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Stärkster Serien-Porsche aller Zeiten

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Taycan Turbo GT und Taycan Turbo GT

Taycan Turbo GT und Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket
Stärkster Serien-Porsche aller Zeiten holt Runden-Rekorde in Laguna Seca und am Nürburgring

Porsche erweitert die Palette seiner vollelektrischen Sportlimousine um den Taycan Turbo GT sowie den Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket. Letztgenannte Version ist konsequent für die Rundstrecke ausgelegt und verzichtet zugunsten eines noch besseren Leistungsgewichts auf die Rücksitzbank. Beide Fahrzeuge erzielen kurzzeitig Spitzenleistungen von mehr als 1.100 PS¹. In Kombination mit diversen Leichtbau- und Aerodynamik-Maßnahmen setzen die vollelektrischen GT-Sportler bei der Fahrdynamik neue Maßstäbe. An der Hinterachse kommt ein leistungsstärkerer und effizienterer Pulswechselrichter mit Siliziumkarbid als Halbleitermaterial zum Einsatz. Die ersten Taycan Turbo GT Modelle sollen ab Frühjahr 2024 an Kunden ausgeliefert werden.

Noch nicht auf dem Markt und schon Rekordhalter: Der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket hat sich am 23. Februar 2024 den Titel als schnellstes elektrisches Serienauto auf dem Weathertech Raceway Laguna Seca in Kalifornien gesichert. Mit einer Zeit von 1:27,87 Minuten beendete Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern die Runde so zügig wie zuvor kein anderer Fahrer mit einem straßenzugelassenen E-Auto.

Kürzlich erst hatte eine Vorserienversion dieses Modells eine neue Klassenbestzeit auf dem Nürburgring erzielt. Lars Kern war auch hier am Steuer und umrundete die Nordschleife in gerade einmal 7:07,55 Minuten. Mit dieser offiziellen Rundenzeit war er ganze 26 Sekunden schneller als bei seiner letzten Rekordfahrt im August 2022 mit einer Taycan Turbo S Sport Limousine mit Performance-Paket. Zugleich stellt diese Zeit den aktuellen Bestwert für Serien-Elektroautos dar und macht den Turbo GT außerdem zum schnellsten Viertürer in der Eifel unabhängig von der Antriebsart.

Taycan Turbo GT und Taycan Turbo GT

„Die beiden Rekorde in Laguna Seca und auf der Nordschleife zeigen, welches große Rundstrecken-Potenzial im Taycan steckt“, betont Baureihen-Leiter Kevin Giek. „Denn um in der Königsdisziplin ‚Rundstrecke‘ zu bestehen, reicht es nicht, möglichst viel Leistung zu haben: Das Gesamtpaket aus Längsdynamik, Querdynamik, Aerodynamik, Stabilität und Detailabstimmung muss passen. Insbesondere beim Taycan Turbo GT und beim Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket ist unseren Ingenieuren das absolut überzeugend gelungen. Schon bei den gerade aktualisierten normalen Taycan Modellen haben sie einen tollen Job gemacht. Aber unsere neuen GT-Modelle toppen deren Fahrdynamik nochmal deutlich.“

„Die Strecke in Laguna Seca fordert dem Taycan Turbo GT alles ab. Es ist das Gesamtpaket, das den Unterschied macht“, so Entwicklungsfahrer Lars Kern. „Der Turbo GT mit Weissach-Paket setzt hier in fast allen Dimensionen neue Maßstäbe. Längsdynamisch, mit einem sehr intuitiven Einsatz des Attack Modes und einem auf maximale Traktion und Leistung ausgelegtem Antriebsstrang. Aber auch die Querdynamik steht dem in nichts nach. Die Beherrschbarkeit und Leichtigkeit sind unglaublich. Der Reifen funktioniert sehr gut und man hat in jeder Fahrsituation die richtige Balance. Es macht unglaublich viel Spaß dieses Auto über die Berg und Talbahn in Laguna Seca zu steuern.“

