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DFB-Pokal: Dortmund schlägt Frankfurt im Elfmeterschießen

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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund am 28.10.2025, via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – In der zweiten Runde des DFB-Pokals hat Borussia Dortmund nach Rückstand und Verlängerung 4:2 im Elfmeterschießen gegen Eintracht Frankfurt gewonnen, während der Hamburger SV sich mit 1:0 gegen Heidenheim durchgesetzt hat. Hertha BSC schlug Elversberg 3:0 und Holstein Kiel gewann 1:0 gegen den VfL Wolfsburg.

Am Dienstagabend musste der BVB zunächst einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Die Frankfurter Gastgeber gingen bereits in der 7. Minute durch Ansgar Knauff in Führung, der nach einer präzisen Vorlage von Mario Götze vollstreckte.

In der ersten Halbzeit tat sich die Borussia schwer, gefährliche Chancen zu kreieren. Nach dem Seitenwechsel zeigte Dortmund ein anderes Gesicht: Julian Brandt erzielte bereits in der 48. Minute den Ausgleich nach einer sehenswerten Kombination über die rechte Seite. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten fiel kein weiteres Tor mehr, sodass die Partie in die Verlängerung ging.

Auch nach 120 Minuten stand es weiterhin 1:1. Im Elfmeterschießen eröffnete Fábio Silva für den BVB mit einem unhaltbaren Schuss unter die Latte, Can Uzun glich für Frankfurt aus. Niklas Süle verwandelte ebenfalls sicher, bevor Ritsu Doan seinen Versuch deutlich über das Tor setzte. Carney Chukwuemeka nutzte die Chance zur BVB-Führung. Michy Batshuayi verkürzte zwar noch einmal, doch Felix Nmecha erhöhte auf 4:2. Als Farès Chaibi schließlich verschoss, stand der Dortmunder Einzug ins Achtelfinale fest.

Die Begegnung zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem Hamburger SV wurde durch einen Platzverweis maßgeblich beeinflusst. Heidenheims Innenverteidiger Tim Siersleben sah in der 44. Minute die Rote Karte, nachdem er Ransford Königsdörffer als letzter Mann gestoppt hatte.

Trotz der numerischen Unterlegenheit verteidigte der FCH über weite Strecken des zweiten Durchgangs diszipliniert und ließ kaum Chancen zu. Die Wende brachte eine strittige Elfmeterentscheidung in der 80. Minute: Fábio Vieira ging im Strafraum zu Boden, der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß.

Robert Glatzel übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 83. Minute sicher. In der Schlussphase versuchte Heidenheim noch einmal alles, doch der eingewechselte Adam Kölle verfehlte per Kopf knapp das Tor. Hamburg zieht somit ins Achtelfinale ein.

Hertha BSC setzte sich währenddessen gegen den SV 07 Elversberg souverän durch. Mickael Cuisance brachte die Alte Dame bereits in der 15. Minute mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte in Führung. Elversberg fand im Angriff kaum statt und musste sich hauptsächlich auf Defensivarbeit konzentrieren. Sebastian Gronning sorgte in der 58. Minute mit seinem Kopfballtreffer für die Vorentscheidung. Die Herthaner kontrollierten die Partie anschließend routiniert und ließen nichts mehr anbrennen. Jón Dagur Thorsteinsson erhöhte in der 4. Minute der Nachspielzeit auf 3:0.

Der Holstein Kiel sorgte für die Überraschung des Abends und schaltete den Bundesligisten VfL Wolfsburg aus. Die Partie kippte in der 36. Minute, als Wolfsburgs Jenson Seelt nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte sah.

Nur vier Minuten später erbrachte Vinicius Souza Adrián Kaprálik im Strafraum zu Fall, woraufhin der Unparteiische auf Elfmeter entschied. Alexander Bernhardsson verwandelte in der 42. Minute sicher zum 1:0.

Auch in der zweiten Halbzeit mit einem Mann mehr fanden die Wölfe offensiv keine Lösungen. Die Kieler Defensive stand sicher und ließ praktisch keine Torchancen zu. Holstein Kiel feierte damit einen verdienten Erfolg und steht im Achtelfinale.


