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Dax schwach – stärkerer Euro belastet Exporteure zusätzlich

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.703 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Dass ausgerechnet der Euro gegenüber dem US-Dollar steigt, weil Investoren aus Amerika fliehen, hilft den um gleichzeitig höhere Zölle bangenden Exporteuren im Dax so gar nicht“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Das geopolitische Chaos auf der Weltbühne setzt auch am zweiten Handelstag der Woche den Aktienmärkten deutlich zu und lässt Investoren in den Risk-off-Modus schalten. Der sichere Hafen Gold wird weiter angesteuert, der Preis pro Feinunze hat bereits die 5.000 Dollar im Visier.“

„Wie gewonnen, so zerronnen: Der Dax hat damit fast sämtliche Kursgewinne seit Jahresbeginn in gleichem Tempo wieder abgegeben, wie sie zuvor aufgebaut worden waren. Die Entwicklung der ersten 13 Handelstage des Jahres könnte einen Vorgeschmack darauf geben, was für ein volatiles Aktienjahr den erfolgsverwöhnten Anlegern bevorsteht.“

Es sei die Angst davor, dass der US-Präsident dieses Mal wirklich zu weit gegangen sei, selbst bereits von „keinem Weg zurück“ mehr spreche und so einer Eskalation am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Tür und Tor öffne. „Statt zu deeskalieren, provoziert er in gewohnter Manier mit einem KI-generierten Hissen der US-Flagge auf Grönland. Die Europäische Union scheint ebenso entschlossen, dieses Mal nicht kleinbeizugeben, nachdem man ihr nach den letzten Verhandlungen noch zu große Unterwerfung unterstellt hat.“

„Derzeit ist nur schwer vorstellbar, wie der jetzt losgetretene Konflikt wieder eingefangen werden kann. Und doch ist die Börse noch weit von Panik entfernt, Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung. Je länger diese aber ausbleibt und stattdessen eine Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen und anderen handelspolitischen Zwangsmaßnahmen in Gang kommt, dürfte das zuvor aufgebaute Korrekturpotenzial in den heiß gelaufenen Aktienindizes weiter freigesetzt werden.“

„Zu diesem bis vor dem Wochenende vorherrschenden Optimismus unter Investoren und Analysten passt der heute veröffentlichte Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Er sprang um 14 auf knapp 60 Zähler nach oben und zeigt damit auch, wie viel Enttäuschungspotenzial besteht, sollten sich die Hoffnungen auf einen konjunkturellen Aufschwung nicht erfüllen. Hätte die Umfrage nur drei Tage später stattgefunden, wäre sie sicherlich deutlich pessimistischer ausgefallen. Die allseits erwarteten rund ein Prozent BIP-Wachstum werden mit jedem Tag Streit zwischen den Großmächten auf offener Weltbühne unwahrscheinlicher“, sagte Romar.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1734 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.744 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,98 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 64,85 US-Dollar, das waren 91 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Ter Stegen wechselt von Barcelona zu Girona

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Marc-André ter Stegen (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv), via dts NachrichtenagenturGirona (dts Nachrichtenagentur) – Torhüter Marc-André ter Stegen hat sich entschieden, den FC Barcelona zu verlassen und zum FC Girona zu wechseln.

Das bestätigte Barca-Trainer Hansi Flick am Dienstagabend. Laut übereinstimmenden Medienberichten wird der Torwart bis zum Saisonende an den FC Girona verliehen, während sein Vertrag in Barcelona noch bis 2028 läuft.

Der 33-jährige Torwart wechselt zu einem Verein, der sich nach drei Siegen in Folge aus der Abstiegszone befreit hat und derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz steht. Girona ist in dieser Saison international nicht vertreten. Flick äußerte, dass es die richtige Entscheidung sei, und wünschte ter Stegen alles Gute für seine Zukunft.

Ter Stegen war 2014 von Borussia Mönchengladbach nach Barcelona gewechselt und etablierte sich als Nummer eins im Tor. Er gewann mit Barcelona unter anderem die Champions League und sechsmal die spanische Meisterschaft. Aufgrund von Verletzungen und fehlender Spielpraxis ist seine Position als deutsche Nummer eins bei der kommenden Weltmeisterschaft jedoch gefährdet.


Foto: Marc-André ter Stegen (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grönland-Streit: Berlin erwägt Aktivierung der "Handels-Bazooka"

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Containerhafen von Nuuk auf Grönland am 19.01.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Grönland-Konflikt mit den USA zieht die Bundesregierung die Aktivierung des „Anti-Coercion Instruments“ als „Ultima Ratio“ in Betracht. Das geht aus einem internen Papier hervor, über das der „Spiegel“ berichtet.

In dem Schreiben hat das Auswärtige Amt festgehalten, wie sich der deutsche Vertreter in Brüssel bei den Beratungen zur Grönland-Frage verhalten sollte. Am Sonntagabend kamen die Botschafter der EU-Staaten dort zu einer Sondersitzung zusammen.

Unter dem Punkt „deutsches Verhandlungsziel“ heißt es: Wenn die USA ihre Drohung wahrmachten, „müssen wir uns auf einen Handelskonflikt vorbereiten“. Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gelte es, standhaft zu bleiben. „Dazu gehört auch, dass wir über unsere handelspolitischen Instrumente nachdenken.“ Eine von drei genannten möglichen Maßnahmen: „die Anwendung der ersten Stufe unseres Anti-Coercion-Instruments als Ultima Ratio“.

Einschränkend heißt es weiter: „Wir sollten unsere Reaktion sorgfältig kalibrieren, um unsere Bereitschaft und entschlossene Haltung zu zeigen, ohne unsererseits zu eskalieren.“ Die Aktivierung des Instruments wäre „ein sehr starkes politisches Signal“.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält sich bisher mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen zurück.


Foto: Containerhafen von Nuuk auf Grönland am 19.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Justizministerin rechnet nicht mit Palantir-Einsatz auf Bundesebene

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Stefanie Hubig und Alexander Dobrindt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erwartet, dass die umstrittenen Analyse-Programme des US-Unternehmens Palantir auf Bundesebene nicht zum Einsatz kommen werden. „Ich sehe nicht, dass Palantir für die Bundesbehörden kommt“, sagte Hubig der „Welt“.

Das zuständige Bundesinnenministerium erklärte auf Anfrage, weiterhin zu prüfen, welche Analyse-Software künftig bei der Polizeiarbeit zum Einsatz kommen soll. „Im Bund-Länder-Programm P20 wird derzeit geprüft, wie die Auswerte- und Analysefähigkeit beschleunigt im P20-Datenhausökosystem implementiert werden kann. In diesem Zusammenhang wird die Eignung und Verwendbarkeit verschiedener Softwarelösungen betrachtet“, sagte eine Sprecherin von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Im Moment arbeitet die Bundesregierung an einer gesetzlichen Grundlage für automatisierte Datenanalyse in der Polizeiarbeit. Nach dem Willen der SPD soll dafür allerdings nicht Palantir zum Einsatz kommen. „Eine Einführung der bundesweiten Nutzung von Palantir wird es mit der SPD nicht geben“, sagte Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, der „Welt“. „Einem Gesetz, in dem das vorbereitend angelegt ist, kann ich nicht zustimmen.“

Auch in den Bundesländern wachsen die Absetzbewegungen. „Der Einsatz der amerikanischen Software Palantir schafft eine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten mit unabsehbaren Folgen. Diese kritische Sicht wird nach meinem Eindruck inzwischen von einer deutlichen Mehrheit der Länder geteilt“, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), aktuell Vorsitzender der Innenministerkonferenz. Es werde aufmerksam nach anderen europäischen Anbietern Ausschau gehalten.

Die Polizeibehörden in Baden-Württemberg werden die „Gotham“-Software von Palantir voraussichtlich ab Mitte dieses Jahres nutzen. Man habe einen Fünf-Jahres-Vertrag bis ins Jahr 2030 geschlossen, sagte eine Sprecherin des CDU-geführten Innenministeriums. Die Nutzung von Palantir soll in Baden-Württemberg allerdings lediglich „eine Übergangslösung“ sein. Man versuche, mit geeigneten Partnern eine vergleichbare europäische Software zu entwickeln.


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Grönland-Konflikt: CDU erwägt WM-Boykott – SPD skeptisch

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Nuuk auf Grönland am 19.01.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der CDU wird für den Fall einer Eskalation um Grönland ein europäischer Boykott der Fußball-WM im Sommer in den USA als Druckmittel gegen US-Präsident Donald Trump für denkbar erachtet.

„Es braucht schon lange einen klaren und entschlossenen Kurs gegenüber Trump“, sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter auf Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“. Beschwichtigung und Unterwürfigkeit seien kontraproduktiv, das werte Trump als Schwäche. „Insofern muss natürlich klar sein, dass Europa nicht an einer Fußball-WM teilnehmen sollte, im Fall, dass Trump seine Ankündigungen und Drohungen in Bezug auf Grönland umsetzt oder einen Handelskrieg mit der EU anzettelt.“

Zuvor hatte auch der außenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jürgen Hardt, als Ultima Ratio einen Boykott ins Spiel gebracht. Die WM wird vom 11. Juni bis 19. Juli zum größten Teil in den USA stattfinden. Einige Spiele richten Mexiko und Kanada aus, 78 von 104 Partien finden in den USA statt. Erstmals sollen 48 Mannschaften antreten. Im Fußball ist Europa noch eine Macht, es stellt 16 Teilnehmer – ohne Länder wie Frankreich, Spanien, England, Portugal und Deutschland wäre die WM sportlich deutlich entwertet.

Bei der SPD ist man bisher zurückhaltend. „Was Boykottdrohungen im Sport angeht, bin ich generell skeptisch. Man bestraft damit die Fans und die Sportler, der Nutzen ist fragwürdig“, sagte der Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner der SZ. Generell wäre mehr gemeinsame europäische Konsequenz hilfreich – „nach den politischen Bücklingen wird das aber schwierig“. Er nannte namentlich Nato-Chef Mark Rutte und Fifa-Chef Gianni Infantino.

Stegner denkt an eine andere Möglichkeit, um auf Trump zu reagieren: „Vielleicht sollte wirklich ernsthaft über eine Digitalsteuer nachgedacht werden – das betrifft das Geschäft und trifft die reichen Freunde aus den Techkonzernen.“

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, hält einen WM-Boykott für unsinnig. Man solle lieber die Chance ergreifen, „am Rande des Turniers neue Partnerschaften mit politischen Akteuren und der Zivilgesellschaft zu knüpfen“.

Der Deutsche Fußball-Bund wollte sich vorerst auf SZ-Anfrage nicht zu der politischen Debatte äußern. Verwiesen wird hier auch auf die gerade sehr volatile Lage.


Foto: Nuuk auf Grönland am 19.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Grünenchef rügt Selbstdarstellung der Parteijugend

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Felix Banaszak (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Co-Chef Felix Banaszak hat die Vertreter der Grünen Jugend dazu aufgerufen, mehr auf ihre Selbstdarstellung zu achten. „Meine Aufgabe ist nicht die Reglementierung unserer Jugendorganisation“, sagte Banaszak dem „Spiegel“. „Aber ich habe im vergangenen Jahr schon gesagt, dass die Grüne Jugend für sich selbst die Frage beantworten muss, mit welchen Akzenten sie in der Öffentlichkeit und in der Partei wirken möchte. Und diese Frage stellt sich weiterhin.“

Hintergrund ist ein Instagram-Video von Grüne-Jugend-Co-Chef Luis Bobga. Zu einem Song des Rappers „Haftbefehl“ arbeitet sich Bobga darin an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und dessen Vorschlag ab, Bundesländer zusammenzulegen. Als im Lied das Wort „Hurensohn“ fällt, wird ein Bild von Söder eingeblendet. Bobga hat inzwischen sein Bedauern über den Post geäußert.

Grünen-Co-Parteichef Banaszak begrüßte die Reaktion. „Ich nehme wahr, dass Luis Bobga sehr schnell und sehr grundlegend reflektiert hat, was da passiert ist. Und das freut mich“, sagte er.

In den vergangenen Jahren hatten die Grünen immer wieder Ärger mit Spitzenvertretern der Grünen Jugend. Banaszak äußerte sich erleichtert über den Neustart an deren Spitze. „Ich bin erst mal froh, dass wir in den vergangenen Monaten zwischen der Grünen Jugend, ihrer neuen Sprecherin Henriette Held und ihrem neuen Sprecher Luis Bobga und uns als Parteispitze eine neue Diskussionskultur etabliert haben“, sagte er.


Foto: Felix Banaszak (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DGB plant eigene Rentenkommission

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Seniorin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Debatte um Sozialstaatsreformen hat der DGB eine eigene Rentenkommission angekündigt.

„Eine starke gesetzliche Rente bleibt das Fundament des Sozialstaats“, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. In der Kommission sollen 13 Vertreter von Gewerkschaften, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie parteipolitische Vertreter zusammenkommen. Die Ergebnisse sollen im Sommer präsentiert werden. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Sicherheit geben, Orientierung schaffen und mit einem eigenen, überzeugenden Zukunftskonzept einen Gegenpol setzen zur permanenten Krisen- und Verzichtserzählung in der Rentendebatte“, so Fahimi.

DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel ergänzte, der Konflikt verlaufe nicht zwischen Jung und Alt. „Er verläuft zwischen Arm und Reich. Zwischen denen, die arbeiten, und denen, die von ihrem Kapital leben“, sagte sie. Insbesondere junge Menschen profitierten von einem stabilen Rentenniveau. „Wenn das Niveau sinkt, zahlen sie mehr ein und bekommen weniger raus. Das ist Betrug an der jungen Generation.“ Piel verwies darauf, dass die Rentenausgaben gemessen am BIP in den letzten 20 Jahren sogar gesunken seien – von 10,4 auf 9,4 Prozent. Die Rente werde durch gute Löhne, mehr Beschäftigung und eine starke Tarifbindung gestärkt.

Fahimi erklärte, Arbeitsrechte und der Sozialstaat seien nicht Ursache der derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche. Die Beschäftigten seien nicht schuld an der Krise. Mit Blick auf die Debatten über Lohnfortzahlung bei Krankheit, längere Arbeitszeiten oder ein höheres Rentenalter sagte die DGB-Chefin, dass nichts davon helfe, die Auftragslage in der Wirtschaft zu verbessern und die Auftragsbücher wieder zu füllen. „Nichts davon schafft Zukunftssicherheit für Beschäftigte“, sagte sie.

Piel ergänzte, der Sozialstaat sei kein Luxus, sondern ein Standortvorteil. „Gut ausgebildete Beschäftigte, gesunde Arbeitskräfte, soziale Sicherheit. Das sind unsere Stärken. Das macht uns wettbewerbsfähig“, erklärte das DGB-Vorstandsmitglied. Statt Kürzungsdebatten forderte sie echte Reformen. „Wir müssen den Sozialstaat klüger machen, nicht kaputtsparen. One-Stop-Prinzip statt Behörden-Odyssee“, forderte Piel.


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Grönland: EU plant Sicherheitsstrategie und Antwort auf US-Zölle

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Ursula von der Leyen (Archiv), via dts NachrichtenagenturDavos (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), hat am Dienstag auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland sowie auf Trumps Zollankündigungen gegen EU-Staaten reagiert.

Die vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle seien ein Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten, sagte von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. „Die EU und die USA haben sich im Juli letzten Jahres auf ein Handelsabkommen geeinigt. Und in der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Ein Deal ist ein Deal. Und wenn Freunde sich die Hand geben, muss das etwas bedeuten.“

Die EU-Kommissionspräsidentin erklärte, man betrachte die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als Verbündete, sondern auch als Freunde. „Uns in eine gefährliche Abwärtsspirale zu stürzen, würde genau den Gegnern helfen, die wir beide so entschlossen aus unserem strategischen Umfeld fernhalten wollen“, sagte sie.

Von der Leyen kündigte ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Sicherheit in der Arktis an. Das erste Prinzip dafür sei die uneingeschränkte Solidarität mit Grönland und dem Königreich Dänemark. „Die Souveränität und Integrität ihres Hoheitsgebiets sind nicht verhandelbar“, so die CDU-Politikerin. Sie will die Investitionen in Grönland und mit den USA und anderen Partnern an einer umfassenderen Sicherheit in der Arktis arbeiten.

Zudem will von der Leyen prüfen, wie man Sicherheitspartnerschaften mit Partnern wie dem Vereinigten Königreich, Kanada, Norwegen, Island und anderen stärken könne. „Schließlich bin ich der Meinung, dass sich Europa an die neue Sicherheitsarchitektur und die neuen Realitäten, mit denen wir derzeit konfrontiert sind, anpassen muss. Aus diesem Grund bereitet Europa eine eigene Sicherheitsstrategie vor, die wir noch in diesem Jahr veröffentlichen wollen. In diesem Zusammenhang aktualisieren wir auch unsere Arktis-Strategie“, erklärte sie. „Im Mittelpunkt steht dabei das Grundprinzip, dass souveräne Völker über ihre eigene Zukunft entscheiden.“

In ihrer Rede stellte von der Leyen das Mercosur-Handelsabkommen indirekt als Gegenentwurf zur Außenpolitik der US-Administration dar – ohne Trump oder die USA direkt zu nennen. Das Mercosur-Abkommen sende „eine starke Botschaft an die Welt, dass wir fairen Handel statt Zölle wählen, Partnerschaft statt Isolation, Nachhaltigkeit statt Ausbeutung – und dass wir es ernst meinen mit der Risikominderung unserer Volkswirtschaften und der Diversifizierung unserer Lieferketten“, sagte sie.

Die EU-Kommissionspräsidentin kündigte weitere Abkommen mit Australien, den Philippinen, Thailand, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Mit Indien sei man bereits an der Schwelle zu einem historischen Handelsabkommen, so von der Leyen. „Manche bezeichnen es als die Mutter aller Abkommen.“


Foto: Ursula von der Leyen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Immer mehr Rentner gehen weiter arbeiten

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Älteres Paar (Archiv), via dts NachrichtenagenturDuisburg (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Renteneintritt weiter. Das zeigt der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), der am Dienstag gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wurde. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen von 13 auf 20 Prozent, wobei viele aus finanziellen Gründen tätig bleiben.

Die Entwicklung wird vor allem durch die ins Rentenalter kommenden Babyboomer getrieben. Allerdings ist der Beitrag erwerbstätiger Rentner zur Schließung von Fachkräftelücken begrenzt, da mit zunehmendem Alter der Anteil der Vollzeitbeschäftigten sinkt und Teilzeit mit geringen Stundenumfängen zunimmt, erklärten die Forscher. Rund die Hälfte der arbeitenden Rentner ist weniger als 15 Stunden pro Woche tätig.

Ein Vergleich der Branchen zeigt zudem einen Widerspruch: Während in der öffentlichen Verwaltung überdurchschnittlich viele ältere Beschäftigte arbeiten, sind Rentner, die neben der Rente erwerbstätig sind, dort deutlich seltener vertreten. Nach Einschätzung der Wissenschaftler liegt das weniger an den Arbeitsbedingungen, sondern eher an der Personalpolitik der Betriebe.


Foto: Älteres Paar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mercedes will US-Produktion ausweiten – Zeitplan verschoben

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Mercedes-Stern (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Mitten im neu aufgeflammten Zollstreit will der Autobauer Mercedes-Benz seine Produktion in den USA deutlich ausweiten – allerdings später als bisher angekündigt. Das SUV-Modell GLC solle nun „etwas später als 2027“ im US-Werk Tuscaloosa vom Band rollen, sagte Konzernchef Ola Källenius dem „Handelsblatt“. Einen genauen Zeitpunkt nennt Mercedes nicht.

Ursprünglich wollte der Dax-Konzern das Fahrzeug bereits kommendes Jahr in dem Werk im US-Bundesstaat Alabama fertigen. Anders als zunächst geplant, will Mercedes nicht mehr die aktuelle Verbrenner-Version des GLC in den USA produzieren, sondern erst das Nachfolgermodell. Offenbar erhofft sich Mercedes von dem neuen Fahrzeug eine höhere Nachfrage. Der aktuelle GLC wurde im Juni 2022 vorgestellt.

Die Entscheidung bedeute keine Produktionsverlagerung aus Deutschland, sagte Källenius. „Die Stückzahl, die in den USA abgesetzt und heute importiert wird, werden wir künftig lokal produzieren.“ Die Produktion des GLC in Deutschland laufe weiter. „Durch die Erweiterung der US-Produktion kann Mercedes trotz Zöllen seinen Fußabdruck in den USA erweitern.“

Mercedes will den Produktionsausbau nicht als Reaktion auf die US-Zollpolitik, sondern als eine strategische Entscheidung verstanden wissen. „Wir treffen Investitionsentscheidungen für Jahrzehnte und nicht als schnelle Reaktionen auf politische Veränderungen“, sagte der deutsch-schwedische Manager.


Foto: Mercedes-Stern (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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