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1. Bundesliga: Gladbach bestraft Bremer Fehler gnadenlos

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Franck Honorat (Borussia Mönchengladbach) (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Am neunten Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Borussia Mönchengladbach zuhause gegen den SV Werder Bremen mit 4:1 gewonnen.

Die Bremer wurden von den Fohlen früh überrumpelt: In der elften Minute unterlief dem SVW ein Fehler im Aufbau, Kleindiest legte für Plea auf und der Franzose traf abgefälscht.

Direkt im Anschluss in der zwölften Minute erhöhte die Borussia, als Zetterer einen schlimmen Fehlpass spielte, Honorat Richtung Kleindienst flankte und letztlich Friedl das Leder unglücklich über die eigene Torlinie drückte.

Die Werner-Elf musste nun aufpassen, nicht komplett unter die Räder zu kommen: In der 20. Minute wehrte Zetterer gerade noch einen wuchtigen Abschluss von Kleindienst ab.

Auch in der 29. Minute kam Kleindienst zu einer Großchance: Nach Ecke wurde der Kopfball des Stürmers jedoch von Agu auf der Linie geklärt.

In der 45. Minute fiel dann aber doch noch das 3:0: Kleindienst schickte diesmal Honorat auf die Reise und der 28-Jährige bezwang Keeper Zetterer aus 13 Metern. Zur Pause schien die Partie gelaufen.

Dennoch zeigten die Hanseaten zu Beginn der zweiten Hälfte Moral: Der eingewechselte Köhn zwang Nicolas in der 47. Minute etwa mit einem Abschluss von links zu einer starken Reaktion.

Doch die Drangphase der Werderaner wurde in der 67. Minute endgültig kaltgestellt: Kleindienst enteilte über rechts und fand in der Mitte Stöger, der aus wenigen Metern einschießen durfte.

In der 75. Minute steuerte der neu gekommene Topp noch den Ehrentreffer für die Gäste bei, als Ducksch ihn am linken Pfosten fand und der Youngster unter die Latte vollstrecken konnte.

Ab Minute 82 mussten die Grün-Weißen dann allerdings in Unterzahl weiterspielen: Nach Foul von Weiser an Reitz sah der Ex-Herthaner die Ampelkarte und fehlt dem SVW damit auch in der kommenden Begegnung.

Dennoch hatte Werder die letzte Chance der Begegnung, Joker Topp ließ nach seinem Schuss in der Nachspielzeit aber nur die Latte erzittern. Kurz darauf war Schluss.

Gladbach klettert mit den drei Punkten damit vorerst auf Rang neun, Bremen muss sich mit Platz zehn begnügen.


Foto: Franck Honorat (Borussia Mönchengladbach) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Chinas Botschafter hofft auf Lösung im E-Auto-Zollstreit

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Deng Hongbo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – China hofft im Streit mit der EU über Sonderzölle für chinesische E-Autos auf eine „beidseitig akzeptable Lösung“. In einem Gastbeitrag für die FAZ (Montagsausgabe) schreibt Chinas Botschafter in Deutschland, Deng Hongbo, sein Land setze „aufrichtig darauf, Differenzen am Verhandlungstisch zu lösen“. Die Verflechtungen in der Autoindustrie zwischen China und Europa seien eng, „keiner kann ohne den anderen“.

Die EU hatte am Donnerstag Extrazölle auf die Einfuhr chinesischer E-Autos in Kraft gesetzt. Mit diesen Zöllen von bis zu 35 Prozent auf importierte Fahrzeuge will die EU die europäische Autoindustrie vor der Konkurrenz aus China schützen, die nach Ansicht einer Mehrheit der EU-Staaten von massiver staatlicher Unterstützung profitiert.

Dem widerspricht der chinesische Botschafter in seinem Beitrag: Chinas Stärken bei E-Autos seien „kein Ergebnis staatlicher Subventionen, wie von der EU konstatiert, sondern das Resultat technologischer Innovation, vollständiger Lieferketten und freien Wettbewerbs“. Chinas Industrie werte das EU-Verfahren als höchst intransparent, schreibt Deng: „Von WTO-Regeln und gängiger Praxis weicht es ab.“ Protektionismus schade den Interessen der EU-Verbraucher und destabilisiere die Lieferketten der globalen Autoindustrie.

Dass Deutschland in der EU gegen die Zölle gestimmt habe, sei eine „faktenbasierte Vernunftentscheidung“, schreibt Deng. Er fordert Deutschland auf, in dieser Frage gemeinsam mit China zu handeln: „Als große Fertigungs- und Handelsnationen sollten wir uns gemeinsam für eine offene Weltwirtschaft und inklusive Globalisierung starkmachen, mit konkretem Handeln gegen Protektionismus und Decoupling vorgehen.“


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1. Bundesliga: Freiburg und Mainz trennen sich torlos

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Junior Adamu (Archiv), via dts NachrichtenagenturFreiburg (dts Nachrichtenagentur) – Im ersten Sonntagsspiel des neunten Bundesliga-Spieltags haben sich der SC Freiburg und der 1. FSV Mainz 05 0:0 getrennt.

In der von beiden Teams intensiv geführten ersten Halbzeit neutralisierten sich die Mannschaften, sodass es kaum zu klaren Torchancen kam. Nach dem Seitenwechsel kamen zunächst die Hausherren besser aus der Kabine, später machten aber auch die Mainzer etwas mehr Druck. Letztendlich blieb ein Treffer aber auf beiden Seiten aus, sodass sich die Teams mit dem torlosen Remis begnügen mussten.

In der Tabelle rutscht Freiburg auf den sechsten Platz ab, Mainz rückt derweil auf den zwölften Rang vor. Für die Breisgauer geht es am Freitag bei Union Berlin weiter, die 05er sind am Tag darauf gegen den BVB gefordert.


Foto: Junior Adamu (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Autoindustrie warnt vor Deindustrialisierung

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, warnt die Ampel-Regierung im Zusammenhang mit der Krise der Autoindustrie vor einer drohenden Deindustrialisierung.

„Es gibt kein Erkenntnisproblem mehr – jetzt muss gehandelt werden“, sagte Müller der „Bild am Sonntag“. Die Automobilindustrie und viele andere Industrien in Deutschland stünden vor massiven Herausforderungen, die das Land als Industriestandort in Gefahr bringen könnten. Müller beklagte: „Wir sehen eine Litanei von Gipfeln und Beratungen, aber keine konkreten Schritte.“

Müller forderte von der Bundesregierung konkrete Handlungen statt weiterer Gipfeltreffen und Beratungsrunden: „Die Unternehmen brauchen jetzt politische Unterstützung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern.“ Besonders alarmierend sei, dass nur noch ein Prozent der Unternehmen plane, ihre Investitionen in Deutschland zu erhöhen. Laut Müller ein deutliches Signal dafür, dass Produktions- und Investitionsentscheidungen zunehmend gegen Deutschland ausfielen. „Die Welt wartet nicht auf uns“, warnte die VDA-Präsidentin und hob die dringende Notwendigkeit hervor, dass die deutsche Politik endlich ins Handeln kommt.

Müller zeigte sich alarmiert, dass eine drohende Deindustrialisierung nicht nur die Autoindustrie, sondern auch regionale Handwerksbetriebe und den Mittelstand schwer belasten könnte. „Wenn Werke infrage stehen, ist das ganze System in den betroffenen Regionen gefährdet“, sagte sie und ergänzte, dass dieser Verlust nicht nur auf die Industrie beschränkt bleibe, sondern auch lokale Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Stabilität der Regionen gefährde. Sie schilderte die dramatische Lage vieler Mittelständler, die die VDA täglich um Unterstützung bitten und verzweifelt auf politische Maßnahmen warten.


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FDP-Fraktion hält Lindners "Wirtschaftswende" für unumgänglich

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Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr hält die von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) eingeforderte grundsätzliche Neuausrichtung des wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung für unumgänglich.

„Deutschland muss einen anderen wirtschaftlichen Kurs einschlagen“, sagte Dürr der „Welt“ (Montagsausgabe). „Die Koalition muss entscheiden, ob wir endgültig mit der Politik der Großen Koalition brechen wollen. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, müssen wir wieder mehr auf marktwirtschaftliche Prinzipien setzen.“ Es gehe jetzt darum, welchen wirtschaftspolitischen Kurs die Koalition einschlagen wolle, so Dürr mit Blick auf den am Mittwoch tagenden Koalitionsausschuss. „Ein `Weiter-so` ist keine Option“, sagte der FDP-Politiker.

Für AfD-Fraktionschefin Alice Weidel ist das von Lindner vorgelegte Forderungspapier für eine Wirtschaftswende unterdessen „der letzte verzweifelte Versuch des FDP-Vorsitzenden, die Glaubwürdigkeit, die seine Partei durch die Beteiligung an der verhängnisvollen Ampel verspielt hat, zurückzugewinnen“. Lindner wisse, dass er für seine Forderungen in der Koalition keine Mehrheit finden werde. „Das Lindner-Papier hat das Potenzial, die Ampel abzuschalten – nicht aber, Deutschland aus der Krise zu führen. Jeder Tag, den die Ampel länger im Amt ist, schadet unserem Land und seinen Bürgern. Je eher es Neuwahlen gibt, desto besser für unser Land“, sagte Weidel.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, forderte die Bundesregierung auf, den Weg zu Neuwahlen freizumachen. „Es wäre der letzte Dienst, den sie unserem Land erweisen könnte.“ Der CDU-Politiker begrüßte die Vorschläge des Bundesfinanzministers zur künftigen Wirtschaftspolitik. „Das Papier zeigt insgesamt in die richtige Richtung.“


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Lieberknecht für pragmatischeren Umgang mit AfD

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AfD-Fraktion im Thüringer Landtag (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Die frühere Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) fordert einen pragmatischeren Umgang ihrer Partei mit der AfD. Zwar sei sie weiterhin dafür, dass die CDU nicht mit der AfD aktiv zusammenarbeite, aber man müsse mit der Partei über Abläufe im Landtag reden, sagte sie dem „Stern“. Es sei „weder demokratisch noch produktiv“, der AfD „ihre parlamentarischen Rechte zu verwehren“.

Konkret forderte Lieberknecht, die in Thüringen von Björn Höcke geführte Partei bei Parlamentsposten zu berücksichtigen. „Die AfD hatte keinen Anspruch auf den Landtagspräsidenten, aber ihr steht ein Platz im Parlamentspräsidium zu“, sagte sie. „Wenn die Fraktion einen nicht vorbestraften oder offen extremistischen Politiker als Vizepräsidenten aufstellt, sollte die CDU ihn wählen.“ Darüber hinaus erfordere es die Sperrminorität, dass die AfD bei der Wahl von Verfassungsrichtern eingebunden werde.

Die Ex-Regierungschefin warnte zudem vor einem AfD-Verbotsverfahren. „Ich glaube nicht, dass ein Verbotsverfahren Erfolg hätte“, sagte sie. Sie nehme ernst, dass der Verfassungsschutz zum Beispiel die Thüringer AfD als erwiesen rechtsextrem eingestuft habe, auch nehme sie die extremistischen Äußerungen von Führungspersonen wahr. „Aber inwieweit dieser Extremismus auf die ganze Bundespartei übertragbar ist, erschließt sich mir nicht ausreichend“, sagte sie. Lieberknecht äußerte darüber hinaus grundsätzliche Einwände. „Parteien lassen sich vielleicht verbieten – aber die Gedanken der Leute lassen sich nicht verbieten“, sagte sie.


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Formel 1: Norris holt im Regen von Brasilien die Pole

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Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts NachrichtenagenturSao Paulo (dts Nachrichtenagentur) – Beim Großen Preis von Brasilien startet McLaren-Pilot Lando Norris am Sonntagnachmittag aus der Pole-Position. Der Brite legte am Mittag bei regnerischen Bedingungen in Sao Paulo vor George Russell (Mercedes) und Yuki Tsunoda (Racing Bulls) die schnellste Zeit hin.

Auf den weiteren Plätzen folgten Esteban Ocon (Alpine), Liam Lawson (Racing Bulls), Charles Leclerc (Ferrari), Alex Albon (Williams), Oscar Piastri (McLaren), Fernando Alonso (Aston Martin) und schließlich Lance Stroll (Aston Martin) auf P10, der einzige deutsche Pilot Nico Hülkenberg (Haas) startet nur von P19 – wegen mehrerer kaputter Autos im Feld könnte sich aber noch einiges verschieben. Allen voran dürfte ein Start von Albon nach einem Crash in Q3 unwahrscheinlich sein.

Eigentlich sollte das Qualifying wie üblich am Samstag stattfinden, es wurde aber wegen schwerer Regenfälle abgesagt. Am Sonntag waren die Wetterbedingungen etwas besser, auch wenn es weiterhin regnete. Die Quali konnte somit um 11:30 Uhr deutscher Zeit starten, während das eigentliche Rennen auf 16:30 Uhr vorgezogen wurde.

Während der Quali kam es wegen des Regens zu zahlreichen Abflügen und anschließenden Unterbrechungen. Wegen einer Roten Flagge zu einem ungünstigen Zeitpunkt nach einem Crash von Stroll war deshalb zum Beispiel für den WM-Führenden Max Verstappen (Red Bull) bereits in Q2 Schluss. Angesichts der Zahl der Ausfälle in der Quali, ist auch noch offen, ob das Rennen tatsächlich wie geplant starten kann.


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Verdi warnt vor "Hartz-IV reloaded"

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Verdi (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi stellt sich gegen die geplanten Änderungen beim Bürgergeld. Die Pläne seien „sozialpolitisch eine Rolle rückwärts“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke am Sonntag. „`Hartz IV reloaded` lehnen wir ab.“

Am Montagnachmittag will der Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales Experten zu den geplanten Neuregelungen auf dem Arbeitsmarkt anhören. Besonders problematisch sei die geplante Reduzierung des Schonvermögens – etwa für die Altersvorsorge, hieß es von Verdi dazu. Dazu kämen die Verschärfungen bei den Zumutbarkeitsregeln wie etwa die Verlängerung der Wegezeiten auf bis zu drei Stunden täglich. Zudem sollen auch Pflichtverletzungen härter sanktioniert sowie weitere Regelungen verschärft werden.

Das alles folge dem „Klischee“, dass der überwiegende Teil der Zuwendungsempfänger nicht arbeitswillig sei, sagte Werneke. „Das ist Unsinn. Es geht darum, die Menschen unter Druck zu setzen, noch schlechtere Arbeitsbedingungen zu akzeptieren.“ Der Verdi-Chef forderte SPD und Grüne auf, die FDP samt Bundesfinanzminister Christian Lindner mit ihren „sozialpolitischen Kahlschlagphantasien“ in die Schranken zu weisen.


Foto: Verdi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP verlangt Rückzug Niedersachsens aus VW-Aufsichtsrat

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VW-Werk am Mittellandkanal in Wolfsburg, via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um die Zukunft des Volkswagen-Konzerns fordern führende FDP-Politiker einen Rückzug der niedersächsischen Landesregierung aus dem Aufsichtsrat des Automobilkonzerns.

„Statt sich in die betriebswirtschaftliche Feinsteuerung des Unternehmens einzumischen, sollte die Politik Volkswagen und anderen Autobauern diese Strategie ermöglichen“, sagte Niedersachsens FDP-Landesvorsitzender Konstantin Kuhle der „Welt“ (Montagsausgabe). Das Land müsse seinen politischen Einfluss auf den Konzern reduzieren. Ein erster Schritt, so Kuhle weiter, könnte darin bestehen, „dass Ministerpräsident Stephan Weil und Kultusministerin Julia Wille Hamburg ihre Sitze im Aufsichtsrat zur Verfügung stellen“.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr. Es sei „nicht die Aufgabe der Politik, Unternehmen Ratschläge im operativen Geschäft zu geben“, so der FDP-Politiker. „Unternehmen müssen Entscheidungen am Markt treffen und nicht nach politischen Vorgaben.“ So sei die Fokussierung Volkswagens auf die Elektromobilität nachfrageseitig eine „riskante Entscheidung“ gewesen.

„Das Problem sitzt aber nicht nur in Wolfsburg, sondern auch in Hannover“, fügte Dürr hinzu. „Mit der niedersächsischen Kultusministerin sitzt eine erklärte Gegnerin des motorisierten Individualverkehrs im Aufsichtsrat von Volkswagen. Die Frage, die sich nun umso drängender stellt, ist, ob im VW-Aufsichtsrat nicht besser jemand sitzen sollte, der im Interesse des Wirtschaftsstandortes handelt und die notwendige Kompetenz mitbringt.“

Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) wies die Vorwürfe des FDP-Politikers als „boulevardeske Äußerungen“ zurück. „Mit der niedersächsischen Landesregierung im Aufsichtsrat hat VW schon viele erfolgreiche Jahre und Jahrzehnte durchlebt, aber auch diverse Krisen gemeistert. Das wird auch jetzt so sein“, sagte Hamburg der „Welt“. „Insgesamt bereichern unterschiedliche Perspektiven im Aufsichtsrat die Arbeit und die Sicht auf die Dinge.“

Gegen einen Rückzug der Politik aus dem obersten Gremium des Automobilkonzerns sprach sich zudem der niedersächsische SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Grant Hendrik Tonne aus. Die Beteiligung des Landes Niedersachsen an Volkswagen und die Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern seien „Garanten für den Erfolg“ des Unternehmens gewesen. „Der Anteil Niedersachsens an VW hat sich in den vergangenen Jahrzehnten für beide Seiten ausgezahlt und darf daher nicht zur Disposition stehen.“


Foto: VW-Werk am Mittellandkanal in Wolfsburg, via dts Nachrichtenagentur

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Tech-Unternehmer Niel verteidigt Macrons Wirtschaftspolitik

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Emmanuel Macron (Archiv), via dts NachrichtenagenturParis (dts Nachrichtenagentur) – Der französische Milliardär und Tech-Unternehmer Xavier Niel nimmt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor immer lauter werdender Kritik in Schutz.

Unter dem wirtschaftsfreundlichen Präsidenten sei die Arbeitslosigkeit in Frankreich deutlich zurückgegangen, sagte er dem „Spiegel“. Das Land sei zum Liebling ausländischer Investoren in Europa geworden und die Tech-Branche habe sich sehr gut entwickelt. „Es ist leicht, über Macron zu schimpfen. Wir sind ein Volk von Königsmördern. Erst lieben wir unseren Präsidenten, dann wollen wir ihm den Kopf abhauen. Macron hat unser Land vorangebracht. Würde ich sagen, dass alles perfekt ist? Natürlich nicht.“

Niel sagte auch, er befürchte, dass der Versuch, Frankreich zu reformieren, unter der neuen Regierung mit Premierminister Michel Barnier gerade zu einem Ende komme.

Der Investor und Begründer des Telekom-Anbieters „Free“ ist seit vergangenem September auch Mitglied des Verwaltungsrates von „Bytedance“, der chinesischen Holding, zu der das umstrittene soziale Netzwerk Tiktok gehört. Im „Spiegel“ sagte Niel, seinen beiden jüngsten Kindern verbiete er, Tiktok zu nutzen. „Sie sind noch zu jung, sie können sich selbst noch keine Grenzen setzen.“ Seinen Sitz im Verwaltungsrat verteidigte er mit dem Argument, es sei gut, wenn dort neben zwei Amerikanern und zwei Chinesen auch eine europäische Sicht vertreten sei.


Foto: Emmanuel Macron (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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