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SoVD fürchtet Schieflagen bei Reform des Unterhaltsrechts

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor Schieflagen bei der geplanten Reform des Unterhaltsrechts gewarnt. „Die Lebensrealitäten von Familien haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert, darum ist es richtig, dass überholte Unterhaltsrecht zu überprüfen – so steht es ja auch im Koalitionsvertrag“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

„Aber: Alleinerziehende Mütter, die auch heute noch überwiegend die Hauptlast der Kinderbetreuung und Erziehung tragen, dürfen dadurch nicht schlechter gestellt werden.“ Nachteile in der Erwerbsfähigkeit und die damit verbundene ökonomische Schlechterstellung, die durch die Verteilung der Betreuung schon vor der Trennung entstanden seien, müssten ebenfalls berücksichtigt werden, so Engelmeier. Der Sozialverband reagierte damit auf die jüngsten Ankündigungen von Justizminister Marco Buschmann (FDP). Dieser hatte am Freitag seine Reformpläne beim Unterhaltsrecht näher erläutert.

Kern der vorgesehenen Änderungen ist, dass sich Elternteile, die von ihrem ehemaligen Partner getrennt sind und sich umfangreich an der Betreuung des gemeinsamen Kindes beteiligen, finanziell besser gestellt werden sollen. In der Regel geht es um die Väter. SoVD-Chefin Engelmeier zeigte sich skeptisch. „Gelebte gemeinsame Verantwortung, das Aufrechterhalten von familiären Bindungen durch Pendeln und das Familienleben in zwei Haushalten gibt es nicht zum Nulltarif. In armen Familien müssen entsprechende Kosten auch über Leistungen im Existenzsicherungsrecht abgedeckt werden“, so Engelmeier.

„Die gemeinsame Sorgeverantwortung darf nicht nur ein Modell für gut Verdienende sein.“


Foto: Sozialverband Deutschland (SoVD) (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Indiens Zukunft liegt in der Luftfahrt

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Kishida Mexiko Franklin Templeton Luftfahrt Zementindustrie LED
Foto von Dina Ting (Quelle: Franklin Templeton)

Nach der geglückten Landung der Raumsonde „Chandrayaan-3“ gelang Indien als viertes Land der Welt die Aufnahme in den Club der Mondpioniere. Aber nicht nur extraterrestrisch konnte der Subkontinent reüssieren, auch die heimische zivile Luftfahrt bekommt zunehmend Auftrieb.

Neben der steigenden Nachfrage nach Flugreisen als Folge des rasanten Bevölkerungswachstums schaffen auch andere positive Trends günstige Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung Indiens und seiner Märkte. Dina Ting, Head of Global Index Portfolio Management bei Franklin Templeton, schildert die Förderprogramme der Regierung des Landes sowie den starken Finanz-, IT- und Energiesektor:

Inzwischen dürfte wohl den meisten Menschen die demografische Einschätzung bekannt sein, dass Indien die bevölkerungsreichste Nation der Welt ist – oder kurz davor steht. Sein Wachstum übertrifft das von China, dem größten Land der Welt – zumindest seit 1950, als die Vereinten Nationen mit der Erfassung der Bevölkerung begannen.

Aber das Bevölkerungswachstum ist nicht das einzige, was in Indien an Fahrt aufnimmt. Eine wachsende Mittelschicht sorgt für eine verstärkte Reiselust, und das boomende Fluggeschäft und der Luftverkehrsmarkt des südasiatischen Landes gehören heute zu den am schnellsten wachsenden Märkten der Welt. Analysten gehen davon aus, dass sich die damit verbundenen staatlichen Ausgaben bis 2025 auf fast 12 Mrd. USD belaufen werden, um die regionale Infrastruktur zu verbessern. In den kommenden fünf Jahren sollen sowohl die bestehenden Anlagen modernisiert als auch 80 neue Flughäfen gebaut werden.

Die zu Tata gehörende Fluggesellschaft Air India, die derzeit die größte internationale Fluggesellschaft des Landes ist, bestätigte im Juni dieses Jahres eine Großbestellung von 470 Boeing- und Airbus-Passagierflugzeugen. (Die indische Billigfluggesellschaft IndiGo konkurriert mit ihr um Marktanteile im Inland.)

Als US-Präsident Joe Biden im selben Monat den indischen Premierminister Narendra Modi zu einem seltenen Staatsbesuch in Washington empfing, bezeichnete er den Boeing-Auftrag im Wert von 46 Mrd. USD als „historisch“ und stellte fest, dass es sich um den zweitgrößten Flugzeugauftrag für Boeing aller Zeiten handelt. In der jüngeren Vergangenheit haben die beiden Länder eine engere Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen aufgenommen, darunter in der Rüstungsproduktion und bei technologischen Innovationen.

Deshalb ist es unserer Meinung nach an der Zeit, Indien und den börsengehandelten Fonds, die Anlegern ein kostengünstiges und steuereffizientes Instrument für taktische Länderallokationen bieten können, mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wer ein breiteres Engagement in der indischen Wirtschaft anstrebt, sollte sich vor Augen halten, dass der indische Aktienmarkt gemessen am FTSE India RIC Capped Index im zweiten Quartal 2023 eine Rendite von mehr als 13 % erzielen konnte. Die Anleger haben den schwachen Start des Marktes in das Jahr gut weggesteckt.

Die Benchmark ist mit einer Gewichtung von 21 % auf den Finanzsektor ausgerichtet. Mit einer Gewichtung von jeweils etwa 12,5 % sind Informationstechnologie und Energie die beiden nächstgrößten Sektoren.

Mega-Fusion

Letztes Jahr wurde Indien in Prognosen bezüglich seines rasanten Wachstums als Spitzenreiter bezeichnet, weil es in der Lage ist, seine Aktivität in komplexere Branchen zu diversifizieren. Das Land ist auf dem Global Innovation Index (GII) 2022 der Weltorganisation für geistiges Eigentum von Platz 46 auf Platz 40 vorgerückt (von 132 Ländern). Nach Angaben des indischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie verfügt das Land über das drittgrößte Ökosystem für Technologie-Startups weltweit und weist ein hohes Maß an Unterstützung bei Finanzierung und Investitionen auf.
Das anhaltende Wirtschaftswachstum kam dem indischen Finanzsektor im letzten Quartal zugute. Und im Juli verhalf eine Mega-Fusion im Finanzsektor in Höhe von 40 Mrd. US-Dollar zwischen der Housing Development Finance Corporation, dem größten Hypothekenfinanzierer des Landes, und der HDFC Bank dem indischen Markt zu einer Rallye. Das neue Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 150 Mrd. USD soll die viertgrößte Bank der Welt sein.

Die indische Regierung ist bestrebt, ihr öffentliches Bildungssystem zu reformieren, hat aber noch einen weiten Weg vor sich. Die derzeitigen nationalen Ausgaben für das indische Bildungssystem belaufen sich nach Angaben der Weltbank auf etwa 4,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und reichen damit nicht an Modis Zusage von 6 % des BIP heran. Bei der Mehrheit der indischen Kinder und Jugendlichen fehlt es immer noch an grundlegenden Lese-, Schreib- und Rechenkenntnissen, obwohl sich die Einschulungszahlen leicht verbessert haben.

Allerdings kann es vorkommen, dass Unternehmen bei der Unterstützung des Zugangs zur Hochschulbildung einspringen, vor allem bei der wettbewerbsorientierten Expansion der Bereiche Back-Office-Processing (BPO) und High-Tech-Produktion. Vor zwei Jahren riefen taiwanesische Universitäten eine gemeinsame Initiative mit dem indischen Mischkonzern Tata ins Leben, der seinen Mitarbeitern Kurse in Elektronik anbietet. Wenn es Indien gelingt, sein Angebot an qualifizierten Arbeitskräften zu erweitern, könnte es mehr Produktionsbetriebe aus anderen asiatischen Ländern anziehen, auch aus China, wo die Mindestlöhne tendenziell höher sind und die Arbeitnehmer nun mehr fordern.

Die Einführung der Steuer auf Waren und Dienstleistungen (Goods and Services Tax, „GST“) und die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft im Land sollen zudem mehr Menschen in die formelle Wirtschaft einbinden. Im Mai lobte Modi den Erfolg der GST in einem Tweet: „Es gibt gute Nachrichten für die indische Wirtschaft. Die steigenden Steuereinnahmen trotz niedrigerer Steuersätze sind ein Beleg für den Erfolg der GST, die die Integration und die Einhaltung der Vorschriften verbessert hat.“

Vor über zehn Jahren hat Indien mit der Einführung seines nationalen Identifikationsprogramms Aadhaar, das biometrische Ausweise zum Nachweis des Wohnsitzes verwendet, eine solide Grundlage für eine stärker digitalisierte Wirtschaft geschaffen. Daraus haben sich zahlreiche soziale Vorteile ergeben, und die digitale finanzielle Integration wurde entscheidend vorangetrieben.

Natürlich ist die Schaffung von Arbeitsplätzen weiterhin eine Herausforderung, aber die Inlandsnachfrage hat angezogen. Zudem werden die indischen Verbraucher wahrscheinlich über ein höheres verfügbares Einkommen verfügen, und da sich die Einkommensverteilung verschiebt, könnte der Gesamtkonsum stark ansteigen. Goldman Sachs Research hat prognostiziert, dass das indische BIP das des Euroraums im Jahr 2051 und das der USA im Jahr 2075 überholen wird.

Neben dem beachtlichen Ausbau der Infrastruktur, dem Wachstum des Finanzsektors und einer riesigen und vielfältigen Bevölkerung sind Indiens bemerkenswerte Fortschritte bei der Umstellung auf saubere Energie ein weiterer interessanter Aspekt für Anleger. Die Weltbank hat unlängst eine Finanzierung in Höhe von 1,5 Mrd. USD genehmigt, um die Entwicklung des indischen CO2-armen Energiesektors zu beschleunigen. Die Internationale Energieagentur rechnet außerdem damit, dass Indien in den kommenden Jahren Kanada und China überholen und zum drittgrößten Ethanolmarkt der Welt (nach den USA und Brasilien) aufsteigen wird.

Indiens Zukunft liegt in der Luftfahrt

Foto von Dina Ting (Quelle: Franklin Templeton)

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Finanzministerium plant Staatsfonds für Renten- und Pensionskassen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesfinanzministerium plant einen finanzstarken Staatsfonds, von dem künftig sämtliche Mittel des Bundes für die Stabilisierung von Renten- und Pensionskassen am Kapitalmarkt angelegt werden sollen. Nukleus der neuen Institution soll der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo) werden, wie der „Spiegel“ berichtet.

Er verwaltet bislang jene 24 Milliarden Euro, die Kernkraftwerksbetreiber an den Bund zahlen mussten, damit dieser damit die Folgekosten des Ausstiegs aus der Atomenergie finanzieren kann. Künftig soll der Kenfo auch die Milliarden für die Aktienrente am Kapitalmarkt anlegen. So sieht es der Gesetzentwurf für das sogenannte „Generationenkapital“ vor. Für diese kapitalgedeckte Stütze des Rentensystems haben Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bis 2035 rund 200 Milliarden Euro vorgesehen.

Nach den Überlegungen des Finanzministeriums könnten auch die schon bestehenden Vorsorgefonds des Bundes für die Alterssicherung in dem neuen Konstrukt aufgehen. Dazu zählen etwa die Versorgungsrücklage des Bundes, der Versorgungsfonds des Bundes sowie der Versorgungsfonds der Bundesagentur für Arbeit. Sie dienen dazu, Pensionslasten in der Zukunft zu mildern. Hinzu kommt der Pflegevorsorgefonds, der die Beiträge zur Pflegeversicherung stabilisieren soll.

Nach derzeitigem Stand hätte der neue Staatsfonds eine Kapitalausstattung von deutlich über 250 Milliarden Euro.


Foto: Seniorin mit Helferin am 21.08.2023, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Faeser hofft auf Anklage der Nord-Stream-Saboteure

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) setzt darauf, dass die deutschen Ermittler die Saboteure der Nord-Stream-Pipelines überführen. „Ich erhoffe mir, dass der Generalbundesanwalt genügend Anhaltspunkte findet, um die Täter anzuklagen“, sagte Faeser dem „Spiegel“.

„Wir müssen solche Verbrechen vor Gericht bringen.“ Es stärke auch das Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat, wenn es gelinge, so komplexe Sachverhalte aufzuklären. Der Anschlag im September 2022 habe unmittelbar die Frage aufgeworfen, wie die Bundesrepublik sich besser schützen könne. „Ein Ausfall von kritischer Infrastruktur kann enorme Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben“, sagte Faeser, „ob das Pipelines sind, Stromleitungen oder die Trinkwasserversorgung.“

Auf die Frage, wie sie Deutschland gegen Sabotage wappnen wolle, verweist die Innenministerin auf ein Gesetz, das sie kürzlich vorgelegt habe. Darin würden für elf Sektoren von der Energie über den Verkehr bis hin zur Gesundheits- und Lebensmittelversorgung Mindeststandards festgelegt. Es gehe dabei „nicht nur um Vorsorge gegen Sabotage oder Anschläge, sondern auch gegen Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen“, sagte die Innenministerin. Vollständigen Schutz könne es nie geben, räumt Faeser ein, „aber wir müssen dafür sorgen, dass wir so viel Sicherheit wie möglich haben“.

Auch ein Großausfall der Bahn wie im Herbst, nachdem an zwei Orten gleichzeitig Kabel durchtrennt wurden, solle „in Zukunft nicht mehr möglich sein“, so die SPD-Politikerin. Im Zweifel brauche es hier „ein drittes oder viertes Sicherheitsnetz“. Faeser kündigt zudem an, dass die Überprüfung von Bauteilen des chinesischen Herstellers Huawei im deutschen Mobilfunknetz bald abgeschlossen sei. „Wenn die Prüfung durch unsere Expertinnen und Experten ergibt, dass diese Komponenten unsere Sicherheit gefährden können, dann werden wir handeln“, sagte sie.

Deutschland müsse „viel stärker als früher“ darauf achten, „dass wir uns bei unserer kritischen Infrastruktur nicht abhängig machen von anderen Staaten“.


Foto: Nancy Faeser am 23.08.2023, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesregierung hat keine Erkenntnisse über Tod von Prigoschin

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung weiß nach eigenen Angaben nichts über den mutmaßlichen Tod von Jewgeni Prigoschin, den Chef der russischen Söldnergruppe Wagner. „Wir haben keine eigenen Erkenntnisse, die wir mit Ihnen teilen können“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner am Freitag vor Journalisten in Berlin.

„Überraschend wäre ein gewaltsames Ende Prigoschins nicht“, so der Sprecher. Ob sich die militärische Lage in Russland durch das mutmaßliche Ableben Prigoschins ändern könne, wollte Büchner ebenfalls nicht sagen, darüber wolle die Bundesregierung „nicht spekulieren“. Am Mittwoch war ein Privatflugzeug auf dem Weg von Moskau nach Sankt Petersburg abgestürzt, an Bord sollen nach Angaben russischer Behörden Prigoschin, Wagner-Gründer Utkin und acht weitere Personen gewesen sein, Überlebende gab es nicht. Die Gruppe Wagner hatte seit Jahren im Interesse der russischen Regierung militärische Handlungen in verschiedenen Ländern durchgeführt, und zuletzt im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle gespielt.

Wagner-Chef Prigoschin hatte die russische Militärführung über Monate heftig öffentlich kritisiert und den Krieg als sinnlos bezeichnet, im Juni war die Lage dann eskaliert und Prigoschin mit seiner Truppe gen Moskau marschiert. Unter ungeklärten Umständen wurde der mutmaßliche Putschversuch abgebrochen.


Foto: Bundeskanzleramt (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Weniger Geldautomaten-Sprengungen in Niedersachsen

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Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Niedersachsen verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei Geldautomaten-Sprengungen. „Es ist tatsächlich etwas ruhiger geworden“, sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD) der „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Bis Anfang dieser Woche gab es demnach in diesem Jahr 20 Geldautomatensprengungen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 46. „Unsere Polizei hat sich strategisch und operativ gut aufgestellt“, sagte Behrens zur Begründung. So konnten nach den Worten der SPD-Politikerin in diesem Jahr 17 Tatverdächtige nach erfolgten Sprengungen festgenommen werden. Außerdem sei es gelungen, eine Tatserie von insgesamt 18 Geldautomatensprengungen aufzuklären. „Darüber hinaus haben wir die Banken in die Pflicht genommen, mehr Vorkehrungen zu treffen“, fügte Behrens hinzu, machte aber auch deutlich, dass sie gesetzliche Vorgaben zum Schutz vor Explosionen nach wie vor für denkbar hält.

„Ein Gesetz ist sicher noch nicht ganz vom Tisch.“ Zunächst setze sie aber weiter auf einen „intensiven Dialog“ mit der Bankenwirtschaft. „Das Thema ist sicher noch nicht durch, aber in Niedersachsen sind wir auf einem guten Weg“, stellte die für die Sicherheit im Bundesland zuständige Ministerin fest.


Foto: Geldautomat (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wetterdienst warnt vor Unwettern im Westen

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Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst warnt vor heftigen Unwettern im Westen. Unter anderem für Hamburg und Köln wurde am Freitag eine Warnung vor schweren Gewittern herausgegeben.

Es besteht ein hohes Unwetterpotenzial. In Köln müsse mit Starkregen und Orkanböen gerechnet werden. In Hamburg seien vereinzelt orkanartige Böen und Hagel möglich. Es seien unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich, Bäume könnten entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen.

Eine Verlängerung oder eine Ausdehnung auf weitere Gebiete sei ebenfalls möglich, so der Wetterdienst. Aufenthalte im Freien sollen möglichst vermieden werden.


Foto: Wolke (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Weniger Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist zuletzt zurückgegangen. Im Juni 2023 wurde gegenüber dem Vormonat preisbereinigt ein Rückgang um 2,0 Prozent verzeichnet, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Im Hochbau stieg der Auftragseingang um 2,0 Prozent, während er im Tiefbau um 5,5 Prozent zurückging. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2022 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 2,7 Prozent, so die Statistiker aus Wiesbaden. Dabei sank der Auftragseingang im Hochbau um 6,1 Prozent. Dies ist insbesondere auf den Wohnungsbau (-12,3 Prozent) zurückzuführen, der seit April 2022 stetig Rückgänge verzeichnet.

Im Tiefbau stieg der Auftragseingang dagegen leicht um 0,9 Prozent. Hier dämpfte vor allem der Straßenbau (-9,4 Prozent) die Entwicklung. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag im Juni 2023 mit einem Volumen von 9,1 Milliarden Euro um 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im 1. Halbjahr 2023 waren die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe kalender- und preisbereinigt real 12,8 Prozent und nominal 2,2 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent und damit erstmals im Jahr 2023 gestiegen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Baupreise um 8,4 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Im 1. Halbjahr 2023 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 5,5 Prozent und stiegen nominal um 5,5 Prozent. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im Juni 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent.


Foto: Straßenbau (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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US-Luftwaffe wird ukrainische Piloten an F-16-Jets ausbilden

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – Auch die US-Luftwaffe wird Piloten aus der Ukraine an Kampfjets des Typs F-16 ausbilden. Das gab Pentagonsprecher Pat Ryder bekannt.

Die Ausbildung soll demnach auf einem Stützpunkt der Nationalgarde in Arizona stattfinden. Zunächst sollen die ukrainischen Piloten jedoch Englischunterricht erhalten, um die für die weitere Schulung benötigte Sprachkompetenz zu erwerben. Das Flugtraining werde anschließend voraussichtlich im Oktober beginnen und mehrere Monate dauern. Eine mögliche Lieferung von F-16 aus US-Beständen an die Ukraine kommentierte Ryder nicht.

Nachdem die Niederlande und Dänemark zu Beginn der Woche angekündigt hatten, Kiew F-16-Jets zur Verfügung zu stellen, gab am Donnerstag auch Norwegen bekannt, Flugzeuge des Typs zu liefern. Die USA hatten die Exporte zuvor genehmigt. Die Ukraine hatte im Sommer eine groß angelegte Gegenoffensive gestartet, um von Russland besetzte Gebiete zurückzuerobern, war dabei jedoch auf bedeutend mehr Gegenwehr der russischen Streitkräfte getroffen, als von vielen erwartet wurde. Ein Grund für das schleppende Vorankommen der Ukraine sehen Experten in der russischen Luftüberlegenheit.


Foto: F-16-Kampfjet (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Chemiekonzern fordert Einlenken Lindners bei Industriestrompreis

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um einen staatlich subventionierten Industriestrompreis für Deutschland fordern Manager ein Einlenken von der FDP und Bundesfinanzminister Christian Lindner. „Der Finanzminister spart am falschen Ende“, sagte der Chef der Münchener Wacker Chemie, Christian Hartel, dem „Handelsblatt“.

Lindner lehnt eine derartige Subvention bisher ab. Aus Sicht Hartels werde sich ein zeitlich begrenzter Industriestrompreis letztlich volkswirtschaftlich bezahlt machen. „Deshalb müsste der Finanzminister eigentlich der Erste sein, der sich dafür ausspricht“, sagte er. Tim Meyerjürgens, Deutschlandchef des Übertragungsstromnetzbetreibers Tennet, schätzt das Thema Energiepreise als entscheidend für den Erhalt der Industrie ein.

„Wenn wir warten, bis wir die Auswirkungen eines zu hohen Strompreises sehen, ist es zu spät. Industrie, die weg ist, kommt nicht wieder“, sagte er dem „Handelsblatt“. Langfristig werde günstiger Strom aus erneuerbaren Energien den Wirtschaftsstandort sichern, gab sich Meyerjürgens überzeugt. „Aber wir müssen gewährleisten, dass wir in der Übergangsphase nicht so hohe Strompreise haben, dass Firmen abwandern und es später gar keinen Wirtschaftsstandort Deutschland mehr gibt.“


Foto: Strommast (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts