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Recht auf Reparatur

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Können Europas Hersteller langfristig wettbewerbsfähig bleiben?

Das Recht auf Reparatur schützt Verbraucher und könnte „Made in Europe“ wieder zum Qualitätssiegel machen, doch die noch unklare Umsetzung des neuen Gesetzes seitens der EU birgt enorme Risiken eines Wettbewerbsnachteils für europäische Unternehmen.

Wie lange sollte ein Wäschetrockner halten? Was ist mit einem Smartphone? Die Frage nach der Lebensdauer von Produkten ist für die Hersteller zwar nichts Neues, aber die massive Zunahme an komplexen, elektronischen Produkten hat diese Frage verkompliziert. Zahlreiche Länder haben in den letzten Jahren Rechtsvorschriften zu diesem Thema erlassen, doch die Europäische Union setzt mit der neuen Richtlinie zum Recht auf Reparatur, die bisher strengsten Standards. Die im Februar diesen Jahres verabschiedete Direktive umfasst sogenannte weiße Ware, also vor allem Haushaltsgeräte und typische technische Alltagsprodukte wie etwa Smartphones, Tablets, Bildschirme, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Computerserver und vieles aus dem Baumarkt. Der Geltungsbereich dürfte in Zukunft erweitert werden, wenn sich neue Verbrauchertrends abzeichnen, wie beispielsweise Batterien für E-Bikes. „So sollen über einen Zeitraum von 15 Jahren die CO2-Emissionen um 18 Millionen Tonnen reduziert werden“, erklärt Dominik Leisinger, Partner und Managing Director bei Kearney.

Neben den positiven Umweltaspekten werde die Richtlinie auch aus Kostensicht für den Verbraucher von Vorteil sein. Den Hochrechnungen der EU Kommission zufolge soll sie über einen Zeitraum von 15 Jahren rund 176 Millionen Euro einsparen, da sich die Lebensdauer elektronischer Produkte verlängert. Für die jeweils nationale Verabschiedung haben die europäischen Länder nun zwei Jahre Zeit. Unklar ist allerdings noch, wie die EU die Einhaltung des Gesetzes messen und durchsetzen wird – vor allem bei Produkten, die aus dem Nicht-EU-Ausland kommen. Für deutsche und europäische Unternehmen könnte ein enormer Wettbewerbsnachteil entstehen, wenn Importe aus China und anderen Nicht-EU-Staaten nicht entsprechend kontrolliert und kurzfristig sanktioniert würden. In der Konsumgüter Industrie sind zwei bis drei Jahre oft ein voller Lebenzyklus einer Produktgeneration, ein Kostennachteil von wenigen Prozentpunkten – basierend auf dem Recht auf Reparatur – kann für einige Produkte bereits zu viel sein und diese aus dem Markt drängen.

Diskrepanz bei deutschen Unternehmen: KMUs vor Herausforderung

Aber nicht nur billige, nicht-konforme Produkte aus dem Ausland, auch der Wettbewerb innerhalb Deutschlands und Europas könnte einige Unternehmen an ihre Grenzen bringen. Denn während die ganz großen Player wie etwa Philips und BSH schon lange Zeit und Ressourcen in die strategische Planung investiert haben, werden mittelgroße und kleinere Hersteller vor größeren Problemen stehen, alle Bestimmungen der EU-Richtlinie umzusetzen. Wir gehen davon aus, dass bei vielen Unternehmen eine operative Hektik ausbrechen wird, wenn diese merken, dass sie nicht über ausreichend Kapazitäten und Expertise verfügen. Denn betroffen sind viele verschiedene Bereiche wie etwa das Produktdesign, der Zugang zu Ersatzteilen, Austausch während der Reparatur und zusätzliche Transparenz für Kunden. In all diesen Bereichen müssen die Unternehmen gründliche Analysen durchführen, die sich sowohl an den Branchenstandards als auch an den Fortschritten der Wettbewerber orientiert.

