Start Blog Seite 1533

Jülich und eleQtron entwickeln modularen Quanten-Supercomputer

0
Jülich und eleQtron entwickeln modularen Quanten-Supercomputer

Der Quantencomputer-Pionier eleQtron aus Siegen und das weltweit führende Supercomputer-Zentrum des Forschungszentrums Jülich schließen eine strategische Technologie-Partnerschaft. Im Rahmen des nun vertraglich vereinbarten Projekts „Entwicklungspartnerschaft Ionenfallen-Quantencomputer in NRW (EPIQ)“ entwickelt eleQtron einen Ionenfallen-Quantencomputer, der eng in die Höchstleistungsrechner-Infrastruktur des Jülich Supercomputing Centre (JSC) integriert wird. Mit dem modularen System aus Höchstleistungsrechner und Quantencomputer können zum ersten Mal hybride quantenklassische Algorithmen in den praktischen Einsatz kommen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das weltweit einzigartige „EPIQ“-Projekt, das aus dem Netzwerk „EIN Quantum NRW“ entstanden ist, für eine Laufzeit von 4,5 Jahren mit etwa 21 Millionen Euro.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst erklärte anlässlich der Bekanntgabe der Partnerschaft und seines Besuchs bei eleQtron in Siegen: „Nordrhein-Westfalen bietet mit seiner starken Wirtschaft die besten Voraussetzungen für die Erforschung von technologischen Innovationen. Wir wollen die bedeutende Stellung beim Quantencomputing weiter ausbauen und unser Land zum Technologieführer bei Quantentechnologien machen. Die Entwicklungspartnerschaft zwischen eleQtron und dem Forschungszentrum Jülich ist hierfür ein wichtiger Schritt. Mit ihr soll bis 2027 ein Quantencomputer – entwickelt und hergestellt von Forscherinnen und Forschern aus unserem Land – zur Serienreife weiterentwickelt werden. Dieses zukunftsweisende Projekt wird maßgeblich dazu beitragen, dass unser Land weiterhin an der Spitze von Forschung und Innovation steht. Nordrhein-Westfalen ist die deutsche Zukunftsregion für die Digitalisierung.“

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes ergänzte: „Rechenleistung wird in Zukunft der entscheidende Schlüssel sein, die großen Herausforderungen der Menschheit zu meistern. Das gilt für den Kampf gegen die Volkskrankheiten genauso wie für intelligente Mobilität und ressourcenschonende Nutzung von Energie. Quantencomputing ‚made in NRW‘ gehört international zur Spitze. Das verdanken wir der beispielhaften Erfolgsgeschichte der Universität Siegen, ihrer Ausgründung mit eleQtron und der engen Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich: ein echtes Leuchtturm-Projekt für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.“

„Die Partnerschaft mit dem renommierten Forschungszentrum Jülich und die Auslieferung des Quantencomputers sind ein großer Meilenstein für eleQtron. Wir sind sehr froh und stolz, diesen wichtigen Innovationsbeitrag für den Technologiestandort und die Industrie in NRW zu leisten. Unser Ziel ist es, Quantencomputer als Schlüsseltechnologie der Zukunft schnell für industrielle Anwendungen marktreif zu machen. Hier in NRW haben wir ein großes Anwendungspotential in der Industrie. Diese Unternehmen können an der Spitze der Anwendungen stehen, wenn Quantencomputer auf den Markt kommen und mit ihrer disruptiven Kraft völlig neue Rahmenbedingungen für Geschäftsmodelle schaffen“, sagt Jan Leisse, Mitgründer und CEO von eleQtron. „Wir schreiben hier Zukunftsgeschichte für NRW.“

„Das Forschungszentrum Jülich hat das Quantencomputing zu einem seiner vorrangigen strategischen Ziele erklärt“, erläutert Prof. Dr. Astrid Lambrecht, Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich. „Gemeinsam mit einem Startup aus Nordrhein-Westfalen einen Quantencomputer zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen, zeigt die Leistungsfähigkeit des Hochtechnologiestandorts NRW in Europa und zugleich die Effektivität des Netzwerks ‚EIN Quantum NRW‘, über das die Entwicklungspartnerschaft zustanden kam.“

Zwei Vorreiter im Deep-Tech-Bereich

Das Netzwerk ‚EIN Quantum NRW‘, in dem sich auch die NRW-Ministerien für Wirtschaft und Wissenschaft engagieren, bündelt die Quantencomputing-Kompetenzen des Landes Nordrhein-Westfalen. Anwendungsfelder für Quantencomputer werden zum einen Optimierungsaufgaben in unterschiedlichen industriellen Bereichen wie Logistik, Verkehrsoptimierung und Verfahrenstechnik sein. In den Grundlagenwissenschaften Physik und Chemie, Biologie und Medizin sowie Materialforschung findet der Quantenrechner ebenfalls Anwendung. Vielversprechende Einsatzfelder sind darüber hinaus auch Maschinelles Lernen und Training von Modellen der Künstlichen Intelligenz.

Mit der Partnerschaft haben sich zwei Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gefunden, die beide jeweils Vorreiterrollen im Deep-Tech-Bereich einnehmen. Das Siegener Startup eleQtron fertigt Quantencomputer wie kein anderer auf der Welt, die zwei Gründer Prof. Dr. Christof Wunderlich und Dr. habil. Michael Johanning haben am Bau des ersten deutschen Quantencomputer mitgewirkt. Der von eleQtron entwickelte Quantencomputer mit MAGIC-Technologie („MAgnetic Gradient Induced Coupling“) ist technologisch vielversprechend – auch mit Blick auf die weltweite Konkurrenz. eleQtron‘s Quantencomputer sind skalierbar, immer mehr Qubits können zusammengeschlossen werden. Die „Magie“ dahinter: die Qubits werden nicht einzeln mit Lasern, sondern mit Hochfrequenzwellen gesteuert.

Seit 2015 hat sich das Forschungszentrum Jülich zum Ziel gesetzt, eine führende Entwicklungs- und Nutzergemeinschaft aus Industrie und Wissenschaft für die Anwendung von Quantencomputern in Deutschland und Europa zu etablieren. Dieser Gemeinschaft soll erstens Zugang zu Quantencomputern geboten werden, zweitens Unterstützung bei der Nutzung und drittens Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Implementierung von Algorithmen. Zu diesem Zweck wurde durch Prof. Dr. Kristel Michielsen und Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert am Jülich Supercomputing Centre, einem der weltweit führenden Rechenzentren, die User Facility JUNIQ – JUelicher Nutzer-Infrastruktur für Quantencomputing – geschaffen. JUNIQ bietet bereits heute Cloud-Zugriff und Unterstützung zu zwei führenden Quantencomputer-Emulatoren und einem Quantenannealer. Das erste kommerzielle gatterbasierte System, das JUNIQ anbieten möchte, soll im EPIQ-Projekt durch eleQtron ausgebaut und installiert werden.

Fertiger Quantencomputer wird 2024 ausgeliefert und 2026 ausgebaut

Der eleQtron-Quantencomuter soll im Forschungszentrum Jülich in zwei Stufen entstehen. In der ersten Stufe wird eleQtron bis Ende dieses Jahres ein Pilotsystem mit der Raumtemperatur-QPU (Quantum Processing Unit) „HiQ“ mit bis zu 30 Ionenfallen-Qubits aufbauen und im Laufe des nächsten Jahres für die Integration mit dem Jülicher Supercomputer JURECA DC installieren. In der zweiten Phase wird eleQtron das Pilotsystem zu einem Endnutzersystem mit der Kryo-QPU „HiQ+“ mit bis zu 60 Qubits ausbauen und es 2026 in Jülich installieren. Das Ziel am JSC ist, ein Hybrid-System aus Supercomputer und Quantencomputer zu schaffen. Im Zusammenspiel zwischen traditionellen digitalen Hochleistungsrechnern und den aufkommenden Quantencomputern ergibt sich global ein erhebliches Innovationspotenzial.

„Das ist insgesamt unser dritter Quantencomputer-Verkauf. Wir freuen uns sehr darüber, dass auch führende Zentren das Potenzial in unserer Technologie sehen. Wir sind gespannt auf die Zukunft und hoffen, dass die Industrieunternehmen hier in NRW erkennen, dass sie eine einzigartige Chance vor sich haben. Sie können zu den ersten Unternehmen gehören, die auf Quantencomputer setzen. Klar ist: Der Wettbewerb schläft nicht“, so eleQtron-CEO Jan Leisse weiter.

Foto eQtron-Mitarbeiter arbeiten am Quantencomputer Copyright: eleQtron / Fotograf Sichtplan

Quelle The Trailblazers GmbH

Crunchy und Salty von foodspring ist da

0
Crunchy und Salty von foodspring

Wir kommen auf den salzig knackigen Geschmack: die neue Erdnussbutter Crunchy & Salty von foodspring ist da

foodspring, europäische Fitness Food Marke, die ein gesundes Leben durch köstliche, hochwertige Ernährung für jedermann fördert, hat ihr Sortiment der Erdnussbutter erweitert und die erste knusprige Textur eingeführt: die Erdnussbutter Crunchy & Salty

Steigere Dein Snack-Erlebnis mit der unwiderstehlichen Textur der Erdnussbutter Crunchy & Salty, die mit jedem Löffel für ein köstlich kanckiges Erlebnis sorgt.
Perfekt für Momente, in denen Du einen schnellen, genussvollen salzigen und belebenden Snack benötigst. Diese Creme eignet sich hervorragend als gesunder und praktischer Snack – er hält lange satt und steckt voller Energie für Deinen Körper.

Die Erdnussbutter Crunchy & Salty besteht ausschließlich aus natürlichen Zutaten: eine simple Mischung aus natürlichen Erdnüssen (99%) und einem Hauch von Salz (1%). Sie ist reich an Ballaststoffen und enthält keine zugesetzten Zucker. Mit 26g Protein pro 100g trägt sie auch positiv zu Deiner täglichen Nährstoffaufnahme bei.


So genießt Du sie:

Als Aufstrich: der perkete Begleiter für jede Tageszeit.
Als Pancake-Topping: eine großartige Möglichkeit, die foodspring Protein Pancakes mit einem köstlichen Proteinschub zu ergänzen.
Als Verfeinerung für das Porridge: für eine köstliche Variant einfach in das foodspring Protein Porridge einrühren.
Als Krönung der Frühstücks-Bowl: für eine nussige Note in die leckeren Breakfast Bowls einrühren.
Direkt aus dem Glas: wer liebt es nicht, löffelweise Aufstriche aus dem Glas zu naschen, wenn niemand hinschaut? 🙂

Die Erdnussbutter Crunchy & Salty ist unter https://www.foodspring.de/erdnussbutter-crunchy-salty für €4.99 erhältlich.

Bilder @ foodspring

Quelle STUDIO BRANDFORMANCE

Sebastian Vettel testet den Porsche 963

0
sebastian vettel

Das Werksteam Porsche Penske Motorsport und Sebastian Vettel freuen sich auf den Rennstreckentest des 53-fachen Grand-Prix-Siegers mit dem Porsche 963. Der Deutsche wird in der kommenden Woche im Motorland Aragón in das Lenkrad des rund 500 kW (680 PS) starken Hypercars greifen. Porsche Penske Motorsport treibt seine Vorbereitungen auf die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans mit einem 36-stündigen Dauerlauf in Spanien voran. Vettel hat sich bereits mit einer ausführlichen Simulator-Session auf den Kurs bei Aragón eingestimmt. Bei einem Roll-out mit dem Porsche 963 auf der Versuchsstrecke des Porsche-Entwicklungszentrums Weissach konnte der Formel-1-Champion erste Kilometer im Hybrid-Prototypen absolvieren.

Sebastian Vettel betritt mit dem Probeeinsatz Neuland:

Der vierfache Formel-1-Weltmeister sammelt erstmals Erfahrungen im Cockpit eines Hypercar-Prototypen. Der Porsche 963 geht seit 2023 in den Händen der Werksmannschaft Porsche Penske Motorsport und privater Teams in der nordamerikanischen IMSA Sportwagen-Serie und auch in der FIA Langstrecken-WM WEC an den Start. Nach drei gewonnenen IMSA-Läufen im vergangenen Jahr konnte Porsche Penske Motorsport die neue Saison in beiden Meisterschaften jeweils mit einem Sieg eröffnen. In der WEC, zu der als Höhepunkt auch die 24 Stunden von Le Mans zählen, setzt der rund 500 kW (680 PS) starke Hybridrennwagen wie das gesamte Starterfeld auf einen BioFuel-Kraftstoff. Dieser wird seit März 2022 in der WEC verwendet.

„Ich freue mich darauf, den Porsche 963 testen zu dürfen. Ich hatte in Weissach bereits die Möglichkeit das Auto während eines Rollouts etwas kennenzulernen“, sagt Sebastian Vettel. „Ich habe schon immer andere Rennserien verfolgt und die Neugier für die Langstrecke hat mich dazu animiert, es einfach mal auszuprobieren. Nun bin ich gespannt auf den Dauerlauf in Aragón und freue mich auf die Zeit hinterm Steuer. Es wird sicher eine Umstellung und etwas Eingewöhnung brauchen, aber das gesamte Team ist sehr offen und hilft mir dabei. Das wird für mich eine neue Erfahrung. Wie es danach weitergeht, wird man dann sehen – momentan gibt es noch keine weiteren Absichten für die Zukunft.“

„Wir freuen uns sehr, dass sich Sebastian Vettel für unseren Porsche 963 interessiert“, erläutert Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Es stand für uns außer Frage, dass wir seinen Wunsch nach einer Testgelegenheit gerne unterstützen und ihm eine umfangreiche Vorbereitung sowie ausreichend Zeit am Steuer unseres Hybridprototypen ermöglichen – von seinem wertvollen Feedback können wir sicher viel lernen. Unser 36-Stunden-Dauerlauf mit Porsche Penske Motorsport und unseren Werksfahrern im Motorland Aragón bietet hierfür ein perfektes Umfeld.“

Auf den Test mit dem Porsche 963 hat sich Vettel konsequent vorbereitet. Bereits am 14. März konnte er das Einsatzteam am Standort von Porsche Penske Motorsport in Mannheim kennenlernen. Einen Tag später, am 15. März, absolvierte der gebürtige Heppenheimer bei Porsche Motorsport eine ausführliche Simulator-Session. Dabei hat er sich mit den Ingenieuren sowie den Besonderheiten und den komplexen Bedienelementen des Le-Mans-Prototypen vertraut gemacht. Am 21. März schlossen sich einige Kennenlern-Kilometer mit dem Porsche 963 auf der hauseigenen Teststrecke des Entwicklungszentrums Weissach an. Für den 36-Jährigen eine ungewohnte Erfahrung: Nach 299 Grand-Prix-Starts in offenen Formel-1-Monoposti pilotierte Vettel seit langer Zeit wieder einen Rennwagen mit geschlossenem Dach. Zuvor war dies nur beim Race of Champions oder Showfahrten der Fall.

Porsche Penske Motorsport nutzt den 5,345 Kilometer langen Rundkurs des Motorland Aragón nahe Alcañiz in der kommenden Woche für einen 36-Stunden-Dauerlauf. Neben Sebastian Vettel kommen dabei die Werksfahrer Matt Campbell (Australien), Michael Christensen (Dänemark) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) sowie Kévin Estre (Frankreich), André Lotterer (Deutschland) und Laurens Vanthoor (Belgien) zum Einsatz. Dieser Endurance-Test dient als Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt in Le Mans am 15./16. Juni. Rekordhalter Porsche peilt auf dem Circuit des 24 Heures seinen 20. Gesamtsieg an.

Um die Chancen auf den erhofften Erfolg zu erhöhen, schickt Porsche Penske Motorsport auch 2024 wieder einen dritten Hybridprototypen aus schwäbischer Fertigung in den französischen Langstreckenklassiker. Als Fahrer der Nummer 4 steht bereits der Franzose Mathieu Jaminet fest. Hinzu kommen drei weitere Porsche 963 in den Händen der Kundenmannschaften Hertz Team Jota und Proton Competition. In der neuen LMGT3-Kategorie starten zwei Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA und Manthey PureRxcing.

Quelle Bild und Text: © 2024 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Vodafone Deutschland will 2.000 Stellen abbauen

0

Vodafone (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Vodafone Deutschland will mit einem „Transformationsprogramm“ in den kommenden zwei Jahren rund 400 Millionen Euro einsparen. Geplant sei unter anderem, im Rahmen von „Einsparungen und Verlagerungen“ rund 2.000 Stellen abzubauen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Sowohl Sach- als auch Betriebs- und Personalkosten würden reduziert.

Demnach könnten manuelle Tätigkeiten künftig durch „verstärkte Automatisierung“ ausgeübt werden. Der Jobabbau soll laut Vodafone „sozialverträglich“ vonstattengehen. Wachstumsfelder wie das Cloud- und IoT-Geschäft sowie „kundennahe Positionen“ vor allem im Firmenkunden-Bereich sollen zudem „mit Experten gestärkt werden“, so der Konzern weiter.


Foto: Vodafone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Paritätischer: Armut in Deutschland verharrt auf hohem Niveau

0

Prekariat (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands verharrt die Armut in Deutschland auf einem hohen Niveau. 16,8 Prozent der Bevölkerung lebten derzeit in Armut, wobei sich im Vergleich der Bundesländer große regionale Unterschiede zeigten, heißt es im neuen „Paritätischen Armutsbericht“, der am Dienstag vorgestellt wurde.

„Die Befunde sind durchwachsen, aber einen Grund zur Entwarnung gibt es nicht“, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. So scheine der Trend stetig wachsender Armut auf Bundesebene zwar auf den ersten Blick gestoppt, aber noch nicht gedreht. Nach dem Armutsbericht sind 14,2 Millionen Menschen von Armut betroffen. 2022 waren es damit fast eine Million Menschen mehr als vor Pandemie-, Energie- und Preiskrise im Jahr 2019 und 2,7 Millionen mehr als 2006.

Insbesondere Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Menschen mit schlechten Bildungsabschlüssen oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit sind dem Bericht zufolge von Armut betroffen. Auf einen neuen Rekordwert ist nach der Studie zudem die Kinderarmut gestiegen: Mehr als jedes fünfte Kind ist nach Rechnung des Paritätischen mittlerweile von Armut betroffen (21,8 Prozent). Unter Alleinerziehenden lag die Armutsquote bei 43,2 Prozent.

Im Vergleich der Bundesländer zeigen sich große regionale Unterschiede: Während in Bayern jede achte Person von Armut betroffen ist, ist es in Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Hamburg jede fünfte Person, in Bremen fast jede dritte. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Armut in Berlin besonders stark gesunken (von 20,1 auf 17,4 Prozent), während sie in Hamburg, in Schleswig-Holstein und im Saarland besonders stark gestiegen ist.


Foto: Prekariat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ex-DFB-Präsident Zwanziger verteidigt Ausrüstervertrag mit Nike

0

DFB-Zentrale (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Theo Zwanziger, ehemaliger Präsident des Deutschen Fußballbundes, verteidigt den Wechsel des DFB zum US-Konzern Nike als künftigen Ausrüster. „Ich kann jeden Fan verstehen, der sich empört“, sagte Zwanziger der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Doch dem DFB blieb keine andere Wahl, wirtschaftlich wie rechtlich.“

Schon während seiner Präsidentschaft habe Nike mehr Geld geboten wie Adidas, sagte Zwanziger. „Wir sagten zu, obwohl wir mit Nike immer noch deutlich mehr erzielt hätten. Adidas war beim DFB damals schwer zu hinterfragen.“ Frühere Nationalspieler hätten damals für das deutsche Unternehmen geworben.

„Bei der Diskussion über den Wert der Tradition war schon immer Heuchelei im Spiel“, sagte Zwanziger. Zuletzt hat sich der deutsche Sportartikelhersteller nach der Wahrnehmung des ehemaligen DFB-Chefs nicht mehr so sehr um einen neuen Vertrag bemüht. „Mein Eindruck ist, dass Adidas nicht mehr richtig wollte, zumindest nicht um jeden Preis.“

Zu der von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und anderen Politikern geäußerten Kritik sagte Zwanziger: „Wie sich die Politik verhält, ist leider wieder einmal Effekthascherei. Politiker äußern sich über Entscheidungen eines unabhängigen Verbandes, deren wirtschaftliche und juristische Notwendigkeit sie nicht einschätzen können.“


Foto: DFB-Zentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

MPK-Vorsitzender fordert "Comeback-Plan" für die Wirtschaft

0

Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem die Bundesländer im Bundesrat einem Gesetz mit kleinen Erleichterungen für die Wirtschaft zugestimmt haben, fordert der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU), ein umfassendes Konjunkturprogramm. „Wir brauchen Wachstum bei der Wirtschaft und keine Wagenburg um den Kanzler“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Er habe das Gefühl, die SPD-Ministerpräsidenten stünden zusammen, um den Bundeskanzler zu schützen. „Wir Christdemokraten wollen einen Comeback-Plan für die Wirtschaft“, sagte Rhein. Dazu gehöre eine Reform der Unternehmensteuer, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, die Stromsteuer und Netzentgelte deutlich zu senken. „Das wären große Schritte nach vorn“, sagte der CDU-Politiker. Eine Einigung sei mit den SPD-regierten Ländern auf der letzten Ministerpräsidentenkonferenz trotz intensiver Verhandlungen nicht möglich gewesen.

Das Wachstumschancengesetz sei hingegen „nur ein erster Impuls“. Es sei allenfalls „ein Gartenschlauch“, mit dem die Bundesregierung „einen Brand in der Wirtschaft“ löschen wolle. „Wer einen Brand löschen möchte, braucht einen Feuerwehrschlauch.“


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Rhein verlangt "Fast Lane" für Fachkräfte aus dem Ausland

0

Boris Rhein (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Finanzplatz Frankfurt hätte womöglich weitaus mehr vom Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union profitiert, wenn in Deutschland ausländische Fachkräfte unkompliziert und schnell anerkannt würden. „Die langen Anerkennungsverfahren sind zunehmend ein Standortrisiko“, sagte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), dem „Handelsblatt“.

„Womöglich wären sonst nach dem Brexit mehr Fachkräfte aus London nach Frankfurt gekommen.“ Der CDU-Politiker kündigte an, das Problem bei den Ausländerbehörden seines Bundeslandes lösen zu wollen. „Wir brauchen eine Fast Lane für Fachkräfte aus dem Ausland“, sagte Rhein. „Dazu müssen wir in den Behörden die Arbeitsmigration von der Fluchtmigration trennen.“


Foto: Boris Rhein (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Einbürgerungstest künftig mit Fragen zu Holocaust und Israel

0

Personalausweis (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) plant, Wissen zum Holocaust, zum Existenzrecht Israels sowie zu jüdischem Leben in Deutschland im staatlichen Einbürgerungstest abfragen zu lassen. Aus dem deutschen Menschheitsverbrechen des Holocaust folge die besondere Verantwortung für den Schutz von Juden und für den Schutz des Staates Israel, sagte Faeser dem „Spiegel“. Diese Verantwortung sei „Teil unserer heutigen Identität“.

Wer Deutsche oder Deutscher werden wolle, müsse wissen, „was das bedeutet und sich zu dieser Verantwortung Deutschlands bekennen“. Dieses Bekenntnis müsse „klar und glaubhaft“ sein. Deshalb werde nun nach dem Gesetz zum Staatsbürgerschaftsrecht auch der Einbürgerungstest verändert. Eine Verordnung dafür will Faeser „in Kürze“ ändern.

Bei den neuen Fragen für den Einbürgerungstest, über die der „Spiegel“ berichtet, geht es unter anderem darum, wie ein jüdisches Gebetshaus heißt, wann der Staat Israel gegründet wurde und woraus sich die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel begründet. Wie hierzulande Holocaustleugnung bestraft wird und wer bei den rund 40 jüdischen Makkabi-Sportvereinen Mitglied werden darf, zählt ebenfalls zum neuen Fragenkatalog.


Foto: Personalausweis (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Parteilinke: SPD soll sich SPÖ-Chef zum Vorbild nehmen

0

SPD-Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Prominente SPD-Parteilinke fordern, sich den österreichischen SPÖ-Chef Andreas Babler zum Vorbild zu nehmen. Juso-Chef Philipp Türmer sagte dem „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe): „Auch ein bisschen selbstkritisch“ müsse man feststellen, dass Babler es aktuell unter Sozialdemokraten am besten verstehe, eine positive linke Zukunftserzählung zu formulieren.

Diese müsse soziale Probleme glaubhaft adressieren und „das sozialdemokratische Aufstiegsversprechen grundsätzlich erneuern“. Darunter fallen nach Auffassung des Juso-Chefs der Kampf gegen Vermögensungleichheit, die Stärkung der Arbeitnehmerrechte und die Befreiung aller Kinder aus Armut. Türmer fordert deshalb „ein Aufbruchsmomentum“, wie es Babler in Österreich gelungen sei.

An die Adresse von Olaf Scholz und der Bundes-SPD sagte Türmer: „Sozialdemokratische Politik muss mehr sein als von Rationalität und Vernunft geprägte Verwaltungspolitik.“ Gerade in Regierungsverantwortung müsse man verhindern, „als bloße Kraft des Status quo wahrgenommen zu werden“.

Ähnlich äußerte sich SPD-Parteivorstandsmitglied Sebastian Roloff. „Andi Babler zeigt durch klare Botschaften Kante und setzt sozialdemokratische Positionen. Natürlich ist das erfolgreich und ein Vorbild auch für uns“, sagte Roloff, der für die SPD im Bundestag sitzt. Die Sozialdemokratie sei immer dann erfolgreich, wenn sie den Schulterschluss mit der Breite der Bevölkerung schaffe. „Das sind diejenigen, die hart arbeiten und sich einen Staat wünschen, der ansprechbar ist, wenn sie ihn brauchen“, sagte Roloff. „Das muss auch die SPD stets als Leitlinie haben.“

In Österreich hat die sozialdemokratische Schwesterpartei SPÖ innerhalb eines Jahres nach Parteiangaben mehr als 16.000 Mitglieder gewonnen. Der neue Parteivorsitzende Andreas Babler gilt als einer der beliebtesten Politiker des Landes. „Wir sind 30 Jahre lang immer schwächer geworden, jetzt erwacht die Sozialdemokratie wieder zum Leben“, sagte Babler dem „Tagesspiegel“. „Das frische Lüfterl hat sich zu einem neuen Erscheinungsbild der gesamten Partei gedreht.“


Foto: SPD-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts