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Kritik an geplanter Entwicklung gesünderer Fertigprodukte

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Tiefgekühltes Fertigessen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Abgeordnete von SPD, FDP und CDU haben das Vorhaben von Bundesernährungsminister Cem Özdemir (Grüne), das staatliche Max-Rubner-Institut für die Entwicklung von Rezepten für gesündere Fertigprodukte zu beauftragen, scharf kritisiert. „Statt über staatlich vorgegebene Rezepte zu reden, sollte Herr Özdemir lieber seine Hausaufgaben aus dem Koalitionsvertrag erledigen und gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft verstärkt für eine ausgewogene Ernährung ohne Verbote werben“, sagte Wirtschaftspolitiker Alexander Bartz (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Die Bundesregierung habe mit der NRI klare Ziele für eine gesündere Zusammensetzung fertiger Lebensmittel in einem breiten Dialogverfahren mit den Verbänden der Lebensmittelwirtschaft erarbeitet, die bis 2025 umgesetzt werden soll. „Insofern werte ich den aktuellen Vorstoß von Bundesminister Cem Özdemir als eine klar parteipolitische Äußerung, die in der Koalition nicht mehrheitsfähig ist“, sagte der SPD-Politiker weiter.

Gero Hocker, ernährungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, kritisiert die Pläne des Ministers. „Unternehmen produzieren, was am Ende über die Ladentheke geht“, sagte er der „Bild“ (Dienstagausgabe). „Und gerade bei Fertigprodukten wollen die Leute schnell eine leckere Mahlzeit auf dem Tisch haben. Damit sollten Politiker kein Problem haben.“ Özdemir müsse „den Respekt vor individuellen Präferenzen scheinbar noch verinnerlichen“.

Auch die Union lehnt die Pläne ab. „Nachdem Cem Özdemir mit einem umfassenden Werbeverbot für Lebensmittel politisch vor die Wand gefahren ist, versucht er es nun mit staatlichen Rezepturvorgaben“, sagte Albert Stegemann (CDU), ernährungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, der „Bild“ (Dienstagausgabe). „Das ist übergriffig und unverhältnismäßig. Denn die Vereinbarung der Lebensmittelwirtschaft mit dem Staat zur Reduktion der Gehalte an Zucker, Fett oder Salz läuft noch bis 2025.“ Staatliche Bewegungsangebote und zielgruppengerechte Ernährungsberatung brächten mehr als staatliche Rezepturen.

Ein Sprecher des Ernährungsministeriums der „Bild“, bis Jahresende sollen „für relevante Lebensmittelgruppen Reduktionsziele vorliegen“ – „selbstredend mit dem Ziel einer anschließenden Umsetzung“. Der Zucker-, Salz- und Fettanteil sei in vielen Produkten viel zu hoch.


Foto: Tiefgekühltes Fertigessen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die größte Messe für Fahrkultur

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klassiker

Vom 25. bis 28.04.2024 fanden sich mehr als 70.000 Liebhaber der Fahrkultur auf der RETRO CLASSICS® in Stuttgart ein und bewunderten in sechs vollen Messehallen weit über 2.000 Klassiker und Dienstleistungen von Herstellern, Händlern und Clubs.

Gute Stimmung und große Resonanz an allen vier Messetagen – über 2.000 Klassiker in sechs Hallen

Von gedämpfter Konsumlaune in Deutschland konnte während der 23. RETRO CLASSICS® in Stuttgart keine Rede sein, sorgten mehr als 70.000 Besucher an vier Messetagen nicht nur für volle sechs Messehallen, sondern auch für viele „Verkauft“-Schilder an den präsentierten Fahrzeugen aller Epochen. Die riesige Auswahl mit weit über 2.000 Fahrzeugen vom Einstiegs-Klassiker unter 10.000 Euro bis zum ikonischen Sportwagen im Millionen-Bereich wusste zu überzeugen, so daß sich die Aussteller ob der guten Verkaufsergebnisse und Kontakte sehr zufrieden zeigten. Eine Tatsache, die auch auf die am Samstag stattgefundene Auktion zutraf: Wie auch im klassischen Verkauf war es hier wohl die vielfältige Fahrzeugpalette inklusive Automobilia, die für reges Bieterverhalten und entsprechend neue Besitzer sorgte.

Starke Präsenz der Fahrzeughersteller

Die Klassik-Sparten der großen deutschen Hersteller Mercedes-Benz, BMW und Porsche präsentierten sich einmal mehr auf der Stuttgarter RETRO CLASSICS® und erfuhren große Publikums-Resonanz, nicht zuletzt aufgrund neuer Konzepte, die die große Historie der Marken erlebbar machte. So boten z.B. die Mercedes-Benz Markenclubs Mitfahrgelegenheiten auf dem Messegelände in Klassikern wie Pagode oder Heckflosse. Porsche feierte den 50. Geburtstag des 911 Turbo und würdigte zusammen mit den Porsche Typen-Clubs die Verdienste ihres erst kürzlich verstorbenen Mitarbeiters „der ersten Stunde“, Herbert Linge. Ganz im Zeichen von Rennsport-Legenden vergangener Zeiten und neuen Ersatzteil-Angeboten stand die Präsenz von BMW Classic aus München, und die zahlreich vertretenen Marken-Anhänger wussten dies zu schätzen.

Sonderschau-Themen und aktive Nachwuchsarbeit

„Tiefer, breiter, schneller – die Tuning-Ikonen der 80er und 90er“ lautete das Motto des großen Sonderschau-Themas, das die mitunter schrillen Kreationen dieser Epoche zeigte und die Besucher restlos begeisterte, ob es nun der „Bertie-Manta“ aus „Manta Manta Teil zwo“ oder der SGS Arrow des Hamburger Styling-Papstes Chris Hahn war, der selbst vor Ort Rede und Antwort stand und regelrecht gefeiert wurde.

Aktive Nachwuchsarbeit fand auch am Stand der Fahrzeugakademie Schweinfurt statt, die eindrucksvoll alte Handwerkskunst demonstrierte und ihre Seminare bewarb, damit Wissen von einst auch morgen für funktionierende Technik und strahlende Fahrer-Gesichter sorgt.

Dass diese Nachwuchsarbeit Früchte trägt, wurde nicht nur durch das rege Interesse der oft jungen Zuschauer deutlich, sondern zeigte auch die traditionelle Lossprechungsfeier der Stuttgarter KFZ-Innung, die auch in diesem Jahr eine große Anzahl junger Menschen mit Schwerpunkt KFZ-Klassik von ihren Pflichten aus Auszubildende lossprach.

Große Club-Präsenz mit großen Jubiläen

Wo kann man das Ex-Chauffeursfahrzeug von Gianni Agnelli oder den Direktionswagen des ehemaligen Lancia Chefs Cesare Romiti bewundern? Auf der Stuttgarter RETRO CLASSICS® natürlich, die auch in diesem Jahr ein Feuerwerk an Fahrzeugjubiläen abbrannte: 40 Jahre Lancia Thema, 50 Jahre Citroen CX, 60 Jahre Trabant 601 und nicht zuletzt 60 Jahre Ford Mustang, um hier die wichtigsten Geburtstage zu nennen, was ohne die großartige Arbeit und Unterstützung der Clubs nicht möglich gewesen wäre.

Zufriedene Geschäftsführer

Auch die neuen Geschäftsführer der RETRO Messen GmbH, Henning und Thilo Könicke, zeigten sich von ihrer „Premiere“ sehr angetan:

„Wir sind zufrieden mit unserer ersten RETRO CLASSICS®. Die positive Grundstimmung hat uns gut gefallen und die Qualität der präsentierten Fahrzeuge wusste zu überzeugen. Wir sind voller Motivation und gehen bereits jetzt die Vorbereitungen und neuen Konzepte für die nächste RETRO CLASSICS an. Freuen Sie sich mit uns auf eine spannende und weiterentwickelte RETRO CLASSICS 2025 und schon jetzt auf die kommende RETRO CLASSICS BAVARIA® in Nürnberg vom 06.-08. Dezember 2024.“

Ausstellerstimmen zur RETRO CLASSICS® 2024 in Stuttgart

Dimitri van Looy, Geschäftsführer von BEAU-CAR, Antwerpen (Belgien)

„Mit unserem kleinen, aber feinen Fahrzeugangebot haben wir offenbar genau den Geschmack der RETRO CLASSICS® Besucher getroffen und gute Verkaufsergebnisse erzielt. Die RETRO CLASSICS® Stuttgart ist professionell organisiert und für uns ein Top-Marktplatz.“

Alexander Müller, Geschäftsführer von Müller Classic, Donzdorf

„Als Dienstleister und offizieller Partner für klassische Mercedes-Benz Fahrzeuge haben wir uns auf der Stuttgarter RETRO CLASSICS® über ein ausgesprochen qualifiziertes Publikum gefreut, die Messe ist die ideale Plattform, um in den direkten Kontakt zu Enthusiasten zu treten.“

Kahan Tuluk, Inhaber der Sportgarage, Nürnberg

„Die RETRO CLASSICS® Stuttgart hat ein hochwertiges Publikum, das Premium-Fahrzeuge schätzt. Und traditionell gibt es einen starken Fokus auf NEO CLASSICS® Fahrzeuge aus den 90er und 2000er Jahren, so daß wir mit unserem Fahrzeug-Angebot genau richtig liegen.“

Klaus Baumann, Geschäftsführer der Ascari GmbH, Röttingen

„Eine Klassiker-Messe wie die RETRO CLASSICS® Stuttgart ist für uns ein wichtiger Marketing-Baustein für Kundenansprache und Verkauf. Gerade das Fördern jüngerer Fahrzeuggenerationen durch die RETRO CLASSICS® passt zu unserem Konzept und dem Schwerpunkt unserer Fahrzeugpalette.“

Ralf Reller, Geschäftsführer von Reller Automobile, Paderborn

„Das qualifizierte Publikum, die Infrastruktur und die Organisation der RETRO CLASSICS® Stuttgart sind prima, daher ist sie für mich das ideale Forum zum Netzwerken!“

Andreas Düniß, Geschäftsführer von AMS Auto, Gevelsberg

„Als Erstaussteller sind wir von der überwältigenden Resonanz auf der RETRO CLASSICS® sehr angetan, trotz unseres großen und bekannten Onlineshops haben wir hier viele und gute Neukontakte knüpfen können – wir kommen wieder!“

Richard Anthony Snow, Geschäftsführer der 195 mph Ltd, Retford (UK)

„Die RETRO CLASSICS® 2024 war für uns ein voller Erfolg, treffen wir in Stuttgart doch nicht nur auf unsere Stammkunden, sondern können immer wieder Neukunden für unsere Produktpalette gewinnen. Wir schätzen diesen Marktplatz sehr.“

Bilder @ RETRO Messen GmbH

Quelle RETRO Messen GmbH

Rücktrittsdrohung: Spaniens Regierungschef Sanchez bleibt im Amt

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Pedro Sánchez (Archiv), via dts NachrichtenagenturMadrid (dts Nachrichtenagentur) – Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bleibt im Amt. Das teilte er am Montagvormittag mit.

Nachdem ein Gericht Voruntersuchungen gegen seine Frau Begona Gomez wegen Korruptionsvorwürfen eingeleitet hatte, hatte Sanchez am vergangenen Mittwoch auf der Plattform X einen „Brief an die Öffentlichkeit“ veröffentlicht. Darin hatte er eine fünftägige Unterbrechung seiner Amtsangelegenheiten angekündigt, die er nutzen wolle, um über seinen Verbleib an der Regierungsspitze zu entscheiden. Die Anzeige gegen Gomez kam von einer Interessensgruppe, der enge Verbindungen ins rechtsextreme Milieu nachgesagt werden. Am Wochenende hatten tausende Menschen für Sanchez demonstriert, vereinzelt gab es jedoch auch Kundgebungen gegen den Sozialdemokraten.

„Meine Frau und ich wissen, dass diese Verleumdungskampagne nicht aufhören wird. Sie ist ernst, aber sie ist nicht das Wichtigste“, sagte Sanchez am Montag in einer im Fernsehen übertragenen Rede. „Das Wichtigste ist, dass wir uns von ganzem Herzen für die Solidaritätsbekundungen und das Mitgefühl bedanken, die wir aus allen Gesellschaftsschichten erhalten haben.“


Foto: Pedro Sánchez (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Bahn will 2024 über 2.000 Kilometer Gleise erneuern

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Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die zuletzt von der Ampelkoalition geschaffene gemeinwohlorientierte Infrastruktursparte „DB InfraGO“ will 2024 über 2.000 Kilometer Gleise, 2.000 Weichen, 150 Brücken und 1.000 Bahnhöfe erweitern, modernisieren und erneuern. Zudem soll auf der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim im Juli die erste Generalsanierung eines hochbelasteten Korridors starten, wie die Deutsche Bahn (DB) am Montag mitteilte. Weitere 39 Generalsanierungen sollen in den kommenden Jahren folgen.

Die Investitionen von DB, Bund und Ländern in die Schieneninfrastruktur summierten sich 2024 Konzernangaben zufolge auf rund 16,4 Milliarden Euro. Für die Instandhaltung und den Ausbau sollen 5.500 neue Mitarbeitenden eingestellt werden.

„Wir machen die Bahn besser – Projekt für Projekt, Bauabschnitt für Bauabschnitt“, sagte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO. „Die Menschen und die Wirtschaft in Deutschland sollen schnelle und nachhaltige Verbesserungen im Schienennetz spüren. Dafür sanieren wir viele Abschnitte im gesamten Bundesgebiet – auf Hauptstrecken und im Flächennetz. Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird es uns 2024 gelingen, die Überalterung der Eisenbahninfrastruktur zu stoppen.“

Bis 2030 soll das hochbelastete Netz von Grund auf saniert werden, gebündelt in 40 Hochleistungskorridoren. Die erste Generalsanierung soll am 15. Juli auf der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim starten. Von den Vorbereitungen dafür profitiere auch das Flächennetz, hieß es. Die Umleitungsstrecken für die Korridorsanierungen sollen vorab für einen robusten Zugverkehr saniert werden. Bereits im Februar und März hätten die Bauteams Instandhaltungsarbeiten an Weichen, Gleisen, Technik und Oberleitung auf der Alsenz- und der Ludwigsbahn sowie an der Main-Neckar-Bahn durchgeführt.

An rund 1.000 Bahnhöfen und Haltepunkten sollen 2024 Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen laufen, darunter in den Hauptbahnhöfen Duisburg, Dresden, Hannover, Ulm und München. Auch in kleineren und mittelgroßen Stationen soll etwa in barrierefreie Zugänge, Wetterschutz und Fahrgastinformation investiert werden.

Bis Ende 2030 sollen 355 kleine und mittlere Maßnahmen die Qualität im Bestandsnetz verbessern. Dabei geht es um weitere Überleitmöglichkeiten, zusätzliche Signale und Gleiswechselbetriebe oder neue Bahnsteige. Bis Ende 2025 werden bereits rund 40 Prozent dieser Maßnahmen umgesetzt sein.

Für den digitalen Bahnbetrieb sollen weitere moderne Stellwerke gebaut werden. Durch Aus- und Neubau sowie Elektrifizierung von Strecken würden neue Kapazitäten geschafft, um den „Deutschlandtakt“ Stück für Stück umzusetzen, hieß es.


Foto: Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Schulze will internationale Milliardärssteuer

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Euro- und Dollarscheine (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will sich für die Einführung einer Milliardärssteuer einsetzen. „In der EU hat jeder ungefähr 35 Prozent Steuern, die wir zahlen. Milliardäre zahlen unter ein Prozent Steuern“, sagte Schulze dem „Frühstart“ der Sender RTL und ntv. „Und das zu verändern, indem man ein weltweites Abkommen macht, alle zusammen erheben eine Steuer auf die Milliardäre, das würde der Welt sehr weiterhelfen und das wäre auch nur fair.“

Auf die Kritik der FDP geht sie dabei nicht ein. Es gehe um eine internationale Vereinbarung. „Es geht darum, ob wir die jetzt international mitgestalten“, sagte die SPD-Politikerin. „Wir haben ja in Deutschland ein Steuersystem, was auch reiche Menschen besteuert. Das ist aber nicht weltweit der Fall“, so Schulze. Viele ärmere Länder würden sich nicht trauen, eine solche Steuer einzuführen. Deswegen sei eine internationale Initiative die richtige Herangehensweise, ähnlich wie bei der globalen Mindeststeuer für Unternehmen.

Nach dem FDP-Parteitag sieht Schulze die gemeinsamen Ziele der Koalition gestärkt. „Wo wir uns sicherlich einig sind, ist, dass wir die Wirtschaft ankurbeln wollen“, sagte sie. Als Exportland sei Deutschland dabei auf Partnerschaften in der Welt angewiesen. Das sei Teil ihrer Arbeit als Entwicklungsministerin.

Bei der Rente dagegen verweist Schulze auf das, was im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei. „Ich glaube, es muss noch mal viel stärker darüber gesprochen werden, was heute alles schon möglich ist. Man kann länger als 63 arbeiten“, so die SPD-Politikerin weiter.

Auf die Frage, ob sie sich angesichts der Differenzen in der Ampel wieder eine große Koalition wünschen würde, verweist sie auf die Differenzen in der GroKo. „In der Großen Koalition ist vieles liegengeblieben, weil wir uns eben nicht einigen konnten“, sagte Schulze. „Jetzt gibt es Auseinandersetzungen, ja, aber die Themen werden auch angepackt und vorangebracht, und das ist wichtig für unser Land.“


Foto: Euro- und Dollarscheine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU-Sozialflügel für Pflegevollversicherung

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Seniorin mit Helferin (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Karl-Josef Laumann, hat eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung gefordert. „Wir kommen nicht umhin, jetzt nach 30 Jahren Pflegeversicherung auch mal zu sagen: Können wir uns wirklich eine substantielle Veränderung der Pflegeversicherung vorstellen“, sagte der CDU-Politiker der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.

Im Grunde sei diese immer noch im gleichen Modell, wie Norbert Blüm (CDU) es vor Jahrzehnten durchgesetzt habe. Laumann selbst forderte eine Pflegevollversicherung, die die pflegebedingten Kosten komplett übernimmt. Miete und Verpflegung sollen davon nicht getragen werden.

Seinen Berechnungen zufolge bräuchte die Versicherung dann ein Volumen von 70 Milliarden Euro und damit 10 Milliarden mehr als heute. Finanziert werden solle dies aus einer Mischung aus Beiträgen und Steuerzuschüssen.

Auf die Frage, ob die CDU seine Forderungen mittrage, antwortete Laumann: „Ich glaube, dass ist gerade in allen Parteien nicht der große Mainstream, aber ich kann Ihnen ganz klar sagen: Die Pflegegeschichte wird uns sehr zu schaffen machen.“

Es sei nun einmal wichtig, dass die Politik dieses Thema ganz umfassend anfasse. Vor allem auch, weil die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Zukunft genauso wichtig sei, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, so NRW-Gesundheitsminister Laumann.


Foto: Seniorin mit Helferin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD drängt auf Reform der Mindestlohn-Kommission

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Euromünzen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chefin Saskia Esken hält höhere Löhne in Deutschland für nötig und spricht sich für eine Reform der Mindestlohn-Kommission aus. „Der Mindestlohn muss deutlicher steigen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagausgaben). Die Erhöhung in diesem und im nächsten Jahr sei viel zu niedrig angesichts der Belastungen der Beschäftigten.

„Wir sollten die gesetzlichen Vorgaben für die Mindestlohnkommission so verändern, dass dort Entscheidungen nur im Konsens getroffen werden können“, sagte die SPD-Chefin. So sei das bei Tarifverhandlungen auch üblich. „Man muss sich einigen, die eine Seite kann die andere nicht überstimmen“, so Esken. Das sei auch beim Mindestlohn sinnvoll.

„Auch die Tariflöhne müssen steigen. Und die Tarifbindung der Unternehmen. Die Koalition sollte das entsprechende Gesetz dazu endlich verabschieden“, sagte sie.

Zugleich warb die SPD-Politikerin für die Viertagewoche mit vollem Lohnausgleich. „Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Schichtarbeit, zu viele Überstunden, zu viele Springerdienste krank machen können. Wenn die Leute arbeitsunfähig werden, ist niemandem gedient“, sagte Esken. Die Unternehmen, die sie kenne, ermöglichten die Viertagewoche mit vollem Lohnausgleich. „Und es geht.“

In der letzten Verhandlungsrunde der Mindestlohnkommission hatten die Arbeitgeber- die Arbeitnehmervertreter im vergangenen Jahr überstimmt. Beschlossen wurde damit eine Erhöhung auf 12,41 Euro pro Stunde ab Januar 2024 und auf 12,82 Euro ab Januar 2025. Die Gewerkschaften hatten eine Erhöhung auf 14 Euro angestrebt. Streitpunkt in den Verhandlungen war der Umgang mit der vorangegangenen Erhöhung des Mindestlohns durch die Ampelkoalition auf 12 Euro gewesen – sowie die Inflation, die deutlicher gestiegen war als die Tarifabschlüsse Schritt halten konnten.

Gemäß einer EU-Richtlinie müssen die EU-Mitgliedstaaten bis November ihre Regelungen zum Mindestlohn so ändern, dass anhand von Indikatoren und Referenzwerten die Angemessenheit des gesetzlichen Mindestlohns beurteilt wird. Die Richtlinie nennt dabei mehrere Optionen, darunter die Möglichkeit, den Bruttomindestlohn auf 60 Prozent des mittleren Bruttolohns festzusetzen. Das entspricht aktuell mindestens 14 Euro.


Foto: Euromünzen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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tresmo GmbH aus Augsburg sucht einen Investor

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tresmo GmbH aus Augsburg sucht einen Investor

Das Augsburger Software-Startup tresmo GmbH ist in eine Krise geraten und sucht einen Investor. Aufgrund der schwierigen Lage wurde beim Augsburger Amtsgericht ein Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Alexander Zarzitzky von der Anchor Rechtsanwaltsgesellschaft.

tresmo entwickelt seit über zwölf Jahren individuell anpassbare und cloudbasierte IoT-Lösungen für Geräte- und Maschinenhersteller. Wichtigstes Produkt ist die Smart Product Plattform „IoT Cockpit“. Diese ermöglicht Herstellern von Maschinen, Geräten und Anlagen, ihre Produkte mit den Kunden und dem eigenen Service zu vernetzen. Die Cloud-Lösung optimiert den Service und den After Sales für die Kunden. Darauf aufbauend ermöglicht die Software digitale Geschäfts- und Servicemodelle wie automatisierte Wartung, Pay-per-Use und die Analyse von Daten. Auf der Basis der Plattform wird auch ein individueller Ausbau für Kunden angeboten. Kunden sind mittelständische Unternehmen. Der Umsatz von tresmo liegt im niedrigen einstelligen Millionenbereich und aktuell beschäftigt das Unternehmen 17 Arbeitnehmer.

Verschiebung von Aufträgen als Krisenursache

Wesentlicher Auslöser für die Krise und den darauffolgenden Insolvenzantrag von tresmo sind unerwartete Verzögerungen und Verschiebungen von Aufträgen. In mehreren Fällen wurden zuerst geplante Aufträge deutlich nach hinten geschoben, so dass auch die erwarteten Umsätze nicht realisiert werden konnten. Ursache für die Verschiebung war auch die angespannte Lage in der Wirtschaft, die zu einem Aufschub bei Investitionen und der Beauftragung von Dienstleistern führt. Bereits mündlich verhandelte und eingeplante Folgebeauftragungen für tresmo verschoben sich aus den gleichen Gründen. Auch potenzielle Neukunden, die schon hohes Interesse signalisierten, verschoben weitere Gespräche für neue Aufträge um mehrere Monate. Die dann unmittelbar eingeleiteten Einsparungen auf der Kostenseite reichten nicht aus, um die entstandenen Defizite zu decken.

Bereits Gespräche mit möglichen Investoren

Bereits vor dem Insolvenzantrag liefen Gespräche mit möglichen Investoren oder Übernehmern. Diese Verhandlungen konnten aber nicht rechtzeitig zu einem Abschluss gebracht werden. „Wir nehmen die bisherigen Investorengespräche wieder auf und wir sprechen gleichzeitig weitere mögliche Kaufinteressenten an. Eine Lösung für die Fortführung wollen wir in wenigen Wochen abschließen. Das bisherige Echo ist durchaus positiv, da das Produkt von tresmo am Markt gut ankommt und ein entsprechender Bedarf vorhanden ist“, sagt tresmo-Geschäftsführer Thilo Wolter zum aktuellen Stand. Die Lohnzahlungen für die Beschäftigten sind durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Der Geschäftsbetrieb bei tresmo wird seit dem Insolvenzantrag ohne Einschränkung weiter fortgesetzt. „Das Team ist sehr motiviert und hoch qualifiziert. Das ist trotz der schwierigen Lage eine wichtige Basis, wenn es um eine langfristige Zukunftslösung für das Unternehmen geht. Hier ziehen wirklich alle an einem Strang“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Alexander Zarzitzky.

Bild Anchor Farbe Alexander Zarzitzky

Quelle Goerbing Klartextpr

Forsa: Mehrheit der Deutschen hält AfD-Politiker für unseriös

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Tino Chrupalla, Alice Weidel, Stephan Brandner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – 54 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass AfD-Politiker generell weniger seriös sind als Politiker anderer Parteien. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“, für die am 24. und 25. April 1.000 Bürger befragt wurden. Nur etwas mehr als ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) hält die jüngsten Vorwürfe um dubiose Geldzahlungen aus russischen Quellen an AfD-Politiker und die Spionage-Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter von AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah für Einzelfälle. Elf Prozent äußerten dazu keine Meinung.

Dabei gibt es große Unterschiede je nach Parteipräferenz. 86 Prozent der AfD-Anhänger halten die bekannt gewordenen Vorgänge für Einzelfälle. Zwei Drittel der Anhänger der etablierten Parteien sehen hingegen ein grundsätzliches Problem der AfD und meinen, dass deren Politiker generell weniger seriös sind als Politiker anderer Parteien. Die größten Skeptiker sind die Anhänger der Grünen: 78 Prozent von ihnen halten AfD-Politiker generell für unseriös – gefolgt von den Wählern der SPD (69 Prozent), der Union (55 Prozent) und der FDP (52 Prozent).


Foto: Tino Chrupalla, Alice Weidel, Stephan Brandner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Millionen Beschäftigte erhalten weniger als 14 Euro Stundenlohn

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Bedienung in einem Café (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehr als acht Millionen Beschäftigte in Deutschland erhielten zuletzt weniger als 14 Euro Stundenlohn. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linkengruppe im Bundestag hervor.

Laut Bundesarbeitsministerium waren zuletzt etwa 8,4 Millionen Menschen zu Stundenlöhnen unter 14 Euro beschäftigt, etwa 7,1 Millionen davon in den westlichen Bundesländern, zitiert der „Spiegel“ aus der Antwort. Die Angaben beziehen auf April 2023. Besonders hoch ist der Anteil dieser Beschäftigten mit 65,8 Prozent im Gastgewerbe. 1,1 Millionen Arbeitnehmer in der Branche lagen demnach unterhalb der 14-Euro-Euro-Schwelle.

Noch höher war die Zahl der Angestellten mit weniger als 14 Euro zuletzt im Handel: Sie lag bei 1,6 Millionen. Hier werden in der Statistik auch die Beschäftigten in Kfz-Instandhaltung und -Reparatur mitgezählt. In der Dienstleistungsbranche erhielten im April 2023 gut 45 Prozent der 1,24 Millionen Beschäftigten weniger als 14 Euro pro Arbeitsstunde.

Die Linke fordert ein erneutes Eingreifen des Gesetzgebers. Die Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl sagte dem „Spiegel“, im Mindestlohngesetz müsse festgeschrieben werden, „dass der Mindestlohn nicht unterhalb von 60 Prozent des mittleren Lohns liegen darf“. So sehe es eine Richtlinie der EU vor, die ohnehin bis November 2024 umgesetzt werden müsse: „Das entspricht aktuell mindestens 14 Euro und käme Millionen Beschäftigten zugute.“


Foto: Bedienung in einem Café (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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