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Lottozahlen vom Samstag (18.10.2025)

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Lotto-Spieler, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 2, 18, 25, 42, 44, 47, die Superzahl ist die 9.

Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 9436758. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 560523 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Im Jackpot liegen in dieser Woche vier Millionen Euro.


Foto: Lotto-Spieler, via dts Nachrichtenagentur

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Berlin kritisiert Indonesien für Umgang mit Israels Turnern

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Christiane Schenderlein am 14.10.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung kritisiert Indonesien für die Entscheidung, israelischen Turnern Visa für die Turn-WM zu verweigern. „Diese Entscheidung untergräbt die Autonomie des Sports“, sagte die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein am Samstag.

Nach ihrer Überzeugung sollte der sportliche Wettbewerb nicht als Schauplatz für politische Auseinandersetzungen dienen. „Ich begrüße, dass sich auch das Internationalen Olympischen Komitee entsprechend geäußert hat“, sagte Schenderlein.

Es stelle sich nun aber die Frage, wie die Fédération Internationale de Gymnastique (FIG) den Zugang der israelischen Turner für diese Weltmeisterschaften sicherstellen wolle. Und wie diese WM dann unter Beachtung der Grundsätze von Nichtdiskriminierung und der Menschenrechte stattfinden sollen, sagte Schenderlein.


Foto: Christiane Schenderlein am 14.10.2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Wolfsburg verliert zu Hause gegen Stuttgart

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Kamil Grabara (Archiv), via dts NachrichtenagenturBochum (dts Nachrichtenagentur) – Am 7. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg eine 0:3-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart kassiert. Während die Schwaben damit auf Rang drei klettern, bleibt Wolfsburg auf Platz 15.

Schon in den Anfangsminuten zeichnete sich ab, dass die Partie für Wolfsburg kein leichtes Unterfangen werden würde. Der VfB Stuttgart übernahm sofort die Kontrolle, zeigte sich spielfreudig und aggressiv im Pressing. Bereits in der 4. Minute musste VfL-Keeper Kamil Grabara erstmals eingreifen, als Chabot aus der Distanz abzog. Kurz darauf kam Tiago Tomás nach einem Steckpass von El Khannouss zur ersten guten Chance, zielte aber aus spitzem Winkel vorbei.

Während Stuttgart immer wieder gefährlich in den Strafraum kam, blieb Wolfsburg über weite Strecken des ersten Durchgangs harmlos. Zwar versuchte Christian Eriksen in seinem Startelfdebüt beim VfL, das Spiel zu ordnen, doch Fehlpässe und zaghafte Offensivbemühungen prägten das Bild. Erste Pfiffe von den Rängen waren die Folge.

In der 35. Minute fiel dann der schon längst verdiente Führungstreffer für Stuttgart: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Angelo Stiller präzise an den Fünfmeterraum, wo ausgerechnet der ehemalige Wolfsburger Tiago Tomás völlig frei zum Kopfball kam – 0:1. Der Portugiese verzichtete aus Respekt vor seinem Ex-Verein auf den Torjubel.

Bis zur Pause blieb Stuttgart das klar bessere Team, während Wolfsburg kaum Struktur fand und mit dem knappen Rückstand sogar gut bedient war. Folgerichtig ging es mit einer 1:0-Führung für die Gäste in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Wolfsburg versuchte zwar, Ruhe ins Spiel zu bringen, doch die Fans reagierten zunehmend ungeduldig. Pfiffe begleiteten die zähen Ballstafetten, und die Unruhe übertrug sich auf das Team.

Der VfB dagegen blieb zielstrebig und nutzte die Lücken eiskalt. In der 55. Minute fiel das 0:2: Nach einem Ballgewinn von Assignon ging es schnell nach vorne. Tomás legte von der Grundlinie zurück, Stiller scheiterte zunächst, doch Maximilian Mittelstädt verwertete den Abpraller aus acht Metern sicher ins Netz.

Mit diesem Treffer war der Widerstand der Wölfe gebrochen. Stuttgart kontrollierte Ball und Gegner, während der VfL kaum noch gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tores kam. Ein Schuss von Skov Olsen in der 73. Minute, der weit über den Kasten flog, symbolisierte die Harmlosigkeit der Hausherren.

In der 80. Minute machte Angelo Stiller schließlich alles klar: Nach einem Angriff über die rechte Seite landete der Ball bei dem Mittelfeldspieler, der aus zentraler Position trocken zum 0:3 abschloss.