Reparaturpflicht birgt auch neue Chancen

Die Richtlinie umfasst klare Bestimmungen zur Reparatur, Wiederverwendung und zum Recycling von Materialien. Unternehmen müssen mit geringeren Einnahmen aus Ersatzkäufen rechnen, da die Verbraucher dazu angehalten werden, bestehende Produkte zu reparieren. Das bedeutet, dass die gesamten Umsatzprognosen neu bewertet werden müssen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung müssen umgeschichtet werden, und in vielen Fällen wird eine Neukonfiguration der Fertigungsprozesse und -anlagen erforderlich sein. Erschwingliche Ersatzteile zu gewährleisten, erhöht den Aufwand noch weiter, obwohl dies teilweise durch höhere Einnahmen aus deren Verkauf wieder ausgeglichen werden kann. Produkte so zu entwickeln, dass sie einfach und preisgünstig repariert werden können, verursacht zwar Kosten, dient aber auch als Katalysator für Designinnovationen, die mittel- und langfristig finanzielle Vorteile bringen können.

Indem sie mehr reparierbare Produkte anbieten und dem Wunsch nach Nachhaltigkeit entsprechen, steigern Unternehmen zudem die Kundenzufriedenheit und vertiefen durch weitere Berührungspunkte die Bindung zur Marke. Der Haushaltsgerätehersteller Miele stellt beispielsweise nicht nur Ersatzteile zur Verfügung, sondern bietet auch kostenlose 3D-Drucker-Bauteilpläne an, mit denen Verbraucher Zubehör drucken können. Geräte „Made in Germany“ könnten im Vergleich zu Produkten aus China oder den USA zu einem neuen Qualitätsstandard werden. Dadurch, dass viele Produkte aufgrund der neuen Anforderungen besser reparierbar werden, ergeben sich auch neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle. Mit den Veränderungen werden noch effizientere Logistik- und Reparaturnetze einhergehen, die Verbände im Mittelstand werden eine größere Rolle spielen oder es entstehen große Player, die das Thema Reparatur komplett übernehmen. Darüber hinaus wird der Markt für wiederaufbereitete Produkte, also Second-Hand-Ware, in Europa in verschiedenen Produktkategorien rasch zunehmen.

Ressourcenknappheit und Lieferrisiken als Treiber

Die Herstellung von Elektronik ist äußerst ressourcenintensiv, und viele der dafür benötigten Elemente wie etwa Konfliktmineralien werden voraussichtlich in den nächsten 100 Jahren erschöpft sein. Angesichts der großen Mengen solcher Materialien, die bereits in bestehenden Produkten enthalten sind, ist die Verlängerung ihrer Lebensdauer ein wichtiger Faktor in der globalen Ressourcengleichung. Darüber hinaus ist die Beschaffung der einzelnen Komponenten aus kritischen Regionen oder knappen Rohstoffen weit schwieriger als in der Vergangenheit. Das erhöht die Bedeutung der Reparaturfähigkeit ihrer Produkte für Hersteller. Ein notwendiger Trend, denn Schätzungen zufolge werden global nur 15 bis 20 Prozent des Elektroschrotts recycelt, in der EU sind es nur weniger als 40 Prozent. Die Ökodesign-Verordnung von Dezember 2023, schreibt vor, dass Produkte so gebaut sein müssen, dass sie mit gängigen Werkzeugen zerlegt und repariert werden können.

Zudem schreibt die Richtlinie vor, dass Unternehmen die Garantie für Produkte, die im Rahmen der ursprünglichen Garantie repariert wurden, um weitere 12 Monate verlängern müssen. Die Unternehmen sind außerdem verpflichtet, Ersatzteile zu einem angemessenen Preis anzubieten. Die EU hat im Februar 2024 eine vorläufige Einigung über das Recht auf Reparatur erzielt, die formelle Genehmigung wird bis Juni 2024 erwartet. Nach dem zweijährigen Zeitfenster für die nationale Verabschiedung, würde die Richtlinie 2026 in Kraft treten. Da sich viele Produkte, die zu diesem Zeitpunkt auf den Markt kommen sollen, bereits in der Entwicklungsphase befinden, ist ein sofortiges Handeln seitens der Unternehmen dringend erforderlich. Zu hoffen bleibt, dass die Durchsetzung seitens der EU und der Länder zeitnah geklärt wird, um einen Wettbewerbsnachteil zu verhindern und den Unternehmen die nötige Planungssicherheit zu geben.

Über den Autor: Dominik Leisinger, Partner bei Kearney

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mercedes-Benz mit WILLIAM FAN in der STURMHAUBE auf Sylt

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WILLIAM FAN
STURMHAUBE x Mercedes-Benz, Jörg Heinermann, Leiter MBD, William Fan und Felix Knochenhauer (v.l.) | Copyright Finn Anjes STURMHAUBE x Mercedes-Benz, Jörg Heinermann, Leiter MBD, William Fan und Felix Knochenhauer (v.l.) | Copyright Finn Anjes

Mercedes-Benz mit Fashion Pop-up von WILLIAM FAN in der STURMHAUBE am Roten Kliff auf Sylt

Mercedes-Benz richtet sein Engagement auf der beliebten Urlaubsinsel Sylt neu aus. Unter dem Titel „STURMHAUBE x Mercedes-Benz” kooperieren Mercedes-Benz und die STURMHAUBE am Roten Kliff noch enger. Neben der dauerhaften Präsenz vollelektrischer Fahrzeuge als exklusivem Service für die Hotelgäste bietet „STURMHAUBE x Mercedes-Benz” auch öffentlich zugängliche Events, die einen Mehrwert für die ganze Insel schaffen sollen. Die erste Aktion im Rahmen dieser Kooperation fand nun zum Saisonstart statt, mit dem Highlight eines eigens eingerichteten Pop-up Stores des Berliner Labels WILLIAM FAN. Darüber hinaus konnten sich die Gäste der STURMHAUBE für vollelektrische Modelle von Mercedes-Benz begeistern und Probefahrten vereinbaren. Live-Musik von DJ und Saxophonist Timothy Nealon auf der Terrasse und Kinderunterhaltung rundeten das Programm für die ganze Familie ab.

„Unsere Partnerschaft mit der STURMHAUBE bedeutet für uns eine Homebase auf Sylt, die Nachhaltigkeit, Luxus, Zeitgeist und das Außergewöhnliche repräsentiert. Unser gemeinsames Ziel ist es, unseren Gästen sowie allen Sylterinnen und Syltern durch Kooperationen einen Mehrwert zu bieten, der das Leben auf der Insel bereichert. Daher freue ich mich sehr, dass unser erstes Projekt mit dem Pop-up Store des Designers William Fan so großen Anklang gefunden hat.“

Jörg Heinermann, Leiter des Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBD)

„Die größte Künstlerin ist immer noch die Natur. Der wahre Luxus der STURMHAUBE ist ihre Lage inmitten des Naturschutzgebietes in Kampen mit einmaligem Panoramablick über Heide- und Dünenlandschaft, Quermarkenfeuer und Nordsee. Wir freuen uns, mit Mercedes-Benz einen Partner gewonnen zu haben, dessen Formensprache ebenso unverkennbar für elementare Schönheit steht.“

Felix Knochenhauer, Geschäftsführer STURMHAUBE SYLT am Roten Kliff

STURMHAUBE x Mercedes-Benz, STURMHAUBE am Roten Kliff auf Sylt | Copyright Finn Anjes

Im WILLIAM FAN Pop-up Store haben Kundinnen und Kunden noch bis zum 9. Mai 2024 (jeweils 10 Uhr bis 19 Uhr) die Möglichkeit, die aktuelle unisex-Kollektion CEREMONY sowie Klassiker von WILLIAM FAN anzuprobieren und zu erwerben. Darüber hinaus wird exklusiv auch eine Selektion der kommenden OFF DUTY Saison angeboten, die erst ab Juli regulär in den Verkauf geht. Designer William Fan ist persönlich vor Ort und steht mit individueller Stilberatung allen Interessierten zur Seite.

Das Restaurant STURMHAUBE am Roten Kliff ist der ideale Ausgangspunkt, um die Insel zu erkunden sowie ein reizvolles Ausflugsziel.

Es liegt inmitten des Naturschutzgebietes in Kampen und wurde im Herbst 2022 von den Brüdern Felix und Daniel Knochenhauer nach langer Umbauphase neu eröffnet. Seitdem empfangen das hochklassige Restaurant, der Außenbereich mit großer Terrasse und Kinderspielplatz, die hauseigene Brauerei im Keller, ein Kiosk mit Beachfood to Go und sechs Gästezimmer alle Genuss- und Erholungssuchenden. Eine nachhaltige Gestaltung mit natürlichen Materialien sorgt dafür, dass sich der Komplex harmonisch in die Heide- und Dünenlandschaft einfügt. Bodenständiger Luxus, gelebte Nahbarkeit und der lokale Bezug werden auch in der Partnerschaft „STURMHAUBE x Mercedes-Benz“ sichtbar, im Rahmen derer das Restaurant exklusiv vollelektrische Modelle der Marke Mercedes-Benz als besonderen Service für Hotelgäste stellt.

Mit WILLIAM FAN verbindet Mercedes-Benz mittlerweile eine lange Geschichte. Bereits 2015, als der in Deutschland geborene Designer mit asiatischen Wurzeln sein eigenes Label aus der Taufe hob, zeigte Fan seine Kollektion im Rahmen des Mercedes-Benz Fashion Talents Programms. 2023 folgte eine Kooperation bei den Mercedes-Benz Fashion Moments während der Berlin Fashion Week. WILLIAM FAN kombiniert europäische Elemente mit chinesischen Einflüssen und erzeugt eine harmonische Einheit zwischen beiden Kulturen. Mit Werten wie Individualität, Exklusivität und Zeitlosigkeit fügt sich das Label nahtlos in die Partnerschaft mit „STURMHAUBE x Mercedes-Benz“ ein.

Bild: STURMHAUBE x Mercedes-Benz, Jörg Heinermann, Leiter MBD, William Fan und Felix Knochenhauer (v.l.) | Copyright Finn Anjes

Quelle Mercedes Benz AG

Bundesregierung will mehr Polizeipräsenz im Wahlkampf

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Wahlplakate zur Europawahl und Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt am 02.05.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehreren Angriffen auf Politiker drängt die Bundesregierung auf mehr Polizeipräsenz im Wahlkampf. Ziel müsse es sein, „den Schutz der demokratischen Kräfte in unserem Land weiter zu erhöhen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag in Berlin.

Das müsse „auf allen Ebenen“ geschehen. „Der Bund wird natürlich mit den Sicherheitsbehörden des Bundes dazu auch seinen Teil leisten, insbesondere mit dem, was das BKA gegen Hasskriminalität tut“, so der Sprecher. Er fügte hinzu, dass man eine „neue Dimension antidemokratischer Gewalt“ erlebe. Der Angriff auf den sächsischen SPD-Politiker Matthias Ecke sei „eine weitere Eskalation nach einer langen Reihe von immer neuen Grenzüberschreitungen“.

Hasskriminalität müsse man „sehr konsequent“ begegnen, so der Sprecher. Die für Dienstag geplante Sonder-Innenministerkonferenz solle über alle Maßnahmen, die in dem Zusammenhang von den Landesbehörden, aber auch von den Bundesbehörden getroffen werden, beraten.


Foto: Wahlplakate zur Europawahl und Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt am 02.05.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Handelsverband: Online-Marktplätze werden immer bedeutender

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Frau und Mann am Computer, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden Online-Marktplätze im Onlinehandel immer bedeutender. Am Montag veröffentlichte Zahlen aus dem sogenannten HDE-Online-Monitor zeigen, dass über diese Plattformen 2023 erstmals mehr als die Hälfte der Online-Umsätze in Deutschland erwirtschaftet wurde.

Gleichzeitig werden demnach auch internationale Anbieter immer stärker. Beim Zugang zum Online-Shopping dominiert unterdessen mittlerweile das Smartphone. 2023 wurde ein Rekordwert von 55 Prozent der Online-Umsätze über diese Geräte erzielt. Das entspricht knapp 47 Milliarden Euro Umsatz.

Der HDE korrigierte am Montag seine Umsatzdaten für den Onlinehandel für 2023 und die Prognose für 2024 leicht nach oben: Für 2023 geht man nun von 85 Milliarden Euro Umsatz aus, was im Vorjahresvergleich einer Steigerung um ein Prozent entspricht. Bisher ging man von einem Minus von 0,4 Prozent aus. Die Prognose für das laufende Jahr geht nun von einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 Prozent aus. Zu Jahresbeginn lag sie noch bei einem Plus von drei Prozent. Der Online-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz in Deutschland liegt 2024 somit voraussichtlich bei 13,1 Prozent.


Foto: Frau und Mann am Computer, via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet im Plus – 18.000er-Marke weiter umkämpft

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit einem Plus in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.030 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Volkswagen und Mercedes-Benz, am Ende Daimler Truck, Vonovia und Sartorius. Auch bei der Post und bei RWE steht ein dickes Minus – die Aktien werden aber jeweils mit einem Dividendenabschlag gehandelt.

