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PGIM Studie: Zukunft der Arbeit – Gewinner und Verlierer einer neuen Ära

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PGIM
Foto von Shehriyar Antia (Bildquelle: PGIM)

Die globalen Arbeitsmärkte befinden sich an einem kritischen Wendepunkt: Es finden erhebliche strukturelle Veränderungen statt, die in den kommenden Jahren zu einem Arbeitskräftemangel, Inflation und negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum führen werden. Eine neue Studie von PGIM, dem globalen Investmentmanager von Prudential Financial, Inc. (NYSE: PRU) mit einem Volumen von 1,2 Billionen US-Dollar, untersucht, wie makroökonomische Kräfte die globale Arbeitswelt und Wirtschaft verändern.

In „Die Zukunft der Arbeit – Gewinner und Verlierer in einer neuen Ära“, dem neuesten Paper aus der Megatrends-Serie, untersucht PGIM jene Faktoren, welche die globalen Arbeitsmärkte verändern, sowie zukünftige Vorreiter und Schlusslichter in verschiedenen Branchen, Regionen und Ländern bestimmen und deren Auswirkungen für Investoren.

„Der tiefgreifende Strukturwandel auf den Arbeitsmärkten war bereits vor der Corona-Pandemie deutlich spürbar“, kommentiert Shehriyar Antia, Head of Thematic Research bei PGIM. „Das Zusammenspiel aus einem knappen Arbeitskräfteangebot, zunehmenden Spannungen auf dem Arbeitsmarkt, dem Boom der künstlichen Intelligenz und dem Widerstand gegen die Globalisierung wird erhebliche Auswirkungen auf das globale Wachstum und die Inflation haben.“

SCHLÜSSELFAKTOREN, DIE DIE ARBEITSMÄRKTE WELTWEIT BEEINFLUSSEN

In der Studie benennt PGIM vier treibende Kräfte, die den Strukturwandel auf den Arbeitsmärkten forcieren:

   1. Demographische Trends verändern die Erwerbsbevölkerung weltweit: Insbesondere die „doppelte Alterung“ von Unternehmern und sesshaften gewordenen Arbeitnehmern dämpft die Bereitschaft zu unternehmerischer Initiative und Innovation, sodass beispielsweise in den USA ein Rückgang der Unternehmensgründungen zu verzeichnen ist.

   2. Strukturelle Diskrepanz zwischen Arbeitskräftenachfrage und -angebot: Technologie, Reshoring und Industriepolitik verstärken das Ungleichgewicht zwischen Arbeitskräfteangebot und -nachfrage. So rechnet die US-Halbleiterindustrie damit, dass bis 2030 mehr als die Hälfte der benötigten Stellen unbesetzt bleiben, weil Arbeitskräfte mit dem technischen Know-how zur Herstellung von Chips fehlen.

   3. KI bringt die Automatisierung von der Fabrikhalle ins Büro: Arbeit und Technologie stehen in einem komplexen Verhältnis zueinander – sie steigern die Produktivität und ersetzen gleichzeitig Arbeitsplätze. KI kann zwar in Zukunft Arbeitskräfte vom Arbeitsmarkt verdrängen – insbesondere in Dienstleistungsbranchen wie Recht, Finanzen, Pharmaforschung und Bildung –, aber nicht sofort und nicht in dem Ausmaß, wie es aktuelle Medienberichte suggerieren.

  4. Die sich wandelnde Globalisierung beeinflusst Arbeitsstrukturen: Das goldene Zeitalter der Globalisierung ist vorbei, und es findet ein Paradigmenwechsel statt, der von den Anlegern übersehen wird. Migration, die Verlagerung globaler Lieferketten und die gestiegene Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer sind Faktoren, die Anleger berücksichtigen müssen, da sie das Potenzial haben, Wachstum, Inflation und Geldpolitik in dieser neuen Ära der Arbeitsmärkte grundlegend zu verändern.

„Technologie und Trends wie die Verlagerung von Lieferketten führen in den Industrieländern zunehmend zu einem Ungleichgewicht in den Arbeitsmärkten“, so Taimur Hyat, Chief Operating Officer von PGIM. „Diese Studie zeigt Investoren auf, wo Unternehmen die benötigten Fachkräfte finden, um sich weiterzuentwickeln – dies ist ein wichtiger Faktor für langfristige Investitionsentscheidungen.“

 HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE HEUTIGEN FÜHRUNGSKRÄFTE AUF REGIONALER EBENE

„Der Wandel der Arbeitsmärkte wird je nach Branche und Region neue Gewinner und Verlierer hervorbringen“, ergänzt Taimur Hyat, Chief Operating Officer von PGIM. „Für Investoren wird es von entscheidender Bedeutung sein, die weitreichenden Auswirkungen dieser neuen Dynamik zu verstehen.“ In der Studie bietet PGIM ein Rahmenwerk für die Bewertung des Arbeitskräfteangebots, der Qualität der Arbeit und des politischen Umfelds.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass viele der derzeit führenden Länder Schwierigkeiten haben werden, den künftigen Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Inzwischen sind Länder, von denen man dies nicht unbedingt erwarten würde, besser in der Lage, die Vorteile des Arbeitsmarktwandels für sich zu nutzen. Die Ergebnisse zeigen folgendes Bild:

  • In Asien steht China vor der großen Herausforderung, seinen künftigen Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Aufgrund des starken demographischen Rückgangs und des negativen Migrationssaldos schneidet China beim Arbeitskräfteangebot schlecht ab.
  • Die größten Volkswirtschaften in Europa stehen vor Herausforderungen, während kleinere Länder wie Schweden und die Schweiz besser positioniert sind. Deutschland, Italien und Spanien werden in den kommenden Jahren mit einem starken Bevölkerungsrückgang konfrontiert sein, der durch die derzeitige Zuwanderungspolitik wahrscheinlich nicht ausgeglichen werden kann.
  • In Nord-, Mittel- und Südamerika werden die derzeitigen regionalen Spitzenreiter Mexiko und Brasilien vor großen demographischen Herausforderungen stehen, die durch die derzeitigen Trends bei der Migration oder der Erwerbsbeteiligung von Frauen kaum abgemildert werden dürften. Neben Kanada und den USA sind auch Chile und Costa Rica für dieses neue Arbeitszeitalter gut aufgestellt.
  • Während die führenden afrikanischen Länder Südafrika, Ägypten und Nigeria im Vergleich zu anderen Regionen eine günstige demographische Entwicklung aufweisen, schneiden sie schlecht ab, wenn es um die Qualität der Arbeitskräfte und die Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeit geht.

EINE EINGEHENDE UNTERSUCHUNG DER USA

PGIM hat darüber hinaus in Zusammenarbeit mit der Brookings Institution einen detaillierteren Blick auf die Arbeitsmärkte der US-Bundesstaaten und Städte geworfen. Die Studie zeigt:

  • Staaten wie Oregon und Wisconsin haben das größte Potenzial, die lokale Produktivität und das Wachstum zu steigern.
  • Städte mit großen Universitäten, die Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Forschung hervorbringen, sind selbst in ansonsten nicht führenden Staaten attraktiv. Mobile, Alabama, ist beispielsweise ein Zentrum für qualifizierte Branchen wie Luft- und Raumfahrt sowie Chemie und Maschinenbau.

Lesen Sie „Zukunft der Arbeit“ und besuchen Sie PGIMs Megatrends 360 für Einblicke in Investmenttrends für verschiedene Anlageklassen, Themen und Regionen.

PGIM Studie: Zukunft der Arbeit – Gewinner und Verlierer einer neuen Ära

Foto von Shehriyar Antia (Bildquelle: PGIM)

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Dax am Mittag weiter deutlich im Plus – Siemens Energy vorn

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiter deutlich im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.150 Punkten berechnet, 1,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten die Papiere von Siemens Energy. Zuvor hatte es Berichte über einen möglichen Verkauf eines Anteils an der indischen Siemens Ltd an den Großaktionär Siemens gegeben. Entgegen dem Trend im Minus waren unter anderem die Aktien von Zalando. Der Aufschwung an der Börse in Frankfurt sei „umso erstaunlicher, da es vonseiten der US-Fed keine Aussagen über einen generellen Zinsstopp gegeben hatte“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow.

Das sinkende Renditeniveau bei den US-Staatsanleihen scheine Kaufanreiz genug zu sein, um auch wieder in deutsche Standardtitel zu investieren. „Das Gewinner-Verlierer-Verhältnis stellt sich als aussichtsreich dar und so stehen 35 Gewinneraktien lediglich fünf Verlierern gegenüber“, ergänzte er. Das Sentiment scheine sich insgesamt etwas aufzuhellen, da sich auch die Kursverluste der Verliereraktien in einem engen Rahmen hielten. „Es bleibt nun abzuwarten, ob die Quartalszahlen von Apple dieses Bild umkehren oder sogar noch verstärken können“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0636 US-Dollar (+0,55 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9402 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 85,79 US-Dollar, das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Fed: Märkte verstehen schlechte Nachrichten als gute Nachrichten

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Fed Gold Kreditmärkte Aktienmärkte Inflation US-Wirtschaft
Foto von Florian Ielpo (Quelle: LOIM)

Den Zinsentscheid der Fed kommentieren Florian Ielpo, Head of Macro, Multi Asset Group bei Lombard Odier Asset Management (LOIM) und Jack McIntyre, Portfolio Manager bei Brandywine Global, Teil von Franklin Templeton:

(1)  Märkte verstehen schlechte Nachrichten als gute Nachrichten

Fixed Income könnte von Trendwende profitieren

Florian Ielpo, Head of Macro, Multi Asset Group, Lombard Odier Asset Management

Die Fed und der ISM vertraten in Bezug auf das Wachstum eine ähnliche Auffassung, die sich jedoch von den Entwicklungen der letzten Zeit unterscheidet. Wir haben uns an ein robustes Wachstum in den USA gewöhnt, und die jüngste Erholung des verarbeitenden Gewerbes war damit vereinbar. Die beiden gestrigen makroökonomischen Meldungen vermittelten einen vorsichtigeren Blick auf die Wirtschaft, den der Markt als „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ verstand.

Der gestrige ISM-Bericht war ausgesprochen schlecht. Der Leitindikator ging zurück, die Auftragseingänge sanken und blieben hinter den Erwartungen zurück, und auch die Beschäftigungskomponente war rückläufig. Die Märkte erholen sich derzeit angesichts der niedrigeren Zinssätze, aber die Gewinnerwartungen entwickeln sich nicht entsprechend.

Auch die Aussage „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ wird wahrscheinlich eher früher als später in Frage gestellt werden. Gestern sanken die Renditen um 16 Basispunkte und die Aktien legten um 1,6 % zu: Die 10-jährige Duration in Aktien ist nach wie vor der wichtigste Treiber für den S&P500, und wenn die Zinsen um weitere 20 Basispunkte sinken, wäre ein Anstieg der Aktien um etwa 2 % nicht überraschend.

Wenn dann das Zinsniveau von 4,5 %  überschritten wird, könnten die Erträge erneut in Frage gestellt werden, und schlechte Nachrichten für das Wachstum könnten zu schlechten Nachrichten für Aktien und Kredite werden. In der Zwischenzeit würden engere Spreads und höhere Aktien nicht überraschen.

Die Fed hat gestern nicht das Handtuch geworfen, aber die Änderungen in der Rede stehen im Einklang mit einer moderateren Wachstumssituation. Was sich aus der Rede ergibt, ist im Wesentlichen nur ein erstes Stirnrunzeln über die reale Wachstumssituation, das die Märkte als „schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht“ auffassen wollen.

Mit dem ISM-Bericht besteht die Möglichkeit, über diese erste Marktreaktion hinwegzusehen. Der gestrige Tag war kurz- und mittelfristig eine gute Nachricht für die Duration, aber nur kurzfristig eine gute Nachricht für Aktien und Kredite. Es ist noch zu früh, um von einer Rezession zu sprechen, aber es zeichnet sich eine Trendwende ab, von der festverzinsliche Wertpapiere profitieren könnten, die jedoch andere Anlageklassen belastet, während der jüngste Abwärtstrend beendet wird.

(2)  Powells Ton wird kämpferischer

Jack McIntyre, Portfolio Manager bei Brandywine Global, Teil von Franklin Templeton

Kollektiv Wirtschaftsdaten EZB Fed
Foto von Jack McIntyre (Quelle: Brandywine / Franklin Templeton)

Wie erwartet hat die Fed die Zinssätze beibehalten und – wenig überraschend – auf die Stärke der US-Wirtschaft im dritten Quartal hingewiesen. Sie hat auch auf die Verschärfung der finanziellen Bedingungen durch die „Bond Vigilantes“ während des Quartals hingewiesen. Nun stellt sich die Frage, ob die „Vigilantes der Aktienmärkte“ die gleichen Signale senden werden. Insgesamt war Powells Ton etwas kämpferischer , und die Fed zeigte sich nicht besonders zuversichtlich, dass ihre Geldpolitik genug getan hat, um die Inflation auf 2 % zu drücken.

Wir gehen davon aus, dass das vierte Quartal völlig anders verlaufen wird als die vergangenen drei Monate und sind optimistisch, dass die Inflation das Ziel der Fed erreichen wird. Das einzige Problem ist das Timing. Wenn die Fed ihre Geldpolitik weiter strafft, wird sie eine Rezession beschleunigen. Anleger sollten in Erwägung ziehen, Staatsanleihen zu kaufen, um sich gegen eine Fehlentscheidung der Fed abzusichern.

Fed: Märkte verstehen schlechte Nachrichten als gute Nachrichten

Fotos von Florian Ielpo (Quelle: LOIM) und Jack McIntyre (Quelle: Brandywine / Franklin Templeton)

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Habeck-Video zu Nahostkonflikt löst positives Echo aus

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Robert Habeck (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat mit einer Video-Ansprache zum Nahostkonflikt ein positives Echo ausgelöst. Habeck hatte darin auf die Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels in Anbetracht der deutschen Geschichte gepocht.

Deutschland sei verpflichtet, zu helfen, das Schutzversprechen für Juden durch einen eigenen Staat zu schützen, sagte der Wirtschaftsminister. Zudem hatte er Antisemitismus aus allen politischen und gesellschaftlichen Richtungen verurteilt. „Die hier lebenden Muslime haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt – zurecht; wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingelöst werden und das Gleiche müssen sie jetzt einlösen, wenn Juden angegriffen werden“, so Habeck. Auch an sogenannte „antikolonialistische“ Kräfte richtete er Kritik: „Kontextualisierung darf nicht zur Relativierung führen.“

Darüber hinaus wies er auf die humanitäre Lage für die Menschen im Gazastreifen hin. Lob für die Ansprache kam unter anderem vom Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster: „Ich begrüße es ausdrücklich, denn ein so klares und, wie ich auch meine, ausgewogenes Statement, das auch die berechtigten Belange der Palästinenser ausdrücklich erwähnt, habe ich in dieser Form in den letzten Wochen nicht gesehen“, sagte er am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. „In diesem Format, in diesem Stil, wie wir es hören, ist es die Ausnahme“, so Schuster weiter. Das „klare Bekenntnis zur deutschen Staatsräson“ und das „Aufzeigen der Folgen für diejenigen, die das nicht akzeptieren wollen“, bezeichnete Schuster als „sehr gut“.

„Ich hoffe, dass es vielleicht auch ein wenig sprachlich übersetzt wird und mancher, der hier in Deutschland lebt und einen anderen Migrationshintergrund hat, dann auch dieses Video verstehen kann“, sagte Schuster. Islamexperte Eren Güvercin nannte es eine „beeindruckende Grundsatzrede“. „Ansonsten war die Bundesregierung bisher erschreckend stumm; dass diese Rede nun vom Wirtschaftsminister kommt, nicht aber von Kanzler Scholz oder Innenministerin Faeser, spricht Bände“, sagte er dem Nachrichtenportal T-online. Güvercin, der Mitglied der Deutschen Islam Konferenz ist, lobt, dass Habeck die unterschiedlichen Facetten des Antisemitismus in Deutschland „sehr gut auf den Punkt“ bringe.

„Er stellt klare Forderungen an die muslimischen Verbände, was bisher viel zu sehr vernachlässigt wurde. Zugleich legt er den Finger in die Wunde, auch bei der antikolonialistischen Bewegung innerhalb der Linken.“ Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, sagte: „Habeck schafft endlich, woran unsere Bundesregierung bisher gescheitert ist.“ Die Bundesregierung müsse sicherstellen, „dass diese sich nicht wieder in leeren Worten erschöpfen“, so Throm weiter.

„Sie müssen auch zur Maxime deutschen Handelns im nationalen und internationalen Kontext werden.“


Foto: Robert Habeck (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

bottleplus revolutioniert das Sprudelwassertrinken

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BottlePlus AG

Weltweit kommen täglich 1,3 Milliarden PET-Flaschen in den Umlauf. Nur 30 Prozent werden recycelt. Das Ergebnis: eine erhebliche Belastung für die Umwelt. Besonders Fans von Sprudelwasser plagt dadurch oft ein schlechtes Gewissen, denn unterwegs kommt man um den Kauf von PET- Flaschen nicht herum. Christian Käser und Linus Lingg, die Gründer des Schweizer Start-Ups bottleplus, haben eine wiederverwendbare Flasche entwickelt, die nicht nur die Umwelt schützt, sondern bis zu sechs Liter Wasser problemlos unterwegs sprudelt. Der Launch der spark bottle ist für Frühling 2024 geplant.

spark bottle – So funktionierts:

Die spark bottle von bottleplus verwandelt mit nur einem Knopfdruck 0,6 Liter Wasser in köstliches Sprudelwasser – und das immer und überall. Das Herzstück der Flasche ist ein Gastank am Boden der Flasche, der sogenannte Carboniser. Dieser wird über die Auffüllstation von bottleplus, die mit herkömmlichen CO2-Zylindern kompatibel ist, zu Hause mit CO2-Gas aufgeladen. Mit jeder Ladung können bis zu zehn Flaschen Wasser gesprudelt werden, was sechs Litern entspricht. Das Design der spark bottle ist ästhetisch und praktisch zugleich. Zudem lässt sich die Flasche dank dem abschraubbaren Carboniser super leicht reinigen und kommt in vier trendigen Farben. Das Starterset mit einer Auffüllstation, einer spark bottle und einem CO2-Zylinder kann für 249 € auf bottleplus.com bestellt werden.

BottlePlus AG

bottleplus – So kam die Idee:
“Ich war immer wieder genervt, dass meine Trinkflasche mein daheim gesprudeltes Wasser nicht lange sprudelig halten konnte”, sagt Christian Käser, Umweltingenieur, Gründer und leidenschaftlicher Sprudelwassertrinker. Als sein Sprudelwasser unterwegs mal wieder Kohlensäure verlor, dachte Christian darüber nach, wie großartig es wäre, sein Wasser auf Knopfdruck wieder aufsprudeln zu können. So entstand 2020 die Idee für die spark bottle von bottleplus. “Wir sind stolz darauf, mit bottleplus unseren Beitrag zur Reduzierung von Plastikabfällen und zur Förderung einer umweltfreundlicheren Lebensweise leisten zu können”, erklärt Linus.

Quelle BottlePlus AG

Augmented Reality trifft Kunst

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iazzu GmbH

iazzu, ein führendes Unternehmen in der ArtTech-Branche, kündigt eine bahnbrechende Funktion an, die Augmented Reality (AR) nutzt, um die In-Situ-Visualisierung von Kunstwerken zu revolutionieren. Ein bemerkenswerter Vorteil dieser Innovation ist ihre universelle Zugänglichkeit. Die bahnbrechende AR-Visualisierung von iazzu ist sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte verfügbar und ist damit die weltweit erste Kunst-App, die Kunstliebhabern, Sammlern und Ausstellern ein solches Nutzererlebnis zusätzlich zu iOS auf Android-Geräten bietet.

Was iazzu von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es das erste Unternehmen ist, das diese transformative AR-Visualisierungsfunktion in-situ einführt und damit Kunst und Technologie miteinander verbindet. Diese Innovation ebnet den Weg für eine neue Ära in der ArtTech-Industrie und definiert die Grenzen von Kreativität und Interaktivität neu. iazzu’s innovative AR-Technologie versetzt die Nutzer in eine Welt, in der Kunst und Realität nahtlos miteinander verschmelzen. Diese Funktion ermöglicht es Kunstliebhabern, virtuelle Meisterwerke in ihrer physischen Umgebung zu platzieren und so ein fesselndes Erlebnis zu schaffen.

„Das iazzu-Team ist stolz darauf, diese bahnbrechende Funktion zu enthüllen, die die Art und Weise, wie Menschen sich mit Kunst auseinandersetzen und sie schätzen, verändern wird“, sagt Romana Kunz, Mitbegründerin und CEO von iazzu. „Unser Team hat unermüdlich daran gearbeitet, den Visualisierungsprozess zu vereinfachen und sicherzustellen, dass diese Technologie für Kunstbegeisterte auf der ganzen Welt auf einer Vielzahl von Geräten zugänglich ist. Wir glauben, dass diese Innovation einen tiefgreifenden Einfluss darauf haben wird, wie Kunst präsentiert und wahrgenommen wird.

Die AR-Funktion von iazzu verwandelt jeden Raum in eine persönliche Kunstgalerie und bietet ein einzigartiges Erlebnis. Benutzer können ihre virtuellen Kunstsammlungen kuratieren und berühmte Meisterwerke in unglaublichem Detailreichtum bequem von ihren mobilen Geräten aus erkunden.

Mit dieser bahnbrechenden Innovation bekräftigt iazzu seine Führungsposition in der ArtTech-Branche und macht einen bedeutenden Schritt nach vorn. Dieser Erfolg bekräftigt das Engagement von iazzu, Grenzen zu überschreiten und außergewöhnliche Kunst-Erlebnisse zu bieten.

iazzu bleibt entschlossen, seiner Community bemerkenswerte Kunst-Erlebnisse zu bieten, indem die Anwendung kontinuierlich aktualisiert und optimiert wird und die Kunstsammlung erweitert wird, um Benutzer zu begeistern und zu inspirieren.

Bild: Visualisierung in erweiterter Realität der Werke der Künstlerin Sandra Schawalder, Credit: iazzu

Quelle iazzu GmbH

Prognose: Energieverbrauch fällt 2023 auf Rekordtief

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Fernwärme-Anschluss (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2023 voraussichtlich auf ein Rekordtief fallen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rechnet gegenüber dem Vorjahr mit einem Rückgang um knapp 8 Prozent auf 10.784 Petajoule (PJ) oder 367,9 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten.

Damit läge der Verbrauch um knapp 28 Prozent unter dem bisherigen Höchststand im Jahre 1990, als 14.905 PJ erreicht wurden, teilte die AG am Donnerstag mit. Der Energieverbrauch in Deutschland werde dabei 2023 insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung geprägt – ein Rückgang in der Größenordnung von 0,5 Prozent ist dabei schon eingeplant. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichnen Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch habe. Einen verbrauchssenkenden Effekt auf den Bedarf an Raumwärme hatte bisher die gegenüber dem Vorjahr wärmere Witterung: Nach Berechnungen der AG Energiebilanzen dürften von der gesamten prozentualen Verbrauchsminderung etwa ein Fünftel witterungsbedingt gewesen sein.

Ein dritter verbrauchssenkender Effekt ergebe sich aus dem Energiepreisniveau: Zwar sind die Einfuhrpreise für die wichtigsten Importenergien im Jahresverlauf deutlich gesunken, die Preise liegen dennoch weiterhin deutlich über dem Niveau von 2021. Die AG Energiebilanzen geht davon aus, dass die anhaltend hohen Preise sowohl zu Einsparungen und Substitutionen anreizen, aber auch zur Kürzung energieintensiver Produktionen im Inland führen. Ein verbrauchssteigernder Effekt geht hingegen von der demographischen Entwicklung aus: Ein migrationsbedingter Zuzug von 1,35 Millionen Menschen führte zu einem Anstieg des Energieverbrauchs in einer Größenordnung von etwa 200 PJ. Nach vorläufigen Berechnungen der AG Energiebilanzen lag der Energieverbrauch in Deutschland in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bereits um 9 Prozent unter der Vorjahresperiode. Insgesamt erreichte die Energienachfrage bis Ende September 2023 ein Niveau von 7.813 PJ. Unter Ausschaltung des Witterungseinflusses wäre der Primärenergieverbrauch in den ersten neun Monaten des Jahres um 5,8 Prozent gesunken.

Der Verbrauch von Mineralöl sank in den ersten drei Quartalen 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf 2.860 PJ. Während der Verbrauch von Ottokraftstoff um mehr als 3 Prozent zunahm, verringerte sich der Verbrauch von Dieselkraftstoff um gut 3 Prozent. Der Verbrauch von Flugkraftstoff stieg um 5 Prozent. Der Absatz von leichtem Heizöl verringerte sich leicht um 3 Prozent. Die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie waren um 16 Prozent niedriger.

Der Erdgasverbrauch ging in den ersten drei Quartalen 2023 um 7,2 Prozent auf 1.838 PJ zurück: In dieser Entwicklung spiegeln sich sowohl Rückgänge bei der industriellen Nachfrage als auch Einsparungen bei den privaten Haushalten sowie im Bereich des Sektors Gewerbe, Handel und Dienstleistungen wider. Die Stromerzeugung aus Erdgas sank um 4 Prozent. Bei der Erzeugung von Fernwärme auf der Grundlage von Erdgas gab es ein Minus von knapp 3 Prozent. Der Verbrauch an Steinkohle nahm im Berichtszeitraum gar um satte 19,1 Prozent auf 678 PJ ab: Besonderen Einfluss auf diese Entwicklung hatte die um gut 35 Prozent rückläufige Stromerzeugung aus Steinkohle, die Rohstahlproduktion sank in Folge der konjunkturellen Abschwächung um 3,6 Prozent, und die Kokereien verringerten ihren Ausstoß um 12 Prozent; Die Steinkohlennachfrage der Stahlindustrie nahm insgesamt um 1,6 Prozent ab.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 lag der Primärenergieverbrauch von Braunkohle mit 663 PJ um 23,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes; Der Rückgang entspricht im Wesentlichen den verminderten Lieferungen an die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung. Die Stromerzeugung aus Braunkohle wurde beeinflusst durch den Rückgang des Stromverbrauchs, die Verringerung der Erzeugungskapazitäten im Zuge des schrittweisen Kohleausstiegs, die angestiegene Stromproduktion aus Windenergieanlagen sowie den verstärkten Stromimporten aus dem benachbarten Ausland. Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging in den ersten drei Quartalen 2023 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 72 Prozent zurück: Der starke Rückgang ist auf den Streckbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke und deren endgültige Stilllegung zum 15. April zurückzuführen; Seit diesem Zeitpunkt leistet die Kernenergie in Deutschland keinen Beitrag mehr zur Energieversorgung. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden 9,7 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr aus dem Ausland importiert als exportiert; Bis zum Mai des laufenden Jahres verzeichnete der Stromaußenhandelssaldo einen deutlichen Exportüberschuss, seither wird im Saldo mehr importiert.

Die AG Energiebilanzen sieht in der Entwicklung ein Indiz „für einen gut funktionierenden europäischen Strommarkt“, wie es hieß: Im Ausland standen im Berichtszeitraum teilweise günstigere Erzeugungsoptionen zur Verfügung als in Deutschland. Der Beitrag der erneuerbaren Energien verringerte sich in den ersten neun Monaten leicht um 0,3 Prozent auf 1.516 PJ. Die Stromerzeugung aus Wind konnte um 3 Prozent zulegen, bei der Solarenergie gab es ein leichtes Minus von 1 Prozent, die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 14 Prozent; Die Biomasse, auf die knapp 55 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs der erneuerbaren Energien entfällt, blieb um 3 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Die energiebedingten CO2-Emissionen nahmen nach Schätzung der AG Energiebilanzen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 infolge des gesunkenen Gesamtverbrauchs insbesondere bei den fossilen Energieträgern um rund 11 Prozent ab; Dies entspricht einer Reduktion in der Größenordnung von 55 Millionen Tonnen. Für das Gesamtjahr 2023 rechnet die AG Energiebilanzen mit einer Abnahme der energiebedingten CO2-Emissionen um 10,7 Prozent.


Foto: Fernwärme-Anschluss (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

KI als Motor der Mobilitätswende

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KI als Motor der Mobilitätswende

Mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit für die E-Mobilität 2.0 durch KI-gestützte Datenauswertung. Gastbeitrag von Lennart Hinrichs von der TWAICE Technologies GmbH

Der Megatrend Mobilitätswende wurde nicht zuletzt von Berichten über angebliche Batteriebrände überschattet. Auch wenn sich die Meldungen im Nachhinein als nicht korrekt herausgestellt haben, bleibt die Verunsicherung bei Unternehmen und Endverbrauchern. Dabei ergaben jüngste Untersuchungen der RTWH Aachen, dass die Ausfallrate von Elektrofahrzeugen lediglich zwischen 0,9 und 1,2 pro 10.000 Fahrzeugen liegt, während es bei klassischen Verbrennern zu 7,8 Brandunfällen kommt. Für eine erfolgreiche E-Auto-Strategie ist neben der Optimierung von Leistung und Kosten auch die Sicherheit elementar – KI bietet hier neue Chancen.

Fahrzeuge sind zunehmend vernetzt und erheben große Mengen an Daten. Auch die Batterie verfügt über diverse Sensoren und Steuergeräte, sogenannte Batteriemanagementsysteme (BMS), die nicht nur für einen sicheren Batteriebetrieb sorgen, sondern auch enorme Datenmengen erzeugen. Mit diesen Daten über elektrische Parameter wie Strom und Spannung, thermische Bedingungen wie Außen- und Systemtemperatur sowie verschiedene Statusmeldungen des Systems, können Hersteller aber auch Nutzer von E-Fahrzeugen viel über den Zustand der Batterie erfahren. Und das ist wichtig, denn so können schon frühzeitig Qualitätsmängel aufgedeckt und möglichen Ausfällen vorgebeugt werden.

Während viele beim omnipräsenten Thema „Künstliche Intelligenz“ eher generative KI wie das populäre Programm ChatGPT im Kopf haben, spielt sie in der Industrie eine andere, viel größere Rolle, denn sie birgt viele Chancen in der Datenauswertung sowie beispielweise der Optimierung von Batterien. Hier hilft KI, drängende Herausforderungen bei der Batterieentwicklung, -zuverlässigkeit und -sicherheit zu lösen. Mithilfe von KI können leistungsfähigere Batteriesysteme entwickelt und unter anderem auch Batterieüberlastungen vermieden werden.

Batteriemanagementsystem: Nutzen und Grenzen

Ingenieure aller Hersteller und Zulieferer befinden sich aktuell in einem Wettrennen um die Batterie mit der größten Reichweite, der schnellsten Ladegeschwindigkeit und den niedrigsten Kosten. Sie müssen dabei wahlweise damit umgehen, dass es entweder noch gar keine Daten gibt, weil die Batteriezellen zu neu sind, oder aber gleich so viele Daten, dass eine manuelle Auswertung unmöglich ist. Gleichzeitig müssen aber auch Themen wie Sicherheit und Batterielanglebigkeit adressiert werden, denn auch wenn Fahrzeuge einer aufwändigen Qualitätskontrolle unterliegen, können sich Defekte in die Batterie oder Batteriezelle einschleichen.

Das Batteriemanagementsystem (BMS) ist dabei ein erster Schritt zu mehr Sicherheit, denn es steuert die Batterie und schützt sie vor schädlichen Betriebsbedingungen wie zum Beispiel zu schnellem Laden oder Entladen. Aber auch dieses System hat Grenzen, da die primäre Aufgabe des BMS mehr in der Steuerung der Batterie, als im langfristigen Erkennen von Trends liegt. Es reagiert eher auf Fehler, die in dem spezifischen Moment auftreten, ähnlich wie eine Sprinkleranlage nur das bereits brennende Feuer löschen, aber nicht vor dem Ausbruch warnen kann. Das bedeutet, sicherheitskritische Effekte würden wohlmöglich nicht vom BMS erkannt werden. Cloud-gestützte KI-Analytik, wie sie auch in der Batterieanalytiksoftware von TWAICE vorkommt, bietet hier einen weiteren Schutzmechanismus, der über die gesamte Flotte, im einzelnen Fahrzeug oder sogar auf Zell-Level Auffälligkeiten erkennen und qualifizieren kann und so rechtzeitig vor einem Ausfall der Batterie oder im schlimmsten Fall eines Brandes warnt – nämlich im Voraus!

Zwar sind solche Brände extrem selten, wie auch die RTWH Aachen in den diesjährigen Untersuchungen nochmal bewiesen hat, aufgrund der chemischen Zusammensetzung einer Batterie lassen sie sich jedoch nur schwer beziehungsweise gar nicht löschen. Deshalb ist es wichtig, Batterien so sicher wie möglich zu betreiben.

Auswirkungen der Batteriealterung

Neben einem akuten Schaden am Fahrzeug gibt es bei E-Autos aber auch die kontinuierliche Abnutzung, die sogenannte Batteriealterung. Diese hängt sowohl vom Nutzungsverhalten und der Zeit, als auch von den Umweltbedingungen ab. Eine häufige Schnellladung bei niedrigen Außentemperaturen kann zum Beispiel zu Schäden an der Batterie führen, wenn die Batterie nicht ausreichend vorgewärmt ist. Daten aus dem Fahrzeug erlauben es KI-gestützten Systemen, genau diese Effekte kontinuierlich zu überwachen und Nutzungsempfehlungen oder technische Eingriffe (zum Beispiel eine bessere Ladesteuerung) durchzuführen. So kann die Batterie langfristig geschont und teure Batteriereparaturen beziehungsweise -austausche vermieden werden. KI-gestützte Systeme sorgen somit nicht nur für sicherere Batterien, sondern auch für mehr Nachhaltigkeit.

Laut aktueller Studie produzieren E-Autos bereits heute rund 89 % weniger CO2-Emissionen als Verbrenner. Werden E-Fahrzeuge mit grünem Strom geladen, verbessert sich ihre Bilanz weiter. Zwei zusätzliche Faktoren haben einen positiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit: eine maximale Lebensdauer der Batterie und ihre Weiterverwendung im Energiesektor. Die Lebensdauer kann vor allem durch eine optimierte Auslegung und Nutzung erreicht werden. Diese werden maßgeblich bestimmt durch die Einblicke in die tatsächliche Alterung der Batterie und welche Einflüsse vermieden werden sollten. Die Transparenz über den Batteriezustand ist aber auch die Grundvoraussetzung für eine Weiterverwendung jenseits der mobilen Anwendung, zum Beispiel als Pufferspeicher zuhause oder an Schnellladesäulen. Nur wenn sich die Batterie noch für einen Weiterbetrieb von mehreren Jahren eignet, lohnen sich überhaupt der Ausbau aus dem Fahrzeug und die Umrüstung. Es sind also eine Diagnose über den aktuellen Zustand und eine Lebensdauerprognose vonnöten.

KI ist der Schlüssel

Fassen wir zusammen: Im Moment wird nicht nur der Verkehr elektrifiziert, sondern es werden auch immer mehr Daten produziert. Werden diese Daten entsprechend zur Verfügung gestellt und richtig genutzt, erreichen wir eine nachhaltige Mobilitätswende ohne Einbußen beim Komfort. Der springende Punkt ist Künstliche Intelligenz. Ihr systematischer Einsatz verlängert die Lebensdauer von Batterien, senkt ihre Kosten, erhöht ihre Sicherheit und Nachhaltigkeit und macht so E-Autos günstiger, zuverlässiger und attraktiver.

Lennart Hinrichs ist VP Strategic Partnerships beim Anbieter von Batterieanalytik-Software TWAICE. Durch die einzigartige Kombination von fundiertem Batteriewissen und künstlicher Intelligenz auf einer skalierbaren Analytikplattform generiert TWAICE handlungsrelevante Erkenntnisse für den gesamten Lebenszyklus der Batterie. Die Analyseplattform ermöglicht nicht nur TWAICE-Produkte, sondern dient auch als Basis für Kunden- und Partnerlösungen eines ganzen Ökosystems von Marktführern, welche die Lebensdauer, Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit der Produkte erhöhen, die die Wirtschaft von morgen antreiben. Weitere Informationen finden Sie unter www.twaice.com

Das Sirius Hotel am Balaton

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SIRIUS Hotel****ˢ

Das Sirius Hotel am Balaton: Großes Wellnesskino direkt am See

Am Balaton lädt ein neues Wellnesshotel zum grenzenlosen Entspannen ein. Das Sirius Hotel****superior schmiegt sich in Keszthely direkt ans Seeufer des „ungarischen Meer“, wie der Balaton treffend genannt wird. Raffinierte Architektur fängt den grandiosen Panoramablick über das Wasser ein. Stylisches Interieur und eine exklusive Wellnesswelt erwarten die Genießer.

Wer in einem der LakeSide Zimmer eincheckt, der verbringt eine Auszeit mit See-Flair. Oder lieber auf den liebevoll gestalteten Park hinausschauen, eine der luxuriösen Suiten genießen, im Familienzimmer Raum für Familien-Zeit finden. Im hochwertigen Ambiente, mit moderner Einrichtung in ruhigen Farben und mit vielen komfortable Details lässt es sich in den Suiten gut verweilen und träumen. Die privaten Terrassen versüßen Sommertage mit Mußestunden unter der Sonne und lauschigen Abenden. In allen Zimmern und Suiten des neuen Sirius Hotel sorgt eine individuell regulierbare Klimaanlage für angenehme Temperaturen.

In das neue Sirius Hotel kommt man, um im „Spa Essence“ die schönsten Seiten wohltuender Wellness zu erleben. Im Sommer ist es an den Outdoor-Pools traumhaft schön. Becken mit Massage, Jacuzzi und Sprudelbad, Relaxbecken, Kinderbecken – es ist immer Badezeit im Sirius. In der Saunawelt in der finnischen Sauna oder in der Steinsauna gesund schwitzen, in der Dampfkabine bei einer Aromatherapie tief durchatmen. Zehn Saunaattraktionen auf dem neuesten Stand der Saunatechnik begeistern die Saunagänger. Die Panoramasauna im Hotelgarten eröffnet einen freien Blick über den Balaton. Da gehen die Gedanken auf Reisen und der Alltag ist schnell vergessen. Das Spa-Team des Sirius verwöhnt mit Treatments und Massagen. Me-Time hat hier eine neue Adresse. Paare ziehen sich auf die „Harmony Island“ zurück und bringen Wellness auf ein noch höheres Niveau. Im exklusiven Jacuzzi, im Relax-Ruhebereich, in der Infrarotsauna und bei Paarmassagen tanken sie Ruhe und zweisame Momente.

An schönen Tagen nehmen Feinschmecker auf der Terrasse mit Seeblick Platz. „SunRise“ heißt das Restaurant treffend. Zum Sonnenaufgang am Morgen und zum Sonnenuntergang am Abend lässt man sich hier im Rahmen der Halbpension kulinarisch verwöhnen. À la carte bringt das FineBistro französisch angehauchte Köstlichkeiten auf die Teller. Ein Drink an der Capella Bar, eine Köstlichkeit in der Wave Bar im Wellnessbereich – der Urlaub ist zum Genießen da.

Der Balaton ist der größte Binnensee und der bedeutendste Steppensee Europas. Erholung in der Natur und Aktivurlaub werden rund um das Sirius Hotel großgeschrieben. Da geht es zum Radfahren (Fahrräder und E-Scooter können im Hotel ausgeliehen werden), zum Sightseeing, zu Weinverkostungen, Kultur-Events und vielem mehr. Rund um die Uhr ist die Rezeption im Sirius besetzt und steht mit Rat und Tat zur Seite. Familien genießen vor allem in den Ferienzeiten abwechslungsreiche Animationsprogramme.

Bild SIRIUS Hotel****ˢ

Quelle © mk Salzburg

Gegessen wird, was ins Regal kommt

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Die Klimakrise drängt, in Deutschland sinkt der Fleischkonsum und der Handel senkt die Preise für pflanzliche Alternativen: Die Food-Branche ist in Bewegung wie nie. Ein Trendbericht von der internationalen New Food Conference in Berlin.

Lidl, Burger King, Wiesenhof, Rewe, Unilever – rund 300 „Foodies“, vorwiegend aus Industrie und Handel, haben am 25. und 26. Oktober im futuristischen Berliner Tagungszentrum Axica und online diskutiert, wie die Transformation unseres Ernährungssystems schnell gelingen kann. Rein pflanzliche Nahrungsmittel? Kultiviert aus Tierzellen? Oder fermentiert auf Pilzbasis? Welche Hürden gibt es und wie lassen sie sich überwinden? Die fünf spannendsten Trends:

1. Genuss ohne Aufpreis

Laut einer Preisstudie der Ernährungsorganisation ProVeg kostete im August ein pflanzlicher Warenkorb in Deutschland im Schnitt nur noch 25 Prozent mehr als ein vergleichbarer Warenkorb mit tierischen Produkten. Der Aufpreis für pflanzliche Alternativen hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert, ist aber vor allem für Haushalte, die im Supermarkt genau auf den Preis schauen müssen, immer noch zu hoch.

Im Oktober hat Lidl die Preise einiger Produkte seiner veganen Eigenmarke dann auf das Niveau vergleichbarer Tierprodukte gesenkt. Kaufland hat nachgezogen, Penny und Aldi laut Medienberichten ebenso. „Dies ist ein Meilenstein, denn die Preisgarantie von Lidl schafft eine starke Erwartungshaltung der Verbraucher, die der Handel aus unserer Sicht nur schwer enttäuschen kann“, kommentiert Dirk Liebenberg, einer der Studienautoren.

„Die Preisgarantie dürfte sich auch auf die Preise von Markenprodukten auswirken“, so Liebenberg weiter. „Dies gilt vor allem, wenn die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen aufgrund der Preisanpassungen erkennbar zunimmt und andere Einzelhändler und Hersteller dem Beispiel folgen.“ Denn die Händler entscheiden, was im Regal landet – und damit auf unserem Teller. Doch auch die Politik kann Anreize für eine nachhaltigere Ernährung schaffen, etwa durch niedrigere Steuersätze für pflanzliche Alternativen.

2. Pflanzlich außer Haus

Burger King Deutschland verkauft seine Veggie-Burger seit vier Jahren zum gleichen Preis wie fleischhaltige Burger: „Ohne Preishürde probieren die Gäste schneller“, erklärt Marketing-Chef Klaus Schmäing. Anfangs habe die Fastfood-Kette noch „zugebuttert“, doch inzwischen mache es die Menge: Jeder fünfte Whopper, der heute über die Theke geht, sei fleischlos.

Mit einem wachsenden pflanzlichen Sortiment verfolgt Schmäing große Ambitionen: „Wir wollen die Rügenwalder des Food Service sein“, so Schmäing. Der Wursthersteller Rügenwalder Mühle verkaufte 2021 erstmals mehr vegane und vegetarische Produkte als tierische Fleischwaren.

Nicht nur die Markengastronomie, auch Mensen, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten sind entscheidend für eine pflanzliche Verpflegung im großen Stil. Doch vielen Köchen fehlt bislang das nötige Know-how. V-Planet aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert daher Klinikgruppen wie Helios und Vivantes mit vollwertigen pflanzlichen Fertigmahlzeiten in Bio-Qualität. 2024 soll das Angebot ausgebaut werden, wegen großer Nachfrage.

Ein wichtiger Hebel sind auch Backwaren. Be Better My Friend aus den Niederlanden hat speziell für Bäckereien und Konditoreien eine pflanzliche Butter-Alternative entwickelt. Einige der weltbesten Konditoren loben die „Be Better“-Butter in den höchsten Tönen. Zu kaufen gibt es sie schon in Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich.

3. Pilze – magische Superstars

Groß im Kommen sind Pilze als Zutat für Fleisch- und Fischalternativen. Ihr fadenförmiges Zellgeflecht – das Myzel – kommt der Textur von Fleisch sehr nahe. Zudem ist es reich an Ballaststoffen, hochwertigen Proteinen und Umami-Geschmack.

Das Start-up BioGNR aus Litauen fermentiert zum Beispiel Pilzprotein für pflanzliche Nuggets und Burgerpattys mit der faserigen Struktur von Hühner- oder Rindfleisch. Esencia Foods vermischt Myzelien mit Hülsenfrüchten, für die ersten pilzbasierten Fischalternativen Europas. Ein Filet à la Kabeljau gibt es schon zum Probieren, Ende nächsten Jahres soll das Produkt erstmals in Restaurants in Barcelona auf den Tisch kommen.

Bosque Foods aus Berlin züchtet mit Nebenprodukten der Agrarindustrie Myzelien für ganze Speckstreifen, Schweinefilets und Chicken Nuggets. SomaTech aus Irland nutzt Biertreber für ein Myzel-Granulat als Zutat. Und damit die Hersteller alternative Proteine künftig schnell in großen Mengen produzieren können, plant Planetary in der Schweiz eine industrielle Fermentationsanlage.

4. Plant-based – das nächste Level

Ob mit oder ohne Pilze: Pflanzliche Alternativen zu Fleisch, Fisch und Milchprodukten werden immer besser – und vielfältiger. Das vegane Thunfisch-Filet von Happy Ocean Foods und der „Tu-Na“ in Dosen von Bettafish mit Erbsenprotein etwa können es in Sachen Geschmack, Textur und Nährwerte locker mit dem tierischen Pendant aufnehmen. Oder die Dumplings, Gyozas und Baos von Haofood aus China: Die asiatischen Teigtaschen kommen rein pflanzlich mit mehr Protein und Ballaststoffen daher als solche mit Fleisch.

5. Kultiviertes Fleisch

Es sieht aus wie Fleisch, es riecht wie Fleisch, aber wie schmeckt es? In Deutschland darf man kultiviertes Fleisch bislang noch nicht verkosten. In den Niederlanden neuerdings schon – ein gewaltiger Fortschritt für Hersteller wie Mosa Meat, die dort Fleisch aus Tierzellen züchten. Endlich bekommen sie das für die Produktentwicklung so wichtige Feedback von Verbrauchern.

Verkauft werden darf kultiviertes Fleisch bislang nur in Singapur und den USA, wo die Firmen Upside Foods und Good Meat im Juni eine Zulassung erhalten haben. Das kultivierte Fleisch ist allerdings nur im Restaurant zu haben und nur als Zutat in ansonsten pflanzlichen Nuggets, denn die Produktion ist noch sehr teuer. Cultimate Foods aus Berlin entwickelt daher ein kultiviertes Fett, das pflanzlichen Würstchen und Co. den saftigen Fleischgeschmack geben soll.

Rund 160 Firmen weltweit arbeiten derzeit an kultiviertem Fleisch und Fisch. Ob und wann die EU das „Novel Food“ zulässt, ist noch offen. Doch der Druck wächst: Im September hat The Cultivated B, ein Tochterunternehmen des deutschen Wurstherstellers Infamily Foods, als erstes Unternehmen der Welt bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Zulassung für ein zellkultiviertes Fleischprodukt beantragt.

Bild Jessie van Hattum_Green Protein Alliance_Deniz Ficicioglu_Bettafish_Verena Wiederkehr_Billa_Victoria Reinsch_Formo (c) Ronja Bossen_ProVeg

Quelle ProVeg e. V.