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Berichte: Mann in Berlin aus vorbeifahrendem Auto erschossen

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Polizeiauto (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Berliner Bezirk Spandau ist ein Mann laut übereinstimmenden Medienberichten aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen worden. Die Polizei bestätigte am Nachmittag, mehrere Notrufe aus dem Ortsteil Falkenhagener Feld im Bezirk Spandau erhalten zu haben und sich derzeit dort im Einsatz zu befinden.

„Ersten Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts“, so die Beamten. Rettungskräfte hätten noch vor Ort versucht, das Opfer zu reanimieren, er sei später jedoch im Rettungswagen verstorben. Die Umgebung sei weiträumig gesperrt, der oder die Täter sind flüchtig. Weiter Details wurden zunächst nicht genannt.

In den USA bezeichnet man einen Anschlag mit Schusswaffen aus einem am Opfer vorbeifahrenden Fahrzeug als „Drive-by-Shooting“. Ein solches Vorgehen tritt häufig bei Bandengewalt auf. Ein bekanntes Opfer eines solchen Anschlags ist der US-Rapper Tupac Shakur. Er wurde 1996 in Las Vegas Opfer eines Drive-by-Shootings.


Foto: Polizeiauto (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz mit knapp 90 Prozent als CDU-Chef wiedergewählt

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Friedrich Merz am 06.05.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Friedrich Merz ist auf dem CDU-Bundesparteitag in Berlin am Montag nach Angaben der Parteitagsleitung mit „rund 90 Prozent“ als Parteichef im Amt bestätigt worden.

Tatsächlich erhielt er 873 Stimmen und damit 89,8 Prozent von 972 gültigen Stimmen, weitere 9 Delegierte gaben eine ungültige Stimme ab. Bei seiner ersten Wahl im Januar 2022 war er mit einer Zustimmung von 94,6 Prozent gewählt worden, vorausgegangen war damals eine Mitgliederbefragung.

Merz hatte sich bereits am Montagvormittag in einer etwa 90 Minuten langen Rede an die Delegierten gewandt. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte im Vorfeld angekündigt, dass Merz eine „staatsmännische“ Rede halten werde – entsprechend wirkte diese dann teilweise auch schon wie eine Bewerbungsrede für das Amt des Bundeskanzlers.

Der CDU-Chef arbeitete dabei mehrere Themen ab, welche die Union in Regierungsverantwortung angehen wolle, und beschwor zugleich die Gemeinsamkeit mit der Schwesterpartei CSU. Kritik an der Ampelkoalition übte er auch, vor allem an den Grünen, aber insgesamt hielt Merz sich dabei eher zurück.

Zu den Themen, die er ansprach, gehörte unter anderem die Sozialpolitik. Dabei versprach Merz, das Bürgergeld wieder abzuschaffen und durch eine neue Grundsicherung zu ersetzen. Mit Blick auf die Umweltpolitik der Union sagte er, dass diese das Gegenteil von dem sei, was die Ampel versuche durchzusetzen. „Sie ist vor allen Dingen das Gegenteil dessen, was die Grünen in der Umweltpolitik wollen und tun“, sagte Merz. „Wir wollen nicht regulieren und dirigieren, wir wollen gute Rahmenbedingungen schaffen“. Deutschland sei ein „klimapolitischer Geisterfahrer“ – diese „Geisterfahrt“ werde man beenden.

Mit Blick auf die Europawahl sagte Merz, dass die Europäische Union nicht dastehe, wo sie stehen sollte. Zwar seien unter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) viele Krisen bewältigt worden, aber „für unsere und die ukrainische Sicherheit“ müsse man noch sehr viel mehr tun.

Die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg sieht er derweil als besondere Herausforderung. „Diese Landtagswahlen werden für uns kein Spaziergang“, sagte er. „Wir werden kämpfen um die Mehrheit um Platz 1.“ Und in diesen Wahlkämpfen werde man sich vor allem mit der AfD auseinandersetzen. „Wir nehmen den Kampf auf mit dieser Partei“, so Merz.


Foto: Friedrich Merz am 06.05.2024, via dts Nachrichtenagentur

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EU-Kommission will Rechtsstaatsverfahren gegen Polen einstellen

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EU-Kommission in Brüssel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Kommission hat ihre Analyse über die Situation des Rechtsstaates in Polen am Montag eingestellt. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass in dem EU-Land „keine eindeutige Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der Rechtsstaatlichkeit“ besteht, wie die Kommission am Montag mitteilte. Das Verfahren war 2017 eingeleitet worden.

„Die Kommission hat den Rat und das Europäische Parlament deshalb über ihre Absicht informiert, das Verfahren nach Artikel 7 Absatz 1 abzuschließen“, hieß es weiter.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Polens Ministerpräsident Donald Tusk und seiner Regierung zu „diesem wichtigen Durchbruch“: „Er ist das Ergebnis ihrer harten Arbeit und ihrer entschlossenen Reformbemühungen.“ Die fortgesetzte Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit in Polen sei eine gute Nachricht für die Menschen in dem Land und für die Union als Ganzes, so von der Leyen.

Zuvor hatte Polen eine Reihe legislativer und nichtlegislativer Maßnahmen eingeleitet, um den Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Justiz Rechnung zu tragen, und den Vorrang des EU-Rechts anerkannt. Das Land habe sich zudem verpflichtet, alle Urteile des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Bezug auf die Rechtsstaatlichkeit, einschließlich der Unabhängigkeit der Justiz, umzusetzen, so die Kommission.

Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourová soll die Analyse der Kommission auf der bevorstehenden Tagung des Rates „Allgemeine Angelegenheiten“ vorstellen. Die Maßnahmen des von Polen eingeleiteten Aktionsplans sowie andere Schritte zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit sollen weiterhin regelmäßig überwacht und überprüft werden.

Bereits im Februar hatte die Kommission eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe an Polen freigegeben. Die Zahlungen waren zuvor wegen Bedenken bezüglich der Rechtsstaatlichkeit in Polen eingefroren worden.


Foto: EU-Kommission in Brüssel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Amokfahrer von Trier erneut zu lebenslanger Haft verurteilt

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Innenstadt von Trier (Archiv), via dts NachrichtenagenturTrier (dts Nachrichtenagentur) – Im neu aufgerollten Prozess um die Amokfahrt vom 1. Dezember 2020 in Trier ist der Täter erneut zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er sei des sechsfachen Mordes, des mehrfachen versuchten Mordes sowie des mehrfachen versuchten Totschlags schuldig, urteilte das Landgericht Trier am Montag. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt und die Unterbringung des Mannes in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik angeordnet.

So lautete auch bereits das erste Urteil im August 2022 – dieses war aber mit Ausnahme der Feststellungen zum äußeren Tatgeschehen vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden. Hintergrund waren Rechtsfehler bei der Begründung, dass der Angeklagte im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit gehandelt habe. Auch das neue Urteil könnte wieder vor dem BGH landen.

Der infolge einer paranoiden Schizophrenie an Wahnvorstellungen leidende Mann war den Ermittlern zufolge am 1. Dezember 2020 zur Mittagszeit mit hoher Geschwindigkeit durch die belebte Trierer Fußgängerzone gefahren. Er hatte das Tatfahrzeug dabei gezielt auf verschiedene Personen und Personengruppen zugesteuert. Fünf Menschen wurden dabei unmittelbar getötet. Im Februar starb zudem ein weiterer Mann an den Folgen seiner schweren Verletzungen.


Foto: Innenstadt von Trier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP schließt weiteren staatlichen Eingriff beim Mindestlohn aus

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Euromünzen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um eine weitere Erhöhung der geltenden Lohnuntergrenze in Deutschland hat der FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer neuen staatlichen Eingriffen eine Absage erteilt. „Der einmalige Eingriff in den Mindestlohn im Jahr 2022 war ein Koalitionskompromiss und wird sich nicht wiederholen“, sagte Meyer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Meyer reagierte damit auf Forderungen der SPD und der Grünen, Gewerkschaften sowie des Wirtschaftsweisen Achim Truger, den Mindestlohn auf mindestens 14 Euro pro Stunde zu erhöhen. Die Kommission zur Festsetzung des Mindestlohns hatte in ihrer letzten Sitzung die Erhöhung von 12,41 Euro auf 12,82 Euro ab Januar 2025 beschlossen. Zum 1. Oktober 2022 war der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro gestiegen. Die Bundesregierung hatte ihn einmalig per Gesetz erhöht und damit eines ihrer wichtigsten Vorhaben umgesetzt. Laut einer neuen Umfrage spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für die Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde aus.

Staat und Politik hätten sich beim Mindestlohn rauszuhalten, sagte Meyer weiter. „Es ist Aufgabe von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern, die Höhe des Mindestlohns gemeinsam festzulegen. Forderungen zum Mindestlohn aus Gesellschaft und Wirtschaft sind an die Mitglieder der Mindestlohnkommission zu richten. Parteipopulismus und staatliche Eingriffe haben hier nichts zu suchen.“


Foto: Euromünzen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wildes Wasserreich

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Wildes Wasserreich

WILDES WASSERREICH – Erfrischende Mikroabenteuer in Baden-Württemberg

Raus aus dem Haus, rein ins kühle Nass! In Baden-Württemberg ist es nie weit bis zum nächsten Wassererlebnis. Ob Flusshöhlen-Expedition auf der Schwäbischen Alb, Schluchting im Schwarzwald oder SUP-Yoga am Bodensee: Wer beim Urlaub im Süden nicht nur Erfrischung, sondern auch noch einen Extra-Kick sucht, ist hier genau richtig.

Trapper-Feeling am Neckar: Kanutour mit Ginworkshop im Odenwald

Wie ein Trapper mit dem Kanu auf dem Neckar durch die „Odenwälder Everglades“ gleiten und am Ende der Wasserreise eigenen Moonshine Gin brennen: Beim Brennworkshop der Brennerei Englert kommt Wild-West-Feeling auf. „Moonshine“ bezeichnete zu Zeiten der Prohibition in den USA illegal gebrannten Schnaps, der meist in Einmachgläsern verkauft wurde und durch seinen hohen Alkoholgehalt für einen günstigen Rausch sorgte. Die Nachwehen blieben aufgrund der mangelnden Qualität des Sprits allerdings oft nicht aus. Beim Brenn-Event in der Gundelsheimer Altstadt gibt es zum Glück fachkundige Anleitung und durch die individuelle Wahl der Botanicals entstehen besondere Kreationen zum Mitnehmen und Genießen ohne Reue.
brennerei-englert.de

Eldorado für Schatzsucher: Goldwaschen am Oberrhein

Der Rhein ist mit einer Länge von 1.233 Kilometern einer der wichtigsten Flüsse Europas und eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Der größte Flächenanteil des deutschen Rheinabschnitts liegt in Baden-Württemberg. 437 Kilometer der Strecke, die der Strom von der Schweiz bis zur Nordsee zurücklegt, verlaufen im Süden und bieten viel Raum für abwechslungsreiche Wassererlebnisse von Stocherkahn bis Rafting. In Weil am Rhein können sich Schatzjägerinnen und Abenteurer dem Goldrausch hingeben und dabei jahrtausendealter Tradition und echten Mythen begegnen: Ausgestattet mit Waschbrett und Schürfteller führt die Suche nach dem sagenumwobenen Rheingold in die Fluten von „Vater Rhein“.
rheindigger.de

Wild am Wasser: Flussbettwandern im Murgtal

Vor zig Millionen Jahren formten Eis und Wasser die Naturlandschaft Schwarzwald. Actionfans können beim Schluchting oder Flussbettwandern Erdgeschichte live erleben. Etwa in der Bergwelt Todtnau oder im Murgtal im Nordschwarzwald, wo die Murg noch in einem ursprünglichen Flussbett fließt. Den ersten Adrenalin-Kick gibts beim Abseilen aus 15 Metern Höhe. Danach wird über Stock und Stein mitten durch das Flussbett gewandert. Damit die Tour nicht zur Rutschpartie wird, ist festes Schuhwerk ein Muss. Ungebremst in die Fluten stürzen kann man sich anschließend beim Soft-Rafting durch die Stromschnellen.
ummegumpe.de; murgtal-arena.de

Einsteigen und abschalten: Stocherkahnfahren im Taubergießen

Ein Ort, vier verschiedene Erlebnisse: Eine Stocherkahnfahrt im Naturschutzgebiet Taubergießen am Oberrhein folgt zwar stets derselben Route, präsentiert sich jedoch zu jeder Jahreszeit in einem völlig neuen Gewand. Mal steht die Natur in voller Blüte, mal legt sich ein mystischer Zauber auf die kahle Auenlandschaft. Was bleibt, ist die unvergleichliche Ruhe, die einen umhüllt, während der Kahn durch das Wasser der Blinden Elz gleitet. Durchbrochen wird die Stille höchstens von den vereinzelten Rufen der Tiere, die das Naturschutzgebiet nahe Rust bevölkern. Die Bootsführer kennen sie beim Namen – und stellen sie ihren Gästen gerne vor.
rust.de

Ab in die Unterwelt: Höhlentour auf der Schwäbischen Alb

Die Schwäbische Alb gilt als eines der höhlenreichsten Gebiete Europas. Über das Karstgebirge verteilen sich rund 2.500 Natur- und Schauhöhlen. Eine der längsten Höhlen der Region ist die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach. Sie gräbt sich fünf Kilometer in den Fels und ist die einzige wasserführende Höhle Deutschlands, in der Touren möglich sind. Ausgerüstet mit Neoprenanzug und Helm samt Stirnlampe kann das Abenteuer beginnen. Nachdem das imposante Eingangsportal passiert wurde, betritt man die Höhle mit einer tiefen Verneigung durch den „Demutsschluf“ und es wird dunkel.
cojote-outdoor.de

Der Natur ganz nah: Birdwatching am Federsee

Am Federsee in Oberschwaben gibt es für Vogelfreunde und Naturliebhaberinnen viel zu entdecken. Nur über Holzstege gelangt man dort durch meterhohes Schilf zu den Beobachtungsplätzen. Das 33 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet ist die größte Moorlandschaft in Baden-Württemberg und Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Für manche der hier lebenden 272 Vogelarten reisen Ornithologen aus ganz Deutschland an. Etwa für die seltene Bartmeise oder für den Feldschwirl, dessen sirrendes Zwitschern wie ein vorbeifahrendes Fahrrad klingt. Mit etwas Glück entdeckt man die beiden bei einer der ganzjährig angebotenen Birdwatching-Touren.
nabu-federsee.de

In Balance: Sunrise-SUP-Yoga auf dem Bodensee

Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche berühren, geht es mit dem Stand-up-Paddle-Board von der Insel Reichenau hinaus auf den Bodensee. Während die kühle Luft noch morgendlich still ruht, bereitet sich die Yoga-Gruppe auf den Sonnengruß vor. Jetzt heißt es: tief durchatmen und im Gleichgewicht bleiben. Denn beim SUP-Yoga bewegt sich der Untergrund immer mit. Umso mehr wird der Körper gestärkt, während der Geist zur Ruhe findet, bis einen die gleichmäßigen Wellenbewegungen des Sees und die wärmende Sonne in den neuen Tag tragen.
superbodensee.de

Bild: Canyoning in der Falkensteiner Höhle; Bildnachweis: Cojote Outdoor Events

Quelle WIR SIND SÜDEN. Tourismus Marketing GmbH

Mit dem Rad unterwegs auf alten Deichen

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Wer sich historische Karten ansieht, erkennt dass das Land an der Westküste von Schleswig-Holstein nicht immer so aussah wie es heute ist. Der Mensch rückte im Laufe der Jahrhunderte westwärts, deichte ein, schuf neues Land. Dieses Neuland nannte er in der Regel Koog. Zwischen den ältesten Deichen im Osten und dem modernsten, dem höchsten und stärksten Deich an der Nordsee liegt das Land zwischen historischen Deichen. Im Westen von Schleswig-Holstein begleiten historische Deichlinien den Besucher auch als Geschichtslinien.

Es ist alter Meeresboden, auf dem man dort unterwegs ist. Hat ein Ort an der Westküste den Bestandteil -holm im Namen, so deutet das unter Umständen vielleicht auf eine ehemalige Insel hin und manch ein Bauernhof im Inland trägt den Namensbestandteil -hallig, und das waren sie in manchem Fall einst, endet der Name auf -wurt(h), kennzeichnet das in aller Regel ebenfalls einen historischen, künstlich aufgeworfenen Wohnhügel. Und historische Deiche sind dann manches Mal im Hinterland.

In Dithmarschen gibt es die Themen-Radroute „Alte Deiche, neues Land“. Sie ist rund 70 Kilometer lang und führt von Büsum über Büsumer Deichhausen in den Speicherkoog. Weiter nach Meldorf, Wöhrden, Norddeich, Heringsand, Sommerkoog, Westerdeichstrich zurück nach Büsum. Vor tausend Jahren wäre man auf diesen Strecken gewiss die meiste Zeit auf dem Meeresboden unterwegs gewesen, die Deiche zeigen den Kampf der Dithmarscher um ihr Land, dennoch formten Eindeichungen und Sturmfluten die Küstenlinie immer wieder neu.

Mit dem Hafen von Büsum, seinem Leuchtturm und dem Blick vom modernsten Deich auf die Nordsee hat die Radroute viel maritimes Flair, in den Naturschutzgebieten – zum Beispiel im Speicherkoog – kann man eine vielfältige, spannende Tier- und Pflanzenwelt entdecken.

Immer wieder brachen bei Sturmfluten die alten Deiche. Dabei wurde der Boden landseitig durch herabstürzendes Wasser tief ausgespült – diese Wasserlöcher, diese Teiche, kann man an einigen Stellen noch heute sehen, sie heißen Wehlen. Zwei Wehlen sind zum Beispiel bei Barsfleth und Harmswöhrden erhalten (HISTOUR-Punkt M22), sie sind die verbliebenen Relikte eines älteren Seedeichs, der zum Bau des neuesten im Jahre 1978 abgetragen wurde, zwei kurze Abschnitte des alten Seedeiches wurden an den Wehlen belassen. Auf den Deichen im Hinterland stehen mal Pferde, mal Kühe, meist Schafe. Schwalben sausen durch die Luft und Hasen schlagen Haken, Wege führen vorbei an Getreide- und Rapsfeldern.

Wer durch die Marsch radelt, radelt auch durch Geschichte, manchmal folgt man historischen Deichlinien, manchmal quert man sie, es ist eine spannende Spurensuche. Heute begrenzen sie zum Beispiel Acker und Weide, damals schützten sie das Land vor der aufgebrachten See. Und immer wieder diese seltsame Vorstellung, an oder auf einem Deich zu stehen und das Meer eben nicht zu sehen, wohl aber auf altem Meeresboden zu radeln. Die See liegt heute hinter dem meterhohen, mächtigen Seedeich. Im Osten ist die Hügelkette der Geest zu erkennen, die sich von Nord nach Süd durch Schleswig-Holstein zieht, zu Beginn der Besiedlung reichte die Nordsee bis dorthin. Dann rückte der Mensch vor, und je krummer und niedriger die Deiche sind, desto älter sind sie.

Bei Reinsbüttel in Dithmarschen radelt man über den alten „Wahrdamm“, und sieht doch nichts Besonderes. Aber mit diesem Damm wurde vor mehr als 400 Jahren Büsum an das Festland angeschlossen, Büsum war einst eine Insel. Reinsbüttel liegt auf einer langgezogenen, im 12. Jahrhundert künstlich aufgeworfenen Erhebung, diese war in den mittelalterlichen Seedeich eingebunden, vermutlich gab es hier einen Hafen (HISTOUR-Punkt W21). Von Reinsbüttel kann man nach Süden Richtung Warwerort radeln und bald steht man an einem Wasserlauf (HISTOUR-Punkt BÜ17). Kleine Häfen wie der von Warwerort waren wichtig für den Handel an der Nordseeküste.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden hier in manchem Jahr noch bis zu 70 ein- bzw. auslaufende Frachtschiffe gezählt. Zuletzt, Deichschluss Ende der 1970er-Jahre, legten hier noch Sportboote an. Hier quert die Straße einen alten Deich, der zunächst nordöstlich Richtung Wöhrden führt. Heute liegt der alte Warwerorter Hafen einen guten Kilometer von der Nordsee entfernt.

Vielleicht sind sogar Löffler und Säbelschnäbler zu sehen, vielleicht die süße Melodie der Feldlerche zu hören. Hier im Hinterland, irgendwo zwischen Büsum und Meldorf, wieder führt der Radweg über eine Brücke, quert einen alten Deich (HISTOUR-Punkt WÖ7), führt weiter in eine gefällige, schöne Einsamkeit. Wege erscheinen endlos, wie sie schnurgerade durch das platte Land südlich von Wöhrden führen. Auch hier liegt ein Koog, Christians-Koog, auch das war früher die Nordsee. Ein alter Deich schützte bis zur Errichtung des Speicherkooges Ende der 1970er-Jahre das Land zwischen Meldorf und Wöhrden vor der Gewalt der Nordsee. Die liegt heute gute vier Kilometer westlich.

Im Hinterland, zwischen Weiden und Wiesen, Feldern und Äckern, kann man manchmal auf Deiche zu stoßen, die heute über eine weite Flur wachen und kaum vorstellbar ist es, dass bis vor kaum fünfzig Jahren hier die Wellen brandeten. Doch Hinweise gibt es allerorten: so ein Schöpfwerk hinter dem Deich östlich des Sommerkoog, ein Wasserlauf führt her, ein altes Fahrwasser; so unglaublich das ist. An Orten wie diesen legten bis vor nicht allzu langer Zeit Schiffe an, Orte wie diese waren kleine Häfen und heute duftet es nach Heu. Es sind Zeitsprünge, zwischen den Kögen zu wechseln und die alten Deiche zu queren.

Dies war der letzte Hafen des Ortes Wöhrden. Obstbäume und Reetdachhäuser hinter Deichen, einsame Wege, und der Wind wispert in den Blättern. Der schöne, alte Ort Wöhrden taucht auf, gelegen auf einem großen und von Menschenhand aufgeworfenen Wohnhügel, das ganze Dort passte einst drauf samt prächtiger Kirche. Buchen, Kastanien, gemütliche, geduckte Backsteinhäuser, schmucke Gärten. Durch die engen, alten Gassen reicht der Blick hinunter in die Marsch, dorthin, wo einst die Nordsee war.

Ursprünglich lag Wöhrden am Wasser, am Ufer der Dithmarscher Bucht, und der älteste Deich von ungefähr dem Jahr 1100 hat wohl bis direkt an die Wurt herangereicht. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts und in der Mitte des 19. Jahrhundert wurde massiv gedeicht, der Bütteler Koog bzw. der Christianskoog geschaffen, der Wöhrdener Hafen musste mit wandern. Weil manche alten Deiche teilweise abgetragen wurden, sind diese Strukturen heute nicht mehr unbedingt zu erkennen.

Wieder weiter, wieder runter in die Marsch. Kein Meer, noch nicht, doch die See ist schon zu spüren, eine Ahnung liegt längst schon in der Luft, der Wind streicht über die Ebenen hier am westlichen Rand von Schleswig-Holstein, über weite offene Fluren. Mit einem alten Hafen darin, der seltsam verloren wirkt zwischen Ackerland und Weide. Hasen auf saftigem Grün, Kiebitze mit frohem Ruf im Himmel; keine Seehunde mehr. Und wieder quert der, der ans Meer möchte, zwischen Nordermeldorf und Speicherkoog einen alten Deich.

Wer vom Meldorfer Hafen, dem alten im Hinterland, gen Süden radelt, über Elpersbütteler Deich, über Busenwurther Deich, über Barlterneuendeich, zwischen Kronprinzenkoog und Kaiser-Wilhelm-Koog hinunter zum Neufelderkoog an der Elbmündung, der tut das – Nomen es Omen – entlang historischer Deiche; auf der anderen Seite ist kein Wasser, ist noch keine Nordsee, da ist immer noch Land. Amphibisches bisweilen schon, so wie auf dem Weg vom Meldorfer Hafen zum Neuen Meldorfer Hafen, dem am Meer gelegenen.

Man folgt dem Meldorfer Hafenstrom, also dem Flüsschen Miele, westwärts, dem alten Gezeitenstrom und früherem Fahrwasser nach Meldorf, quert gleich am alten Hafen den alten Deich und der begleitet den Radler nördlich der Miele noch ein gutes Stück. Hier wird das Land freier und grenzenloser, hier scheint sich das Land allmähich aufzulösen – mehr Wasser, Teiche, Seen, der breiter werdende Strom. Doch alles hier ist sicher landfest gemacht, vor langer Zeit und manchmal vor einer Generation erst. Mit alten Deichen im Hinterland und dem neuen draußen an der Küste.

Urlaubstipps:

In Dithmarschen sind vom Verein für Dithmarscher Landeskunde über das HISTOUR-Projekt zahlreiche Natur- und Kulturdenkmäler inhaltlich aufbereitet worden. Dithmarschen Tourismus bietet dazu seine HISTOUR-Karte zum Download

Touren- und Streckenbeschreibung „Alte Deiche, neues Land“ siehe https://www.echt-dithmarschen.de/typisch/tour/alte-deiche-neues-land und auch die Radbroschüre „Radfahren in Dithmarschen“

Empfehlenswert ist der Besuch des Dithmarscher Landesmuseums, das über die 1200 Jahre alte Dithmarscher Geschichte informiert und auch des Büsumer „muesum am meer“, das einen Einblick in die Entwicklung des Tourismus seit 1837 gibt.

Noch mehr Informationen rund um kulturelle Erlebnisse an der Nordsee finden sich auf www.nordseetourismus.de sowie im nordsee Urlaubsplaner, der kostenlos über die Internetseite heruntergeladen oder bestellt werden kann.

Bild Radtour entlang von Deichen in Dithmarschen (C) Dithmarschen Tourismus e.V. /photocompany

Quelle Nordsee-Tourismus-Service GmbH

Großes Abenteuer mit kleinem Gepäck

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Microcamping: Mit travel tiger perfekt ausgerüstet für den neuen Reisetrend

Microcamping: Mit travel tiger perfekt ausgerüstet für den neuen Reisetrend

Am Wochenende spontan ins Outdoor-Abenteuer starten und ursprüngliche Campingerlebnisse in der Natur genießen: Das ist der neue Reisetrend Microcamping. Er reduziert sich auf das Wesentliche und bietet Ruhe und Freiraum mitten im Grünen – eine Art legale Alternative zum Wildcamping. Die Besonderheit: Gecampt wird gegen ein kleines Entgelt auf einem Stellplatz in einer einzigartigen Umgebung, der von Privatleuten zur Verfügung gestellt wird. Ob Übernachten auf dem Gelände eines Bauernhofes, inmitten von Weinreben oder in einem romantischen Garten – je einsamer desto besser. Dadurch fällt der Ausgleich zum hektischen Alltag besonders leicht.

In 5 Minuten wird aus dem Alltagsfahrzeug ein Minicamper

Die richtige Ausrüstung macht’s möglich. Alltagsfahrzeuge wie Hochdachkombis, Vans oder Faltanhänger sind perfekt fürs Microcamping. Sie ermöglichen es, flexibel und ohne lange Vorbereitungen oder umfangreiches Equipment loszufahren. Als Basis genügen ein gutes Campingbett und eine intelligent konstruierte Kochgelegenheit. Genau damit revolutioniert das Kölner Start-up travel tiger den Campingmarkt. Mit seinen hochwertigen modularen Autocamping-Systemen lässt sich ein Hochdachkombi in weniger als 5 Minuten in einen Minicamper verwandeln.

Campingbett und -küche: leicht, komfortabel und schnell verstaut

Die ersten Produkte im Sortiment des jungen Unternehmens sind das Campingbett „Schlofe“ und die Campingküche „Koche“. Die Multi-Use-Lösungen lassen sich nicht nur beim Camping, sondern auch zu Hause oder im heimischen Garten nutzen. Das Bett bietet dank einer Matratze mit integriertem Lattenrost einen Schlafkomfort wie zu Hause. Zusätzlicher Vorteil: Das Bettgestell aus stabilem, aber leichtem Aluminium wiegt nur 15 kg. Dadurch kann es von einer Person rasch im Fahrzeug ein- und aufgebaut werden. Die Campingküche ist mit nur 6,5 kg ebenfalls ein Leichtgewicht. Mit ihrem geringen Transportmaß von 102 x 13,5 x 51 cm ist sie fix verstaut und nimmt kaum Platz ein. Aufgebaut ist sie 82 cm hoch, sodass Outdoor-Fans ganz bequem im Stehen kochen können.

Das Bett ist bereits im Webshop erhältlich. Die Campingküche folgt im Mai. Nach der Bestellung geht alles ganz schnell: Nach nur 3 bis 5 Tagen sind die Produkte bei den Kund*innen. Die Versandkosten übernimmt travel tiger. Wer Bett und Küche erst einmal ausprobieren möchte, hat dazu sowohl im Showroom in Köln-Ehrenfeld als auch während der Roadshow des Start-ups mehrfach Gelegenheit. Den Auftakt machten die Cologne Camping & Outdoor Days, gefolgt von über 10 weiteren Terminen quer verteilt durch Deutschland.

Bereit für das erste Abenteuer in 2024?

Mit dem Start der Campingsaison stehen die ersten sommerlichen Feiertage in 2024 an, die sich ideal für den ersten Kurztrip ins nahe Umland eignen. Mit unseren 5 Tipps gelingt der Saisonstart reibungslos:

1. Tipp: Wann geht’s los – und wohin?

Einfach ins Blaue fahren macht Spaß. Doch mit ein bisschen Planung werden spontane Trips zu unvergesslichen Erlebnissen. Eine Liste mit Wunsch-Zielen und den wichtigsten Infos helfen bei der Suche nach der perfekten Destination. Wer schon bei der Urlaubsplanung möglichst viele freie Tagen herausholt, gewinnt zusätzlich mehr Zeit. Leere Campingplätze und freie Straßen findet man am besten außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs.

2. Tipp: Fahrzeug fit machen

Sofort startklar sein, sobald die Sonne lockt? Damit das klappt, am besten gleich den „Frühjahrsputz“ machen und das Alltagsfahrzeug innen und außen gründlich reinigen.

3. Tipp: Ist die Campingausstattung komplett?

Das Geschirr ist schmutzig, aber die Spülwanne fehlt? Auch wer mit kleinem Gepäck reist, braucht ein paar unverzichtbare Gadgets, damit der Outdoor-Trip entspannt bleibt. Am besten lässt man die letzte Campingtour noch einmal Revue passieren: Was war besonders wichtig? Was hat vielleicht gefehlt?

4. Tipp: Richtig packen und Stauraum optimal nutzen

Im Minicamper ist jeder Quadratzentimeter wertvoll. Deshalb kommt nur das Nötigste mit. Wir empfehlen Dinge, die multifunktional genutzt werden können. Beim platzsparenden Packen helfen sinnvolle Gadgets wie Vakuumbeutel und Packing Cubes.

5. Tipp: Into the wild

Je kleiner, einfacher und naturnaher der Platz, desto authentischer das Camping-Feeling. Deshalb lohnt es sich, Natur- oder Microcamping-Stellplätze anzusteuern. Nützliche Tipps gibt es auf der Website von travel tiger.

Bild travel tiger

Quelle rheinfaktor – Agentur für Kommunikation GmbH

Göring-Eckardt mahnt Demokraten zu Neuanfang im Umgang miteinander

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Katrin Göring-Eckardt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundestagsvizepräsidentin Kathrin Göring-Eckardt (Grüne) hat die Demokraten in Deutschland zu einem Neuanfang im Umgang miteinander aufgerufen. „Das, was Mathias Ecke passiert ist, dass er wirklich tätlich angegriffen worden ist, ist ja noch mal eine weitere Eskalation“, sagte sie am Montag im RBB-Inforadio.

„Man hatte ja in den vergangenen Tagen das Gefühl, es gibt eine komplette Enthemmung.“ Und sie finde, das könne man nicht weiter so stehen lassen, sondern hier gehe es echt um einen Neuanfang, wie man damit als Staat, aber auch als Gesellschaft umgehe.

Die Grünen-Politikerin forderte außerdem, über die nötigen Schutzmaßnahmen zu sprechen: „Ich bin wirklich überzeugt, dass wir uns genau ansehen müssen – das ist jetzt die Aufgabe der Innenminister – mit welchen Sicherheitsvorkehrungen wir Wahlkämpfe, aber auch andere Aktivitäten absichern müssen.“ Man müsse genau die Lage einschätzen, dass man zum Beispiel nicht den ländlichen Raum hinten liegen lasse und sage: „Ach, das ist aufm Dorf, da wird schon alles friedlich bleiben.“


Foto: Katrin Göring-Eckardt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Pinguin Effekt in der Preisverhandlung

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Pinguin Effekt

Wie der Pinguin Effekt die Preisverhandlung beeinflusst

Preisverhandlungen gehören zu den herausforderndsten Aspekten des Geschäftslebens. Forscher an der kalifornischen Universität Berkeley haben einen interessanten Effekt entdeckt, der nicht nur auf die Kommunikation, sondern auch auf die Kunst der Preisverhandlung Einfluss nimmt – den Pinguin-Effekt. In diesem Artikel werden wir genauer betrachten, wie dieser Effekt in Preisverhandlungen in der Verhandlungspsychologie wirkt und warum emotionale Intelligenz dabei einen entscheidenden Unterschied machen kann.

Der Pinguin-Effekt und die Vielfalt der Vorstellungen in Verhandlungen

Preisverhandlungen starten oft mit klaren Begriffen, aber selbst bei scheinbar eindeutigen Worten wie “Preisverhandlung” haben Menschen unterschiedliche Vorstellungen. Die Vielfalt der Perspektiven kann zu Missverständnissen führen und die Verhandlungen erschweren. Hier wird deutlich, dass zwischen den Verhandlungsparteien nicht immer Einigkeit herrscht. Der Pinguin-Effekt zeigt, dass unterschiedliche Interpretationen und Erwartungen existieren.

Emotionale Intelligenz als Schlüssel zur erfolgreichen Verhandlungspsychologie

In Preisverhandlungen geht es nicht nur um Zahlen und Fakten, sondern auch um emotionale Intelligenz. Diese Fähigkeit beinhaltet nicht nur das Verständnis für die eigenen Gefühle, sondern auch für die Gefühle der Verhandlungspartner. Emotionale Intelligenz wird somit zu einem essenziellen Werkzeug für erfolgreiche Preisverhandlungen. Verhandlungsexperten mit hoher emotionaler Intelligenz können nicht nur ihre eigenen Emotionen besser kontrollieren, sondern auch die Emotionen der anderen Partei erkennen und darauf reagieren.

Kommunikation trotz unterschiedlicher Vorstellungen in Verhandlungen

Die Annahme, dass beide Parteien denselben Vorstellungen folgen, ist in Preisverhandlungen eine Illusion, die vermieden werden sollte. Stattdessen sollten Verhandlungsexperten mit hoher emotionaler Intelligenz aktiv zuhören, Missverständnisse frühzeitig erkennen und akzeptieren, dass unterschiedliche Perspektiven existieren. Effektive Kommunikation in Preisverhandlungen erfordert die Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt des anderen zu versetzen und empathisch zu agieren. Die Bereitschaft, verschiedene Standpunkte zu verstehen, schafft eine Atmosphäre der Zusammenarbeit, die für erfolgreiche Verhandlungen unabdingbar ist.

Die Schlussfolgerung für erfolgreiche Preisverhandlungen

Emotional intelligente Verhandlungsexperten lassen sich nicht von unterschiedlichen Vorstellungen entmutigen. Im Gegenteil, sie sehen darin eine Chance für bessere Kommunikation und erfolgreichere Preisverhandlungen. Statt aggressiver Verhandlungstaktiken setzen sie auf eine ruhigere und wohlwollendere Kommunikation. Die Fähigkeit, die Bedürfnisse und Perspektiven der anderen Seite zu verstehen, ermöglicht es, kreative Lösungen zu finden und langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Der Weg zum Erfolg: Lektionen aus dem Pinguin-Effekt beim Preis verhandeln

Der Pinguin-Effekt lehrt uns, dass Vielfalt in der Wahrnehmung normal ist und dass eine erfolgreiche Kommunikation trotz unterschiedlicher Vorstellungen möglich ist. Die Analogie zu Preisverhandlungen liegt auf der Hand – unterschiedliche Auffassungen über den Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung sind normal. Die Schlüsselkomponente für Verhandlungserfolg ist die emotionale Intelligenz. Die Fähigkeit, sich in die Position der anderen Seite zu versetzen und empathisch zu handeln, ist entscheidend, um einen Konsens zu finden und langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Erfolgreiche Preisverhandlungen durch den Pinguin-Effekt und emotionale Intelligenz

In Preisverhandlungen ist der Pinguin-Effekt präsent, da unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen existieren. Emotionale Intelligenz wird dabei zu einem Schlüsselinstrument für den Erfolg mit Verhandlungspsychologie. Der bewusste Einsatz von empathischer Kommunikation, das Verständnis für die emotionalen Nuancen der Verhandlungspartner und die Bereitschaft, verschiedene Perspektiven zu akzeptieren, sind entscheidende Faktoren. Lektionen aus dem Pinguin-Effekt zeigen uns, dass die Vielfalt in der Wahrnehmung keine Hürde, sondern eine Chance für erfolgreiche Preisverhandlungen ist. Durch die Entwicklung von emotionaler Intelligenz können Verhandlungsexperten nicht nur ihre eigene Position stärken, sondern auch eine positive Verhandlungsdynamik schaffen, die langfristigen Geschäftserfolg sichert.

Quelle Mag. (FH) Ulrike Knauer

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.