Der VfB Stuttgart setzt damit seine beeindruckende Serie fort und präsentierte sich auch ohne den verletzten Demirović abgeklärt, spielfreudig und kaltschnäuzig. Die Hoeneß-Elf bleibt damit in der Spitzengruppe der Bundesliga und bestätigt ihre aufsteigende Form.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Mainz-Leverkusen 3:4, Leipzig-Hamburg 2:1, Heidenheim-Bremen 2:2 und Köln-Augsburg 1:1.


Foto: Kamil Grabara (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Insa: AfD erreicht neuen Höchstwert in Sonntagsfrage

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Alice Weidel am 14.10.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die AfD legt in der Wählergunst weiter zu. Im „Sonntagstrend“, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, klettert die AfD um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent.

Das ist der höchste Wert, den die Partei jemals in der Erhebung erreicht hat. Damit liegt die AfD seit dem 20. September durchgängig vor der Union, die ebenfalls einen Punkt zulegt und auf 25 Prozent kommt.

Die SPD bleibt unverändert bei 14 Prozent. Die Grünen verlieren im Wochenvergleich einen Prozentpunkt und erreichen elf Prozent. Die Linke hält ihren Wert von elf Prozent.

Das BSW kommt weiterhin auf vier Prozent. Auch die FDP verharrt bei vier Prozent. Ebenfalls vier Prozent würden sonstige Parteien wählen (minus 1).

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut 1.200 Personen im Zeitraum vom 13. bis zum 17. Oktober befragt.


Foto: Alice Weidel am 14.10.2025, via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Paderborn und Kaiserslautern siegreich

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Ivan Prtajin (Archiv), via dts NachrichtenagenturPaderborn/Karlsruhe/Münster (dts Nachrichtenagentur) – Am 9. Spieltag der 2. Bundesliga haben der SC Paderborn 07 und der 1. FC Kaiserslautern Siege eingefahren, während Preußen Münster und Dynamo Dresden 2:2 gespielt haben.

Der SC Paderborn 07 hat das ostwestfälische Derby gegen Arminia Bielefeld am Samstagnachmittag mit 4:3 gewonnen. Die Gäste gingen durch Joel Grodowski per Strafstoß in Führung (16. Minute). Mika Baur glich für die Hausherren aus (26.), doch Monju Momuluh stellte umgehend die Bielefelder Führung wieder her (29.). Nach der Pause drehte Paderborn die Begegnung: Steffen Tigges traf zum 2:2 (50.) und schnürte später den Doppelpack zum 4:2 (62.). Dazwischen hatte Filip Bilbija vom Elfmeterpunkt zum 3:2 getroffen (55.). Tim Handwerker verkürzte ebenfalls vom Punkt auf 3:4 (73.), mehr gelang den Arminen nicht mehr.

Im Südwest-Derby gewann der 1. FC Kaiserslautern beim Karlsruher SC mit 3:2. Ivan Prtajin brachte die Gäste in der ersten Halbzeit in Führung (11.). Naatan Skyttä erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 0:2 (54.). Der KSC konnte durch Fabian Schleusener (58.) und Lilian Egloff (83.) vorübergehend ausgleichen, bevor Marlon Ritter in der 3. Minute der Nachspielzeit den Endstand von 3:2 für Kaiserslautern herstellte.

Dynamo Dresden hat bei Preußen Münster eine 2:1-Führung verspielt und 2:2 gespielt. Alexander Rossipal erzielte per Freistoß die Führung für die Sachsen (23.). Nach dem Wechsel glich Jorrit Hendrix für die Gastgeber aus (51.), ehe Lars Bünning per Kopf zur erneuten Führung traf (70.). Den Ausgleich besorgte ausgerechnet Bünning selbst – mit einem unglücklichen Eigentor zum 2:2-Endstand (85.).


Foto: Ivan Prtajin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rainer will Auflagen durch EU-Entwaldungsverordnung verringern

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Alois Rainer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will für mehrere Länder die Auflagen durch die EU-Entwaldungsverordung (EUDR) verringern. Mit dem Gesetz will die EU verhindern, dass für Produkte, die in der EU verkauft werden, Wälder zerstört werden.

„Unsere Wirtschaft wird durch die EUDR massiv belastet“, sagte Rainer am Samstag. „Und das, obwohl es in Ländern wie Deutschland keine Entwaldung gibt. Ich habe mich daher wiederholt bei der EU-Kommission für die Einführung einer Null-Risiko-Variante in der EUDR eingesetzt. Dafür werde ich auch weiterhin kämpfen“, sagte der CSU-Politiker. „Diese Verordnung konterkariert alle Bemühungen für Bürokratieabbau, sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene.“

In der kommenden Woche will die EU-Kommission einen Vorschlag zur Überarbeitung der Verordnung vorlegen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will erreichen, dass der Start der Verordnung verschoben wird und dass eine Null-Risiko-Kategorie eingeführt wird. Bislang unterscheidet die Richtlinie zwischen Ländern, in denen es ein geringes, ein Standard- oder ein hohes Risiko für Entwaldung gibt. Je nach Risiko gelten unterschiedlich strenge Vorschriften.

In Deutschland ist die Gesamtwaldfläche zuletzt gewachsen. Gleichzeitig hat sich der Zustand der Wälder verschlechtert: Nur noch jeder fünfte Baum gilt als gesund. Die deutschen Wälder geben mittlerweile mehr CO2 in die Atmosphäre ab als sie aufnehmen.

Entwaldung verursacht Schätzungen zufolge weltweit etwa zehn bis 15 Prozent der Treibhausgasemissionen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rechnet damit, dass zwischen 1990 und 2020 rund 420 Millionen Hektar Wald – eine Fläche größer als die EU – durch Entwaldung verloren gegangen sind. Der EU-Verbrauch macht etwa 10 Prozent der weltweiten Entwaldung aus. Palmöl und vor allem für die Tierhaltung verwendetes Soja sind für mehr als zwei Drittel davon verantwortlich.


Foto: Alois Rainer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umweltminister offen für Ausnahmen beim Verbrenner-Aus

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Auspuff (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hält Änderungen bei den CO2-Flottengrenzwerten für möglich. Er sei „offen für einen Kompromiss“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Es werde „keine Rolle rückwärts geben“, aber man sei „offen dafür, mehr Technologien zu nutzen, um die geltenden Klimaziele zu erreichen“, so Schneider.

„Wir sind flexibler bei Technologien wie Range Extender oder Plug-in-Hybriden, die dann auch nach 2035 noch zugelassen werden können – sofern die CO2-Emissionen kompensiert werden, etwa durch die Beimischung von synthetischen Kraftstoffen oder die Verwendung von grünem Stahl.“ Im Gegenzug erwarte er Investitionszusagen und Standortgarantien von den Autokonzernen in Deutschland.

Bislang werden Emissionen bei der Produktion nicht in den Flottengrenzwerten berücksichtigt. Diese beziehen sich lediglich auf den Ausstoß während des Fahrbetriebs. Die Emissionen der Produktion von Stahl finden stattdessen Berücksichtigung im EU-Emissionshandelssystem für energieintensive Industrien (ETS-1). Um Wettbewerbsnachteile für europäischen grünen Stahl zu verhindern, plant die EU außerdem ein CO2-Grenzausgleichsmechanismus, durch den CO2-intensiver Stahl aus Nicht-EU-Ländern teurer werden soll.

Wichtig sei, dass es klare Rahmenbedingungen gebe und keine Verunsicherung entstehe, so Schneider. „Ich hätte diese Diskussion ehrlicherweise nicht gebraucht“, kritisierte der Minister.


Foto: Auspuff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Anfragen bei Beratungsstellen für Kriegsdienstverweigerer nehmen zu

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Beratungsstellen für Kriegsdienstverweigerung registrieren einen wachsenden Zulauf von Eltern möglicherweise betroffener Kinder. „Es gibt aktuell bundesweit mehrere hundert Anfragen pro Jahr“, sagte der Sprecher der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK), Dieter Junker, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

Dabei verzeichne die EAK in diesem Jahr eine kontinuierliche Zunahme. Bei der EAK melden sich „Eltern und Großeltern, junge Menschen, die wehrpflichtig wären“ sowie Reservisten und aktive Soldaten, erklärte Junker. „Was in diesem Jahr auffällt, ist, dass es eine spürbare und deutliche Zunahme an Beratungsanfragen durch Eltern gibt, die sich wegen ihrer minderjährigen Söhne und Töchter besorgt zeigen bezüglich einer möglichen Wiedereinführung einer Wehrpflicht oder eines neuen Wehrdienstes.“

Der politische Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFGVK), Michael Schulze von Glaßer, sagte den Zeitungen, man werde „gerade nahezu überflutet“ von Anfragen. „Die Aufrufzahlen unserer Website haben im September die Marke von 125.000 gerissen“, so Schulze. „Im August waren es 55.000. Im Mai lag die Zahl noch bei 24.151. Darunter sind mittlerweile ein Viertel besorgte Eltern. Ihr Anteil wächst.“ Außerdem gebe es einen kleinen Mitgliederaufschwung.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CSU warnt CDU vor Abkehr von "Brandmauer" zur AfD

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AfD-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Generalsekretär Martin Huber rät der Schwesterpartei dringend davon ab, die Brandmauer gegen die AfD einzureißen. „Für die CSU ist jede Kooperation mit der AfD ausgeschlossen“, sagte Huber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Die AfD ist eine Gefahr für Deutschland.“

Die Partei sei „geprägt von Kreml-Knechten“ und wolle „raus aus der Nato, raus aus der EU, raus aus dem Euro“, erklärte Huber. „Die Entwicklungen in anderen europäischen Ländern haben immer gezeigt: Wo Christdemokraten mit extrem rechten Parteien kooperiert haben, sind am Ende die Christdemokraten verschwunden.“

Die Haltung der CSU sei deshalb klar: „Keine Kooperation mit der AfD – und das gilt auf allen Ebenen“, auch in den Kommunen. Er setze auf eine andere Strategie. „Wir wollen sie inhaltlich stellen, sie politisch bekämpfen und durch gute Regierungsarbeit den Nährboden entziehen.“

Die CDU-Spitze will an diesem Sonntag über eine ihre Strategie gegen die AfD beraten. Einzelne frühere Unions-Politiker empfehlen inzwischen eine Abkehr von der Brandmauer gegen die AfD. CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz hatte kürzlich dem MDR gesagt, in Landtagen oder im Bundestag komme eine Kooperation mit der AfD nicht in Frage. Wenn in Kommunen „über Kindergärten oder Straßenführungen“ entschieden werde, sei das aber keine parteipolitische Zusammenarbeit, sondern eine „pragmatische Entscheidung vor Ort“.


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EU: Umweltminister pocht auf CO2-Reduktion um 90 Prozent bis 2040

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Carsten Schneider (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Umweltminister Carsten Schneider (SPD) pocht darauf, dass die Bundesregierung den Vorschlag der EU-Kommission für das Klimaziel 2040 unterstützen soll. „Wir als Bundesregierung unterstützen den Vorschlag der EU-Kommission, bis 2040 bei den Treibhausgasen 90 Prozent Minderung zu erreichen“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das liegt auch auf dem Weg zu unserem Ziel in Deutschland. Wir wollen ja in Europa gemeinsam vorgehen, um faire Bedingungen für alle zu haben.“

Schneider zeigte sich optimistisch. „Ich gehe so in die Verhandlungen, und ich bin zuversichtlich, auch skeptischere Nachbarn zu überzeugen.“ Die EU hatte im September die letzte Frist für die Einreichung von Klimaschutzplänen (NDCs), die das Pariser Klimaabkommen verlangt, gerissen. Die dafür nötige Einigung auf das EU-Klimazwischenziel 2040 war Berichten zufolge auch am Widerstand Deutschlands und Frankreichs gescheitert.

Der Bundesumweltminister wertet die Haltung von US-Präsident Donald Trump zum Klimawandel als Chance für die EU. Trump mache den Europäern „ein Riesengeschenk“. Der US-Präsident lege bei erneuerbaren Energien und anderen Zukunftstechnologien „den Rückwärtsgang“ ein. Die Europäer seien – zusammen mit China – führend bei den sauberen Technologien und könnten nun neue Arbeitsplätze schaffen.

Trump hatte zuletzt den Klimawandel vor den Vereinten Nationen als „Schwindel“ bezeichnet. Schneider wies dies zurück. „Was aus den USA an Wissenschaftsfeindlichkeit in die Welt posaunt wird, rüttelt an den Grundfesten unserer Kultur der Aufklärung“, sagte er. Deutschland müsse jetzt versuchen, Europa zusammenzuhalten und die gemeinsamen Interessen durchzusetzen.

Zurückhaltend äußerte sich der Umweltminister zu lokalen Initiativen wie in Hamburg, das sich per Volksentscheid zu Klimaneutralität bereits 2040 verpflichtet hat. „Hamburg hat jetzt ein ganz schönes Brett vor sich. Der Senat muss schauen, wie er das umsetzt“, sagte Schneider. „Wir haben unser Ziel der Klimaneutralität bis 2045 für ganz Deutschland.“ Dieses sei anspruchsvoll, aber erreichbar.

2021 hatte die damalige schwarz-rote Koalition das Ziel der Klimaneutralität von 2050 auf 2045 vorgezogen, um einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nachzukommen. Karlsruhe hatte mit Blick auf die Menge an CO2, die Deutschland zur Begrenzung der Erderhitzung auf 1,75 Grad bleibt, geurteilt, dass ein zu schneller Verbrauch dieses CO2-Budgets die Freiheiten zukünftiger Generationen zu sehr einschränken würden. Deutschland hätte durch diesen Ansatz theoretisch die Möglichkeit, auch später klimaneutral zu werden – wenn im Gegenzug früher mehr CO2 eingespart wird. Aktuell prüft das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde, die strengere Klimaziele für geboten hält.


Foto: Carsten Schneider (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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