Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.703 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.
„Dass ausgerechnet der Euro gegenüber dem US-Dollar steigt, weil Investoren aus Amerika fliehen, hilft den um gleichzeitig höhere Zölle bangenden Exporteuren im Dax so gar nicht“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Das geopolitische Chaos auf der Weltbühne setzt auch am zweiten Handelstag der Woche den Aktienmärkten deutlich zu und lässt Investoren in den Risk-off-Modus schalten. Der sichere Hafen Gold wird weiter angesteuert, der Preis pro Feinunze hat bereits die 5.000 Dollar im Visier.“
„Wie gewonnen, so zerronnen: Der Dax hat damit fast sämtliche Kursgewinne seit Jahresbeginn in gleichem Tempo wieder abgegeben, wie sie zuvor aufgebaut worden waren. Die Entwicklung der ersten 13 Handelstage des Jahres könnte einen Vorgeschmack darauf geben, was für ein volatiles Aktienjahr den erfolgsverwöhnten Anlegern bevorsteht.“
Es sei die Angst davor, dass der US-Präsident dieses Mal wirklich zu weit gegangen sei, selbst bereits von „keinem Weg zurück“ mehr spreche und so einer Eskalation am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Tür und Tor öffne. „Statt zu deeskalieren, provoziert er in gewohnter Manier mit einem KI-generierten Hissen der US-Flagge auf Grönland. Die Europäische Union scheint ebenso entschlossen, dieses Mal nicht kleinbeizugeben, nachdem man ihr nach den letzten Verhandlungen noch zu große Unterwerfung unterstellt hat.“
„Derzeit ist nur schwer vorstellbar, wie der jetzt losgetretene Konflikt wieder eingefangen werden kann. Und doch ist die Börse noch weit von Panik entfernt, Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung. Je länger diese aber ausbleibt und stattdessen eine Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen und anderen handelspolitischen Zwangsmaßnahmen in Gang kommt, dürfte das zuvor aufgebaute Korrekturpotenzial in den heiß gelaufenen Aktienindizes weiter freigesetzt werden.“
„Zu diesem bis vor dem Wochenende vorherrschenden Optimismus unter Investoren und Analysten passt der heute veröffentlichte Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Er sprang um 14 auf knapp 60 Zähler nach oben und zeigt damit auch, wie viel Enttäuschungspotenzial besteht, sollten sich die Hoffnungen auf einen konjunkturellen Aufschwung nicht erfüllen. Hätte die Umfrage nur drei Tage später stattgefunden, wäre sie sicherlich deutlich pessimistischer ausgefallen. Die allseits erwarteten rund ein Prozent BIP-Wachstum werden mit jedem Tag Streit zwischen den Großmächten auf offener Weltbühne unwahrscheinlicher“, sagte Romar.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1734 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.744 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,98 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 64,85 US-Dollar, das waren 91 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur
Foto/Quelle: dts




Girona (dts Nachrichtenagentur) – Torhüter Marc-André ter Stegen hat sich entschieden, den FC Barcelona zu verlassen und zum FC Girona zu wechseln.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Grönland-Konflikt mit den USA zieht die Bundesregierung die Aktivierung des „Anti-Coercion Instruments“ als „Ultima Ratio“ in Betracht. Das geht aus einem internen Papier hervor, über das der „Spiegel“ berichtet.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erwartet, dass die umstrittenen Analyse-Programme des US-Unternehmens Palantir auf Bundesebene nicht zum Einsatz kommen werden. „Ich sehe nicht, dass Palantir für die Bundesbehörden kommt“, sagte Hubig der „Welt“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der CDU wird für den Fall einer Eskalation um Grönland ein europäischer Boykott der Fußball-WM im Sommer in den USA als Druckmittel gegen US-Präsident Donald Trump für denkbar erachtet.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Co-Chef Felix Banaszak hat die Vertreter der Grünen Jugend dazu aufgerufen, mehr auf ihre Selbstdarstellung zu achten. „Meine Aufgabe ist nicht die Reglementierung unserer Jugendorganisation“, sagte Banaszak dem „Spiegel“. „Aber ich habe im vergangenen Jahr schon gesagt, dass die Grüne Jugend für sich selbst die Frage beantworten muss, mit welchen Akzenten sie in der Öffentlichkeit und in der Partei wirken möchte. Und diese Frage stellt sich weiterhin.“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Debatte um Sozialstaatsreformen hat der DGB eine eigene Rentenkommission angekündigt.
Davos (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), hat am Dienstag auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland sowie auf Trumps Zollankündigungen gegen EU-Staaten reagiert.
Duisburg (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Renteneintritt weiter. Das zeigt der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), der am Dienstag gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wurde. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen von 13 auf 20 Prozent, wobei viele aus finanziellen Gründen tätig bleiben.
Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Mitten im neu aufgeflammten Zollstreit will der Autobauer Mercedes-Benz seine Produktion in den USA deutlich ausweiten – allerdings später als bisher angekündigt. Das SUV-Modell GLC solle nun „etwas später als 2027“ im US-Werk Tuscaloosa vom Band rollen, sagte Konzernchef Ola Källenius dem „Handelsblatt“. Einen genauen Zeitpunkt nennt Mercedes nicht.