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Pangaea Life setzt beim TEDDY Award 2024 auf der Berlinale erneut ein Zeichen für Nachhaltigkeit

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Im Rahmen der 74. Internationalen Filmfestspiele Berlin engagiert sich Pangaea Life auch in diesem Jahr für den Umweltschutz. Der nachhaltige globale Investment Manager kompensiert zum vierten Mal in Folge den ökologischen Fußabdruck des TEDDY Awards, dem weltweit bedeutendsten LGBTQ-Filmpreis.

Größter queerer Filmpreis weltweit

Der TEDDY Award wird am Freitag, den 23. Februar 2024 im Rahmen der Berlinale verliehen. Der älteste und größte queere Filmpreis fördert seit 38 Jahren gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz. Auch in diesem Jahr unterstützt Pangaea Life den TEDDY Award und setzt ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Durch die Kompensation aller CO2-Emissionen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, unterstreicht Pangaea Life sein Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Damit setzt der Filmpreis seine Tradition als ökologische Vorzeigeveranstaltung fort.

„Der TEDDY Award verkörpert Werte, die uns bei Pangaea Life besonders am Herzen liegen: Vielfalt, Toleranz und die Überzeugung, dass wir gemeinsam etwas zum Positiven verändern können“, betont Uwe Mahrt, CEO von Pangaea Life, der das Event persönlich vor Ort begleiten wird. „Indem wir den CO2-Fußabdruck der Veranstaltung ausgleichen, wollen wir nicht nur Bewusstsein für die Dringlichkeit des Klimaschutzes stärken, sondern auch zeigen, dass nachhaltiges Handeln in allen Lebensbereichen möglich ist.

Highlight auf der Berlinale 2024

Die Verleihung der TEDDY Awards zählt zu den Höhepunkten der Berlinale und zieht jedes Jahr tausende Gäste aus aller Welt an. Moderiert wird die Gala in diesem Jahr von Brix Schaumburg und Zsombor Bobák. Die Jury besteht aus den Festivalorganisatorinnen Cerise Howard (Australien), Diego Armando Aparicio (Zypern), Kami Sid (Pakistan), Luís Fernando Moura (Brasilien) und der Autorin Vic Carmen Sonne (Dänemark). Pangaea Life nutzt die Plattform, um die Bedeutung von nachhaltigem Engagement im Kultur- und Medienbereich hervorzuheben.

„Wir sind stolz, mit Pangaea Life einen Partner an unserer Seite zu haben, der nicht nur unsere Vision teilt, sondern auch aktiv dazu beiträgt, den TEDDY Award nachhaltig zu gestalten“, sagt Elser Maxwell, Produzent des TEDDY Award. „Das Engagement zeigt, wie Unternehmen Verantwortung für die Umwelt übernehmen und gleichzeitig kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt fördern können.“

Pangaea Life unterstützt queere Vernetzung

Neben der Kompensation der CO2-Emissionen unterstützt Pangaea Life den TEDDY Award auch in diesem Jahr als Sponsor. Der TEDDY Award 2024 zieht Gäste aus Politik, Kunst und Kultur an und zeichnet sich durch ein vielfältiges Programm aus, das die Diskussion und Vernetzung innerhalb der queeren Medienbranche fördert.

Für alle, die nicht in der Volksbühne dabei sein können, übertragen die Veranstalter die Preisverleihung live auf den Plattformen des TEDDY Award und lassen ein weltweites Publikum an diesem einzigartigen Event teilhaben.

Bild:Uwe Mahrt CEO Pangaea Life

Quelle:Pangaea Life

Entscheidungsexpertin Dr. Johanna Dahm auf VDU-Event: Sind Sie VUKA-ready?

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Unternehmenserfolg in der VUKA Ära: Dr. Johanna Dahm erklärt wie

Bereit für die Zukunft? In einer exklusiven Veranstaltung des Verbandes deutscher Unternehmerinnen sprach Deutschlands renommierteste Expertin für Entscheidungsfindung Dr. Johanna Dahm über die zentralen Herausforderungen für Organisationen und Führungskräfte bis 2030.

Im Rahmen einer exklusiven Veranstaltung des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VDU) im Frankfurter Presseclub unter dem Titel „Ist Ihre Organisation VUKA ready? Entscheidungshorizont 2030“, stellte Entscheidungsexpertin und Beraterin für Business Development Dr. Johanna Dahm die zentralen Herausforderungen vor, denen sich Organisationen und Führungskräfte gegenübersehen. Die Beraterin legte überzeugend dar, warum Entscheidungskompetenz in der heutigen volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen (VUKA) Welt ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg ebenso wie die persönliche Orientierung ist.

Dr. Dahm enthüllte, dass neun von zehn Führungskräften Schwierigkeiten mit Entscheidungsprozessen haben, eine Erkenntnis, die bei den geladenen Gästen aus Mittelstand und Großunternehmen – darunter namhafte Firmen wie Bosch, Merck, eBay, Verlag GABAL und das August-Wilhelm-Scheer-Institut – für intensive Diskussionen sorgte. Die Veranstaltung bot eine einzigartige Plattform für den Austausch von Einblicken und Erfahrungen, die die Bedeutung von schnellen, aber fundierten Entscheidungen in der Unternehmensführung hervorhob. Diskutiert wurde dabei insbesondere die zunehmende Bedeutung der künstlichen Intelligenz, die Dahm – auch Autorin und gefragte Rednerin – in ihrem nächsten Buch „Die 7 Pfade zu guten Entscheidungen. Das Praxisbuch für mehr Klarheit in einer komplexen Welt“ (GABAL, August 2024) ausführlich behandeln wird.

Einen zentralen Punkt sprach die Frankfurter Expertin, die von DAX Unternehmen über Hidden Champions bis zu StartUps berät, deutlich an: Sie appelliert an Führungskräfte, die Angst vor Fehlentscheidungen auszumerzen, anders sei dem Innovationsdruck nicht mehr beizukommen. Auch machte sie deutlich, dass es bei Entscheidungen nicht allein darauf ankommt, Ziele zu setzen, sondern auch auf deren konsequente Umsetzung und die Bereitschaft, Ergebnisse zu evaluieren und daraus zu lernen. Besonders hervorgehoben wurde die zunehmend wichtige Rolle der künstlichen Intelligenz (KI) in Entscheidungsprozessen, die eine neue Ebene der Entscheidungskompetenz und Sicherheit fordert.

Die Veranstaltung „Ist Ihre Organisation VUKA ready? Entscheidungshorizont 2030“ markiert einen wichtigen Meilenstein im Dialog über Unternehmensführung und Entscheidungsfindung in einer sich schnell wandelnden Welt. Dr. Johanna Dahm berief sich in ihren Aussagen auf valide Studien und bot so eine wertvolle Perspektive für Führungskräfte, die darauf abzielen, ihre Organisationen durch unsichere Zeiten zu navigieren und sie auf den Erfolg von morgen vorzubereiten.

Frédérique Vlasman-Knol, Vorsitzende der Landesverbands VDU Hessen verlas die Biografie der Unternehmerin, Beraterin und Investorin Johanna Dahm. Aus dieser ging hervor, wie relevant Veränderungsbereitschaft, Flexibilität, Resilienz und das Aneignen neuer Kompetenzen ist, um auch morgen noch erfolgreich zu sein. Sie selbst setze zuvorderst auf strategisches und laterales Denken, das Steve Jobs „Connecting the dots“ genannt habe und man in der Schule nicht lernen könne, so Dahm. Doch sei das vonnöten für weise Entscheidungen.

Bild:Dr. Johanna Dahm Copyright: Jane Uhlig

Quelle:JANE UHLIG PR

Neuer Rekord: Über 42 Millionen Nächtigungen auf Deutschlands Campingplätzen

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Camping-Rekordjahr 2023: Rund 42,3 Mio. Nächtigungen in Deutschland, ein Plus von 5,2 Prozent.
– Camping-Bundesland Nr. 1: Bayern mit 8,2 Mio. Nächtigungen, gefolgt von Niedersachsen (5,7 Mio.) und Schleswig-Holstein (5,5 Mio.).
– Freie Plätze in Deutschland finden sowie von Vorteilen und Extraleistungen profitieren: Die camping.info App inkl. neuem FANCLUB-Mitgliedsausweis.

Reisen mit Wohnmobil, Caravan oder Zelt wird immer beliebter. Das hat eine Auswertung des Reise- und Buchungsportals www.camping.info, das mit jährlich rund 120 Millionen Seitenaufrufen und über 23.000 Campingplätzen in 44 Ländern zu den führenden europäischen Informationsquellen für Campingurlaube zählt, auf Basis der Zahlen des Statistischen Bundesamtes, ermittelt. Im Jahr 2023 freuten sich die Campingplatzbetreiber in Deutschland über 42.274.696 Nächtigungen, was einem Plus von 5,2 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Damit wurden die Rekordzahlen aus dem Jahr 2022 nochmals übertroffen: Noch nie gab es so viele Übernachtungen wie im vergangenen Jahr. Auch für 2024 rechnet das Campingportal camping.info mit einer weiterhin steigenden Nachfrage und empfiehlt Campingurlaubern, ihre Plätze frühzeitig zu buchen.

Zuwächse im ganzen Land, Bayern und Niedersachsen besonders gefragt

Insgesamt konnten alle deutschen Bundesländer in 2023 ein Übernachtungsplus im Vergleich zum Vorjahr messen. Mit 8,2 Millionen Nächtigungen (+ 7,0 %) ist Bayern weiterhin das gefragteste Camping-Bundesland. Dahinter folgen die Bundesländer Niedersachsen (5,7 Mio. + 0,7 %), Schleswig-Holstein (5,5 Mio., + 0,3 %) sowie Mecklenburg-Vorpommern (5,4 Mio., + 5,5 %) und Baden-Württemberg (5,4 Mio., + 7,5 %). Im Campingjahr 2023 freuten sich vor allem Betreiber im Osten Deutschlands über mehr Übernachtungen: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Sachsen (+ 22,3 %) und Sachsen-Anhalt (+ 11,5 %) neben dem Stadtstaat Hamburg (+ 20,8 %) die höchsten Zuwächse.

Die drei beliebtesten Campingplätze in Deutschland und TOP-Gewinner des camping.info Award 2024 liegen in Mecklenburg-Vorpommern (Campingpark Kühlungsborn) sowie in Schleswig-Holstein (Rosenfelder Strand Ostsee Camping und Ostseecamping Familie Heide). Alle camping.info Award-Gewinner auf einen Blick: www.camping.info/award

Freie Plätze finden und von vielen Vorteilen profitieren: Die camping.info App

Campingurlaube werden immer gefragter und beliebte Plätze sind schnell ausgebucht. Maximilian Möhrle, Geschäftsführer des Campingportals, verfolgt die Mission, Camper mit einer möglichst komfortablen Suche und Buchung in der Reiseplanung zu unterstützen: „Wir freuen uns, dass Camping seit Jahren immer mehr Anklang findet. Gemeinsam mit meinem Team verfolgen wir das Ziel, Urlaubern die Suche nach für sie passenden, freien Plätzen so einfach wie möglich zu gestalten. Die LIVE-Verfügbarkeitssuche auf camping.info ermöglicht es unseren Nutzern, sich immer freie Plätze im gewünschten Reisezeitraum anzeigen zu lassen. Das geht per Webseite oder in der App, wobei App-Nutzer jetzt noch weiter profitieren: Wer die camping.info App auf dem Handy installiert hat, der genießt mit dem integrierten FANCLUB-Mitgliedsausweis nun die zusätzliche Chance auf Extraleistungen, Vorteile und Rabatte auf beliebten Campingplätzen. Viele Teilnehmer befinden sich auch in Deutschland.”

Campingübernachtungen 2023:

Deutschland: 42.274.696 Nächtigungen, + 5,2 %

Bayern: 8.212.672 Nächtigungen, + 7,0 %
Niedersachsen: 5.742.211 Nächtigungen, + 0,7 %
Schleswig-Holstein: 5.496.016 Nächtigungen + 0,3 %
Mecklenburg-Vorpommern: 5.430.410 Nächtigungen, + 5,5 %
Baden-Württemberg: 5.421.225 Nächtigungen, + 7,5 %
Rheinland-Pfalz: 3.208.116 Nächtigungen, + 6,6 %
Nordrhein-Westfalen: 2.526.252 Nächtigungen, + 7,2 %
Brandenburg: 1.571.157 Nächtigungen, + 6,3 %
Hessen: 1.451.586 Nächtigungen, + 3,2 %
Sachsen: 1.064.110 Nächtigungen + 22,3 %
Thüringen: 797.270 Nächtigungen + 2,3 %
Sachsen-Anhalt: 756.461 Nächtigungen + 11,5 %
Hamburg: 164.704 Nächtigungen, + 20,8 %
Bremen: 133.653 Nächtigungen, + 3,8 %
Berlin: 127.691 Nächtigungen, + 2,2 %
Saarland: 171.162 Nächtigungen, + 2,5 %

2023: 42.274.696 Nächtigungen, + 5,2 %
2022: 40.177.003 Nächtigungen, + 22,00 %
2021: 32.937.634 Nächtigungen, – 2,99 %
2020: 33.953.049 Nächtigungen, – 5,04 %
2019: 35.756.382 Nächtigungen, + 3,47 %
2018: 34.557.794 Nächtigungen, + 11,29 %
2017: 31.051.262 Nächtigungen, + 1,86 %
2016: 30.484.844 Nächtigungen, + 4,30 %
2015: 29.216.105 Nächtigungen, + 4,81 %
2014: 27.876.272 Nächtigungen, + 7,23 %

Höchster Wert: 42.274.696 Nächtigungen (2023)
Tiefster Wert: 19.916.840 Nächtigungen (1998)
Aufzeichnungen seit 1992

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bestand Reisemobile und Wohnwagen:

2022: 838.253 Reisemobile / 756.705 Wohnwagen
2021: 756.117 Reisemobile / 747.234 Wohnwagen
2020: 674.697 Reisemobile / 722.516 Wohnwagen
2019: 589.355 Reisemobile / 698.596 Wohnwagen
2018: 532.687 Reisemobile / 674.676 Wohnwagen
2017: 486.893 Reisemobile / 654.073 Wohnwagen
2016: 417.297 Reisemobile / 616.373 Wohnwagen
2015: 392.003 Reisemobile / 601.161 Wohnwagen

Bestand Freizeitfahrzeuge (Reisemobile und Wohnwagen):

2022: 1.594.958 Freizeitfahrzeuge, + 5,80 %
2021: 1.503.351 Freizeitfahrzeuge, + 7,6 %
2020: 1.397.213 Freizeitfahrzeuge, + 8,5 %
2019: 1.287.951 Freizeitfahrzeuge, + 6,7 %
2018: 1.207.363 Freizeitfahrzeuge, + 5,8 %
2017: 1.140.966 Freizeitfahrzeuge, + 10,4 %
2016: 1.033.670 Freizeitfahrzeuge, + 4,1 %
2015: 993.164 Freizeitfahrzeuge, + 3,8 %

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camping.info Award 2024: Top 10 in Deutschland:

Der camping.info Award, der 2024 zum dreizehnten Mal verliehen wurde, zählt zu den begehrtesten Auszeichnungen in der Campingbranche. Durch die bewährte Award-Formel, die die Zufriedenheit der Gäste sowie die Anzahl und die Aktualität der Bewertungen berücksichtigt, kommen nicht nur große, sondern auch kleine Plätze in das Ranking. Basis für den camping.info Award 2024 sind 135.000 Bewertungen von über 73.000 Campern. Die beliebtesten Campingplätze laut camping.info Award 2024 sind:

1. Campingpark Kühlungsborn / Mecklenburg-Vorpommern / Kühlungsborn / Europa Nr. 1
2. Rosenfelder Strand Ostsee Camping / Schleswig-Holstein / Grube / Europa Nr. 6
3. Ostseecamping Familie Heide / Schleswig-Holstein / Kleinwaabs / Europa Nr. 9
4. Campingpark Kalletal / Nordrhein-Westfalen / Kalletal-Stemmen / Europa Nr. 11
5. Campingplatz Ecktannen / Mecklenburg-Vorpommern / Heilbad Waren / Europa Nr. 13
6. Camping am Pilsensee / Bayern / Seefeld / Europa Nr. 14
7. Camping am Deich – Nordsee / Niedersachsen / Krummhörn / Europa Nr. 16
8. Campingplatz Hetzingen / Nordrhein-Westfalen / Nideggen-Brück / Europa Nr. 17
9. Campingplatz Demmelhof / Bayern / Bad Tölz-Stallau / Europa Nr. 18
10. Via Claudia Camping / Lechbruck / Bayern / Europa Nr. 19

Gewinner des camping.info Awards auf einen Blick: www.camping.info/award

Bild und Quelle:camping.info

Ischinger erwartet dauerhafte Konfrontation mit Russland

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Wolfgang Ischinger am 17.02.2024, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, rechnet mit einer dauerhaften Konfrontation mit Russland und hat deshalb Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dazu aufgefordert, seine Zeitenwende-Rede von vor zwei Jahren zu wiederholen. „Der Bevölkerung ist weder bei uns noch in den Partnerländern hinreichend klar, dass die Zeitenwende kein vorübergehendes Phänomen ist, sondern dass die Konfrontation mit Russland wahrscheinlich eine Generation dauert“, sagte Ischinger dem Nachrichtenmagazin Focus. „Das hat Auswirkungen auch auf Prosperität und Wachstum.“

Auf Deutschland kämen gewaltige Kosten zu und daher sei Prioritätensetzung bei den Ausgaben nötig. Europa stehe in seiner Außen- und Sicherheitspolitik wieder dort, wo es vor 60 Jahren einmal war, so Ischinger. Die bisherigen Rüstungskontrollabkommen, die Vision einer Partnerschaft mit Russland – alles liege in Trümmern. Das Lebenswerk ganzer Generationen von Politikern und Diplomaten sei zerstört.

„Wir stehen sozusagen am Ground Zero der europäischen Sicherheitsarchitektur. Sie muss völlig neu errichtet werden“, sagte er. „Das geht leider zurzeit nur gegen, und nicht mit Russland.“ Gespräche seien erst mit einem Verhandlungs- oder Friedensprozess zur Ukraine möglich. „So weit sind wir wahrscheinlich noch lange nicht.“

Ischinger kritisierte Vorschläge wie die der SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, über EU-Atomraketen zu sprechen. Das sei keine seriöse Option. Die existierende Nukleararchitektur der Nato mit einem US-Atomschild solle Europa nicht mutwillig selbst infrage stellen. „Mal von der Hardware ganz abgesehen: Wer sollte denn da den Einsatzbefehl geben? Die 27 Staats-und Regierungschefs? So kann man nicht glaubwürdig abschrecken“, sagte er.

Genau so abwegig sei die Forderung nach der deutschen Atombombe. „Wir sind doppelt rechtlich verpflichtet, Nichtnuklearstaat zu bleiben. Oder wollen wir ein zweites Nordkorea werden?“ Allerdings könne man über die Stärkung des bisherigen transatlantischen Nuklearverbunds nachdenken, so Ischinger. Die Bundesregierung müsse darüber dringend mit den beiden europäischen Nuklearmächten Frankreich und Großbritannien sprechen.

Ischinger war unter anderem Staatssekretär im Auswärtigen Amt sowie Botschafter in Washington und London. 2022 gab er an Christoph Heusgen die Leitung der Münchner Sicherheitskonferenz weiter, deren Stiftungsrat er nun führt.


Foto: Wolfgang Ischinger am 17.02.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Rezessionsrisiko und enge Spreads machen Kreditallokation zur Herausforderung

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Spreads Inflation
Foto von Arif Husain (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Arif Husain, Head of International Fixed Income und CIO bei T. Rowe Price:

Rezessionsrisiko und enge Spreads machen Kreditallokation zur Herausforderung

Selbst nach der „Weihnachtsrallye“ gegen Ende des Jahres liegen die Gesamtrenditen in vielen Kreditsektoren in der Nähe der höchsten Niveaus seit mehreren Jahrzehnten, was Portfoliomanager dazu veranlasst, Kreditallokationen überzugewichten, um die Renditechancen zu maximieren. Da die Kreditspreads jedoch relativ eng sind und das Risiko einer Rezession in der Wirtschaft oder an den Finanzmärkten hoch ist, könnten sich die Manager für eine Untergewichtung der Kreditsektoren entscheiden. Was ist der Ausweg aus diesem Dilemma bei der Portfoliokonstruktion? Die Antwort liegt darin, dass die globalen Teams von Kreditanalysten selektiv Positionen finden müssen, die attraktive Spreads und Renditen im Verhältnis zu ihrer fundamentalen Kreditqualität bieten.

Einige Anleger in festverzinslichen Wertpapieren haben sich möglicherweise von den Kreditrisiken beeinflussen lassen, welche die Märkte seit der globalen Finanzkrise 2008-2009 beherrscht haben. Sogar nach dem weltweiten Wirtschaftsabschwung im Jahr 2020 stiegen die Ausfallraten nicht sprunghaft an, da die meisten Unternehmen dank verschiedener staatlicher Unterstützungsprogramme finanziell wieder auf die Beine kamen. Ich halte eine globale Rezession im Jahr 2024 weiterhin für wahrscheinlicher, was die Zahl der Zahlungsausfälle deutlich in die Höhe treiben würde.

Viele Emittenten von Unternehmensanleihen haben die niedrigen Zinsen im Jahr 2020 genutzt, um ihre höher verzinsten Anleihen zu refinanzieren. Knapp vier Jahre später könnten einige Unternehmen jedoch vor einer „Wand“ fällig werdender Anleihen stehen, die sie zwingt, sich über die Märkte zu finanzieren. Im Falle einer Rezession an den Finanzmärkten – die ich für wahrscheinlicher halte als eine konjunkturelle Rezession – würden sich die Credit Spreads ausweiten, was die Kosten für Neuemissionen in die Höhe treiben und möglicherweise die Schuldenlast der Unternehmen erhöhen würde.

 High Yield-Anleihen und Bankkredite bevorzugen

Bei einer Gesamtbetrachtung der Kreditsektoren für Unternehmen sind Hochzinsanleihen und Bankkredite (die in der Regel auch ein Non-Investment-Grade-Rating haben) Risikobereiche. Die Kreditqualität hochverzinslicher Emittenten hat sich seit der Zeit vor dem GFC kontinuierlich verbessert. Im November 2023 wiesen 53 % des weltweiten Marktes für Hochzinsanleihen ein BB-Rating auf, während es Anfang 2004 nur 38 % waren. Obwohl die Kreditspreads von Hochzinsanleihen im historischen Vergleich nicht besonders hoch sind, kann ihre Kombination aus verbesserter Kreditqualität und attraktiver Rendite eine gute Quelle für Kreditengagements sein, auch wenn eine umfassende Kreditanalyse angesichts des verlangsamten globalen Wachstums nach wie vor unerlässlich ist.

Einige Chancen gibt es auch bei Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten zu entdecken. Die Renditen in diesem kurzfristigen Segment nähern sich denen langfristiger Unternehmensanleihen an und bieten einen attraktiven Carry, gepaart mit einem geringeren Kredit- und Zinsrisiko aufgrund der kürzeren Laufzeit. Der Markt für Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit langen Laufzeiten, insbesondere in den USA, erscheint für Investoren, die nicht gezwungen sind, in diesem Bereich zu kaufen, sehr unattraktiv.

Ein neues Kreditsegment: Blue Bonds

Ein spezielles Segment von Kreditinvestitionen sind Blue Bonds, finanzieren Projekte zum Schutz der Meere und zur Bewirtschaftung der Wasserressourcen, die dringend notwendig sind, um der Verschlechterung der Ökosysteme der Meere und Binnengewässer entgegenzuwirken. Staaten, Entwicklungsbanken, quasi-staatliche Organisationen und Unternehmen können Blue Bonds begeben, um Kapital zu beschaffen, das zur Schließung der Finanzierungslücke für Projekte benötigt wird, die einen Nutzen für die Umwelt haben. Während Blue Bonds derzeit nur einen winzigen Teil des globalen Marktes für festverzinsliche Wertpapiere ausmachen, deuten die schiere Größe der „Blue Economy“ (Sektoren, die mit den Meeren in Verbindung stehen) und die damit verbundenen Probleme darauf hin, dass der Markt für Blue Bonds erheblich wachsen könnte.

Schätzungen der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zeigen, dass ozeanbezogene Sektoren 2,5 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft beitragen und mehr als 30 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die weltweit steigende Nachfrage nach Wasser und die zunehmenden Versorgungsprobleme haben dazu geführt, dass etwa 2 Milliarden Menschen Probleme mit dem Zugang zu Wasser haben. Angesichts dieser Daten ist es schwierig, gegen eine selektive Beteiligung an diesem wichtigen neuen Segment des Kreditmarktes zu argumentieren.

Rezessionsrisiko und enge Spreads machen Kreditallokation zur Herausforderung

Foto von Arif Husain (Quelle: T. Rowe Price)

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Bundesregierung uneins über mögliche Rosneft-Enteignung

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Öltanks (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung ringt um eine mögliche Verstaatlichung von Rosneft Deutschland, der Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft. Die vom Bundeswirtschaftsministerium angestrebte Enteignung des Unternehmens stößt im Bundeskanzleramt und im Bundesfinanzministerium auf Widerstand, wie das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

Das Bundeskanzleramt fürchtet demnach Vergeltungsmaßnahmen der russischen Seite in Form von Enteignungen deutscher Unternehmen in Russland. Das Finanzministerium halte eine Verlängerung der bestehenden Treuhandschaft für den besseren Weg, hieß es. Im Haus von Christian Lindner (FDP) verweist man dem Bericht zufolge außerdem auf mögliche Entschädigungsansprüche der Russen in beträchtlicher Milliardenhöhe.

Um Lösungsmöglichkeiten auszuloten, geht die Bundesregierung offenbar auf Rosneft zu. Laut „Handelsblatt“ sollen sich Vertreter von Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt vor wenigen Tagen mit Rosneft-Chef Igor Setschin getroffen haben, der als Vertrauter von Wladimir Putin gilt. Das Treffen soll in Istanbul stattgefunden haben. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte auf Anfrage des „Handelsblatts“, man kommentiere etwaige Gespräche nicht.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Teilnehmer soll bei dem Treffen mit Setschin erörtert worden sein, die Verstaatlichung unter bestimmten Bedingungen vorerst nicht weiter zu betreiben. Stattdessen sei eine andere Lösung ins Gespräch gebracht worden: Die russische Seite müsse darauf verzichten, gegen eine abermalige Verlängerung der bestehenden Treuhandlösung zu klagen, hieß es. Die Russen gewännen damit Zeit, einen Käufer für Rosneft Deutschland zu finden.


Foto: Öltanks (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Hofreiter kritisiert Strack-Zimmermann nach Taurus-Abstimmung

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Toni Hofreiter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) dafür kritisiert, dass sie im Streit um die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern für den Antrag der Unionsfraktion gestimmt hat. „Ich verurteile sie nicht, es hilft halt bloß nichts – nur weil sie jetzt dafür stimmt, deshalb gibt es jetzt auch keine Taurus-Lieferungen“, sagte Hofreiter dem Fernsehsender „Welt“ am Donnerstag.

In der Sache zeigte Hofreiter zwar Verständnis für das Stimmverhalten der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses. „Ich kann den Frust verstehen, aber es gibt ja nur zwei Ergebnisse: Das eine Ergebnis ist, der Oppositionsantrag bekommt eine Mehrheit – dann haben wir eine massive Regierungskrise, mit unter Umständen sogar Sturz der Regierung – oder er bekommt keine Mehrheit“, sagte er. „Und dann ändert sich halt auch nichts. Und man hat die eigene Position im eigenen Antrag abgeschwächt.“

In Koalitionen müsse man eben auch auf die Bedürfnisse anderer Koalitionspartner eingehen – in diesem Fall eben die der SPD. „Wenn es nach mir gegangen wäre, und wenn es nach uns Grünen gegangen wäre und sicher auch nach Frau Strack-Zimmermann“, dann wäre Taurus auch im Ampel-Antrag explizit genannt worden, so Hofreiter. „Die SPD wollte das nicht und der Kanzler wollte das nicht.“ Es helfe nichts, die Regierung ins Chaos zu stützen. „Davon werden die leider auch nicht geliefert.“

Insgesamt sei der Antrag „viel besser, als ich es mit diesem Kanzleramt erwartet habe“, sagte der Grünen-Politiker. „Da steht Nato drin, da steht drin, dass die Ukraine gewinnen muss, da steht ein klares Bekenntnis zur Munitionsproduktion drinnen – da stehen Dinge drin, die bis jetzt das Kanzleramt verhindert hat – und es stehen die präzisen weitreichenden Abstandswaffen drin.“

Die Lieferung von Taurus-Flugkörpern unterstützt Hofreiter weiterhin – auch, wenn auf die Nennung verzichtet wurde. „Man muss jetzt alles dafür tun, dass die – ohne das sie erwähnt worden sind im Namen, explizit – darunter verstanden werden und dann wirklich geliefert werden.“


Foto: Toni Hofreiter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Paus befürwortet Abschaffung der Steuerklassen 3 und 5

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Lisa Paus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) begrüßt die geplante Abschaffung der Steuerklassen 3 und 4. Die Reform der Steuerklassen für Eheleute und eingetragene Lebenspartner sei „ein längst überfälliger Schritt, um endlich mehr Geschlechter- und Leistungsgerechtigkeit im Steuersystem zu schaffen und so die ökonomische Gleichstellung von Frauen voranzubringen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Durch die Reform könnten Millionen Frauen künftig jeden Monat mehr Netto vom Brutto haben. „Die geplante Reform der Überführung der Steuerklassen 3 und 5 in die Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren bedeutet für mich zudem den Einstieg in Richtung Abschaffung des Ehegattensplittings“, sagte Paus.

Die Ampel-Parteien haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Steuerklassen zu reformieren. Im Sommer sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben), dass man an der „Ersetzung der Steuerklassen 3 und 5 durch das Faktorverfahren der Steuerklasse 4“ arbeite. Die Gesetzesänderung könne schnell gehen, so Lindner damals. „Aber das IT-Verfahren der Länder wird dann noch einige Jahre brauchen.“ Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher nun, dass an dem Vorhaben gearbeitet werde.


Foto: Lisa Paus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Warum Investition in IT-Sicherheit jetzt essenziell ist

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IT-Sicherheit

Neben den positiven Aspekten der digitalen Transformation sind auch wachsende Bedrohungen für die IT-Sicherheit von Unternehmen zu berücksichtigen. Hackerangriffe und Cyberkriminalität sind heute omnipräsent und betreffen Unternehmen jeder Größe und Branche. Geschäftsführer sollten daher verstärkt in die Sicherheit ihrer Informationstechnologie investieren. In diesem Ratgeber gibt IT-Security-Experte Thomas Kress exklusive Einblicke und zeigt auf, warum diese Investitionen entscheidend sind.

Die Realität der Cyberangriffe

Cyberangriffe sind längst zu einem lukrativen Geschäft für Hacker avanciert, das sogar den globalen Drogenmarkt in den Schatten stellt. Trotz dieser bedenklichen Entwicklung zögern viele Geschäftsführer, sich intensiv mit der Thematik der IT-Sicherheit auseinanderzusetzen. Dieses Zögern basiert auf verschiedenen Gründen. Eine häufige Praxis besteht darin, sich auf interne IT-Ressourcen zu verlassen. Allerdings wird hierbei oft übersehen, dass diese internen Ressourcen nicht nur mit begrenzten Mitteln, sondern auch mitunter mit einem Mangel an spezifischer Fachkompetenz konfrontiert sind. Es ist entscheidend zu verstehen, dass Cyberangriffe keine Frage des „Ob“ mehr sind, sondern des „Wann“.

In dieser bedrohlichen Realität müssen Geschäftsführer eine proaktive Haltung einnehmen, um ihre Organisationen angemessen zu schützen. Dabei ist eine realistische Einschätzung der eigenen IT-Sicherheitsmaßnahmen von zentraler Bedeutung. Ein starkes Sicherheitsbewusstsein, gepaart mit klaren Sicherheitsrichtlinien und einer ständigen Überprüfung der eigenen Sicherheitslage, bildet die Grundlage für einen wirksamen Schutz vor den ständig wachsenden Bedrohungen der digitalen Welt.

Handlungsbedarf für Geschäftsführer

Sowohl große Konzerne als auch kleinere Unternehmen sind gleichermaßen potenzielle Ziele für Cyberangriffe. Security-Assessments und Zertifizierungen stellen dabei wertvolle Instrumente dar, um die organisatorische und technische Resilienz eines Unternehmens eingehend zu überprüfen. Diese Maßnahmen ermöglichen die Identifikation von Schwachstellen und die Entwicklung gezielter Strategien zur Stärkung der gesamten Sicherheitsarchitektur. Dabei ist eine regelmäßige Durchführung solcher Evaluierungen von großer Bedeutung, da die Bedrohungslandschaft kontinuierlichen Veränderungen unterliegt. Eine ganzheitliche Betrachtung ist essenziell, denn IT-Sicherheit geht weit über den Einsatz technischer Schutzmaßnahmen hinaus. Es handelt sich um ein komplexes Zusammenspiel von Menschen, Prozessen und Technologien.

Dies erfordert neben einer adäquaten Ausstattung mit technischen Sicherheitsvorkehrungen wie Firewalls und Virenscannern auch die Implementierung organisatorischer Prozesse und die Schaffung eines Bewusstseins für IT-Sicherheit auf allen Unternehmensebenen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Kultur der kontinuierlichen Verbesserung gelegt werden. Die sich rasant entwickelnde Bedrohungslandschaft erfordert eine ständige Anpassung der Sicherheitsstrategien. Unternehmen sollten sich daher nicht nur auf vergangenen Erfolgen ausruhen, sondern sich kontinuierlich hinterfragen und ihre Schutzmaßnahmen optimieren.

IT-Sicherheit als Unternehmensaufgabe

Oft wird IT-Sicherheit als Kostenfaktor betrachtet und Geschäftsführer verstehen nicht immer die Bedürfnisse der IT-Abteilung. Hier ist eine gemeinsame Anstrengung erforderlich. Neben technischen Maßnahmen spielen Prozesse und Schulungen der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Geschäftsführer sollten sich vor Augen führen, welche Auswirkungen der Ausfall der IT-Systeme für ihr Unternehmen hätte.

Regulatorische Maßnahmen

Angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch Cyberangriffe hat der Gesetzgeber reagiert und Maßnahmen wie NIS2, DORA und CRA eingeführt. Diese Vorschriften stehen kurz vor der Überführung in nationales Recht und setzen Unternehmen verstärkt unter Handlungsdruck. NIS2, die Zweite EU-Richtlinie über Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen, zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen gegenüber Cyberbedrohungen zu stärken.

Der Digital Operational Resilience Act (DORA) und der Cybersecurity Act (CRA) sind weitere regulatorische Instrumente, die Unternehmen verpflichten, ihre IT-Systeme und Prozesse auf ein robustes Sicherheitsniveau zu bringen. In einigen Branchen gehen größere Unternehmen bereits einen Schritt weiter und setzen von ihren Zulieferern die Umsetzung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen ein. Unternehmen, die diese Anforderungen frühzeitig erkennen und proaktiv umsetzen, können nicht nur ihre Compliance sicherstellen, sondern auch das Vertrauen ihrer Kunden und Geschäftspartner stärken.

Fazit: IT-Sicherheit als Chance begreifen

Unternehmen und Geschäftsführer müssen IT-Sicherheit als integrierten Bestandteil ihres Managements betrachten. Ein ganzheitlicher Ansatz, beginnend mit einem umfassenden Assessment, eröffnet Chancen, die über den Schutz vor Cyberangriffen hinausgehen. Die Sicherheit sollte als Chance für eine verbesserte Absicherung und potenzielle Kosteneinsparungen betrachtet werden. Es liegt an den Geschäftsführern, sich aktiv mit IT-Sicherheit auseinanderzusetzen und die vorhandenen Ressourcen sinnvoll einzusetzen.

Autor

Thomas Kress ist IT-Sicherheitsexperte und Inhaber der TKUC Group mit den Marken TKUC und TheUnified. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Branche betreut er Projekte für namhafte Unternehmen und bietet professionelle IT-Security-Lösungen an. TheUnified zielt darauf ab, Unternehmen perfekt vor Cyberangriffen zu schützen.

Webseite: www.theunified.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was Deutschland am Weg zur Rauchfreiheit von Schweden lernen kann

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Rauchfreiheit: Lehren aus Schweden

Für 2040 haben die EU und ihre Mitgliedstaaten das gemeinsame Ziel sich die Bezeichnung „rauchfrei“ zu verdienen. Das ist ein Land dann, wenn die Anzahl der Raucher:innen unter fünf Prozent liegt. Dieses Maß wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt und gilt weltweit. Ein Mitgliedstaat ist bereits jetzt auf dem besten Weg, diesen Meilenstein bald zu erreichen: Schweden will sich bis 2025 von Zigaretten vollends befreien.

Das skandinavische Königreich vertraut dabei vor allem auf Ersatzprodukte wie Nikotinbeutel. Diese Vorgehensweise wird jedoch von Skeptiker:innen überaus kritisch beäugt und wirft die Frage in den Raum, ob dies überhaupt „rauchfrei“ sein kann und darf. Die kurze Antwort: ja. Die Produkte werden ohne Verbrennung konsumiert und dies entspricht, wiederum laut WHO, klar jenen Kriterien. Seitdem Schweden auf diese Strategie setzt, lassen sich bereits zahlreiche positive Effekte beobachten und das unterschwellige Angebot von weniger schädlichen Alternativen zeigt klare Erfolge.

Neue und vermeintlich unkonventionelle Maßnahmen ergreifen – davon scheut Schweden nicht zurück, so auch in puncto Rauchentwöhnung. Es ist generell schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Anstatt die Bevölkerung also auf kalten Entzug zu drillen, entschied sich Schweden für weniger schädliche Alternativen wie Nikotinbeutel oder E-Zigaretten, welche die Rauchentwöhnung erheblich erleichtern soll. Auf Eigenverantwortung und Aufklärung, anstatt auf knallharte Abstinenz zu setzen, schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Zurzeit rauchen lediglich 5,6 Prozent der Schwed:innen regelmäßig Zigaretten.

Europaweit um 75.000 weniger Lungenkrebstote

Durch die vielen Maßnahmen, die Schweden unternimmt, ist allgemein ein massiver Rückgang des Angebots an Zigaretten erkennbar. Auch auf den Straßen sieht man kaum Menschen mit Zigarette. Schwedische Männer sind bereits komplett rauchfrei, da weniger als fünf Prozent von ihnen rauchen. Schwedische Frauen können bis dato noch nicht als „rauchfrei“ eingestuft werden, innerhalb der nächsten zwei Jahren könnte dieses Ziel jedoch voraussichtlich erreicht werden. Die wohl wichtigsten Errungenschaften des schwedischen Modells: Ein deutlicher Rückgang von rauchbedingten Krankheiten und Todesfällen.

Eine Studie des Forschungsunternehmens Lakeville von 2024 zeigt, dass Schweden die geringste Anzahl an rauchbedingten Todesfällen unter der „rauchfreien“ männlichen Bevölkerung hat. Auch hinsichtlich der Todesfälle von Lungenkrebs, die überwiegend auf das Rauchen zurückzuführen sind, kann das Land als Vorbild dienen: Im Durchschnitt sterben jährlich pro 100.000 Einwohner:innen lediglich 42 Männer in der Altersgruppe über 35 Jahren an Lungenkrebs. Der EU-Schnitt beläuft sich jährlich auf 109 Lungenkrebstote (pro 100.000) in dieser Demografie. Außerdem wurde in Europa im Jahr 2020 insgesamt bei etwa 750.000 Männern über 35 Jahren eine rauchbedingte Krebsart diagnostiziert.

Bei einer einheitlichen EU-Politik, die den Verkauf von Ersatzprodukten zulässt, könnte laut Analyse des Forschungsteams die Zahl der auf das Rauchen zurückzuführenden Todesfälle bei jenen Männern auf etwa 210.000 pro Jahr zurückgehen. Alleine die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs in dieser Gruppe würde von circa 145.000 um schätzungsweise 75.000 reduziert werden können – also um ganze 52 Prozent.

Schwedische Bevölkerung akzeptiert Ersatzprodukte – Deutsche eher abgeneigt

In Schweden gibt es ähnliche Vorschriften wie in vielen anderen europäischen Ländern In puncto Rauchentwöhnung. Es bestehen Rauchverbote in allen Innenräumen, aber auch in Kneipen und Restaurants sowie in der Nähe von Schulen und Bushaltestellen. Die Preise von klassischen Zigaretten haben nie eine erhebliche Preisanhebung erfahren (circa sechs Euro pro Packung). Der Unterschied: Die Akzeptanz von beziehungsweise der Zugang zu Alternativen wie Nikotinbeutel und E-Zigaretten. Schweden ist bei der Umstellung von klassischen Zigaretten auf weniger schädliche Ersatzprodukte überaus fortschrittlich unterwegs.

In keinem anderen europäischen Land werden diese Produkte schon so lange konsumiert wie hier. Snus ist vergleichbar mit herkömmlichen Nikotinbeutel und wurde schon im frühen 18. Jahrhundert in Schweden hergestellt. Es ist also schon lange fester Bestandteil der Kultur im Lande. Etwa sechs bis acht Prozent der Frauen in Schweden konsumieren Snus täglich, bei Männern liegt der tägliche Konsum bei ganzen 20 Prozent – Tendenz steigend. Der Staat hat außerdem vor kurzem beschlossen, unterschiedliche Verbrauchssteuern auf Nikotinprodukte je nach ihrer Schädlichkeit zu erheben. So sollen Raucher:innen weiter ermutigt werden, auf weniger gesundheitsgefährdende Produkte umzusteigen.

Nichtraucher:innen werden durch Ersatzprodukte geschützt

Viele Deutsche stehen den Ersatzprodukten wie Nikotinbeutel oder E-Zigaretten sehr kritisch gegenüber. Einigen meinen, jene Produkte würden Jugendliche erst zum Rauchen verleiten. Diese Bedenken sollten keineswegs außer Acht gelassen werden, doch die positiven Entwicklungen in Schweden sollte man nicht ignorieren. Denn in Schweden rauchen kaum noch Menschen und die durch Rauchen bedingten Krankheiten sowie Todesfälle sind immens geschrumpft. Abgesehen davon werden natürlich auch weniger Nichtraucher:innen durch die Nutzung von Ersatzprodukten den schädlichen Stoffen durch Passivrauchen ausgesetzt. Der deutsche Suchtforscher Heino Stöver erklärt zudem in einem Interview im vergangenen Jahr, dass Deutschland und andere EU-Länder zu sehr auf die komplette Abstinenz von Tabak fokussiert seien.

Auch die Tabakkontrollpolitik der EU sei widersprüchlich: Während alternative Produkte wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel verpönt werden, bleiben Zigaretten nach wie vor legal. Wir können zwar nicht mit Sicherheit sagen, ob die Strategie unseres Landes auch anderswo so erfolgreich sein wird, aber die Zahlen sprechen für sich, so dass dieser Ansatz durchaus Vorbildcharakter haben könnte. Die deutsche Bundesregierung muss Nikotinbeutel auf Grundlage der Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung umgehend regulieren, wenn sie das EU-Ziel, bis 2040 rauchfrei zu sein, wirklich erreichen will. Es ist natürlich klar, dass es immer gesünder ist, überhaupt nicht zu rauchen, aber wenn es Ersatzprodukte gibt, die eine weniger schädliche Alternative darstellen, warum sollte man diese nicht nutzen?

Über den Autor:
Markus Lindblad ist Head of External Affairs und Deutschland Sprecher der Haypp Group. https://www.haypp.com/de/

1 https://hayppgroup.com/app/uploads/2024/02/Lakeville-2024-Fighting-smoking-with-alternative-nicotine-products-v4-202411.pdf

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder