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Wehrbeauftragte gegen Bundeswehr-Auftrittsverbot im Schulunterricht

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), ist gegen ein Auftrittsverbot für die Bundeswehr im Schulunterricht.

„Die Verteidigung unseres Friedens, unserer Freiheit und unserer Demokratie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Högl dem „Stern“. Darüber sollte stets „offen und vielfältig diskutiert“ werden – und das vor allem auch mit jungen Leuten. „Die Themen sollten frühzeitig im Unterricht behandelt werden und in den Schulen intensiv und engagiert diskutiert werden, auch mit der Bundeswehr“, forderte die SPD-Politikerin. Es brauche „die Begegnung“ und „den Austausch“.

In Brandenburg haben sich SPD und Bündnis Sahra Wagenknecht auf einen Koalitionsvertrag verständigt, der die Nachwuchswerbung der Bundeswehr im Unterricht explizit verbietet. Wörtlich heißt im Vertrag: „Eine Nachwuchswerbung der Bundeswehr kann in der Unterrichtszeit, aber nicht im Unterricht stattfinden.“

Demnach darf die Bundeswehr etwa zu Berufsinformationstagen an Schulen eingeladen werden, nicht aber direkt am Unterricht teilnehmen. In Thüringen findet sich eine ähnliche Formulierung im Koalitionsvertrag, den CDU, BSW und SPD ausgehandelt haben. Dort heißt es: „Wir begreifen Schule als Lernort für Freiheit, Toleranz, Völkerverständigung und Frieden. Der Unterricht darf keine Werbeplattform für eine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr sein.“

Scharfe Kritik dazu kommt aus der CDU. „Es ist die Pflicht des Staates, über eine seiner zentralen Aufgaben aufzuklären: die äußere Sicherheit“, sagte die Verteidigungsexpertin der CDU, Serap Güler, dem „Stern“. Jugendoffiziere seien dafür ausgebildet, Schüler zu befähigen, „sicherheitspolitische Vorgänge einzuordnen“. „Gerade in der Zeitenwende gehören sie in die Schulen – nicht zur Werbung für die Bundeswehr, sondern zur sicherheitspolitischen Bildung“, so Güler. „Sie aus dem Unterricht zu verbannen, zeigt den Realitätsverlust des BSW.“

Der Verteidigungsexperte der SPD, Johannes Arlt, hält trotz der Formulierungen im Koalitionsvertrag eine weitere Präsenz der Bundeswehr im Unterricht für möglich. Dort sei „eindeutig nur Nachwuchswerbung der Bundeswehr als im Unterricht ausgeschlossen benannt“, sagte Arlt dem Magazin. „Die Tätigkeit von Jugendoffizieren der Bundeswehr ist ausdrücklich keine Nachwuchswerbung, sondern staatsbürgerliche Bildung.“ Daher könne sie im Unterricht fortgesetzt werden. Auch sei es weiterhin für die Bundeswehr zulässig, außerhalb des Unterrichts an den Schulen um Nachwuchs zu werben. „Ich kann die Aufregung um die Einigung nicht nachvollziehen.“


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kabinett beschließt Verlängerung mehrerer Bundeswehr-Einsätze

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will mehrere Bundeswehr-Einsätze verlängern. Das Kabinett fasste bei seiner Sitzung am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit mitteilte.

Die deutsche Beteiligung an der EU-geführten Operation Aspides im Roten Meer sowie an der UN-Mission Unmiss im Südsudan soll demnach ohne inhaltliche Änderung bis 31. Oktober 2025 verlängert werden, die Beteiligung an der Nato-geführten maritimen Sicherheitsoperation Sea Guardian im Mittelmeer und an der EU geführten Operation Irini im zentralen Mittelmeer bis 30. November 2025.

Die finale Entscheidung über die Verlängerung muss der Bundestag treffen. Es wird erwartet, dass dies trotz der unklaren Mehrheitsverhältnisse im Parlament noch vor der geplanten Neuwahl erfolgen wird.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Easy-peasy-tofulicous ins neue Jahr mit omami

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Rezepte omami easy bolognese

Easy-peasy-tofulicous ins neue Jahr mit omami

Das neue Jahr steht an – new year, new me? Die Liste mit guten Vorsätzen ist lang. Wie wäre es zum Beispiel damit, bei der Ernährung zu starten, häufiger mal auf ausgewogene und pflanzliche Gerichte zu setzen? Keine Ahnung, wie das gehen soll oder ob das überhaupt schmeckt? omami has got you covered: Der omami-Tofu aus ganzen Kichererbsen schon mariniert. Das heißt, er schmeckt garantiert köstlich und bei den mittlerweile sechs verschiedenen Sorten ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem gibt es aus dem Hause omami jetzt easy Tofu-Rezepte für Beginner:innen, mit denen auch die etwas anfangen können, bei denen es normalerweise kracht und blitzt, wenn sie einen Kochlöffel in die Hand nehmen. Was darf es also heute sein – der Klassiker Spaghetti Bolo, 15-Minuten-Geschnetzeltes oder eine Nudelsuppe mit nur drei Zutaten?

Einfach, schnell und yummy: das sind die omami-Rezepte für Tofu-Beginner:innen

omami simple Geschnetzeltes@omami
omami simple Geschnetzeltes@omami

Es gibt hunderte Möglichkeiten, Tofu zuzubereiten. Hier sind die einfachsten sechs zur Auswahl. Die ganzen Rezepte inkl. Anleitung gibt es unter diesem Link.

15-Minuten-Tofu-Geschnetzeltes mit extra cremigen Champignons: Stellt die Uhr – in nur 15 Minuten gezaubert, ist dieses Tofu-Geschnetzelte das absolute Highlight nach einem langen Tag.
Instantnudeln-Pimp-Up Sweet-Chili-Tofucubes: Instantnudeln, but make it fancy? Mit Tofucrumble und Frühlingszwiebeln verfeinert, werden sie in wenigen Minuten zum Gourmet-Dinner.
Fried Rice mit Sweet-Chili-Tofucrumble: Mal wieder zuviel Reis gekocht? Dann ist das die perfekte Möglichkeit, den Reis vom Vortag in ein absolutes Festmahl zu verwandeln.
Spätzlepfanne mit Spinat und Tofu-Bacon-Würfel: Spätzle? Lieben wir! Vor allem in der Kombi mit rauchigen Tofuwürfeln und cremiger Soße.
Cheesy Nudelauflauf mit Smokey Twist Tofu-Topping: Alleskönner-Auflauf – dieser kommt mit Smokey Tofucrumble und einer extra knusprigen Käseschicht direkt aus dem Ofen auf den Tisch.
Extra-easy-Spaghetti Bolo mit Tofucrumble: Man nehme Pasta, Tomaten und Tofucrumble und schon haben wir eine Variation vom Alltime-Favourite, der nie enttäuscht.

How to omami

Den Tofu von omami gibt es inzwischen in sechs verschiedenen köstlichen Marinaden: Texas Roast für Cowboy-Herzen, Tasty Nature als universeller Alleskönner, Sweet Chili mit feuriger Würze, Smokey Twist voller rauchiger Aromen, Greek Salsa als sommerliche Kräuter-Komposition und Black Pepper, der mit seinem verwegenen Charakter jedem Gericht eine spannende Note verleiht. Mit omami geht einfach alles: würfeln, reiben, hacken, zerbröseln, schneiden, rösten, braten, grillen und dünsten. Vom Frühstück oder Lunch-to-go bis hin zum Gourmet-Dinner mit den Liebsten überrascht omami immer wieder mit neuen kreativen Möglichkeiten, die die Gerichte nicht nur einzigartig, sondern einfach köstlich machen. omami ist dabei nicht nur ein Ersatz für Fleisch oder Fisch, sondern ein vielfältiges Original, das im Kühlschrank nicht mehr fehlen soll. Schon gewusst? omami Kichererbsentofu gelingt beim Braten oder im Waffeleisen dank der Chickpea-Stärke extra crispy.

Über omami
omami wurde im April 2024 von Christina Hammerschmid in Berlin gelauncht. Die Österreicherin blickt auf 20 Jahre Erfahrung in Konzernen, Familienunternehmen und Start-ups im Lebensmittelbereich zurück. Nach Stationen u. a. bei Vöslauer, Coca-Cola, Veganz und Gorillas hat sich die Plantbased-Pionierin dazu entschieden, ihre langjährige Expertise mit ihrem unternehmerischen Geist zu verbinden. Mit omami möchte sie Tofu in den Mainstream bringen – und setzt dabei auf ganze Kichererbsen statt Soja oder Kichererbsenmehl. Der Next-Gen-Tofu kommt in verschiedenen geschmackvollen Marinaden, ist vielseitig einsetzbar, schnell zubereitet und deshalb für alle gedacht – egal, ob vegan, vegetarisch oder omnivor. Die Produkte von omami sind aktuell unter anderem in Deutschland national bei REWE, Marktkauf, tegut, in ausgewählten Edeka Filialen, in Österreich bei BILLA Plus und Gurkerl und in der Schweiz bei COOP erhältlich.

Bildcredit © omami
Alle Produkte von omami kosten 2,99 Euro.

Quelle Cleo Public Relations

Die E-Rechnung kommt!

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E-Rechnung kommt-Bild Alexandre Prot, CEO Qonto (© Qonto)

Marktkommentar zur aktuellen Studie KMU Barometer 2024 von Qonto

Zum 1. Januar 2025 beginnt die stufenweise Einführung der E-Rechnung. Schon zum Jahreswechsel sind Unternehmen verpflichtet, elektronische Rechnungen empfangen zu können – bis zum 1. Januar 2028 folgt dann die Pflicht zum Versand. Dabei verspricht die E-Rechnung Unternehmen zahlreiche Vorteile: eine schnellere Bearbeitung von Rechnungen, Reduzierung von Fehlerquellen und verbesserte Transparenz im Zahlungsprozess. So sollen Rechnungsprozesse effizienter gestaltet und Kosten gesenkt werden. Trotz des positiven Ausblicks sehen besonders viele kleine und mittelständische Unternehmen die Einführung als bürokratische Zusatzbelastung. Das zeigt sich auch im Ergebnis der aktuellen Studie KMU Barometer 2024 von Qonto.

Doch das muss nicht sein, sagt Alexandre Prot, CEO und Mitgründer von Qonto. Er weiß, worauf es zum Start der E-Rechnung für KMU ankommt.
Die Zahlen sind alarmierend: Bislang ist noch weniger als ein Viertel (22 Prozent) der KMU vollständig auf die schrittweise Einführung der elektronischen Rechnungsstellung vorbereitet. Das zeigt die aktuelle Studie KMU Barometer 2024 von Qonto. Gravierende Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen einzelnen Branchen: Während Unternehmen aus dem Bereich Recht oder Gesundheitswesen deutlich hinterherhinken), ist immerhin jedes vierte KMU aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Bereich IT/Telekommunikation und der Buchhaltung gut auf die Einführung der E-Rechnung vorbereitet. Und auch regional zeichnen sich deutliche Unterschiede ab: Berlin und Niedersachsen sind führend bei der Einführung der E-Rechnung. Hier geben immerhin 30 Prozent der KMU an, dass sie gut vorbereitet sind. Abgeschlagen sind vor allem KMU in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wo bislang nur 15 bzw. 13 Prozent startklar sind.

Die Herausforderungen als Chance begreifen

Die Umstellung auf E-Rechnungen wird von vielen KMU als zusätzliche Herausforderung betrachtet. Doch in Wirklichkeit eröffnet sie die Chance, ineffiziente Arbeitsabläufe zu überdenken und zu verbessern. Richtig implementiert, führt die E-Rechnung zu einem optimierten Workflow, beschleunigt Zahlungsvorgänge und ermöglicht eine bessere Liquiditätssteuerung. Es ist entscheidend, dass KMU die digitale Transformation als Möglichkeit sehen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sich den Herausforderungen eines digitalen Marktes zu stellen.

Die E-Rechnung – Mehr als eine Pflichtübung

Die E-Rechnung ist nicht nur eine Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, sondern ein entscheidender Schritt zur Effizienzsteigerung. Automatisierte Rechnungsverarbeitung und digitale Archivierung reduzieren den administrativen Aufwand erheblich. KMU, die diese digitalen Lösungen frühzeitig implementieren, profitieren von Zeitersparnissen und einer geringeren Fehleranfälligkeit. Die Integration dieser Prozesse in eine umfassende digitale Finanzlösung ist hierbei entscheidend. Nur so können Unternehmen sicherstellen, dass der gesamte Rechnungsprozess reibungslos und ohne manuelle Eingriffe funktioniert.

Wie weit der Weg hierhin für einige kleine und mittelständische Unternehmen jedoch noch ist, zeigen auch die Zahlen einer Befragung des VGSD aus dem Sommer 2024. So erstellen 40 Prozent der Unternehmen ihre Rechnungen noch mit Basisprogrammen wie Word oder Excel, während immerhin 43 Prozent eine spezielle Buchhaltungssoftware nutzen. Fast 90 Prozent übermitteln ihre Rechnungen auch per E-Mail, während 52 Prozent sie noch ausschließlich per Post versenden. Besonders aufhorchen lässt das Ergebnis, dass 54 Prozent der Befragten ihre Rechnungen noch analog archivieren, was faktisch den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung widerspricht. Dies unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit für KMU, ihre Prozesse zügig zu digitalisieren und zu standardisieren, auch um Compliance und Effizienz zu gewährleisten.

Worauf KMU jetzt achten sollten

Um ihr Rechnungsmanagement rechtskonform zu digitalisieren, müssen KMU zur Einführung der E-Rechnung einiges beachten: Denn neben der reinen Empfangsfunktion müssen ihre Systeme auch die automatische Verarbeitung und das Archivieren der E-Rechnungen ermöglichen, die wie Papierrechnungen zehn Jahre aufbewahrt werden müssen. Deshalb ist es ratsam, direkt auf Systeme mit offenen Schnittstellen zu setzen, die die Integration aller Finanzprozesse ermöglichen – von der Kontoführung über das Rechnungsmanagement bis hin zur Buchhaltung. Nur so vermeiden die Unternehmer:innen, dass bereits digitalisierte Rechnungen wieder manuell in anderen Tools erfasst werden müssen. Noch leichter, wenn sie bereits wie unsere Kund:innen über ein digitales Finanztool verfügen, das automatisch zum 1. Januar den rechtskonformen E-Rechnungsempfang abdeckt – inklusive Rechnungsverarbeitung und -archivierung.

Die Einführung der E-Rechnung ist ein Schritt in die digitale Zukunft des deutschen Mittelstands. Doch die Regulierungsbehörden werden in den kommenden Jahren weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau ergreifen müssen. Unternehmen, die rechtzeitig auf digitale Prozesse umstellen, sind nicht nur gut vorbereitet, sondern sichern sich auch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem sich ständig verändernden Markt. Die E-Rechnung bietet die Möglichkeit, den Grundstein für ein effizientes und zukunftssicheres Finanzmanagement zu legen und die Effizienz in allen Geschäftsbereichen zu steigern.

Über Alexandre Prot

Alexandre Prot ist Mitbegründer und CEO von Qonto, der führenden europäischen Finanzlösung für KMU und Freiberufler:innen. Nach seinem Abschluss an der HEC und INSEAD begann Alexandre Prot seine Karriere bei Goldman Sachs und McKinsey &Company. Im Jahr 2013 gründete er zusammen mit Steve Anavi
Smok.io, die erste vernetzte elektronische Zigarette, und erlebte die Frustrationen des Business Banking. Seine Erfahrungen waren zeitaufwendig und komplex. Daher beschlossen sie gemeinsam, Qonto zu gründen: ein Online-Geschäftskonto, das mit Finanztools wie Rechnungsstellung, Buchhaltung und Ausgabenmanagement kombiniert ist und so den Banking-Alltag vereinfacht. Qonto hat 622 Millionen Euro von den größten Investoren der Welt erhalten. Das Unternehmen betreut heute 500.000 Kunden in 8 Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Österreich, Belgien, Niederlande und Portugal) und beschäftigt über 1.600 Mitarbeiter.

Die E-Rechnung kommt! Aber nur jedes vierte KMU ist darauf vorbereitet

Bild Alexandre Prot, CEO Qonto (© Qonto)

Quelle Qonto/FischerAppelt

FDP fordert wegen Northvolt Rücktritt Habecks

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Robert Habeck (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der drohenden Millionenausfälle von Steuergeld im Zusammenhang mit der Insolvenz des Batterieherstellers Northvolt fordert die FDP den Rücktritt von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

„Robert Habecks Bilanz sind Rezession, tausende Jobverluste und Steuergeldverschwendung“, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph Meyer der „Bild“ (Donnerstagsausgabe). „Je früher der Minister die Koffer packt, desto besser ist das für Deutschland.“

Die Grünen blockierten die Wirtschaftswende und wollten eine rückwärtsgewandte „Weiter-So-Politik“, so Meyer. „Linksgrüne Ökosubventionen werden Deutschland nicht wieder voranbringen.“


Foto: Robert Habeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Pro Asyl will Streichung Georgiens als sicherer Herkunftsstaat

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl fordert, Georgien wieder von der Liste der sicheren Herkunftsstaaten zu entfernen. „Georgien muss von der Liste der sicheren Herkunftsstaaten gestrichen werden“, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Karl Kopp dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Die Menschenrechtssituation dort hat sich in den letzten zwölf Monaten dramatisch verschlechtert. Es gibt eine fortlaufende exzessive Polizeigewalt gegen die proeuropäische Bewegung.“

Pro Asyl habe ohnehin prinzipielle Kritik an dem Konzept der sicheren Herkunftsländer, so Kopp. Und Belgien habe Georgien bereits im Juli 2023 und nach wenigen Monaten wieder von der Liste der sicheren Herkunftsländer entfernt. Das müsse nun auch in Deutschland geschehen. „Die georgische Zivilgesellschaft braucht unsere Hilfe“, sagte er. Von der „staatlichen Repression“ betroffene Aktivisten benötigten Schutz. „Denn Georgien ist nicht sicher. Das muss nun auch in Deutschland realisiert werden.“

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Julian Pahlke äußerte sich ähnlich: „Ich habe die Einstufung schon im letzten Jahr äußerst kritisch gesehen“, sagte er dem RND. „Und die Lage verschärft sich gerade immer weiter.“

„Die Einstufung von Georgien als sicherer Herkunftsstaat war ein Fehler.“ Denn Russland betreibe eine immer aggressivere Politik der militärischen und wirtschaftlichen Annexion des Landes. Das zeige auch der Aufschub der EU-Beitrittsverhandlungen durch die russlandfreundliche Regierung. Die Zivilbevölkerung stehe gegen deren Kurs, beklagte der Grünen-Politiker. Doch die Regierung schlage die Proteste nieder. Zudem seien georgische Staatsangehörige in Deutschland mit Arbeitsverboten zur Untätigkeit gezwungen und lebten damit in prekären Verhältnissen.

Georgien und die Republik Moldau waren vor einem Jahr in die Liste der sicheren Herkunftsstaaten aufgenommen worden. Damit können Asylverfahren von Staatsangehörigen beider Länder schneller bearbeitet werden.


Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Abschiebeoffensive in die Türkei stockt

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Istanbul (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) im September 2024 angekündigte Abschiebeoffensive in die Türkei fällt offenbar aus. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf eine Anfrage an das Ministerium. Demnach wurden in diesem Jahr bis einschließlich Oktober 885 türkische Staatsbürger in ihre Heimat abgeschoben. Laut Ausländerzentralregister sind aber aktuell insgesamt 16.041 Türken ausreisepflichtig.

Die Verantwortung, warum im Gegensatz zu Faesers Ankündigung die Zahl so gering ausfalle, sieht eine Sprecherin nicht im eigenen Haus. Für Abschiebungen seien die Länder zuständig, die Bundesregierung führe „fortlaufend Gespräche mit den türkischen Partnern“ zur Rückführung türkischer Staatsbürger.

Noch im Herbst hatte Faeser einen Deal mit Ankara angekündigt, nach dem „Rückführungen in die Türkei schneller und effektiver erfolgen können“. Aus Regierungskreisen hieß es damals, dass die Türkei wöchentlich bis zu 500 Staatsbürger zurücknehmen werde. Von einem Abschiebeabkommen mit Ankara ist aktuell keine Rede mehr.


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Bericht: Grüne geben am meisten Geld für Wahlkampf aus

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Delegierte werben für Habeck als Kanzlerkandidat (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Für den anstehenden Bundestagswahlkampf haben die Grünen aktuell ein so großes Wahlkampfbudget wie keine andere Partei. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus nach einer Anfrage an alle acht im Bundestag vertretenen Parteien.

Wie Grünen-Wahlkampfmanager Andreas Audretsch mitteilte, rechne die Partei beim Budget für den Wahlkampf mit „einer Größenordnung, die sich an den Mitteln aus dem Jahr 2021 orientiert.“ Wie es aus Kreisen der Parteizentrale heißt, lag das Wahlkampfbudget 2021 bei 19 Millionen Euro.

Deutlich weniger Geld hat die SPD eingeplant. Die Partei erklärte ebenfalls, ein ähnliches Budget wie 2021 zur Verfügung zu haben. Damals betrug das Wahlkampfbudget „rund 15 Millionen Euro“, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Linke erklärte, ein Budget von 6,8 Millionen Euro für den Wahlkampf zur Verfügung zu haben. Der Großteil werde in die Produktion von A1- und Großplakate investiert. Das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) plant „aktuell“ mit vier Millionen Euro.

Die CDU hat laut einer Sprecherin ihr Wahlkampfbudget noch nicht beschlossen. Die Partei teilte lediglich mit, dass das Budget bei der Wahl 2021 bei 20 Millionen Euro lag.

CSU und FDP wollten indes keine konkreten Angaben zu ihren Wahlkampfbudgets machen. Die AfD bezog laut Focus bis Redaktionsschluss keine Stellung.


Foto: Delegierte werben für Habeck als Kanzlerkandidat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wagenknecht und Schwarzer schreiben offenen Brief zum Ukraine-Krieg

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Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und die Publizistin Alice Schwarzer haben einen offenen Brief zum Russland-Ukraine-Konflikt angestoßen und veröffentlicht. In dem Brief, über den das Nachrichtenportal T-Online berichtet, rufen sie dazu auf, „einen großen europäischen Krieg“ zu verhindern.

Sie schreiben, es sei „höchste Zeit, dass sich die deutsche Politik mit Nachdruck für eine Deeskalation und einen sofortigen Waffenstillstand mit anschließenden Friedensverhandlungen“ einsetze. Sie verweisen dabei auf einen Friedensplan Brasiliens und Chinas. Den Brief von Wagenknecht und Schwarzer haben 38 Menschen unterzeichnet, darunter unter anderem der ehemalige SPD-Innenminister Otto Schily.

Die Überschrift des Briefes lautet: „Eine Minute vor Zwölf – Einen großen europäischen Krieg verhindern.“ Schwarzer und Wagenknecht bezeichnen den Krieg als „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg von Russland“. In dem „Appell der 38“, so nennen sie den Brief, schreiben sie, dass es der Ukraine an Waffen, aber auch an Soldaten mangele, und stellen fest, dass „ein Ende des Sterbens ist nicht in Sicht“ sei.

Die „Last-Minute-Entscheidung des US-Präsidenten Biden“, Angriffe auf Russland mit von den USA gelieferten Raketen zu genehmigen, habe „eine neue Eskalationsstufe eingeleitet.“ Demnach hätten auch Großbritannien und Frankreich den USA nachgezogen. Damit steige das Risiko für ganz Europa extrem. „Deutschland könnte das neue Schlachtfeld werden“, so Wagenknecht, Schwarzer und die anderen Unterzeichner.

Sie kritisieren in dem Brief auch den noch verantwortlichen US-Präsidenten Joe Biden. „Biden habe sich in der Vergangenheit geweigert, diesen Schritt zu gehen, um, wie er selbst betonte, einen Dritten Weltkrieg zu vermeiden. Gilt das jetzt nicht mehr?“, so die Frage in dem offenen Brief.


Foto: Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mindestens 59,2 Millionen Wahlberechtigte bei Bundestagswahl

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Wähler in einem Wahllokal (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Sollte im Falle der Auflösung des Deutschen Bundestages die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag wie erwartet am 23. Februar 2025 stattfinden, werden im Bundesgebiet voraussichtlich mindestens 59,2 Millionen Deutsche wahlberechtigt sein. Das geht aus einer auf dem Zensus 2022 basierenden Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Davon sind demnach 30,6 Millionen Frauen und 28,6 Millionen Männer. Hinzu kommen deutsche Wahlberechtigte, die gänzlich oder überwiegend im Ausland leben, wodurch die Zahl der Wahlberechtigten insgesamt höher ist. Die Zahl der Wahlberechtigten ist damit voraussichtlich geringer als bei der letzten Bundestagswahl 2021. Damals waren rund 61,2 Millionen Personen wahlberechtigt gewesen. Die Differenz geht vor allem auf die demografische Entwicklung zurück; zudem ist die zensusbedingte Korrektur des Bevölkerungsbestandes in der aktuellen Schätzung berücksichtigt.

Zu den Wahlberechtigten gehören etwa 2,3 Millionen potenzielle Erstwähler – das sind 3,9 Prozent aller Wahlberechtigten. Diese Zahl umfasst alle jungen Deutschen, die seit der letzten Bundestagswahl volljährig geworden sind.


Foto: Wähler in einem Wahllokal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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