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VW-Betriebsrat fürchtet Rechte-Verstöße im US-Werk Chattanooga

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VW-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg/Chattanooga (dts Nachrichtenagentur) – Der Betriebsrat des VW-Konzerns spricht sich für eine eigene Belegschaftsvertretung im US-Werk in Chattanooga aus. Jeder Versuch, eine Belegschaftsvertretung zu verhindern, stelle „einen empfindlichen Verstoß gegen unsere weltweit gültigen Chartas und gegen unsere gemeinsamen Überzeugungen bei Volkswagen“ dar, heißt es in einem Brief des Europäischen- und Weltkonzernbetriebsrats, den auch VW-Arbeitnehmerführerin Daniela Cavallo unterzeichnet hat und über den der „Spiegel“ berichtet. Diese „unmissverständliche Erwartungshaltung“ habe man dem Konzernvorstand ebenfalls kommuniziert.

Aktuell versucht die US-Autogewerkschaft UAW, im VW-Werk eine Belegschaftsvertretung aufzubauen. In einer Beschwerde an die US-Arbeitsbehörde beklagt sich die UAW, VW habe Mitarbeiter im Werk, die über die Gewerkschaft gesprochen hätten, „schikaniert und bedroht“. Zudem hätten VW-Vertreter Gewerkschaftsmaterial im Pausenraum konfisziert und zerstört.

Volkswagen USA weist „alle Behauptungen über Gewerkschaftsfeindlichkeit, Einschüchterung oder rechtswidrige Verletzungen der Arbeitnehmerrechte“ im Werk zurück. Der Pausenraum sei „routinemäßig vom Servicepersonal gereinigt“ worden.

Als Einzige der mehr als 100 Fertigungsstätten weltweit verfügt die Fabrik mit rund 3.800 Beschäftigten über keine eigene Arbeitnehmervertretung. Zwei Anläufe dazu waren in der Vergangenheit gescheitert, wohl auch am Widerstand des Managements vor Ort. Das soll sich nach Ansicht der Betriebsräte nicht wiederholen.


Foto: VW-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Neue App auf Rezept gegen Typ-2-Diabetes

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glucura –

glucura – Innovative digitale Gesundheitsanwendung zur Therapie von Diabetes mellitus Typ 2 jetzt auf Rezept erhältlich

Mit glucura steht Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 ab sofort eine innovative digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Verfügung, die auf Rezept erhältlich ist. glucura wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als DiGA zugelassen und kann Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 verordnet werden. Die neue DiGA setzt Maßstäbe im Diabetesmanagement, denn sie zieht erstmals individuelle Glukosereaktionen heran, um Betroffenen personalisierte Ernährungsempfehlungen zu geben. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erhalten Nutzerinnen und Nutzer auf sie zugeschnittene Lebensstilempfehlungen und werden Schritt für Schritt an die Hand genommen, um ihre Blutzuckerwerte effektiv und dauerhaft zu senken.

So überträgt der multimodale therapeutische Ansatz von glucura die Erkenntnisse aus der personalisierten Ernährungstherapie, der Bewegungstherapie und der Verhaltensintervention in eine nachhaltige digitale Gesundheitsanwendung. glucura richtet sich an Personen mit einem nicht insulinbehandelten Diabetes mellitus Typ 2 ab einem Alter von 18 Jahren und ist mit den Betriebssystemen Apple iOS ab Version 14.0 und Google Android ab Version 8.0 verfügbar.

In einer klinischen Studie konnten Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 unter Anwendung von glucura ihren Langzeitblutzuckerwert deutlich verbessern, der im Fachjargon „HbA1c-Wert“ genannt wird[1]. Der HbA1c sank um -0,79%-Punkte nach 3 Monaten glucura-Nutzung im Vergleich zur Standardbehandlung (n= 64 Personen). Unter Anwendung von glucura waren mit 61 Prozent doppelt so viele Patientinnen und Patienten im therapeutischen Zielbereich von unter 7,0 Prozent HbA1c wie vor Beginn der Anwendung. 34 Prozent von ihnen erreichten sogar einen HbA1c unter 6,5 Prozent, was als Stoffwechselnormbereich definiert ist. Generell gilt: Je geringer der HbA1c-Anteil ausfällt, umso besser ist der Diabetes eingestellt, denn umso weniger Blutzucker ist an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden.

Darüber hinaus nahm der Body Mass Index (BMI) um mehr als einen Punkt ab (-1,25 kg/m2). Weiterhin berichteten die Betroffenen, dass sie glucura häufig nutzten (6,6 von 7 Tagen pro Woche), und dass das Programm gut verständlich ist (4,5/5). Über die hohe Zufriedenheit hinaus (7,7/10) wurde hervorgehoben, dass es eine gute Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung darstellt (4,1/5), und dass sie die Therapie mit glucura fortsetzen möchten (3,9/5)[2].

Dr. med. Dr. rer. nat. Torsten Schröder, Diabetologe, Ernährungsmediziner und Mitgründer von Perfood, erklärt: „Bei allen Risiken rund um Diabetes mellitus Typ 2 gibt es eine gute Nachricht: Betroffene können es selbst in die Hand nehmen, den Diabetes über ihren Lebensstil und insbesondere über ihre Ernährung weitestgehend in den Griff zu bekommen. glucura zeigt ihnen wie ein persönlicher Kompass, wo es langgeht, und wie viel Spaß das machen kann. Es motiviert uns ungemein, dass mehr als ein Drittel unserer Nutzerinnen und Nutzer dank glucura den Diabetes unter die Diabetesschwelle bekommt. Gleichzeitig können sie ein – in Maßen – genussvolles Leben führen, weil ihnen unsere DiGA die richtigen, individuellen Stellschrauben verrät.“

Auf 8,7 Millionen Betroffene schätzt der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes (2023) die Zahl der dokumentierten Fälle von Diabetes mellitus Typ 2 im Jahr 2022[3]. Hinzu kommt eine Dunkelziffer von ca. zwei Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, ohne es zu wissen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland liegt also bei rund zehn Prozent der Erwachsenen Diabetes mellitus Typ 2 vor. Bei steigender Lebenserwartung prognostizieren Experten von 2020 bis 2040 einen Anstieg der Fälle um 59 Prozent[4]. Die Erkrankung kann mit teilweise schwerwiegenden Begleit- und Folgeerkrankungen einhergehen, die unter anderem die Gefäße, Herz, Nieren, Nerven und die Augen betreffen. Betroffene haben beispielsweise ein vielfach erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Nachhaltiges Programm für langfristige Diabetesbegleitung

Ziel von glucura ist es, die unterschiedlichen Blutzuckerreaktionen nach ähnlichen Mahlzeitentypen aufzuzeigen und Betroffenen Hilfestellungen für eine blutzuckerstabile Ernährung zu geben. Dafür startet glucura mit einer zehntägigen Sensorphase, in der Nutzerinnen und Nutzer über einen Glukosesensor ihren Blutzuckerspiegel verfolgen. In dieser Zeit ernähren sie sich wie gewohnt und führen ein Ernährungs- und Aktivitätentagebuch. Die eingetragenen Mahlzeiten analysiert glucura anhand der Glukosedaten über einen speziell entwickelten Algorithmus und errechnet individuelle Ernährungsempfehlungen. Anschließend schlägt die DiGA den Patientinnen und Patienten jede Woche ein leicht umsetzbares, personalisiertes Wochenziel vor. Dabei können sie selbst wählen, ob sie sich beispielsweise ein Wochenziel für bestimmte Mahlzeiten oder für ihre Bewegung vornehmen wollen. Als Hilfestellung bietet glucura eine Palette von Rezepten sowie Bewegungstutorials und nimmt die Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt an die Hand.

Müsli-Fans bekommen beispielsweise Anregungen, wie sie die Zutaten besser kombinieren können, wie sie Zucker sparen, oder welches Obst für sie am besten geeignet ist. Die Personalisierung erlaubt es, spezifische Mahlzeiten zu reduzieren, auszutauschen oder anders zu kombinieren, die individuell für unerwünschte Blutzuckerachterbahnen verantwortlich sind. Das ermöglicht den Patientinnen und Patienten eine höhere Lebensqualität und das nachhaltige Erreichen von individuell gesteckten Zielen. Besonders smart: Der glucura-eigene Algorithmus trifft mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auch nach der Sensorphase Vorhersagen über individuelle Blutzuckerreaktionen. Darüber hinaus regen professionelle Video-Tutorials die Nutzerinnen und Nutzer entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu mehr Bewegung an. All das macht glucura zu einem zuverlässigen Begleiter, der sowohl die Schlüsselkomponenten einer erfolgreichen digitalen Therapie kombiniert als auch von hoher Nutzerfreundlichkeit und motivierendem Infotainment geprägt ist.

Die glucura-Features im Einzelnen:

Kontinuierliches Blutzucker Feedback: Zu Beginn des Programms tragen die Nutzerinnen und Nutzer zehn Tage lang einen Glukosesensor, testen ihre gewohnten Mahlzeiten und beobachten nahezu in Echtzeit ihre Blutzuckerreaktionen nach dem Essen. Auch im Anschluss an diese Sensorphase ermöglicht der glucura-eigene Algorithmus individuelle Blutzuckervorhersagen.

Bewegungsanleitung und -motivation: Mit glucura lassen sich körperliche Aktivitäten festhalten, indem die Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel ihre tägliche Schrittzahl eintragen oder die App mit einem Fitness-Tracker verbinden. glucura bietet darüber hinaus Videotutorials, die zu mehr Bewegung anleiten. Dabei geht es sowohl um die Steigerung von Alltagsbewegungen als auch um gezielte Übungen für mehr Kraft und Ausdauer.

Dynamische Wochenziele: Im Anschluss an die Sensorphase erhalten die Nutzerinnen und Nutzer einen Wochenzielplan zu den Themen Ernährung und Bewegung, der genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Entsprechend der jeweiligen Wochenziele schlägt die App Diabetes-geeignete Rezepte vor oder regt zu mehr Bewegung an. So unterstützt die DiGA Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt dabei, neue Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren.

Wissen & Verstehen: Vielfältige Beiträge mit Hintergrundwissen zu Diabetes mellitus Typ 2, ausgewogener Ernährung oder der gesundheitlichen Wirkung von Bewegung ergänzen die personalisierte Lebensstil-Assistenz von glucura.
Personalisierter Drei-Monatszyklus: Pro Verordnung steht glucura drei Monate zur Verfügung. Dabei werden die Produktinhalte dynamisch und individuell an den Fortschritt und die Gewohnheiten der Patientinnen und Patienten angepasst. Um die individuellen Therapieziele langfristig zu erreichen, sind mehrere Folgeanwendungen empfehlenswert.

Datenexport: Die eingegebenen Daten und Messwerte können in einer PDF-Datei exportiert und so auch der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt bereitgestellt werden. Darüber hinaus verfügt glucura über einen interoperablen Datenexport, der es ermöglicht, Daten aus der DiGA in die jeweilige elektronische Patientenakte einzustellen.

In wenigen Schritten zur DiGA

Diabetes-Patientinnen und -Patienten erhalten das Rezept für glucura von ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt und schicken es einfach per App, E-mail oder Post an ihre gesetzliche Krankenkasse, die daraufhin einen Freischaltcode bereitstellt. Diesen Code geben die Nutzerinnen und Nutzer auf der Website www.glucura.de ein. Daraufhin wird der Glukosesensor mit weiterem Infomaterial per Post zugestellt. Anschließend laden sich die Nutzerinnen und Nutzer die glucura-App sowie die App des jeweiligen Glukosesensor-Herstellers herunter. Noch schneller geht es für Betroffene, die bereits über den Nachweis einer Diabetesdiagnose und über den Ausschluss einer Insulinbehandlung verfügen. Sie können diese bei ihrer Krankenkasse (z. B. durch einen Arztbrief) direkt im Online-Mitgliederbereich oder in der Krankenkassen-App hochladen. glucura kann dann pro Verordnung drei Monate genutzt werden. Sowohl Ärztinnen und Ärzten als auch Patientinnen und Patienten steht bei Fragen der kostenlose glucura-Support zur Verfügung.

[1]Wissenschaftliches Evaluationskonzept glucura vom 29.11.2023
[2] Jeweils angegeben die Mittelwerte der Erhebungen nach einem Monat
[3]Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), diabetesDE-Deutsche Diabetes-Hilfe. Deutscher
Gesundheitsbericht Diabetes 2023 Die Bestandsaufnahme. 2022. Epidemiologie des Diabetes in Deutschland. Available from: https://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2023_final.pdf
[4] Tönnies T, Hoyer A, Brinks R. Productivity-adjusted life years lost due to type 2 diabetes in
Germany in 2020 and 2040. Diabetologia. 2021;64:1288–97.

Quelle Perfood GmbH

Wien – die wahre Stadt der Liebe

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Hotel KAISERHOF Wien

Die Liebe wäre nichts ohne Wien. Liebhaber großer Gefühle tauchen in der Metropole an der Donau in die Geschichten berühmter Liebespaare und historischer Küsse ein und schreiben in einer der schönsten Städte der Welt ihre ganz persönliche Romanze.

Die Gassen und Straßen, die unzähligen Parks und lauschigen Plätzchen stecken voll Lebensfreude. Ein Nachmittagsplausch in einem der unzähligen sehenswerten Cafés, flanieren, auf den Märkten bummeln, shoppen, auf dem Riesenrad eine Liebeserklärung machen, mit dem Fiaker in Nostalgie schwelgen, abends ins Konzert oder eine Bar, … Das Hotel KAISERHOF Wien toppt einen Citytrip mit der/m Liebsten mit dem unvergleichlichen Flair der Jahrhundertwende. Zum Valentinstag wartet das Lovers Package: Die Rosenblätter am Bett, der Champagner, die süße Verführung und herrliche Wellness lassen die Schmetterlinge im Bauch flattern.

Das geschichtsträchtige Hotel ist ein zentraler, charmanter Ort, um in die einzigartige Metropole mit all ihren Höhepunkten einzutauchen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße und der Kärntner Straße sowie der Stephansdom sind dem Hotel KAISERHOF Wien ganz nah. Die Oper liegt nur wenige Schritte entfernt. Das Rezeptionsteam ist ein guter Berater, um das passende Freizeitprogramm bei fast hundert Theatern, vielen Konzertveranstaltern, zahllosen Museen, einem fabelhaften Restaurant- und Lokalangebot zu finden.

Die Zimmer und Suiten im KAISERHOF Wien verbinden die großzügige Architektur der Jahrhundertwende mit zeitgemäßem Komfort. Die Zimmerauswahl ist vielfältig – vom Kaiserhof Petit über Allergiker-freundliche Zimmer und Business-Zimmer bis hin zur luxuriösen Admiral Suite wählen Gäste des KAISERHOF, wo sie sich wohlfühlen. Im Salon Imperial wird ein kaiserlich opulentes Frühstück serviert. In der KAISERHOF-Bar gönnen sich Genießer eine Pause vom Großstadtleben. Von 11 bis 24 Uhr kann man hier behagliches Ambiente genießen – beim Nachmittagstee, bei einem Snack oder einem erfrischenden Glas Bier u. v. m. Kaiserliches Wohlbefinden bietet ein kleiner, feiner Wellnessbereich mit finnischer Sauna, Saunarium, Dampfbad und Fitnesscenter.

Lovers Package 4=3 (12.–21.02.24)

Leistungen: Übernachtung im romantischen KAISERHOF Superior Zimmer mit Himmelbett, Rosenblättern auf dem Bett, kaiserliches Frühstücksbuffet mit Sekt, auf Wunsch Frühstück am Zimmer, zur Begrüßung eine 0,375 Flasche Champagner, hausgemachte KAISERHOF-Torte, Wellness-Bonus für die hoteleigene Sauna, das Dampfbad und den Fitnessraum, freie Sauna-Bar-Getränke, Late-Check-out bis 14 Uhr

Bild Hotel KAISERHOF Wien

Quelle © mk Salzburg

5 Schwellenländer-Mythen

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Mythen
Foto von Chris Kushlis (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Chris Kushlis, Kreditanalyst bei T. Rowe Price und Leiter der Makrostrategie für China und Schwellenländer:

Schwellenländer weniger von externen Faktoren abhängig

Das Marktumfeld für Schwellenländer hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Das sich verlangsamende globale Wachstum und die Verschärfung der finanziellen Bedingungen haben zu einem schwierigeren Umfeld geführt. Für einige bestätigt dies nur die Wahrnehmung der Schwellenländer als rein kurzfristige, taktische Allokation, die zwar potenziell hohe Renditen bietet, aber mit einem erhöhten Risiko und einer höheren Volatilität einhergeht. Diese traditionelle Denkweise wird den heutigen Schwellenländern jedoch nicht mehr gerecht und unterstreicht die Notwendigkeit eines differenzierteren Investitionsansatzes. Das globale Umfeld ist zwar schwieriger geworden, aber es unterstreicht auch den differenzierten Charakter der Schwellenmärkte, da sich fundamental gut verankerte Länder von schwächeren Gegenspielern unterscheiden.

Mythos 1: Verlangsamtes globales Wachstum bedeutet, Schwellenländer zu meiden

Der Leitfaden für Investitionen in Schwellenländer hat sich geändert, da die Entscheidungen nicht mehr in erster Linie von der Phase des globalen Wirtschaftszyklus abhängen. Während früher eine expandierende Weltwirtschaft, hohe Rohstoffpreise und moderate geldpolitische Bedingungen als Voraussetzung galten, sind viele Schwellenländer aufgrund ihrer zunehmend binnenwirtschaftlichen Ausrichtung weit weniger von externen Faktoren abhängig. Diese sind zwar immer noch einflussreich, aber sie sind Teil eines breiteren Mosaiks neben den fundamentalen Einflüssen auf Länder-, Sektor- und Aktienebene.

Die heutige Landschaft der Schwellenländer erfordert daher einen detaillierteren Ansatz und länderspezifisches Fachwissen, da allgemeine Verallgemeinerungen über die Schwellenländer zunehmend angreifbar werden. Zusätzlich zu den Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern bieten die Schwellenländer ein vielfältiges Angebot an Vermögenswerten, in die investiert werden kann, einschließlich Staats- und Unternehmensanleihen in Hartwährung und Anleihen in lokaler Währung sowie tiefere, reifere Aktienmärkte.

Auch das externe Umfeld hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert, und der steile Anstieg der Zinssätze in den Industrieländern, insbesondere in den USA, wird voraussichtlich länger anhalten als ursprünglich erwartet. Die Auswirkungen dieser restriktiven Politik sind auf den Schuldtitelmärkten der Schwellenländer unverhältnismäßig stark zu spüren. Auf der einen Seite steht eine Gruppe von Ländern, darunter Mexiko und die größeren Volkswirtschaften in Südamerika (z. B. Brasilien, Chile, Peru, Kolumbien), die sich auf robuste Fundamentaldaten stützen können. Diese Gruppe hat weiterhin Zugang zu den Kreditmärkten und die Spreads sind angemessen und relativ stabil geblieben. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von fundamental schwächeren Schwellenländern, die infolgedessen zunehmend von den Kreditmärkten abgeschnitten sind.

Im Jahrzehnt vor der Coronavirus-Pandemie, als die weltweiten Leitzinsen nahe Null lagen, konnten viele Schwellenländer zum ersten Mal Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten erhalten und neue Anleihen zu überschaubaren Renditen und mit relativ geringem Ausfallrisiko ausgeben. Heute jedoch, wo die Leitzinsen nahe bei 5,5 % liegen, sind diese Länder einfach nicht mehr in der Lage, neue Anleihen zu tragbaren Renditen zu begeben. Da sie keinen Zugang zum Markt haben, haben sie Schwierigkeiten, ihre kurz vor der Fälligkeit stehenden Schulden zu refinanzieren, und viele von ihnen sind entweder bereits ausgefallen oder laufen Gefahr, dies zu tun.

Mythos 2: Schwellenländer bieten wenig defensive Qualitäten

Eines der größten Missverständnisse unter Anlegern ist, dass es in den Schwellenländern nur dynamische, wachstumsorientierte Unternehmen gibt, während defensivere, wertorientierte Gelegenheiten rar gesät sind. Die Daten zeigen, dass der Großteil aller aktiven Gelder, die in Schwellenländeraktien fließen, in Wachstums-/Kernstrategien investiert wird, während nur ein Bruchteil der gesamten Mittel in wertorientierte Strategien fließt. Diese enorme Verzerrung bedeutet, dass viele wertorientierte Chancen, insbesondere in traditionellen „Old Economy“-Bereichen wie dem verarbeitenden Gewerbe, übersehen oder ignoriert werden. Folglich gibt es viele gute Unternehmen, die unter dem Radar fliegen zu potenziell sehr niedrigen Preisen.

Das derzeitige Umfeld erhöhter globaler Unsicherheit macht diese wertorientierten Unternehmen nur noch attraktiver, da wachstumsorientierte Anlagen empfindlich auf höhere Zinsen reagieren. Unternehmen mit einem relativ geringen Risikoprofil, einem angemessenen Kurs-Gewinn-Verhältnis und vorhersehbaren Ertragsströmen passen vielleicht nicht in die traditionelle Vorstellung einer „dynamischen“ Schwellenländer-Investition, aber es gibt sie. Das Schöne an diesen langlebigen Unternehmen ist, dass sie im Laufe der Zeit erhebliche Renditen erwirtschaften können. Es ist unwahrscheinlich, dass sie in einem Jahr zu den besten Emerging Markets-Performern gehören, aber wenn man über einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren zurückblickt, insbesondere wenn die Unsicherheit/Volatilität der Märkte ein Merkmal war, wird die Wertschöpfung deutlich.

Mythos 3: Das Risiko von Fehlern, sei es durch Zentralbanken oder die Unternehmensführung, ist in den Schwellenländern größer

In vielen Schwellenländern wurden bedeutende Reformmaßnahmen durchgeführt, was bedeutet, dass die meisten nicht mehr nur ein paar Fehlentscheidungen von einer Krise entfernt sind. Detaillierte Recherchen sind von zentraler Bedeutung, um die Länder zu identifizieren, die sich wirklich für eine konsistente, marktfreundliche Politik einsetzen, und um diejenigen zu vermeiden, die sich in die falsche Richtung bewegen.

Auch auf der Unternehmensseite wurden große Fortschritte bei der Verbesserung der Unternehmensführung gemacht und eine stärkere Ausrichtung auf die Aktionäre. Während früher komplizierte Governance-Strukturen, unausgereifte Institutionen und ein ungeschultes Management die Unternehmenslandschaft in den Schwellenländern prägten, sind diese Merkmale heute eher die Ausnahme als die Regel. Selbst wenn sie auf den Schuldenmärkten der Schwellenländer auftreten, ist nicht mehr zu befürchten, dass diese Ereignisse ein systemisches Risiko für die gesamte Anlageklasse darstellen. In den letzten 25 Jahren haben sich solche Phasen als relativ kurzlebig erwiesen, so dass sich Gelegenheiten zum Einstieg in den Markt zu potenziell sehr niedrigen Bewertungsniveaus boten.

Mythos 4: Das Wachstumspotenzial der Schwellenländer wird in Zukunft gedämpfter sein

Das Wachstum der Schwellenländeranleihen als Anlageklasse in den letzten Jahren bedeutet, dass die Anleger Zugang zu einer viel breiteren und vielfältigeren Palette von Kreditmöglichkeiten haben, die sich auf Länder, Emittenten aus dem Finanz- und Nichtfinanzsektor und das gesamte Ratingspektrum erstrecken. Man ist sich zwar darüber im Klaren, dass die Unsicherheit an den Märkten und die uneinheitlichen globalen Wirtschaftsaussichten wichtige Einflüsse auf die allgemeinen Aussichten für die Schwellenländer sind, doch müssen diese gegen die Stärken der einzelnen nationalen Volkswirtschaften und die positiven langfristigen Trends abgewogen werden, die den langfristigen Optimismus in den Schwellenländern im Allgemeinen weiterhin unterstützen.

Ein Beispiel: Viele Schwellenländer verzeichnen weiterhin ein positives Wirtschaftswachstum mit Raten

weit vor denen der entwickelten Märkte. Dies ist ein Zeichen für aufstrebende Volkswirtschaften, die weniger abhängig von den Industrieländern sind, um zu gedeihen. Der Binnenhandel zwischen den aufstrebenden Volkswirtschaften hat inzwischen das Außenhandelsvolumen mit den Industrieländern übertroffen, während eine wachsende Mittelschicht in den aufstrebenden Volkswirtschaften die langfristige Binnennachfrage unterstützt.

Die Schwellenländer haben noch viel Spielraum, um ihre Produktivität zu verbessern und den Rückstand zu den Industrieländern aufzuholen. Große, junge und zunehmend gebildete Arbeitskräfte sind zusammen mit der zunehmenden Verbreitung von Technologien von zentraler Bedeutung, um diese Lücke zu schließen. Die Ausschöpfung dieses Potenzials wird jedoch zunehmend differenzierter, und es ist wichtiger denn je, ein gutes Gespür dafür zu haben, welche Länder erfolgreich sind und welche zu stagnieren drohen.

Mythos 5: ESG-Überlegungen bleiben deutlich hinter denen der Industrieländer zurück.

Die Emission nachhaltiger Anleihen in den Schwellenländern hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, was auf die robuste Emissionstätigkeit einiger relativ neuer Teilnehmer zurückzuführen ist, darunter den Philippinen, Mexiko, Kolumbien und Chile. Dies ergänzt die prominente Emission in reiferen Märkten wie China. Zwar liegen die Schwellenländer immer noch weit hinter den Emissionen der fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurück, doch ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, da die Staaten der Schwellenländer sich zunehmend um die Finanzierung ihrer nachhaltigen Entwicklungsziele bemühen.

Hervorzuheben sind auch die enormen Investitionen, die China in den letzten Jahren bei der Umstellung von fossilen Brennstoffen auf sauberere Energiequellen getätigt hat. China ist heute der weltweit größte Produzent von Wind- und Solarenergie und auch der größte inländische und ausländische Investor in erneuerbare Energien. Dieser Umbruch bringt den Ländern der Schwellenländer und den Unternehmen, die sich auf diese Umstellung einstellen, Vorteile und wirkt sich positiv auf die Sicherheit und Erschwinglichkeit von Energie in der gesamten Region aus.

5 Schwellenländer-Mythen

Foto von Chris Kushlis (Quelle: T. Rowe Price)

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Bericht: Boni der Bahn-Vorstände sollen mit Zinsen ausgezahlt werden

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Bahn-Zentrale (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bonuszahlungen an das Management der Deutschen Bahn AG könnten offenbar noch üppiger ausfallen als bislang angenommen. Laut einem Bericht des „Spiegels“ sollen den Chefs des Staatskonzerns aufgrund einer Sonderregelung nicht nur die Boni, sondern diese auch mit Zinsen ausbezahlt werden.

Die Zinszahlung ist demnach Folge der Strompreisbremse aus dem Jahr 2022. Das Bundesgesetz verlangte, dass ein Unternehmen keine Boni zahlen darf, wenn es die Preisbremse in einem bestimmten Umfang beansprucht. Daher hatte die Bahn für 2022 zunächst keine Boni ausgezahlt. Nach dem Auslaufen der Strompreisbremse zum Jahresbeginn kann sie diese aber rückwirkend ausreichen.

Aufgrund der Inflation profitieren die Bahn-Chefs nun von hohen Zinsen auf ihre Boni. Laut dem „Spiegel“ könnten sie mit bis zu sieben Prozent verzinst werden. Bahn-Chef Richard Lutz könnte demnach zusätzlich zu seinem Bonus einen fünfstelligen Betrag obendrauf bekommen, heißt es in dem Bericht.

Nicht nur der Vorstand, sondern auch die rund 1.100 Top-Führungskräfte und 2.400 leitenden Manager der Bahn würden profitieren. Die Bonuszahlungen waren besonders aufgrund der Unpünktlichkeit der Bahn in die Kritik geraten. Die Bahn wollte sich auf Anfrage nicht äußern, aus dem Aufsichtsrat heißt es, man halte sich an vertragliche Vereinbarungen.


Foto: Bahn-Zentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Huthi-Angriffe kosten Hapag-Lloyd über zehn Millionen monatlich

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Containerschiff (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer durch die Huthi-Rebellen verursachen Deutschlands größter Container-Reederei Hapag-Lloyd monatliche Mehrkosten in „hoher zweistelliger“ Millionenhöhe. „Es beeinflusst die gesamte Branche und auch uns selbst auf signifikante Weise“, sagte ein Konzernsprecher am Freitag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Die Schiffe der Reederei meiden seit Dezember den Suezkanal und werden um das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. Die dadurch entstehenden Verspätungen sind dem Unternehmenssprecher zufolge „immens“. Die Fahrten verlängerten sich je nach Destination: „USA eine Woche länger, Europa bis zu zwei Wochen länger, östliches Mittelmeer 18 Tage länger.“

Bei Hapag-Lloyd seien 183 Schiffe inklusive Partnerschaften betroffen. Die Folge seien „Zusatzkosten pro Monat in hoher zweistelliger Millionenhöhe“, sagte der Sprecher. „Die Entscheidung, ob und wie wir fortfahren, fällt am kommenden Montag.“

Die internationalen Militärschläge unter Führung der USA und Großbritanniens gegen Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen bewertete der Hapag-Lloyd-Sprecher nicht. „Zu den konkreten Vorfällen der vergangenen Nacht äußern wir uns nicht“, sagte der Sprecher. „Aber wir begrüßen Maßnahmen, die die Durchfahrt durch das Rote Meer wieder sicher machen.“

Zuletzt hatte der E-Autohersteller Tesla angekündigt, einen Großteil seiner Fahrzeugfertigung im brandenburgischen Werk Grünheide für zwei Wochen unterbrechen müssen. Grund für die Maßnahme sei das Fehlen von Bauteilen aufgrund von „Verschiebungen der Transportrouten“ infolge des Konflikts im Roten Meer.

Die Huthi-Rebellen kündigten unterdessen Vergeltung für den Militärschlag an. „Amerika und Großbritannien werden bereit sein müssen, einen hohen Preis zu zahlen“, zitierte der Huthi-Fernsehsender Al Massirah einen Vertreter der Miliz. Zudem kündigte die Gruppe weitere Attacken auf Schiffe im Roten Meer an.


Foto: Containerschiff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Weltwirtschaftsforum 2024 Davos: Globale Kapitalströme im Wandel

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Weltwirtschaft Energie
Foto von Thomas Sparborth-Hohne (Quelle: LOIM)

Das bevorstehende Weltwirtschaftsforum in Davos kommentiert Thomas Hohne-Sparborth, Leiter Nachhaltigkeitsresearch, Lombard Odier Investment Managers (LOIM):

Zum Weltwirtschaftsforum 2024 in Davos werden wie in den Vorjahren zwischen 2.000 und 3.000 offizielle Gäste erwartet – viele aus der Wirtschaft, aber auch Vertreter von Regierungen und NGOs. Hinzu kommen unzählige inoffizielle Teilnehmer, die während der ganzen Woche an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen. Was können Investoren vom diesjährigen WEF erwarten?

Anknüpfend an das letztjährige Thema „Zusammenarbeit in einer fragmentierten Welt“ werden sich die Teilnehmer 2024 mit der „Wiederherstellung des Vertrauens“ befassen und sich dabei auf vier Schlüsselthemen konzentrieren: Möglichkeiten zur Förderung von Sicherheit und Zusammenarbeit zum Nutzen aller, Wachstum und Beschäftigung, künstliche Intelligenz und die komplexen Zusammenhänge von Klima, Natur und Energie.

Der rote Faden, der sich durch die Themen von Davos zieht, ist ihr globaler Charakter und die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen. Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, der Verlagerung von Lieferketten und der wachsenden Diskussion über die „Entglobalisierung“ haben viele die Fähigkeit des Forums in Frage gestellt, seine Relevanz beizubehalten. Auf der anderen Seite könnte man vor dem Hintergrund von Instabilität und „Polykrisen“ argumentieren, dass der Bedarf an dieser Art von Diskussion nie größer war.

Die Agenda in Davos schließt sich nahtlos an die COP28 an, die vor wenigen Wochen in Dubai stattfand. Trotz der weit verbreiteten Skepsis im Vorfeld der Veranstaltung und ungeachtet der geopolitischen Turbulenzen wurde im Ergebnis der Konferenz die Notwendigkeit einer Abkehr von fossilen Brennstoffen erstmals anerkannt. Während ein Großteil der Herausforderung in der Umsetzung liegen wird, dürfte sich die Diskussion in Davos stärker auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Übergangs zu einem sauberen Energiesystem konzentrieren.

Wir sehen diese Veränderungen als Teil eines breiten Spektrums von Systemveränderungen, die sich schnell und in großem Umfang in unserer Wirtschaft vollziehen. Die Turbulenzen in der Weltwirtschaft verstärken ein gemeinsames Muster: Wertschöpfungsketten werden neu konfiguriert, nicht nur durch eine neue Risikowahrnehmung, sondern auch durch technologische Disruptionen und neu entstehende Geschäftsmodelle. Die Energiewende, die neue Wertschätzung der Natur und die zunehmende Dynamik der Klimaschutzmaßnahmen beschleunigen den Wandel und verschieben die Gewinnquellen.

Unterschied zu COP28

Auch wenn einige der an der COP28 vertretenen Interessengruppen denen in Davos entsprechen, unterscheiden sich die beiden Konferenzen doch deutlich in ihrem Charakter. Die COP-Treffen sind eng mit der Arbeit des Internationalen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) verbunden, einem wissenschaftlichen Gremium, das von einer Organisation unterstützt wird, die sich aus Regierungsvertretern zusammensetzt. Das Weltwirtschaftsforum hingegen hat traditionell eine stärker wirtschaftsorientierte Mitgliedschaft und ist nach wie vor eine hervorragende Gelegenheit für Investoren, sich ein Bild über die Kapitalströme zu machen.

Diese Ausrichtung wird in der Agenda immer deutlicher. Die Umwelt- und Wirtschaftsagenda haben sich einander angenähert, wie aus dem jährlichen Global Risk Report des WEF hervorgeht, in dem die Verschärfung der Klimawandels, die Bedrohung der biologischen Vielfalt und andere naturbedingte Risiken in der Rangliste der von 1.200 Befragten wahrgenommenen Hauptrisiken nach oben geklettert sind.

Dementsprechend stehen die Themen Klima, Natur und Energie ganz oben auf der Traktandenliste der Teilnehmer. Vor diesem Hintergrund ist die starke Beteiligung von Investoren und der Wirtschaft sehr zu begrüßen. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) und anderer Organisationen werden in diesem Jahrzehnt jährlich mindestens 3 bis 5 Billionen USD für Investitionen in energie- und naturbezogene Veränderungen benötigt, wobei nicht nur öffentliche, sondern auch erhebliche private Kapitalquellen einbezogen werden müssen.

Natur als neue Anlageklasse für Investoren

Davos stellt für Investoren eine Gelegenheit dar, eine Bestandsaufnahme zu machen, wie ökologische Veränderungen weitreichende Umwälzungen in unserer Wirtschaft und Investitionslandschaft auslösen:

  • Das Thema Natur zieht sich wie ein roter Faden durch die Agenda und geht weit über das reine Klimathema hinaus. Die Teilnehmer werden sich voraussichtlich mit neu aufkommenden Risiken, aber auch mit neuen Möglichkeiten für öffentlich-private Partnerschaften für naturbasierte Lösungen und der Notwendigkeit, Wertschöpfungsketten zu überdenken, befassen. Es geht darum, dass die Natur als eine neue und produktive Anlageklasse betrachtet werden muss.

 

  • Nach den Resultaten der COP28 verändern sich die Debatten über die Energiewende deutlich. Der Höhepunkt der Energieemissionen wird nun für 2025 erwartet, und selbst die IEA (die normalerweise konservative Prognosen abgibt) geht davon aus, dass der Gesamtverbrauch an fossilen Brennstoffen in diesem Jahrzehnt seinen Höhepunkt erreichen wird. In Davos dürfte der Fokus von der Frage, ob der Übergang stattfinden wird, auf die Frage verlagern, wie Investoren und andere Interessengruppen diesen Übergang vorwegnehmen können.

 

  • Künstliche Intelligenz als solches, aber auch als weiterer Beschleuniger und Treiber der oben erörterten Übergänge ist weit oben auf der Agenda. Neue digitale Technologien lösen eine technologische Revolution aus und ermöglichen eine umfassende Optimierung bestehender Geschäftsmodelle. Diese Optimierung führt zu Effizienzsteigerungen, die nicht nur der Umwelt zugutekommen, sondern auch die wirtschaftliche Rentabilität erhöhen.

In dem Maße, in dem der Systemwandel in den Bereichen Energie, Natur und Klima unaufhaltsam an Fahrt gewinnt, wächst auch die Zahl der Plattformen, auf denen diese wirtschaftlichen Veränderungen diskutiert werden. Jede hat ihre eigene Ausrichtung, aber alle tragen zur allgemeinen Dynamik bei.

So gesehen hat Davos eine geschäfts- und investorenorientierte Perspektive. Das ist keine Schwäche, sondern eine Chance zu erkennen, dass die Veränderungen, die um uns herum stattfinden, nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und finanziell sinnvoll sind. Das ist zumindest der Kern unserer Investitionsüberzeugung.

Weltwirtschaftsforum 2024 Davos: Globale Kapitalströme im Wandel

Foto von Thomas Sparborth-Hohne (Quelle: LOIM)

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Mehrheit der Online-Händler bietet Newsletter an

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Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Acht von zehn (79 Prozent) Online-Händler in Deutschland bieten Newsletter an, weitere 14 Prozent planen oder diskutieren es. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor.

Online-Prospekte stellen demnach bereits 72 Prozent zur Verfügung, 19 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Zwei Drittel (68 Prozent) bieten Same-Day-Delivery an, also eine Lieferung am selben Tag. Weitere 17 Prozent setzen sich damit auseinander, dies zukünftig anzubieten.

Den Kontakt via Video-Chat beziehungsweise Video-Telefonat bietet bereits etwas mehr als die Hälfte der Online-Händler an (53 Prozent), in Planung oder Diskussion ist es bei 27 Prozent. Loyalitäts- beziehungsweise Bonusprogramme, mit denen man Treuepunkte sammeln kann, finden sich bei 50 Prozent der Online-Händler, ein Viertel (24 Prozent) plant oder diskutiert solche Programme. Kontakt via Messenger-Apps wie WhatsApp oder Threema kann man zu 40 Prozent der Online-Händler aufnehmen, weitere 27 Prozent planen oder diskutieren dies.

Auf individuell zugeschnittene Sonderangebote, zum Beispiel auf Basis von Suchanfragen oder letzten Käufen, setzt bisher ein Viertel (26 Prozent) der Online-Händler, ein Fünftel (20 Prozent) plant oder diskutiert es. „Intelligente Beratung“ zum Beispiel zu Größen und Stil gibt es ebenfalls bei einem Fünftel (20 Prozent), bei 24 Prozent ist es im Gespräch. Chat-Bots setzen zwölf Prozent ein, 30 Prozent diskutieren oder planen deren Einsatz.

Wenig verbreitet ist bisher Live-Stream-Shopping, das heißt virtuelle Verkaufsevents, bei denen Produkte in Echtzeit in sozialen Netzwerken oder Online-Shops präsentiert werden. Erst sieben Prozent bieten sie derzeit an, weitere zehn Prozent der Online-Händler thematisieren die Einführung solcher Events. Auch Voice Commerce, das heißt Bestellung per digitalem Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home fristet bisher noch eher ein Nischendasein (fünf Prozent), wird aber bei jedem fünften Online-Händler (20 Prozent) diskutiert oder geplant.

Für die Erhebung wurden 503 Unternehmen aus Groß-, Einzel- und Kraftfahrzeughandel ab zehn Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt, darunter 450 Unternehmen mit Online-Handel.


Foto: Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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GDL und Transdev kehren an Verhandlungstisch zurück

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GDL-Streik am 10.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die private Eisenbahngesellschaft Transdev ist offenbar bereit, mit der Lokführergewerkschaft GDL wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das berichten die Sender RTL und ntv sowie der WDR übereinstimmend. Transdev soll demnach die Forderung der GDL nach einer 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich akzeptiert haben.

„Weil Transdev die Forderungen akzeptiert hat, kehren wir an den Verhandlungstisch zurück“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Am kommenden Montag soll es Gespräche geben. Daher wird die GDL den Streik bei Transdev am Freitag vorzeitig um 12 Uhr beenden.


Foto: GDL-Streik am 10.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Politbarometer: SPD verliert weiter – FDP unter Fünf-Prozent-Hürde

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Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP ist auch im neuen ZDF-Politbarometer unter die Fünf-Prozent-Hürde gefallen. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, würden die Liberalen laut der Erhebung nur noch ein Ergebnis von vier Prozent (-1) erreichen.

Die Union käme unterdessen auf 31 Prozent und die SPD auf 13 Prozent (jeweils -1). Die Werte für die Grünen (14 Prozent), die AfD (22 Prozent) und die Linke (vier Prozent) bleiben gegenüber dem letzten Politbarometer unverändert.

Das neu gegründete „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) und die Freien Wähler kommen jeweils auf vier Prozent. Der gleiche Wert entfällt auf die übrigen Parteien. Zudem könnten sich der Erhebung zufolge 20 Prozent der Befragten vorstellen, das BSW zu wählen.


Foto: Christian Lindner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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