Für je zehn Sekunden ist auf Knopfdruck eine Mehrleistung von bis zu 120 kW abrufbar. Der Attack Mode basiert auf der Push-to-Pass Funktion der übrigen Taycan Modelle.² Das System wurde für den Einsatz auf der Rundstrecke optimiert und ähnelt in seiner Funktion den 99X Rennfahrzeugen, die Porsche in der Electric ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft einsetzt. Der Boost wird durch einen Countdown-Timer im Kombiinstrument angezeigt und mit animierten Ringen im Tachometer dynamisch inszeniert.³

Von der Push-to-Pass-Funktion der übrigen Taycan-Modelle unterscheidet sich der Attack Mode durch 50 kW mehr Boost-Leistung sowie die Bedienung und Verfügbarkeit: Die Taycan Turbo GT Modelle besitzen ein exklusives Lenkrad mit Paddles. Alternativ zum Knopfdruck auf den Mode-Schalter am Satelliten des Lenkrads lässt sich der Attack Mode daher auch über das rechte Paddle aktivieren und deaktivieren. So ist die Funktion auf der Rennstrecke leichter zu bedienen. „Man kann die Extraleistung auch mit Rennhandschuhen, und ohne eine Hand vom Lenkrad zu nehmen, abrufen“, lobt Entwicklungsfahrer Lars Kern. „Mit dieser einfachen, sicheren und schnellen Bedienungsmöglichkeit sind die Taycan Turbo GT Modelle auf die Bedürfnisse eines Rennfahrers zugeschnitten.“ Mit dem linken Lenkrad-Paddle lässt sich die Rekuperationsstufe einstellen und der Fahrsituation anpassen.

Taycan Turbo GT und Taycan Turbo GT

Mit neuer Leistungselektronik: der Antrieb

Gerade erst hat Porsche die Taycan Palette umfangreich aktualisiert und die Systemleistung generell erhöht. Unter anderem ermöglicht der weiterentwickelte Antriebsstrang mit dem neuen Hinterachsmotor noch dynamischere Fahrleistungen im Vergleich zu den Vorgängern. Als neue sportliche Spitzenmodelle zünden Taycan Turbo GT und Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket jetzt die nächste Leistungsstufe: Mit einem stärkeren Pulswechselrichter ausgerüstet, haben beide Autos 580 kW, bei Launch Control bis zu 760 kW Overboost-Leistung beziehungsweise für zwei Sekunden bis zu 815 kW gemäß der Peak-Power-Messmethode.¹

Für den Sprint von null auf 100 km/h vergehen beim Taycan Turbo GT nur 2,3 und mit Weissach-Paket sogar nur 2,2 Sekunden. Damit ist das Modell eine beziehungsweise zwei Zehntelsekunden schneller als der Taycan Turbo S. Noch größer wird der Unterschied bei der Beschleunigung aus dem Stand auf 200 km/h: 6,6 beziehungsweise 6,4 Sekunden benötigen der Taycan Turbo GT ohne/mit Weissach-Paket. Bis zu 1,3 Sekunden weniger als der Taycan Turbo S.

Der Pulswechselrichter ist die entscheidende Systemkomponente zur Ansteuerung der E-Maschinen. In beiden Taycan Turbo GT Modellen kommen an der Hinterachse Pulswechselrichter (PWR) mit einer maximalen Stromstärke von 900 Ampere zum Einsatz. Diese erzielen nochmal mehr Leistung und Drehmoment als der 600-Ampere-PWR des Taycan Turbo S. Für einen besseren Wirkungsgrad wird in diesem PWR zudem das Halbleitermaterial Siliziumkarbid verwendet. Das reduziert die Schaltverluste im PWR erheblich und ermöglicht höhere Schaltfrequenzen. Zusätzlich wurden das Übersetzungsverhältnis und die Robustheit des Getriebes verbessert, wodurch höhere Drehmomente möglich sind. Das maximale Drehmoment liegt bei beiden Versionen bei bis zu 1.340 Newtonmeter. Die Reichweite der Taycan Turbo GT Modelle beträgt laut WLTP bis zu 555 Kilometer.

Viele Carbon-Umfänge und Porsche Active Ride: Leichtbau und Fahrwerk

Mit intelligenten Leichtbau-Maßnahmen hat Porsche das Gewicht des Taycan Turbo GT um bis zu 75 Kilogramm im Vergleich zum Taycan Turbo S reduziert. Dazu tragen etliche Carbon-Teile bei. Aus Kohlefaser gefertigt sind unter anderem die Blenden der B-Säulen, die Oberschalen der Außenspiegel sowie die Einleger der Seitenschweller. Darüber hinaus sparen die Vollschalensitze aus CfK, eine Leichtbau-Kofferraumablage sowie der Verzicht auf die elektrische Zuziehhilfe der Heckklappe (Powerliftgate) Gewicht.

Der Taycan Turbo GT ist serienmäßig mit Dynamikpaket ausgerüstet. Dieses umfasst das Porsche Active Ride-Fahrwerk mit GT-spezifischer Abstimmung. In dynamischen Fahrsituationen gewährleistet dieses Fahrwerk durch eine ausgewogene Verteilung der Radlasten eine nahezu perfekte Anbindung an die Straße. Darüber hinaus umfasst das Ausstattungspaket spezielle Performance-Sommerreifen. Aufgezogen sind sie auf 21 Zoll großen Leichtbau-Schmiederädern. Die exklusiven Turbo GT-Räder besitzen hinterfräste Speichen, was Gewicht spart und die Bremsen besonders effektiv belüftet.

Der Taycan Turbo GT verzögert serienmäßig mit keramischen Leichtbau-Bremsen. Basierend auf der Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB), wurde die Bremsanlage hinsichtlich ihres Gewichts optimiert. Konstruktive Änderungen am Bremsscheibentopf und am Bremssattelgehäuse sparen über zwei Kilogramm. Das wirkt sich positiv auf die Fahrdynamik und die Fahrleistungen aus. Durch die Reduzierung der ungefederten und rotierenden Massen erhöht sich die Performance. Die Bremssättel sind exklusiv in Victory Gold lackiert.

Heckspoiler mit Flap und exklusive Lacke: Aerodynamik und Exterieurdesign

Eigens für den Taycan Turbo GT hat Porsche einen Bugspoiler mit Aeroblades entwickelt. Die Heckansicht dominiert ein adaptiver Spoiler, auf dessen Abrisskante ein Gurney in Sichtcarbon (hochglanz) angebracht ist.

Serienmäßig sind Matrix LED-Hauptscheinwerfer verbaut. Diese können beim Taycan Turbo GT optional und ohne Aufpreis zu HD-Matrix LED-Hauptscheinwerfern aufgewertet werden. In der Seitenansicht fallen etliche in Carbon ausgeführte Bauteile auf. Die Leisten der Seitenscheiben sind in Schwarz (hochglanz) lackiert.

Während sich Taycan Turbo und Taycan Turbo S mit turbonit-Umfängen von den anderen Modellen der Baureihe differenzieren, orientiert sich der Taycan Turbo GT optisch stärker am Motorsport. Beide Modelle tragen auf der Fronthaube sowie den Nabendeckeln der Leichtmetallräder das farbige Porsche Wappen. Der „turbo GT“-Schriftzug auf dem Heckdeckel ist in Schwarz (matt) lackiert.

Insgesamt sechs Exterieurfarben stehen zur Wahl, darunter die neuen Lacke palebluemetallic sowie purpleskymetallic. Sie sind ein Jahr lang exklusiv dem Taycan Turbo GT vorbehalten. Darüber hinaus bietet das umfangreiche „Farbe nach Wahl“-Programm der Porsche Exclusive Manufaktur weitere Individualisierungsmöglichkeiten. Zudem ist ein Dekorset mit Taycan Schriftzug im unteren Teil der Türen und auf der Fronthaube erhältlich, wahlweise in Voltblau oder Schwarz.

