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Rechnungshof fordert Reform des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes

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Bundesrechnungshof (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesrechnungshof wirft Finanzminister Christian Lindner (FDP) in einem aktuellen Gutachten schwere Versäumnisse beim Abbau von Steuervergünstigungen vor. In ihrer Untersuchung fordern die Bonner Rechnungsprüfer Lindner nach Informationen des „Spiegels“ auf, endlich eine Reform des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes in die Wege zu leiten.

Diese sei „seit Jahren überfällig“, schreiben die Prüfer. Die steuerliche Begünstigung der Verbraucher durch die niedrigere Mehrwertsteuer summiere sich auf jährlich rund 35 Milliarden Euro. Der Rechnungshof sieht hier „erhebliches Potenzial für Steuermehreinnahmen“, wie es in dem Gutachten heißt.

„Um dieses Potenzial zu heben, bedarf es einer lange überfälligen, grundlegenden Reform.“ Der BRH fordert Lindner auf, den Katalog der Steuerermäßigungen zu überarbeiten. Schränke er diesen ein, könne er unmittelbar Mehreinnahmen für den Bundeshaushalt erzielen. „Diese Mehreinnahmen sind für die Konsolidierung der Staatsfinanzen dringend notwendig.“


Foto: Bundesrechnungshof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Videocall-Knigge oder: Die drei großen Vs

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Videocall-Knigge

Täglich finden Millionen von Videokonferenzen weltweit statt. Worauf es davor und währenddessen zwingend ankommt, erklärt Carsten Kraus, Gründer und CEO der Casablanca.AI GmbH:

„Um erfolgreich im Verkauf zu sein, genügt es nicht nur, seine Kunden zu kennen und zu verstehen. Erfolgreiche Abschlüsse gründen sich auf einer Reihe unerlässlicher Fähigkeiten, die neben Verkaufstalent und Fachwissen vor allem ein sympathisches Auftreten, Überzeugungsfähigkeit und kommunikative Stärke sind. Wer einen Mitarbeiter für sein Unternehmen gefunden hat, der all diese Talente vereint, kann sich glücklich schätzen. Doch Vertriebsmitarbeiter sehen sich heute bereits vor ganz neuen Herausforderungen, als dies noch wenige Jahre zuvor der Fall war. Wie McKinsey-Studien[1] zeigen, hat die Covid-19 Pandemie die Welt des B2B radikal und nachhaltig verändert.

E-Commerce und Remote-Verkauf haben enorm an Bedeutung gewonnen, B2B-Entscheidungsträger gaben in den Umfragen an, dass digitales Prospecting zu immensen Effektivitäts- und Umsatzsteigerungen geführt hat. Kunden auf der anderen Seite machten deutlich, dass sie Videocalls dem Telefonieren vorziehen würden. In dieser Entwicklung stecken nicht nur Chancen zur Kostensenkung, sondern auch zur Erweiterung der Reichweite. Und auch das Arbeiten im Home-Office kann für Vertriebsmitarbeiter künftig weiterhin eine große Rolle spielen. Wer also noch auf diesen Zug aufspringen möchte, sollte sich schnell im Bereich Video-Telefonie fit machen. Hier kommen die drei großen Vs, die jeden Videocall produktiver machen.

Ein guter Plan ist die halbe Miete – V wie Vorbereitung

Es geht damit los, einen Ort auszuwählen, der eine ruhige und ungestörte Atmosphäre bietet. Stichwort Hintergründe: Sollte die Wahl zum Beispiel auf das Schlafzimmer gefallen sein, empfiehlt es sich, ihn entsprechend zu bearbeiten. Das ungemachte Bett sollte nicht im Bild sein, ebenso nichts Ausgefallenes und Unruhiges wie etwa das Plakat des neuesten Kino-Blockbusters. Eine Studie der Durham University fand heraus, dass der Hintergrund entscheidenden Einfluss darauf nimmt, wie jemand auf sein Gegenüber wirkt. Pflanzen und Bücherregale punkten demnach am besten.[2] Auch die Beleuchtung spielt eine große Rolle.

Hartes, Schlagschatten werfendes Licht gilt es zu vermeiden, ebenso wie zu dunkle oder grelle Beleuchtung. Gleichmäßiges Licht wirkt hier am natürlichsten. Prüfen lässt sich die eigene Wahl, indem man sich vor dem Call in der Kamera seines Computers ansieht. Zudem sollte auch auf passende Kleidung geachtet werden, insbesondere in dem im Video sichtbaren Bereich. Auf bedruckte T-Shirts gilt es zum Beispiel zu verzichten. Zur richtigen Vorbereitung gehört es außerdem, sich rechtzeitig einzuloggen und sicherzustellen, dass sämtliche Benachrichtigungen aller Apps deaktiviert sind – so kommt es nicht zu ungewollt peinlichen Situationen während des Calls.

Reine Einstellungssache – V wie Videokonfiguration

Sei es das Teilen des eigenen Bildschirms oder die Geräuschkulisse während der Konferenz: Diese Dinge müssen gut geregelt sein. Die meisten Videocall-Tools erlauben das Teilen einzelner Fenster statt des gesamten Bildschirms. Das schützt zum einen die Privatsphäre und verbessert zum anderen die Lesbarkeit für die Teilnehmer. Letztere sollte qualitativ gut sein, genauso wie der Sound. Verständlichkeit macht ein gutes Meeting aus. Alle Teilnehmer, die sich nicht gerade aktiv beteiligen, schalten sich am besten stumm.

Dies verhindert Ablenkung durch ungewollte Hintergrundgeräusche und dass sich die Unterhaltung in eine unverständliche Richtung entwickelt. Als Host sollte man dies im Blick behalten und gegebenenfalls Teilnehmer eigenständig stumm schalten, die es eventuell vergessen haben. Inzwischen gibt es sogar verschiedene Tools, die Geräuschunterdrückung versprechen. Wer zwischendurch etwas zu ‚sagen‘ hat, nutzt am besten die Chat-Funktion. So wird niemand unfreiwillig unterbrochen. Und es gibt die Möglichkeit, zu kommentieren, zu ergänzen oder Fragen zu stellen. Für Zustimmung oder lobende Worte eignen sich zudem Emojis.

Mit einem guten Gefühl – V wie Vertrauensgewinnung

Sind die technischen Rahmenbedingungen optimiert, bleibt nur noch, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Mit dem dritten V, der Vertrauensgewinnung, geht es nun an das Wichtigste unter ihnen. Augenkontakt spielt eine entscheidende Rolle in jeder Kommunikation, das haben unter anderem Forscher der finnischen Tampere University herausgefunden. Genauer gesagt geht es in der Studie darum, dass Augenkontakt beim Betrachter Gesichtsreaktionen auslöst, die auf einen positiven Affekt hinweisen – und zwar unabhängig davon, ob sich Gesprächspartner in Person oder per Videoanruf sehen.

Dass Sympathie für ein Gegenüber bei direktem Augenkontakt deutlich stärker als bei abgewendetem Blick ist, ermittelten wiederum Forscher am Italienischen Institut für Technologie in Genua. Bisher stellte der Augenkontakt in Videocalls eine Hürde dar. Inzwischen gibt es KI-Softwaretools wie Casablanca, die mithilfe eines KI-gestützten Algorithmus das durch die Kamera aufgenommene Bild so korrigieren, dass man sein Gegenüber direkt anschaut, wenn man in dessen Augen auf den Bildschirm blickt. Dieser Kontakt und aktives, interessiertes Zuhören vermitteln dem Gesprächspartner das Gefühl, wertgeschätzt zu werden – eine wichtige Voraussetzung für die Vertrauensgewinnung. Freundliches Lächeln, egal ob der Tag anstrengend war oder es sonst Probleme gibt, gehört natürlich ebenso dazu. Mit den genannten Punkten nimmt die Qualität eines jeden Videocalls spürbar zu.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.casablanca.ai

[1] Covid-19 B2B Decision Maker Pulse, McKinsey & Company.
[2] Virtual first impressions: Zoom backgrounds affect judgements of trust and competence, PLOS ONE, 27.09.2023.

