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Dax lässt nach – MTU verliert nach Quartalszahlen deutlich

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.381 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Gegenwind kam an einem turbulenten Tag aus den USA. Dort hatte der nur geringe Rückgang der Inflation im Januar Anleger enttäuscht. Wie die US-Statistikbehörde am frühen Nachmittag mitteilte, sank die Inflationsrate von 6,5 Prozent im Dezember auf 6,4 Prozent im ersten Monat des Jahres. Besonders deutliche Verluste mussten in Frankfurt die Papiere von MTU Aero Engines hinnehmen – obwohl der Triebwerkbauer mit den neu veröffentlichten Quartalszahlen die eigene Gewinnprognose für 2022 übertraf und für 2023 ein Rekordjahr ankündigte.

An der Tabellenspitze standen kurz vor Handelsschluss die Aktien von Bayer, Volkswagen und Deutscher Bank. Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im März kostete 52 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 9 bis 11 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis sank dagegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 85,48 US-Dollar, das waren 113 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0728 US-Dollar (+0,04 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9321 Euro zu haben.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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Bundeswehr lieferte 292 Tonnen Hilfsgüter in Erdbebenregion

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Militär-Transportflugzeug, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Zur Unterstützung der humanitären Hilfe in der Erdbebenregion hat die Luftwaffe 292 Tonnen Hilfsgüter in insgesamt 17 Flügen in die Türkei geliefert. Das teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

Weitere Flüge seien in Planung, hieß es. Genutzt werden dafür täglich bis zu drei „A400M“-Transportflugzeuge. Nachdem in den ersten Tagen die Unterstützung des Technischen Hilfswerks im Vordergrund gestanden habe, würden aktuell durch andere Ressorts und durch die Bundesländer bereitgestellte Hilfsgüter verflogen werden, hieß es weiter. Die Bundeswehr arbeite hierbei eng mit dem „Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern“ (GMLZ) zusammen, das den Transport staatlicher Hilfsgüter in die Türkei koordiniert.

Die Bundeswehr werde die humanitäre Hilfe für das Erdbebengebiet solange unterstützen, wie Transportbedarf staatlicher Stellen bestehe, teilte das Verteidigungsministerium mit.


Foto: Militär-Transportflugzeug, über dts Nachrichtenagentur

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Patientenschützer kritisieren fallende Corona-Schutzmaßnahmen

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Krankenhaus, über dts NachrichtenagenturDortmund (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat die Verkürzung weiterer Corona-Schutzmaßnahmen in der Alten- und Krankenpflege auf den 1. März scharf kritisiert. „Allein dieses Jahr zählt schon jetzt 4.600 Corona-Tote. Doch diese erschreckende Zahl wird von der Politik hingenommen“, sagte Brysch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochsausgaben).

Bereits seit vielen Monaten hätten Bund und Länder dafür gesorgt, dass das letzte Schutzschild für schwerkranke, pflegebedürftige und hochbetagte Menschen immer schwächer würde. „Es wäre nicht überraschend, wenn nun bald die tägliche Corona-Todesstatistik abgeschaltet wird“, sagte Brysch weiter. Dann würde die Bevölkerung auch nicht mehr darüber informiert, dass es die alten Menschen seien, die am Infekt sterben, fürchtet Brysch.

„Das ist Altersdiskriminierung ohne öffentlichen Aufschrei.“


Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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Faeser verspricht nach Erdbeben weitere Hilfe

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Erdbeben in der Türkei am 06.02.2023, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat nach dem verheerenden Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion weitere Hilfsleistungen angekündigt. „Wir setzen unsere Hilfe mit Hochdruck weiter fort“, sagte die Ministerin am Dienstag.

Mit ihrem türkischen Amtskollegen Süleyman Soylu sei sie in engem Kontakt dazu, was am dringendsten benötigt werde. „Alle unsere Hilfen koordinieren wir mit unseren EU-Partnern“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. Die Überlebenden bräuchten jetzt besonders dringend winterfeste Unterkünfte. „Wir liefern mit der Luftwaffe weiterhin Zelte, Decken, Feldbetten und Stromgeneratoren.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem THW, der Luftwaffe, der Bundespolizei, den Ländern und Hilfsorganisationen bezeichnete Faeser in diesem Zusammenhang als „hervorragend“. Nach Angaben des Innenministeriums beträgt der Gesamtwert des deutschen Hilfsmaterials für die Erdbebengebiete in der Türkei bisher etwa 6,9 Millionen Euro. Für das Katastrophengebiet in Syrien würden Hilfsleistungen im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Am Montagabend waren die 50 Einsatzkräfte der Rettungs- und Bergungseinheit des THW von ihrem Einsatz in der Türkei zurückgekehrt.

Mit demselben Flug waren auch die Einsatzkräfte von „Isar Germany“ zurückgekehrt.


Foto: Erdbeben in der Türkei am 06.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

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Zahl der Visa steigt wieder deutlich an

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Schild einer deutschen Botschaft im Ausland, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutsche Botschaften und Konsulate haben im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Visa erteilt als in den beiden Vorjahren. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Antwort des Auswärtigen Amts auf eine schriftliche Frage des CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz.

Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.265.391 Visa erteilt, 211.699 Anträge wurden abgelehnt. Insgesamt wurden 1.477.090 Visumanträge entschieden. Ein Jahr zuvor hatten die 174 Visastellen der deutschen Auslandsvertretungen nur 697.222 Visumanträge bearbeitet, von denen 92.772 abgelehnt wurden. Im ersten Corona-Jahr 2020 waren von 654.544 bearbeiteten Anträgen 91.165 abgelehnt worden, wie aus der Statistik des Auswärtigen Amts hervorgeht.

Im Vor-Corona-Jahr 2019 hatten die Visastellen noch gut 2,5 Millionen Visumanträge bearbeitet. Die Zahlen zeigten, dass nach Corona die Zahl der Visaanträge für Deutschland schnell wieder angestiegen sei, sagte Biadacz, der Obmann der Unionsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales ist, dem „Handelsblatt“. Die Visabehörden lägen aber schon jetzt „weit über ihren Kapazitätsgrenzen“. Die teils monatelange Wartezeit auf einen Termin für den Visumantrag gilt als ein Nadelöhr bei der Erwerbsmigration nach Deutschland.

„Geordnete und gesteuerte Einwanderung in unser Land und insbesondere in unseren Arbeitsmarkt kann nur dann gelingen, wenn wir endlich den Verwaltungsstau in 174 verschiedenen, analogen Visastellen beenden und die Kompetenzen zentral bündeln und digitalisieren“, so Biadacz.


Foto: Schild einer deutschen Botschaft im Ausland, über dts Nachrichtenagentur

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Vom Großkonzern zum Startup

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anne martens

Anne Martens will Protofy zur „greatest company to work for“ machen

Sie möchte die Arbeitswelt für Menschen besser machen: Anne Martens ist Organisationsentwicklerin durch und durch. Die Diplom-Psychologin hat bereits für große Unternehmen in leitender Position gearbeitet, war für Hunderte von Mitarbeitenden verantwortlich und hat diverse Transformationsprojekte vorangetrieben. Jetzt ist sie bewusst von Groß auf Klein gewechselt: Seit Jahresbeginn ist Anne Martens als „Lead People & Organizational Development“ bei Protofy für rund 40 Mitarbeitende verantwortlich: „Hier kann ich meine Power unmittelbar für die Menschen einbringen.“

Anne Martens sieht sich als Impulsgeberin und Rahmenhalterin: “Eine meiner Stärken ist es, Menschen aus der Komfortzone zu holen und ihnen psychologische Sicherheit zu bieten. Ich möchte vermitteln: Wir als Unternehmen sind da, wenn du hinfällst, wollen aber auch, dass du über dich hinauswächst.“ Zuvor war die “Lead People & Organizational Development” der Digital-Agentur Protofy unter anderem bei der Bilthouse Gruppe (Baufi24, Hüttig & Rompf, Creditweb) für knapp 500 Menschen verantwortlich, hat dort den Bereich People & Culture aufgebaut. “Mir fehlte aber die direkte Wirksamkeit. Bei Protofy bin ich nah an den Mitarbeitenden dran und kann mich persönlich und unmittelbar einsetzen.“

Gründer und CEO Moritz Mann hat die Diplom-Psychologin an Board geholt; er selbst setzt sich viel mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander – und möchte dieses auch seinem Team zugänglich machen. „Jede:r Beschäftigte soll sagen können: Meine Zeit bei Protofy ist die, in der ich mich am stärksten persönlich weiterentwickelt habe. Wir wollen statt ‘personellen Kapazitäten’ Menschen um uns haben. Denn ein Unternehmen kann nur zukunftsorientiert wachsen, wenn es innere Stärke hat.“

Persönliches Wachstum als wichtiger Teil des Employer Brandings

„Persönliches Wachstum so in den Mittelpunkt zu stellen, hat mich direkt begeistert“, erklärt Anne Martens ihren Wechsel zu Protofy. „Das ist gelebtes Employer Branding.“ In vielen anderen Unternehmen hapere es nämlich mitunter bei der Partizipation: “Oft werden Menschen als ‘Arbeitsmaschinen’ gesehen, ohne dass ihre persönlichen Probleme und Herausforderungen beachtet werden.“ Zuletzt litten etwa viele Menschen unter der Pandemie oder unter den Auswirkungen des Ukraine-Krieges, hinzu kämen auch persönliche Krisen.

“Wollen Arbeitgeber zufriedene, kreative Mitarbeitende, die sich einbringen, statt lediglich Dienst nach Vorschrift zu leisten, müssen sie den Menschen jedoch als Gesamtbild sehen.“ Protofy bezieht seine Mitarbeitenden deshalb aktiv mit ein: Die Beschäftigten sollen das Gefühl von Impact haben, von Selbstwirksamkeit.

Betriebliches Gesundheitsmanagement neu gedacht

Rand- und Rahmenbedingungen müssen dabei passen – für beide Seiten: „Es geht darum, eine gute Balance zu finden zwischen Unternehmens- und persönlichen Interessen der Mitarbeitenden“, sagt Anne Martens. Dafür hat die Hamburger Agentur für Web- und App-Entwicklung das betriebliche Gesundheitsmanagement neu gedacht. Jede:r im Team kann sich einmal im Monat professionell coachen lassen – kostenlos und während der Arbeitszeit. Fast alle nehmen das Angebot wahr. Auch eine flexible und unbürokratische Sabbatical-Lösung gibt es für Mitarbeitende, die eine Auszeit machen möchten, ohne kündigen zu wollen. „Beides zahlt auf die Zufriedenheit und die langfristige Bindung der Mitarbeitenden ein“, so CEO Moritz Mann.

„Das alles ist nah dran am perfekten Job“, sagt Anne Martens. „Es braucht dafür persönliche Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, genauso wie Integrität und Werteorientierung. Abweichungen vom Verhaltenskodex müssen unbedingt benannt und zurückgemeldet werden. Natürlich sollte auch das Gehalt stimmen.“ Der Wechsel von Groß auf Klein sei für sie goldrichtig gewesen: „Protofy ist mein ‘Sweetspot’. Ich möchte dabei mithelfen, die Agentur zur ‘greatest company to work for’ zu machen.

Quelle: The Trailblazers GmbH

Schülerinnen und Schüler aus Albstadt entwickeln innovative Geschäftsideen

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Innovation-Workshops am 13. Februar 2023 in Albstadt

Schülerinnen und Schüler aus Albstadt entwickeln innovative Geschäftsideen im Projekt „Innovation Workshop & Pitch von Start-up BW Young Talents“

Im Rahmen eines eintägigen Innovation-Workshops am 13. Februar 2023 in Albstadt, durchlebten Schülerinnen und Schüler die ersten Phasen einer Unternehmensgründung: Kreative Lösungswege für die vorab identifizierten Probleme finden, daraus eine Geschäftsidee ableiten, Konzeption des Geschäftsmodells und am Ende des Workshops die Präsentation im Elevator-Pitch-Format vor einer externen Jury.

Bei ihrem Besuch des Doppel-Workshops in der Technologiewerkstatt Albstadt am 13. Februar zeigte sich Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement, mit dem die 70 Schülerinnen und Schüler der Walter-Groz-Schule/ Wirtschaftsgymnasium Ebingen, des Progymnasiums Tailfingen und des Gymnasiums Meßstetten an ihren Geschäftsideen arbeiteten. „Mir imponieren die vielfältigen Geschäftsideen, die die Jugendlichen entwickeln. Mich freut, dass die Schülerinnen und Schüler dabei insbesondere soziale Belange und Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen und mitdenken!

Es zeigt, dass unsere Jugendlichen das Potenzial haben, Probleme zu erkennen und Lösungen aufzuzeigen. Ziel des Workshops ist es, Schülerinnen und Schüler für die Selbstständigkeit zu begeistern. Wir brauchen ihre Unbefangenheit und ihren Mut, neue Wege zu gehen, heute mehr denn je,“ so die Ministerin. Am Ende des Doppel-Workshops am 13. Februar wurden zwei Siegerteams prämiert:

Das Mädchenteam des Wirtschaftsgymnasiums Ebingen gewann mit ihrer Idee „Screeny“, einer Folie und Software für das Cockpit im Auto als Brillenersatz den ersten Workshop des Tages.
Das Gewinnerteam des zweiten Workshops aus dem Gymnasium Meßstetten überzeugte mit ihrer Idee „Master Cart“, ein digitalisierter Einkaufswagen mit Indoor Navigation.

Die beiden Siegerteams sind nun eingeladen, ihre Geschäftsidee bei der Gartenschau Balingen am 10. Mai erneut zu präsentieren.
Außerdem ziehen sie in das Landesfinale Start-up BW Young Talents ein, das im Rahmen der Start-up BW Night in Mannheim am 13. Juli 2023 stattfinden wird.

Zum Projekt „Start-up BW Young Talents“
„Start-up BW Young Talents“ wird als Teil der Landeskampagne Start-up BW vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gefördert. Ziel ist es, bereits Jugendliche für die Themen Innovation, Start-up und unternehmerisches Handeln zu sensibilisieren. So wurden verschiedene Projektmodule entwickelt. Im Modul „Innovation Workshop & Pitch“ lernen Schülerinnen und Schüler, Geschäftsideen zu entwickeln und diese in einem Elevator Pitch zu präsentieren.

Im Rahmen der Start-up BW Landeskampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus wurden im Projekt Start-up BW Young Talents über 70 Innovation-Workshops für etwa 2.000 Schülerinnen und Schüler der baden-württembergischen Schulen durchgeführt. In diesen eintägigen Workshops entwickelten die Jugendlichen eine innovative Geschäftsidee und konnten sich für die Landesauswahl qualifizieren.

Weitere Informationen zu Start-up BW Young Talents finden Sie unter: https://www.startupbw.de/themen/young-talents/

Bild/Fotograf:@Mustafa Göcer/ Kreatix

Quelle Baden Württemberg Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus(WM)

Global Macro Outlook: Positives Wachstum in der Eurozone, Rezession in Großbritannien

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wachstum

Die Inflation befindet sich weltweit zwar noch immer auf einem zu hohen Niveau, wir gehen aufgrund jüngster ermutigender Anzeichen jedoch von einem Rückgang aus. In welchem Tempo dieser erfolgen wird, ist allerdings ungewiss. Zudem wird er voraussichtlich nicht linear verlaufen.

In vielen Ländern, die als erstes von der höheren Inflation betroffen waren, haben die Zentralbanken – insbesondere die US-Zentralbank Federal Reserve – aufgrund der neuen Datenlage die Geschwindigkeit der Zinserhöhungen verlangsamt. Dementsprechend rechnen wir nur noch mit einer begrenzten Straffung in den USA, und auch wenn die Europäische Zentralbank und die Bank of England die Zinsen wahrscheinlich noch etwas weiter erhöhen werden, nähern sie sich vermutlich dem Ende ihres jeweiligen Straffungszyklus.

Wachstumsaussichten positiver als noch vor einigen Monaten

Aufgrund der Zuversicht der Märkte, dass die Inflation unter Kontrolle gebracht wird und es für die Zentralbanken nicht mehr viel zu tun gibt, haben sich die finanziellen Bedingungen erheblich gelockert, weshalb die Wachstumsaussichten nun positiver ausfallen als noch vor einigen Monaten. Besonders ausgeprägt ist der Wachstumsschub in Europa, wo die Sorge über eine Verknappung des Erdgases nachgelassen hat. Tatsächlich ist der Gaspreis an den europäischen Börsen jetzt niedriger als vor 12 Monaten. Dieser Preisrückgang wird sich stark auf die Inflation und die reale Kaufkraft der Haushalte auswirken. Wir erwarten in der Eurozone deshalb in diesem Jahr ein positives Wachstum.

Die beschleunigte Öffnung in China unterstützt ebenfalls den wirtschaftlichen Optimismus, denn dieser Prozess sollte alle verbliebenden Verwerfungen in der globalen Lieferkette beseitigen und einen wichtigen Verbrauchermarkt wieder zum Laufen bringen.

Im Vereinigten Königreich dagegen sind die Aussichten nach wie vor recht pessimistisch, denn im Gegensatz zu Kontinentaleuropa steigt der Lohndruck in Großbritannien noch immer relativ stark. Dies behindert den Desinflationsprozess. Zudem begrenzen die Auswirkungen des Brexits das potenzielle Wachstum. Daher prognostizieren wir für das Vereinigte Königreich weiterhin eine Rezession.

Kurzfristiges Risiko: Friktion zwischen Zentralbanken und Finanzmärkten

Das offensichtlichste kurzfristige Risiko zurzeit sind potenzielle Reibungen zwischen den Finanzmärkten und den Zentralbanken. Während die Finanzmärkte von einem drastischen und dauerhaften Rückgang der Inflation auszugehen scheinen, der den Weg für eine lockere Geldpolitik in relativ kurzer Zeit ebnen würde, bleiben die Zentralbanken zurückhaltender. Sollte die kommende Desinflation schleppender vonstattengehen und die Zentralbanken ihre Geldpolitik langsamer lockern als vom Markt erwartet, könnten die Finanzmärkte zu kämpfen haben und die daraus resultierende Verschärfung der finanziellen Bedingungen könnte sich negativ auf das Wachstum auswirken. Entscheidend für die weiteren Aussichten sind deshalb die Inflationsdaten der kommenden Monate.

Positives Wachstum in der Eurozone, Rezession in Großbritannien

Bild Eric Winograd, Developed Market Economic Research bei AllianceBernstein

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

BNP Paribas Asset Management: Investoren wollen mehr Klimafonds

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BNP Paribas Asset Management

Anleger rechnen damit, dass der europäische Markt für ESG-ETFs im kommenden Jahr weiter wächst und interessieren sich zunehmend für Strategien, die auf die Verringerung von Emissionen in Übereinstimmung mit den Pariser Klimazielen ausgerichtet sind. Zudem zeigen sie großes Vertrauen in Nachhaltigkeitslabel. Das sind die Ergebnisse des aktuellen BNP Paribas Asset Management („BNPP AM“) European ESG ETF Barometers, einer halbjährlichen Umfrage unter institutionellen Investoren und Finanzintermediären zu ihren Einstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit.

Wie sehen Investoren Nachhaltigkeit? Was erwarten sie für nachhaltige Investments und wie wenden sie sie in der Praxis bei Indexstrategien an? Das wollte BNPP AM herausfinden und führt seit April 2022 zweimal im Jahr eine Umfrage unter institutionellen Investoren und Finanzintermediären durch. Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie:

Steigende Tendenzen

66 % der befragten Investoren sind der Ansicht, dass die ihnen zur Verfügung stehenden ETFs echte Nachhaltigkeitsvorteile aufweisen, wie beispielsweise einen positiven Einfluss auf ESG-Themen. Diese Meinung ist besonders unter Schweizer Investoren (74 %) sowie, wenn man nach Investorengruppen trennt, bei Pensionsfonds (85 %) weit verbreitet. Am wenigsten teilen diese Ansicht mit lediglich 54 % Anleger in Italien sowie Asset Manager. Von ihnen sind 56 % von den Nachhaltigkeitsvorteilen von Indexprodukten überzeugt.

Mit Blick auf heute verfügbare ESG-Indexstrategien schätzen Anleger vor allem die ESG-Abstimmungs- sowie die Engagementpolitik als solide ein. Diese Angabe machten 67 % der Befragten. Besonders wichtig ist ihnen zudem aktiver Dialog mit den Unternehmen, um sie bei der Energiewende zu unterstützen.

36 % der befragten Anleger zeigen ein großes Interesse an Strategien, die kohlenstoffarm, auf die Reduzierung von Emissionen ausgerichtet sind oder sich an der Paris-Aligned Benchmark orientieren – eine deutliche Zunahme gegenüber dem Ergebnis von vor sechs Monaten, als noch 14 % sich für diese Art von Strategien interessierten. Dabei zeigen sich bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Ländern: Schweizer Anleger äußern mit 48 % ein besonders hohes Interesse an dem Thema, französische Investoren reizt es dagegen am wenigsten (20 %). Weitere thematische Schwerpunkte, die für Anleger von Interesse sind, sind unter anderem Batterieinnovationen, Wasserstoff und die Elektrifizierung des Verkehrs. Während noch bei der letzten Befragung lediglich 8 % der Investoren die Themen vielversprechend fanden, sind es heute 33 %.

Wenn es um die Entscheidung für oder wider ein nachhaltiges ETF-Produkt geht, setzen Anleger vor allem auf drei Kriterien: Nachhaltigkeitslabels und Zertifizierungen (18 %), die Glaubwürdigkeit und Expertise der Anbieter in Bezug auf ESG (15 %) sowie den Tracking Error im Vergleich zur Benchmark (14 %).
Rückläufige Trends

81 % der europäischen Anleger erwarten, dass das in ESG-ETFs verwaltete Vermögen in den kommenden 12 Monaten stabil bleibt oder steigt. Dennoch sind 2022 weniger Investoren vom Erfolg nachhaltiger ETFs überzeugt als noch ein halbes Jahr zuvor, als noch 91 Prozent der Befragten von wachsenden Zuflüssen ausgingen. Dieser Rückgang ist möglicherweise auf die Performance im Jahr 2022 zurückzuführen. Ein Blick auf die Einzelergebnisse zeigt: Befragte aus dem Vereinigten Königreich sind mit 96 % am optimistischsten, wohingegen in Deutschland nur 68 % der Anleger daran glauben, dass auch im kommenden Jahr weiterhin Vermögen in nachhaltige ETFs fließen wird.

Während die Nachfrage nach Indexprodukten wächst, die kohlenstoffarm sind oder sich auf alternative Energiequellen fokussieren, hat die Begeisterung für ETFs mit Schwerpunkten auf der Kreislaufwirtschaft und der blauen Wirtschaft abgenommen. Der Anteil der Anleger, die in diese Themen investieren wollen, ist von 61 % auf 26 % beziehungsweise von 48 % auf 32 % gesunken.

„Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage zeigen: Die Erwartungen der Investoren können sich je nach Marktbedingungen und regulatorischen Entwicklungen sehr schnell ändern. In diesem sich rapide wandelnden Umfeld verzeichnen nachhaltige Indexstrategien weiterhin beträchtliche Zuflüsse. Das gilt insbesondere für jene, die auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens ausgerichtet sind“, sagt Claus Hecher, Head of ETF Business Germany bei BNPP AM. „Das bestätigt uns in unserer Strategie: Seit 2008 bieten wir eine umfangreiche Auswahl an kohlenstoffarmen ETFs und Indexfonds auf Aktien und Anleihen an. In diesen Strategien verwalten wir heute bereits ein Vermögen von mehr als 13 Milliarden Euro.“

BNPP AM steht seit 2008 an der Spitze der Innovation bei nachhaltigen ETFs: In dem Jahr legte das Unternehmen mit dem BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe als erster Vermögensverwalter einen emissionsarmen ETF auf.

Seitdem hat der Asset Manager sein Angebot an thematischen ETFs kontinuierlich erweitert und deckt nun die Bereiche Biodiversität, Blue Economy, grüne Immobilien, nachhaltige Infrastruktur, Medizintechnik, grüner Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft ab. BNPP AM verwaltet ein Vermögen von insgesamt 39 Milliarden Euro in 100 ETFs und Index-Fonds und plant bis 2023 eine Reihe von Erweiterungen seiner Produktpalette.

Bild Foto Claus Hecher, Head of ETF Business Germany bei BNP Paribas Asset Management Foto: BNP Paribas Asset Management

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

EU-Parlament billigt Verbrenner-Aus ab 2035

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Autobahn, über dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Das EU-Parlament hat den Weg für das Verbrenner-Aus bei neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ab dem Jahr 2035 frei gemacht. 340 Abgeordnete stimmten am Dienstag in der finalen Abstimmung in Straßburg für das Verbot, zudem gab es 279 Nein-Stimmen und 21 Enthaltungen.

Den Plänen zufolge sollen ab 2035 in der EU keine Pkw mit Verbrennermotoren mehr neu zugelassen werden dürfen. Die mit dem Rat erzielte Einigung umfasst auch Zwischenziele für die Verringerung der Emissionen bis 2030 (55 Prozent für Pkw und 50 Prozent für Lieferwagen gegenüber den Werten von 2021). Zudem ist eine neue Methode zur Bewertung der CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs vorgesehen. Die Einigung enthält auch eine Überprüfungsklausel, wonach die geplanten Maßnahmen im Jahr 2026 erneut geprüft werden sollen.

Bereits zugelassene Fahrzeuge sind von dem Verbot nicht betroffen. Auch für gebrauchte Autos ist kein generelles Verkaufsverbot vorgesehen.


Foto: Autobahn, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts