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Frauen verdienen 16 Prozent weniger Stundenlohn als Männer

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Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern schließt sich nur langsam. Noch immer verdienen Frauen deutlich weniger als Männer, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, über die die Funke-Zeitungen (Mittwochausgaben) berichten. Demnach erhielten Frauen im Verdienstmonat April 2023 im Durchschnitt einen Brutto-Stundenlohn in Höhe von 22,16 Euro, während Männer auf 26,40 Euro kamen – ein Unterschied von 16 Prozent. Auf den Monat gerechnet ergibt dies bei einem Durchschnittsgehalt von 2.523 Euro bei Frauen und 3.768 Euro bei Männern eine deutliche Lohnlücke von 1.245 Euro – also 33 Prozent.

Ein Grund dafür ist nach wie vor, dass Jobs, die in erster Linie von Frauen ausgeführt werden – etwa Sozialberufe – schlechter bezahlt werden. Aber auch die Wochenarbeitszeit ist den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge ein Faktor, der den geringeren Verdienst erklärt. So arbeiteten Frauen im Durchschnitt 26,2 Stunden in der Woche, während Männer auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 32,9 Stunden kamen.

Im Westen Deutschlands zeigt sich der Unterschied noch deutlicher: Dort arbeiteten Frauen im Schnitt 25,7 Stunden in der Woche – Männer immerhin 32,7 Stunden. Im Osten ist die Lücke in der Wochenarbeitszeit weiter deutlich kleiner (Frauen 29,9 Stunden, Männer 33,9).

Dass Beschäftigte in Ostdeutschland länger arbeiteten, heißt aber nicht, dass sie auch mehr verdienten – im Gegenteil. Im Westen lag der Durchschnittsverdienst von Männern bei 3.854 Euro, im Osten dagegen nur bei 3.163 Euro. Bei Frauen zeigt sich ein ähnliches Bild: Sie verdienten in den alten Bundesländern 22,47 Euro pro Stunde, im Osten aber nur 20,34 – und das, obwohl ostdeutsche Arbeitnehmerinnen im Schnitt 4,2 Stunden mehr arbeiteten.

Beim Vergleich der Durchschnittslöhne in den Bundesländern zeigt sich zudem, dass Beschäftigte in den großen Städten deutlich mehr verdienten als im ländlichen Raum. Besonders gering fielen die Löhne den Zahlen des Statistikamts zufolge in Schleswig-Holstein (2.890) und dem Saarland (2.891 Euro) aus, am besten verdienten Beschäftigte in Hamburg (3.678) und Berlin (3.529).

„Nicht das Gendersternchen, sondern eine Lohnlücke von 1.245 Euro sollte die Politik, besonders die Bundesregierung, umtreiben“, sagte BSW-Chefin Sahra Wagenknecht, deren Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht“ die Erhebung zum Verdienst der in Auftrag gegeben hatte, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Die Löhne von Frauen seien alarmierend gering, erklärte sie. „Mit dem Lohn, den Frauen durchschnittlich beziehen, ist eine auskömmliche Rente nahezu ausgeschlossen.“ Das Lohnniveau in Deutschland sei „gesellschaftlicher Sprengstoff“, so Wagenknecht. „Der Fleißige ist vielfach der Dumme.“


Foto: Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Zusammenarbeit mit EKR: SPD und FDP kritisieren von der Leyen scharf

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Ursula von der Leyen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Spitzenkandidatinnen von SPD und FDP zur Europawahl haben EVP-Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen (CDU) dafür kritisiert, dass sie für eine mögliche zweite Amtszeit als EU-Kommissionspräsidentin eine Kooperation mit der Fraktion der „Europäischen Konservativen und Reformer“ (EKR) nicht ausgeschlossen hat. Der EKR gehören derzeit unter anderem die französische Partei „Reconquete“, die polnische „Prawo i Sprawiedliwosc“ (PiS) und die italienischen „Fratelli d`Italia“ an; sie werden als nationalkonservativ, rechtsextrem oder postfaschistisch eingestuft.

„Das ist ein großer Fehler“, sagte Katarina Barley (SPD) dem „Stern“. „Wir sehen in den Mitgliedsstaaten, was diese Parteien machen.“ Per SMS würden dort Sozialleistungen gestrichen, Justiz und Medien auf Parteilinie gebracht, Minderheiten schikaniert und Frauenrechte beschnitten. „Es ist erschreckend zu sehen, dass das für die Konservativen als Ausschlusskriterium nicht auszureichen scheint.“

Auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) hält von der Leyens Signal für „zutiefst besorgniserregend“. Dass die Kommissionspräsidentin eine Zusammenarbeit mit dem politischen Rand auch weit rechts der Union, „zu dem waschechte Postfaschisten gehören“, nicht ausdrücklich ausgeschlossen habe, sei eine „schlechte Nachricht für Europa“. Man müsse „die schleichende Normalisierung des Rechtsextremismus in Europa verhindern und unsere liberale europäische Demokratie schützen“, so Strack-Zimmermann. „Wir können keine Kommissionspräsidentin unterstützen, die sich auf solche Partner stützt.“


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Champions-League-Halbfinale: Bayern und Real unentschieden

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Leroy Sané (FC Bayern München) (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Im Halbfinale der Champions League haben sich der FC Bayern München und Real Madrid im Hinspiel mit 2:2 unentschieden getrennt.

Die Bayern kamen gut in die Partie und waren zunächst die aktivere Mannschaft. Dennoch gelang es Vinicius Junior in der 24. Minute, die Königsblauen in Führung zu bringen, die in der Folge ihre Spielanteile erhöhen konnten. In der zweiten Halbzeit drehten die Bayern die Partie innerhalb kürzester Zeit: Leroy Sane traf in der 53. Minute und Harry Kane verwandelte in der 57. Minute einen Elfmeter. Das 2:2 in der 83. Minute war das Ergebnis eines erfolgreichen Foulelfmeters von Vinicius Junior.

Das Rückspiel ist für den 8. Mai geplant.


Foto: Leroy Sané (FC Bayern München) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen lassen deutlich nach – Sorge um Lohnanstieg

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag kräftig nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 37.816 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.050 Punkten 1,3 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 17.441 Punkten 1,9 Prozent im Minus.

Anleger zeigten sich besorgt über den Anstieg der Löhne von US-Arbeitnehmern. Das US-Arbeitsministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Löhne in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,2 Prozent gestiegen sind. Marktteilnehmer fürchten, dass dadurch die Inflation weiter angetrieben werden könnte. Gegner der Theorie einer „Lohn-Preis-Spirale“ führen dagegen häufig an, dass eine zunehmende Bildung von Mono- und Oligopolen den Preisdruck auf Unternehmen zuletzt reduziert habe und dadurch Preissteigerungen leichter durchgesetzt werden können.

Unterdessen war die europäische Gemeinschaftswährung am Dienstagabend schwächer: Ein Euro kostete 1,0672 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9370 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Abend wurden für eine Feinunze 2.293 US-Dollar gezahlt (-1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 69,07 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 87,86 US-Dollar, das waren 54 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Özdemir fördert Wiedervernässung von Mooren fast 2 Millionen Euro

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Cem Özdemir (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat am Dienstag Förderbescheide in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro zur Wiedervernässung von Mooren übergeben. Das Geld wird aus dem Sondervermögen „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF) zur Verfügung gestellt.

„Wiedervernässte Moore sind unsere natürlichen Verbündeten beim aktiven Klimaschutz – aber das geht nur, wenn wir Lösungen mit den Betroffenen finden“, sagte Özdemir. „Für die Landwirtschaft muss es sich lohnen, mitzumachen und klimafreundlich zu wirtschaften. Viele Bauernfamilien leben seit Generationen auf Moorstandorten, ihre Vorfahren haben das Land mühsam urbar gemacht – das sollten wir nicht vergessen.“

Entwässerte Moore sind für rund sieben Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Werden sie wieder vernässt, können sie stattdessen zu sogenannten „Treibhausgas-Senken“ werden und CO2 speichern. Die Wiedervernässung gilt daher als effektivste natürliche Klimaschutzmaßnahme.

Özdemir will die Moore als Einkommensquelle für Landwirte erhalten. „Nasse Nutzung in Paludikultur ist dann interessant, wenn die Biomasse und die Produkte am Markt abgesetzt werden können“, sagte er. „Wertschöpfungsketten müssen dafür angepasst oder ganz neu aufgebaut werden – hier kann die verarbeitende Wirtschaft mit ihrem Know-how einen entscheidenden Beitrag leisten.“ Die nun über die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe geförderte „To-Moor-ow Paludi-Allianz“ unterstütze diese Initiative der Unternehmen und verbindet sie mit der Landwirtschaft, so der Grünen-Politiker.

Bundesweit gibt es rund eine Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte, trockengelegte Moore. Hier besteht die Möglichkeit, diese wiederzuvernässen und trotzdem weiter zu bewirtschaften. Unter dem Dach der Initiative sollen Unternehmen in den kommenden Jahren im Schulterschluss mit der Landwirtschaft und der Wissenschaft Pilotprojekte initiieren und skalierbare Wertschöpfungsketten auf Basis von Paludi-Biomasse aufbauen. Mit dem Anbau von zum Beispiel Schilf, Rohrkolben, Torfmoosen oder Seggen sollen Landwirte nachwachsende Rohstoffe liefern können, die fossile Ressourcen ersetzen und die Klimabilanz von Unternehmen verbessern.


Foto: Cem Özdemir (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Voigt will "One-Way-Ticket" für muslimische Extremisten

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Mario Voigt (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem am Samstag Polizeiangaben zufolge 1.100 Menschen in Hamburg an einer Demonstration teilgenommen haben, die von der vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistische Bestrebung eingestuften Gruppierung „Muslim Interaktiv“ organisiert worden war, hat sich Thüringens CDU-Chef Mario Voigt für eine härtere Gangart gegen muslimische Extremisten ausgesprochen. „Menschen, die Kalifat und Scharia auf unseren Straßen fordern, die kriegen ein One-Way-Ticket aus Deutschland weg“, sagte er dem Online-Angebot des TV-Senders ntv. „Wenn Menschen auf deutschen Straßen ein Kalifat ausrufen, so wie am Wochenende in Hamburg, wenn sie die Scharia über das deutsche Gesetz stellen, dann stellen wir uns dem ganz klar entgegen.“

Voigt sprach sich für eine „Leitkultur“ aus. „Es gibt eine Hausordnung, die Leitkultur“, sagte der CDU-Politiker. „Die geht über Verfassungspatriotismus hinaus. Sie besteht aus unserer Kultur und unseren Bräuchen. Das ist eine Einladung, aber auch eine Anforderung.“

Dabei verteidigte er die Formulierung zum Islam im Entwurf für das neue CDU-Grundsatzprogramm, das kommende Woche auf dem Bundesparteitag in Berlin beschlossen werden soll. „Ein politischer Islam, der aus dem Ausland finanziert wird und Werte predigt, die nicht unser Land ausmachen, gehört nicht zu Deutschland“, sagte Voigt. „Es ist richtig, dass die Union hier den Finger in die Wunde legt.“

Es gebe Millionen Muslime in Deutschland, die zum Erfolg des Landes beitrügen. „Das sind doch die, die sich am meisten über diesen Extremismus aufregen“, sagte Voigt. Die CDU sei die einzige Partei, die diese Debatte differenziert führe. Voigt ist der Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl in Thüringen am 1. September.


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FDP-Fraktion will Schuldenbremse nicht für Steuerentlastungen opfern

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Schuldenuhr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bundestag, Christian Dürr, hat mit Zustimmung und Kritik auf jüngste Aussagen von Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) reagiert. Der Grünen-Politiker hatte sich zuvor für ein „kurzfristiges“ und „wuchtiges“ steuerliches Entlastungsprogramm für die Wirtschaft ausgesprochen, dafür aber eine Reform der Schuldenbremse angemahnt.

„Es freut mich, dass nun auch der Bundeswirtschaftsminister ein Entlastungsprogramm für die Wirtschaft vorantreiben möchte“, sagte Dürr am Dienstag dem „Spiegel“. „Uns eint doch ein gemeinsames Ziel: Wir müssen unseren Standort wieder wettbewerbsfähig machen, neue Impulse für Unternehmen setzen und dafür sorgen, dass Menschen in Deutschland Freude haben zu arbeiten“, sagte der FDP-Politiker. Das Ziel der Ampelkoalition müsse es sein, „gemeinsam die Wirtschaftswende zu vollziehen“. Am vergangenen Wochenende hatte die FDP auf ihrem Bundesparteitag einen Leitantrag verabschiedet, in dem ein zuvor formuliertes „Zwölf-Punkte-Papier“ des FDP-Präsidiums für eine „Wirtschaftswende“ aufgegriffen worden war.

Dürr lehnt aber Habecks Forderung nach einer Reform der Schuldenbremse ab. „Gleichwohl muss klar sein, dass steuerliche Entlastung nicht über Schulden finanziert werden kann. Wir müssen im Bundeshaushalt die richtigen Prioritäten setzen“, sagte der FDP-Politiker. „Wenn uns das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass wir unserer Wirtschaft mit steuerlichen Impulsen wieder Schwung verleihen werden.“

Habeck hatte am Montagabend bei einem Lesertreffen mit der Zeitung „HNA“ in Kassel eine Reform der Schuldenbremse unter anderem damit begründet, dass dies mehr Flexibilität erlauben, die Bauwirtschaft ankurbeln und für mehr Investitionen der Firmen sorgen würde. Er räumte zugleich ein, dass es für eine derartige Reform derzeit keine politische Mehrheit gebe.


Foto: Schuldenuhr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Vivalyx schließt überzeichnete Seed Runde zur Finanzierung der klinischen Studie zur Revitalisierung von Spenderorganen

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Vivalyx, das innovative Organ Vitality Technologie-Startup mit Sitz in Aachen, gibt den erfolgreichen Abschluss einer überzeichneten Seed-Finanzierungsrunde von über 5 Millionen EUR bekannt. Zu den Investoren zählen führende Life Science und Deeptech Venture Capital Firmen wie Brightlands Venture Partners, TechVision Fonds, Arve Capital und der US-amerikanische Deeptech VC Goose Capital, der bereits in Technologien zur Organkonservierung investiert hat. Zusätzlich beteiligten sich namhafte private Angel-Investoren an dieser Finanzierungsrunde, darunter Thomas Ebeling, ehemaliger CEO von Novartis Pharma, Andrej Henkler, einer der führenden Business Angels für Deeptech in Europa und den USA, und Springboard Health Angels, eine der größten HealthTech Business Angel Gruppen in Zentraleuropa. Darüber hinaus haben bestehende Investoren wie Angel Invest aus Berlin ihr Investment signifikant ausgebaut.

Dr. Andreas Schumacher, CEO und Mitgründer von Vivalyx: „Diese Finanzierungsrunde markiert einen entscheidenden Meilenstein für unser Unternehmen und spiegelt das starke Vertrauen der Investorinnen und Investoren in unsere Produkte, in unsere Vision und unser in Team wider. Mit der Unterstützung unserer neuen Partner sind wir hervorragend positioniert, um unsere Mission fortzusetzen und die Welt der Organtransplantation zu revolutionieren.“

Die Finanzierungsrunde ermöglicht es Vivalyx, eine entscheidende klinische Studie zur Zulassung durchzuführen. Der Schritt ebnet den Weg für die Markteinführung der innovativen Organkonservierungslösung, die das Potenzial hat, die Lebensdauer von Spenderorganen zu verlängern und deren Vitalität zu steigern. Die Technologie von Vivalyx zielt darauf ab, die Anzahl der für Transplantationen verfügbaren Organe erheblich zu erhöhen und somit das Leben von Patientinnen und Patienten weltweit zu retten und zu verbessern – bei deutlich geringeren Kosten, signifikant reduzierter Komplexität und verschlankten Prozessen.

Zitate der Investoren, die Sie gerne für die redaktionelle Berichterstattung verwenden können:

Dr. Luc Starmans von Brightland Venture Partners:
„Der Mangel an Spenderorganen stellt eine enorme Herausforderung für Gesundheitssysteme weltweit dar. Wir freuen uns darauf, mit Vivalyx an der Entwicklung einer neuen Technologie zu arbeiten, die das Potenzial hat, diese Herausforderung anzugehen und die Anzahl verfügbarer Spenderorgane deutlich zu erhöhen.“

Bernhard Kugel vom TechVision Fund:
„Die Dringlichkeit für eine einfach zu verwendende Technologie wie die Vivalyx Technologie ist im Bereich Organtransplantation enorm und kann die Branche revolutionieren. Wir freuen uns darauf, das engagierte Team und die herausragende Technologie auf den nächsten wichtigen Schritten zur Verbesserung der Qualität von Spenderorganen zu begleiten.“

Ashok Rao von Goose Capital:
„Wir sind stets auf der Suche nach Game Changern im Transplantationsbereich. Die bahnbrechende Technologie von Vivalyx hat genau dieses Potenzial. Ich bin überzeugt, dass Vivalyx die Art und Weise, wie wir über Organtransplantationen denken und diese durchführen, maßgeblich verändern wird.“

Christian Schierholz von Arve Capital:
„Vivalyx innovative Technologie zur Konservierung und Revitalisierung von Transplantationsorganen bietet eine beispiellose Chance, das Leben von Millionen Patienten zu verbessern. Wir sind stolz, Teil dieser Reise zu sein und das Team von Vivalyx dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.“

Andrej Henkler von Leblon Capital:
„Seit Jahrzehnten hat der Markt für Organspenden keine bedeutenden Innovationen in der Technologie zur Organerhaltung erlebt. Mit seiner einzigartigen, kurz vor Marktreife stehenden Technologie bringt Vivalyx die lang ersehnte Disruption mit Multi-Milliarden-Dollar Potenzial.“

Bild:Vivalyx-CTO Benedict Doorschodt und Vivalyx-CEO Dr. Andreas Schumacher (v.l.)

Quelle:Vivalyx GmbH

Dax lässt deutlich nach – Warten auf Fed-Entscheid

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 17.922 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem verhaltenen Tagesstart baute der Dax seine Verluste im weiteren Verlauf aus.

„Die Frage, ob die seit Anfang November vergangenen Jahres laufende Rally im Deutschen Aktienindex im April ihr Ende gefunden oder nur eine Pause eingelegt hat, dürfte sich aus technischer Sicht an der 18.200er Marke entscheiden“, kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. „Gegen ein Ende der Rally spricht das bislang moderate Ausmaß der Korrektur nach Erreichen des Allzeithochs über 18.500 Punkten Anfang April. Gerade einmal drei Prozent hat der Dax verloren, nach über 26 Prozent Plus in den fünf Monaten zuvor.“ Mit einem Anstieg über 18.200 Punkte könnte man durchaus einen Schlussstrich unter das Kapitel Korrektur ziehen, so Oldenburger. Weitere Kursgewinne seien dann nur eine Frage der Zeit.

„Einen möglichen Katalysator dafür könnte Fed-Chef Powell liefern, auch wenn sich die Erwartungen an geldpolitische Änderungen für die morgige Sitzung in Grenzen halten“, sagte der Marktanalyst. „Sollte es allerdings doch die eine oder andere Überraschung geben, besteht das Risiko einer Kurslücke nach oben oder unten am Donnerstagmorgen.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Vonovia-Aktien an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten derweil die Papier von Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW. Hintergrund sind die schwachen Quartalszahlen von Volkswagen und Mercedes.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juni kostete 29 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 87,82 US-Dollar, das waren 58 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,0698 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9348 Euro zu haben.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Plansecur: Neues Verfahren macht Zentralbanken besser

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Plansecur vergibt den „Young Innovators Award 2024“ an Andreas Schaab

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur wird dem Jungwissenschaftler Andreas Schaab den „Young Innovators Award 2024“ verleihen. Er wird für seine wissenschaftliche Arbeit „A Theory of Dynamic Inflation Targets“ ausgezeichnet, die er gemeinsam mit Christopher Clayton veröffentlicht hat. Das Paper gibt Antworten auf die Frage, wie Zentralbanken ihre Inflationsziele dynamisch an gravierende wirtschaftliche Veränderungen anpassen können und sollten. Angesichts immer neuer „Schwarzer Schwäne“, also unvorhersehbarer Ereignisse, wie der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, den Verwerfungen auf dem Energiesektor oder der zeitweiligen Unpassierbarkeit des Suezkanals mit drastischen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat die Arbeit der Nachwuchswissenschaftler eine hohe Aktualität.

Zur Erklärung: Zentralbanken haben die Aufgabe, die Inflation zu kontrollieren und damit die Preisstabilität zu gewährleisten. So strebt beispielsweise die Europäische Zentralbank, zuständig für die 20 Länder der EU, in denen der Euro verwendet wird, mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Die Frage lautet: Sollten die Zentralbanken mehr Spielraum bekommen, um diese Zielsetzung anzupassen, und wenn ja in welchem Maße, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen maßgeblich ändern?

In dem Paper untersucht der Preisträger Andreas Schaab zusammen mit seinem Kollegen diese Frage mithilfe eines ausgeklügelten Modells für einen Mechanismus zur dynamischen Anpassung der Inflationsziele, das die beiden Wissenschaftler entwickelt haben. Dieses Modell beruht auf der berechtigten Annahme, dass die Zentralbank in der Regel mehr Informationen über den Zustand der Wirtschaft besitzt als die Regierung. Daher kann sie besser beurteilen, wie das Inflationsziel angepasst werden muss, um ihrer Verpflichtung zur Preisstabilität gerecht zu werden.

Fazit: Inflationsziele sollten nach einem Regelwerk dynamisch angepasst werden

Das Fazit der Wissenschaftler: Die Zentralbanken sollten ihre Inflationsziele an die makroökonomischen Bedingungen anpassen, aber nicht wie bislang nach freiem Ermessen, sondern einem regelbasierten Anpassungsprozess folgend. „Ebenso wie das Inflationsziel ein Regelwerk für die Zinssetzung darstellt, sollte es ein ähnliches Regelwerk für die Zielanpassung selbst geben“, regt Preisträger Andreas Schaab an.

Einige volkswirtschaftliche Veränderungen seien derart groß und nachhaltig, dass eine gelegentliche Anpassung des Inflationsziels unerlässlich sei. Doch bislang hätten die Zentralbanken dies im Grunde „aus dem Bauch heraus“ getan. Als gutes Beispiel verweist Andreas Schaab auf die Praxis der kanadischen Zentralbank, ihr Inflationsziel unabhängig von den jeweiligen konkjunkturzyklischen Bedingungen alle fünf Jahre zu überprüfen. „Ein regel­basierter und zeitversetzter Anpassungsprozess stellt sicher, dass die Zentralbank nicht dem Anreiz nachgibt, die Inflationszielanpassung zu nutzen, um ein gewünschtes Inflationsniveau herbeizuführen, das nicht mit dem ursprünglichen Ziel übereinstimmt“, betont Andreas Schaab den praktischen Nutzen seiner wissenschaftlichen Arbeit.

„Mit dem Young Innovators Award würdigt Plansecur seit vielen Jahren herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu Fragen verantwortungsvoller Finanzwirtschaft. Der Award ist eine Anerkennung für die Leistung der Preisträger und zugleich ein Anreiz für junge Talente, sich intensiv mit gesamtgesellschaftlich wichtigen ökonomischen Fragen in diesem Bereich substanziell, innovativ und in verantwortungsvoller Form auseinanderzusetzen“, erläutert Heiko Hauser, Geschäftsführer der Finanzberatungsgruppe Plansecur. Er erklärt: „Der diesjährige Young Innovator Andreas Schaab hat entscheidend mitgewirkt an einem Modell, das die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken erhöhen und zur Preisstabilität beitragen kann. Damit hat er bereits in jungen Jahren einen maßgeblichen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Finanzwirtschaft geleistet.“

„Der Young Innovators-Award schafft eine Verbindung zwischen finanzwirtschaftlicher Spitzen­forschung, der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und der gesamtgesellschaftlichen Diskussion um unsere globale wirtschaftliche Zukunft. Es ist ein großer Ansporn, Teil dieses Projektes zu sein“, sagt Prof. Michael Binder, Ph.D., an der Goethe-Universität Frankfurt und Juryvorsitzender des Young Innovators Award.

Eine beeindruckende Karriere schon in jungen Jahren

Der 1991 geborene Young Innovator Andreas Schaab hat von 2011 bis 2021 an der Harvard University studiert mit den Abschlüssen A.B. in Economics mit Nebenfach Geschichte (Magna Cum Laude) sowie Ph.D. und M.A. in Business Economics. Anschließend war er Postdoctoral Research Fellow an der Columbia Business School, Assistant Professor an der Toulouse School of Economics und Visiting Assistant Professor an der Princeton University.

Trotz seiner jungen Jahre hat er bereits mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten; zweimal war er National Champion der U.S. College Fed Challenge. Andreas Schaab hat sich zudem schon durch mehrere vielbeachtete Veröffentlichungen hervorgetan; eine davon wurde sogar als „Best Job Market Paper in Finance Theory“ ausgezeichnet. Forschungsbesuche führten ihn mehrmals zur Bundesbank und zum Internationalen Währungsfonds. Ab Juli 2024 geht er als Assistant Professor an die University of California in Berkeley.

Plansecur ist eine konzernunabhängige Unternehmensgruppe für Finanzplanung und Vermittlung, die Wert auf hohe ethische Grundsätze legt. Die Gruppe gehört mehrheitlich ihren Beratern, die am Unternehmen beteiligt sind; daher unterliegen sie keinen Absatz- oder Provisionsvorgaben. Kundenberatungen erfolgen über den Einzelberater hinaus anonymisiert in einem Expertenteam, um höchste Beratungsqualität zu gewährleisten. Plansecur hat das „Vordenker Forum“ ins Leben gerufen, das Menschen auszeichnet, die maßgeblich an der Zukunft unserer Gesellschaft mitwirken. Preisträger sind Norbert Walter (2008), Bischof Wolfgang Huber (2009), Paul Kirchhof (2011), Jean-Claude Juncker (2014), Nicola Leibinger-Kammüller (2015), Frank-Jürgen Weise (2016), der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation („Wirtschaftsweisen“, 2018) und Bassam Tibi (2019). Preisträger des Jahres 2022 war der Tech-Pionier Sebastian Thrun, den die Welt als „deutschen Star im Silicon Valley“ bezeichnet. Die Vordenkerin des Jahres 2024 ist Lamia Messari-Becker. Die Preisverleihung findet am 14. Mai 2024 statt.

Mit dem Young Innovators Award zeichnet Plansecur junge Wissenschaftler aus, die schon frühzeitig in ihrem Leben mit einer wissenschaftlichen Arbeit von hoher Relevanz für wirtschafts­ethisches Denken glänzen. Die Ehrung der Vordenkerin 2024 und des Young Innovator 2024 erfolgt im Rahmen der Veranstaltung „Vordenker Forum“ am 14. Mai an der Goethe-Universität Frankfurt.

Bild:Andreas Schaab, Young Innovator 2024 / ©Evgenia Eliseeva

Quelle:Plansecur