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Fall Gelbhaar: Grünen-Politikerin Shirin Kreße legt Mandat nieder

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Shirin Kreße (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Zuge des Skandals um mutmaßlich gefälschte und vom RBB verbreitete Belästigungsvorwürfe gegen den Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar gibt es erste personelle Konsequenzen. Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Mitte, Shirin Kreße, soll laut eines Berichts des „Tagesspiegels“ ihr Mandat niedergelegt haben.

In einer E-Mail an den Kreisvorstand von Mitte und an die Vorsteherin der BVV soll sie am Samstagnachmittag ihren Verzicht auf das Mandat zum schnellstmöglichen Zeitpunkt erklärt, dafür aber keine Gründe genannt haben. Die Zeitung schreibt, dies hätten „mehrere Quellen aus der Partei auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene“ bestätigt. Berichte aus der Partei, dass die Frau auch aus der Partei ausgetreten sei, konnte die Landesparteispitze bislang nicht bestätigen.

Kreße soll laut der Zeitung von Beginn an eine aktive Rolle in der Causa Gelbhaar gespielt haben. Die Kommunalpolitikerin ist in der Landespartei, insbesondere im linken Flügel, gut vernetzt, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Feminismus. Deutschlandweit bekannt geworden war Kreße beim Bundesparteitag der Grünen in Karlsruhe im November 2023. Sie hatte beantragt, ein Zitat des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik, Konrad Adenauer (CDU), zur europäischen Friedensordnung aus dem Wahlprogramm zu streichen. Kreße befand, Adenauer sei in seiner Zeit selbst für CDU-Politikerinnen zu sexistisch gewesen.


Foto: Shirin Kreße (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Leverkusen gewinnt gegen Gladbach

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Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts NachrichtenagenturLeverkusen (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 18. Bundesliga-Spieltags hat Bayer Leverkusen mit 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Die Werkself bleibt den Bayern damit auf den Fersen, ist weiterhin mit vier Punkten Abstand auf Platz zwei. Gladbach bleibt auf Rang zehn.

Bei eisigen Temperaturen dauerte es etwas, bis Leverkusen auftaute, die ersten beiden Treffer besorgte Florian Wirtz: in der 32. Minute regulär, in der 62. Minute per Elfmeter, und Wirtz bereitete auch den Treffer von Patrik Schick in der 74. Minute vor. Gladbach gelang in der 91. noch ein Ehrentreffer durch Tim Kleindienst.

Die Borussia stand defensiv durchaus über lange Zeit gut und suchte auch immer wieder Lücken, die Leverkusener waren aber einfach abgezockter und ließen sich auch nicht vom Verletzungspech aus dem Takt bringen, nachdem ihr Martin Terrier bereits in der 8. Minute ausgewechselt werden musste.


Foto: Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (18.01.2025)

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Lotto-Spieler, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 3, 12, 16, 20, 26, 33, die Superzahl ist die 3.

Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 9824353. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 672712 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. In Deutschland wird das populäre Zahlenlotto „6 aus 49“ seit 1955 gespielt.


Foto: Lotto-Spieler, via dts Nachrichtenagentur

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Insa: Union fällt unter 30 Prozent

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Friedrich Merz am 17.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union fällt in der vom Institut Insa gemessenen Wählergunst erstmals seit Juli letzten Jahres unter die psychologisch wichtige Marke von 30 Prozent. Alle anderen großen Umfrageinstitute sehen CDU und CSU derzeit noch bei 30 Prozent oder mehr.

Wenn schon diesen Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union laut der am Samstag auf der Internetseite der „Bild“ veröffentlichten Umfrage auf 29 Prozent (-1 im Vergleich zur Vorwoche). Die AfD verliert ebenfalls einen Punkt und kommt auf 21 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 16 Prozent, die Grünen unverändert bei 13 Prozent.

Gewinner sind BSW (7 Prozent), FDP (5 Prozent) und Linke (4 Prozent), alle drei legen einen Prozentpunkt zu. Die Sonstigen verlieren einen Zähler und landen bei 5 Prozent. Die Umfrage wurde vom 13. bis 17. Januar durchgeführt, 1.206 Personen wurden befragt.


Foto: Friedrich Merz am 17.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Bayern gewinnen nur mühsam gegen Wolfsburg

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Mohamed Amoura (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – In den Samstagspartien des 18. Bundesliga-Spieltags haben die Bayern gegen Wolfsburg vergleichsweise mühsam mit 3:2 gewonnen. In der Tabelle festigen die Bayern damit ihren ersten Platz, der VfL ist auf Rang sieben.

Leon Goretzka brachte die Bayern in der 20. Minute in Führung, Mohamed Amoura konnte für die Wölfe vier Minuten später zunächst ausgleichen (24.), Bayerns Michael Olise erhöhte in der 39. Minute. Im zweiten Durchgang traf wieder zuerst Leon Goretzka (62. Minute), aber die Wolfsburger ärgerten die Gastgeber immer weiter. Und wieder war es Mohamed Amoura der zumindest noch den Anschluss für den VfL besorgte (88. Minute), die Bayern mussten bis zur letzten Minute aufpassen.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Bochum – Leipzig 3:3, Stuttgart – Freiburg 4:0, Heidenheim – St. Pauli 0:2, Kiel – Hoffenheim 1:3.


Foto: Mohamed Amoura (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grünen-Chef Banaszak kritisiert Merz für EVP-Auftritt

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Friedrich Merz und Ursula von der Leyen am 17.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chef Felix Banaszak hat den Auftritt von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz bei der Klausur der europäischen Konservativen (EVP) in Berlin heftig kritisiert.

„Beim heutigen Treffen der europäischen Konservativen inszeniert Friedrich Merz einen Generalangriff auf den europäischen Green Deal und erteilt damit einer zukunftsorientierten europäischen Wirtschaft eine Absage“, sagte Banaszak der „Rheinischen Post“ (online Sonntag). Der Grünen-Chef sagte weiter, unter dem Deckmantel von „Antibürokratie“ wollten Merz und dessen konservativen Kollegen den Green Deal rückabwickeln, sei es bei emmisionsfreien Autos oder bei den Zielen für erneuerbare Energien. „Das sendet fatale Signale an die Wirtschaft und bietet unserer Industrie keine langfristige Planungssicherheit. Ich hätte mir vom Kanzlerkandidaten von CDU/CSU mehr Wirtschaftskompetenz erhofft“, monierte Banaszak.

„Wir Grüne werden Kurs halten beim Green Deal. Er ist das Herzstück einer klugen Wirtschaftspolitik und das stärkste Werkzeug, das wir für Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit in Europa haben. Mit uns kann man immer über sinnvolle Vereinfachung sprechen, doch Bürokratieabbau darf kein Vorwand sein, die Klimaziele auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben und bereits getroffene Weichenstellungen ins Leere laufen zu lassen“, erklärte der Grünen-Chef weiter.

Zu dem EVP-Forderungskatalog, der bei dem Treffen beraten wurde, gehört unter anderem die Technologieoffenheit im Mobilitäts- und Energiesektor. EVP-Chef Manfred Weber hatte bereits am Freitag angekündigt, dass die EVP mit einer „Bürgerlichen Mehrheit“ das Verbrenner-Aus für Autos bis 2035 kippen wolle.


Foto: Friedrich Merz und Ursula von der Leyen am 17.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Ramelow: AfD hält sich nicht an demokratische Regeln

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Bodo Ramelow am 18.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bodo Ramelow (Linke) warnt vor einem weiteren Erstarken der AfD. „Demokraten müssen zusammenhalten, wenn der Faschismus zur Normalität wird“, sagte der frühere thüringische Ministerpräsident am Rande des Bundesparteitags der Linken in Berlin dem Sender Phoenix.

Dabei nahm er Bezug auf die Konstituierung des thüringischen Landtags im September 2024, als das Landesverfassungsgericht dem Alterspräsidenten der AfD eine Überschreitung seiner Kompetenzen attestierte. „Das war der Tiefpunkt deutscher Parlamentsgeschichte, also Nachkriegsparlamentsgeschichte. Wenn man von 1945 angeht, war das der schwärzeste Tag“, meinte Ramelow und ergänzte: „Wer den Tag erlebt hat, der weiß, was es heißt, wenn man der AfD auch formale Macht in die Hand gibt, wenn man ihnen formal die Instrumente der Demokratie in die Hand gibt, weil sie sich nicht an die Regeln halten.“

Umso wichtiger sei es, dass die Linke im kommenden Deutschen Bundestag vertreten sei, so Ramelow. Die Eintrittswelle vieler junger Menschen bei der Linken sei Beleg dafür, dass sich viele Menschen der Gefahren bewusst seien, die die Demokratie bedrohten.


Foto: Bodo Ramelow am 18.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Reichinnek erlebt Linke "befreit und kämpferisch wie nie zuvor"

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Heidi Reichinnek am 18.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Gruppenchefin Heidi Reichinnek ist optimistisch, dass ihre Partei bei der Wahl am 23. Februar erneut den Sprung in den Bundestag schafft.

„Ich erlebe meine Partei seit einem Jahr so befreit und so kämpferisch wie nie zuvor“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin dem Fernsehsender Phoenix. „Ich bin der festen Überzeugung, dass uns diese Stimmung auch wieder in den Bundestag trägt, weil wir die Leute wieder begeistern können.“ Sie sei sicher, dass die Linke den Wiedereinzug ins Parlament bundesweit schaffen könne. Dabei setze die Partei auch auf die Strahlkraft von prominenten Linken-Kandidaten, um ein Direktmandat zu erringen.

Überzeugen will die Linke die Wähler vor allem mit einer Offensive in der Sozial- und Wohnungspolitik. „Das Leben muss wieder bezahlbar sein: Wir wollen die Mieten senken, wir wollen mehr sozialen Wohnungsbau, wir wollen die Lebensmittelpreise reduzieren“, umriss Reichinnek die Ziele ihrer Partei. Die Ampelregierung habe auf diesen Politikfeldern viel versprochen, aber nichts geliefert. „Wir brauchen einen Mietendeckel, damit die Mieten eingefroren und gesenkt werden können. Und wir brauchen sozialen Wohnungsbau aus öffentlicher Hand“, meinte die Linken-Spitzenkandidatin.


Foto: Heidi Reichinnek am 18.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Gysi beschwört auf Parteitag Kampfgeist der Linken

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Gregor Gysi am 18.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Parteiveteran Gregor Gysi hat den Kampfgeist der Linkspartei beschworen. „Die Linke ist nicht kaputtzubekommen“, sagte er am Samstag auf dem Linken-Parteitag in Berlin.

Dabei lobte er explizit die Leidenschaft der jungen und neuen Mitglieder. Unter dem Zeitdruck der vorgezogenen Bundestagswahl werde man „aktiver, schneller und effizienter“, fügte Gysi hinzu.

Aufgabe der Opposition sei es, den Zeitgeist zu verändern. Als Beispiel nannte er den gesetzlichen Mindestlohn. Für den habe es noch keine Mehrheit gegeben, als seine Partei angefangen habe, ihn zu fordern. Ohne die Linkspartei würden linke Argumente in den Parlamenten, Medien und der Gesellschaft fehlen.

Weiter teilte Gysi auch Seitenhiebe gegen andere Parteien aus. „Wir haben schon acht oder neun Kanzlerkandidaten, wir brauchen keinen weiteren“, sagte er. „Denn wir wollen uns im Unterschied zu anderen nicht lächerlich machen.“ Jedoch fügte er hinzu: „Wir haben viele Konkurrenten, aber nur einen Gegner – und der heißt AfD.“

Zudem kritisierte er, dass es zu wenig Anerkennung für die Leistungen der Menschen in Ostdeutschland gegeben habe und weiterhin gebe. Bei einem Wiedereinzug in den Bundestag will der 77-Jährige Alterspräsident des Parlaments werden. Das sei als Ostdeutscher eine besondere Leistung. Seit der 19. Legislaturperiode wird das nicht mehr der an Lebensjahren älteste, sondern der dienstälteste Abgeordnete.


Foto: Gregor Gysi am 18.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Wagner will bis WM 2026 "auf jeden Fall" bei Nationalelf bleiben

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Sandro Wagner (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Fußballnationalelf-Co-Trainer Sandro Wagner schließt einen Wechsel vor der Weltmeisterschaft 2026 aus.

„Ich will bis dahin auf jeden Fall bei der Nationalmannschaft bleiben“, sagte er dem „Spiegel“. Er habe zwar keineswegs vor, ewig als Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu arbeiten, „aber derzeit ist das perfekt für mich, ich kann von Top-Leuten um mich herum wahnsinnig viel mitnehmen“, sagte Wagner. „Die WM 2026 ist ein cooles Ziel.“

Ende 2024 soll Wagner unter anderem ein Trainerkandidat bei der TSG Hoffenheim gewesen sein. Zuletzt wurde er als möglicher Nachfolger für Nuri Sahin bei Borussia Dortmund gehandelt. Im September 2023 übernahm Wagner den Job als Co-Trainer im DFB-Team. Zusammen mit Nagelsmann führte er die Nationalelf im vergangenen Jahr bis ins Viertelfinale der Heim-EM. „Wir wollten Europameister werden. Und wir hätten es auch werden können“, sagte Wagner.

Der frühere Mittelstürmer, der unter anderem für Bayern München, Hoffenheim und Darmstadt in der Bundesliga auflief und auf acht Länderspiele (fünf Tore) kam, sieht sich nicht als klassischen Co-Trainer. Er strebe eine Karriere als Chefcoach an. „Ich spüre, dass dieser Beruf perfekt zu mir passt. Und meine bisherigen Jahre als Trainer verliefen richtig gut“, so Wagner. „Wenn das jetzt jemand liest, kann er sagen: Der Typ muss sich erst mal beweisen. Unterschreibe ich so. Ich will das beweisen. Aber ich habe das Urvertrauen in mich.“

Vor seinem Engagement beim DFB hatte Wagner den damaligen Viertligisten SpVgg Unterhaching trainiert und 2023 zum Aufstieg geführt. In der kommenden Woche beginnt er die Ausbildung zum Fußballlehrer. Wagner begann seine Profispieler-Laufbahn beim FC Bayern. Über Bremen und Berlin landete er in Darmstadt, wo er zu einem etablierten Bundesligastürmer reifte und später Nationalspieler wurde.

In dieser Zeit war er einer der kontroversesten Spieler der Liga und eckte mit Sprüchen an. Er habe „provozieren“ wollen, sagte Wagner. Ihm sei es auch darum gegangen, „mir ein bisschen Reibung zu suchen, um daraus für mich etwas Positives zu machen“. Mit 30 wechselte er zurück nach München, wo er den Durchbruch einst als Jugendspieler nicht schaffte. „Vielleicht habe ich diese Ablehnung gebraucht“, sagte er.


Foto: Sandro Wagner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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