„Der Kampf um die 18.000 geht auch zu Beginn der neuen Handelswoche weiter“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Bullen und Bären liefern sich weiterhin einen intensiven Kampf um die zukünftige Richtung am deutschen Aktienmarkt.“ Seit Ostern hatten demnach elf Handelstage ein positives Ende, zwölf ein negatives. „Ausgeglichener könnte der aktuelle Kampf zwischen Bullen und Bären nicht sein.“

„Die Berichtssaison könnte diese Woche wesentlich zur Richtungsentscheidung beitragen“, so Altmann weiter. „Gleich zehn Unternehmen aus dem Dax lassen sich in ihre Bücher schauen.“ Entscheidend für die Börsianer seien dabei nicht nur die historischen Zahlen, sondern auch die Ausblicke für den weiteren Jahresverlauf.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen kaum verändert: Ein Euro kostete 1,0768 US-Dollar (+0,03 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9287 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,51 US-Dollar; das waren 55 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Mögliche Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Aktienmärkte

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Aktienmärkte
Foto von Mariolina Esposito (Quelle: Eurizon)

Ein aktueller Marktkommentar von Mariolina Esposito, Fondsmanagerin des Eurizon Fund Equity Innovation bei Eurizon:

Die US-Aktienmärkte haben seit der Einführung von künstlicher Intelligenz deutlich zugelegt, nicht nur der Technologieindex Nasdaq, sondern auch der S&P 500. Neben der hervorragenden Performance der Aktienmärkte hat sich auch die Zusammensetzung der Marktindizes deutlich verändert. So macht der Technologiesektor 29 % des S&P500-Index aus. Hinzu kommt der Sektor Kommunikationsdienste, in dem die Internetunternehmen die traditionellen Unternehmen als Marktführer nach Marktkapitalisierung abgelöst haben.

Auch im Konsumgütersektor sind Unternehmen vertreten, deren Kerngeschäft die technologische Innovation ist. Der Finanzsektor schließlich umfasst Unternehmen, die bis vor kurzem noch zum Technologiesektor im engeren Sinne zählten. Man kann also sagen, dass der Technologiesektor heute über 40 % des wichtigsten amerikanischen Aktienindexes auf sich vereint und dass sich die Zusammensetzung und der Charakter des Technologiesektors in den letzten 35 Jahren dramatisch verändert haben: Software und Internet haben heute einen Anteil von 45 % an der Marktkapitalisierung des Technologiesektors, während es 1988 nur 5 % waren.

Nach einer Analyse von Bernstein stellt der Technologiesektor heute 18 % der Unternehmen und 34 % der Marktkapitalisierung der 1.500 größten Unternehmen in den USA. Schließlich zeigt diese Analyse, dass sich die Zusammensetzung des Technologiesektors radikal verändert hat: Heute stellen Hardware-Unternehmen 5 % aller Unternehmen im Technologieuniversum und 2 % der Marktkapitalisierung, während es 1988 noch 32 % der Unternehmen und 66 % der Marktkapitalisierung waren.

Fünf Sektoren im Fokus 

Informationstechnologie, Industrie, Gesundheitswesen, Automobilindustrie und Internet für den E-Commerce stehen derzeit im Fokus. Produktions-, aber auch Dienstleistungsunternehmen, die KI-basierte Lösungen einsetzen, werden ihre betriebliche Effizienz steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können.

Wir sind davon überzeugt, dass sich KI-Aktien in einem Szenario sinkender Zinsen positiv entwickeln werden, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen können Unternehmen, die diese Technologie entwickeln, zu günstigeren finanziellen Bedingungen Kapital aufnehmen und ihre Umsetzung beschleunigen, wodurch sich ihr Vermögensprofil und gegebenenfalls ihre Schuldenstruktur verbessern. Zum anderen könnten Investoren auf der Suche nach höheren Renditen als auf dem Anleihemarkt dazu veranlasst werden, in Sektoren zu investieren, die als wachstumsstärker angesehen werden, wie z. B. KI-Sektoren.

KI wird viele Branchen beeinflussen

Die durch KI vorangetriebene industrielle Revolution wird viele Branchen und weit mehr Länder als die USA betreffen. Auch in Asien und Europa gibt es entsprechende Entwicklungen. Staatliche Maßnahmen zur Förderung von technologischer Innovation und digitaler Infrastruktur werden daher dazu beitragen, ein günstiges Umfeld für Unternehmen zu schaffen, die im Bereich KI tätig sind. Es gibt bereits europäische oder asiatische Unternehmen, die zum Beispiel im Halbleitersektor tätig sind, die unweigerlich von amerikanischen Unternehmen beeinflusst werden, die an der Spitze der Entwicklung stehen und ohne deren produktiven Beitrag es nicht möglich wäre, die globale industrielle Kapazität zu steigern.

Weltweit sind derzeit verschiedene Makrotrends zu beobachten. Darunter wird das Thema Cybersicherheit für die Verwaltung und Speicherung von Daten, die übertragen und aufbewahrt werden müssen, insbesondere bei der Implementierung von KI-Technologien, zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Mögliche Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Aktienmärkte

Foto von Mariolina Esposito (Quelle: Eurizon)

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Studie: China weitet Handel mit dem Globalen Süden stark aus

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Markt in Peking (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – China und Russland haben ihren Handel mit den Ländern des Globalen Südens in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Die Anteile Europas und der USA gingen dagegen zurück oder stagnierten, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, über die der „Spiegel“ berichtet.

Das Institut hatte die Außenhandelsdaten von 25 Schwellen- und Entwicklungsländern ausgewertet, darunter Mexiko, Brasilien, Thailand und die Türkei. Der Anteil der Volksrepublik am wirtschaftlichen Austausch mit dieser Ländergruppe ist seit 2010 von etwa 12 auf 20 Prozent gestiegen. Ausgeführt hat China vor allem Mikrochips, andere Elektronik sowie Fahrzeuge und Stahl, importiert wurden Erdöl, Eisenerz und Soja. Daran zeige sich das „Muster chinesischer Wirtschaftspolitik, Wertschöpfungsketten ins Inland zu verlagern“ und „mehr Rohstoffe aus dem Ausland“ zu beziehen, so die Analyse.

Die Bedeutung westlicher Märkte für die Länder des Globalen Südens ist dagegen gesunken. Der Anteil der USA liegt unverändert bei etwa 18 Prozent, der EU-Anteil sank von 17 Prozent auf 14 Prozent. Gewachsen ist auch die Bedeutung Russlands, das „aufgrund der Sanktionen des Westens“ den Handel mit der Staatengruppe ausweiten konnte.


Foto: Markt in Peking (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israel startet Evakuierung von Rafah

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturTel Aviv (dts Nachrichtenagentur) – Die israelische Armee hat am Montag die Evakuierung der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen gestartet. Man bitte die Bewohner von Ost-Rafah, sich in Richtung des „erweiterten humanitären Bereichs“ zu begeben, teilten die Streitkräfte mit.

Dieser Bereich liegt nördlich im Lager Al-Mawasi. Zu ihm gehören nach Angaben der Armee Feldlazarette, Zelte und größere Mengen an Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und weiteren Hilfsgütern. Im Einklang mit der Genehmigung der Regierung werde eine laufende Lagebeurteilung die „schrittweise Verlegung“ der Zivilbevölkerung aus den genannten Gebieten in den „humanitären Bereich“ ermöglichen, so das israelische Militär.

Die Aufforderung, sich vorübergehend in das humanitäre Gebiet zu begeben, werde durch Plakate, SMS-Nachrichten, Telefonanrufe und Medienberichte in arabischer Sprache verbreitet, hieß es weiter. Dem Vernehmen nach rückt der erwartete Militäreinsatz in Rafah mit der Evakuierung näher.


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Landkreistag will parteiübergreifende Pro-Windkraft-Allianz

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Windrad-Bau (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des erheblichen Windkraft-Widerstands vor den Wahlen in Ostdeutschland fordert der Deutsche Landkreistag eine parteiübergreifende Pro-Energiewende-Allianz.

„Der Ausbau der Erneuerbaren ist von überragender Wichtigkeit für das ganze Land, um autark zu werden und das Klima zu schützen“, sagte DLT-Präsident Reinhard Sager der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es wäre „unverantwortlich und schlecht für Deutschland“, wenn die anderen Parteien es den Grünen überlassen würden, den Windkraft-Ausbau auch gegen Widerstände voranzutreiben. „Denn dann kann es nicht gelingen.“

Anlass für Sagers Appell sind stagnierende Windkraft-Ausbauzahlen in mehreren ostdeutschen Bundesländern sowie ein Gesetz in Thüringen, das Windräder im Wald de facto verbietet. CDU und FDP haben das Gesetz gemeinsam mit der AfD gegen die rot-rot-grüne Minderheitsregierung beschlossen. Dazu sagte Sager: „Wer Anti-Energiewende-Ressentiments bedient und auf diesem Feld mit Populisten wetteifert, um sich bei den Bürgern anzubiedern, der wird am Ende selbst an Zuspruch verlieren.“ Es wäre klug, wenn sich alle demokratischen Parteien hinter dem notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien versammeln würden.


Foto: Windrad-Bau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Junge Union will CDU-Politik stärker auf Jugendliche ausrichten

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Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Junge Union will die CDU auf eine stärker auf Jugendliche ausgerichtete Politik verpflichten. „Wir müssen nicht nur über eine Politik für junge Menschen reden, wir müssen sie machen“, sagte der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Johannes Winkel, der „Welt“ (Montagsausgabe).

„Dazu gehören die Schuldenbremse, endlich Ehrlichkeit beim Thema Rente, eine Kehrtwende bei der Zuwanderung sowie eine Stärkung der Wirtschaft.“ Wer ungebremst weiter neue Schulden mache, wälze die Tilgung auf die jungen und kommenden Generationen ab.

„Auf dem Parteitag werden wir entsprechende Anträge einbringen“, kündigte der JU-Chef an. Die CDU kommt ab Montag zu ihrem dreitägigen Bundesparteitag in Berlin zusammen. So soll schon in der Präambel des neuen Grundsatzprogramms unter der Überschrift „Zukunftsversprechen für die nächste Generation“ die Schuldenbremse verankert werden. Im Antrag zur Sicherung der Renten heißt es zusätzlich zur Forderung nach der Kopplung der Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung: „Wir wollen den Steuerzuschuss in das Rentensystem auf maximal ein Viertel des Bundeshaushalts begrenzen, um den kommenden Generationen die Möglichkeit zu erhalten, ihre eigene Zukunft zu gestalten.“

Die Junge Union schlägt darüber hinaus eine Digitalisierungsoffensive vor, um den Standort Deutschland und Arbeitsplätze für die junge Generation zu sichern. „Neue Technologien werden nicht nur Arbeitsprozesse optimieren, sondern auch neue Märkte erschließen und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Eine kontinuierliche Investition in die Digitalisierung und Forschung ist unerlässlich, um die Zukunft unseres Gemeinwesens langfristig zu sichern“, heißt es in dem Antrag.

Überraschend ist das Bekenntnis zur Wehrpflicht – schließlich würde damit tief in die Lebensplanung junger Menschen eingegriffen. Dennoch schlägt die Junge Union vor: „Wir werden die Aussetzung der Wehrpflicht schrittweise zurücknehmen und eine Wehrpflicht für alle einführen.“ Die Begründung: „Für den Fall des Ausbruchs eines Krieges gegen Deutschland oder seine Verbündeten hat der Staat umfassend vorzusorgen.“ Eine Demokratie, die ihrer Jugend eine Perspektive bieten wolle, müsse wehrhaft sein, so Winkel – im Innern wie nach außen.

In der Studie „Jugend in Deutschland 2024“ war jüngst auch das Wahlverhalten junger Menschen abgefragt worden. Das Ergebnis war, dass 22 Prozent der Befragten, die überhaupt eine Parteipräferenz haben und die bei der Bundestagswahl wählen gehen wollen, die AfD wählen würden. Die CDU kam auf 20 Prozent, die übrigen Parteien auf niedrigere Werte.

Für JU-Chef Winkel gibt es gegen das Anwachsen der AfD vor allem ein Rezept: „Wir als CDU und Junge Union müssen erkennen, dass wir unseren Kernüberzeugungen treu bleiben müssen. Das heißt: Kein Mensch braucht eine Art Grüne 2.0, niemand will eine JU, die wie ein Klon von Fridays for Future auftritt. Dann geht es bei der Akzeptanz in der jungen Generation weiter bergauf.“


Foto: Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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