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EU-Kommission stellt Rechtsstaatsverfahren gegen Polen ein

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EU-Fahne (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU-Kommission hat das Rechtsstaatsverfahren gegen Polen eingestellt. Das teilte die Kommission am Mittwoch mit.

„Wir sind der Auffassung, dass keine eindeutige Gefahr eines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Rechtsstaatlichkeit mehr besteht“, hieß es zur Begründung. „Die laufende Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit in Polen ist für das polnische Volk und für unsere Union insgesamt von großer Bedeutung.“

Die polnische Regierung habe eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Bedenken der EU-Kommission hinsichtlich der Unabhängigkeit der Justiz auszuräumen. Sie habe den Vorrang des EU-Rechts anerkannt und sich verpflichtet, alle Urteile des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Bezug auf die Rechtsstaatlichkeit umzusetzen.

„Nach mehr als sechs Jahren haben wir aufgrund der positiven Schritte der polnischen Behörden und der starken Unterstützung durch die Mitgliedstaaten das Verfahren nach Artikel 7 für Polen nun abgeschlossen“, erklärte Kommissions-Vizepräsidentin Vera Jourová. „Wir werden weiterhin mit den polnischen Behörden zusammenarbeiten, um sie in ihrem Bemühen um die Förderung der Rechtsstaatlichkeit zu unterstützen.“

Der Schritt gilt als Vertrauensvorschuss für die Regierung des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk. Die Vorgängerregierung der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) hatte mit einer Reihe von Regelungen die Justiz beschnitten. So durfte das Verfassungsgericht nicht mehr selbst über die Reihenfolge entscheiden, in der sie Fälle priorisiert, und konnte Entscheidungen nur noch mit einer Zweidrittelmehrheit fällen. Eine neu geschaffene Disziplinarkammer am Obersten Gericht wurde mit der Fähigkeit ausgestattet, andere Richter zu bestrafen oder zu entlassen. Durch eine Justizreform wurde der Einfluss der Exekutive auf die Legislative stark ausgebaut. Mit einer Entscheidung 2021 stellte das Verfassungsgericht zudem den Vorrang des EU-Rechts infrage.

Polen war das erste Land, gegen das ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission nach Artikel 7 Absatz 1 des Vertrages über die Europäische Union (EUV) aufgrund der in Artikel 2 EUV festgelegten Grundwerte eingeleitet wurde, derzeit läuft ein weiteres Verfahren gegen Ungarn. Als schwerste mögliche Sanktion ist eine Aussetzung der Stimmrechte des Mitgliedstaates vorgesehen.


Foto: EU-Fahne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

allygatr-Portfolio wächst weiter HR-Autopilot vernetzt alle HR-Systeme und automatisiert die Workflows

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allygatr, der Berliner Investor für HR Tech, begrüßt ein neues Venture im Portfolio: den HR-Autopilot. Die Lösung ist “HR Tech im wahrsten Sinne”, denn es vernetzt alle HR-Systeme und automatisiert Arbeitsschritte. Das reduziert Fehler und schafft Zeit fürs Wesentliche.

HR-Autopilot macht genau das, was es verspricht: Arbeitsprozesse automatisieren. Mit der Plattform des Kölner Start-ups lassen sich HR-Systeme vernetzen und Abläufe automatisieren. Mit über 160 integrierten APIs kommen alle HR-Systeme in den Austausch, wodurch sich wiederkehrende Aufgaben auch systemübergreifend automatisieren lassen. Das Beste: Die Lösung erfordert keine Programmierkenntnisse und kann individuell angepasst werden. Das reduziert Fehler und Kosten – und schafft Zeit für das Wesentliche in Personalabteilungen.

Ideale Ergänzung im allygatr-Portfolio

“Mit HR-Autopilot erweitern wir unser Angebot um ein Produkt, dass HR Tech im wahrsten Sinne ist. Mit einem Tool wie diesem können Personaler:innen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, da der HR-Autopilot ihnen zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt”, sagt allygatr-Founder und CEO Benjamin Visser. “Die Vielzahl an APIs garantiert, dass wirklich jedes HR-System angebunden ist. Hier zeigt sich, dass mit den Gründern Marc Stratmann und Peter Praeder-Hinzpeter zwei erfahrene Profis am Werk sind.”

Hinter dem Anfang 2024 gegründeten Kölner Start-up steht ein Gründerteam. Marc Stratmann und Peter Praeder-Hinzpeter kennen sich aus dem Master-Studium und haben mit verschiedenen Unternehmen mehr als 10 Jahre Erfahrung im HR-Bereich. Zu ihren erfolgreichen Gründungen gehört unter anderem die Personalverwaltung frag-Paul.de, die bereits mehr als 500 Kund:innen zufrieden gestellt hat.

Erfahrenes Gründerteam schätzt Möglichkeiten der #hrtechallyance

“Wir haben uns bewusst für allygatr als Investor entschieden, da allygatr und die #hrtechallyance ein hervorragendes Netzwerk an Möglichkeiten für uns mitbringen”, sagt Marc Stratmann, Co-Founder von HR-Autopilot. “Und gleichzeitig stimmt es auch menschlich: Das Team von allygatr ist fachlich und menschlich stark, was eine erfolgreiche Zusammenarbeit garantiert.”

Bild:HR-Autopilot

Quelle:allygatr GmbH

Frisches Geld für IoT-Start-up Packwise aus Dresden: TGFS Technologiegründerfonds Sachsen und Hüttenes hoch drei (H3) investieren in die Nordamerika-Expansion des Unternehmens

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Die Industrial IoT-Lösung von Packwise ermöglicht Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie eine schnelle und einfache Digitalisierung ihrer Supply Chain sowie die Reduktion ihres CO2-Fußabdruckes. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach der Lösung steht nun der nächste Schritt an: die weitere Expansion nach Nordamerika. Die Bestandsgesellschafter TGFS und H3 investieren einen siebenstelligen Betrag und unterstreichen so ihr Commitment.

Packwise GmbH aus Dresden wächst weiter: TGFS Technologiegründerfonds Sachsen investiert zusammen mit Hüttenes hoch drei einen siebenstelligen Betrag in das IoT-Startup für die anstehende Internationalisierung nach Nordamerika. Packwise ist auf das Vernetzen von Industrieverpackungen spezialisiert und bietet seinen Kunden eine Sensor-basierte SaaS-Lösung an.
2017 fiel der Startschuss mit Gründung von Packwise durch Gesche Weger, Felix Weger und René Bernhardt. Klares Ziel von Beginn an: Das Supply-Chain-Management in der Prozessindustrie zu revolutionieren und hier neue Standards zu setzen. Und das ist gelungen: Packwise konnte bekannte Industriekunden wie BASF, Merck oder Solvay gewinnen. Der TGFS ist, zusammen mit den weiteren Investoren Hüttenes hoch drei und Golzern Holding, nahezu von Beginn an mit an Bord und bleibt auch nach dieser Runde Leadinvestor.
Das Unternehmen bietet eine innovative Industrial IoT-Lösung, die es Kunden der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie ermöglicht, Transparenz entlang der Lieferkette zu gewinnen. Das Plug&Play-Gerät Packwise Smart Cap schafft neuartige Einblicke und erfasst Sensordaten zu Standort, Füllstand, Temperatur und Bewegung von mobilen Flüssigkeitscontainern mit hoher Präzision in Echtzeit. Die Software-Plattform Packwise Flow visualisiert und analysiert Abläufe für verschiedene Anwendungen in der Lieferkette.
Durch die Schaffung eines digitalen Zwillings ihrer Industrieverpackungen gewinnen Kunden des Unternehmens damit Einblick in ihre gesamte Lieferkette und können mithilfe der Packwise-Software-Plattform eine Vielzahl von Lieferkettenprozessen abbilden. “Packwise verbessert die Produktionsplanung, sichert die Produktqualität von der Abfüllung bis zur Kundenentnahme und fördert eine nachhaltigere Logistik. Es löst automatisierte Nachbestellungen aus und ermöglicht das Angebot neuer Dienstleistungen wie Vendor-Managed-Inventory-Modelle oder Konsignationslager, die Kunden einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil bieten”, schildert Packwise-Geschäftsführerin Gesche Weger.
Nun steht der nächste Wachstumsschritt an. „Die letzten Jahre geben uns recht, wir sind mit unserer Technik Marktführer in Europa. Der nächste Schritt ist damit nur logisch: Der Weg in die USA und Kanada. Wenn wir das erfolgreich umsetzen, stehen Südamerika und danach Asien auf unserer Agenda“, ergänzt Mitgründer Felix Weger. Er führt weiter aus: „Für die Begleitung unserer Investoren bis hierhin sowie über deren aktuelles Commitment zu uns sind wir sehr dankbar. Wir freuen uns darauf, unsere Lösung von Dresden aus weiter international auszurollen. Die Zeit ist reif dafür!“
„Packwise hat seit unserem letzten Investment die Produktentwicklung deutlich vorangebracht und neue Vertriebskanäle in Nordamerika erschlossen. Wir sind weiterhin vom Skalierungspotential überzeugt und sehen die Nachfrage nach der Packwise-Lösung im Markt. Wir freuen uns daher im besonderen Maße, dass wir das hervorragend aufgestellte Team von Packwise auch in dieser Runde gemeinsam mit unserem bewährten Partner H3 weiter begleiten können“, so TGFS-Geschäftsführer Sören Schuster zur aktuellen Transaktion. Packwise ist eines von über 100 Start-ups im Freistaat Sachsen, die der Fonds seit 2008 bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützt.

Bild:Gruenderteam Packwise

Quelle:CFH Management GmbH

DIE ZENO GROUP VERSTÄRKT IHR ENGAGEMENT IN EUROPA MIT ERNENNUNG VON SARAH OGDEN ALS CHIEF CLIENT OFFICER

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Zeno Group ernennt Sarah Ogden zur Chief Client Officer Europe. In der neu geschaffenen Position verantwortet Ogden die Bereiche Client Excellence und Client Impact und ist somit in der gesamten Region für die Vertiefung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie für die Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten verantwortlich.

Ogden wird ihre umfassende Erfahrung im Bereich Corporate Affairs nutzen, um Zenos Expertise im Bereich des Reputationsmanagements voranzutreiben, einschließlich C-Suite-Kommunikation, Mitarbeiterengagement, Issues Management, Nachhaltigkeit und Purpose. Darüber hinaus befasst sich Ogden zukünftig mit der Rolle von Innovationen, neuen Produkten und Plattformen, um die messbaren Auswirkungen strategischer Kommunikation auf Geschäftsergebnisse zu untersuchen.

Ogden wird eng mit Zenos etabliertem europäischen Führungsteam zusammenarbeiten, bestehend aus Jo Patterson, Managing Director von Zeno London, Cendrine Seror, Managing Director von Zeno France in Paris, und Sarah Jüttner, Managing Director von Zeno Germany mit Standort in Düsseldorf. Sie wird zudem im kontinuierlichen Austauschen mit den regionalen und globalen Zeno Sector- und Practice Leads stehen.

Ogden fungierte in den letzten drei Jahren als Managing Director des TEAM LEWIS London HQ, wo sie ein beeindruckendes internationales Portfolio mit Kunden aus den Bereichen Corporate, Technology und Consumer Brands aufbaute. Zuvor war Ogden Head of Corporate Brand bei Zeno London.

Im Laufe ihrer mehr als 20-jährigen Karriere hat sie unter anderem Agenturen auf ihrem Wachstumsweg begleitet – sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Übernahmen – sowie die Einführung und Integration neuer Dienstleistungsangebote verantwortet.

„Sarahs Rückkehr kommt zu einem äußerst interessanten und entscheidenden Zeitpunkt für das wachsende Portfolio multinationaler und lokaler Kunden von Zeno in Europa. Die neu geschaffene Position zeigt sehr deutlich, wo unsere Priorität liegt: unsere Kunden bestmöglich zu verstehen und sie zu begleiten – hier und jetzt, als auch in der Zukunft, mit einem offenen Blick auf relevante Entwicklungen und wie wir mit diesen umgehen. Wir haben große Ambitionen für Europa und Sarahs gebündelte Expertise aus Unternehmergeist, kühnem Denken und kultureller Sensibilität ist genau das, was wir jetzt und perspektivisch brauchen“, so Barby K. Siegel, CEO der Zeno Group.

„Authentisches und nahbares Storytelling ist heutzutage für Marken, die Grenzen und Gemeinschaften überwinden wollen, essenziell. Ich freue mich sehr in meiner neuen Rolle, eng mit meinen Zeno Kolleg:innen zusammenzuarbeiten, um unsere Skills schnell und effizient auszubauen und so anzupassen, dass wir auf regionaler Ebene noch erfolgreicher sind. Bei Zeno sind unsere Werte von maßgeblicher Bedeutung, denn wir handeln tagtäglich nach ihnen. Unabhängig von den Herausforderungen des Marktes, bedeutet dies eine Unternehmenskultur zu leben, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht und Mitarbeitende die beste Version ihrer selbst sein können, was wiederum einen positiven Effekt auf unsere Kundenbeziehungen hat. Entscheidendes Kriterium für den Wechsel zu Zeno sind die authentisch gelebten Werte, die Zeno als einzige globale Powerhouse-Agentur maßgeblich in ihr Handeln und Miteinander integriert”, erklärt Sarah Ogden.

Des Weiteren übernimmt Rebecca Wagstaffe die Rolle als Head of Business Development and Integration für Europa. Wagstaffe konzentriert sich auf die Stärkung der Region durch die Integration von Mitarbeitenden, Skills und Fachgebieten sowie die Entwicklung neuer Initiativen und Partnerschaften.

Bild:ZenoGroup BarbyK.Siegel SarahOgden

Quelle:Zeno Germany

Drogenreport 2024 enthüllt Gefahren: Entscheidungsexpertin Dr. Johanna Dahm warnt

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Das große Tabu in der Führungsetage: Sucht schmälert Entscheidungskompetenz

Die Vielfalt und Komplexität der Herausforderungen, denen Führungskräfte gegenüberstehen, ist immens. Immer mehr Chefs neigen dazu, auf Alkohol, Medikamente, Stimulanzien und kognitive Enhancer zurückzugreifen. Es ist jedoch nur wenigen bewusst, dass diese Mittel ihre Fähigkeit zur Entscheidungsfindung, ihre Führungskompetenz und den Ruf des Unternehmens ernsthaft gefährden können.

Dieses Phänomen – weit entfernt von der medialen Aufmerksamkeit, die Prominenten, Sportlern und Politikern zuteilwird – wird nicht nur tabuisiert sondern in der Unternehmensanteilen Drogenpolitik und -Prävention systematisch ausgeblendet – ein ernstzunehmender Fehler, der in eine mehrfache Krise führt, weiß Entscheidungsexpertin Dr. Johanna Dahm. Zusammen mit Ärzten und Sucht-Beratern und auch Betroffenen hat sie das Problem nun systematisch erforscht und in ihrem „Drogenreport 2024“ veröffentlicht.

Drogenreport 2024: Neue Erkenntnisse zu Schlafmangel und Langeweile

Die Anfälligkeit von Entscheidungsträgern für Drogenmissbrauch ist nicht nur gut dokumentiert, sondern auch alarmierend. 59% greifen aus Schlafmangel zum Glas, Faktoren wie die systematische Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und der Druck, ständig Höchstleistungen zu erbringen, sind treibende Kräfte hinter diesem Trend. 1 von 10 Männern hat sich schon an Glücksspielen versucht, die meisten der 4,5 Millionen Sportwetten-Süchtigen geben als. ursprüngliche Motivation für Glücksspielsucht Langeweile oder einen Zustand des Bore-Outs im Job an, was die Vielschichtigkeit des Problems unterstreicht.

Drogenreport 2024: Rückfall bei Führungskräften – hohe Kosten drohen

Die Folgen des Substanzmissbrauchs sind weitreichend und beeinträchtigen die Entscheidungsfindung, Führung, Kommunikation und die operative Arbeit signifikant. Mit einer Rückfallquote von 71% für Führungskräfte im Vergleich zu 60% bei Nicht-Führungskräften wird das Ausmaß der Krise deutlich. Darüber hinaus verursacht der Konsum von Drogen und die daraus resultierenden Verhaltensänderungen erhebliche Kosten für die Gesellschaft – geschätzte 40 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland allein, wobei ein Großteil dieser Kosten auf das Verhalten von Männern zurückzuführen ist. Diese Statistik spiegelt auch die geschlechtsspezifische Natur der Sucht wider, mit einem überwältigenden Anteil von 85% männlichen Betroffenen.

Aufklärung in Unternehmen: Johanna Dahms dringender Appell

Laut Johanna Dahm sind Aufklärung und transparente Auseinandersetzung innerhalb der jeweiligen Unternehmenskultur dringend überfällig. Ebenso plädiert sie für die Untersuchung von Entscheidungsfindungsprozessen: „Ob Mobbing oder sexuelle Übergriffe, oder auch einfach die aufgeschobenen Entscheidungen, die in Talkshows diskutiert werden bis hin zum verbrannten Geld, dass dann in den Medien Schlagzeilen macht – wir müssen hinterfragen, unter welchen Umständen und Bedingungen die Entscheidungen getroffen wurden“. Johanna Dahm kennt die Dynamiken von Aussendiensttagungen, sie arbeitet gerade auch mit weiblichen Entscheidern, die sich von den Gelagen ihrer männlichen Kollegen diskutieren. „ hier liegen die eigentlichen Gründe, warum Frauen in der Chefetage oder als Vorstand scheitern, weil sie hinter verschlossenen Türen die Rituale nicht mit zelebrieren wollen, die unter Männern zu lange Zeit als geheime Erfolgsfaktoren gegolten haben“, so Dahm.

Drogenreport 2024: Früher Cannabis-Konsum begünstigt Psychosen

Ein weiteres besorgniserregendes Detail ist das erhöhte Risiko einer Psychose durch Erstkonsum von Substanzen vor dem 18. Lebensjahr, was die Wichtigkeit einer frühzeitigen Prävention und Intervention unterstreicht. Gleiches gilt für die Auszubildenden und Abiturienten, die zu 25 % ihren Abschluss nur noch unter Zuhilfenahme von Substanzen machen können, weil sie dem Leistungsdruck und der Prüfungsangst nicht mehr standhalten können. Zudem muss das Klischee des Monokonsums revidiert werden, da in Wirklichkeit oft eine Kombination verschiedener Suchtmittel, z.B. Tabletten in Verbindung mit Alkohol, konsumiert wird. Ebenso wenig gerechtfertigt ist das Vorurteil, dass spezielle Drogen wie zum Beispiel Kokain, nur in spezifischen Branchen wie etwa der Finanzbranche vorzufinden seien. Berufsvertreter aller Branchen konsumieren tatsächlich alle im Handel zu erwerbenden Suchtmittel, je nach Einstieg und Verfügbarkeit. Tatsächlich unterstützen beziehungsweise decken manche Sektoren sogar den Vollzug als eine Art offenes Geheimnis.

Drogenreport 2024: Neue Personalstrategien dringend nötig!

Es muss ein offener Dialog über die Gefahren des Substanzmissbrauchs und dessen Auswirkungen auf die Entscheidungskompetenz geführt werden. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Personalentwicklungsstrategien anpassen, um den zunehmenden Herausforderungen durch VUKA und den veränderten Konsumgewohnheiten gerecht zu werden.

„Spirituosenhersteller forschen bereits an Konsumgütern, die keinen Alkohol mehr enthalten, aber eine vorübergehend gleiche Wirkung haben. D.h.: abends ausgelassen feiern, tagsüber stocknüchtern. Ohne Abhängigkeit. So muss die Zukunft sein!“ plädiert Dahm. Sie weiß, dass Entscheidungen schon jetzt durch die künstliche und generative Intelligenz kontrolliert und zu großen Teilen übernommen werden. Unsicherheitsfaktor dabei ist der Mensch: Fehltritte unter Substanz-Missbrauch werden dann umso schwerwiegender sein. Doch sollten Firmen auch die Attraktivität der Sucht wahrnehmen. Dahm: „Gerade beim Wetten geht es nicht nur um die Hoffnung auf materiellen Gewinn, sondern paradoxerweise auch um die materiellen Verluste, die oftmals die unmittelbare „Belohnung“ für schnelle Entscheidungen darstellen. Im Gegensatz zum Berufsalltag bieten Glücksspiele ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Team, die Hoffnung auf Erfolg und vor allem das unmittelbare Feedback auf Entscheidungen. Diese Faktoren stellen große Suchtmotive dar, die durch den starken Kontrast zum Berufsleben noch verstärkt werden“.

Hirndoping: Wenn Erfolg blind macht

Ein besonderer Fokus sollte auf dem Erkennen und Akzeptieren persönlicher Grenzen liegen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass mit der Hilfe von Beruhigungsmitteln oder sogenanntem Hirndoping Entscheidungen völlig anders ausfallen: Risiken werden anders eingeschätzt, kurzfristige Erfolge werden langfristigen vorgezogen, ethische Grenzen und sogar eigene Zusagen nicht mehr eingehalten. Potenziert wird dieses Verhalten durch „Rottung“: „Kommen mehrere Konsumenten in einem Meeting zusammen, stacheln sie sich in ihren Absichten an. So mutiert ein kleines Invest schnell zur Milliarden-Transaktion, während der 5-Jahres-Plan als langweilig und zu wenig innovativ abgestempelt wird.

Die Bewältigung dieser verborgenen Süchte am Arbeitsplatz ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie erfordert den Einsatz von Führungskräften, HR-Experten und Gesundheitsfachleuten, um eine Kultur der Fürsorge, Prävention und Unterstützung zu fördern. Nur durch einen offenen Umgang mit diesen Themen, die Bereitstellung von Ressourcen für Betroffene und die Förderung eines gesunden Arbeitsumfeldes können Unternehmen die Entscheidungskompetenz ihrer Führungskräfte sichern und somit auch ihre eigene Zukunftsfähigkeit gewährleisten. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass Unternehmen in ihre Personalentwicklungsprogramme investieren, um ein Bewusstsein für die Risiken der Gesundheitsversorgung und Suchtprävention zu schaffen und Führungskräfte in der Entwicklung von Fähigkeiten zur Stressbewältigung und Entscheidungsfindung zu unterstützen. Dies umfasst auch die Bereitstellung von Ressourcen und Unterstützungsangeboten für diejenigen, die bereits von Sucht betroffen sind.

Drogenreport 2024: Regierung in der Pflicht – 4,5 Mio. spielsüchtig – Handeln nötig!

Neben den bereits diskutierten Suchtformen, wie Drogen- und Alkoholmissbrauch, tritt die Wettspielsucht als eine weitere ernstzunehmende Bedrohung für die Entscheidungskompetenz von Führungskräften hervor. Ursprünglich um der Monotonie und Bürokratischen des Arbeitsalltags zu entfliehen, sind inzwischen 4,5 Millionen Personen von dieser Sucht betroffen. Die Glücksspielindustrie zeigt ein starkes Wachstum und verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2030 jeden zweiten Erwachsenen in Deutschland zu erreichen. Hier sieht Dahm Handlungs- und Aufklärungsbedarf, um dem wachsenden Trend entgegenzuwirken.

Bild:Entscheidungsexpertin Dr. Johanna Dahm Copyright: Philipp Kirschner

Quelle:JANE UHLIG PR | Agentur für Content Kommunikation & Publikationswesen

Reintke kritisiert Frankreichs Unterstützung für Ukraine

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Terry Reintke (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Spitzenkandidatin der Grünen bei der Europawahl, Terry Reintke, fordert eine engere Zusammenarbeit von Deutschland und Frankreich bei der militärischen Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland. Reintke kritisiert gegenüber dem Sender RTL den Umfang der bisherigen Lieferungen aus Frankreich.

„Wir sehen ja, dass Frankreich, was die militärische Unterstützung der Ukraine angeht, noch nicht das geliefert hat, was man sich vielleicht wünschen würde“, so Reintke. Außerdem wünsche sie sich eine gemeinsame Initiative aus Paris und Berlin, um Europa verteidigungs- und sicherheitspolitisch besser aufzustellen.

Gleichzeitig verwies sie darauf, dass mehr dafür getan werden müsse, die Ukraine bei der Luftverteidigung von Städten wie Charkiw zu unterstützen. Der Forderung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dass die Ukraine auch Ziele in Russland mit westlichen Waffen angreifen dürfen soll, wollte sich Reintke auf Nachfrage dagegen nicht anschließen.


Foto: Terry Reintke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Fortino Capital investiert in Logistikunternehmen BlueRock TMS

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BlueRock TMS, ein führender internationaler Anbieter von Transportmanagementsystemen (TMS), schließt eine neue Partnerschaft mit Fortino Capital. Der renommierte Investor im Bereich B2B-SaaS mit europäischem Hauptsitz ist darauf spezialisiert, Unternehmen bei der weltweiten Expansion zu unterstützen. Nun investiert die Gruppe in BlueRock TMS, die das Ziel haben, die Logistik auf globaler Ebene zu vereinfachen. Heute bietet das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen sein umfangreiches Logistik-Know-how und hochmoderne SaaS-Lösungen in über 30 Ländern auf drei Kontinenten an und unterhält sechs globale Büros. Zu den Kunden gehören renommierte Namen wie DPD, Vivienne Westwood, PostNL und Purolator.

Strategische Partnerschaft mit Wachstumspotenzial
Wouter Lammerse, Gründer und CEO von BlueRock TMS, sagt: „Wir freuen uns sehr über die Investition und das entgegengebrachte Vertrauen von Fortino Capital. Damit kommen wir unserem Ziel, der globale Marktführer für TMS- und Analytiklösungen zu werden, einen großen Schritt näher. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die gemeinsame Umsetzung unserer Wachstumsstrategie, sowohl organisch als auch durch Akquisitionen.“

Ida Kuijken, Partner bei Fortino Capital, erklärt: „Bei Fortino Capital konzentrieren wir uns darauf, das internationale Wachstum von B2B-SaaS-Anbietern voranzutreiben, indem wir herausragendes Unternehmertum unterstützen. Die Partnerschaft mit BlueRock TMS vereint diese beiden Schwerpunkte perfekt. Mithilfe unseres umfangreichen Wissens über B2B-SaaS-Lösungen und -Märkte erkunden wir jetzt die zahlreichen internationalen Wachstumschancen für BlueRock TMS. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam noch mehr eigenständiges Wachstum erreichen und neue Kunden gewinnen können.“

Fortino sieht für BlueRock TMS großes Potenzial, sein Angebot auf neue Anforderungen und Leistungen auszuweiten. Dabei wird der Investor sein großes Netzwerk nutzen, um Möglichkeiten zu Kauf- und Aufbauakquisitionen zu identifizieren. „Wir freuen uns darauf, eng mit Wouter und dem erweiterten Team von BlueRock TMS an ihrem globalen Wachstum zu arbeiten“, fügt Kuijken hinzu.

Transport- und Logistikabläufe optimieren
BlueRock TMS bietet Kunden eine innovative TMS-Plattform, die operative und analytische Funktionen nahtlos integriert. Mit einer Vielzahl von Funktionen wie Frachteinkauf, Beschaffung, operative Planung, Auftragsmanagement, Sendungsausführung und Frachtabrechnung bietet die Plattform umfassende Lösungen. Durch den modularen Ansatz treibt das Unternehmen Innovationen voran, insbesondere in den Bereichen integrierte Datenanalyse und Modellierung. Das ermöglicht die Bereitstellung anspruchsvoller Optimierungs- und Simulationsfunktionen für Kunden. Außerdem können Betriebsdaten nahtlos aus Systemen wie ERP, WMS (Warehouse Management System) und FMS (Frachtmanagement System) zentralisiert werden. Dadurch erhalten Nutzer:innen konkrete, datengesteuerte Einblicke und Handlungsempfehlungen.

Mit der skalierbaren Software von BlueRock TMS können Unternehmen ihre gesamte TMS-Umgebung individuell optimieren. Dabei profitieren sie von dem Fachwissen eines Expertenteams in den Bereichen Logistik, Softwareentwicklung und Data Science. Damit werden Transport- und Logistikabläufe verbessert, um eine schnellere Lieferung von Produkten zu ermöglichen, Kosten und Zeit einzusparen sowie ihre Umweltbilanz zu optimieren.

Bild: Ida Kuijken, Partner bei Fortino Capital und Wouter Lammerse, Gründer und CEO von BlueRock TMS. ©BlueRock TMS

Quelle:Marcommit

Künstliche Intelligenz als Treiber im E-Commerce-Marketing:

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Packlink beleuchtet Veränderungen im Einkaufsverhalten und die zentrale Rolle von KI

Im Laden ausprobieren, zu Hause noch einmal darüber nachdenken und dann online kaufen – die Verschmelzung von digitalem und physischem Einkaufen hat die Interaktion zwischen Händlern und Kunden grundlegend verändert. Dieser Wandel wird vor allem durch zwei Faktoren vorangetrieben: fortschrittliche Technologien und die veränderten Erwartungen der Verbraucher, die nahtlose Einkaufserlebnisse über alle Touchpoints hinweg wünschen. Der neueste E-Commerce Delivery Benchmark Report von Packlink zeigt, wie Künstliche Intelligenz (KI) als treibende Kraft in Marketing und Kundenservice diesen Prozess beeinflussen wird. Laut dem Benchmark-Bericht ist die Integration von KI im Online-Handel unerlässlich, um die steigenden Anforderungen der Verbraucher zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

KI im E-Commerce-Marketing: Personalisierung und Effizienz

Durch die Analyse von Big Data kann künstliche Intelligenz personalisierte Empfehlungen und eine maßgeschneiderte Kundenansprache ermöglichen. Der Bericht hebt hervor, dass 31 Prozent der Verbraucher KI-Chatbots nutzen möchten, um Bestellungen aufzugeben oder nach Versand-Updates zu fragen, und 28 Prozent nutzen sie für Rücksendungen und Umtausch.

Die Integration von KI hat jedoch nicht nur operative, sondern auch finanzielle Vorteile. Laut einer Studie von McKinsey & Company könnte Generative KI die Produktivität im Marketing um fünf bis 15 Prozent steigern, was einem geschätzten Wert von rund 463 Milliarden US-Dollar pro Jahr entspricht. Diese Effizienzgewinne verdeutlichen das enorme Potenzial der KI, die Effektivität und Rentabilität von Marketingmaßnahmen deutlich zu verbessern.

KI im Online-Handel: Mit KI den Kundenerfolg optimieren

KI-gesteuerte Innovationen, wie z. B. dynamische Empfehlungen, sind im Online-Handel bereits weit verbreitet. Diese analysieren Kundendaten, um personalisierte Vorschläge zu machen, die sowohl die Kundenzufriedenheit als auch den Umsatz steigern. Darüber hinaus kann KI die Logistik verbessern, was ausschlaggebend dafür ist, dass 55 Prozent der Verbraucher eine Lieferung innerhalb von zwei Tagen erwarten – ein Standard, der derzeit nur von einem Drittel der Händler erfüllt wird.

„Die Integration von KI in den Online-Handel ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Die Ergebnisse unseres Berichts zeigen deutlich, dass Unternehmen, die KI einsetzen, ihre Marketingproduktivität erheblich steigern und die Erwartungen der Kunden übertreffen können“, sagt Noelia Lázaro, Marketing Director bei Packlink.

Laden Sie den vollständigen E-Commerce Delivery Benchmark Report 2024 herunter und erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen können.

Bild:Künstliche Intelligenz kann eine maßgeschneiderte Kundenansprache ermöglichen.; Bild: Packlink

Quelle:MARCO / Felix Große-Plankermann

Die E-Rechnung kommt: Unternehmen müssen umstellen

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Bundesrat macht E-Rechnung im B2B-Bereich ab 2025 zur Pflicht

Die E-Rechnung wird Pflicht: Ab dem 1. Januar 2025 wird sie für nationale B2B-Umsätze stufenweise eingeführt. Im Inland ansässige Unternehmen müssen dann für in Deutschland steuerbare, nicht steuerbefreite Leistungen E-Rechnungen ausstellen, sofern auch der Rechnungsempfänger im Inland ansässig ist. Als ansässig gelten Unternehmer, die insbesondere ihren Sitz oder den Ort der Geschäftsleitung im Inland haben oder eine inländische (am Umsatz beteiligte) umsatzsteuerliche Betriebsstätte unterhalten, informiert die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft HLB Klein Mönstermann aus Osnabrück. Vor dem genannten Hintergrund sollten sämtliche Unternehmen spätestens jetzt das Thema auf ihre Agenda nehmen.

„Für Umsätze, die der E-Rechnungspflicht unterliegen, ist keine aktive Zustimmung des Rechnungsempfängers zum Empfang mehr nötig. Ausnahmen von der E-Rechnungspflicht bilden einzig Kleinbetragsrechnungen (aktuell bis 250 Euro) und Rechnungen über Fahrausweise“, erklärt Klaus Dunkel, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner. Mit der Einführung der E-Rechnungspflicht gehe auch eine neue, engere Definition einher. „Nicht alle Rechnungen, die heute als E-Rechnung gelten, werden künftig als solche akzeptiert werden. Eine per E-Mail versendete PDF-Rechnung beispielsweise gilt ab 2025 nicht mehr als elektronische Rechnung“, so Klaus Dunkel weiter.

Eine geltende elektronische Rechnung muss den Vorgaben der Richtlinie 2014/55/EU – und somit der CEN-Norm 16931 – entsprechen. Alternativ können Rechnungsaussteller und -empfänger eine Vereinbarung über das genutzte E-Rechnungsformat schließen. Im Fall einer solchen Vereinbarung muss das genutzte Format die richtige und vollständige Extraktion der erforderlichen Angaben gemäß der Richtlinie 2014/55/EU ermöglichen oder mit dieser interoperabel sein (die Fähigkeit haben, sich zu verstehen und zu kommunizieren).

Rechnungen, die nicht den genannten neuen Vorgaben an E-Rechnungen entsprechen, beispielsweise PDF- oder Papierrechnungen, sind zukünftig als „sonstige Rechnungen“ definiert. Für elektronische „sonstige Rechnungen“ – also E-Rechnungen, die nicht der CEN-Norm entsprechen und damit interoperabel sind – ist während explizit festgelegter Übergangsfristen weiterhin die Zustimmung des Rechnungsempfängers erforderlich. Diese Übergangsregelungen gelten ausschließlich für Rechnungsaussteller und lauten:

2025 und 2026 sind neben E-Rechnungen auch weiterhin Papierrechnungen und sonstige elektronische Rechnungen (diese nur mit Zustimmung des Rechnungsempfängers) zulässig.

Ab 2027 dürfen inländische Unternehmer mit einem Gesamtumsatz von bis zu 800.000 Euro im vorangegangenen Kalenderjahr auch weiterhin Papierrechnungen und sonstige elektronische Rechnungen (diese mit Zustimmung des Rechnungsempfängers) an ihre inländischen Unternehmenskunden ausstellen.

„Zusammenfassend kann man sagen, dass Rechnungsempfänger ab dem 01.01.2025 auf E-Rechnungen vorbereitet sein müssen, die E-Rechnung(erstellungs)pflicht trifft die meisten Rechnungsaussteller allerdings grundsätzlich erst ab 2027“, erläutert Klaus Dunkel.. „Dennoch müssen inländische Unternehmen ihre ERP-Systeme uneingeschränkt für den Start 2025 auf den Empfang von E-Rechnungen umrüsten. Spätestens ab 2028 müssen auch kleinere Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen erstellen.“

Auch Unternehmen mit ausschließlich Privatkunden sowie Kleinunternehmer ohne Ausweis der Umsatzsteuer auf der Rechnung sollten jetzt dringend prüfen, ob ab 2025 zumindest der Empfang von E-Rechnungen möglich ist. Denn ab diesem Zeitpunkt können Lieferanten uneingeschränkt E-Rechnungen versenden.

Warum kommt die E-Rechnungspflicht für alle Unternehmen?

Im Rahmen der ViDA-Initiative der europäischen Kommission soll langfristig gesehen ein elektronisches Meldesystem eingeführt werden, das auf die Daten der E-Rechnungen zugreifen soll. Die E-Rechnungspflicht ist daher der erste Schritt in Vorbereitung darauf. Die Umsetzung des nationalen sowie des EU-weiten Meldesystems war bis 2028 geplant, mittlerweile wird allerdings eine Verschiebung auf 2030 beziehungsweise 2032 diskutiert. Aktuell ist der Start des deutschen Meldesystems nicht vor der Umsetzung der europäischen Lösung vorgesehen.

Bild:Klaus Dunkel, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei HLB Klein Mönstermann, Osnabrück

Quelle:HLB | Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH

 

 

Zurich kürt neun Gewinner in globalem Start-Up Wettbewerb

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An den Zurich Innovation Championship konnten Start-ups in vier Kategorien teilnehmen.
Zwei Gewinner-Startups aus Deutschland: Parloa in der Kategorie Digitale Simplifizierung und LoyJoy im Bereich Privatkunden / Schaden-/Unfall.

Die neun Gewinner des globalen Startup-Programms der Zurich Insurance Group (Zurich) verfügen über ein breites Spektrum an Technologien, um das Kundenerlebnis spürbar und nachhaltig zu verbessern. Sie reichen von der Prozessoptimierung im Underwriting- und in der Schadenbearbeitung bis hin zur Einbindung und Unterstützung von Kunden mit gesundheitsbezogenen Services sowie zum Aufbau von Klimaresilienz.

«Die Zusammenarbeit zwischen Start-Ups und Versicherern ist ein echtes Erfolgsmodell. Ich freue mich sehr, dass mit Parloa und LoyJoy zwei deutsche Start-Ups, mit spannenden Technologien zur Optimierung der Kundenschnittstelle, unter den Gewinnern sind», sagt Dr. Carsten Schildknecht, CEO der Zurich Gruppe Deutschland.

Dies sind die Gewinner der Zurich Innovation Championship 2024:

Commercial Insurance: CLIMADA Technologies, Sixfold
Digitale Simplifizierung: Parloa GmbH, Merlynn
Lebensversicherung: NalaGenetics, AccuHealth
Privatkunden / Schaden-/Unfall: LoyJoy GmbH
Wildcard-Gewinner: AlphaGeo, MentionMe
„Lösungen, die auf Kunden und ihre sich verändernden Bedürfnisse zugeschnitten sind, sind die Zukunft der Versicherung. Ob es darum geht, die finanziellen Auswirkungen von Klimarisiken greifbarer zu machen, die Effizienz des Underwritings zu verbessern oder personalisierte Gesundheitsangebote zu schaffen – diese Initiativen haben das Potential, die Branche wirklich verändern“, sagt Paolo Mantero, Group Chief Strategy Officer.

Über die deutschen Gewinner

Die Parloa GmbH wurde ausgewählt, um mit der Zurich Gruppe Deutschland den Kundenservice durch KI-Automatisierung zu verbessern. Die gemeinsame Initiative zielt darauf ab, die KI-Plattform von Parloa zu nutzen, um repetitive Anfragen zu bearbeiten und so Ressourcen für komplexere Kundenanliegen zu schaffen.

LoyJoy, eine Plattform für Conversational AI, arbeitet mit der Zurich Gruppe Deutschland zusammen, um Prozesse im Kundenservice, Vertriebs und Marketing über Chat und soziale Medien zu verbessern. Die Fähigkeit zur personalisierten Kommunikation der Plattform hilft dabei, auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen. Über Gamification-Funktionen sollen besonders jüngere Zielgruppen für Versicherungsprodukte sensibilisiert werden.

Vom Accelerator zur gemeinsamen Umsetzung

Die Gewinner treten nun in eine viermonatige Accelerator-Phase ein, in der sie die Praxistauglichkeit ihrer Lösungen erproben und gemeinsam mit den jeweiligen Geschäftsbereichen und Landesgesellschaften einen Business Plan aufstellen. Die neun Start-ups profitieren sowohl finanziell als auch ideell von der Unterstützung durch Zurich-Führungskräfte sowie Coachings durch interne und externe Fachexperten. Erfolgreiche Projekte werden sowohl lokal als auch global mit Zurich umgesetzt. Die erfolgreichen Initiativen werden im September 2024 bekannt gegeben.

Zum fünften Mal rief der Versicherer Start-ups auf der ganzen Welt dazu auf, sich für die Zurich Innovation Championship zu bewerben. Innerhalb von nur vier Wochen wurden mehr als 3.300 Bewerbungen eingereicht. Das Programm ist einer der größten offenen Innovationswettbewerbe für Start-ups in der Finanzdienstleistungsbranche. Rund 40 laufende Kooperationen der Zurich Insurance Group mit früheren Teilnehmern sind daraus hervorgegangen.

Bild:ZIC All winners Bildrechte: Zurich Insurance Group

Quelle:Zurich Gruppe Deutschland