Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ulrike Malmendier, Mitglied im Rat der fünf „Wirtschaftsweisen“ der Bundesregierung, spricht sich dafür aus, dass das Gremium sich neue Regeln gibt, etwa im Umgang mit Aufsichtsratsmandaten seiner eigenen Mitglieder. Damit könne künftig „schon der Anschein von Interessenkonflikten vermieden werden“, sagte Malmendier dem „Focus“ (Freitagsausgabe).
Das aktuelle Gesetz zum Sachverständigenrat sei über 60 Jahre alt. Seither habe sich „überall viel verändert“, so die Ökonomin, die seit Jahren in Kalifornien lebt und lehrt. Mit neuen „Compliance-Regeln“ könne man „vielleicht sogar Vorreiter“ sein. „Daran arbeiten wir“, sagte die Ökonomin.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) könnte damit Konsequenzen ziehen aus dem Streit um die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm. Die Energieexpertin war Ende Februar in den Aufsichtsrat von Siemens Energy berufen worden. Die vier übrigen Ratsmitglieder hatten angesichts des Mandats jedoch Interessenkonflikte befürchtet und Grimm nahegelegt, entweder auf den Posten zu verzichten oder den Sachverständigenrat zu verlassen.
Das Schreiben war in Kopie auch an Regierungsmitglieder gegangen und sorgte für hitzige Debatten. Grimm hatte einen Rückzug indes abgelehnt. Malmendier sagte, sie bedauere, dass der Streit „medial derart eskaliert“ sei. Man arbeite nun aber „konstruktiv am Konjunktur-Update für die Regierung“. Die aktualisierte SVR-Prognose soll am 15. Mai veröffentlicht werden.
Foto: Ulrike Malmendier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Foto/Quelle: dts




Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Chef Friedrich Merz bekennt sich zur Aufnahme neuer Mitglieder in die Europäische Union und kritisiert den Umgang mit dem Jahrestag der EU-Osterweiterung in Deutschland an diesem 1. Mai.
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Lage im Nahen und Mittleren Osten ist nach Einschätzung der Analystin Lisa Musiol von der Denkfabrik International Crisis Group durch den direkten iranischen Angriff auf Israel deutlich gefährlicher geworden.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, kritisiert das Auftreten der Sozialdemokraten in der Ampelkoalition. „Die SPD müsste viel stärker und mit einfachen Worten sagen, wodurch sie sich eigentlich von den anderen unterscheidet“, sagte Fahimi dem „Spiegel“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verdi-Chef Frank Werneke hat sich gegen Steuerbegünstigungen für Überstunden ausgesprochen und vor einer Diskriminierung von Frauen gewarnt.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die steigenden Preise für Brote und Brötchen führt Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, auf Mehrkosten in der Produktion und den gestiegenen Mindestlohn zurück. Der „Bild“ sagte Ermer, die Branche erlebe einen „Kosten-Tsunami“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Zum 1. Mai warnt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor Sozialkürzungen. „Gerade zum Tag der Arbeit kann man nicht genug betonen: Ich lasse es nicht zu, dass Arbeitnehmerrechte rasiert und der Sozialstaat geschleift werden“, sagte Heil dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe).
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW hat jetzt etwas mehr als vier Milliarden Euro an Wiederaufbauhilfen nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 bewilligt. Nach neuen Zahlen der Landesregierung, über die die „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe) berichtet, waren es zum Stichtag 31. März 4,011 Milliarden Euro.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Finanzpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. „Leider fährt die Bundesregierung auf Betreiben der FDP mit ihrer harten Sparpolitik im Moment den falschen Kurs“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Mittwochausgaben). „Andere Länder handeln da weitsichtiger und sind damit viel besser dran.“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Anlässlich des Jahrestags der EU-Osterweiterung vor 20 Jahren hat sich der Vorsitzende des Europa-Ausschusses des Bundestags, Anton Hofreiter (Grüne), für eine schnelle Erweiterung der Europäischen Union zur Vermeidung von weiterer Instabilität an den Rändern Europas ausgesprochen. „Der russische Angriff auf die Ukraine hat den Menschen klargemacht, dass das Hinhalten, wie es etwa mit den Westbalkanstaaten praktiziert wurde, gefährlich werden kann“, sagte Hofreiter den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Mittwochausgaben).