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2. Bundesliga: Paderborn rettet Punkt in Hannover trotz Alu-Pech

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Fans von Hannover 96 (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Am 23. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 zuhause gegen den SC Paderborn mit 1:1 unentschieden gespielt.

Die Niedersachsen gingen direkt mit der ersten Chance in Führung: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß in der vierten Minute spielte Halstenberg einen Doppelpass mit Rochelt und vollendete aus wenigen Metern zum 1:0.

Der Ex-Leipziger legte in der zehnten Minute beinahe per direktem Freistoß nach, aber die Querlatte rettete für den geschlagenen Schubert.

Die Ostwestfalen ließen sich davon aber nicht beeindrucken und kamen selbst zu Chancen, die beste vergab Mehlem in der 36. Minute nach Terho-Pass frei vor Zieler. Somit gingen die Hausherren unterm Strich verdient mit einer knappen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Kwasniok-Elf dran und hatte in der 53. Minute Pech: Nach Zehnter-Freistoß köpfte Brackelmann die Kugel wuchtig an den Querbalken. Und auch in der 61. Minute rettete Aluminium für die 96er: Obermair zog aus 18 Metern ab und ließ diesmal den linken Pfosten erzittern.

Die Breitenreiter-Truppe schien schon als glücklicher Sieger davonzukommen, da gelang den Gästen doch noch der verdiente Ausgleich: In der 89. Minute landete Ansahs abgefälschter Versuch bei Grimaldi und der Routinier nickte aus wenigen Metern sauber zum Endstand ein. In der siebten Minute der Nachspielzeit sah Dehm nach grobem Foulspiel an Ansah noch Gelb-Rot, was am Ergebnis aber nichts mehr änderte.

Damit klettert Paderborn in der Tabelle vorerst auf Rang fünf, Hannover bleibt Achter.


Foto: Fans von Hannover 96 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Vatikan: Papst weiter in "kritischem" Gesundheitszustand

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Papst Franziskus (Archiv), Vatican Media via dts NachrichtenagenturVatikanstadt/Rom (dts Nachrichtenagentur) – Der Gesundheitszustand von Papst Franziskus gibt nach über einer Woche im Krankenhaus offenbar noch immer Grund zur Sorge. „Der Zustand des Heiligen Vaters ist weiterhin kritisch“, teilte das Presseamt des Heiligen Stuhls am Samstagabend mit. Daher sei der Papst „nicht außer Gefahr“.

„Heute Morgen erlitt Papst Franziskus eine asthmaähnliche Atemkrise von anhaltender Intensität, die die Verabreichung von Sauerstoff mit hohem Durchfluss erforderte“, hieß es zudem. „Bei den heutigen Blutuntersuchungen wurde außerdem eine Thrombozytopenie festgestellt, die mit einer Anämie einhergeht und die Verabreichung von Bluttransfusionen erforderlich machte.“

Das Oberhaupt der katholischen Kirche sei nach wie vor wach und habe den Tag in einem Sessel verbracht, „auch wenn er sich nicht so wohl fühlt wie gestern“, teilte der Vatikan weiter mit. Im Moment sei man mit Prognosen „vorsichtig“.

Der Papst war am 14. Februar wegen einer Lungenentzündung in das Gemelli-Krankenhaus in Rom eingeliefert worden. Seine Ärzte gehen davon aus, dass er noch die gesamte kommende Woche in der Klinik verbringen müsse.


Foto: Papst Franziskus (Archiv), Vatican Media via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: BVB zerlegt Union dank Viererpacker Guirassy

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Serhou Guirassy (Archiv), via dts NachrichtenagenturDortmund (dts Nachrichtenagentur) – Am 23. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund zuhause gegen den 1. FC Union Berlin mit 6:0 gewonnen.

Die Gastgeber nahmen den Rückenwind aus dem Weiterkommen in der Champions League mit in den Ligaalltag und drängte nach vorne, allerdings zunächst ohne echte Durchschlagskraft. In der 25. Minute besorgte Ex-Unioner Ryerson dann aber doch die Führung: Der Norweger zog aus 18 Metern ab, Diogo Leite fälschte unhaltbar ab und die Kugel schlug im Netz ein.

Bereits in der 29. Minute hätte der BVB höher führen können, nach Chaos im Gästestrafraum bugsierte Beier das Leder aber nur an den Querbalken. Guirassy machte es da in der 40. Minute besser: Nach Groß-Flanke nickte der Franzose aus wenigen Metern trocken ein zur verdienten Pausenführung für Schwarz-Gelb.

In Hälfte zwei bot sich das gleiche Bild: Union fand keine Mittel und die Borussia erspielte Chance um Chance. In der 75. Minute führte das auch zum folgerichtigen 3:0, als Adeyemi noch am Pfosten scheiterte, Guirassy im Anschluss aber aus spitzem Winkel doch noch Erfolg hatte.

Der Ex-Stuttgarter schnürte in der 80. Minute gar den Dreierpack, weil Beier gefühlvoll mit der Sohle für ihn auflegte und er das Leder aus fünf Metern sicher einschoss.

Die Baumgart-Elf fiel nun völlig auseinander: In der 83. Minute war es erneut Groß` Flanke die Guirassys Schädel fand und der Angreifer traf gar zum vierten Mal an diesem Abend.

Doch damit nicht genug: Der Ex-Ingolstädter fungierte in der 88. Minute wieder als perfekter Flankengeber, diesmal nutze Beier die Vorarbeit und traf zum 6:0-Endstand für die Kovac-Truppe. Kurz darauf war der Gast erlöst.

Mit dem Kantersieg verbessert sich Dortmund in der Tabelle vorerst auf Rang 10, Union bleibt auf Platz 13 kleben.


Foto: Serhou Guirassy (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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"Dreams" von Dag Haugerud bekommt "Goldenen Bär" als bester Film

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Dag Johan Haugerud bei der Berlinale 2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Berlinale-Filmfestspielen ist die norwegische Produktion „Dreams (Sex Love)“ von Dag Johan Haugerud mit einem „Goldenen Bären“ als bester Film ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Jugendliche, die sich in ihre Lehrerin verliebt.

Silberne Bären gab es unter anderem in der Kategorie „Beste Regie“ für Huo Meng für „Living the Land“ (Sheng xi zhi di), als beste Hauptdarstellerin wurde Rose Byrne für ihre Rolle in „If I Had Legs I`d Kick You“ von Mary Bronstein, als bester Nebendarsteller wurde Andrew Scott für seine Rolle in „Blue Moon“ von Richard Linklater ausgezeichnet.

Den großen Jury-Preis gab es für „The Blue Trail“ (O último azul) von Gabriel Mascaro und einen weiteren Jury-Silberbär für „The Message“ (El mensaje) von Iván Fund. Einen Silbernen Bär für einen herausragenden künstlerischen Beitrag erhielt das Team von „Eisturm“ von Lucile Hadzihalilovic.

Als beste Dokumentation wurde „Holding Liat“ von von Brandon Kramer ausgezeichnet, darin geht es um eine am 7. Oktober 2023 von der Hamas entführten Israelin. Unter den Kurzfilmen bekamen „Lloyd Wong, Unfinished“ von Lesley Loksi Chan einen Goldenen Bären und „Ordinary Life“ (Futsu no seikatsu) von Yoriko Mizushiri einem Silbernen Bären.

Nachdem es im letzten Jahr bei der Preisverleihung umstrittene Solidaritätsbekundungen mit den Palästinensern gegeben hatte, gab es auch diesmal deftige Worte auf der Bühne. Als Radu Jude für das beste Drehbuch („Kontinental `25“) ausgezeichnet wurde, sagte er, er hoffe, dass der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag seine Arbeit mache und die „Bastarde“ alle verfolge. Angesichts der Bundestagswahlen in Deutschland hoffe er, dass die nächsten Filmfestspiele nicht von einem Leni-Riefenstahl-Film eröffnet werden.

Die 75. Berlinale fand seit dem 13. Februar statt und brachte wie in jedem Jahr etwas Glamour und internationale Stars in die Hauptstadt. Es wurden über 330.000 Tickets verkauft, es gab insgesamt über 1.000 Filmvorführungen.


Foto: Dag Johan Haugerud bei der Berlinale 2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Leverkusen lässt in Kiel nichts anbrennen

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Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Am 23. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Holstein Kiel zuhause gegen Bayer 04 Leverkusen mit 0:2 verloren.

Der amtierende Deutsche Meister riss das Heft des Handelns von Beginn an an sich und belohnte sich früh: In der neunten Minute konnte Weiner eine Adli-Flanke nicht richtig abwehren, Schick bedankte sich und schob aus kurzer Distanz trocken ein.

Die Störche fanden fast nicht statt, hatten in der 22. Minute aber dennoch die große Chance zum Ausgleich: Knudsen wurde ins Duell mit Kovar geschickt, der beim Herauseilen aber schlimmeres verhindern konnte.

In der 45. Minute schickte Wirtz auf der Gegenseite Adli auf die Reise und der Stürmer traf über Weiner hinweg ins Netz. Zur Pause führte die Alonso-Elf somit hochverdient gegen teils überforderte Norddeutsche.

Im zweiten Abschnitt verlegte sich Bayer 04 auf Spielkontrolle und verwaltete das Ergebnis, was angesichts zahnloser Gastgeber reibungslos funktionierte.

In der 53. Minute prüfte Tapsoba aus der Distanz nochmal Weiner, ansonsten plätscherte die Partie aber ihrem Ende entgegen. Kurz vor Schluss ließ Wirtz in der 84. Minute noch das 3:0 vor dem Keeper liegen, unter dem Strich stand aber ein überzeugender Sieg für die Werkself.

Damit schließt Leverkusen wieder bis auf fünf Zähler zu Tabellenführer Bayern München auf, Kiel bleibt Schlusslicht.

In den Parallelspielen der 1. Bundesliga spielte Wolfsburg gegen Bochum 1:1 unentschieden, Mainz siegte mit 2:0 gegen St. Pauli und Gladbach verlor mit 0:3 gegen Augsburg.


Foto: Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gysi: "Ohne die Linke gibt es keine linken Argumente im Bundestag"

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Gregor Gysi (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Urgestein Gregor Gysi hat unmittelbar vor der Bundestagswahl die Bedeutung seiner Partei für das politische Spektrum hervorgehoben. „Ohne die Linke gibt es keine linken Argumente im Bundestag. Und ohne linke Argumente im Bundestag, gibt es sie auch nicht in den Medien“, sagte er am Samstag.

Der Initiator der „Mission Silberlocke“ sagte, eine reine „Debatte zwischen Mitte und Rechtsaußen“ müsse verhindert werden. Die Linke müsse „gestärkt“ in den Bundestag einziehen, um gegenüber starken rechten Parteien einen „Gegenpol“ zu bilden.

Gysi sieht es aber auch für sich persönlich als wichtig an, wieder in den Bundestag einzuziehen: „Wenn ich wirklich in den Bundestag einziehen sollte, dann bin ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Alterspräsident des Bundestages“, so der langjährige Berliner Abgeordnete. Als Dienstältester hätte er dann etwa das Privileg, eine Rede ohne Redezeitbegrenzung zu halten.

Sahra Wagenknecht habe suggeriert, ihr Austritt werde die Linke „zerstören“, so Gysi. „Und ich bin sehr glücklich, dass es ihr nicht gelungen ist“, sagte er. Aktuellen Umfragen zufolge muss das BSW sogar noch um den Einzug in den Bundestag bangen, während der Linken zum Teil neun Prozent Zustimmung bescheinigt werden.


Foto: Gregor Gysi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: KSC dreht Partie gegen Magdeburg

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Fußball (Archiv), via dts NachrichtenagenturKarlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Am 23. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Magdeburg beim Karlsruher SC 1:3 verloren.

Dabei schien der FCM im ersten Durchgang alles im Griff zu haben. Nach rund einer halben gespielten Stunde konnten sich die Gäste auch für ihre Dominanz in Person von Baris Atik belohnen. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Nicolai Rapp im Anschluss an eine Ecke wieder auf Gleichstand.

Die Badener kamen nach dem Seitenwechsel besser aus der Kabine und drehten in der 48. Minute das Spiel. Christoph Kobald traf per Kopf zum 2:1. Marvin Wanitzek erhöhte in der 69. Minute mit seinem neunten Saisontor. Zudem flog Atik in der Nachspielzeit noch mit Gelb-Rot vom Platz.

In einer Woche bestreitet der KSC das Abendspiel gegen den 1. FC Köln. Am Sonntag empfangen die Magdeburger dann den SV Darmstadt 98.

Die weiteren Ergebnisse vom Nachmittag: SSV Ulm – SV Elversberg 0:0 und Preußen Münster – Jahn Regensburg 2:0.


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Attacke am Holocaust-Mahnmal: Klein warnt vor Instrumentalisierung

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Felix Klein (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat sich erschüttert nach der mutmaßlich antisemitischen Messerattacke am Holocaust-Mahnmal geäußert.

„Die Tat macht nicht nur erneut die tödliche Gefahr von Judenhass deutlich, sondern zeigt auch, dass jeder Mensch Opfer einer antisemitischen Gewalttat werden kann“, sagte Klein dem Tagesspiegel. Der Täter gehöre vor Gericht gestellt und nach Verbüßung seiner Haftstrafe abgeschoben. „Ich warne aber dringend davor, die Tat für populistische Zwecke zu instrumentalisieren“, sagte Klein einen Tag vor der Bundestagswahl.

Am Freitagabend hatte mutmaßlich ein 19-jähriger Syrer mit einem Jagdmesser einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte schwer verletzt. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte am Samstag mit, sie gehe von einem antisemitischen Motiv aus. Ilan Kiesling, Sprecher der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, verurteilte die Messerattacke scharf: „Diese grausame Tat zeigt einmal mehr, dass der mörderische Islamismus zum Alltag in Deutschland geworden ist. Und er richtet sich schon lange nicht mehr nur gegen jüdische Menschen, sondern kann jeden in unserem Land treffen“, sagte er dem Tagesspiegel.

Auch die Politik reagierte auf die Tat. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte: „Die Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal ist ein abscheuliches und brutales Verbrechen. Wir müssen von einem antisemitischen Hintergrund ausgehen – und das am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, einem Ort der Mahnung und Erinnerung.“ Der Täter müsse „mit aller Härte des Gesetzes“ bestraft und direkt aus der Haft abgeschoben werden, forderte die Ministerin. „Wir werden alle Wege nutzen, um Gewalttäter wieder nach Syrien abzuschieben. Wer solche Taten begeht und den Schutz in Deutschland aufs Widerwärtigste missbraucht, der hat jedes Recht verwirkt, in unserem Land zu sein.“ Dem Verletzten wünsche sie, „dass er wieder gesund werden kann“, so Faeser.

Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte: „Was für eine schreckliche Tat. Ich wünsche dem Verletzten rasche Genesung und jenen, die diese Tat mit ansehen mussten, viel Kraft. Antisemitismus ist die Schande dieses Landes und gehört mit allen Mitteln bekämpft. Und zwar jeglicher Antisemitismus. Es darf da keine blinden Flecken geben.“

„Ein versuchtes Tötungsdelikt mit dem Verdacht einer antisemitischen Motivation gerade am Denkmal für die ermordeten Juden Europas – das ist unerträglich“, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) dem Tagesspiegel. Sie dankte den Rettungs- und Einsatzkräften. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann kündigte Konsequenzen an: „Wieder ein Messerangriff, wieder wurden Menschen verletzt. So kann und darf es nicht weitergehen“, sagte Linnemann dem Tagesspiegel. Und weiter: „Betroffenheit und leere Worte helfen nicht, es braucht jetzt rasch einen Politikwechsel in der Migrationspolitik. Und die Union wird ihn zur Koalitionsbedingung machen.“


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Insa: Union knapp unter 30 Prozent – BSW und FDP müssen zittern

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Friedrich Merz am 18.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ unmittelbar vor der Bundestagswahl steht die Union am Sonntag vor einem klaren Wahlsieg, muss aber um ein Ergebnis von mehr als 30 Prozent bangen.

So wollen 29,5 Prozent der Befragten für CDU oder CSU stimmen, das ist ein Minus von 0,5 Prozentpunkten zur Umfrage von Anfang der Woche. Klar auf Platz 2 steht laut der Insa-Umfrage mit unverändert 21 Prozent die AfD, die SPD folgt abgeschlagen mit erneut 15 Prozent.

Die Grünen können laut Meinungstrend am Sonntag mit 12,5 Prozent rechnen (-0,5 Prozent), die Linke mit 7,5 Prozent (+0,5 Prozent). Um den Einzug in den Bundestag zittern müssen die neue Wagenknecht-Partei BSW mit unverändert 5 Prozent sowie die FDP, die sich um 0,5 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent verbessern kann. Sonstige Parteien wollen 5 Prozent wählen.

Die Umfrage wurde am Donnerstag und Freitag dieser Woche unter 2.005 ausgewählten Befragten durchgeführt.


Foto: Friedrich Merz am 18.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Angriff an Holocaust-Mahnmal: Ermittler gehen von Antisemitismus aus

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Holocaust-Mahnmal in Berlin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem am Berliner Holocaust-Mahnmal ein Mann bei einem Messerangriff am Freitag schwer verletzt worden war, gehen die Ermittler nun von einem antisemitischen Motiv aus.

Seit einigen Wochen soll im Festgenommenen der Plan gereift sein, Juden zu töten, teilten die Berliner Polizei sowie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Samstag gemeinsam mit. Der Beschuldigte habe entsprechende Äußerungen gegenüber der Polizei getätigt, hieß es weiter. Vor diesem Hintergrund soll auch die Auswahl des Tatortes erfolgt sein.

Laut den Behörden sollen Zusammenhänge mit dem Nahostkonflikt bestehen. Dass der 19-jährige Syrer bei seiner Festnahme in seinem Rucksack einen Gebetsteppich, einen Koran, einen Zettel mit Versen aus dem Koran, versehen mit dem gestrigen Datum, und die mutmaßliche Tatwaffe mit sich trug, deute auf eine „religiöse Motivation“ hin, so die Polizei weiter.

Der Beschuldigte soll einen klaren Eindruck gemacht haben und kooperativ gewesen sein. Ob eine psychische Erkrankung vorliege, sei Gegenstand der Ermittlungen. Anhaltspunkte für Verbindungen zu anderen Personen oder Organisationen lägen bisher nicht vor. Der Beschuldigte sei in Berlin bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten und dort weder polizei- noch justizbekannt. Er werde am Samstag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung haben der Polizeiliche Staatsschutz und eine Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin übernommen. „Aufgrund der Bedeutung des Falls“ hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen an sich gezogen, teilte die Behörde mit.

Am Freitagabend hatte der Beschuldigte nach bisherigem Erkenntnisstand im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas einen 30 Jahre alten Spanier, der sich als Tourist in Berlin aufhält, mit einem Messer angegriffen, nachdem er sich diesem von hinten genähert haben soll.

Der Angegriffene erlitt dadurch lebensgefährliche Verletzungen am Hals. Anschließend flüchtete der Angreifer. Nur durch das schnelle Eingreifen von Rettungskräften und eine Notoperation, nach der er für einige Zeit in ein künstliches Koma versetzt werden musste, konnte sein Leben gerettet werden. Er befindet sich laut Polizeiangaben mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Während der am Ort laufenden Polizeimaßnahmen lief der mutmaßliche Angreifer gegen 20:45 Uhr auf Polizeikräfte zu. Dabei bemerkten diese die blutverschmierten Hände und die mit Blut beschmutzte Hose des Tatverdächtigen und nahmen ihn fest.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 19 Jahre alten Syrer, der 2023 als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling, also ohne seine Eltern, nach Deutschland gekommen sein soll und hier Asyl beantragt hatte. Das wurde ihm anerkannt, sodass er sich legal in Deutschland aufhält. Seinen Wohnsitz hat er in Leipzig, so die Beamten.


Foto: Holocaust-Mahnmal in Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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