Foto: Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund am 28.10.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (28.10.2025)

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Spielschein für Eurojackpot, via dts NachrichtenagenturHelsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.

Sie lauten 3, 4, 22, 45, 50, die beiden „Eurozahlen“ sind die 9 und die 12. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.

Die Hälfte der Einnahmen wird an die Teilnehmer der Lotterie ausgeschüttet, die andere Hälfte fließt – abzüglich der Kosten für die Lottogesellschaften – in die Staatskassen der teilnehmenden Länder mit der Maßgabe, gemeinnützige Projekte zu fördern.


Foto: Spielschein für Eurojackpot, via dts Nachrichtenagentur

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Verband fürchtet neue US-Zölle für Maschinenbau im Dezember

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Containerschiff (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Dezember drohen Erhöhungen der US-Zölle für rund 200 Produktkategorien aus dem Maschinen- und Anlagenbau. „Für viele Unternehmen droht damit praktisch der Wegfall ihres wichtigsten Auslandsmarktes“, sagte Bertram Kawlath, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VMDA), der „Welt“ (Mittwochausgabe).

Er sprach von einer „dramatischen Situation“ und einer „prohibitiven Wirkung“ der Zölle. „Im Extremfall kann das auch das Aus bedeuten für das ein oder andere Unternehmen.“

Die US-Regierung plant, die Zolllisten der sogenannten „Section 232“ zu erweitern. Für die betroffenen Produkte wird nicht nur der 15-prozentige Basis-Zollsatz aus dem Zolldeal zwischen den USA und der EU fällig. Darüber hinaus müssen auch 50 Prozent Zoll auf den Stahl- und Aluminium-Anteil der in die USA exportierten Ware gezahlt werden.

Sollten alle neuen Zollnummern bestätigt werden, sind mehr als die Hälfte aller Exporte von den zusätzlichen Zöllen betroffen, konkret 56 Prozent des US-Geschäfts, wie Berechnungen Verbands zeigen. Nach der ersten Erweiterungsrunde im August lag dieser Anteil noch bei 40 Prozent.

Die USA sind der wichtigste Exportpartner für den deutschen Maschinenbau. 2024 gingen allein 13,5 Prozent der Ausfuhren nach Amerika. Mit Einführung der Zölle aber stocken die Geschäfte.

Für das erste Halbjahr meldet der VDMA ein Minus von sieben Prozent im Außenhandel mit US-Kunden. Im Juli reduzierte sich das Volumen dann um weitere 13 Prozent, im August sogar um 18,5 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat.

„Der sogenannte Zolldeal der EU ist für uns wertlos“, kritisierte Kawlath und forderte sowohl die Bundesregierung als auch die EU-Kommission auf, weitere Gespräche mit der US-Seite zu führen. „Die EU darf hier nicht lockerlassen, wir brauchen dringend Nachverhandlungen zu diesem Zolldeal“, sagte der Unternehmer. Vor allem bei Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) sehe er aber nicht den unbedingten Willen, auf allen Ebenen etwas auszurichten.


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Pläne für Cyberabwehr lösen Debatte um Verfassungsänderung aus

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Computer-Nutzer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), ausländische Cyberattacken künftig mit Gegenangriffen zu stoppen, haben eine Diskussion über die Notwendigkeit einer Verfassungsänderung ausgelöst.

So sieht der Grünen-Rechtspolitiker Helge Limburg zwar Handlungsbedarf. „Natürlich ist die Gefahr ausländischer Cyberattacken real“, sagte Limburg dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Einfach werde es aber „auf keinen Fall“, weitere rechtliche Voraussetzungen für Abwehrschläge im Cyberraum zu schaffen. Die Gefahrenabwehr sei grundsätzlich Ländersache und könne bislang nur in sehr begrenztem Umfang von einer Bundesbehörde geleistet werden.

Dass für neue Befugnisse keine Grundgesetzänderung nötig sei, wie Dobrindt es sieht, findet Limburg „zumindest zweifelhaft“. Für eine Verfassungsänderung wäre eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Dafür wären die Koalitionspartner Union und SPD auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

Dobrindt hatte gegenüber dem Blatt angekündigt, die rechtlichen Voraussetzungen für sogenannte Abwehrschläge im Cyberraum zu schaffen. Es gehe darum, laufende oder bevorstehende Angriffe zu stoppen. Dies sei Aufgabe der Sicherheitsbehörden des Bundes. Es gehe jedoch nicht um allgemeine Gegenschläge, sogenannte Hackbacks, sondern um reine Abwehr.

Das Bundesjustizministerium von Stefanie Hubig (SPD) erklärte auf Anfrage des „Handelsblatts“, das Ressort werde sich – wie üblich – in die verfassungsrechtliche Prüfung eines etwaigen Gesetzentwurfs „konstruktiv einbringen“. Laut der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Sonja Eichwede findet zurzeit „eine enge Abstimmung mit dem Koalitionspartner und den Ländern“ statt, um „gute, tragfähige rechtliche Grundlagen“ zu schaffen.

Die rechtspolitische Sprecherin der Linkspartei, Clara Bünger, stellte sich gegen das Vorhaben. „Das Lahmlegen ausländischer Server oder Infrastrukturen verletzt die Souveränität anderer Staaten und birgt das Risiko schwerer Kollateralschäden, etwa wenn kritische Dienste oder zivile Netze betroffen sind“, sagte Bünger dem „Handelsblatt“.


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Netanjahu ordnet "kraftvolle" Angriffe im Gazastreifen an

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Büro des israelischen Premierministers (Archiv), via dts NachrichtenagenturJerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat das Militär angewiesen, unverzüglich „kraftvolle“ Angriffe im Gazastreifen durchzuführen. Das teilte das Büro des Premierministers am Dienstag nach Sicherheitskonsultationen mit.

In Israel hatte zuvor für entsetzte Reaktionen gesorgt, dass die am Montag übergebenen sterblichen Überreste einer Geisel israelischen Angaben zufolge nicht zu einer weiteren Geisel gehören, sondern zu einer bereits 2023 beigesetzten Person. Am Nachmittag hatte es zudem Berichte über eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Hamas-Mitgliedern und israelischen Soldaten im Süden des Gazastreifens gegeben. Für den Abend war die Übergabe einer weiteren toten Geisel geplant.

Die Waffenruhe in Gaza wurde bereits mehrmals gebrochen. In Gaza wurden palästinensischen Angaben zufolge in den letzten beiden Wochen von israelischen Soldaten mehrere Dutzend Menschen getötet. Die Hamas hätte zudem bereits neben den letzten 20 überlebenden Geiseln auch alle 28 toten Geiseln an Israel übergeben müssen.


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Goldman Sachs beobachtet rückläufige Investitionen in Europa

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Bulle und Bär auf dem Börsenplatz in Frankfurt am Main, via dts NachrichtenagenturFrankfurt (dts Nachrichtenagentur) – Die Investmentbank Goldman Sachs beobachtet bei Investoren wieder einen verstärkten Fokus auf Anlagen in den USA. Nach den Marktturbulenzen im April hätten die Kunden noch „im großen Stil“ umgeschichtet und sich vor allem gegenüber dem Dollar abgesichert, sagte Kunal Shah, Co-Chef des globalen Handelsgeschäfts (FICC) von Goldman Sachs, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Diese Hedging-Aktivitäten hatten ihren Höhepunkt Ende April und Anfang Mai, seither sind sie deutlich zurückgegangen.“

Hauptgrund für die Trendumkehr sei die starke Entwicklung der US-Wirtschaft, sagte Shah. „Der Leitindex S&P 500 hat dank des KI-Booms neue Höchststände erreicht.“ Zudem seien die politischen Risiken in Amerika „jetzt besser kalkulierbar“.

Viele Anleger hätten zwar weiterhin Interesse an einer breiteren Diversifikation – etwa in Europa oder Asien, sagte der Manager. „Doch die Umsetzung ist schwierig. In Europa und Asien sehen Investoren im Vergleich zu den USA weniger attraktive Investitionsmöglichkeiten“, so Shah.

Hinzu kämen neue politische Unsicherheiten wie die Regierungskrise in Frankreich. „Bei solchen Entwicklungen überlegen sich Investoren zweimal, ob sie signifikante Kapitalmengen außerhalb der USA anlegen wollen“, sagte der Manager.

Die geplanten staatlichen Ausgaben für Rüstung und Infrastruktur in Deutschland könnten aus seiner Sicht mehr Investoren anlocken. „Aber dafür müssen sie wissen, wie privates Kapital konkret eingebunden wird“, sagte Shah. „Wie stark sich Investoren beteiligen, hängt von der Umsetzung der Pläne ab.“


Foto: Bulle und Bär auf dem Börsenplatz in Frankfurt am Main, via dts Nachrichtenagentur

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Israels Botschafter fordert Aufklärung über "Hamas-Unterwanderung"

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Ron Prosor (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem Israel dem ZDF Dokumente vorgelegt hat, die zeigen sollen, dass ein von Israel getöteter Ingenieur der Produktionsfirma PMP Hamas-Mitglied gewesen sein soll, hat Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, Aufklärung über den Einfluss der Hamas auf Medien gefordert. „Es liegt in der Verantwortung der hiesigen Medien, die Zuschauer über das Ausmaß der Hamas-Unterwanderung aufzuklären“, sagte Prosor der „Welt“ (Mittwochausgabe).

Die Hamas nutze Bilder bewusst als Waffe. Der Fall beim ZDF sei nur die Spitze des Eisbergs, mutmaßte Prosor. „Viele vermeintliche Journalisten wurden bereits als Terroristen enttarnt. Selbst wenn nur der Kabelträger für die Hamas arbeitet, überlegt der Leiter der Produktionsfirma vor Ort zweimal, welche Bilder nach Deutschland gesendet werden. Der Hamas-Filter wirkt automatisch“, behauptete er.

Das ZDF hatte am Montag erklärt, dass ein Dokument Israels belege, dass es sich bei einem Ingenieur der ZDF-Partnerfirma Palestine Media Production (PMP) um ein Mitglied der Terrororganisation Hamas handelt. Die Zusammenarbeit mit PMP sei daher beendet. Der Mann war bei einem israelischen Angriff Mitte Oktober getötet worden.

Die israelische Armee verweigert Journalisten den Zugang zum Gaza-Streifen. Um trotzdem aus Gaza berichten zu können, sind westliche Medien auf die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen vor Ort angewiesen. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ stehen die Palästinensischen Gebiete auf Rang 163, Israel auf Platz 112 von 180. Seit Oktober 2023 wurden in Gaza über 200 Medienschaffende getötet.


Foto: Ron Prosor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz will mit Erdogan über Rückführungen sprechen

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will bei seinem anstehenden Besuch in der Türkei mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch über das Thema Rückführungen sprechen.

In deutschen Regierungskreisen hieß es am Dienstag, dass Deutschland und die Türkei im Bereich Migration enger zusammenarbeiten wollen. Die Türkei ist derzeit das Herkunftsland mit der höchsten Zahl Ausreisepflichtiger in Deutschland. Deshalb soll an einer verbesserten Kooperation im Bereich der Rückführungen gearbeitet werden, hieß es aus Regierungskreisen. Nach ersten Fortschritten in den letzten Monaten soll es jetzt um weitere konkrete Schritte gehen.

Auch die EU-Türkei-Beziehungen sollen bei der Merz-Reise nach Ankara eine wichtige Rolle spielen. In Regierungskreisen wird die Türkei weiter als strategisch wichtiger Partner der EU und Beitrittskandidat bezeichnet, auch wenn die Beitrittsverhandlungen schon lange eingefroren sind. Mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen EU und Nato setzt sich Deutschland zudem für eine engere Einbindung der Türkei, inklusive der Lieferung von Eurofightern, ein.

Merz wird sich am Donnerstag in Ankara mit Erdogan treffen.


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Thüringer Innenminister hält Verdacht gegen AfD aufrecht

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Georg Maier (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hält seinen Verdacht gegen die AfD bezüglich der Ausforschung kritischer Infrastruktur aufrecht.

„Fremde autoritäre Mächte wie insbesondere Russland und China versuchen durch hybride Bedrohungen unser Land und unsere Demokratie zu destabilisieren“, sagte Maier der „Welt“. Es gebe „nachweislich enge Verbindungen“ der AfD nach Russland und China. „In diesem Zusammenhang ist die schiere Fülle von detaillierten Kleinen Anfragen zu hochsensiblen und sicherheitsrelevanten Bereichen sehr auffällig.“ Maier sagte weiter: „Die Thüringer AfD ist hier sehr hartnäckig. Für mich drängt sich der Eindruck auf, dass da System dahintersteckt.“

Im Thüringer Innenministerium kursieren mehrere Dokumente, in denen Anfragen der AfD aus dieser Legislaturperiode aufgelistet sind, die Fragen zu kritischer Infrastruktur enthalten. Dabei geht es etwa die Ausstattung im Bevölkerungsschutz und Gesundheitswesen, um Aktivitäten der Bundeswehr sowie um Fragen zur Verkehrsinfrastruktur, Wasserversorgung, digitalen Infrastruktur und Energieversorgung. Insgesamt hat das Ministerium 58 entsprechende Anfragen zusammengetragen, auf die sich der Verdacht einer Ausforschung stützt.

Neben dem innenpolitischen Sprecher Ringo Mühlmann, der etwa detaillierte Fragen zum Transit militärischer Transporte durch Thüringen sowie zur Drohnenabwehr der Thüringer Polizei stellte, hat das Thüringer Innenministerium als zweite „Vielschreiberin“ zu Anfragen bezüglich kritischer Infrastruktur die AfD-Abgeordnete Nadine Hoffmann ausgemacht.

Hoffmann wollte etwa im Juli zur „Situation der Gewässerunterhaltung in Thüringen“ wissen: „Wie gestaltet sich die Personalsituation welcher Flussmeistereien in Thüringen und ihrer Stützpunkte seit dem Jahr 2020?“ Zur „Nutzung von Gewässer- oder Stauanlagen der Thüringer Fernwasserversorgung im Brandfall“ erfragte Hoffmann im Mai, welche Gewässer- oder Stauanlagen im Brandfall aktuell zur Wasserbereitstellung für Feuerwehren genutzt werden können. Und: „Welche Anlagen dürfen zukünftig aus welchen Gründen dafür nicht mehr genutzt werden?“

„Die entsprechenden Äußerungen des Thüringer Innenministers sind grotesk und zeigen deutlich, dass er weder das Recht von Parlamentariern auf Anfragen an die Landesregierung noch die Aufgabe der Opposition zur Kontrolle der Regierung verstanden hat“, sagte Hoffmann der „Welt“. Ziel ihrer Fragen sei es, „Besserungen in Thüringen auf diesen vielen Gebieten herbeizuführen, die da nötig sind, wo die Landesregierung versagt“.


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Dax am Mittag weiter leicht im Minus – geringe Handelsspanne

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits eher schwachen Start bis zum Mittag weiter knapp im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.270 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent unter dem Vortagsniveau. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Post, Infineon und Merck, am Ende Symrise, die Hannover Rück und die Commerzbank.

„Die Handelsspanne ist am heutigen Handelstag gering und drückt die abwartende Haltung der Marktteilnehmer aus“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Die Signale aus der makroökonomischen Ebene blieben weiterhin dämpfend. „So ist das GfK-Konsumklima weiter hinter den Erwartungen zurückgeblieben und bestätigt das konjunkturelle Bild in Deutschland. Die Unternehmen stehen derzeit eine sehr harte Zeit durch, die sich in den Kursentwicklungen des Dax 40 nicht darstellt.“

Das habe mit den Gewichtungen der Indexunternehmen SAP, Deutsche Telekom, Rheinmetall, Allianz und Airbus zu tun, so Lipkow. Diese Großkonzerne bestimmten das Handelsgeschehen im Dax und seien global aufgestellt. „Die deutsche Automobilindustrie dagegen stellt zusammengenommen ca. drei Prozent des Dax 40 dar, ist aber in der Realwirtschaft noch eine der wichtigsten Schlüsselindustrien in Deutschland.“

Die aktuell abwartende Haltung der Investoren werde sich frühestens morgen nach der Bekanntgabe der Zinsentscheidungen der US-Notenbank und der japanischen Notenbank sowie der Quartalsergebnisse von Alphabet, Meta und Microsoft auflösen, fügte der Analyst hinzu.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1657 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8579 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 64,64 US-Dollar; das waren 98 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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