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Biden ist erneute Präsidentschaftskandidatur nicht mehr zu nehmen

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Joe Biden (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington/Atlanta (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Joe Biden ist eine erneute Kandidatur nicht mehr zu nehmen – sofern er gesundheitlich die nächsten Monate durchhält.

Laut Prognose des US-Nachrichtensenders CNN gewinnt Biden auch die Vorwahlen der Demokraten im Bundesstaat Georgia, womit er nun genügend Delegierte für eine erneute Nominierung gesichert hat. Ein ernsthafter Gegenkandidat war parteiintern sowieso nicht in Sicht. Die offizielle Nominierung erfolgt erst im August auf einem Parteitag der Demokraten im August in Chicago.

Allenfalls eine deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes des mittlerweile 81-Jährigen könnte wohl verhindern, dass Biden wieder ins Rennen geht. Und der direkte Gegner wird wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit wie vor vier Jahren wieder Donald Trump heißen. Der gewann die Vorwahlen bei den Republikanern in Georgia ebenfalls, hat formell aber noch nicht genügend Delegierte gesammelt, auch wenn an seinem parteiinternen Sieg keine Zweifel mehr bestehen.


Foto: Joe Biden (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Moderator Kloeppel lehnt AfD-Teilnahme bei nächstem TV-Duell ab

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Logo auf AfD-Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Der scheidende RTL-Moderator Peter Kloeppel hat sich gegen eine Beteiligung der AfD bei den nächsten TV-Duellen zur Bundestagswahl ausgesprochen. „Die Besetzung von TV-Duellen im Bundestagswahlkampf sollte sich immer an der Frage orientieren, ob die reelle Möglichkeit besteht, dass jemand tatsächlich Kanzler oder Kanzlerin werden kann. Bei Alice Weidel oder der AfD sehe ich das überhaupt nicht, weil niemand mit dieser Partei koalieren will“, sagte Kloeppel, der seit 2002 mehrfach TV-Duelle moderiert hatte, dem „Stern“.

„Sie haben keine Machtoption, es wird keinen AfD-Kanzler geben. Deswegen bin ich klar dagegen, sie einzuladen“, so Kloeppel. „In einem Kanzlerduell sehe ich keine AfD.“

Der RTL-Moderator sprach auch über seine eigene Rolle in den TV-Duellen. „Das Verrückte ist, dass einem manche Momente, die bei den Zuschauern hängen bleiben, während der Sendung überhaupt nicht als besonders auffallen“, sagte er. „Angela Merkel hat in einem der Duelle mal gesagt: `Sie kennen mich.` Der Satz ging sofort durch die Decke, auch heute erinnern sich noch fast alle an ihn. Mir ist er in der Sendung nicht aufgefallen.“

Grundsätzlich wünsche er sich deutlich mehr Auseinandersetzung in dem Format. „Das war immer das Schwierige in den Sendungen: Die wollten sich nie richtig miteinander streiten“, so Kloeppel. „Die Duelle waren ein bisschen zäh.“


Foto: Logo auf AfD-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rüstungszulieferer Renk klagt über geringe Bestellungen

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Leopard 1 (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Zwei Jahre nach dem Ausrufen der Zeitenwende klagt die Rüstungsindustrie über zu wenige Bestellungen. Während aus dem Ausland neue Aufträge kämen, bestelle Deutschland „vergleichsweise wenig“, sagte Renk-Chefin Susanne Wiegand dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

18 neue Leopard-Panzer habe die Bundeswehr in den vergangenen zwei Jahren bestellt. Das sei gerade so viel wie die Truppe an die Ukraine abgegeben habe. „Mit einer Rückkehr zur Vollausstattung der Bundeswehr hat das nichts zu tun“, sagte die Rüstungsmanagerin.

Renk stellt schwere Getriebe für Panzer und Kriegsschiffe her. Wiegand fordert nun von der Politik Abnahmegarantien. „Das ist die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen investieren.“ Vorbilder sind für sie Israel und die USA, wo der Staat die Abnahme von Rüstungsgütern langfristig geregelt habe. Eine ähnliche Forderung hatte auch Airbus-Defence-Chef Michael Schöllhorn gestellt, der auf neue Aufträge für den Eurofighter drängt. Für die Finanzierung von Rüstungsgütern müsse der Staat seine Prioritäten neu sortieren, sagte Wiegand. „Wir werden über Einschnitte in anderen Bereichen reden müssen.“


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Führerschein: Union gegen Gesundheitstest-Pflicht für Senioren

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Seniorin im Rollstuhl (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die familienpolitische Sprecherin der Union, Silvia Breher, hat sich gegen verpflichtende Gesundheitstests für Senioren mit Führerschein ausgesprochen. „Wir können nicht alle Seniorinnen und Senioren ab einem bestimmten Alter unter Generalverdacht stellen“, sagte sie zu „Ippen-Media“ (Mittwochausgaben).

Nach einem Autounfall, verursacht von einem 83-Jährigen auf einem Radfahrschutzstreifen in Berlin, bei dem eine Mutter und ihr Kind starben, hatte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stefan Gelbhaar gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ die verpflichtende Gesundheitstests gefordert. Breher argumentierte nun, die Fahrtauglichkeit im Alter sei sehr unterschiedlich ausgeprägt und hänge von verschiedenen Faktoren ab. „Regelmäßige Fahrtests sind zudem mit Kosten verbunden, die viele älteren Menschen in der aktuell angespannten finanziellen Lage überfordern könnten“, sagte sie. Zudem seien Rentner gerade auf dem Land auf das Auto angewiesen.

Auch der Chef der Senioren-Union der CDU, Fred-Holger Ludwig, übte Kritik. „Die Forderung nach regelmäßigen Kontrollen für ältere Führerscheininhaber ist nichts anderes als ein typisches Beispiel für grünen Kontrollpopulismus“, sagte Ludwig zu „Ippen-Media“. „Die Grünen nutzen einen tragischen Unfall in Berlin, um einen Grund zu finden, in das Leben von Menschen einzugreifen und sie zu kontrollieren.“

Detlef Parr, Vorsitzender der FDP-nahen Liberalen Senioren, sagte: „Solche altersdiskriminierenden gesetzlichen Eingriffe in das Selbstbestimmungsrecht gerade der Älteren passen nicht in die Zeit. Freiwillige Tests dagegen stärken die Eigenverantwortung.“

Die Vorsitzende der Linken-Gruppe im Bundestag, Heidi Reichinneck, warb für eine kostenlose Nutzung des ÖPNV. „Wenn sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, Auto zu fahren oder ihren Führerschein freiwillig abgeben“, müsse man Senioren Alternativen bieten.


Foto: Seniorin im Rollstuhl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Barmer: Vier von zehn Pflegekräften gehen krank zur Arbeit

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vier von zehn Pflegekräften erscheinen trotz Krankheit häufig am Arbeitsplatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Krankenkasse Barmer und des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), über die die „Welt“ (Mittwochausgabe) berichtet.

Besonders ausgeprägt ist die Präsenz trotz Krankheit laut der Studie bei langjährig in einem Betrieb beschäftigten Arbeitnehmern. So gab fast die Hälfte der Pfleger, die mehr als 16 Jahre in einem Betrieb beschäftigt waren, an, häufig oder sehr häufig trotz Krankheit zu arbeiten. Bei Pflegern, die unter zehn Jahre für dasselbe Unternehmen arbeiten, lag dieser Wert hingegen bei rund 31 Prozent.

Als Gründe für den ausgeprägten „Präsentismus“ gaben die Befragten vorwiegend an, dass es keine Vertretung für sie geben würde, sie anderen Kollegen nicht zur Last fallen wollen und Führungskräfte ebenfalls krank zur Arbeit erscheinen würden. Für die Studie waren im Juni des Vorjahres rund 1.000 Pflegekräfte in der ambulanten und stationären Versorgung befragt worden.


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Experten sehen bei Buschmanns Bürokratieabbaugesetz Luft nach oben

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Marco Buschmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Nationalen Normenkontrollrats (NKR), Lutz Goebel, hat das Bürokratieentlastungsgesetz der Bundesregierung begrüßt, jedoch weitere Entlastungen für die deutsche Wirtschaft gefordert. „Das Gesetz ist ein starker Auftakt, um dem wachsenden Anstieg von Erfüllungsaufwand entgegenzuwirken“, sagte Goebel dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Diesem Auftakt müssen jetzt weitere ambitionierte Initiativen folgen.“ Das vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) aus dem Justizministerium unter Leitung von Marco Buschmann (FDP) soll an diesem Mittwoch vom Kabinett gebilligt werden.

Jörg Bogumil, Politik- und Verwaltungswissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum, sagte dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe), die Entlastungszahlen der Regierung wirkten zwar „etwas Pi mal Daumen hochgerechnet“, einzelne Maßnahmen wie etwa die Verkürzung der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege von zehn auf acht Jahre bezeichnete er jedoch als „deutliche Verbesserung“. Es fehle allerdings ein „systematischer Ansatz“ für Bürokratieabbau, der in allen Ministerien verfolgt werde. „Parallel zum Abbau erhöht sich die Bürokratielast für die Wirtschaft durch neue Gesetze auch immer wieder.“

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Bernd Westphal, sagte dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) mit Blick auf das parlamentarische Verfahren, „klare Vorschläge in die Gespräche einbringen“ zu wollen. Klar sei aber auch, dass neben dem Bund auch die Länder in der Verantwortung für Bürokratieabbau seien. Der FDP-Wirtschaftspolitiker Reinhard Houben sprach von einem guten Schritt in die richtige Richtung. „Natürlich kann man sich auch mehr wünschen“, so Houben. „Es fällt vor allem auf, dass das Umweltministerium gar nichts geliefert hat.“


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Blume drängt auf Gesetz zur Rückgabe von NS-Raubkunst

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Markus Blume (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Wissenschafts- und Kulturminister Bayerns, Nordrhein-Westfalens und Sachsens fordern von der Bundesregierung und von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), die Restitution von NS-Raubkunst noch in dieser Legislaturperiode auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen. Es sei beschämend, „dass Restitution im überregulierten Deutschland noch immer nicht rechtssicher und verbindlich geregelt ist“, schreiben Markus Blume (CSU), Ines Brandes (CDU) und Barbara Klepsch (CDU) in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Sie erinnern daran, dass die Bundesregierung das Thema selbst im Koalitionsvertrag verankert habe. „Fatal wäre es, jetzt nicht die Gelegenheit zu nutzen, eine saubere rechtsstaatliche Lösung zu finden“, so die Landesminister.

Die bisherigen, auf Unverbindlichkeit beruhenden Regelungen müssten ersetzt werden durch ein „rechtsverbindliches, transparentes und normiertes System mit klaren Entscheidungskriterien, um auch schwierige Fälle rechtssicher lösen zu können“. Dafür hätten sich auch die Jewish Claims Conference und der Zentralrat der Juden in Deutschland ausgesprochen. „Wir müssen ein Signal setzen: nach innen in unser Land und gegenüber unseren internationalen Partnern“, heißt es in dem Gastbeitrag.


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Aktuelle Einschätzung zu den jüngsten Inflationsdaten aus den USA von Matthew Ryan, Head of Market Strategy bei Ebury.

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„Der US-Inflationsbericht für Februar dürfte den Mitgliedern des Offenmarktausschusses (FOMC) weitere Gründe liefern, die Zinssätze auf den kommenden Sitzungen nicht vorschnell zu senken. Sowohl die Hauptinflationsrate als auch die Kerninflationsrate übertrafen die Erwartungen und während letztere auf ein fast dreijähriges Tief sank, stieg die auf das Jahr hochgerechnete 3-Monats-Kerninflationsrate erneut und liegt nun auf einem Neunmonatshoch.

Die Futures sehen nach wie vor praktisch keine Chance für eine erste Zinssenkung auf einer der beiden Fed-Sitzungen im März oder Mai, die unserer Meinung nach keine geeigneten Zeitpunkte für Zinssenkungen sind. Wir halten die Juni-Sitzung für das wahrscheinliche Datum des Beginns der Lockerung, obwohl die Falken im Ausschuss wahrscheinlich über die Unbeweglichkeit der Kernindizes streiten werden, während sie davor warnen, dass das erhöhte Lohnwachstum immer noch ein Aufwärtsrisiko für die Verbraucherpreise darstellt.

Wir gehen davon aus, dass die Vertreter der Federal Reserve in den kommenden Stellungnahmen auch weiterhin einen überwiegend hawkistischen Ton anschlagen werden. Dies könnte dem US-Dollar, der in den letzten Wochen überverkauft zu sein scheint, kurzfristig ein gewisses Aufwärtspotenzial verleihen.“

Bild:Matthew Ryan Bildquell:Ebury

Quelle:Ebury Partners Belgium NV/SA

Fünf Mythen der digitalen Werbung, auf die Publisher nicht hereinfallen sollten

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Die schwindende Bedeutung von Cookies und ein zunehmender Einsatz von Adblockern: Traffic- und Signalverluste durch eine geringere Adressierbarkeit im Open Web haben Publisher im vergangenen Jahr vor einige Herausforderungen gestellt. Und Prognosen gehen davon aus, dass die Werbeeinnahmen in diesem Zusammenhang 2024 weltweit um 54 Milliarden US-Dollar sinken könnten (https://www.adweek.com/media/working-from-home-spurs-ad-block-rates-to-rise/).

Angesichts dieser Situation ist es für Publisher entscheidend, sich auf Veränderungen vorzubereiten und vorhandene Wachstumschancen zu nutzen. Mindestens genauso wichtig ist dabei, zu wissen, womit man besser nicht rechnen und auf welche Entwicklungen man nicht bauen sollte.

Die Experten der globalen Werbeplattform MGID (https://www.mgid.com) haben fünf Mythen der digitalen Werbung zusammengestellt, auf die Publisher 2024 nicht hereinfallen sollten.

Mythos Nr. 1: Privacy First führt zu sofortigem ROI

Viele Publisher hatten darauf gehofft, dass sie vom Ende des Third-Party-Trackings direkt profitieren können – durch mehr Kontrolle über ihre User und steigende Gewinne. Die Realität stellt sich bislang leider wie so oft etwas komplizierter dar. Innerhalb der Branche gibt es noch keinen echten Konsens zu künftigen Tracking-Methoden, was zu einer Reihe verschiedener Identitätslösungen geführt hat. Die Authentifizierung über IDs, die auf der Zustimmung der User basieren, ist ein durchaus vielversprechender Ansatz. Der tatsächliche Marktwert ist aber derzeit noch ungewiss. Es kann gut sein, dass Publisher noch eine ganze Weile auf die eigentlich erhofften Vorteile warten müssen, während die Branche sich an die neuen Gegebenheiten anpasst und alternative Lösungen zum Third-Party-Tracking einführt.

Außerdem ist nicht ganz ausgeschlossen, dass sich der genaue Zeitplan für das Cookie-Ende einmal mehr verzögert. Dadurch könnte kurz- und mittelfristig erst einmal eine Kombination von Privacy-First-Lösungen in den Fokus rücken. Nach den Herausforderungen des Jahres 2023 könnten Publisher und auch Advertiser kontextbezogene Strategien bevorzugen und für eine effektive Monetarisierung universelle Identifikatoren einsetzen, sowohl probabilistische als auch deterministische. Als deterministisch werden in diesem Zusammenhang Daten verstanden, die sich eindeutig Geräten beziehungsweise Nutzern zuordnen lassen, beispielsweise über einen Login-Vorgang. In diesem Fall ist in der Regel die Vergabe einer eindeutigen User-ID möglich, es handelt sich also um personenbezogene Daten. Aus Datenschutzgründen kommen allerdings vielfach probabilistische Identifikatoren ins Spiel. Dabei handelt es sich um Daten, die nicht eindeutig zuordenbar sind, sondern auf anonymisierten Profilen basieren.

Mythos Nr. 2: KI als Universallösung

Natürlich hält der KI-Boom weiterhin an. Die Entwicklungen sind äußerst spannend, vor allem im Bereich der Effizienzsteigerung. Keinesfalls aber sollten Publisher KI als Universallösung betrachten, denn es sind auch einige Herausforderungen damit verbunden. KI-generierte Inhalte etwa mögen sich schnell und einfach erstellen lassen. Die Gefahr ist aber, dass dabei extrem generischer Content entsteht, der letztlich das Vertrauen der User untergräbt. Die Zunahme von Made-for-Advertising-Websites, die in der Regel voll von solchen Inhalten sind, sollte hier ein mahnendes Beispiel sein. Für User kann es angesichts einer schieren Informationsüberflutung immer schwieriger werden, Inhalte und Informationen herauszufiltern, die ihnen echten Mehrwert bieten. Und für Publisher entsteht die Herausforderung, sich von der Konkurrenz abzuheben.

KI sollte stattdessen als nützlicher Partner betrachtet werden, der durch menschliche Kreativität ergänzt wird. Qualität über Quantität und ein stets nutzerzentrierter Ansatz sind wichtig. Ethische KI-Praktiken, die Manipulation vermeiden und Transparenz gewährleisten, sind entscheidend, um das Vertrauen der User zu gewinnen – und vor allem auch zu behalten. Die Investition in hochwertige Inhalte zahlt sich für Publisher aus und zieht ein treues Publikum an. Wer die Qualität der Inhalte hingegen vernachlässigt und stattdessen auf minderwertigen Traffic setzt, wird bei weitem nicht die gleichen Vorteile erzielen.

Mythos Nr. 3: Die Vorteile von Open Marketplaces

Man kann die Augen nicht länger davor verschließen: Offene Marktplätze (Open Marketplaces/OMP) haben an Effektivität verloren. Google plant, bis zum 4. Quartal die Cookies von Drittanbietern in Chrome zu entfernen, was sich natürlich negativ auf Zielgruppendaten, Frequenzsteuerung und Reichweitenmessung auswirkt. Dies hat zu einem starken Rückgang der OMP-Einnahmen der Publisher und zu einem Verlust von Marktanteilen für Marken geführt.

Die Budgets, die über Open Marketplaces fließen, sind rückläufig, und die Herausforderungen im Open Web offensichtlich. Eine Studie von Digiday geht davon aus, dass Publisher im Jahr 2023 auf dem Open Marketplace einen Umsatzverlust von nicht weniger als 83 % hinnehmen mussten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen Publisher zunehmend auf direkte Beziehungen zu Advertisern. Es geht darum, ihre Reichweite über die 30 % hinaus zu erhöhen, die noch über OMP adressierbar sind. Dies spiegelt sich auch in den Daten wider, mit einem Anstieg der Direktverkäufe um 62 % im zweiten Quartal 2023. Vorausschauend agierende Publisher passen ihre Strategien für einen direkten Verkauf an und profitieren sowohl von endemischen als auch nicht-endemischen Zielgruppen.

Mythos Nr. 4: Ein „One-size-fits-all“-Ansatz sorgt für erfolgreichen Content

Publisher sollten bei ihrem Content nicht den Fehler begehen, sich rein auf klassischen Text zu verlassen, sondern verstärkt auf Video und interaktive Inhalte achten. Die Bedeutung von Videos wird weiter zunehmen, da auch Marken sie immer häufiger in ihre Werbung integrieren. Studien zufolge erinnern sich User an 95 % der Informationen aus Videos, während der Wert bei Texten lediglich bei 10 % liegt. Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube verzeichneten im vergangenen Jahr einen sprunghaften Anstieg des Videokonsums, was natürlich dazu führt, dass Marken ihre Werbekampagnen weiter auf diesen Trend ausrichten.

Lohnen kann sich für Publisher hier beispielsweise auch der Blick auf die kürzlich überarbeiteten Video-Richtlinien von IAB Tech Lab, die über die reine Betrachtung von Instream- oder Outstream-Werbung hinausgehen. In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant: Eine Studie von Connatix zeigt, dass 57 % der 18-34-Jährigen eher dazu bereit sind, sich mit einer Videoanzeige zu beschäftigen, wenn der Inhalt zu dem Artikel passt, den sie gerade lesen. Durch den Einsatz von Videocontent, insbesondere rund um wichtige Ereignisse wie zum Beispiel Wahlen, Olympische Spiele oder andere große Sportereignisse, können Publisher ein attraktiveres Erlebnis für ihre User schaffen. Marken wiederum profitieren von der Zusammenarbeit mit Publishern, die in der Lage sind, sich innerhalb einer Flut von Informationen und Inhalten Gehör zu verschaffen und mit Videos und interaktiven Inhalten spannende Geschichten zu erzählen.

Mythos Nr. 5: Einen Link zu setzen, ist bereits eine ausreichende Affiliate-Strategie

In diesem Jahr sollten Publisher ihre Affiliate-Marketing-Strategien optimieren, indem sie einen deutlich ganzheitlicheren Ansatz verfolgen. Das bedeutet, über die traditionellen Affiliate-Links hinauszudenken und gemeinsam mit den Partnern an der gemeinsamen Erstellung von Inhalten und kooperativen Projekten wie beispielsweise Podcasts zu arbeiten. Dieser Wandel ist aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen fördert eine solche Herangehensweise die Verbindung zu den Usern. Es geht nicht allein darum, ein Produkt zu verkaufen, sondern eine Geschichte zu erzählen, Wissen zu teilen und ein Erlebnis für die jeweiligen Zielgruppen zu schaffen. Eine solche Kooperation bringt unterschiedliche Perspektiven ein und macht Inhalte wertvoller und interessanter.

Zum anderen bietet sich Publishern auf diese Weise die Chance, sich innerhalb einer überfüllten digitalen Medienwelt von der Masse abzuheben. Publisher können für ihr Publikum so zu einer wertvollen Ressource werden und eine einzigartige Mischung aus Information und Unterhaltung bieten.

„Natürlich gibt es derzeit eine ganze Reihe von unbekannten Variablen. Die Unsicherheit kann allerdings deutlich reduziert werden, wenn Publisher auf die richtigen Tools und Strategien setzen. Dazu zählen beispielsweise Aspekte wie die Implementierung von Identitätslösungen, die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Anbietern, das Testen von Optionen und die Nutzung von First-Party-Daten. Die Integration von kontextbezogenem Targeting bietet zudem eine gute Möglichkeit, die Datenschutzbelange der User zu respektieren und dennoch ein personalisiertes Content-Erlebnis zu schaffen“, sagt Swen Büttner, Managing Director Germany bei MGID.

Bild:Swen Büttner MGID

Quelle:FX Kommunikation

Planergy: Neues Tool hilft bei der energetischen Sanierung

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Die Doozer Real Estate Systems GmbH, die die deutsche Wohnungswirtschaft seit gut zehn Jahren mit der Plattform Doozer bei der Innenraumsanierung unterstützt, hat nun ihr Serviceangebot erweitert und mit Planergy eine Innovation für Privatpersonen ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt steht diesmal die energetische Sanierung, die Hauseigentümer mit dem Tool deutlich schneller und wesentlich unkomplizierter planen können. Die Mission des Planergy-Teams: eine bezahlbare, energieeffiziente Gestaltung – passgenau für jedes Zuhause.

Ob neue Fenster, Fassadendämmung oder die Umrüstung der Heizung – die energetische Sanierung verbinden viele Immobilieneigentümer mit einem komplexen, zeit- und kostenaufwendigen Projekt. Angesichts der rund 14 Millionen Häuser in Deutschland, die Eigentümer zur Erreichung der Klimaziele energetisch sanieren sollten, ist die Nachfrage nach innovativen Lösungen groß. Dass der Weg von der Planung zur Umsetzung ein leichter sein kann, zeigt jetzt Planergy.

Der Rundum-Service von Planergy ermöglicht Hauseigentümern, sich Schritt für Schritt der energetischen Sanierung zu nähern, beginnend mit einer Berechnung des aktuellen Gebäudezustands. In den kostenlosen Online-Rechner geben Nutzer erste Angaben zum Haus ein wie das Baujahr, die Wohnfläche, Informationen zur Fassade oder dem Dachgeschoss, mit denen sie die Energieeffizienzklasse ermitteln. Das Tool fragt zudem die Postleitzahl ab, um beim generierten Kostenüberblick auf regionale Preisschwankungen rund um Lohnkosten von Handwerkern oder Materialpreise eingehen zu können und Zuverlässigkeit zu bieten.

Mit Planergy+ warten spannende Mehrwerte: Sanierungskosten lassen sich berechnen, Maßnahmen vergleichen und letztlich lässt sich das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis identifizieren. Auf sich allein gestellt sind Hauseigentümer dabei nicht. Über das digitale Angebot können Planergy+-Nutzer von der bundeseigenen Qualitätsstelle dena geprüfte Energieberater in einem Beratungsgespräch konsultieren, um förderfähige Arbeiten aufzudecken, die passende Förderung zu finden und dabei auch einen Blick auf die Verfügbarkeit der Fördermittel zu werfen.

„Unser Wissen, das wir mit Doozer seit Jahren in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sammeln konnten, haben wir jetzt gebündelt, um Hauseigentümer bei einem als sehr komplex empfundenen Thema digital zu unterstützen. Dafür durften wir zudem auf die Expertise von Architekten, Ingenieuren und Energieeffizienzberatern bauen“, so Carsten Petzold, Geschäftsführer, Planergy und Doozer Real Estate Systems GmbH. „Mit Planergy bieten wir ein Tool an, das Immobilienbesitzern einen klaren, individuellen und einfach zu verstehenden Weg aufzeigt. Effizienz und ein kostenoptimiertes Vorgehen stehen dabei für uns an erster Stelle.“
Das veranschaulicht das Vorgehen beim individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), einem Dokument, das zum Erhalt der maximalen Fördersumme nötig ist. Dazu müssen Hauseigentümer einen zertifizierten Energieberater beauftragen, der im Anschluss an einen Vor-Ort-Termin die Erstellung übernimmt. Die Kosten für diese Leistung beginnen derzeit ab 390 Euro. Planergy+ hingegen sammelt im digitalen Sanierungsplan alle Informationen eines individuellen Sanierungsfahrplans und bewertet, ob dieser benötigt wird. Ist das Sanierungskonzept nicht erforderlich, lassen sich somit Kosten einsparen.

Auf den bisherigen Benefits ruht sich das Planergy-Team jedoch nicht aus. So will es das Tool künftig zur zentralen Plattform für die Erfassung des energetischen Istzustands ausbauen. Weitere Entlastungen für Hauseigentümer sollen über Produkt- und Anbieterempfehlungen, einen Förderservice und Informationsdienste Einzug erhalten. „Doch Planergy soll nicht nur Hauseigentümer unterstützen. Momentan entwickeln wir ein Konzept, um auch Energieeffizienzexperten bei der Erstellung des iSFP zu entlasten. So erstrahlen die beiden Seiten der Planergy-Medaille noch heller“, erklärt Carsten Petzold.

Bild:Carsten Petzold und Nicholas Neerpasch von Planergy Bildquelle Planergy

Quelle:FUCHSKONZEPT GmbH