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Lemke will China zum Plastiksparen überreden

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Steffi Lemke (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Kampf gegen Plastikvermüllung und Ressourcenverschwendung will die deutsche Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) China auf ihre Seite ziehen. Bei ihrem Besuch in Peking am Dienstag soll sie mit ihrem chinesischen Amtskollegen Huang Runqiu einen fünfjährigen Aktionsplan unterschreiben.

In dem Papier, über das der „Spiegel“ berichtet, beteuern Deutschland und China ihre Absicht, bei der sogenannten Kreislaufwirtschaft künftig enger zusammenzuarbeiten. China ist als einer der weltweit größten Verursacher von Plastikverschmutzung außerdem ein entscheidender Akteur beim globalen Plastikabkommen, das 175 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen 2022 auf den Weg gebracht und sich damit zur Vermeidung dieser Art von Müll bekannt haben.

Da die Verhandlungen um das ambitionierte Abkommen auch aufgrund des Widerstands erdölexportierender Länder wie Saudi-Arabien ins Stocken geraten sind, bemüht sich Lemke nun um eine Umweltallianz mit Peking.

Auf höchster Ebene wollen Deutschland und China bilaterale Gespräche über Kreislaufwirtschaft führen und sich über strategische Fragen, etwa die Ausarbeitung von Ökorichtlinien, austauschen. Darüber hinaus will Lemke mit China über Nachhaltigkeitsstandards entlang der Lieferkette beraten, so der „Spiegel“.


Foto: Steffi Lemke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Linke kritisiert geplante Reform des Klimaschutzgesetzes

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Autobahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke kritisiert die Einigung der Ampelparteien bezüglich einer Reform des Klimaschutzgesetzes. „Heute ist ein schwarzer Tag für den Klimaschutz in der Bundesrepublik“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Partei, Lorenz Beutin, am Montag.

„SPD, Grüne und FDP haben sich darauf geeinigt, das Klimaschutzgesetz auszuhöhlen und die Klimaziele für die einzelnen Sektoren abzuschaffen. Erst heute Vormittag war bekannt geworden, dass der Verkehrsbereich auch in 2023 die Klimaziele um Längen verfehlt hat.“ Statt mit einem Tempolimit, dem Abbau von Subventionen wie dem Dienstwagenprivileg und einem Ausbau von Bus und Bahn gegenzusteuern, würden jetzt einfach die Sektorziele abgeschafft, so Beutin.

„Indem man sich aber die Augen zuhält, schafft man ein Problem nicht aus der Welt. Um überhaupt die Chance zu haben, wäre der gegengesetzte Weg richtig: Das Klimaschutzgesetz schärfen durch wirksame Maßnahmen, die greifen, wenn der Verkehrsbereich seine Ziele verfehlt“, so der ehemalige Bundestagsabgeordnete. Die verheerende Klimapolitik der Ampel werde sich rächen.

Am Nachmittag hatten die Fraktionen verkündet, sich bezüglich einer Reform des Klimaschutzgesetzes einig geworden zu sein.


Foto: Autobahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Röttgen sieht Iran-Politik von Bundesregierung und EU gescheitert

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Protest gegen Iran vor Münchner Sicherheitskonferenz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Auch angesichts des Schlags Teherans gegen Israel urteilt CDU-Außenexperte Norbert Röttgen (CDU) hart über die Iran-Politik der Bundesregierung und der EU. Der Kurs von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sei gescheitert, bekräftigte er gegenüber „Ippen-Media“.

Auch der Kurs der EU sei „eine einzige Katastrophe“. Röttgen räumte zugleich ein, dass die Probleme der deutschen Iran-Politik über die Amtszeit der aktuellen Ampel-Regierung hinaus in die Vergangenheit zurückreichen. „Die Bundesregierung muss ihre Iran-Politik komplett neu aufstellen“, forderte Röttgen.

Bereits im September 2022 hätte die Ampel-Koalition umsteuern müssen, „als das Regime Jina Mahsa Amini wegen eines angeblich falsch sitzenden Kopftuchs zu Tode prügeln ließ“. Die Bundesregierung hoffe indes weiter auf ein neues Atomabkommen, rügte der CDU-Politiker – „aber das Regime steht kurz davor, glaubwürdig mit einer Atomwaffe drohen zu können, und spielt nun nur noch auf Zeit“.

Deutschland müsse diese Realität anerkennen, forderte Röttgen. „Meine Einschätzung ist, dass unsere beste Hoffnung auf einen atomwaffenfreien Iran im Erfolg der Iranerinnen und Iraner besteht, die für einen freien Iran ohne das Mullah-Regime kämpfen“, fügte er hinzu. Die EU könne dabei unterstützen und dem Regime das Leben „so schwer wie möglich“ machen. Genau bei dieser Art der – ausdrücklich zugesagten – Solidarität sei Baerbock aber gescheitert, ein Politikwechsel sei nicht zu erkennen.

„Wenn es einen eindeutigen Anwendungsfall für feministische Außenpolitik gibt, dann ist es der Iran“, so Röttgen. Aber: „Die europäischen Sanktionen waren das absolute Minimum dessen, was getan werden musste.“ Mit Verhandlungen im „E3-Format“ hätten Deutschland, Großbritannien und Frankreich Irans Regierung sogar weitere internationale Legitimation verliehen. Das Problem betreffe auch die EU als Ganzes, erklärte Röttgen. „Leider muss man sagen, dass die Iranpolitik der EU, verkörpert durch Josep Borrell, eine einzige Katastrophe ist.“

Nötig seien „umfangreiche Sanktionen, die das Mullah-Regime international isolieren und wirtschaftlich auszehren“ sowie eine „Terrorlistung der Revolutionsgarden in der EU“. Der CDU-Politiker äußerte indirekt auch Kritik am Kurs der Merkel-Jahre. Eine „eindimensionale Fokussierung“ auf das Atomprogramm des Iran habe „leider eine recht lange Tradition in Deutschland“: „Das haben auch frühere unionsgeführte Bundesregierungen so gehalten“, räumte Röttgen ein.


Foto: Protest gegen Iran vor Münchner Sicherheitskonferenz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Krankenkassen rechnen 2025 mit deutlich höheren Beiträgen

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kassenpatienten und ihre Arbeitgeber müssen sich auf weitere, heftige Beitragssteigerungen einstellen. Wie aus internen Berechnungen des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) hervorgeht, dürfte sich der Zusatzbeitrag im kommenden Jahr von heute 1,7 auf mindestens 2,45 Prozentpunkte erhöhen – „Plus X“, wie es in dem Papier heißt, über das das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) berichtet.

Den Spielraum nach oben halten sich die Kassen offen, da sie nur Gesetze berücksichtigt haben, die bereits das Kabinett passiert haben. Dazu zählen das Medizinforschungsgesetz mit der Möglichkeit, dass Pharmafirmen verdeckte Preise verhandeln dürfen oder ein höherer Landesbasisfallwert, der den Kliniken zugesagt wurde. Die Ausgaben für die Klinikreform wurden hingegen noch nicht berücksichtigt.

„Ohne Gegensteuern drohen 2024 und 2025 massive Beitragserhöhungen“, warnt die Vorständin des BKK-Dachverbands, Anne-Kathrin Klemm, gegenüber der Zeitung. „Es sind keine Finanzreserven mehr im System, die das ausgleichen könnten.“ Die Kassen würden nicht hinnehmen, dass die GKV-Versicherten und die Arbeitgeber die Zeche zahlen sollen, „nur weil Bund und Länder ihren Aufgaben nicht nachkommen“, sagte Klemm. „Wir haben es schon mal gesagt und meinen es ernst: Zur Not klären die unzulässige Verlagerung der Kosten auf die GKV die Gerichte.“

Laut dem Wirtschaftsweisen Martin Werding könnten die steigenden Abgaben wiederum dazu führen, „die immer noch einigermaße gute Arbeitsmarktentwicklung aus dem Tritt zu bringen“, wie er dem „Handelsblatt“ sagte. Und der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, sieht „gravierende Strukturdefizite“, die zu einer „massiven Belastung der Beitragszahlenden“ führe.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD-Politiker Roth fordert "180-Grad-Kehrtwende" in Iran-Politik

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Michael Roth (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Michael Roth (SPD), verlangt eine „180-Grad-Kehrtwende“ in der Iranpolitik. „Wir müssen zu einer härteren Gangart gegenüber Iran kommen“, forderte Roth gegenüber dem TV-Sender „Welt“ am Montag.

„Man hat zu lange auf Diplomatie gehofft“ – und das bei einem „Regime, was ja von Fanatikern geführt wird“, so Roth weiter. „Man hat zu lange gedacht und gehofft, man kann die einhegen durch Diplomatie. Und es war ja auch richtig, dass man auf diplomatischem Wege versucht, den Iran an der Produktion einer Atomwaffe zu hindern. Aber der Iran hält sich nicht an internationale Regeln. Nur eine Politik der Stärke, der Abschreckung vermag Schlimmeres zu verhindern. Und ja, wir haben uns dafür leider zu viel Zeit gelassen.“

Nun gelte es, mit anderen Ländern der EU, mit Großbritannien und den USA gemeinsam neue Maßnahmen zu beschließen. „Das bedeutet für mich erstens, dass wir endlich die Revolutionsgarden auf die Terrorliste setzen, dass wir auch die finanzielle Grundlage dieses Terrorregimes beschränken. Zweitens, dass wir zu noch schärferen Wirtschaftssanktionen kommen. Über den Handel verdient Iran nach wie vor Geld, um dann auch Waffen zu bezahlen, die man braucht, um beispielsweise das Existenzrecht Israels immer wieder auch anzugreifen.“

Jenseits der internationalen Bemühungen müsse auch in Deutschland härter gegen das Regime in Teheran durchgegriffen werden, forderte Roth. Indirekt bezog sich der SPD-Politiker dabei auch auf das Islamische Zentrum Hamburg. „Hier in Deutschland müssen regimetreue Organisationen – wie zum Beispiel das in Hamburg – endlich geschlossen werden. Wir müssen ein klares Signal setzen, dass wir diesen Mullah-Terror in Deutschland, in Europa nicht akzeptieren.“

Roth nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel in Schutz, die sich in der Vergangenheit iranfreundlich verhalten und geäußert hatten. „Das war nicht die Politik der SPD, das war die Politik der Bundesregierung, das war die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika, das war die Politik der Europäischen Union. Ja, wir haben uns zu lange von diesen Mullahs etwas vormachen lassen.“

Auch er selbst habe damals auf Diplomatie gesetzt, räumte Roth ein: „Auch ich bin als Staatsminister von Frau Merkel – von der damaligen Bundeskanzlerin – mehr oder weniger gezwungen worden, nach Teheran zu reisen“, so Roth, weil man „darauf hoffte, dass es zu einer Politik der Entspannung kommt, dass es zu einer Politik der Kooperation kommt. Aber das hat sich alles zerschlagen. Und deshalb ist es hoffentlich nicht zu spät, jetzt eben eine 180-Grad-Kehrtwende vorzunehmen, um Israel zu schützen. Auch, um vor allem den Iran zu isolieren, um noch enger auch mit den vernünftigen arabischen Staaten in der Region zu kooperieren, die jetzt ja beispielsweise auch Israel verteidigt haben. Wenn ich mal an Jordanien denke.“


Foto: Michael Roth (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne sehen Expertenempfehlung zu Abtreibungen als Handlungsauftrag

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Ulle Schauws (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen im Bundestag sehen die Empfehlungen der Expertenkommission zur Neuregelung von Schwangerschaftsabbrüchen als politischen Handlungsauftrag für eine Gesetzesänderung. „Die unabhängige Kommission hat sich sehr gründlich und ausführlich mit den Möglichkeiten einer Neuregulierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland auseinandergesetzt“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Ulle Schauws, der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben).

Die Ergebnisse seien bemerkenswert und ein klarer Auftrag an Politik und Gesellschaft, die Regulierung von Schwangerschaftsabbrüchen neu zu denken: „Die Kommission hat verdeutlicht, dass in der früheren Phase einer Schwangerschaft das Selbstbestimmungsrecht der Frau überwiegt und in der späteren Phase das Lebensrecht des Ungeborenen. Daher ist eine Neuregelung von Schwangerschaftsabbrüchen außerhalb des Strafgesetzbuchs geboten“, so die Grünen-Politikerin. Auch in Zeiten vieler Debatten seien Grundsatzfragen des Zusammenlebens in unsere Gesellschaft ja keine Tabus.

„Schwangerschaftsabbrüche sind eine gesellschaftliche Realität. Weltweit bricht jede fünfte Frau einmal im Leben eine Schwangerschaft ab. In Deutschland ist jede dritte Frau einmal in ihrem Leben ungewollt schwanger. Doch die Versorgungslage verschlechtert sich hierzulande rapide“, sagte Schauws. Immer mehr Ärzte, die Abbrüche vornehmen, würden zeitnah in den Ruhestand gehen, und Schwangerschaftsabbrüche seien immer noch nicht Bestandteil der medizinischen Ausbildung.

„Es ist aber Pflichtaufgabe des Staates, für eine wohnortnahe Versorgung zu sorgen. Mit einer Entkriminalisierung und Entstigmatisierung, die Frauen von der Frage nach `Schuld` entlastet, ließe sich die Versorgung deutlich verbessern“, so Schauws. „Seit dem letzten Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat sich unsere Gesellschaft verändert und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen hat an Bedeutung gewonnen. Die aktuelle Regelung ist nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht mehr den menschenrechtlichen Empfehlungen“, so die Grünen-Politikerin weiter.

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD im Bundestag, Katja Mast, spricht sich derweil für die Streichung des Schwangerschaftsabbruchs aus dem Strafrecht aus. „Aus meiner Sicht sollten Frauen, die sich in einer Notlage für einen Abbruch entscheiden, nicht durch das Strafrecht eingeschüchtert werden“, sagte Mast den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

„Und Ärzte, die die Frauen in einer Notlage unterstützten, auch nicht: Daher plädiere ich persönlich dafür, dieses Thema aus dem Strafgesetzbuch herauszunehmen.“ Die Fraktion arbeite an einer einheitlichen Position, so Mast. „Dafür nehmen wir uns die notwendige Zeit.“ Der Union warf sie schlechten Stil vor. „Es ist ein schlechter Stil, wenn die Union bereits mit einer Klage droht, bevor die Beratungen überhaupt begonnen wurden geschweige denn abgeschlossen sind. Das verhindert eine sachlich konstruktive Auseinandersetzung und dient weder den betroffenen Frauen noch dem Schutz des ungeborenen Lebens.“

Skeptisch in Bezug auf die Streichung aus dem Strafrecht zeigte sich die religionspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Sandra Bubendorfer-Licht. Sie sagte der Mediengruppe Bayern: „Persönlich bin ich der Ansicht: Deutschland verfügt bereits heute über einen gut austarierten Kompromiss zwischen der Selbstbestimmung der Frau und dem Schutz ungeborenen Lebens.“ Auch sie warf der Union vorschnelle Urteile vor: „Bei diesem hochsensiblen Thema darf es keinerlei Schnellschüsse geben. Mir fehlt jegliches Verständnis für die voreiligen und unqualifizierten Äußerungen aus der Opposition, die darauf zielen, dieses Thema auf dem Rücken von Frauen für Parteitaktiererei auszuschlachten.“


Foto: Ulle Schauws (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung bestellt iranischen Botschafter ein

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Iranische Botschaft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat nach den Angriffen auf Israel den iranischen Botschafter in Berlin einbestellt. Das teilt ein Sprecher des Auswärtigen Amts mit. Der Botschafter sei am Morgen einbestellt worden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Das Gespräch finde „zur Stunde“ statt.

Der deutsche Botschafter im Iran war zuvor zu einem Briefing mit anderen Vertretern anderer westlicher Staaten ins Außenministerium „gebeten“ worden. Am Rande habe es dabei auch ein „bilaterales Gespräch“ vor Ort gegeben, so der Sprecher weiter. Zudem habe bereits Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit ihrem iranischen Amtskollegen telefoniert.


Foto: Iranische Botschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

AB ANS NASS

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Baden-Württembergs Wasserwelten zu Fuß und per Rad erleben

Vor zig Millionen Jahren formten Eis und Wasser die Naturlandschaften im Süden. Entstanden sind liebliche Täler, in denen Bäche plätschern, tiefe Schluchten mit tosenden Wasserfällen, weitverzweigte Höhlen und Unterwasserkanäle, über die Wasser in die Quelltöpfe und Flüsse gelangt. Die nicht selten geschützten, urwüchsigen Landschaften lassen sich auf abenteuerlichen Wanderungen oder Radtouren erkunden.

Überraschend alpin: Margarethenschluchtpfad Odenwald

Mit einmaligen Blicken auf Wasserfälle, Höhlen und Felsstürze führt ein steiler Pfad durch die Margarthenschlucht im Odenwald. Immer wieder kreuzt man auf dem „Margarethenschluchtpfad“ den Flursbach, springt von Stein zu Stein oder überwindet mit Hilfe von Seilen hohe Kaskaden und Felsen. Gute 110 Meter sprudelt der Bach die Schlucht hinunter und zählt damit zu Deutschlands höchsten Wasserfällen. Etwas abenteuerlich ist die Tour mit alpinem Charakter durchaus. Aber mit gutem Schuhwerk und etwas Konzentration bietet er für die ganze Familie einen erlebnisreichen Ausflug.
neckargerach.de

Unbezwingbar wild: Erkundungstour an Kocher und Jagst

Tief in den Muschelkalk eingeschnitten hat sich die Jagst zwischen Crailsheim und Kirchberg. Der Fluss ist dort völlig ungebändigt, naturbelassen und nicht begradigt. Eindrückliche Blicke tief hinab in die steile Schlucht erhält man auf den höheren Wanderwegen, zum Beispiel in der Nähe des Baierlesstein. Bikende Wasserfans können die Gegend auf dem „Kocher-Jagst-Radweg“ erkunden. Durch drei Querwege kann die Zwei-Flüsse-Rundtour mit dem Radweg „Liebliches Taubertal“ zu einer Drei-Flüsse-Tour kombiniert werden.
kocher-jagst.de

Unergründlich tief: Zu Fuß und per Rad zu Aach- und Blautopf

Der sagenumwobene, türkisfarbene Blautopf sollte bei einer Radtour auf dem „Eiszeittäler-Radweg“ unbedingt als Stopp eingeplant werden. Der konstante Überlauf an der Beckenseite verrät, dass es sich hier um eine Quelle handelt. Das Wasser rauscht kurz der Stadt Blaubeuren entgegen und macht sich dann als Fluss Blau auf den Weg nach Ulm. Weniger berühmt ist der Aachtopf, obwohl es sich dabei um Deutschlands größte Quelle handelt. Hier startet der Premiumwanderweg „Aacher Geißbock“, der Aussichten über den Hegau, die Alpen und den Bodensee bietet.

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Neidlinger Wasserfall; Bildnachweis: TMBW / Gregor Lengler

blaubeuren.de; hegau.de

Erfrischend verschieden: Uracher und Neidlinger Wasserfälle

Vor Millionen von Jahren brachte das Aufreißen des Oberrheingrabens die Schwäbische Alb zum Kippen. Dadurch finden sich die meisten Wasserfälle der Region am Albtrauf. Fast 40 Meter stürzt das Wasser am Uracher Wasserfall in die Tiefe und fließt dann weiter ins Tal. Etwas abseits liegt der Gütersteiner Wasserfall, dessen Wasser romantisch in kleinen Kaskaden in ein gefasstes Becken plätschert. Verbinden kann man die ungleichen Wasserspektakel bei einer Rundwanderung auf dem „Wasserfallsteig“. Weiter nördlich tost mitten im Grünen der Neidlinger Wasserfall. Wer ihn besuchen möchte, folgt dem verwunschenen Waldweg einfach nach Gehör.
www.badurach-tourismus.de; neidlingen.de

Echt wissenswert: Eiszeitpfad Albwassertour

Die Schmiech schlängelt sich als Zufluss der Donau von Schelklingen bis nach Ehingen durch das Donau-Urtal. Auf dem Eiszeitpfad „Albwassertour“ kann man sich entlang ihres Verlaufs auf die Spur der ersten „Albwasserversorgung“ begeben. Vom Pumpwerk in Teuringshofen wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts Wasser bis auf die Albhochfläche befördert, was einer technischen Meisterleistung entsprach. Heute ist in dem Baudenkmal ein Museum untergebracht. Die Tour führt von dort weiter bergauf zum historischen Wasserbehälter und dann zurück über die alte Steige, auf der einst die mit schweren Wasserfässern beladenen Ochsenkarren den mühsamen Aufstieg antraten.
tourismus.alb-donau-kreis.de

Urwüchsig besonders: Monbachtal-Schlucht

Unweit der Kurstadt Bad Liebenzell gluckert der glitzernde Monbach wildromantisch durch dichte Wälder und über riesige Felsblöcke. Einst bildete er die Grenze zwischen Baden und Württemberg. Heute gibt es einen Wanderweg durch das Naturschutzgebiet, in dem man mit etwas Glück sogar den seltenen Eisvogel entdecken kann. Die Tour führt unter umgestürzten Bäumen hindurch, an bemoosten Felswänden vorbei und immer wieder durch das Bachbett. Bikerinnen und Aktive können ihre Route noch um die Täler der Würm und Nagold erweitern und sich das volle Fluss-Programm gönnen.
tourismus-bad-liebenzell.de

Schwindelerregend hoch: Naturgewalten-Tour zum Ellbachseeblick

Mitten im Nationalpark Schwarzwald liegt der Ellbachsee. Ein Karsee aus der Eiszeit, in dessen glatter Oberfläche sich die Nadelbäume spiegeln. Erreichen kann man ihn etwa auf der „Naturgewalten-Tour“. Der Rundwanderweg bietet nicht nur Abkühlung mit zahlreichen Bächen, Quellen, Brunnen und dem Rosshimmelwasserfall. Unterwegs wird außerdem die urgewaltige Kraft von Sturm und Hochwasser veranschaulicht. Der Aussichtspunkt „Ellbachseeblick“ eröffnet eine weite Sicht über die Baumwipfel und den 150 Meter tiefer liegenden Ellbachsee und ist auch barrierefrei erreichbar.
schwarzwald-tourismus.info

Überragend steil: Im Schluchtenparadies Hochschwarzwald

Tosend bahnt sich die wilde Ravenna ihren Weg und gräbt sich seit Jahrtausenden ein enges Tal. Erkundet werden kann es über Holzstege und Felsgalerien auf dem „Heimatpfad Hochschwarzwald“. Kleine Kaskaden, der große Ravenna-Fall und das beindruckende Ravenna-Viadukt machen die Tour zu einem Erlebnis. Die unweit gelegenen „Schwester-Schluchten“ Wutach- und Gauchachschlucht zählen zu den ältesten Naturschutzgebieten in Baden-Württemberg. Die abwechslungsreiche „Drei-Schluchten-Tour“ verbindet sie mit der abenteuerlichen Engeschlucht.
hochschwarzwald.de

Berauschend wasserreich: Wasserweltensteig Südschwarzwald

Um den Fernwanderweg „Wasserweltensteig“ am Stück zu absolvieren, braucht es eine gewisse Kondition. Wer sich auf das Abenteuer einlässt wird aber mit fantastischen Ausblicken und vielen Erfrischungsmöglichkeiten belohnt. Der Steig startet an Deutschlands höchsten Wasserfällen in Triberg und führt entlang der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau zu Europas größtem Wasserfall, dem Rheinfall in Schaffhausen. Auch dazwischen ist Wasser allgegenwärtig: munter plätschernd als quirliger Bach, als stiller Moorsee oder rauschender Fluss. schwarzwald-donau.de

Ausgesprochen torfig: 7-Moore-Weg Hotzenwald

Eine Tour auf dem „7-Moore-Weg“ im Hotzenwald ist lehrreich und spannend zugleich. Auf Holzwegen geht es in die unberührte Natur der Hochmoore. Moorstationen geben Gelegenheit, die spezielle Moorfauna in angelegten Moorbeeten genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei seltene Pflanzen wie den fleischfressenden „Sonnentau“ kennenzulernen. Miteinplanen sollte man außerdem Abstecher zur wildromantischen „Gletschermühle“ und zum kleinen Wasserfall „Krai-Woog-Gumpen“, der sich für ein Bad anbietet.
hotzenwald.de

Extrem zerklüftet: Schussentobel Oberschwaben

Der kleine Fluss Schussen entspringt beim Kurort Bad Schussenried und kommt auf seiner Reise zum Bodensee an Ravensburg, Weingarten und Tettnang vorbei. Doch im oberen Bereich blieb das Tal naturnah und zieht sich durch ursprüngliche Wälder. Der dortige Schussentobel entstand durch eine Gletscherzunge während der letzten Eiszeit und hinterließ ein zerklüftetes Tal, das man auf einer Wanderung oder mit dem Fahrrad entdecken kann. Am Ende der Strecke erweitert sich das Tal in das Schussenbecken.
oberschwaben-tourismus.de

Natürlich phänomenal: Donauwelle Donauversinkung

Ein Weg, zwei Wasserphänomene: Der Premiumwanderweg „Donauwelle Donauversinkung“ verbindet die Donauversickerung bei Immendingen mit dem nördlichsten Hegauvulkan Höwenegg. Der jahrelange Abbau des Vulkangesteins hinterließ eine tiefe Grube, in der sich nach Stilllegung des Steinbruchs ein kleiner tiefgrün schimmernder See bildete. Seit 1983 steht das Gebiet unter Naturschutz und ist zugleich Vogelschutzgebiet und Geotop. Bekanntheit erlangte es durch bedeutsame Mineralien- und Fossilienfunde. Etwa des dreizehigen Urpferds „Hipparion“, das sich heute im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe befindet.
donaubergland.de

Titelbild Wutachschlucht; Bildnachweis: Kommwirmachendaseinfach / Nicole Hagmann & Marco Emminger

Quelle WIR SIND SÜDEN.´Tourismus Marketing GmbH

Genießer-Auszeit im Allgäu

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allgäu Bild Fotograf Thomas Bloch / Parkhotel Burgmühle

Parkhotel Burgmühle****ˢ: Genießer-Auszeit im Allgäu

Die Berge, Wellness und herrliches Essen – das ist eine wohltuende Komposition für vitale Tage. Im Allgäu erfreut eine prächtige Naturlandschaft die Gäste. Es geht hinaus zum Wandern, Walken, Radfahren und Golfen. Im Naturdorf Fischen wecken Genießer im Parkhotel Burgmühle ihre Lebensgeister. Ausgezeichnete Gourmetküche und eine exklusive, 2.000 m² große Wellness- und Vitalwelt erwarten alle, die es sich gutgehen lassen möchten.

Das Parkhotel Burgmühle liegt idyllisch an einem großen, schönen Park. In einem exklusiven Wellnessbereich mit Außen- und Innenpool, mit acht Saunen, Kosmetik und Massagen, mit Sole, Dampfbad, schönen Ruhebereichen und Liegewiese am Mühlbach erfährt das Wohlbefinden einen „Frischekick“. Im neuen „Wintergarten“ lassen Wellnessgäste im hellen, einladenden Ambiente die Seele baumeln und die Entspannung auf sich wirken. Ein Sprung in den klaren Gebirgsbach, der am Haus vorbeifließt, bringt die gesunde Abkühlung nach dem Saunagang.

Wer ein Wellness-Paket wählt, der bekommt viel Wohltuendes: ein Wave Ritual von Wavebalance, schwereloses Floating, eine Ayurveda Massage, eine Aroma Ganzkörpermassage nach Sothys – von Gesichts-und Spezialbehandlungen über Massagen und Wellnesspackungen bis hin zu Spezialbädern und vielem mehr spielt das Parkhotel Burgmühle alle Stücke.

Das Allgäu macht Lust auf Bewegung. Professionelle Trainer bieten im Parkhotel Burgmühle täglich ein Bewegungs- und Entspannungsprogramm für mehr körperliche und mentale Vitalität. Rein in die Sportschuhe und es kann losgehen. Gleich gegenüber der Burgmühle lässt es sich schon morgens joggen – und dabei die gesunde Luft im heilklimatischen Kurort atmen. Wer sich in den Bergen lieber auf einen Wanderführer verlässt, schließt sich im Parkhotel Burgmühle einer der zahlreichen geführten Wanderungen an.

Für die Radfahrer gilt:

Egal ob Fahrrad oder E-Bike, Mountainbike oder Rennrad – Rad- und Bikestrecken gibt es für alle Ansprüche. Das Allgäu ist eine der vielseitigsten und landschaftlich schönsten Golfregionen Deutschlands. Die Golfplätze Sonnenalp und Oberallgäu – zusammengeschlossen zu einer 45- Loch-Anlage – rangieren unter den Top 5 der deutschen Golfplätze. Golfer erwartet ein einmaliges Golferlebnis, begleitet von einer zauberhaften Naturromantik und einem beeindruckenden Alpenpanorama.

Für die Gaumenfreuden sorgt die vielfach ausgezeichnete Küche der Burgmühle. Von früh bis spät werden die Feinschmecker verwöhnt. Erstklassige Produkte, hohe Kreativität und Qualität, einfallsreiche Zubereitung, ausgewählte Weine und ausgezeichneter Service gehen im Parkhotel Burgmühle Hand in Hand. Täglich kreieren der Küchenchef und sein Team feinste Allgäuer Küche mit regionalen Zutaten. Wer seinen Urlaub „light“ gestalten möchte, ist herzlich eingeladen, die vegetarischen Köstlichkeiten des Hauses zu genießen.

Das Bus- und Bahn-Ticket für das Oberallgäu und das Kleinwalsertal und die Allgäu-Walser-Card erhalten Hotelgäste ab 7 Übernachtungen als Zusatzleistung. Damit sind Tür und Tor zu zahlreichen Freizeitaktivitäten geöffnet.

Wanderwoche (02.–16.06.24)
Leistungen: 7 Übernachtungen mit großem Frühstücksbuffet, Mittagsbuffet, Nachmittagskaffee, Kuchen und Obst alkoholfreien Softgetränken bis 17 Uhr und 5-Gänge-Gourmet-Abendmenü, Galadinner und wechselnde Themenabende, 4 geführte Wanderungen, ein Rucksack als Geschenk pro Zimmer, eine „Beine Leicht & Fit“ Massage pro Person, SPA-Bereich, PKW-Abstellplatz, Allgäu, Walser Card – Preis p. P.: ab 1.216 Euro

Parkhotel Burgmühle****ˢ
Familie Reinheimer
Auf der Insel 2-4
87538 Fischen im Allgäu
Tel.: +49 8326 9950
info@parkhotel-burgmuehle.de
www.parkhotel-burgmuehle.de

Bild Fotograf Thomas Bloch / Parkhotel Burgmühle

Quelle mk Salzburg

E-Mobilität: Wie Investoren auf den Wandel in der Automobilbranche reagieren

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E-Mobilität: Reaktionen der Investoren auf Branchenwandel

Die zunehmende Relevanz umweltfreundlicher Mobilitätslösungen wird von einer steigenden Nachfrage der Verbraucher sowie regulatorischen Vorgaben vorangetrieben. In diesem dynamischen Umfeld richten auch Investoren vermehrt ihr Augenmerk auf den E-Mobilitätssektor. Der Artikel untersucht, ob traditionelle Automarken an Bedeutung verlieren und wie sich potenzielle Neubewertungen von E-Autos durch die EU auf den Markt auswirken könnten.

E-Mobilität ist nicht nur gefühlt im Kommen, auch wirtschaftlich legt der Markt signifikant zu. Weltweit wurden 2023 14,2 Millionen neue E-Autos und Hybrid-Autos verkauft, was einen Anstieg um 35 Prozent im Vergleich zu dem Jahr davor bedeutet. Zudem wurden E-Autos mit einem Marktanteil von 14,6 Prozent am europäischen Gesamtmarkt zum drittbeliebtesten Autotyp, womit die E-Fahrzeuge Diesel-Autos im Ranking überflügelten. Als prominenter Geldgeber im Bereich europäischer Mobility Start-ups hat etwa EIT Urban Mobility alleine im Vorjahr 62 Finanzierungsrunden mit einem Portfolio-Gesamtwert von einer Milliarde Euro angeführt. All diese Daten deuten auf eine steigende Dynamik im Bereich der Elektromobilität weltweit und Europa hin. Wir erwarten, dass der Sektor in den kommenden Jahren weiterhin starkes Wachstum und Investoreninteresse erfahren wird.

Traditionelle Automarken bleiben weiterhin relevant

Private Investoren, die Unternehmen im Bereich Mobilität in ihr Portfolio einfließen lassen wollen, oder den bereits vorhandenen Anteil stärken wollen, sollten dabei nicht nur an neue Player auf dem Markt denken, sondern durchaus auch bewährte Unternehmen auf dem Schirm haben. Potenzielle Investitionsziele umfassen ein breites Spektrum. Chancen bieten traditionelle Automobilhersteller wie Volkswagen, General Motors und natürlich auch Tesla, da sie nicht nur führend bei Innovation und in der Produktion von E-Autos sind, sondern auch Investoren ansprechen, die Wert auf Stabilität und Branchenkenntnis legen.

Neue Akteure wie BYD, Li Auto, NIO, Rivian oder Lucid Motors punkten wiederum mit Spitzentechnologien, attraktiven Produktangeboten und ziehen tendenziell Investoren an, die nach Möglichkeiten für schnelles Wachstum suchen. Abgesehen von Einzelaktien bieten sich interessierten Anleger:innen auch im Fondsbereich Chancen, vom Wachstumspotenzial des dynamischen Sektors zu profitieren. Fonds wie der Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF (DRIV) oder iShares Electriv Vehicles and Driving Technology ETF (IDRV) konzentrieren sich auf Unternehmen, die an elektrischen und autonomen Transporttechnologien beteiligt sind.

Debatten über E-Mobilität als neuen Maßstab

So vielversprechend diese Aussichten auch klingen, gilt es für Anleger:innen natürlich stets auch Risiken und potenziellen Gegenwind für eine Branche zu bedenken und richtig einzuordnen. Erst kürzlich sorgten Berichte für Aufregung, wonach E-Autos seitens der EU nicht länger automatisch als CO2-frei eingeordnet werden sollen, sogar von einer Kehrtwende beim bereits beschlossenen Aus für neue Verbrenner-Motoren ab 2035 war zu lesen. Selbst wenn eine etwaige neue Klassifizierung der E-Autos durch die EU nicht automatisch eine Rückbesinnung auf Verbrenner-Motoren bedeutet, hätte sie doch das Potenzial, die Branche gehörig durcheinander zu wirbeln. Aus Investorensicht könnte dies schwerwiegende Folgen haben, weil so die vermeintlichen Umweltvorteile von Elektrofahrzeugen untergraben werden würden und die Verbrauchernachfrage sowie die Stimmung der Investoren gegenüber diesem Sektor beeinträchtigt werden würde.

Infolgedessen könnten Unternehmen, die erhebliche Mittel in die Elektromobilität investiert haben, bei europäischen Investoren an Attraktivität verlieren. Tesla, das für seine Pionierrolle auf dem Markt für Elektrofahrzeuge bekannt ist, könnte einer verstärkten Prüfung ausgesetzt sein, wenn seine Produkte nicht mehr als klimaneutral eingestuft werden. Europäische Autohersteller wie Volkswagen, BMW und die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz, die erhebliche Ressourcen für die Elektrifizierung bereitgestellt haben, könnten ebenfalls darunter leiden, da sich diese Unternehmen darauf verlassen würden, Elektrofahrzeuge als saubere Alternative zu herkömmlichen Autos mit Verbrenner-Motoren verkaufen zu können. Eine Änderung der EU-Klassifizierung könnte Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer Produkte aufkommen lassen, was das Vertrauen der Anleger untergraben und die Dynamik der Aktien beeinträchtigen könnte.

Weniger Abhängigkeit: EU will bei E-Mobilität autonomer werden

Während manche Politiker fordern, dass die EU mit Verboten und Selbstbeschränkungen Schluss machen müsse, und dies nur den EU-Ländern und den hier ansässigen Unternehmen schaden würde, analysieren wir die verstärkten Bemühungen in Richtung mehr E-Mobilität als Versuch, die europäische Wettbewerbsfähigkeit am globalen E-Mobility-Markt zu stärken und die Abhängigkeit von Exporten, insbesondere aus China, zu reduzieren. Darüber hinaus steht das Engagement der EU für die Elektromobilität im Einklang mit umfassenden wirtschaftlichen und geopolitischen Zielen, wie dem Erreichen von Energieunabhängigkeit, der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums. Insgesamt bieten Investitionen in den Mobilitätssektor attraktive Perspektiven für Anleger, die vom Übergang zu nachhaltigen Transportlösungen und technologischen Innovationen profitieren wollen.

Über den Autor: Hans Selleslagh, DACH-Sprecher der Investmentgesellschaft Freedom24

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder