ – Erich Honeckers Citroen CX

Ein Stück deutsche Geschichte ist am Stand des Citroen CX Clubs in Halle 5 zu bewundern: Wer denkt, daß der frühere Lenker des „Arbeiter- und Bauernstaates“ („DDR“), Erich Honecker, nur auf Volvo, Tschaika oder ostdeutsche Fahrzeuge setzte, der irrt: Auch der Citroen CX war ab Sommer 1978 im Fuhrpark des „MfS“ vertreten, und nach Überlieferungen schätzte Erich Honecker die französische Sänfte, die übrigens ein persönliches Geschenk des damaligen Citroen Direktors war, sehr. Sehen Sie diesen prominenten Citroen CX im Rahmen der großen Sonderschau „50 Jahre Citroen CX“, die nicht nur einen Querschnitt durch die Modellpalette dieses großartigen französischen Oberklasse-Modells zeigt, sondern anhand eines Chassis-Schnittmodells auch die innovative Hydropneumatik des CX den Besuchern näherbringt.

Autos von der Insel – 20 Jahre „British Corner“

Britische Automobile genossen jahrzehntelang einen exzellenten Ruf in der Welt und standen für Sportlichkeit (kernige Roadster…), Rennerfolge (Le Mans & Co. …), Ingenieurskunst (Mini, Imp…) und Luxus (Rolls Royce, Daimler, Jaguar…). Ein Rückblick auf diese glorreiche Zeit gelingt am besten in der „British Corner“ in Halle 7, die in diesem Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiert. Gehen Sie auf eine Zeitreise und bewundern Sie auf über 900m² kernige Roadster, opulente Luxus-Limousinen und geniale Kleinwagen der großen Marken Austin, Triumph, MG, Morris, Rover, Jaguar, Lotus, TVR und Morgan, die von verschiedenen Marken- und Typenclubs präsentiert werden.

Schwere Jungs in der Furche, auf Landstraße und Autobahn

Was wäre eine RETRO CLASSICS® ohne „schwere Jungs“? Genau, nur schwer vorstellbar, bilden historische Nutzfahrzeuge vom Schlage Schlepper, LKW, Omnibus & Co. doch schon traditionell einen festen Bestandteil der größten Messe für Fahrkultur. Die Helden von einst, die Pferd und Ochse vom Acker verdrängten, die die Nachkriegsrepublik vom Schutt befreiten und erste Güter von A nach B brachten und, als man wieder reiste, uns nahe und ferne Regionen erschlossen, diese alle sind in Halle 7 zu bewundern, präsentiert von den Bulldog- und Schlepperfreunden Württemberg e.V. und vom Automobil-Park Auwärter.

Die Papstkrone in Halle 5 bei Mercedes-Benz

Die Tiara bezeichnet gemeinhin die Papstkrone und ist, wenn überhaupt, aus Kreuzworträtseln bekannt. Dass der ehemalige schweizer Automobilhersteller Monteverdi sein letztes Serienfahrzeug 1982 mit diesem Namen schmückte, dürfte nur Wenigen bekannt sein, nicht zuletzt aufgrund einer „Kleinserie“ von nur drei Prototypen, von denen noch zwei existieren. Und warum ist eines dieser beiden Exemplare auf dem Stand des Mercedes-Benz Markenclubs der Baureihe 126 in Halle 5 zu bestaunen? Weil die 1979 erschienene S-Klasse des Typs W126 die Basis für diesen „Monteverdi der Superlative“ (so der zeitgenössische Prospekt des Baseler Herstellers) bildet, was sich eigentlich erst beim genauen Vergleich der beiden Luxusklasse-Limousinen offenbart.

Termin: 25. bis 28. April 2024, Landesmesse Stuttgart

Weitere Informationen und Bilder zur RETRO CLASSICS® finden Sie im Internet unter:http://www.retro-classics.de

Quelle Bild und Text: RETRO Messen GmbH

Luftfahrt für Groß und Klein

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AERO 2023 B2: JMB Aircraft @fairnamic GmbH
B2: JMB Aircraft,

Luftfahrt für Groß und Klein: Jubiläums-AERO feiert mit besonderen Attraktionen

AERO feiert 30. Ausgabe mit besonderen Attraktionen – Airshow zeigt international renommierte Flugstars – Messe-Geschichte im AERO Heritage Trail erlebbar – Großer Spaß für kleine Flugzeugfans in der Kids Area

Die AERO ist zwar in erster Linie eine Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt, die Business Aviation und den Luftsport. Aber sie kann noch viel mehr: Die Jubiläums-AERO (17. – 20. April 2024) macht mit ihren Anniversary Specials die faszinierende Welt der Luftfahrt für Groß und Klein erlebbar. Zur 30. Ausgabe der globalen Leitmesse erwartet die Besucherinnen und Besucher eine spektakuläre Airshow – unter anderem mit einzigartigen E-Flugzeugen, eine originelle Kids Area sowie der AERO Heritage Trail, der die Geschichte der Messe erzählt.

Zur spektakulären Airshow am 20. April werden auf der Messe Friedrichshafen gleich mehrere international renommierte Flugstars erwartet – darunter Frank van Houten, das Team Niebergall, Mélanie Astles und Henry Bohling. Zu sehen sind neben historischen Fliegern vor allem Flugzeuge aus dem E-Flight Bereich, die innovative und umweltfreundliche Flugtechnologien präsentieren.

Spaß und Abenteuer für kleine Flugzeugfans bietet die Kids Area auf der AERO. Mit einer Hüpfburg, einer Schmink- und Bastelecke sowie originellen Flugzeug-Kettcars können Kinder in die spannende Welt der Luftfahrt eintauchen. „Der Traum vom Fliegen beginnt bei den meisten bereits in früher Kindheit. Auf der AERO können die Pilotinnen und Piloten von Morgen spielerisch in Kontakt mit der Luftfahrt kommen“, freut sich Tobias Bretzel, Projektleiter der AERO. Für Familien gibt es deshalb ein besonderes Jubiläumsticket, mit dem bis zu zwei Erwachsene mit ihren Kindern für 36 Euro die Messe besuchen können.

Der bewegten Geschichte der AERO spürt der AERO Heritage Trail nach: Die Sonderausstellung im Foyer Ost erzählt die faszinierende Reise der Messe – von den Anfängen auf dem damals noch alten Messegelände bis hin zum heutigen Standort. Bilder, Audio- und Textmaterial sowie Ausstellungsstücke lassen die Vergangenheit lebendig werden und laden zum Schwelgen in Erinnerungen ein.

Mehr Infos zu den Anniversary Specials sowie die Möglichkeit, Tickets zu kaufen, finden Sie unter: https://www.aero-expo.de/messe-branchen/jubilaeumsspecials.

Über die Veranstaltung:

Die AERO 2024 findet vom 17. – 20. April 2024 auf dem Messegelände der Messe Friedrichshafen statt. Die AERO ist die internationale Leitmesse für die Allgemeine Luftfahrt, die Business Aviation und den Luftsport. Präsent sind Fluggeräte von der zivilen Drohne über Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter, Helikopter, Reise- und Trainingsflugzeuge mit Kolbenmotor oder Turboprop-Antrieb bis hin zu Businessjets. Neue Antriebssysteme, Elektroflug, modernste Avionik, Dienstleistungen und Zubehör für Piloten sind weitere Schwerpunkte. Diese Themenbereiche spiegeln sich auch in den AERO Conferences wider und machen Europas größte Veranstaltung der Allgemeinen Luftfahrt dadurch auch zu einer wichtigen Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung.

Bild  AERO 2023 B2: JMB Aircraft @fairnamic GmbH

Quelle fairnamic GmbH

Länder suchen Tausende Plätze für Asylbewerber

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Asylunterkunft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In den Bundesländern fehlen Tausende reguläre Unterbringungsplätze für Asylbewerber. Mehrere Ministerien teilten auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mit, die eigenen Kapazitäten zwar aufstocken zu wollen, dabei aber auf deutliche Hürden zu stoßen.

So erklärte das zuständige Migrationsministerium in Baden-Württemberg, rund zusätzliche 9.000 Regelplätze in Erstaufnahmeeinrichtungen zu benötigen. Derzeit hat das Land nur etwa 6.200. Niedersachsen sieht einen Bedarf von 7.500 Regelplätzen, zur Verfügung stehen aktuell 3.808. Mecklenburg-Vorpommern hält 2.400 Plätze für notwendig, vorhanden sind derzeit 1.200. Auch die Länder Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz möchten ihre Kapazitäten aufstocken.

Geeignete Liegenschaften zu finden, ist aber offenbar ein großes Problem. „Es ist rechtlich und aufgrund häufig ablehnender Haltungen vor Ort auch faktisch schwierig, neue Erstaufnahmeeinrichtungen zu errichten“, heißt es aus Baden-Württemberg. Niedersachsen erklärte, bereits seit Herbst 2022 „eine intensive Liegenschaftsakquise“ zu betreiben, um neue Unterkünfte für die Erstaufnahme zu erschließen. Das gestalte sich als schwierig. „Die Gründe hierfür sind vielfältig.“ Ob der angestrebte Aufbau weiterer Erstaufnahmeeinrichtungen gelinge, werde unter anderem von der Unterstützung vor Ort abhängen.

Im vergangenen Jahr war der Streit um die Flüchtlingsunterbringung eskaliert, weil die Länder ihrer gesetzlichen Pflicht nicht mehr nachkamen, Asylbewerber während des Verfahrens unterbringen. Vielfach wurden sie zügig nach der Ankunft an die Kommunen weitergeleitet, wo ebenfalls Plätze fehlten. Aktuell ist die Lage zwar entspannter, weil weniger Menschen nach Deutschland kommen. Allerdings rechnen mehrere Länder mit erneuten Engpässen im Sommer.

Man müsse davon ausgehen, „dass die Zahlen, wie auch in den vergangenen Jahren, spätestens zum Sommer wieder stärker ansteigen“, teilte die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen mit. Das Migrationsministerium in Baden-Württemberg erklärte, sich an Zahlen des Bundes zu orientieren. Dieser gehe bei Aufstellung seines Finanzplans bis 2026 von 210.000 Asylantragstellern pro Jahr aus. Entsprechend der gesetzlich festgelegten Verteilquote müsse Baden-Württemberg 27.300 Asylbewerber pro Jahr unterbringen. 15.000 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen seien notwendig.

„Nach unserer Einschätzung sind die bestehenden Kapazitäten der Länder nahezu ausgeschöpft und reichen in Teilen bereits jetzt nicht mehr aus“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager. „Deshalb werden in einzelnen Ländern nach wie vor Asylbewerber aus den Aufnahmeeinrichtungen der Länder auch ohne abgeschlossenes Asylverfahren oder ohne Anhörung auf die Landkreise verteilt.“ Das bedeute für alle Beteiligten „einen hohen Aufwand“.

Tatsächlich verfehlen einige Länder das Ziel, Asylbewerber erst am Ende des Asylverfahrens an die Kommunen weiterzuleiten. Eigentlich sollen Migranten erst dann in die Kreise und Städte verteilt werden, wenn sie die Anhörung durchlaufen haben – und bestenfalls bereits den Bescheid über den Asylantrag in der Tasche haben. Darauf hatten sich der Bundeskanzler und die Regierungschefs der Länder im Herbst geeinigt.

Das Thüringer Landesverwaltungsamt teilte nun aber mit, dass man zwar grundsätzlich bestrebt sei, dass Asylbewerber zumindest bis zur Anhörung in der Erstaufnahme verbleiben. „Vor dem Hintergrund, dass stets freie Kapazitäten vorgehalten werden müssen, um neu ankommende Asylbewerber aufnehmen zu können, wird mitunter eine kommunale Zuweisung von Asylbewerbern auch vor der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge notwendig.“ Ähnliches ist aus anderen Ländern zu hören.


Foto: Asylunterkunft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bütikofer kritisiert Umsetzung der China-Strategie

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Reinhard Bütikofer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Zu Beginn der Peking-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer die Umsetzung der gemeinsam vereinbarten China-Strategie der Bundesregierung. „Das Kanzleramt scheint sich mit der China-Strategie noch nicht ganz angefreundet zu haben“, sagte Bütikofer der „Welt am Sonntag“.

Er erinnerte an das Ziel, gemeinsam mit EU-Partnern die Abhängigkeit der Wirtschaft von chinesischen Vorprodukten zu verringern. Bemühungen der EU-Kommission, die heimische Automobilindustrie gegen die Konkurrenz durch chinesische Billigimporte zu schützen, seien stattdessen mit einer „kalten Dusche“ aus Berlin beantwortet worden.

„Der Kanzler muss sich entscheiden, ob er Peking einen Gefallen tut und aus der europäischen De-Risking-Strategie ausschert, oder ob er im Sinne der China-Strategie der Bundesregierung ein Zeichen der EU-Geschlossenheit setzt“, sagte Bütikofer.

Zudem merkte der Grünen-Politiker an, dass Scholz auch mit Vertretern anderer EU-Staaten nach Peking hätte reisen können. Dagegen habe Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der Vergangenheit schon eine deutsche Ministerin mit nach China genommen. „Da hätte Scholz ein Zeichen setzen können“, sagte Bütikofer, der auch die China-Delegation des Europaparlaments leitet.


Foto: Reinhard Bütikofer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Streit um Mieterschutz schwelt weiter

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Haus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD wirft der FDP beim Mieterschutz eine Missachtung des gemeinsamen Koalitionsvertrags vor. „Dass die FDP sich im Mietrecht derzeit nicht an den Koalitionsvertrag hält und über die Vereinbarung hinaus Konzessionen fordert, ist weder akzeptabel noch so seriös, wie ich sie sonst in Verhandlungen erlebe“, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Parteivorstand Sebastian Roloff dem „Tagesspiegel“.

Die für Mietenpolitik zuständige SPD-Abgeordnete Zanda Martens kritisierte die Liberalen ebenfalls: „Wir erwarten, dass der Koalitionsvertrag eingehalten wird und dort haben wir noch weitere mietenpolitische Punkte fest vereinbart.“ Martens erklärte, es sei ein „fatales Signal“, den Mietern im Land nicht wie versprochen zu helfen. Der Koalitionsvertrag sei die hart verhandelte Grundlage der Zusammenarbeit. „Gerade ein Justizminister sollte nicht vertragsbrüchig werden.“

Roloff und Martens reagieren damit auf eine von Olaf Scholz und Justizminister Marco Buschmann (FDP) ausgehandelte Einigung bei dem Streitthema. Scholz hatte verhandelt, dass die Mietpreisbremse bis 2029 fortgeführt werden kann. Dafür hatte die SPD Zugeständnisse bei der von ihr gewünschten Vorratsdatenspeicherung gemacht; diese ist vorerst vom Tisch.

Das Parlament wird über die Einigung bei der Mietpreisbremse nach Informationen des „Tagesspiegels“ beraten, wenn die entsprechenden Vorlagen aus den Ministerien da sind.


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NRW verlangt vom Bund Nachverhandlungen bei Flüchtlingskosten

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Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW stellt sich auf einen Anstieg der Flüchtlingszahlen im Zuge des Nahostkonfliktes ein. „Die Sorge vor einem erneuten Anstieg sind realistisch und wurden von den Ländern in den Verhandlungen rund um das Thema Migration mit dem Bund schon vor Monaten artikuliert“, sagte der für Bundesangelegenheiten zuständige Minister Nathanael Liminski (CDU) der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). „Die Zahl der zu uns Flüchtenden wird wieder massiv steigen.“

Die Städte und Gemeinden seien am Limit. „Die Herausforderung vor Ort ist mit Blick auf Unterbringung und Versorgung schon jetzt riesig – und da rede ich noch gar nicht von Betreuung, Beschulung und Integration. Die Bundesregierung versteht scheinbar nicht, dass ihre politische Verharmlosung ein echter Schlag ins Gesicht der Verantwortungsträger und Flüchtlingshelfer in den Kommunen ist“, sagte der CDU-Politiker. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst habe nun seit Jahren vergeblich angemahnt, der Bund möge nicht erst auf die Überlastungsanzeige der Städte und Gemeinden warten.

Das von den Ländern durchgesetzte „atmende System bei der Flüchtlingsfinanzierung“ reicht NRW nicht aus: „Das aktuelle System ist ein sehr flach atmendes, sieht zu niedrige Summen vor und muss dringend nachgebessert werden.“ Liminski begrüßte, dass der Bundestag die Bezahlkarte beschlossen habe, auch wenn dem dringenden Wunsch der Länder danach viel zu spät entsprochen worden sei. „Das Erschweren der Rücküberweisung von Devisen in die Heimatländer nimmt einen echten Pullfaktor aus dem System.“


Foto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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