Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Medizinische Dienst hat im Jahr 2024 bundesweit insgesamt 12.304 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. Die Gesamtzahl bewege sich auf etwa dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren, teilte die Expertenorganisation am Donnerstag in Berlin mit.
In 26,8 Prozent der Fälle (3.301) stellten die Gutachter einen Behandlungsfehler mit Schaden fest. Das ist etwas mehr als im Vorjahr (2023: 3.160). In 23 Prozent der Fälle (2.825) konnte der Medizinische Dienst nachweisen, dass der Behandlungsfehler ursächlich für den erlittenen Schaden war. Auch hier ist eine Zunahme feststellbar (2023: 2.679). Nur dann, wenn die Kausalität nachgewiesen ist, haben Patienten Anspruch auf Schadenersatz.
Wenn Behandlungsfehler passieren, werden nicht nur Patienten geschädigt: „Es entstehen auch enorme Kosten im Gesundheitssystem, weil Folgeuntersuchungen, erneute Operationen und Nachbehandlungen notwendig sind“, sagte Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund. „Daher muss es gesundheitspolitisches Ziel sein, die Patientensicherheit zu verbessern.“ Eine wichtige Maßnahme wäre die Verpflichtung der Ärzte und anderer Gesundheitsfachkräfte, Patienten umgehend zu informieren, wenn bei einer Behandlung etwas schiefgelaufen ist. Zudem sollten systematische Präventionsmaßnahmen umgesetzt werden. Voraussetzung dafür wäre ein obligatorisches, sanktionsfreies Meldesystem für vermeidbare Schadensereignisse, sogenannte „Never Events“.
Schaut man sich die Behandlungsfehlervorwürfe nach Sektoren an, so kommt man zu folgenden Ergebnissen: Zwei Drittel der Vorwürfe (7.960) beziehen sich auf Behandlungen in der stationären Versorgung, zumeist in Krankenhäusern. Ein Drittel der Vorwürfe (4.312) ist dem ambulanten Bereich zuzuordnen.
Wesentliche Ursache für diese Verteilung ist, dass sich die meisten Behandlungsfehlervorwürfe auf operative Eingriffe beziehen. Da Operationen vorwiegend in Kliniken stattfinden, sind stationäre Fälle häufiger von einem Behandlungsfehlerverdacht betroffen als Eingriffe im ambulanten Bereich.
29,8 Prozent aller Vorwürfe (3.664 Fälle) bezogen sich auf Orthopädie und Unfallchirurgie; 11,5 Prozent auf Innere Medizin und Allgemeinmedizin (1.402 Fälle); 8,9 Prozent auf Frauenheilkunde und Geburtshilfe (1.097 Fälle). 8,4 Prozent der Vorwürfe fielen auf Zahnmedizin (1.040 Fälle); 7,9 Prozent auf die Allgemein- und Viszeralchirurgie (971 Fälle) und 6,7 Prozent auf die Pflege (827 Fälle). 26,8 Prozent der Vorwürfe entfielen auf 29 weitere Fachgebiete.
Bei knapp zwei Drittel (63,0 Prozent) der begutachteten Fälle sind vorübergehende Schäden entstanden – wie bei dem Mann mit dem Oberarmbruch. Das heißt, weitere Interventionen sind notwendig oder ein Krankenhausaufenthalt wird verlängert. Die Patienten sind jedoch wieder genesen.
Bei einem knappen Drittel (32 Prozent) der begutachteten Fälle wurde ein Dauerschaden verursacht. Dabei unterscheidet man zwischen leichten, mittleren und schweren Schäden. Ein leichter Dauerschaden kann zum Beispiel eine geringe Bewegungseinschränkung oder eine Narbe sein. Ein mittlerer Dauerschaden kann eine chronische Schmerzsymptomatik, eine erhebliche Bewegungseinschränkung oder die Störung einer Organfunktion bedeuten.
Ein Behandlungsfehler kann auch so schwer sein, dass lebensrettende Maßnahmen notwendig werden. In 2,7 Prozent der Fälle (75 Fälle) hat ein Fehler zum Versterben des Patienten geführt oder wesentlich dazu beigetragen.
Foto: Vorstellung Jahresstatistik 2024 zur Behandlungsfehlerbegutachtung am 30.10.2025, via dts Nachrichtenagentur
Foto/Quelle: dts




Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die bundesweite jährliche Inflationsrate, die im September bei 2,4 Prozent gelegen hatte, dürfte im Oktober zurückgegangen sein. Darauf deuten erste Zahlen aus den Bundesländern hin, die bereits am Donnerstagvormittag veröffentlicht wurden.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Kampf gegen die Vogelgrippe schließt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) eine bundesweite Stallpflicht für Geflügel bei einer noch schlimmeren Infektionslage nicht aus.
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Sterberate von Männern in Deutschland ist im Jahr 2024 in allen Altersgruppen höher gewesen als die von Frauen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Bei 15- bis 34-Jährigen war die Sterblichkeit von Männern im Jahr 2024 mehr als doppelt so hoch wie die der Frauen. In den Altersgruppen zwischen 35 und 84 Jahren lag sie um 50 bis 85 Prozent über der Sterblichkeit der Frauen.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die aktuellen Vorschläge der Arbeitgeber zur finanziellen Entlastung des Gesundheitssystems stoßen bei der Deutschen Stiftung Patientenschutz auf Ablehnung. „Das sind viele alte Kamellen, vieles ist unausgegoren. So platzen die Einsparungsvorschläge beim genauen Hinschauen wie eine Seifenblase“, sagte Vorstandschef Eugen Brysch der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die USA wollen erstmals seit über 30 Jahren wieder Atomwaffen testen. Das kündigte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social an.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals hat sich Bundesligist Union Berlin am Abend erst in der Verlängerung gegen Zweitligist Arminia Bielefeld mit einem 2:1 durchgesetzt. Nach 90 Minuten stand es 1:1.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Borkenkäfer hat in diesem Jahr dem deutschen Wald deutlich weniger zugesetzt als noch in den Jahren zuvor. „Großräumige Schäden durch den Borkenkäfer, wie wir sie in früheren Jahren erleben mussten, sind 2025 weitgehend ausgeblieben“, sagte der Präsident des Verbandes der Waldbesitzer (AGDW), Andreas Bitter, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der zweiten Runde des DFB-Pokals am Mittwochabend hat der SV Darmstadt 98 den FC Schalke 04 deutlich mit 4:0 geschlagen. Der FC Bayern München gewann gegen den 1. FC Köln mit 4:1 und der SC Freiburg setzte sich bei Fortuna Düsseldorf mit 3:1 durch. Nach einem Zwischenstand von 1:1 nach 90 Minuten ging das Spiel zwischen Union Berlin und Arminia Bielefeld in die Verlängerung.
New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 47.632 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.