 

Bild Carsten Kraus CEO Casablanca©Matthias Trenn

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH

Dynamik oder Dilemma?

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digitalisierung
Argestes Managementberatung GmbH Porträts Jens Löbbe Frankfurt Wolfgang Meyer Bremen Hendrik Morr Michaela Schubarth Mitarbeiterporträts ©claudiamasur.com

Digitalisierung ist in aller Munde – jedoch noch nicht in allen Köpfen und sie ist auch nicht im betrieblichen Alltag vieler Unternehmen angekommen. Ganz im Gegenteil: Laut dem Digitalisierungsindex des Bundeswirtschaftsministeriums geriet die deutsche Wirtschaft 2023 weiter ins Hintertreffen, wobei insbesondere große Betriebe mit 250 Beschäftigten und mehr zurückfallen. Im internationalen Vergleich belegte Deutschland im Ranking zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit im vergangenen Jahr nur Platz 23. Eine fatale Entwicklung – denn die Anwendung digitaler Technologien ermöglicht es Unternehmen, effizienter zu arbeiten und innovative Produkte wie künstliche Intelligenz einzusetzen und ihre Produktivität zu steigern. Innovationen, Forschung und gesellschaftlicher Fortschritt – das alles hängt letztendlich vom Ausbau digitaler Infrastruktur ab.

Zukunftsmusik oder Gegenwartsklänge?

Mit Veränderungen tun sich viele Unternehmen oft schwer. Fehlendes Know-how und fehlende Ressourcen stellen die häufigsten Fallstricke in Sachen Digitalisierung dar. Kommen hier Sicherheitsbedenken, Regulierungs-beschränkungen und potenziell hohe Investitionskosten hinzu, wird die Einführung neuer Technologien oder digitaler Prozesse schnell ausgebremst. Herrscht im Betrieb zudem das Prinzip „Haben wir schon immer so gemacht“, wird es schwer, Mitarbeitende, die Kundschaft oder Stakeholder in der Führungsetage für notwendige Veränderungen zu begeistern.

Aber es gilt: Die Digitalisierung ist alternativlos, worauf also warten? 60 Prozent aller Jobs werden sich in entwickelten Volkswirtschaften durch KI verändern, so eine aktuelle Prognose des Internationalen Währungsfonds. Dabei attestieren die Autor:innen in ihrem „AI Preparedness Index“ Deutschland in puncto digitaler Infrastruktur, Innovationsfähigkeit, Humankapital, gesetzlicher Regelungen und Arbeitsmarktpolitik gute Chancen, die KI-Revolution zu meistern. Vorausgesetzt das Geschäftsmodell stimmt und Mitarbeitende werden befähigt digital durchzustarten.

Automatisch, digital?

Für den Wandel des eigenen Geschäftsmodelles oder der Transformation einzelner betrieblicher Prozesse bilden Investitionen in die dafür notwendigen Technologien, individuellen Software-Lösungen und Tools die Basis. Digitalisierung allerdings als reine Technikprojekte zu verstehen, ist ein weiterer Fehler. Vielmehr impliziert Change eine fundamentale Neuausrichtung von Organisationen, Projekten und Zusammenarbeit. Anstatt bei der Einführung von Chatbots, Enterprise-Service-Management-Systemen oder anderen digitalen Anwendungen sequenziell vorzugehen und erst im letzten Prozessschritt an die Unternehmenskultur zu denken, gilt es iterativ zu handeln. Das heißt: Bedürfnisse oder Bedenken aller Beteiligten müssen fortwährend Berücksichtigung finden. Nur so lässt sich auf einen kontinuierlichen Wandel von Kultur und Mindset hinarbeiten.

Künstliche Intelligenz vs. Human Resources?

Fehlendes Know-how und fehlende Ressourcen erschweren die Einführung neuer Technologien oder digitaler Prozesse ebenso oft wie die mangelnde Unterstützung an den richtigen Stellen. Entgegen aller dualistischen Theorien arbeiten HR und KI nicht automatisch gegeneinander, sondern entfalten vor allem im Zusammenspiel Synergien – insbesondere in puncto Mitarbeiter-Empowerment. Sind Beschäftigte von Anfang an eingebunden, entwickeln sie oft eine höhere Anpassungsfähigkeit und sind eher bereit, neue Fähigkeiten zu erlernen, um etwa interne Projekte erfolgreich umzusetzen.

Zudem verstehen sie sich selbst als integralen Teil des Transformationsprozesses, wenn nicht nur das Gefühl entsteht, dass ihre Ideen geschätzt werden, sondern dieses tatsächlich auch passiert und sich ausdrückt. Das fördert sowohl eine funktionsfähige Innovationskultur als auch eine positive Arbeitsumgebung mit entsprechender Wirkung auf Effizienz und Zufriedenheit aller Beteiligten. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden hier nicht aktiv fördern und in den Transformationsprozess einbinden, laufen Gefahr, die Vorteile der innovativen Möglichkeiten nicht voll auszuschöpfen und Potenzial der Mitarbeiter ungenutzt verpuffen zu lassen.

Strategie gefragt

Für einen gelungenen Transformationsprozess benötigt es sowohl den richtigen Kurs als auch die passende Balance zwischen Change und Stabilisierung. Das erfordert nicht nur eine Außensicht, etwa durch neutrale Dritte, sondern auch eine methodische Herangehensweise, die Menschen, Prozesse und Technik gleichermaßen umfasst und auf die spezifischen Bedürfnisse des Betriebs eingeht. Zu Beginn jedes Transformationsprozesses müssen klare Ziele vonseiten der Unternehmen formuliert werden.

Dafür müssen sich alle Beteiligten intensiv damit auseinandersetzen, was sie in der Praxis erreichen möchten, wer welchen Nutzen daraus zieht und wie sich dieser skalieren und messen lässt. Als Motor für den permanenten Wandel obliegt es dabei Führungskräften und dem mittleren Management, Sicherheit zu vermitteln und auf Kommunikation, Kollaboration und Kooperation zu setzen. Im Rahmen ihrer Vorbildfunktion gilt es Offenheit für Neues zu demonstrieren. In einer Ära des beschleunigten technologischen Fortschritts geht das einher mit kontinuierlichem Upskilling – insbesondere, wenn es um Know-how bei der Planung und Abwicklung von Projekten, Methoden und Tools zur Gestaltung von Wandel sowie die Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle geht.

Entsprechend wichtig ist es, dass sich Entscheider Zeit nehmen und in maßgeschneiderten Schulungsprogrammen, Workshops und Digital Masterclasses ihre Kompetenzen erweitern. Externe Berater können hier die richtigen Impulse setzen, um ein Verständnis von Digitalisierung und Transformation sowie die nötige Expertise zu entwickeln. Als neutrale Dritte geben fachkundige Experten den betreffenden Unternehmen gezielt Anreize, um die Anforderungen des digitalen Wandels zu reflektieren und mögliche Barrieren abzubauen.

Bild: © Claudia Masur für Argestes M anagementberatung GmbH©claudiamasur.com

Autor

Jens Löbbe ist Gründer und Geschäftsführer der Argestes Managementberatung GmbH, Dozent an der Hamburg School of Media und zertifizierter Trainer für Business Model Generation nach Alexander Osterwalder.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Dax am Mittag etwas schwächer – Anleger in Wartestellung

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Dienstag nach einem freundlichen Start zum Mittag etwas nachgelassen. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 18.760 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Volkswagen, Symrise und Porsche. Abschläge gab es entgegen dem Trend bei der Hannover Rück.

„Es lassen sich kaum erwähnenswerte Trends herauslesen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „Die Investoren befinden sich eher in Warteposition auf die heutige US-Handelseröffnung und den bevorstehenden US-Konjunkturdaten.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0877 US-Dollar (+0,18 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9193 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 83,25 US-Dollar, das waren 15 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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New Yorker Immobilienentwickler wirbt für Büro-Umbau in Wohnungen

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New York (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Der New Yorker Immobilienentwickler Nathan Berman hat wenig Verständnis für die Zögerlichkeit deutscher Investoren beim Umbau von Büros zu Wohnungen. „Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft, ein Bürogebäude in ein Wohnhaus umzuwandeln“, sagte Berman der „Zeit“.

Gerade arbeite sein Unternehmen an einem Gebäude mit einer eigentlich viel zu großen Etagenfläche – bei Gewerbeimmobilien ist das auch in Deutschland häufig das Problem. Es dringt dann zu wenig Licht von den Rändern des Gebäudes bis ins Innere. „Wir brechen jetzt zwei Innenhöfe in das Gebäude. Durch 24 Stockwerke hindurch“, sagte Berman.

Berman ist Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Metro Loft, welches über die Jahre mehr als ein Dutzend Bürotürme in Manhattan zu Wohnhäusern umgebaut hat. Der Trend zum Homeoffice habe auch in New York die Preise für Gewerbeimmobilien fallen lassen, aber so günstig wie jetzt sei die Geschäftslage noch nie gewesen. „Der Kaufpreis für das Gebäude ist die entscheidende Variable“, sagte er der „Zeit“. Sei dieser niedrig genug, könnten die Kosten für das Gesamtprojekt gut 30 bis 40 Prozent unter denen für einen Neubau liegen.

Auch in Deutschland hat sich der Büromarkt zuletzt schlecht entwickelt. Unter anderem aufgrund des Trends zum Homeoffice steigt der Leerstand von Büroflächen.


Foto: New York (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kiesewetter lobt Macrons Appell für gemeinsame EU-Verteidigung

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Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter unterstützt die Forderung des französischen Präsidenten nach einer gemeinsamen europäischen Verteidigung. „Wir Europäer sind gut beraten, die Signale aus Frankreich sehr ernst zu nehmen, weil Macron verstanden hat, dass dieses Europa nach dem Krieg gegen die Ukraine ein anderes sein wird“, sagte er am Dienstag den Sendern RTL und ntv.

„Es wird verteidigungsbereiter sein, innovativer, aber auch östlicher und nördlicher. Deswegen ist der Appell, die europäische Verteidigung zu stärken, indem man mehr Rüstungskooperation macht, mehr standardisiert, die Zusammenarbeit verbessert, völlig richtig.“

Die Absicht Frankreichs, bald Militärausbilder in die Ukraine zu schicken, wird von Kiesewetter begrüßt: „Wenn Frankreich das machen will, sehr gut. Sie haben auch nicht das Thema der Parlamentsbeteiligung. Aber hier erwarte ich schon von Scholz, dass er mehr wirbt, auch mehr wirbt für das Verständnis bei uns, für andere Staaten, die mehr tun, die präsenter sind und die auch mit dieser zunehmenden russischen Eskalation aktiver umgehen. Russland eskaliert immer weiter, die Ukraine droht zu zerfallen, es droht Massenflucht. Und wir müssen alles tun, hier besonnen die Ukraine zu stabilisieren, sonst weitet Putin den Krieg aus.“

Kiesewetter unterstützt auch die Initiative von Nato-Generalsekretär Stoltenberg, der Ukraine zu erlauben mit westlichen Waffen Ziele in Russland anzugreifen. „Der Angriff auf Charkiw war absehbar. Die waren drei, vier Kilometer hinter der Grenze, die Russen und haben ihren Angriff vorbereitet. Und Europa hat zugeschaut und tausende Ukrainer verlieren wieder ihr Leben. Und deswegen ist der Nato-Generalsekretär, der ja für die gesamten 31 Nato-Nationen spricht, auch ein Mahner. Und die Bundesrepublik Deutschland ist mit Ungarn eher zurückhaltend in der Nato, was diese Unterstützung angeht. Das liegt aber am Bundeskanzler, am Kanzleramt. Es liegt nicht an Pistorius, an der Außenministerin und es liegt auch nicht an der Union.“


Foto: Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet im Plus – Warten auf US-Daten

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag ist der Dax mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 18.820 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Montag entspricht.

Die größten Gewinne gab es am Morgen bei Papieren von Symrise, Porsche und Rheinmetall. Abschläge gab es entgegen dem Trend unter anderem bei Adidas, Sartorius und BASF.

„Ohne Handelsimpulse aus den USA bewegen sich die Finanzmärkte nur träge“, sagte Experte Andreas Lipkow. „Das hat sich bereits im asiatischen Handel gezeigt und dürfte sich auch in Europa erneut darstellen. Die Investoren warten auf die Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens und Daten zum Immobilienmarkt in den USA.“ Insgesamt werde sich der Handel am Dienstag in ruhigen Bahnen bewegen, prognostiziert Lipkow. „Insbesondere der Kursbereich oberhalb von 18.800 Punkten wird sich als hartnäckiger Kursbereich zeigen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0876 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9195 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,05 US-Dollar, das waren 5 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Kanarische Inseln sind meist besuchtes Reiseziel in EU

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Strand auf Lanzarote (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Kanarischen Inseln sind gemessen an den absoluten Zahlen das meist besuchte Reiseziel in der Europäischen Union (EU). Dort wurden 2022 rund 89,3 Millionen Übernachtungen gezählt, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

Pro Tag übernachteten demnach durchschnittlich rund 245.000 Menschen auf einer der Inseln. Es folgten die kroatische Adriaküste mit knapp 85,6 Millionen Übernachtungen sowie die Region Ile-de-France (Großraum Paris) mit rund 80,4 Millionen Übernachtungen im Jahr 2022. Oberbayern kam 2022 als Deutschlands beliebteste Urlaubsregion auf gut 37,8 Millionen Übernachtungen.

Besonders unausgewogen ist das Verhältnis zwischen Einheimischen und Touristen im EU-Vergleich in der Südlichen Ägäis in Griechenland: In der Region mit Inseln wie Santorin oder Mykonos kamen 2022 im Durchschnitt 110 Übernachtungen auf einen Einwohner. Auf den Ionischen Inseln, zu denen unter anderem Korfu zählt, waren es 81 Übernachtungen pro Person. Die Kroatische Adriaküste kam auf 66. Zum Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern zählte als deutsche Region mit der höchsten Tourismusintensität rund 18 Übernachtungen je Einwohner.

Der Tourismus ist für viele Staaten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: EU-weit den größten Anteil an der Bruttowertschöpfung im jeweiligen Land hatte das Gastgewerbe 2022 nach Eurostat-Daten in Griechenland mit 7,1 Prozent. Dahinter folgten Kroatien (6,4 Prozent) und Portugal (6,1 Prozent). Spanien kam auf einen Anteil von 5,8 Prozent. In Deutschland machte das Gastgewerbe dagegen nur 1,4 Prozent der Bruttowertschöpfung aus. Im EU-Schnitt lag der Anteil bei 2,5 Prozent.

Das zunehmende Touristenaufkommen in vielen Urlaubsregionen macht sich auch bei den Fluggastzahlen bemerkbar, so das Bundesamt weiter. So hat sich allein die Zahl der Fluggäste, die 2023 von Deutschland aus auf die Ionischen Inseln (424.800) und in die Südliche Ägäis (968.300) flogen, gegenüber 2013 mehr als verdoppelt (+158,1 Prozent beziehungsweise +113,2 Prozent). Damit lag das Fluggastaufkommen zu diesen Urlaubsregionen im vergangenen Jahr entgegen dem allgemeinen Trend jeweils höher als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Noch deutlich mehr Fluggäste reisen auf die Balearischen oder Kanarischen Inseln. Auch deren Zahl hat von 2013 bis 2023 zugenommen, wenn auch weniger stark (+13,5 Prozent beziehungsweise +2,9 Prozent). Mit rund 4,9 Millionen beziehungsweise gut 2,7 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr wurde das Vor-Corona-Niveau jedoch noch nicht wieder erreicht. Insgesamt ist die Zahl der in Deutschland gestarteten Fluggäste binnen zehn Jahren um 3,3 Prozent gesunken – von rund 101,4 Millionen im Jahr 2013 auf gut 98,1 Millionen im Jahr 2023.

Vor allem in der jeweiligen Hochsaison steigt der Anteil der Fluggäste, die von Deutschland aus in eine Urlaubsregion fliegen. Von Mai bis September 2023 reiste jeder 15. Fluggast (sieben Prozent) hierzulande nach Mallorca, Ibiza oder auf eine andere Balearische Insel. Im Januar desselben Jahres war es nur jeder 64. (1,6 Prozent). In den Wintermonaten sind die Kanarischen Inseln besonders beliebt: 4,7 Prozent der Fluggäste an deutschen Flughäfen traten im Januar 2023 eine Flugreise mit diesem Ziel an. Im August 2023 lag der Anteil bei 1,7 Prozent.


Foto: Strand auf Lanzarote (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stimmung in deutscher Exportindustrie hellt sich auf

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Nord-Ostsee-Kanal (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich zuletzt aufgehellt. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen im Mai auf +0,3 Punkte, von -1,5 Zählern im April. „Positive und negative Antworten gleichen sich fast aus“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Die Exportwirtschaft entwickelt insgesamt noch keine große Dynamik.“

Einen deutlichen Zuwachs beim Exportgeschäft erwarten die Getränkehersteller. Ähnliches gilt auch für die Möbelindustrie sowie für die Produktion von Glas und Keramik. Einen merklichen Dämpfer mussten die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten verkraften. Dort ließen sich die sehr optimistischen Erwartungen aus dem Vormonat nicht aufrechterhalten.

Im Maschinenbau und im Autosektor zeigt sich im Moment wenig Bewegung. Mit einem Rückgang ihrer Exporte rechnen die Textil- und Bekleidungswirtschaft, die Drucker sowie die Metallbranche.


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BSW-Bürgermeister will 20 Prozent bei Thüringer Landtagswahl

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Gründungsparteitag der Wagenknecht-Partei BSW (Archiv), via dts NachrichtenagenturBleicherode (dts Nachrichtenagentur) – Robert Henning, erster für das BSW gewählter Amtsträger, hat ein Ziel für seine Partei für die Thüringer Landtagswahl im Herbst genannt.

„20 Prozent bei der Landtagswahl, das ist meine persönliche Zielmarke für den Landesverband des BSW“, sagte Henning dem „Tagesspiegel“. „Wenn wir die knacken würden, wäre das ein toller Erfolg für eine neue demokratische Stabilität in Thüringen.“ Henning wurde bei der Kommunalwahl am Sonntag zum Ortschaftsbürgermeister des Ortes Bleicherode gewählt.

Zu seinem Wahlerfolg sagte Henning: „Ich bin hier in Bleicherode sehr verwurzelt. Wir haben 6.300 Einwohner, ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, wurde hier konfirmiert. Ich bin seit zehn Jahren hier selbstständiger Gastronom. Bei Bürgermeisterwahlen geht es nachrangig um Parteizugehörigkeit, eher um die Person.“ Die Ergebnisse seiner Partei insgesamt nennt Henning „sehr gut“. Er war im Januar als aktiver Kommunalpolitiker von der Linkspartei zum Bündnis Sahra Wagenknecht übergetreten.


Foto: Gründungsparteitag der Wagenknecht-Partei BSW (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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