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Europa League: Leverkusen gewinnt gegen Qarabag

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Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) (Archiv), über dts NachrichtenagenturBaku/Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – Am 4. Spieltag der Gruppenphase der Europa League hat Bayer 04 Leverkusen mit 0:1 gegen Qaeabag Agdam gewonnen. Beide Mannschaften starteten ambitioniert in die Partie, die im weiteren Verlauf jedoch mit wenig Höhepunkten auftrumpfen konnte.

Bayer tat sich schwer und machte zu viele Fehler im Aufbauspiel, der Meister aus Aserbaidschan hielt dagegen und witterte seine Chance. In der ersten Minute der Nachspielzeit berührte Qarabags Maksim Medvedev mit der Hand den Ball. Den fälligen Elfmeter verwandelte Victor Boniface souverän und sicherte seinem Team dadurch den Sieg. In der Europa Conference League gelang Eintracht Frankfurt ein knapper, aber verdienter 0:1 Sieg gegen HJK Helsinki. Das entscheidende Tor schoss Fares Chaibi in der 31. Minute.


Foto: Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Stoltenberg glaubt an anhaltende Unterstützung für Ukraine

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Jens Stoltenberg am 09.11.2023, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg glaubt nicht, dass die Unterstützung für die Ukraine aufgrund der Eskalation im Nahostkonflikt weniger wird. „Was wir tatsächlich sehen ist, dass trotz der Lage im Nahen Osten die Verbündeten in der Nato weiterhin Unterstützungsgüter schicken in die Ukraine – Waffen und Munition, und auch Deutschland hat noch einen draufgelegt und ist jetzt der zweitgrößte Lieferant von Hilfe für die Ukraine direkt hinter den USA“, sagte Stoltenberg am Donnerstag dem „Heute-Journal“ des ZDF. „Das liegt ja auch in unserem Interesse, und deswegen tun wir das. Und wir begrüßen das natürlich sehr.“

Auf die Frage, welche Reaktionen es denn von der Nato gebe auf die Forderungen der Ukraine, präzise Waffen, Flugzeuge und Drohnen zu schicken, sagte Stoltenberg: „Klar müssen wir auch weiter moderne, hoch entwickelte Waffen liefern und die Ukraine unterstützen, diese Systeme einzubauen in ihre Streitkräfte. Und das tun wir.“ So seien die ersten versprochenen F-16-Jets bereits vor einigen Tagen in Rumänien angekommen: „Die Schulung hat begonnen, damit die Ukraine in die Lage versetzt wird, moderne Luftstreitkräfte zu entwickeln“, so der Nato-Generalsekretär.

Insgesamt habe sich die sicherheitspolitische Lage geändert: „Wir leben in einer gefährlicheren, unvorhersehbaren Welt. Das macht es umso wichtiger sicherzustellen, dass wir zusammenstehen in der Nato – dann können wir mit Vielem fertig werden.“


Foto: Jens Stoltenberg am 09.11.2023, über dts Nachrichtenagentur

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Israelischer Ex-General rechnet mit langer Dauer des Krieges

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Gazastreifen (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin/Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige israelische Ministerpräsident und Armee-General Ehud Barak erwartet, dass der Krieg gegen die Hamas sich bis weit ins kommende Jahr hinziehen könnte: „Die Hamas wird vernichtet innerhalb von drei bis sechs Monaten“, sagte er am Donnerstag dem TV-Sender „Welt“. Unentschieden ist für Barak, ob die Palästinensische Autonomiebehörde die Kontrolle über Gaza wieder übernehmen sollte, wie Oppositionsführer Jair Lapid jüngst vorgeschlagen hatte.

Auf der einen Seite sie die Behörde „die international anerkannte Eignerin“ des Gazastreifens. Auf der anderen Seite seien in Israel viele der Meinungen, dass man dieser Behörde niemals erlauben sollte, nach Gaza zurückzukehren. Nach Überzeugung Baraks gibt es keinen Grund, Israel bei seinem Vorgehen in Gaza ständig zur Einhaltung des Kriegsrechts zu ermahnen: „Israel ist dem Völkerrecht verpflichtet.“ Sein Land unternehme alles, um zivile Opfer in Gaza zu vermeiden.

Israel bekämpfe ein „barbarisches Terror-Regime“, vergleichbar mit Al-Kaida, und sei dazu verpflichtet, gegenüber seinen Bürgern das Sicherheitsversprechen einzulösen, dass so etwas nie wieder geschieht. Es sei im Übrigen die Hamas, die den eigenen Bürgern die Pistole an den Kopf halte, indem sie sie als menschliche Schutzschilde missbrauche.


Foto: Gazastreifen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Jüdische Studierendenunion beklagt Antisemitismus an Universitäten

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Junge Leute vor einer Universität (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Jüdische Studierendenunion hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) aufgefordert, dem zunehmenden Antisemitismus an deutschen Universitäten infolge des Terrorangriffs der radikalislamischen Hamas auf Israel entgegenzutreten. Das ergibt sich aus einem Brief der JSUD an die Ministerin, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Freitagausgaben) berichten.

Darin heißt es: „In den vergangenen Wochen erreichten uns jeden Tag neue Berichte von jüdischen Studierenden, die sich an deutschen Universitäten nicht mehr angstfrei bewegen können. Bis zum heutigen Tag haben wir dutzende Berichte junger Jüdinnen und Juden sammeln können, die am Campus verbalen Angriffen und physischen Bedrohungen ausgesetzt sind. Sie berichten von Terror-Relativierung und Verherrlichung seitens Studierender und Universitätsangestellter.“ Darüber hinaus sei es an einigen Universitäten zur Verbreitung von Materialien mit antisemitischen Inhalten gekommen: „Des Weiteren wurden in mehreren Fällen Universitätsräumlichkeiten für die Verbreitung von Hass und Antisemitismus zur Verfügung gestellt.“

Das könne man 85 Jahre nach der Reichspogromnacht nicht hinnehmen. Stark-Watzinger müsse sich deshalb „zur dramatischen Lage äußern und ein Appell an die Universitäten richten, Antisemitismus und Terrorverherrlichung in keiner Weise zu dulden“. Ferner müssten „extremistische und antidemokratische Organisationen und Gruppierungen sowie jene, die solchen nahestehen, innerhalb des universitären Kontextes verboten werden“. Studierende und Angestellte der Universität müssten bei einschlägigen Aktivitäten „mit klaren und harten Konsequenzen rechnen“.

Die Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion, Hanna Veiler, sagte dem RND: „Universitäten in Deutschland sind gerade kein sicherer Raum für jüdische Studierende. Wir müssen dringend konkrete Maßnahmen ergreifen, um dem wachsenden Antisemitismus am Campus zu begegnen. Dazu gehört das harte Durchgreifen bei antisemitischen Vorfällen wie auch eine verpflichtende Schulung der Antidiskriminierungsstellen.“


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Brugger: Vorsicht bei Debatte über "Kriegstüchtigkeit"

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Agnieszka Brugger (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger unterstützt die Forderung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach „Kriegstüchtigkeit“, mahnt dabei aber zur Vorsicht. Brugger sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben): „Mit dem durchaus polarisierenden und für manche irritierenden Begriff `kriegstüchtig` meint der Minister in der Sache den notwendigen und richtigen Kurswechsel für mehr Abwehrbereitschaft, Stärke und Wehrhaftigkeit.“

Das sei eine Debatte, „die wir dringend breit und transparent mit den Menschen in unserem Land führen müssen, denn Resilienz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Brugger. „Weil diese Diskussion sensibel ist und Ängste auslösen kann, sollten wir sie mit Klarheit und Klartext, aber auch mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl und Empathie führen.“ Pistorius veröffentlichte am Donnerstag Verteidigungspolitische Richtlinien. „Unsere Wehrhaftigkeit erfordert eine kriegstüchtige Bundeswehr“, heißt es darin.

„Die Richtlinien beschreiben die notwendigen Veränderungen, um im Bereich der Sicherheitspolitik glaubwürdiger, schneller und angemessener handeln zu können, um unser Land auf Augenhöhe mit den Herausforderungen der Zeit zu schützen“, sagte Brugger. „Dazu gehören eine bessere materielle und personelle Ausstattung der Bundeswehr, eine nachhaltige Finanzierung und moderne Entscheidungsstrukturen, die Schluss machen mit der Behäbigkeit und Verantwortungsdiffusion der Vergangenheit.“


Foto: Agnieszka Brugger (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Polizeigewerkschaft für "faktisches Alkoholverbot" im Straßenverkehr

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Halt-Stopp-Schild der Polizei bei einer Verkehrskontrolle (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, wirbt für ein „faktisches Alkoholverbot“ im Straßenverkehr. „Sowohl Alkohol als auch Drogen haben im Straßenverkehr nichts verloren“, sagte er Ippen-Media.

