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Grünen-Fraktionsspitze sieht Taurus-Debatte noch nicht beendet

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Katharina Dröge am 20.03.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hält die Debatte um mögliche Lieferungen für Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine nicht für beendet.

Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte sie: „Bei der Unterstützung der Ukraine geht es um nicht weniger als die große Frage, wie wir Frieden und Sicherheit in und für Europa wiederherstellen. Hier um den richtigen Weg zu ringen ist keine Debatte, die man einfach beenden kann.“

Sie werbe dafür, „die Ukraine noch mehr und besser zu unterstützen, weil das im Interesse unserer eigenen Sicherheit ist. Auch beim Taurus“. Der russische Präsident Wladimir Putin betrachte Zögern als Einladung.


Foto: Katharina Dröge am 20.03.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Berichte: "Islamischer Staat" bekennt sich zu Anschlag in Moskau

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Fahne von Russland (Archiv), via dts NachrichtenagenturMoskau (dts Nachrichtenagentur) – Der „Islamische Staat“ hat sich laut Medienberichten dazu bekannt, den Anschlag in Moskau verübt zu haben. Über einen Telegram-Kanal, der von der Gruppierung „Amaq“ betrieben werden soll, die als Sprachrohr der Islamisten gilt, wurde am Freitag eine entsprechende Nachricht abgesendet. Die Authentizität konnte zunächst nicht überprüft werden.

Es sei „eine große Ansammlung von Christen“ in Moskau angegriffen worden, hieß es in einem Posting, das verbreitet wurde. Nach russischen Angaben kamen bei dem Anschlag am Freitagabend mindestens 40 Menschen ums Leben, über 100 sollen verletzt worden sein. Vermutlich fünf Personen sollen in einer Konzerthalle das Feuer auf Besucher eines Rockkonzerts eröffnet haben.

Die Ukraine hatte zuvor mitgeteilt, „absolut nichts“ mit dem Vorfall zu tun zu haben. Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj äußerte sich am Freitagabend entsprechend ebenfalls über Telegram.


Foto: Fahne von Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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USA kondolieren nach Anschlag – Russland ruft UN-Sicherheitsrat

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John Kirby am 22.03.2024, via dts NachrichtenagenturMoskau (dts Nachrichtenagentur) – Die USA haben nach dem offensichtlichen Terroranschlag in Moskau kondoliert. Die Bilder seien „fürchterlich und schwer zu ertragen“, sagte der Pressesprecher des Weißen Hauses John Kirby am Freitag, der den Angehörigen der mutmaßlichen Opfer sein Mitgefühl aussprach.

Nach russischen Angaben hatten vermutlich fünf Personen am Freitag in einer Konzerthalle in Moskau auf Besucher eines Rockkonzerts geschossen, mindestens 40 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen und über 100 verletzt worden sein.

Im russischen Staatsfernsehen wurde umgehend darüber spekuliert, dass der ukrainische Geheimdienst hinter dem Vorfall stecken könnte. Auf Bildern war zu sehen, dass der Gebäudekomplex in Flammen stand.

Am späteren Abend teilte das russische Außenministerium mit, dass wegen des Anschlags eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt werde.


Foto: John Kirby am 22.03.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Prinzessin Kate hat Krebs und macht Chemotherapie

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Von der BBC gesendetes Videostatement von Kate (Archiv), via dts NachrichtenagenturLondon (dts Nachrichtenagentur) – Prinzessin Kate hat Krebs und macht eine Chemotherapie. Das teilte die Frau des britischen Thronfolgers in einer am Freitag veröffentlichten Videoansprache mit.

Sie befinde sich in einem frühen Stadium der Behandlung, nachdem bei Tests Krebs festgestellt worden sei, sagte sie in der Aufnahme, die bereits am Mittwoch von einer kommerziellen Tochtergesellschaft der BBC gemacht worden sein soll. Es sei für sie ein „großer Schock“ nach „ein paar unglaublich harten Monaten“ gewesen. Gleichzeitig gab sich die Prinzessin optimistisch: „Mir geht es gut und ich werde jeden Tag stärker.“

Weitere Einzelheiten zur Krebserkrankung wurden nicht bekannt gegeben. Bei ihrer Bauchoperation im Januar war der Krebs offenbar noch nicht bekannt gewesen. Seitdem hatte es zunehmende Spekulationen gegeben, weil sich Kate nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt hatte.


Foto: Von der BBC gesendetes Videostatement von Kate (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Womöglich dutzende Tote bei Terroranschlag in Moskau

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So berichtet das Russische Staatsfernsehen über den Anschlag, via dts NachrichtenagenturMoskau (dts Nachrichtenagentur) – Nach Angaben russischer Staatsmedien soll es bei einem offensichtlichen Terroranschlag in Moskau am Freitagabend dutzende Todesopfer gegeben haben. Der in Deutschland gesperrte Sender „Russia Today“ (RT) sprach von mindestens 40 Toten und 100 Verletzten.

Etwa drei bis fünf Angreifer sollen in einer Konzerthalle mit Kalaschnikows das Feuer auf Besucher eröffnet haben, die ein Rockkonzert besuchen wollten. Die „Crocus City Hall“ gehört zu einem größeren Gebäudekomplex, der auch ein Einkaufszentrum, Hotels und Restaurants beherbergt. Auch außerhalb der Konzerthalle könnten Schüsse gefallen sein, wie Videoaufnahmen nahelegen, die RT ausstrahlte. Darauf waren mehrere Personen zu sehen, die in einem Hallenbereich mit Rolltreppen scheinbar wahllos auf Menschen schießen.

Auf weiteren Fernsehbildern war zu sehen, wie weite Teile des Gebäudekomplexes in Flammen stehen. Die Angreifer sollen sich angeblich verschanzt haben. Der Staatssender spekulierte umgehend darüber, dass der ukrainische Geheimdienst hinter dem Anschlag stecken könnte.


Foto: So berichtet das Russische Staatsfernsehen über den Anschlag, via dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsweise Grimm betrachtet Energiekrise als erledigt

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Stromzähler (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat die Energiekrise nach Auffassung der Ökonomin und Wirtschaftsweisen Veronika Grimm hinter sich gelassen.

„Die unmittelbare Energiekrise ist vorbei“, sagte Grimm der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). Zwar könne immer noch Unerwartetes passieren. „Aber wir sind besser aufgestellt als früher.“ Auch die Gaspreise seien schneller und stärker gesunken als erwartet. „Das hat sich alles viel schneller normalisiert, als wir es im Herbst 2022 erwartet hatten“, sagte Grimm. Damals war sie eine der Vorsitzenden einer Regierungskommission zur Bewältigung der Krise, der sogenannten Gaspreiskommission.

Auch die Bundesnetzagentur, Schaltzentrale im Fall einer Gasmangellage, gibt vorsichtig Entwarnung. „Wir blicken recht entspannt auf 2024“, sagte Behördenchef Klaus Müller der SZ. „Das hätte alles viel schlimmer kommen können.“ Überstanden sei aber längst noch nicht alles. „Auch im nächsten Winter wird die Gefahr von Engpässen ein Thema bleiben“, warnte Müller.

Weiterhin bestehe die Gefahr, dass Russland über Nacht die Gaslieferungen nach Osteuropa und Österreich einstelle, als Teil einer Eskalation. Damit könnte der Kreml Europa erneut unter Druck setzen. „Und keiner weiß, wie kalt der nächste Winter wird“, sagte er. „Wir werden also weiter wachsam sein.“

Noch nicht abschließend erledigt ist die Krise allerdings für viele Verbraucher. In vielen Fällen kamen die Preiserhöhungen erst mit großer Verzögerung bei Ihnen an, manche günstige Altverträge sind erst in den letzten Monaten ausgelaufen. Mit den Betriebskostenabrechnungen für 2023 drohen daher weiterhin teils erhebliche Überraschungen.


Foto: Stromzähler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Schweden will Deutschland bei Waffenlieferungen helfen

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Panzer auf Lkw (Archiv), via dts NachrichtenagenturStockholm (dts Nachrichtenagentur) – Der schwedische Außenminister bietet Deutschland Hilfe bei der Unterstützung der Ukraine mit Waffenlieferungen an.

Gefragt nach der Weigerung Deutschlands, den Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine zu schicken, sagte Tobias Billström, dies sei eine typisch deutsche Debatte. „Aber es kann Kooperationen zwischen uns geben bei Waffenlieferungen, etwa Systeme, die man zwischen den Staaten tauschen kann“, sagte Billström der FAZ. „Da gab es in der Vergangenheit gute Beispiele zwischen unseren Ländern.“

Der Minister sagte mit Blick auf die Taurus-Debatte: „Schwedens Haltung ist, dass wir die Ukraine sowohl wirtschaftlich als auch militärisch so stark wie möglich unterstützen müssen, damit sie siegt. Andernfalls würde das ukrainische Beispiel einen Damm für andere autoritäre Staaten öffnen, es Russland gleichzutun.“

Überlegungen zu einem Einfrieren eines Krieges, wie sie der SPD-Fraktionsvorsitzende Mützenich angeregt hatte, wies Billström scharf zurück. „Das Einfrieren des Kriegs ist eine sehr gefährliche Idee“, sagte er der FAZ. „Wir haben bereits gesehen, was ein Einfrieren brachte. Das geschah nach 2014 mit dem Minsker Prozess. Es war eine totale Katastrophe. Das gab Putin die Zeit, seine Streitkräfte aufzubauen und den politischen Druck zu verringern. Wenn wir das 2014 anders gemacht hätten, wären wir jetzt nicht in der furchtbaren Situation, in der wir uns nun befinden“, sagte er.


Foto: Panzer auf Lkw (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundespolizist stirbt nach Angriff am Nürnberger Hauptbahnhof

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Nürnberg Hbf (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Nach einer Attacke am Nürnberger Hauptbahnhof am Donnerstagmorgen ist ein 30-jähriger Bundespolizist gestorben – nun meldete sich die Bundesinnenministerin zu Wort.

Dem jungen Polizisten war während einer Routinekontrolle ein Faustschlag versetzt worden. Am Freitag schaltete sich Nancy Faeser (SPD) ein: „Ich bin tief erschüttert über den Tod eines noch jungen Beamten der Bundespolizei in Nürnberg“, sagte die Ministerin.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei würden zeigen, ob der Tod im Zusammenhang mit einem Angriff auf den Polizeibeamten in einem vorherigen Einsatz stehe. „Diese Ermittlungen müssen wir abwarten, bevor wir hieraus Schlüsse ziehen können“, sagte Faeser.

Völlig außer Frage stehe, dass die Beamten der Bundespolizei tagtäglich für aller Sicherheit eintreten und sich dabei oft in erhebliche eigene Gefahr begeben müssten, so die Innenministerin.


Foto: Nürnberg Hbf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Die E-Rechnungspflicht kommt: Worauf müssen Unternehmen sich jetzt einstellen?

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Das beschlossene Wachstumschancengesetz ist eine zentrale Maßnahme der Bundesregierung, um Unternehmen zu entlasten und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. In ihm ist aber auch die Verpflichtung einer elektronischen Rechnungsstellung eingegangen. Damit kommen auf Unternehmen innerhalb kurzer Zeit einige Änderungen zu. Christian Steiger, Geschäftsführer Lexware, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema E-Rechnungen.

1. Was ist mit elektronischen Rechnungen überhaupt gemeint?

Natürlich erstellen und verschicken viele Unternehmen heute schon Rechnungen in digitaler Form. Dies geschieht jedoch häufig im PDF-Format per Mail, wie 75 Prozent der Befragten einer kürzlich von uns durchgeführten Umfrage* zeigte. Doch ist damit keine automatische und elektronische Verarbeitung möglich ist. Denn, und hier sehen wir in den kommenden Monaten Aufklärungsbedarf: Ein PDF ist keine E-Rechnung. Im Grunde handelt es sich hierbei nur um eine bildhaft repräsentierte Rechnung. Im Gegensatz dazu werden E-Rechnungen nach EU-Norm in einem strukturierten Format ausgestellt, sodass sie automatisch und elektronisch ohne Medienbrüche verarbeitet werden können. Das wissen viele Selbstständige und kleine Unternehmen nicht, vor allem diejenigen nicht, die noch mit Word und Excel oder sogar Stift und Papier arbeiten. Auch das zeigten die Umfrageergebnisse: knapp ein Drittel (31 Prozent) versendet ihre Rechnungen immer noch per Post. Und das, obwohl es zugleich heute schon Lösungen gibt, die E-Rechnungs-ready sind und den Unternehmen diese Sorge abnehmen.

2. Warum werden E-Rechnungen nun verpflichtend?

Tatsächlich müssen Unternehmen bereits seit 2023 Lieferungen und Leistungen an öffentliche Einrichtungen des Bundes als E-Rechnung abrechnen. Ganz neu ist die Pflicht zur E-Rechnung also nicht. Die jetzige Ausweitung auf den B2B-Bereich ist ein Vorgriff auf die EU-Initiative ViDA (VAT in the Digital Age). Deren Ziel ist es unter anderem, das Mehrwertsteuerrecht zu modernisieren, um Mehrwertsteuerbetrug wirksamer zu bekämpfen. Dazu war ursprünglich bis 2028 die Einführung eines elektronischen Meldesystems für innergemeinschaftliche Umsätze nebst E-Rechnungspflicht geplant. Mittlerweile ist bereits eine Verschiebung auf 2030 bzw. 2032 in Diskussion.

3. Was heißt das in der Praxis konkret für Unternehmen?

Die E-Rechnungspflicht soll in mehreren Stufen umgesetzt werden, wobei ab 1. Januar 2025 schon alle Unternehmen in der Lage sein müssen, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu öffnen. Ein Jahr später müssen Unternehmen dann für alle inländischen Umsätze E-Rechnungen ausstellen können, einzig kleine Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von weniger als 800.000 Euro erhalten einen Aufschub bis 2027.

Um E-Rechnungen zu verschicken und zu empfangen, brauchen Unternehmen jedoch einen geeigneten Kommunikationsweg, um E-Rechnungen auszulesen, zu schreiben und zu verarbeiten. Zudem müssen sie gewährleisten, dass Rechnungen gemäß der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) archiviert werden.

Verschiedene Wirtschaftsverbände haben schon im Frühjahr Bedenken angemeldet, dass der Zeitrahmen für Unternehmen angesichts der Breite der Wirtschaft nicht realisierbar ist. Da die Bundesregierung jedoch im Gesetz an diesem festhält, sollten Unternehmen sich so bald wie möglich damit auseinandersetzen, wie sie E-Rechnungen in ihren Betrieb integrieren können. Doch haben sich erst weniger als die Hälfte (40 Prozent) der befragten Unternehmen* über die anstehenden Änderungen bzgl. E-Rechnungen informiert und sogar 68 Prozent suchen noch nach einer geeigneten Umsetzungslösung. Das Gute dabei ist: Es gibt natürlich schon Lösungen, mit denen das problemlos machbar ist, die praktisch E-Rechnungs-ready sind und oft noch weitere nützliche digitale Funktionen bieten.

4. Gibt es dabei Ausnahmen?

Nein, betroffen sind ab 2027 Unternehmen aller Größen und Branchen, die mit anderen Unternehmen Geschäfte machen. Beide – Leistungsempfänger und leistender Unternehmer – müssen zudem im Inland ansässig sein. Dazu gehören potentiell sogar Unternehmen, die steuerfreie Leistungen erbringen, als zum Beispiel Wohnungsvermieter oder Ärzt:innen. Nur bei Kleinbetragsrechnungen unter 250 Euro braucht es auch in Zukunft keine E-Rechnung.

5. Welche Vorteile bringt die E-Rechnungspflicht Unternehmen?

Die E-Rechnungspflicht für B2B-Geschäfte sehen wir als große Chance für die Digitalisierung des deutschen Mittelstands, vom Selbstständigen bis zum Klein- und Kleinstunternehmen. Denn nun bekommen die, die bislang noch nicht auf Software und digitale Prozesse setzen, einen weiteren, dringend notwendigen Schub, die Chancen einer digitalen Unternehmenssteuerung zu nutzen und ihr Unternehmen für eine erfolgreiche digitale Zukunft aufzustellen.

Darüber hinaus sehen wir große Chancen in den strukturierten Daten der E-Rechnungen für Unternehmer:innen. Denn die E-Rechnung stellt eine neue Datenquelle dar, die wir nutzbar machen können, um z.B. Datenpflegeaufwände durch Automatisierung zu ersparen, schnellere Geschäftsprozesse zu ermöglichen oder konkrete datengestützte Empfehlungen abzuleiten, um richtige Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen zu können.

6. Was raten Sie als Softwarehersteller Unternehmen?

Wir raten klar dazu, jetzt aktiv zu werden und nicht bis zum Stichtag mit der Umstellung zu warten. Unternehmer:innen sollten das Momentum der Pflicht für die Kür nutzen: Denn die Nutzung von Software bietet über die Erfüllung von Pflichten wie der bevorstehenden E-Rechnung derart große Chancen, die Unternehmenssteuerung zu digitalisieren, Prozesse zu automatisieren und effizienter zu arbeiten, dass jeder Tag zählt. Frühes Handeln ist auch in Anbetracht des Fachkräftemangels und der wachsenden Anforderungen an ein nachhaltiges und umweltfreundliches Geschäft ratsam.

Zudem ist davon auszugehen, dass die Unternehmen, die noch gänzlich auf Papier setzen, eine gewisse Zeit brauchen, sich mit neuen Lösungen vertraut zu machen. Der Zentralverband des deutschen Handwerks hat im Mai entsprechend angemerkt, dass insbesondere kleinere Betriebe von Übergangsregelungen und Fristverlängerungen profitieren sollten, da hier meist der Geschäftsführer solche Themen in Personalunion steuert. Ja, und trotzdem: GERADE deshalb, sollten die kleinen Betriebe nicht länger warten!

Bild:Christian Steiger

Quelle:Lexware

Hi Inov führt eine 6-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde für das Cybersecurity-Start-up ANOZR WAY an

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Hi Inov investiert zusammen mit UI Investissement und BNP Paribas Développement in das Cybersecurity-Start-up ANOZR WAY.
ANOZR WAY schützt den digitalen Fußabdruck von Führungskräften sowie ihrer Teams. Ziel ist dabei, persönliche Computerangriffe durch Hacker auf diesen Personenkreis von Unternehmen und Organisationen zu verhindern.
Das Start-up verzeichnet ein Wachstum von 171 Prozent in 2023 und wurde mehrfach ausgezeichnet.
ANOZR WAY beabsichtigt, mithilfe der Finanzierungsrunde seine internationale Expansion fortzusetzen und noch dieses Jahr 30 Mitarbeitende einzustellen.

Hi Inov, eine deutsch-französische Venture Capital-Gesellschaft spezialisiert auf digitale B2B-Lösungen, hat an einer Serie-A-Finanzierungsrunde des Cybersecurity-Start-ups ANOZR WAY teilgenommen. Diese Finanzierungsrunde in Höhe von 6 Millionen Euro folgt auf die Seed Finanzierung im Jahr 2021. Neben Hi Inov nehmen auch die Investoren Breizh Up, verwaltet von UI Investissement, und BNP Paribas Développement an der Series-A-Runde teil. Die Investmentbank Clearwater International begleitete die Finanzierungsrunde.
Im Jahr 2023 betrug das Wachstum von ANOZR WAY 171 Prozent. Diesen Trend möchte das Start-up auf internationaler Ebene fortsetzen und bis Ende 2024 30 neue Stellen besetzen.

Alban Ondrejeck, ein ehemaliger französischer Geheimdienstoffizier, und Philippe Luc, ein früherer Versicherungsangestellte, gründeten 2019 gemeinsam ANOZR WAY. Ziel des Unternehmens ist, den digitalen Fußabdruck von Führungskräften und ihren Teams zu schützen und zu kontrollieren. Dies ist meist das erste Ziel von Hackern und das Haupteinfallstor für Computerangriffe auf Unternehmen und Organisationen.

Besonders wichtig sind dabei menschliche Schwachstellen, denn diese sind für 8 von 10 Angriffen verantwortlich. Führungskräfte sind das erste Ziel von „Social Engineering“ und Betrügereien. ANOZR WAY setzt an dieser Stelle an und verhindert das Sammeln von persönlichen Daten.

ANOZR WAY betreut bereits mehr als 70 große Unternehmen. Das Start-up rechnet mit einer starken Wachstumsentwicklung von 150 Prozent pro Jahr und plant, bis 2026 profitabel zu sein. Seit der Gründung im Jahr 2019 wurde das Unternehmen von der französischen Regierung im Rahmen des Investmentplans France 2030 gefördert und hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten: Unter anderem ist ANOZR WAY Gewinner des Start-up-Preises FIC 2023 (Internationales Forum für Cybersicherheit), welcher von einer Jury aus Experten des Cybersecurity-Sektors, Vertretern der ANSSI (franz. Behörde für Informationssystem-Sicherheit) und französischen Ministerien verliehen wird.

„Cyberangriffe werden immer raffinierter, insbesondere mit dem Aufkommen künstlicher Intelligenz. Daher ist der Schutz von Führungskräften und Unternehmen vor Risiken des Identitätsdiebstahls von entscheidender Bedeutung. ANOZR WAY profitiert von einem Führungsteam, das fundiertes Fachwissen und verlässliche Erfahrungen im Bereich der Cybersicherheit mitbringt. Dadurch kann das Unternehmen effektiv auf Cyberangriffe reagieren und schnell international expandieren. Die Lösung von ANOZR WAY wurde bereits von zahlreichen Kunden getestet und angenommen. Das zeigt, dass ANOZR WAY Unternehmen erfolgreich gegen Eindringlinge schützt und so wirtschaftlichen und strategischen Schäden vorbeugt,“ erklärt Dr. Wolfgang Krause, Managing Partner von Hi Inov.

„Als Investor, der für seine langfristige Unterstützung bei hochinnovativen, technologischen Lösungen bekannt ist, war Hi Inov der beste Partner für diese Finanzierungsrunde. Unser Geschäftsmodell ist erprobt und anerkannt, und dank der Unterstützung von Hi Inov und unseren Altinvestoren ist es uns nun möglich, unser Wachstum langfristig zu strukturieren und international zu expandieren. Damit kommen wir unserem Ziel, Führungskräfte und ihre Teams in der digitalen Sphäre zu schützen, einen großen Schritt näher,“ sagt Philippe Luc, CEO von ANOZR WAY.

Bild:Hi Inov Wolfgang Krause

Quelle:Hi Inov