Taycan Turbo GT und Taycan Turbo GT

Vollschalensitze und sportliches Ambiente serienmäßig: Interieur

Serienmäßig an Bord ist die sportliche Race-Tex Ausstattung mit Lederumfängen in Schwarz. Zur Serienausstattung gehören ferner leichte Vollschalensitze in Sichtcarbon (hochglanz). Wahlweise und ohne Aufpreis können Adaptive Sportsitze Plus vorn (mit elektrischer 18-Wege-Verstellung und Memory-Paket) bestellt werden. In die vorderen Kopfstützen ist ein „Turbo GT“-Schriftzug eingestickt. Zusätzlich befindet sich unterhalb des Klimabedienteils eine Plakette mit dem individuellen Modellschriftzug. Auf Wunsch sind exklusive Innenausstattungen mit Kontrastumfängen in Voltblau oder GT-silber erhältlich.

Beim GT-Sportlenkrad ist der Lenkradkranz mit schwarzem Race-Tex bezogen und besitzt eine 12-Uhr-Markierung. Vom Taycan Turbo S übernimmt der Taycan Turbo GT das Sport Chrono-Paket.

Konsequent auf Rundstrecken ausgelegt: Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket

Noch spitzer positioniert ist der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket. Dank zusätzlicher Aerodynamik- und Leichtbau-Maßnahmen ist dieses Modell noch konsequenter auf Performance ausgelegt. Der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket beschleunigt in 2,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Damit ist der Zweisitzer eine Zehntelsekunde schneller als der leistungsgleiche Taycan Turbo GT. Die Höchstgeschwindigkeit notiert mit 305 statt 290 km/h.

Zu den zusätzlichen Aerodynamik-Maßnahmen gehören Luftleitelemente am Unterboden, sowie ein neuer Frontdiffusor. Am Heck trägt das Modell mit Weissach-Paket einen feststehenden Heckflügel in Sichtcarbon mit rohbaufesten Flügelstützen. Der Gesamtabtrieb liegt hier bei bis zu 220 Kilogramm. An beiden Seiten des Heckflügels ist das Logo des Weissach-Pakets angebracht. Exklusiv ist auf Wunsch eine Folierung im Streifen-Design in Voltblau, Schwarz oder Schwarz (matt) erhältlich. Dies unterstreicht den Motorsport-Charakter zusätzlich. Das Streifendesign lässt sich mit dem Dekorset in Schwarz kombinieren.

Weil auf alle für den Rundstreckenbetrieb entbehrlichen Ausstattungen verzichtet wurde, konnten gegenüber dem Taycan Turbo GT ohne Weissach-Paket weitere rund 70 Kilogramm Gewicht eingespart werden. Anstelle der üblichen Fondsitzanlage findet sich hinter den Sitzschalen für Fahrer und Beifahrer hier eine maßgeschneiderte, hochwertige Leichtbau-Carbonverkleidung mit Ablagefach. Auch die analoge Uhr des Sport Chrono-Pakets, die sonst auf der Instrumententafel verbaut ist, sowie die Fuß- und Kofferraummatten entfallen; zudem wird weniger Dämmmaterial eingesetzt. Der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket besitzt nur auf der Beifahrerseite eine Ladeklappe. Sie wird manuell statt elektrisch betätigt. Zur Gewichtseinsparung tragen ferner eine spezielle Geräusch-/Wärmeschutzverglasung und das Sound Package Plus bei. Letzteres kommt ohne hintere Lautsprecher aus und ersetzt das BOSE® Surround Sound-System.

Serienmäßig ist das GT Interieur-Paket mit Race-Tex-Umfängen in Schwarz. Auf der Beifahrerseite befindet sich eine Plakette mit dem Logo des Weissach-Pakets. Die Interieurpakete in Voltblau und GT-Silber sind auch für den Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket erhältlich. Kontrastnähte in der jeweiligen Farbe runden den Ausstattungsumfang ab.

Die Preise für den Taycan Turbo GT und den Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket starten in Deutschland bei je 240.000 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer.

¹ Zur Messmethode: https://www.porsche.com/gtr21
² Verfügbar mit Sport Chrono-Paket und Performance-Batterie Plus.
³ Die Funktion ist verfügbar ab einer Geschwindigkeit oberhalb von fünf km/h sowie bei einer Batterietemperatur von über 10° Celsius und einem SoC von mehr als 30 Prozent.

Quelle Bild und Text: Porsche AG

Innenministerium zieht Bericht zur "Muslimfeindlichkeit" zurück

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Innenministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesinnenministerium will den Bericht des „Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit“ (UEM) nach einer Gerichtsentscheidung so nicht mehr verbreiten. Er bleibe offline und verbliebene Druckexemplare würden entsorgt, berichtet der RBB unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben des BMI an das Verwaltungsgericht Berlin.

Gegen den Bericht hatten mehrere Islamismus-Experten zum Teil erfolgreich geklagt. Sie sahen sich durch wertende Erwähnungen in ihrem Ruf geschädigt. Das Bundesinnenministerium hat den Bericht mit insgesamt 1,5 Millionen Euro finanziert. Der Expertenkreis hat sich nach Vorlage des Berichts aufgelöst. Er war nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau im Jahr 2020 vom damaligen Innenminister Seehofer berufen worden. Damals kamen zehn Menschen ums Leben.

Dass das BMI den Abschlussbericht „Muslimfeindlichkeit“ nun auf gerichtliche Weisung hin wieder einkassiere, sei „eine krachende Niederlage der Bundesinnenministerin auf ganzer Linie“, sagte der CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries dem RBB. Von dem ursprünglichen Auftrag, Muslimfeindlichkeit im Alltag aufzuzeigen und dieser Form der Menschenfeindlichkeit entgegenzuwirken, sei im UEM-Bericht wenig geblieben: Stattdessen sei er missbraucht worden, um Islamismuskritiker „zu diffamieren und mundtot zu machen“. De Vries fordert die Bundesinnenministerin auf, sich bei den Betroffenen zu entschuldigen.

Auf Anfrage des RBB erklärte das Ministerium, es habe zu der Studie stets deutlich gemacht, „dass dies kein Bericht des BMI ist, sondern ein Bericht eines unabhängigen Expertenkreises ist, der vom BMI lediglich veröffentlicht worden ist“. Das BMI werde den Bericht in Zukunft nicht mehr in einer Weise veröffentlichen, dass er „als amtliche Äußerung des BMI zugerechnet werden könne“.

Das BMI teilte darüber hinaus mit, der Umgang mit der Studie werde noch geprüft: „Ob und wie der Unabhängige Expertenkreis Muslimfeindlichkeit (UEM) seinen Bericht in Zukunft veröffentlichen wird, ist dem Expertengremium selbst überlassen.“ Professor Mathias Rohe von der Universität Erlangen, der das Expertengremium koordiniert hatte, sagte dem RBB, dass das Gremium nicht mehr existiere. Insofern sei er auch nicht berechtigt, den Vorgang zu kommentieren. Nach Informationen des RBB lehnt mindestens ein ehemaliges Mitglied des Expertenkreises inzwischen ab, den Bericht in Eigenregie wieder online stellen zu lassen.


Foto: Innenministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Geschäftsklima in Chemieindustrie verbessert sich leicht

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Industrieanlage (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie in Deutschland hat sich zuletzt leicht verbessert. Der entsprechende Index des Ifo-Instituts stieg im Februar 2024 auf -15,7 Punkte, nach -16,1 Zählern im Januar.

Dies ist auf eine bessere aktuelle Geschäftslage zurückzuführen, die Erwartungen fielen dagegen erneut etwas pessimistischer aus. „Das Klima in der deutschen Chemie ist zwar immer noch rau, es gab aber auch einige überraschende Lichtblicke“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Erstmals seit fast zwei Jahren stieg die Nachfrage nach Chemieerzeugnissen und es gab mehr Aufträge als im Vormonat. Die Chemie-Unternehmen haben im Februar ihre Produktion ausgeweitet. Auch sehen erste Unternehmen von weiteren Preissenkungen ab. „Diese Ergebnisse zusammen mit der Normalisierung bei den Strom- und Gaspreisen wecken die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Talsohle“, sagte Wolf.


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ZEW für grundlegende Änderung der Krankenkassen-Finanzierung

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ZEW (Archiv), via dts NachrichtenagenturMannheim (dts Nachrichtenagentur) – Die Ökonomen vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) plädieren für eine Neuausrichtung der Krankenkassenfinanzierung. Demnach sollte das System so verändert werden, dass gesunde Versicherte für die Kassen wirtschaftlich deutlich reizvoller sein sollten als bisher. Möglich wäre das über eine Veränderung bei der Berechnung des Risikostrukturausgleichs (RSA), schreiben die Wissenschaftler in einem „Policy Brief“, über den die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Der Risikostrukturausgleich wird grundsätzlich dazu genutzt, das Geld fair zwischen den einzelnen Krankenkassen zu verteilen – und dabei Faktoren wie Alter, Geschlecht, Wohnort oder Krankheitslast der Versicherten zu berücksichtigen. Bislang wird er jährlich berechnet. Die ZEW-Forscher fordern nun, die Berechnung stattdessen für einen Zeitraum von zehn Jahren durchzuführen. Dann nämlich hätten die Kassen ein finanzielles Interesse daran, ihre Versicherten lange gesund zu halten.

„Bislang denken viele Akteure im Gesundheitssystem sehr kurzfristig“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Krankenkassen hätten im derzeitigen System „finanziell wenig Interesse an Prävention“. Durch einen längeren Berechnungszeitraum, so die Wissenschaftler, wären nicht mehr nur kurzfristige Einsparungen, sondern auch langfristige Investitionen für die Kassen rentabel. Denn wenn Versicherte länger gesund blieben und damit über einen Zehn-Jahres-Zeitraum weniger Kosten verursachen würden, als über den RSA für sie berechnet wurde, bedeutete das für die Kassen einen finanziellen Vorteil. Nach dem alten System dagegen sind Vorsorgeprogramme vor allem ein Kostenfaktor, von dem die Kassen kurzfristig keinen Nutzen haben.

Die Wissenschaftler sehen darin auch einen Grund für die hohe Zahl an chronisch kranken Menschen in Deutschland: Das Gesundheitssystem sei auf die Behandlung von Krankheiten ausgelegt, nicht auf deren Prävention. Dem System fehle die langfristige Perspektive. Die Umsetzung des Vorschlags würde nach Meinung der Wissenschaftler keine Mehrkosten verursachen. Man habe sogar die Erwartung, dass das Modell finanzielle Vorteile bringen würde, sagte Wambach. Derzeit gebe es im deutschen Gesundheitssystem „viele Ineffizienzen“.


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Ampel-Koalitionäre wollen Lage in Gaza im Parlament debattieren

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Abgeordnete der Ampel-Koalition wollen das Leid der Menschen in Gaza zum Thema im Deutschen Bundestag machen. „Gaza ist zwar immer wieder ein Thema in den zuständigen Ausschüssen, doch viele Menschen empfinden es als ein Versäumnis, dass das Thema als Ganzes im Deutschen Bundestag so wenig wahrgenommen wird“, sagte die Vize-Sprecherin für Menschenrechte der SPD-Bundestagsfraktion, Dera Türk-Nachbaur, dem „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe).

Bisher steht das Thema Gaza in dieser Sitzungswoche des Deutschen Bundestags nicht auf der Tagesordnung, auch Anträge dazu seien von den Ampel-Parteien oder der Union nach bisher nicht geplant, so die Zeitung.

„Wir müssen die Debatte weiten und auch Versäumnisse Israels offen ansprechen. Sonst schaden wir international unserer Glaubwürdigkeit“, sagte die Menschenrechtspolitikerin der SPD. „Das hat nichts damit zu tun, dass wir von Israels Seite abrücken, aber Kritik am Vorgehen der Netanjahu-Regierung muss öffentlich möglich sein.“

Ähnlich sieht es auch der Grünen-Abgeordnete Kassem Taher Saleh. „Die Perspektive der Palästinenser wird in der deutschen Politik zu wenig bedacht“, sagte der sächsische Grünen-Politiker dem „Tagesspiegel“. Taher Saleh fordert seine Kollegen im Parlament auf, sich mehr mit dem Leid der Zivilbevölkerung zu beschäftigen: „Ich würde mir wünschen, dass sich der Bundestag für einen Waffenstillstand in Gaza ausspricht – so wie es ja auch die Außenministerin und der Kanzler tun.“

Auch in der FDP gibt es inzwischen Offenheit, das Thema Gaza in dieser Woche zu debattieren. „Ich bin offen für eine Aktuelle Stunde zur Situation in Gaza“, sagte der außenpolitische Sprecher der Liberalen im Bundestag, Ulrich Lechte, dem „Tagesspiegel“. Lechte sieht jedoch vor allem die Hamas in der Pflicht, zu handeln: „Die Hamas hätte schon längst die weiße Fahne hissen und der Zivilbevölkerung damit viel Leid ersparen können.“ Auch die israelische Regierung habe aber die Pflicht, die humanitäre Lage zu verbessern.

Das sieht inzwischen selbst die Union so: Verantwortlich für die katastrophale humanitäre Lage sei zwar die Hamas, sagte deren außenpolitischer Sprecher Jürgen Hardt, „bestimmender Akteur ist jedoch zunehmend Israel“. Eine Positionierung des Bundestags hält Hardt aber für falsch: „Es wäre aber der falsche Weg, aus dem Bundestag heraus Szenarien vorzugeben.“


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AfD-Verfahren: NRW-Innenminister Reul rechnet mit mehr Klarheit

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AfD-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) rechnet zum Abschluss des AfD-Verfahrens am nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster mit mehr Klarheit für die Politik. „Das ist ein zentrales Verfahren, weil danach klar ist, arbeitet die AfD gegen die Verfassung oder nicht?“, sagte Reul der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben).

„Sind das Extremisten oder nicht?“ Reul betonte: „Und es würde uns auch absichern in der Art, wie wir mit denen umgehen.“ Auf die Frage, ob er ein AfD-Verbot befürworte, sagte Reul: „Im Moment würde ich nein sagen. Denn sie sind in vielen Parlamenten, haben viele Mitglieder und ganz viele Anhänger. Ein Verbot birgt die Gefahr einer Wagenburg und da habe ich keine Lust drauf. Ich finde, wir müssen die Leute zurückholen, sonst ist die Schlacht verloren.“

Reul ergänzte: „Ob ein paar AfD-Leute im Parlament sitzen, das stört mich zwar, aber das ist nicht so entscheidend. Was viel entscheidender ist: Wir müssen an die Wähler kommen, die von uns glauben, wir sagen ihnen nicht die Wahrheit, verraten nie die Nationalität von Tätern. Wenn wir dann noch sagen, wir verbieten euch, dann geht das schief, glaube ich.“

Das Gericht verhandelt am Dienstag und voraussichtlich auch am Mittwoch über die Frage, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz die gesamte AfD zu Recht als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft hat.


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Geflügelwirtschaft weißt DGE-Ernährungsempfehlungen zurück

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Hühner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft weist die aktualisierten Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zurück. Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagsausgaben): „Was da empfohlen wird, geht völlig an der Lebensrealität der Menschen vorbei.“

In der aktuellen Fassung wird ein geringerer Konsum tierischer Lebensmittel empfohlen, unter anderem nur ein Ei und 300 Gramm Fleisch pro Woche. „Tatsächlich ist der Pro-Kopf-Konsum von Eiern in Deutschland zuletzt von 230 auf 236 gestiegen“, sagte Ripke. Auch der Verzehr von Geflügelfleisch habe zugenommen.

„Wir werden noch einmal mit der DGE reden, wie sie zu solchen Empfehlungen kommt“, kündigte der Interessenvertreter an. „Eier liefern unseren Verbrauchern preiswerte, ernährungsphysiologisch wertvolle essenzielle Aminosäuren und wer ein Omelett zubereitet, benötigt dafür schon zwei bis vier Eier. Soll man darauf jetzt etwa verzichten?“ Seiner Auffassung nach lasse sich die DGE zu sehr von klimapolitischen Gesichtspunkten bei ihren Empfehlungen leiten.


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Logistikbranche fordert Krisengipfel bei Scholz

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Demo von Lkw-Fahrern (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts immer höherer Kosten und Umweltauflagen fordert die Logistikbranche einen Krisengipfel bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Wie „Bild“ (Dienstagsausgabe) meldet, bitten die Präsidenten der drei Branchenverbände BGL, BWVL und DSLV in einem Brief an Scholz um ein zeitnahes Gespräch.

„Mit sehr großer Sorge blicken wir auf die anhaltend hohen Hürden, die eine Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs verhindern“, zitiert „Bild“ aus dem dreiseitigen Schreiben an Scholz: „Kontinuierlich steigende CO2-Preise (Lkw-Maut, BEHG und THG-Quote), die unter den gegebenen Voraussetzungen nicht als Lenkungsinstrument wirken können, und die Beendigung von Förderprogrammen für die Anschaffung von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben verstärken den Schereneffekt zwischen wachsenden Belastungen und fehlenden Anreizen. Dadurch werden der Branche erhebliche liquide Mittel, die für die Transformation dringend benötigt werden, entzogen.“

BGL-Präsident Dirk Engelhardt sagte zu „Bild“: „Die Verkehrswende wird scheitern, wenn der Kanzler nur auf die Pkw schaut und den Lkw allein Verkehrsminister Wissing überlässt. Wir brauchen einen Brummi-Gipfel im Kanzleramt, an dem auch der grüne Wirtschaftsminister Habeck Antworten zum Netzausbau für schnelles Laden von E-Lkw liefert und der Finanzminister Lindner verrät, welche Steuervorteile für erneuerbare Kraftstoffe möglich sind.“


Foto: Demo von Lkw-Fahrern (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bahn hofft weiterhin auf gerichtliches Ende des Lokführerstreiks

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GDL-Streik (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Achim Stauß, Konzernsprecher der Deutschen Bahn (DB), hofft weiterhin darauf, den Streik der GdL gerichtlich zu stoppen. In der Sendung „RTL Direkt“ begründete Stauß am Abend, warum die Bahn Berufung gegen die Entscheidung des Frankfurter Arbeitsgerichts einlegen werde, das den Ausstand erlaubt hatte: „Wir müssen alles versuchen.“

„Das sind wir auch unseren Fahrgästen schuldig. Das sind wir auch den Unternehmen und Firmen schuldig, die in der Wirtschaft Waren bei uns aufgeben, die wir im Güterverkehr transportieren.“ Gleichzeitig bereite man sich auf den in der Nacht zu Dienstag beginnenden Streik im Personenverkehr vor.

Stauß weiter: „Man muss sich schon fragen, warum eine Gewerkschaft, die von 38 auf 35 Stunden will, wenn sie 36 haben könnte, warum sie dann noch das ganze Land lahmlegt und die Wirtschaft gefährdet und die Reisepläne von Millionen Menschen durcheinander bringt. Das ist nicht mehr verhältnismäßig, das ist stur.“


Foto: GDL-Streik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen uneinheitlich – Warten auf Inflationsdaten

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich zu Wochenbeginn uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 38.770 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit rund 5.118 Punkten 0,1 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 mit rund 17.952 Punkten 0,4 Prozent schwächer.

„Nach dem kleinen Ausverkauf bei den Chip-Aktien, allen voran der Nvidia-Aktie am Freitag ließ sich der Gesamtmarkt heute zumindest nicht weiter in Sippenhaft nehmen“, sagte Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. „Anleger warten für ihre nächsten Entscheidungen erst einmal die morgigen Inflationsdaten aus den USA ab.“ In dieser Woche drehe sich an der Börse wieder alles rund um das Thema Inflation, so Oldenburger. „Morgen laufen zunächst die US-Inflationsdaten für Februar über die Ticker.“

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0925 US-Dollar (-0,11 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9153 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 82,46 US-Dollar, das waren 38 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, via dts Nachrichtenagentur

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