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Mediation und Coaching für internationale Mitarbeiter

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Interkulturelle Dorothee Haag arbeitet selbstständig als Interim HR Managerin, Coachin und Trainerin

4 Herausforderungen und Lösungen

Interkulturelle Fähigkeiten sind zu einem unverzichtbaren Erfolgsfaktor geworden.

Internationale Teams bereichern Unternehmen durch ihre Vielfalt und ihren Ideenreichtum, doch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kulturen und Kommunikationsstile bringt auch Herausforderungen mit sich. Die erfahrene HR-Managerin und Trainerin Dorothee Haag beleuchtet vier zentrale Problemfelder, denen internationale Teams häufig begegnen, und zeigt praktische Lösungsansätze. Diese Strategien zielen darauf ab, kulturelle Unterschiede zu überwinden, effektive Kommunikation zu fördern und ein harmonisches, produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.

1. Herausforderung: Unterschiedliche Kommunikationsstile

In interkulturellen Teams treffen oft sehr unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten aufeinander. Während in manchen Kulturen direkter Ausdruck und Kritik geschätzt werden, legen andere Wert auf Zurückhaltung und indirekte Kommunikation. Diese Unterschiede können zu Missverständnissen und Spannungen führen.
Lösung: Interkulturelle Kommunikations-Workshops
Ein gezieltes Kommunikationstraining vermittelt den Teammitgliedern interkulturelle Sensibilität und zeigt ihnen, wie sie Missverständnisse vermeiden können. In Workshops lernen internationale Mitarbeiter:
Direkte und indirekte Kommunikation zu erkennen und zu deuten,
auf nonverbale Signale zu achten, die in manchen Kulturen eine zentrale Rolle spielen,
klar und verständlich zu kommunizieren, um Missverständnisse zu reduzieren.
Diese Workshops schaffen ein Verständnis für die kulturellen Hintergründe der Kommunikation und legen die Grundlage für eine offene, respektvolle Teamatmosphäre.

2. Herausforderung: Konflikte durch unterschiedliche Arbeitskulturen

Internationale Teams vereinen Menschen mit verschiedenen Arbeitsstilen und Erwartungen. Während einige Kulturen formale Hierarchien und strikte Regeln bevorzugen, schätzen andere Flexibilität und eine offene Arbeitsstruktur. Diese Diskrepanz kann zu Konflikten führen, die das Teamklima belasten.
Lösung: Teambuilding und Mediation zur Klärung
Durch gezielte Teambuilding-Maßnahmen und Mediation können kulturelle Unterschiede geklärt und ein besseres Verständnis füreinander geschaffen werden. In gemeinsamen Sessions erfahren die Teammitglieder mehr über die Werte und Erwartungen ihrer Kollegen und lernen, die unterschiedlichen Arbeitskulturen zu schätzen. Konkrete Schritte umfassen:
Teambuilding-Workshops, die Teammitglieder durch gemeinsame Aktivitäten näher zusammenbringen,
Mediationsgespräche, die Raum für offene Diskussionen bieten und Konflikte frühzeitig lösen können,
Austausch über Werte und Ziele, um eine gemeinsame Arbeitskultur zu etablieren, die die verschiedenen Arbeitsstile respektiert.
Diese Maßnahmen fördern nicht nur die Zusammenarbeit, sondern stärken das Vertrauen und die Motivation der Teammitglieder.

3. Herausforderung: Anpassung an verschiedene Führungsstile

Internationale Teams setzen sich häufig aus Menschen zusammen, die an unterschiedliche Führungsstile gewöhnt sind. In einigen Kulturen erwarten Mitarbeiter klare Anweisungen und autoritäre Führung, während in anderen eine partnerschaftliche und selbstverantwortliche Arbeitsweise bevorzugt wird. Diese Differenzen können Unsicherheit und Spannungen hervorrufen.
Lösung: Führungskräfte-Coaching für flexibles Leadership
Ein Führungskräfte-Coaching hilft Managern, ihre Führungsstrategie an die Bedürfnisse eines kulturell vielfältigen Teams anzupassen. Die Führungskräfte lernen, ihren Stil flexibel zu gestalten und die unterschiedlichen Erwartungen der Teammitglieder zu berücksichtigen. Das Coaching bietet:
Anleitung für situatives Führen, bei dem Führungskräfte zwischen direkter und partnerschaftlicher Führung wechseln können,
Strategien für eine offene Feedback-Kultur, die Raum für Austausch und Verständnis schafft,
Methoden zur Förderung des gegenseitigen Vertrauens, damit alle Teammitglieder ihre Potenziale entfalten können.
Durch die Anpassung des Führungsstils werden internationale Mitarbeiter motiviert und fühlen sich verstanden und unterstützt.

4. Herausforderung: Stress und Isolation durch kulturelle Anpassung

Die Eingewöhnung in eine neue Kultur und ein neues Arbeitsumfeld ist oft mit Stress und Unsicherheiten verbunden. Internationale Mitarbeiter können sich isoliert fühlen, was sich negativ auf ihre Zufriedenheit und Leistung auswirkt.
Lösung: Mentoren-Programme und Mental-Health-Coaching
Um internationalen Mitarbeitern den Einstieg zu erleichtern, bietet sich ein Mentoren-Programm an, in dem erfahrene Kollegen als Ansprechpartner fungieren. Zusätzlich hilft Mental-Health-Coaching, Stress abzubauen und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Diese Programme umfassen:
Mentoren-Programme, bei denen neuen Mitarbeitern ein erfahrener Kollege zur Seite steht,
Mental-Health-Coaching, das Techniken zur Stressbewältigung und Anpassung vermittelt,
Teamaktivitäten, die die soziale Integration fördern und das Zugehörigkeitsgefühl stärken.
Solche Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, dass sich internationale Mitarbeiter in ihrer neuen Arbeitsumgebung willkommen und wertgeschätzt fühlen.

Fazit

In einer globalisierten Arbeitswelt sind interkulturelle Fähigkeiten essenziell. Mediation und Coaching bieten wertvolle Unterstützung, um die Zusammenarbeit in internationalen Teams erfolgreich zu gestalten. Die Tipps von Dorothee Haag zeigen, dass gezielte Maßnahmen wie Kommunikations-Workshops, Teambuilding, Führungskräfte-Coaching und Mentoring-Programme die interkulturelle Kompetenz im Team stärken und ein harmonisches Miteinander fördern können. So schaffen Unternehmen eine Arbeitsatmosphäre, in der Vielfalt als Stärke genutzt wird und alle Teammitglieder ihr volles Potenzial entfalten können.

Autorin

Dorothee Haag arbeitet selbstständig als Interim HR Managerin, Coachin und Trainerin. Mit langjähriger Erfahrung im Personalbereich und einer tiefen Leidenschaft für die Entwicklung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt sie Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einigung im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie haben die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeber offenbar eine Einigung erzielt. Die genauen Ergebnisse blieben zunächst unklar, sie sollen im Laufe des Vormittags in Hamburg vorgestellt werden.

Konkret handelt es sich um einen Pilotabschluss für die Bezirke Bayern und Küste, der auf alle Beschäftigten übertragen werden soll. Weitere Warnstreiks sind mit der Einigung wohl vom Tisch.

Die IG Metall hatte in den Tarifverhandlungen sieben Prozent höhere Entgelte für die Beschäftigten gefordert – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten zwischenzeitlich 3,6 Prozent mehr Geld in zwei Stufen und eine Laufzeit von 27 Monaten angeboten.


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Warum deine Lebensgeschichte eine wertvolle Inspiration für andere ist

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Leben Beate Fischer ist Expertin für maßgeschneiderte Texte und Freude am Schreiben

„Ich bin dann mal weg“, nannte Hape Kerkeling die Erinnerungen an seine Wanderung auf dem Jakobsweg und hat damit Millionen von Menschen inspiriert.
Michelle Obama hat ihre Geschichte in ihrem Buch „Becoming“ erzählt. Sie schreibt über ihre Wurzeln und darüber, wie sie zu einer selbstbewussten und einflussreichen Frau wurde. Vielleicht denkst du jetzt: Das sind berühmte Menschen. Natürlich haben die etwas zu sagen. Aber ich? Was soll an mir schon besonders sein?
Meine Antwort ist klar: Alles ist an dir besonders. Niemand ist wie du. Du bist einzigartig. Du hast so viel zu geben.

Echt sein

Auch das Leben von Anna Wimschneider schien nichts Besonderes zu sein. Die niederbayerische Bäuerin schrieb ihre Geschichte ungeschminkt auf und das 1984 erschiene Buch wurde zu einem der erfolgreichsten autobiografischen Texte in Deutschland. Es wurde mehrfach aufgelegt und verfilmt. Woran das lag? Meiner Meinung nach vor allem an der Authentizität. Anna Wimschneider erzählt von den Höhen und Tiefen ihres Lebens, von ihrer Familie, harter Arbeit, Leid und eher seltenen Lichtblicken. Wie das Leben damals so spielte – und auch heute oft noch spielt.

Viele Menschen lesen gerne Geschichten über bekannte Persönlichkeiten. Dadurch fühlen sie sich ihnen näher. Noch näher fühle ich mich aber Menschen „wie du und ich“, die offen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten. Die sich zeigen, wie sie sind, mit ihren Stärken und Schwächen. Die ihre Erkenntnisse teilen und so meinen Blickwinkel weiten können. Aha, denke ich dann oft, so kann man das auch sehen. Spannend. Oder: Genauso empfinde ich das auch. Schön, dass ich eine Gleichgesinnte gefunden habe.

Was unter der Oberfläche liegt

Manchmal muss man genauer hinschauen. Aber man findet immer das Besondere, das in jedem Menschenleben steckt. Jemand lebt sein ganzes Leben an einem Ort, ist seit dreißig Jahren mit derselben Person verheiratet, übt über diese Zeit denselben Beruf aus. Ist das langweilig? Nein.
Spannend ist zum Beispiel: Ist dieser Mensch dabei glücklich? Ja? Wie macht er das? Was ist sein Geheimnis für eine gelingende Beziehung? Wie ist er seinem Heimatort verbunden? Welche tragfähigen Verbindungen sind privat und im Beruf gewachsen?

Das kann viele Leute inspirieren. Besonders in unserer schnelllebigen Zeit. Oder ist dieser Mensch unglücklich? Genauso spannend. Aus welchem Grund hält er an der Beziehung fest? Liegen dahinter Verletzungen und Fesseln? Engt ihn der Heimatort ein und lässt ihn verzweifeln? Das ist der Stoff, aus dem Krimis und Tragödien gemacht sind.

Bist du weit gereist, bist in andere Kulturen eingetaucht und hast von ihnen gelernt? Bist du beruflich erfolgreich und kennst Strategien, die auch andere voranbringen können? Und bist du ein Familienmensch, dem das Wohl seiner Lieben über alles geht?

Über all diese Erfahrungen und Lebensfragen zu schreiben, kann die Augen öffnen und dem Leben eine andere Richtung geben. Dem eigenen Leben und dem Leben anderer.

Für Familie, Freunde, Öffentlichkeit?

Du kannst deine Geschichte für die Öffentlichkeit aufschreiben. Aber Lebensgeschichten können auch ein „Familiengedächtnis“ für einen vertrauten Kreis sein, in dem die eigenen Erinnerungen und weiter zurückliegende Familienerinnerungen aufbewahrt werden. Man kann sie an zukünftige Generationen weitergeben. Sie können dazu beitragen, dass die Kinder oder Enkelkinder ihre Eltern oder Großeltern besser verstehen – und andersrum. Das Erinnern und das Aufschreiben helfen auch, sich selbst besser zu verstehen, mit sich oder anderen ins Reine zu kommen. Und Geschichten aus dem Leben können Gesprächsanlässe zwischen den Generationen sein: „Hast du tatsächlich halbnackt und bekifft beim Woodstock-Festival getanzt, Mama?“ „Wie war das, Opa, als du kurz vor dem Mauerbau in den Westen flüchten wolltest und geschnappt wurdest?“ „Wie fühlst du dich, Leoni, wenn dich jemand in den Sozialen Medien beschimpft?“ In jedem Leben warten kleine und große Geschichten darauf, aufgeschrieben und erzählt zu werden.

Lebensbeschreibung

Der Begriff der Biografie setzt sich aus den griechischen Wörtern „bios“, also „Leben“, und „gráphein“, also „schreiben“, zusammen. Biografie bedeutet also: Lebensbeschreibung. Eine Autobiografie ist eine Lebensbeschreibung, die jemand über sich selbst verfasst hat.

Die Biografie beschreibt das Leben aus der subjektiven Sicht eines Menschen. Dazu gehören beispielsweise seine Erfahrungen und Erkenntnisse, seine Lebensweise, sein familiärer, kultureller, sozialer und gesellschaftlicher Hintergrund. Die Biografie ist also unsere „Innensicht“, die mit dem geschichtlichen Kontext verknüpft ist. Wir alle sind „Kinder unserer Zeit“. In meiner Kindheit hatte noch lange nicht jeder Haushalt ein Telefon – und wenn, dann mit Wählscheibe und Kabel. Heute haben schon Kinder Smartphones und können sich in Sekundenschnelle mit der ganzen Welt verbinden.

In unserer subjektiven Lebensbeschreibung sind wir echte Zeitzeugen. Wir deuten geschichtliche Ereignisse aus unserer Perspektive und bewahren ein Stück Alltagsgeschichte auf. Wir stellen dar, was wir gelernt haben, transportieren unsere Werte, zeigen unsere Persönlichkeit und setzen Zeichen für eine Welt, wie wir sie uns vorstellen.

Autor:

Beate Fischer ist Expertin für maßgeschneiderte Texte und Freude am Schreiben. Sie unterstützt und begleitet Menschen als Biografin und Trainerin für Biografiearbeit, Texterin und Autorin, freie Lektorin und Journalistin, Schreibcoach und Schreibpädagogin – und als Mensch.

Fotografin: Denise Claus

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Dürr wirft Scholz Falschbehauptung in Rentenpolitik vor

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Olaf Scholz und Christian Dürr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat die Unterstellung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), die Rentenpläne der Liberalen führten zu Rentenkürzungen, als Falschbehauptung zurückgewiesen.

„Ich will mal sagen, andere würden sogar das Wort Lüge in den Mund nehmen“, sagte Dürr den Sendern RTL und ntv. Die FDP sei sehr klar aufgestellt. Man wolle sichere Renten, die auch solide finanziert seien. Die Koalition habe sich darum bemüht, eine Rente so zu finanzieren, dass die Beitragszahler im kommenden Jahrzehnt nicht über Gebühr belastet werden.

Dazu sei die SPD nicht bereit gewesen. „Ich finde es merkwürdig, wenn man den Rentnern etwas vormacht und so tut, als hätte man Respekt vor ihnen, aber sie in Wahrheit aus meiner Sicht hintergeht“, sagte Dürr in Richtung SPD und Bundeskanzler Scholz.


Foto: Olaf Scholz und Christian Dürr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kaum Entspannung bei Auftragssituation im Wohnungsbau

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Kransitz (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der Auftragsmangel im deutschen Wohnungsbau hat sich zuletzt nur minimal entschärft. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Münchener Ifo-Instituts ergab, waren 49,9 Prozent der Unternehmen im Oktober betroffen, nach 52,9 Prozent im September.

„Es ist zu befürchten, dass die Situation langfristige Folgen auf dem Wohnungsmarkt hat“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Wo heute keine Projekte beauftragt werden, werden morgen keine Wohnungen stehen.“

Das Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich gleichwohl verbessert. Das liegt laut Institut an einer etwas besseren Einschätzung der Geschäftslage. Der Ausblick auf die kommenden Monate ist jedoch weiterhin pessimistisch. Die Stornierungen von Aufträgen stiegen leicht an von 11,2 auf 11,8 Prozent.

„Die Unternehmen im Wohnungsbau haben weiterhin mit hohen Zinsen, Auftragsmangel und Stornierungen zu kämpfen“, so Wohlrabe. „Das macht es schwierig, die Kapazitäten und Personal zu halten, die nötig sind, wenn es wieder aufwärts geht.“


Foto: Kransitz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Außenbeauftragter warnt vor Zugeständnissen an Russland

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Josep Borrell (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borrell, warnt vor Zugeständnissen des Westens an Russland. „Die Position der EU ist sehr klar: Jede Vereinbarung muss einen gerechten und langfristigen Frieden sicherstellen, in Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen und dem internationalen Recht“, sagte der EU-Chefdiplomat der „Welt“ (Dienstagsausgabe). „Und die Ukraine muss jeder Vereinbarung zustimmen.“

„Die Europäische Union arbeitet mit der Ukraine zusammen, um internationale Unterstützung für die ukrainische Friedensformel zu finden, die die einzige brauchbare Option auf dem Tisch ist“, so Borrell. Der ehemalige spanische Außenminister hielt sich am Wochenende zu einem mehrtägigen Besuch in der Ukraine auf.

Hintergrund der Ausführungen sind Berichte des „Wall Street Journals“ und der britischen Zeitung „The Telegraph“, wonach der designierte US-Präsident Donald Trump den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine entlang der aktuellen etwa 1.200 Kilometer langen Frontlinie einfrieren und dort eine Pufferzone errichten will.

Moskau soll laut Berichten als Zugeständnis zugesichert werden, dass die Ukraine zumindest in den kommenden 20 Jahren kein Nato-Mitglied wird. Eine Friedenstruppe aus EU- und britischen Soldaten soll den Waffenstillstand absichern. US-Streitkräfte sind dafür nicht vorgesehen.

Sollte Kiew diesem Deal zustimmen, würde Washington auch weiterhin Waffen an das Land liefern, damit es sich auch in Zukunft verteidigen kann, heißt es in den Medienberichten weiter. Die Berichte wurden bislang weder bestätigt noch dementiert. Borrell wollte den konkreten Inhalt auf Nachfrage nicht bewerten: „Wir kommentieren keine Gerüchte“, sagte er der „Welt“.


Foto: Josep Borrell (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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ADAC: Über-50-Jährige fordern mehr Rücksicht im Straßenverkehr

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Straßenverkehr (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Über-50-Jährige in Deutschland wünschen sich mit großer Mehrheit mehr Rücksichtnahme im Verkehr. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des ADAC, über deren Ergebnisse die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichten.

75 Prozent der Befragten fordern demnach mehr Rücksichtnahme von anderen Verkehrsteilnehmern ein. 47 Prozent sprechen sich für ein Tempo-Limit auf Autobahnen aus. Der Wert liegt damit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt aller Altersklassen vergangener Befragungen, bei denen zuletzt rund 55 Prozent für eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen votierten.

42 Prozent können sich regelmäßige Gesundheitschecks für Autofahrer oder spezielle Pkw-Fahrsicherheitstrainings für Ältere gut vorstellen. Fahrradkurse beziehungsweise Fahrrad-Fahrsicherheitstrainings für Ältere (24 Prozent) könnten sich rund ein Fünftel der Befragten vorstellen, 46 Prozent lehnen das ab.

Laut der ADAC-Umfrage blickt nicht einmal ein Drittel (29 Prozent) optimistisch in die Zukunft. Vor allem der Verlust der eigenen Gesundheit (56 Prozent) sorgt die Menschen. Mit Blick auf die eigene Mobilität gaben 93 Prozent der Befragten an, regelmäßig zu Fuß zu gehen. Das Auto nutzen 80 Prozent der Befragten als Fahrer, 86 Prozent als Beifahrer.

Ein Viertel der Befragten gab an, sich der Risiken, wie sich die Einnahme von Medikamenten im Straßenverkehr auswirkt, gar nicht oder nicht ausreichend bewusst zu sein (26 Prozent). 51 Prozent gaben an, sehr gut informiert über die Risiken informiert zu sein. 21 Prozent nehmen nach eigener Aussage keine Medikamente.

Neben der Hauptbefragung wurden auch mehr als 500 pflegende Angehörige befragt. Sie wünschten sich vor allem mehr beziehungsweise nähere Parkplätze vor Krankenhäusern und Arztpraxen (62 Prozent) sowie barrierefreie Gehwege (51 Prozent).

Für die vom ADAC beauftragte Umfrage hatte die Münchener Forschungs- und Beratungsgesellschaft 1.097 Personen ab 50 Jahren zwischen dem 27. August und dem 10. September befragt. Zusätzlich wurden 535 Personen ab 50 Jahren befragt, die Angehörige ab 50 Jahren pflegen oder in den vergangenen zwölf Monaten gepflegt haben.


Foto: Straßenverkehr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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IG Metall für großes Elektromobilitätspaket

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E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – IG-Metall-Chefin Christiane Benner hat ein Paket zum schnelleren Hochfahren der Elektromobilität gefordert. „Das muss ein Gute Laune-Thema an den Stammtischen werden. Wir müssen Gas geben beim Ladeinfrastrukturausbau. Ladestrom muss kalkulierbarer werden für Kunden“, sagte Benner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Die Kfz-Steuer für E-Autos müsse auf null gesetzt werden, beim Ladestrom solle es ein günstiges Stromkontingent beim Kauf eines E-Autos geben. „Für Unternehmen müssen wir es mit besseren Abschreibungsbedingungen attraktiv machen, ihre Firmenflotte auf E-Autos umzustellen. Und E-Autos müssen für Otto Normalverbraucher erschwinglich werden“, sagte Benner.

Neben einem attraktiven Modell für E-Autos forderte Benner Investitionen in Brücken, Straßen, Schulen und die Sicherheit des Landes. „Deshalb muss die Schuldenbremse dringend reformiert werden. Sonst hinterlassen wir den nachfolgenden Generationen ein marodes Land“, sagte Benner.

In Spanien sehe man eindrücklich, dass Umweltschäden Menschenleben kosten würden und künftige Generationen teuer zu stehen kommen würden. „Gleiches gilt für die Infrastruktur: Einstürzende Brücken, marode Schienen und bröckelnde Schulgebäude sind eine heftige Last. Wir müssen investieren, weniger klimaschädliche Emissionen verursachen und gleichzeitig unsere Industrie erhalten und wachsen. Und da müssen wir den Blick über China und die USA hinaus weiten.“

Konkret schlug sie Indien und den afrikanischen Markt als neue mögliche Partner vor.


Foto: E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Ein Drittel bevorzugt GroKo nach der Bundestagswahl

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Rolf Mützenich und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz der anstehenden Neuwahl zum deutschen Bundestag zeichnet sich unter den Bürgern noch keine klare Mehrheit für eine neue Regierungskoalition ab. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ am Ende der vergangenen Woche.

Nur ein Drittel der Befragten wünscht sich eine Neuauflage der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD. Alle anderen genannten Bündnisvarianten sind noch unbeliebter. Klar ist: Eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent möchte, dass die Union an der neuen Regierung beteiligt ist.

Auffällig sind die Unterschiede nach Parteianhängern: Unter Wählern von Union und SPD findet eine neuerliche Große Koalition von allen Bündnisvarianten jeweils die größte Zustimmung, unter den SPD-Anhängern befürwortet sie sogar eine Mehrheit.

Die größte Gruppe der Grünen-Anhänger (48 Prozent) wünscht sich ein schwarz-grünes Bündnis. 71 Prozent der FDP-Wähler wollen, dass ihre Partei mit der Union die neue Regierung stellt. Anhänger von AfD und BSW befürworten mehrheitlich andere Regierungsbündnisse nach der Wahl.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa für den „Stern“ und RTL Deutschland am 7. und 8. November 2024 erhoben, insgesamt 1.008 Personen nahmen teil.


Foto: Rolf Mützenich und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Bundeswehr fehlt Geld für fast 900 Offiziersdienstposten

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Feldjäger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr steht scheinbar vor neuen Problemen: Einem Bericht zufolge fehlt Geld für fast 900 Dienstposten bei den Offizieren im kommenden Jahr. Folglich seien Beförderungen junger Bundeswehr-Studierenden zum Leutnant ebenso in Gefahr wie die mögliche Vertragsverlängerung von Spezialisten, die sich länger bei der Bundeswehr bleiben wollen, schreibt das Magazin „Business Insider“ unter Berufung auf mehrere Insider im Verteidigungsministerium.

Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte dem Magazin: „Zu den nötigen Planstellen für etwaige Leutnantsbeförderungen setzen wir uns seit längerem intensiv beim für den Haushalt federführenden Bundesministerium für Finanzen (BMF) ein.“

Mit dem BMF stehe man „in einem konstruktiven Austausch über Lösungen, die nicht ausschließlich an eine Haushaltsaufstellung geknüpft werden müssen“. Sie bitte um „Verständnis, dass den Beratungen und Ergebnissen nicht vorgegriffen werden kann“, so die Sprecherin.


Foto: Feldjäger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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