Start Blog Seite 971

Streik bei der "New York Times" am Tag vor US-Wahl

0

Mitarbeiterprotest bei der New York Times am 04.11.2024, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Am Tag vor der US-Präsidentschaftswahl sind Mitarbeiter der „New York Times“ aus dem Bereich Technik und Software in den Streik getreten. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft der Techniker der Zeitung, nachdem Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung zu keiner Einigung geführt hatten.

Die Gewerkschaft vertritt nach Unternehmensabgaben mehr als 600 Softwareentwickler und andere Personen, die die Backend-Systeme für den digitalen Betrieb der Times betreiben. In einer Ankündigung hieß es, dass Mitglieder ab Montag um 9 Uhr täglich vor dem Hauptsitz des Unternehmens protestieren werden. Störungen der Wahlberichterstattung sind in diesem Zusammenhang nicht ausgeschlossen.

Das Unternehmen habe den Arbeitern keine andere Wahl gelassen, als zu streiken, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft, Kathy Zhang. „Dennoch sind wir bereit, zu verhandeln und diesen Vertrag über die Ziellinie zu bringen.“ Das Unternehmen selbst teilte mit, „zuverlässige Pläne“ zu haben, um eine Berichterstattung sicherzustellen.


Foto: Mitarbeiterprotest bei der New York Times am 04.11.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax schließt im Minus – Zurückhaltung vor US-Wahl

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 19.148 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste standen kurz vor Handelsschluss Porsche, RWE und Qiagen, am Ende Vonovia, Fresenius und Rheinmetall.

Vor allem wegen der anstehenden US-Wahl dominierte im Tagesverlauf Zurückhaltung bei den Anlegern. „Amerika, das Land der Superlative, macht es auch bei dieser Präsidentschaftswahl mal wieder superspannend“, sagte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst von CMC Markets. „Letzten Umfragen zufolge läuft es auf das berühmte Fotofinish hinaus und wie im Sport könnte erst bei der Prüfung der Bilder, in diesem Fall Auszählungen, im Nachhinein der Sieger ermittelt werden.“

„Während Kamala Harris und Donald Trump durch die Swing States ziehen und noch die letzten unentschlossenen Wähler für sich gewinnen wollen, erstarrt der Aktienmarkt wie ein Kaninchen vor der Schlange“, so Oldenburger. Sowohl der Dax in Frankfurt als auch die Indizes an der Wall Street heben sich die großen Bewegungen wohl für den Mittwoch nach der Wahl auf.

„Es herrscht Unsicherheit und Nervosität unter den Anlegern, obwohl die Situation für die Börse keine schlechte ist“, fügte der Analyst hinzu. „Der Gewinner der Wahl erbt eine Volkswirtschaft, die zwar schwächelt, aber weiterhin wächst. Angetrieben von den Verbrauchern, die trotz jahrelanger hoher Preise und Zinssätze weiterhin konsumieren.“ Gleichzeitig sei die Notenbank an einer Normalisierung der Zinsen interessiert und werde sie schrittweise weiter senken. „Weil die Inflation nach der Coronakrise wieder deutlich zurückgekommen ist, hat sich ihr Fokus nun auf das Wirtschaftswachstum verschoben.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0891 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9182 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 74,66 US-Dollar; das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Nato-Generalsekretär sieht Bündnis durch US-Wahl nicht gefährdet

0

E-3A Awacs-Frühwarnflugzeug der Nato (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht das Verteidigungsbündnis durch die am Dienstag anstehende US-Präsidentschaftswahl nicht gefährdet. „Wir werden mit wem auch immer, der gewählt wird, zusammenarbeiten, ob das Kamala Harris ist oder Donald Trump“, sagte Rutte am Montag nach seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin.

Man werde darauf hinarbeiten, dass das Bündnis geschlossen bleibe. Das sei im eigenen Interesse und auch im Interesse der USA, „denn wir wollen ja nicht die Fehler wiederholen, die wir nach dem Ersten Weltkrieg gemacht haben“, so Rutte. „Wir sind alle Teil dieses Bündnisses.“ Man wisse, wenn Putin in der Ukraine erfolgreich sein würde, würde das eine direkte Bedrohung für das Territorium der Nato werden.

Scholz sagte derweil mit Blick auf die Lage in Deutschland, dass er darauf bestehe, „dass die Regierung ihre Arbeit zu machen hat und dass Pragmatismus dabei die richtige Maßgabe ist“. Die Grundlage dafür sei der Koalitionsvertrag. Deutschland habe sich bei der Ukraine-Hilfe als ein Partner bewährt, „der liefert und nicht nur Ankündigungen macht“, fügte der Kanzler hinzu.


Foto: E-3A Awacs-Frühwarnflugzeug der Nato (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Immer weniger Apotheken in Deutschland

0

Logo einer Apotheke (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Deutschland geht immer schneller zurück. Zum Ende des dritten Quartals 2024 sank sie um 384 auf ein neues Rekordtief von 17.187, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Montag auf Basis von Meldungen der Landesapothekerkammern mit. Das entspricht einem prozentualen Rückgang von 2,2 Prozent.

Im Vergleich zu den ersten neun Monaten der Vorjahre hat sich die Geschwindigkeit des Rückgangs somit weiter erhöht – 2022 gab es im selben Zeitraum 285 Apotheken weniger, 2023 dann 335 Betriebsstätten weniger. In den ersten drei Quartalen 2024 gab es auch nur noch 36 Neueröffnungen im Vergleich zu 46 (2022) und 48 (2023) in den Vorjahreszeiträumen. Die 17.187 Apotheken teilen sich auf in 12.649 Einzel- oder Hauptapotheken (-301) und 4.538 Filialapotheken (-83).

„Die Apothekenzahl geht immer schneller zurück“, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Overwiening. Das sei dramatisch, aber nicht überraschend. „Die Politik muss den Apothekenrückgang dringend stoppen.“ Jede Apotheke, die schließen müsse, verschlechtere die Versorgung für Tausende Patienten, weil die Wege zur nächsten Apotheke dann länger werden, fügte Overwiening hinzu.


Foto: Logo einer Apotheke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wagenknecht fordert Neuwahlen

0

Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Sahra Wagenknecht fordert die Bundesregierung zum Ende der Zusammenarbeit im Dreier-Bündnis und zu Neuwahlen auf. „Die Woche der Entscheidungen sollte zur Scheidungswoche der Ampel werden. Ein viertes Ampel-Jahr würde für die Wirtschaft unumkehrbare Verwerfungen bedeuten und millionenfach Wohlstand vernichten“, sagte die Chefin des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) der „Welt“. Die Koalition verzögere den Bruch aus Angst vor der „Quittung der Wähler“ und dem weiteren „Vorwahlkampf“.

Die Bundesregierung befindet sich in einer Krise. Nachdem Finanzminister Christian Lindner (FDP) vergangene Woche ein wirtschaftspolitisches Thesenpapier vorlegte, führen SPD, FDP und Grüne in dieser Woche entscheidende Gespräche, ob es mit der Koalition weitergeht. Am Mittwoch tagt der Koalitionsausschuss, davor soll es zu vertraulichen Gesprächen zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Lindner kommen.

„Dass die Ampel-Parteien auch beim Abschied streiten, passt ins Bild einer Regierung, die die Bürger vom Anfang bis zum Ende mit ihrer Planlosigkeit und ihren Fehlentscheidungen empört hat“, sagte Wagenknecht dazu. Die BSW-Chefin vermisst ein Durchgreifen von Scholz. „Dass der Bundeskanzler auch in diesen Tagen jede Führung vermissen lässt, zeigt seine Überforderung“, so Wagenknecht. „Führung – wenigstens zum Abschluss – würde bedeuten, jetzt im Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen, um den Weg zu Neuwahlen freizumachen, und nicht darauf zu warten, ob die FDP die Reißleine zieht.“

Auch das Vorgehen des Bundesfinanzministers hält Wagenknecht für falsch. Lindner habe „drei Jahre lang offenbar gegen seine Überzeugungen regiert“, das Thesenpapier vom Ende vergangener Woche ändere daran nichts. „Wer als Finanzminister unfähig ist, solide Haushalte aufzustellen, qualifiziert sich jedenfalls nicht zum Wirtschaftswende-Minister, sondern allenfalls für den politischen Ruhestand“, sagte Wagenknecht.


Foto: Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kühne und Nagel will von Schenker-Übernahme profitieren

0

Container mit Logo von DB Schenker (Archiv), via dts NachrichtenagenturSchindellegi (dts Nachrichtenagentur) – Der Schweizer Logistikdienstleister Kühne und Nagel will die Übernahme von DB Schenker durch den Konkurrenten DSV nutzen, um bei der früheren Bahntochter Kunden und Mitarbeiter abzuwerben.

Das kündigte der Verwaltungsratspräsident von Kühne und Nagel (K+N), Jörg Wolle, gegenüber dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) an. Mit Blick auf den 14,3 Milliarden Euro teuren Deal sagte Wolle: „Es ist eine Übernahme mit extrem hohem Einsatz, die uns bisherige Schenker-Kunden gewinnen lässt. Das merken wir jetzt schon.“

Kunden fürchteten Komplikationen, ähnlich wie bei der Übernahme der Schweizer Spedition Panalpina, die 2019 von DSV geschluckt wurde. „Solche Fusionen binden viele Kräfte, die dann nicht für die Arbeit beim Kunden zur Verfügung stehen“, sagte Wolle und fügte hinzu: „Es gibt also viel Unruhe im Markt. Wir haben unseren Vertrieb aufgerüstet, um zusätzliche Kunden anwerben zu können.“

Zudem will K+N auch wechselwillige Fachkräfte ansprechen: „Wir können jetzt einige gute Leute bei uns begrüßen. Sie bringen zusätzliches Know-how mit. Wir müssen nicht einmal groß werben“, sagte Wolle. K+N habe selbst nie ernsthaft erwogen, beim Verkauf von DB Schenker mitzubieten. „Schenker hätte zu uns überhaupt nicht gepasst“, ist er überzeugt. Insbesondere im Deutschlandgeschäft hätte es zu viele Überschneidungen gegeben, führt der Chefaufseher aus. „Da wäre eins plus eins höchstens 1,5 gewesen – und das bei diesem Kaufpreis.“


Foto: Container mit Logo von DB Schenker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Helge Braun tritt bei Bundestagswahl 2025 nicht wieder an

0

Helge Braun (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Politiker Helge Braun, seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemaliger Chef des Bundeskanzleramts, tritt bei der Bundestagswahl 2025 nicht erneut an und will sich aus der Politik zurückziehen.

Das berichtet die „Bild“ in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf eine persönliche Erklärung Brauns an die Bürger seines Bundestagswahlkreises Gießen-Alsfeld. Darin schreibt der CDU-Politiker, über die Sommermonate sei „die Entscheidung gereift, nicht erneut für den Deutschen Bundestag zu kandidieren, sondern jetzt eine neue, interessante Gestaltungsaufgabe außerhalb der Politik anzustreben“.

Weiter schreibt Braun: „Das ist eine persönliche Lebensentscheidung, die ich nicht ohne Wehmut getroffen habe – aber auch mit ganz viel neugieriger Erwartung, welche neuen Chancen sich jetzt eröffnen.“ Braun bestätigte der Zeitung das Schreiben und seinen Rückzug.

Als Nachfolgekandidat für die CDU im Bundestagswahlkreis Gießen-Alsfeld will Frederik Bouffier antreten, wie die „Bild“ unter Berufung auf hessische CDU-Kreise weiter schreibt. Bouffier ist bereits stellvertretender Vorsitzender im CDU-Kreisverband Gießen.


Foto: Helge Braun (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verdi ruft zu Warnstreiks im ÖPNV auf

0

Bushaltestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Tarifrunde zum Eisenbahntarifvertrag (ETV) ruft Verdi für diese Woche zu Streiks in verschiedenen Bundesländern im Eisenbahngüterverkehr und bei ÖPNV-Unternehmen auf.

Zu den betroffenen Unternehmen gehörten Omnibusbetriebe, Schienennahverkehr und Güterbahnen in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Nach der ersten Verhandlungsrunde Anfang Oktober warteten die Beschäftigten weiterhin auf ein „verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite“.

Verdi fordert in der laufenden Tarifverhandlung eine Erhöhung der Tabellenlöhne um 350 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband (AGVDE) habe vor der ersten Verhandlungsrunde eine Lohnerhöhung von drei Prozent ab dem 1. April 2025 angeboten und sei in der ersten Verhandlungsrunde am 7. Oktober nicht bereit gewesen, dieses Angebot zu verbessern. Von 1.300 Euro Inflationsausgleichsprämie, die im Tarifbereich noch steuerfrei gezahlt werden kann, wurden der Gewerkschaft zufolge nur 600 Euro angeboten.

„Die erste Verhandlungsrunde hat leider einmal mehr gezeigt, dass am Verhandlungstisch häufig nicht das bessere Argument zählt, sondern oft die Sprache des wirtschaftlichen Drucks entscheidend ist“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert. „Deshalb werden wir in dieser Woche erneut zu Warnstreiks aufrufen.“


Foto: Bushaltestelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

NRW-Grüne sehen in Gipfel-Streit "absurde Unernsthaftigkeit"

0

Grünen-Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die NRW-Landesvorsitzenden der Grünen, Tim Achtermeyer und Yazgülü Zeybek, kritisieren das Verhalten der Ampel-Koalition im Bund und werben für eine schwarz-grüne Koalition.

„Wenn Christian Lindner und Olaf Scholz sich als Reaktion auf die schlimme Situation bei VW darüber streiten, wer den schöneren Gipfel hat, dann zeugt das von einer absurden Unernsthaftigkeit“, sagte Achtermeyer „Ippen-Media“. „Und wenn die Ampel tatsächlich scheitern sollte, werden wir Grünen mit Zuversicht in den Wahlkampf gehen und für unsere Ideen kämpfen.“

Die Grünen-Doppelspitze machte klar, dass eine schwarz-grüne Koalition im Bund denkbar sei. „In der Sicherheitspolitik sind CDU und Grüne standhafte Parteien, die Putin die Stirn bieten. Die SPD hingegen wackelt“, so Achtermeyer. Schwarz-Grün gelinge allerdings nur, wenn alle Beteiligten „wirklich an Inhalten interessiert“ seien. „Teile von CDU und vor allem der CSU möchten lieber einen Kulturkampf haben. Ich kann nicht verstehen, wie jemand angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit und der geopolitischen Risikolagen kindische Spielchen spielen will oder wie der CSU-Chef zum Food-Influencer wird. Das wird mit uns Grünen nicht funktionieren, da fehlt mir die Ernsthaftigkeit“, sagte Achtermeyer.

In NRW seien CDU und Grüne „gut befreundet“, so Yazgülü Zeybek: „Schwarz-Grün in NRW schafft es, sich zusammenzusetzen und im Sinne der Menschen, die hier leben, Probleme anzupacken und Lösungen anzugehen. In der Ampel klappt das oft nicht und das finde ich schade, weil ich anfangs sehr überzeugt von dem Konstrukt war und ja auch unzählige gute Gesetze entstanden sind.“


Foto: Grünen-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet kaum verändert in die Woche – Märkte vor US-Wahl nervös

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montagmorgen kaum verändert in die Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 19.245 Punkten berechnet, knapp unter dem Schlussniveau vom Freitag.

„Zwar haben politische Börsen kurze Beine, doch die Entwicklung des Deutschen Aktienindex in der vergangenen Woche zeigt deutlich, dass die Anleger in Frankfurt Angst vor Donald Trump im Weißen Haus haben“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Der Respekt vor dem Wahlausgang in den USA verhinderte am vergangenen Dienstag nicht nur eine Rally auf ein neues Rekordhoch, sondern führte auch zu einem Trendbruch.“ Daraus ergebe sich ein Korrektursignal, deren theoretisches Kursziel bei rund 17.700 Punkten liege.

„Noch konnte die 50-Tage-Linie bei rund 19.050 Punkten die Kurse stützen. Die Erholung muss nun aber über 19.300 Punkten führen, um das Korrekturszenario vorerst abzuwenden. Erst ein neues Rekordhoch würde die technisch brisante Lage im Dax vollständig entschärfen. Andernfalls könnte zumindest ein kleiner Bärenmarkt bevorstehen. Das gleiche Bild zeigt sich beim Blick auf den S&P 500 an der Wall Street. Auch hier wurde der seit August bestehende Aufwärtstrend gebrochen.“

„Anleger werden in den kommenden Stunden Umfragen und Quoten der Wettbüros studieren, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Keiner der beiden Kandidaten hat aktuell einen klaren Vorsprung, sodass Wetten auf den Wahlausgang dem Werfen einer Münze ähneln.“ Die Volatilität sei etwas höher, aber außer Gewinnmitnahmen habe es noch keine wirklich großen Bewegungen am Markt gegeben. Es mache einfach wenig Sinn, sich jetzt zu positionieren. Auch sei nicht auszuschließen, dass die Auszählung der Stimmen Wochen dauern könnte. In diesem Fall drohe eine richtungslose Phase am Aktienmarkt mit erhöhter Volatilität.

„Auch wenn es Gerüchte gibt, dass die Wall Street Donald Trump bevorzugt, zeigen Statistiken, dass der Börse ein gespaltener Kongress wichtig ist. Wenn die Partei, die den Präsidenten stellt, mit einer starken Opposition im Kongress konfrontiert ist, müssen Kompromisse gefunden werden und das Risiko von Richtungswechseln in der Politik ist kleiner.“

„Ob Donald Trump oder Kamala Harris: Wenn das Wahlergebnis auf Kontinuität hindeutet, dürfte die angedeutete Pause der Börsenrally schnell überwunden werden. Der Aufwärtstrend an der Wall Street wird nach wie vor von den Rekordgewinnen der Unternehmen und der Überzeugung der Anleger getragen, dass die eingeleitete Zinswende der Notenbanken helfen wird, mögliche Dellen im Wirtschaftswachstum auszubügeln. An diesen beiden Faktoren ändert auch die Wahl nichts“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0899 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9175 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 74,55 US-Dollar, das waren 2,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts