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Frankreichs Premierminister übersteht erstes Misstrauensvotum

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Französische Nationalversammlung (Archiv), via dts NachrichtenagenturParis (dts Nachrichtenagentur) – Der französische Premierminister François Bayrou hat nach breiter Kritik an seinen Sparplänen am Mittwochabend ein erstes Misstrauensvotum im Parlament überstanden. Es stimmten 128 Abgeordnete für den ersten Misstrauensantrag, weit weniger als die erforderlichen 289 Stimmen.

Linksgerichtete Abgeordnete hatten zwei Misstrauensanträge gegen den Premierminister eingebracht, nachdem dieser sich auf besondere verfassungsrechtliche Befugnisse berufen hatte, um den Haushalt für 2025 durchzusetzen.

Bayrou war im Dezember von Präsident Emmanuel Macron zum Premierminister ernannt worden, um eine monatelange politische Krise zu beenden. Nur rund zwei Monate nach seiner Einsetzung steht Bayrous Regierung aber bereits heftig unter Druck. Trotz des Erfolgs in der Vertrauensfrage dürfte dieser nun auch nicht abnehmen.


Foto: Französische Nationalversammlung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax kämpft sich ins Plus – Anleger scheuen Risiken nicht

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax nach zwischenzeitlichen Verlusten zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 21.585,93 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,37 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Noch scheint die Börsenwelt in Ordnung und Anleger sehen in externen Schocks wie DeepSeek und Trumps Zoll-Wahnsinn attraktive Kaufgelegenheiten“, kommentierte Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets die aktuellen Entwicklungen. „Die erneute Erholung im Dax und an der Wall Street spricht für jede Menge noch vorhandenen Optimismus auch nach zwei starken Börsenjahren mit außergewöhnlichen Renditen. Das große Abwägen zwischen Chancen und Risiken aber hat jetzt begonnen“, so Oldenburger.

Risiken lauerten unter anderem „in der Tatsache, dass insbesondere die großen US-Technologieunternehmen, die mittlerweile zu Schwergewichten geworden sind, zu historisch hohen Multiplikatoren gehandelt werden“, sagte der Analyst. „Hinzu kommt eine US-Notenbank, die wegen der hartnäckigen Inflation in den Wartestand gewechselt ist. Last but not least könnte Chinas Antwort auf Trumps Zölle in den kommenden Wochen und Monaten mit klinischer Präzision erfolgen“, prognostizierte er.

An der Spitze der Dax-Kursliste standen kurz vor Handelsschluss die Papiere von Vonovia mit über drei Prozent im Plus, direkt vor denen von Siemens Energy und Infineon. Die stärksten Kursverluste hatten die Werte von Symrise am Listenende zu verzeichnen.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,0418 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9599 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 2.870 US-Dollar gezahlt (+1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 88,58 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 74,69 US-Dollar, das waren 151 Cent oder 2,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Strack-Zimmermann fordert schnellen Ausbau militärischer Mobilität

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Panzer auf Lkw (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), fordert einen schnelleren Ausbau der militärischen Mobilität in Deutschland. Die Bundesrepublik müsse mehr Tempo machen und die Infrastruktur entsprechend stärken, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Es muss gelten, im Notfall militärische Erfordernisse umgehend umzusetzen“, forderte die FDP-Politikerin. Das müsse geübt und entsprechend finanziell unterfüttert werden. Sie kritisierte, dass für die Verlegung von Truppen in manchen Fällen ein Antrag 45 Tage im Voraus eingereicht werden muss oder Panzer wegen des Höchstgewichts in der Straßenverkehrsordnung nicht verlegt werden können.

„Es ist geradezu absurd und fahrlässig, sich im Falle eines Angriffs an der Straßenverkehrsordnung zu orientieren oder sich 45 Tage Vorlaufzeit zu erbitten – absolut realitätsfremd“, so Strack-Zimmermann. „Wer nämlich ernsthaft glaubt, er könne zivile Maßnahmen in einem Krisenfall anwenden, der hat im wahrsten Sinne des Wortes den Knall nicht gehört.“


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Grüne kritisiert ARD, ZDF und Merz wegen TV-Duell

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ZDF-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Wahlkampfmanager der Grünen, Andreas Audretsch, hat ARD und ZDF wegen ihres Festhaltens an einem TV-Duell von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz kritisiert. „ARD und ZDF sind nicht bereit, am Sonntag eine faire TV-Debatte zu ermöglichen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

„Während RTL und Pro7/Sat1 mittlerweile auf breitere Einladung setzen, wollen sich ARD und ZDF den Realitäten unserer Zeit nicht stellen. Das ist bedauerlich.“ Audretsch fügte hinzu: „Faire Spielregeln wären jetzt Grundlage für Chancengleichheit, Friedrich Merz war bereit, sich einem fairen Wettstreit zu stellen. Dazu hat er sich öffentlich klar bekannt. Bedauerlich ist, dass Olaf Scholz dazu offenbar nicht bereit war.“ Denn die Umfragen, die Dynamik des Wahlkampfes und die jüngsten Ereignisse zeigten, dass in diesem Wahlkampf „alles offen“ sei.

Der Grünen-Politiker übte zugleich vehemente Kritik an Merz wegen seiner jüngsten Bundestagsvorstöße für eine Verschärfung der Flüchtlingspolitik unter Inkaufnahme von AfD-Stimmen. „Friedrich Merz hat Wortbruch begangen und mit der politischen Kultur unseres Landes gebrochen“, sagte er dem RND. „Die Union hat wiederholt mit der AfD gestimmt und erstmals in der Geschichte Deutschlands einen Antrag mit Rechtsextremen durchs Parlament gebracht. Dadurch wurde das politische Koordinatensystem erschüttert.“


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Habeck setzt bei US-Zöllen auf EU-Güter auf Gegenzölle

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die EU aufgefordert, Gegenzölle zu erheben, sollte US-Präsident Donald Trump Zölle auf Produkte aus der Europäischen Union verhängen.

„Wenn Europa Donald Trump nicht überzeugen kann, dann wird Europa so reagieren müssen, wie Kanada und Mexiko bereit sind, es zu tun: mit Gegenzöllen“, sagte Habeck der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wolle keinen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten: „Aber wir dürfen uns auch nicht herumschubsen lassen und dürfen uns nicht vor Donald Trump in den Staub werfen. Wir müssen selbstbewusst handeln und verhandeln.“ Auch seien die Zölle für Trump selbst „ein hohes innenpolitisches Risiko“.

Habeck kritisierte mit Blick auf die deutschen Verteidigungsausgaben außerdem die Haltung von CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz zur Schuldenbremse. Habeck bezifferte die nötigen zusätzlichen Ausgaben auf 40 bis 45 Milliarden Euro pro Jahr und sagte: „Das kriegt man nicht zusammengespart, indem man bei Flüchtlingskosten oder Bürgergeld ein bisschen kürzt.“ Weiter sagte er: „Da merkt man einfach die fehlende Regierungserfahrung von Friedrich Merz. Wir dürfen Sicherheitsfähigkeit nicht gegen den sozialen Zusammenhalt ausspielen.“


Foto: Industrieanlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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PM-International investiert 22 Millionen Dollar

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PM-International CEO & Gründer Rolf Sorg spricht beim Spatenstich

PM-International investiert 22 Millionen Dollar in US-Infrastruktur
Neues Zentrum wird neue Arbeitsplätze schaffen und die Zusammenarbeit vor Ort stärken

PM-International baut seine Präsenz in den USA mit einer neuen, hochmodernen Anlage in Florida aus. Das Unternehmen, welches auf Platz 6 der aktuellen „DSN Global 100“-Rangliste der weltweit umsatzstärksten Unternehmen seiner Branche liegt, setzt hiermit einen weiteren Meilenstein in seiner globalen Expansionsstrategie. Der Schritt ist notwendig, um die stetig steigende Zahl an Kunden und Vertriebspartnern in Nord- und Südamerika zu unterstützen.

PM-International wurde 1993 in Deutschland gegründet und vertreibt seine Produkte von über 45 Niederlassungen auf 6 Kontinenten. Das Familienunternehmen begann seine Expansion auf den amerikanischen Kontinent im Jahr 2019 mit der Eröffnung des Headquarters Americas in Sarasota, Florida. Die Expansion nach Manatee County, Florida, wird als zentraler Knotenpunkt für die Aktivitäten von PM-International auf dem amerikanischen Kontinent dienen. Geplant sind Verwaltungsgebäude, ein Flag Ship-Store (Direct Sales Center), ein hochmodernes Fulfillment-Center sowie eine GMP-konforme Produktionsstätte, um den Vertrieb der FitLine Produkte für Gesundheit, Fitness und Schönheit weiter zu optimieren. Mittelfristig wird das Unternehmen 400-500 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Expansion ist Teil eines 22-Millionen-Dollar-Investitionsplans. Dieser umfasst zunächst 9,5 Millionen Dollar für die Sicherung des Baugrunds für den neuen Hauptsitz sowie die Lagerflächen. Das Projekt besteht aus drei Phasen, wobei die erste Phase die Investition von 22 Millionen Dollar darstellt. Nach Abschluss der zweiten und dritten Phase soll sich die Gesamtinvestition auf 50 Millionen Dollar belaufen, um die Kapazität der Anlage für ein langfristiges Wachstum aufzustellen.

PM-International setzt seine globale Expansionsphase fort. Das Unternehmen hat bislang vier Mal in Folge den Bravo International Growth Award gewonnen, der es als das am schnellsten wachsende internationale Unternehmen in seiner Branche auszeichnet – eine Premiere in der Geschichte des Preises, der von Direct Selling News vergeben wird.

„Unser neuer Hauptsitz in Florida ist mehr als nur eine Erweiterung. Sie zeugt vom Engagement für unser weiteres Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent und vom Potenzial, das wir hier sehen“, sagte Rolf Sorg, Gründer und CEO von PM-International. „Heute beginnen wir das nächste Kapitel der Reise von PM-International in Amerika. Diese Investition spiegelt unsere Kernaufgabe wider – Leben zu verbessern, sowohl durch unsere Premiumprodukte als auch durch die Geschäftsmöglichkeit, die wir anbieten.“

„Als gewählter Abgeordneter des Repräsentantenhauses von Florida bin ich stolz darauf, Weltklasse-Unternehmen in der Direktvertriebsbranche zu unterstützen. PM-International setzt in Bezug auf seine Produkte und unternehmerischen Möglichkeiten einen der höchsten Standards, die ich je gesehen habe. Wir heißen sie in Florida und den Vereinigten Staaten willkommen“, sagte Ryan Chamberlin, Mitglied des Repräsentantenhauses von Florida für den 24. Bezirk.

Hinter dem Projekt steht die Vision von PM-International, in Nord- und Südamerika einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu erzielen. Dies soll zum Ziel des Unternehmens beizutragen, bis 2027 einen weltweiten Umsatz von 5 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Mit der Expansion stärkt PM-International seine Position als führender Akteur in der Gesundheits- und Wellness-Branche und baut seine Unterstützung für Vertriebspartner und Kunden in ganz Amerika aus.

Zum neuen Hauptsitz in Florida gehören auch PM Labs, das erste eigene Labor des Unternehmens in Nord- und Südamerika. PM Labs wird mit hochmodernen Test- und Produktentwicklungskapazitäten vor Ort die Premiumqualität der gesamten Produktlinie von PM-International sicherstellen, indem untergebracht werden. Das Labor unterstreicht das Engagement des Unternehmens, den Verbrauchern wissenschaftlich entwickelte, streng getestete Produkte zu bieten.

David Wensinger, Chief Operations and Finance Officer von PM-International Americas:

„Die Gründung von PM Labs ist ein bedeutender Meilenstein in unserem Engagement für Spitzenleistungen. Um den hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, richten wir unser erstes eigenes Qualitätskontrolllabor ein. Dies ist ein großer Schritt nach vorn, um sicherzustellen, dass jedes von uns hergestellte Produkt den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht. Diese Initiative in Verbindung mit unserer bestehenden GMP-zertifizierten Anlage unterstreicht unser Engagement für die Lieferung von Produkten, denen unsere Kunden vertrauen können. Darüber hinaus zeigt das Streben nach der SQF-Zertifizierung (Safe Quality Food) unser kontinuierliches Bemühen, die Messlatte höher zu legen und neue Maßstäbe für die Qualitätssicherung in unserer Branche zu setzen.“

Im Einklang mit dem Engagement von PM-International für Nachhaltigkeit wird das neue Headquarter umweltbewusste Lösungen beinhalten, einschließlich energieeffizienter Beleuchtung, fortschrittlicher HVAC-Systeme und Technologien für erneuerbare Energien, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Gegründet 1993 in Deutschland, hat sich PM-International zu einem weltweit agierenden Unternehmen mit Niederlassungen auf sechs Kontinenten entwickelt. Das exklusive Nährstoff-Transportkonzept (NTC®) des Unternehmens repräsentiert die Kernkompetenz des Unternehmens und über 30 Jahre Erfahrung in der Produktentwicklung: Es bringt die Nährstoffe, wenn sie gebraucht werden, dorthin, wo sie gebraucht werden – auf die Zellebene von innen und außen. Mit über 900 Millionen verkauften Produkten weltweit ist FitLine zu einer vertrauenswürdigen Marke für gesundheitsbewusste Verbraucher und Spitzensportler gleichermaßen geworden.

Quelle PM International AG

Linnemann: Scholz muss sich von Gewalt gegen CDU distanzieren

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Carsten Linnemann am 03.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wendet sich nach erneuten Attacken auf CDU-Politiker an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). „Ich appelliere vor allem an die SPD-Spitze und an Olaf Scholz, sich in aller Klarheit von dieser Gewalt zu distanzieren, um sie nicht weiter anzuheizen“, sagte Linnemann dem „Stern“.

Zuvor waren am Dienstagabend zwei CDU-Nachwuchspolitiker in Berlin bei einer Wahlkampfaktion angegriffen und leicht verletzt worden. In Hamburg wurden am Wochenende einzelne Infostände abgesagt, die Polizei bewacht dort nach Informationen der „Stern“ die Wahlkämpfer der Partei. Schon in der Vorwoche hatte es Attacken auf Geschäftsstellen der Partei und eine Morddrohung gegen eine Mitarbeiterin des CDU-Abgeordneten Johannes Steiniger gegeben. Das Konrad-Adenauer-Haus bestätigte die Vorfälle.

Linnemann sagte dazu: „Die linke Gewaltspirale dreht sich weiter: In Berlin wurden jetzt zwei Wahlkampfhelfer der Jungen Union tätlich angegriffen.“ Er bezeichnete die Angriffe der letzten Tage als kriminell. „Mit Protest hat das nichts zu tun, wir gehen mit allen juristischen Mitteln dagegen vor.“


Foto: Carsten Linnemann am 03.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Union will elektronische Fußfesseln nach "Spanischem Modell"

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CDU-Parteitag am 03.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union will ihre Pläne zur Einführung einer elektronischen Fußfessel für Gewalttäter gegen Frauen nach dem sogenannten „Spanischen Modell“ umsetzen. „Dabei wird der Täter durch GPS-fähige Systeme überwacht und die Opfer durch einen Responder gewarnt, sobald sich der Täter nähert“, heißt es in einem Papier der Partei, über das die „Rheinische Post“ (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Demnach hätten die Nachbarländer mit diesem Instrument positive Erfahrungen gemacht, weil „die gewalttätigen Männer Abstandsanordnungen zu ihren ehemaligen Partnerinnen besser einhalten“, so die Union. In der Analyse wird auch auf die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik und das Lagebild „Häusliche Gewalt“ verwiesen. Demnach seien im Jahr 2023 256.000 Menschen, meist Frauen, Opfer häuslicher Gewalt geworden. „155 Frauen und 24 Männer sind im Jahr 2023 durch ihre Partner oder Ex-Partner getötet worden“, so die Union weiter.

Auf ihrem Parteitag hatte die CDU ein Sofortprogramm mit 15 Maßnahmen beschlossen, das sie in der Regierung zügig umsetzen will. Für mehr Sicherheit findet sich darin auch die Einführung der elektronischen Fußfessel. „Gewalttäter gegen Frauen müssen gestoppt werden“, heißt es in dem Beschluss.


Foto: CDU-Parteitag am 03.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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EU kündigt Verfahren gegen Onlinehändler Shein an

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Pakete in einem Späti (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU-Kommission will verstärkt gegen den Online-Händler Shein vorgehen. Man habe das Unternehmen aus Singapur über die Einleitung einer koordinierten Maßnahme informiert, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Sie kündigte zudem an, Maßnahmen zu ergreifen, um den Risiken entgegenzuwirken, die sich aus Importen von geringem Wert ergeben, die über Online-Händler aus Drittländern und Marktplätze, auf denen Händler aus Drittländern ansässig sind, verkauft werden. Unter anderem geht es um Maßnahmen in den Bereichen Zoll und Handel, wie die Einführung von Zollkontrollen, den Verbraucherschutz und die Gesetze über digitale Dienste und digitale Märkte.

Im vergangenen Jahr gelangten laut EU-Kommission rund 4,6 Milliarden Sendungen von geringem Wert, also Waren mit einem Wert von höchstens 150 Euro, in den EU-Markt, was zwölf Millionen Paketen pro Tag entspricht. Dies waren doppelt so viele wie 2023 und dreimal so viele wie 2022, und viele dieser Waren entsprechen nicht den europäischen Rechtsvorschriften. Dieses exponentielle Wachstum werfe „zahlreiche Bedenken“ auf, so die EU-Kommission. Vor allem gebe es immer mehr schädliche Produkte, die in die EU gelangten.

Der Anstieg importierter Waren könne die Rechte der europäischen Verbraucher und ihre Sicherheit gefährden, sagte EU-Justizkommissar Michael McGrath. „Jetzt ist es an der Zeit, dass Team Europa zusammenkommt, um diese Bedrohungen anzugehen und die europäischen Verbraucher zu schützen.“

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic ergänzte, dass die Reform der Zollunion, die die Kommission im Mai 2023 vorgelegt hatte, die Zollbefreiung für Pakete mit geringem Wert beseitigen und die Kontrolle durch eine vorgeschlagene EU-Zollbehörde und eine EU-Zolldatenplattform verbessern soll. „Dies wäre ein echter Game-Change, um die Wettbewerbsbedingungen für E-Commerce-Spieler zu verbessern.“


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Roth weist Trumps Gaza-Pläne als "völkerrechtswidrig" zurück

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Michael Roth (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth (SPD), hat die Gaza-Pläne von US-Präsident Donald Trump als „völkerrechtswidrig“ zurückgewiesen. „Trumps Vorschlag läuft auf Landraub, ethnische Säuberung und Kolonialismus hinaus“, sagte Roth dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagsausgabe).

Es sei ein „völkerrechtswidriger Plan“, der von den Palästinensern sowie den moderaten arabischen Staaten abgelehnt werde. „Die Vertreibung von zwei Millionen Menschen wird weder Frieden noch Stabilität bringen, sondern das Leid vergrößern und die Region weiter destabilisieren. Zudem gefährdet sie den Geiseldeal und die Freilassung der verbleibenden Geiseln aus den Händen der Hamas-Terroristen.“

Kein einziges Land in der Region sei bereit, palästinensische Flüchtlinge aufzunehmen – nicht zuletzt aus der berechtigten Sorge, den Terror ins eigene Land zu holen, so der SPD-Politiker. Eine tragfähige Lösung für Frieden und Sicherheit werde es nur geben, „wenn die moderaten arabischen Staaten eingebunden werden und bereit sind, mehr Verantwortung für die Sicherheit in den palästinensischen Gebieten zu übernehmen“.

Deutschlands Interesse bleibe langfristig eine Zweistaatenlösung, sagte Roth: „Doch wir müssen kreativ denken: Die Hamas darf nicht erneut die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen.“ Eine internationale Verwaltung unter Führung der USA und moderater arabischer Staaten könnte mittelfristig Sicherheit und Stabilität gewährleisten. „Dies könnte zudem den Weg für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien ebnen“, so Roth.


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