In Deutschland sind im Straßenverkehr aktuell 0,5 Promille erlaubt, für Fahranfänger gilt eine Promillegrenze von 0,0. „Das müsste man ausweiten auf alle, für immer.“ Konkret stellt sich Wendt eine Promillegrenze von 0,2 vor: „Das ist faktisch ein Alkoholverbot im Straßenverkehr“. Anlass von Wendts Aussagen ist die geplante Legalisierung von Cannabis: „Wir führen nun der einen schlechten Droge eine weitere schlechte im Straßenverkehr hinzu“, sagte er.


Foto: Halt-Stopp-Schild der Polizei bei einer Verkehrskontrolle (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Pistorius: Bundeswehr soll Rückgrat von Europas Verteidigung werden

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr soll nach Plänen der Bundesregierung zum „Rückgrat der Abschreckung und kollektiven Verteidigung in Europa“ ausgebaut werden. Dieses Vorhaben ist der Kern der neuen verteidigungspolitischen Richtlinien, über die Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Generalinspekteur Carsten Breuer in einem Beitrag für den „Tagesspiegel“ schreiben.

Durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine müsse man „sich wieder einer militärischen Bedrohung stellen“, was ihrer Ansicht nach „die Rolle Deutschlands und der Bundeswehr fundamental“ verändert. So wie die Bundesrepublik im Kalten Krieg als „Frontstaat“ von der Stationierung verbündeter Truppen profitiert habe, erwarteten Deutschlands Partner nun, dass es sich seiner „Führungsverantwortung“ stelle – wie dies nun etwa mit der permanenten Kampfbrigade an der Nato-Ostflanke in Litauen geschehe. Die neuen Richtlinien, die das aktuelle Grundsatzdokument aus dem Jahr 2011 ablösen und aus der ersten nationalen Sicherheitsstrategie aus dem Sommer abgeleitet sind, sollen auf der laufenden Bundeswehrtagung in Berlin vorgestellt werden. Sie verdeutlichten, wie Pistorius und Breuer in dem Beitrag schreiben, „dass für eine leistungsfähige und kriegstüchtige Bundeswehr der Zukunft in allen Bereichen grundlegende Veränderungen herbeigeführt werden müssen“.

Die Landes- und Bündnisverteidigung werde „künftig strukturbestimmend“ für die Truppe sein, entsprechende „Strukturanpassungen unserer Streitkräfte“ werden angekündigt. Zugleich hätten die Ereignisse in Israel gezeigt, dass sie weiter zu internationalen Kriseneinsätzen in der Lage sein müsse. Verteidigungsminister und Generalinspekteur werben zugleich um Verständnis, dass die Bundeswehr nach einer jahrelangen Ausrichtung auf Einsparpotenziale und internationale Einsätze „nicht über Nacht umgekrempelt werden“ könne – obwohl der Umbau bereits begonnen habe: „Ungeduld ist angesichts der enormen Herausforderungen angebracht und nachvollziehbar, sie treibt uns an.“ Die Bundeswehr wird vor dem Hintergrund der neuen Richtlinien von Pistorius und Breuer als „Instrument unserer Wehrhaftigkeit“ bezeichnet, die selbst mit „den neuen Anforderungen an Verteidigung- und Abschreckungsfähigkeit“ jedoch nur einen „Beitrag zur Gesamtverteidigung“ leisten können.

„Sie allein werden nicht genügen“, so Minister und General im „Tagesspiegel“ weiter: „Wir brauchen einen Mentalitätswechsel nicht nur in der Bundeswehr, sondern auch in Politik und in Gesellschaft.“ Staatliche Strukturen wie auch die Bevölkerung müssten, schreiben Pistorius und Breuer, „wehrhaft und resilient sein, um auch künftig in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben zu können“.


Foto: Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“ (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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18 deutsche Kurzfilme im Oscar-Rennen

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Kino (Archiv), über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Insgesamt 18 deutsche Kurzfilme können sich Hoffnungen machen, bei der Oscar-Verleihung im kommenden Jahr dabei zu sein. Das teilte die Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, am Donnerstag mit.

In der Kategorie „Animated Short Film“ qualifizierten sich demnach sechs und in der Sparte „Live Action Short Film“ sieben deutsche Beiträge. Hinzu kommen fünf Werke der Kategorie „Documentary Short Film“. In einem nächsten Schritt bewerten die Mitglieder der zuständigen Sektionen der Academy of Motion Picture Arts and Sciences die eingereichten Filme. Am 21. Dezember werden die „Shortlists“ mit jeweils bis zu 18 Titeln bekannt gegeben.

Die fünf nominierten Titel werden am 23. Januar veröffentlicht. Die Oscar-Verleihung findet am 10. März 2024 statt. Voraussetzung für eine Einreichung eines Kurzfilms in den Oscar-Wettbewerb ist der Gewinn eines Hauptpreises bei einem internationalen, von der Academy anerkannten Festivals, der Gewinn des Student Academy Awards oder eines nationalen Filmpreises. Kurzfilme, die nicht an Hochschulen entstanden sind, können sich alternativ durch eine mindestens siebentägige kommerzielle Kinoauswertung in den USA für eine Einreichung qualifizieren.

Bei den Live-Action-Kurzfilmen gehen unter anderem „Il Compleanno di enrico“ von Francesco Sossai, „Istina“ von Tamara Deni, „Der Molchkongress“ von Matthias Sahli und Immanuel Esser sowie „Muss ja nicht sein, dass es heute ist“ von Sophia Groening ins Rennen.


Foto: Kino (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Scholz sagt Stoltenberg Einhaltung von Zwei-Prozent-Ziel zu

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Jens Stoltenberg und Olaf Scholz am 09.11.2023, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bekräftigt, dass Deutschland das Zwei-Prozent-Ziel der Nato künftig einhalten will. Deutschland werde dieses Ziel „wie angekündigt“ vom kommenden Jahr an erfüllen, sagte er am Donnerstag zum Auftakt eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Kanzleramt.

Die Bundeswehr müsse „auskömmlich finanziert werden“, um die vielen anstehenden Aufgaben zu bewältigen. „Der Schutz unseres Landes ist aber nicht allein Sache der Bundeswehr“, fügte Scholz hinzu. „Dazu braucht es alle Kräfte unserer Gesellschaft.“ Und es heiße auch, dass man die Widerstandsfähigkeit stärke: „Da geht es auch um den Schutz kritischer Infrastruktur. Also um unseres Pipeline- und Leitungssysteme genauso wie die entscheidenden Trassen der Kommunikation.“

Mit Stoltenberg wolle er zudem über die Lage im Kosovo sprechen, kündigte der Kanzler an: „Die Nato ist auch Sicherheitsgarant auf dem westlichen Balkan im Kosovo durch KFOR. Deutschland ist an dieser Mission mit der Bundeswehr beteiligt.“ Die Spannungen der jüngeren Zeit hätte noch einmal verdeutlicht, wie wichtig diese Präsenz sei. Stoltenberg sagte unterdessen, dass Deutschland einen „großen Beitrag für unsere gemeinsame Sicherheit“ leiste.

Die Zusage, ab nächstem Jahr zwei Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben, sei wichtig und werde die kollektive Verteidigung der Nato stärken, so Stoltenberg.


Foto: Jens Stoltenberg und Olaf Scholz am 09.11.2023, über dts Nachrichtenagentur

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Das sind die typischen Fehler beim Einsatz von Generativer KI

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alain

Ist ChatGPT die Lösung, wenn die Timeline drängt oder das Kreativzentrum einmal leer ist? „Ja, aber“, sagt die Münchner Kommunikationsagentur PR-COM und zeigt typische Einsatzfehler, die Mitarbeitende bei der Nutzung von Generativer KI besser vermeiden sollten.

Nie mehr an Formulierungen schleifen und einfach Software die Textarbeit erledigen lassen? Ja, die Verlockungen für den Einsatz von Generativer KI sind gerade in der Kommunikationsarbeit nicht von der Hand zu weisen. Aber wie immer lohnt sich ein genauer Blick auf das Potenzial und die Risiken, bevor man die Tools zum Einsatz bringt. Die Münchner Kommunikationsagentur PR-COM präsentiert die sechs größten Fehler beim Einsatz von Generativer KI.

1. Sorgfaltspflichten nicht beachten. Ganz egal, ob das Bauunternehmen einen Bagger einsetzt oder die Anwaltskanzlei einen Chatbot – jede Technologie im Arbeitskontext ist mit Sorgfaltspflichten verbunden. Diese Pflicht gilt im Besonderen für neue Technologien, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Verantwortliche sollten deshalb vor der Verwendung von Generativer KI die Nutzungsregeln und Verantwortlichkeiten definieren, mögliche Rechts- und Datenschutzkonflikte prüfen, die Nutzung in der Vertragsausgestaltung implementieren und den Dialog mit Stakeholdern suchen. All diese Aspekte sind entscheidend, um im Falle einer kritischen Situation den Nachweis erbringen zu können, dass sorgfältig mit der Technologie umgegangen worden ist.

2. Urheberrechte verletzen und plagiieren. Der Diebstahl geistigen Eigentums ist ein strafrechtlich relevanter Tatbestand. Wer Inhalte einer Generativen KI für berufliche oder kommerzielle Zwecke nutzt, muss deshalb prüfen, ob diese urheberrechtlichen Verstöße verursachen können. Das umfasst einerseits die Nutzungsbedingungen und Lizenzrechte von Generativen-KI-Modellen, denen man als Nutzer zwangsläufig zustimmt; zum anderen die erzeugten Inhalte, weil der KI-Anbieter die Haftung für den Content nicht übernimmt. Mit anderen Worten: Falls KI plagiierte Inhalte mit Urheberrechtsverletzungen erzeugt hat, haftet derjenige, der diese Informationen verbreitet – das gilt übrigens auch für Falschinformationen.

3. Content für bare Münze nehmen. Du bist, was du isst – diese Ernährungsweisheit gilt auch für Generative-KI-Modelle. Diese werden mit großen Datenmengen trainiert und genau davon hängt später die Qualität ihres Outputs ab. Je mehr inhaltliche Fehler, geklauten Content und Falschaussagen sich die KI im Training einverleibt hat, umso wahrscheinlicher finden sich diese problematischen Inhalte später in den Antworten wieder. Gerade die öffentlichen Modelle wie ChatGPT legen nicht transparent dar, mit welchen Trainingsdaten, Modellgrößen und Verfahren die KI trainiert wurde – hinzu kommen systembedingte Schwächen wie „Halluzinationen“ und „KI-Kannibalisierung“. Es ist also große Vorsicht geboten: Der ausgegebene Content sollte nur dann weiterverwendet werden, wenn er inhaltlich geprüft worden ist.

4. Schlechte Inhalte kommunizieren. Generative KI-Modelle erzeugen Inhalte anhand von analysierten Textmustern und Sprachstrukturen. Generative KI kann deshalb nicht zwischen wahr und falsch differenzieren, sondern lediglich Inhalte mit hoher Wahrscheinlichkeit einander zuordnen. Das bedeutet, dass der erzeugte Output weder korrekt noch originär sein muss. Es ist in der Unternehmenskommunikation und Medienarbeit also nicht nur einer Frage des guten Stils, den Output auf seine Kreativität, Angemessenheit und Qualität zu überprüfen, sondern sorgt auch für die Leserbindung und den Erhalt der Markenbotschaft.

5. Diskriminierende Inhalte publizieren. In den Trainingsdaten von Generativer KI finden sich immer wieder Informationen, die ethisch problematisch sind. Das reicht von diskriminierenden Inhalten bis zu Gewaltdarstellungen und -beschreibungen. Auch wenn Entwicklungsteams im Training versuchen, derartige Daten zu entfernen, so zeigt sich in diversen Nutzerversuchen ein kritisches Ergebnis. Stereotype und Diskriminierungen erscheinen ebenso im Output von ChatGPT wie Rassismus und ein Gender Bias. Die Inhalte sollten deshalb unbedingt auf diese ethischen Aspekte geprüft werden.

6. Langfristig strategielos agieren. Jeder Hype geht eines Tages vorbei und dann bleibt die Frage, welchen Mehrwert Generative KI für die eigene Öffentlichkeitsarbeit leisten kann. Anstatt also unreflektiert den Hype zu befeuern, ergibt es Sinn, vor dem KI-Einsatz einmal strategisch darüber nachzudenken. Passt Generative KI überhaupt zum eigenen Kommunikationsformat und Medium? Wie verändert sich dadurch das Verhältnis zu Partnern und Kunden? Welche Folgen hätte der Einsatz? Wer diese Fragen sinnvoll beantworten kann und Generative KI dann bewusst in seine Kommunikationsstrategie einbindet, hat damit ein Werkzeug zur Hand und kein Spielzeug mehr.

„Wie zu erwarten war, ist der Hype um Generative KI nach der Markteinführung von ChatGPT in den letzten Monaten wieder etwas abgeebbt“, bestätigt Alain Blaes, CEO von PR-COM. „Darin liegt jetzt die Chance, sich strategisch mit der Technologie auseinanderzusetzen und den Mehrwert für die eigenen Prozesse zu evaluieren. Das sollte die Basis für jeden Einsatz sein.“

Bild: Alain Blaes, Geschäftsführer von PR-COM (Quelle: PR-COM)​

Quelle PR-COM GmbH