Start Blog Seite 1464

2. Bundesliga: FCK lässt erneut Punkte liegen – Fortuna siegt

0

Fußballspieler mit Ball (Archiv), via dts NachrichtenagenturKaiserslautern/Osnabrück/Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Am 30. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf wichtige Punkte liegen gelassen. Die Pfälzer spielten 1:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Der FCK dominierte die erste Halbzeit und ging folgerichtig nach 30 Minuten in Führung. Filip Kaloc köpfte eine Ecke aus kurzer Distanz ins Tor. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Wiesbadener dann zunehmend die Spielkontrolle. Gerade als sich die Lauterer von dieser Drangphase wieder erholten, traf Ivan Prtajin aus knapp 25 Metern zum Ausgleich. Damit bleibt Kaiserslautern auf einem Abstiegsplatz, aber auch die Hessen sind noch nicht sicher.

Für den VfL Osnabrück rückt unterdessen die 3. Liga immer näher. Die Lila-Weißen verloren das niedersächsische Duell gegen Eintracht Braunschweig mit 0:3. Damit arbeiten sich die Braunschweiger aus der Abstiegszone, während der VfL zusehends das rettende Ufer aus den Augen verliert.

Am anderen Ende der Tabelle konnte Fortuna Düsseldorf einen wichtigen Erfolg verbuchen. Die Rheinländer besiegten Greuther Fürth 1:0. Damit festigt die Fortuna den Relegationsrang und setzt das Spitzenduo unter Druck.


Foto: Fußballspieler mit Ball (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Söder fordert Rücknahme des EU-Verbrenner-Verbots

0

Auspuff (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Zwei Monate vor der Europawahl verschärft CSU-Chef Markus Söder seinen Ton gegenüber Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen deutlich und wirft ihr eine Fehlentscheidung vor. „Das Verbrenner-Aus für 2035 ist falsch und muss deshalb zurückgenommen werden“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“.

Die ganze Welt fahre „gerne unsere Autos“, nur Europa drücke auf die Bremse. „Unsere Automobilhersteller sind weltweit führend im Bau von Verbrennermotoren. Es ist daher geradezu widersinnig, eine funktionierende Technologie stillzulegen und künftig anderen Ländern zu überlassen.“ Söder hatte im Jahr 2020 selbst ein Verbrennerverbot ab 2035 gefordert. Eingeführt hatte es dann Kommissionspräsidentin und EVP-Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen (CDU).

Mit seiner Forderung scheint Söder einen Nerv zu treffen. Laut einer Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ unter 1.004 Befragten sind 61 Prozent gegen das Verbrenner-Verbot ab 2035, nur 24 Prozent sprechen sich dafür aus. Zur Stärkung des Elektroautos favorisiert der bayrische Ministerpräsident staatliche Unterstützungen. „Statt zu verbieten und kürzen, müssen wir erlauben und fördern. Daher muss der Bund auch wieder die Prämie für Elektroautos einführen. Wir dürfen unsere wichtigsten Wirtschaftszweige nicht schwächen, sondern müssen sie stärken.“


Foto: Auspuff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Airbus Defence widerspricht Kanzler: Eurofighter kann Taurus tragen

0

Olaf Scholz am 17.04.2024, via dts NachrichtenagenturTaufkirchen (dts Nachrichtenagentur) – Michael Schöllhorn, Chef des Rüstungsunternehmens Airbus Defence and Space, widerspricht der Darstellung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), wonach für einen Einsatz deutscher Taurus-Marschflugkörper in der Ukraine Bundeswehrsoldaten nötig seien. „Gäbe es den Willen für eine Lieferung, würde man technologische Lösungen finden, um den Taurus ohne deutsche Beteiligung in der Ukraine einzusetzen“, sagte Schöllhorn dem „Spiegel“.

Die Entscheidung des Kanzlers sei nicht technisch, sondern politisch begründet. „Aber ich kann die politischen Argumente nachvollziehen“, so Schöllhorn. Zudem kündigte er an, dass künftig auch der Eurofighter in der Lage sein werde, das weitreichende Waffensystem zu tragen. „Der Eurofighter kann den Taurus tragen“, sagte Schöllhorn und wies damit die Auffassung des Kanzleramts zurück, wonach nur der Tornado-Kampfjet dazu imstande sei, nicht aber der Eurofighter.

Mit dieser Begründung hatte das Kanzleramt die Idee verworfen, an Großbritannien Taurus-Waffen abzugeben, damit London weitere Storm-Shadow-Marschflugkörper aus seinen Beständen an Kiew geben könne. Die britische Armee fliegt den Eurofighter. „Vor fast zehn Jahren hat Airbus der Bundeswehr erstmals vorgeschlagen, den Taurus auch mit Eurofightern in die Luft zu bringen. Damals war das nicht gewünscht. Nicht nötig, hieß es, solange der Tornado noch fliegt“, sagte Schöllhorn. „Ich gehe nun davon aus, dass der Eurofighter für den Einsatz des Taurus zertifiziert werden wird“, kündigte er an.

Zudem fordert er von der Bundesregierung die rasche Bestellung weiterer rund 50 Eurofighter-Kampfjets. „Wir brauchen vor der Bundestagswahl eine verlässliche Zusage der Bundesregierung, dass die fünfte Tranche kommt. Sonst brechen uns die Zulieferbetriebe weg“, sagte Schöllhorn. Diese schauten sich bereits heute nach alternativen Geschäftsfeldern etwa in der zivilen Luftfahrt um. „Die Bundesregierung muss Planungssicherheit schaffen, in Form von Bestellungen oder, idealerweise, langfristigen Abnahmegarantien. Davon hängt unsere Kriegstüchtigkeit ab, über die Verteidigungsminister Pistorius spricht“, mahnt Schöllhorn.

Der Firmenchef verteidigte die Lieferung von 48 Eurofightern aus britisch-spanisch-italienisch-deutscher Gemeinschaftsproduktion nach Saudi-Arabien, für die sich die Bundesregierung nach Jahren eines Embargos inzwischen offen zeigt. Die Ampelkoalition habe erkannt, dass das Geschäft „industriepolitisch notwendig“ sei, so Schöllhorn. „Außerdem hat die Ampelkoalition verstanden, dass Saudi-Arabien Teil der Lösung für die Bewältigung der Probleme im Mittleren Osten ist“, sagte er.

Schöllhorn warf der Bundesregierung vor, dass sie noch immer nicht die nötigen Lehren aus der „Zeitenwende“ gezogen habe. Wer es damit ernst meine, müsse „die Verteidigung zur Top-Priorität erklären und die Rüstungsausgaben wie auch die Produktion im eigenen Land oder in Europa nachhaltig erhöhen“, fordert der Firmenchef.


Foto: Olaf Scholz am 17.04.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Demografischer Wandel: Ministerin sieht Wohnungsbau unvorbereitet

0

Umbau einer Wohnung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sieht den Wohnungsbau in Deutschland „überhaupt nicht“ auf den demografischen Wandel vorbereitet. „Die Themen Barrierefreiheit und altersgerechter Umbau stecken noch in den Kinderschuhen“, sagte Geywitz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Wir haben die Mittel für den altersgerechten Umbau jetzt verdoppelt, was angesichts der knappen Haushaltsmittel schon ein großer Erfolg ist“, führte die SPD-Politikerin aus. „Aber die 150 Millionen jährlich sind angesichts der demografischen Entwicklung immer noch zu wenig. Wir müssen in den nächsten Jahren Milliarden investieren“, sagte sie.

In 20 Jahren werde die Gesellschaft mutmaßlich nicht nur älter sein, sondern auch viele Menschen allein leben, so Geywitz mit Blick auf die Zukunft. „Beides wird dazu führen, dass das Thema Smart Living, also das intelligente Wohnen, stark an Bedeutung gewinnen wird“, sagte sie und nannte als Beispiel Sturzsensoren, die Alarm schlagen, wenn ältere Menschen in ihrer Wohnung hinfallen. „Oder ein Herd, der automatisch abschaltet, wenn der Topf überläuft“, führte die Ministerin aus. „Auch CO2-Messungen halte ich für denkbar. Sensorik für altersgerechtes Wohnen wird neben der Energieeffizienz ein Riesenthema sein.“


Foto: Umbau einer Wohnung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Atommüll-Lasten: Kommunen mit Zwischenlagern fordern Entschädigung

0

Atomkraftwerk (Archiv), via dts NachrichtenagenturBiblis (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf die Verzögerung bei der Suche nach einem Endlager für Atommüll in Deutschland fordern die Kommunen, in denen sich Zwischenlager für radioaktive Abfälle befinden, finanzielle Entschädigung vom Bund.

„Die Gemeinden Gorleben und Ahaus haben als Standorte von Zwischenlagern Entschädigungen bekommen – warum werden die anderen Kommunen anders behandelt?“, sagte Josef Klaus, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Standortgemeinden kerntechnischer Anlagen in Deutschland (Asketa), der „Welt am Sonntag“. Beim Treffen der Gemeinden im Juni wolle man Entschädigung von Bund verlangen. „Eine entsprechende Summe von 800.000 bis 1,3 Millionen Euro pro Jahr und Kommune ist angemessen“, sagte Klaus, der auch Bürgermeister der Gemeinde Niederaichbach ist.

Im niederbayerischen Niederaichbach war bis vor einem Jahr das AKW Isar 2 in Betrieb. „Die Meiler werden zurückgebaut, aber die Zwischenlager existieren weiter, und niemand weiß, wie lange“, klagt der CSU-Bürgermeister. „Wir können mit diesen Flächen nichts anfangen, sie nicht bebauen oder anderweitig nutzen. Das sind de facto Gewerbeflächen, die nichts einbringen, sondern Kosten verursachen. Dafür brauchen die Kommunen, in denen die Zwischenlager liegen, eine Kompensation.“

Bundesweit gibt es 16 Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle, 13 an den Standorten der ehemaligen Kernkraftwerke sowie drei zentrale Lager in Gorleben, Ahaus und Lubmin. Nach Angaben der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) müssen als Ergebnis der zivilen Nutzung der Kernkraft in Deutschland 10.125 Tonnen verstrahltes Schwermetall sowie 3.864 metallische Gussformen (Kokillen) hoch radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deponiert werden, gesucht wird dafür ein zentraler Standort.


Foto: Atomkraftwerk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Formel 1: Doppel-Pole für Red Bull in China – Hülkenberg in Top 10

0

Formel-1-Rennauto von Red Bull (Archiv), via dts NachrichtenagenturShanghai (dts Nachrichtenagentur) – Max Verstappen (Red Bull) startet in Shanghai aus der Pole. Er sicherte sich am Samstag für den Großen Preis von China den ersten Startplatz vor Teamkollege Sergio Perez, Fernando Alonso (Aston Martin) und Lando Norris (McLaren).

Überraschend früh war das Qualifying für Lewis Hamilton (Mercedes) beendet. Nach einem Fehler in der Haarnadel verabschiedete er sich bereits nach dem ersten Durchgang auf Platz 18. Der Deutsche Nico Hülkenberg (Haas) startet unterdessen am Sonntag von Position 9.

Zuvor hatte sich Dominator Verstappen bereits den Sieg beim Sprintrennen geschnappt. Dabei arbeitete sich der Niederländer vom vierten Platz an die Spitzenposition und verwies Hamilton mit über 13 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Rang. Hamilton hatte direkt zu Rennbeginn die Führung erobert, musste diese aber gegen Mitte des Rennens an den Red-Bull-Piloten abgeben. Verstappen habe einen „zu großen Vorteil in Sachen Pace“ gehabt, so Hamilton. Dritter wurde Perez.

Mit dem deutlichen Sieg führt Verstappen in der Fahrerwertung nun mit 15 Punkten vor Teamkollege Perez und mit 21 Punkten vor Charles Leclerc (Ferrari). In der Konstrukteurswertung liegt Red Bull Racing aktuell mit 26 Punkten vor Ferrari und mit 81 Punkten vor McLaren.


Foto: Formel-1-Rennauto von Red Bull (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Puma-Chef unzufrieden mit seiner Börsen-Performance

0

Frankfurter Börse am Börsenplatz in Frankfurt am Main, via dts NachrichtenagenturHerzogenaurach (dts Nachrichtenagentur) – Puma-Chef Arne Freundt blickt kritisch auf die Performance seines Unternehmens an den Finanzmärkten und sieht eine Ursache in der eigenen Unbekanntheit. „Für mich ist die aktuelle Börsenbewertung nicht zufriedenstellend“, sagte der Vorstandschef des global drittgrößten Sportartikelherstellers der „Welt am Sonntag“.

Freundt hatte im November 2022 den Chefposten übernommen, nachdem sein Vorgänger Björn Gulden überraschend zum Konkurrenten Adidas gewechselt war. Die Aktie des größeren Rivalen hat sich seither deutlich besser entwickelt als die von Puma. Letztere verlor in diesem Zeitraum fast zehn Prozent, während sich der Wert der Papiere von Adidas mehr als verdoppelt hat.

„Wir müssen anerkennen, dass ich ein neues Gesicht am Kapitalmarkt bin. Vertrauen in einen CEO muss sich über längere Zeit aufbauen“, sagte Freundt über die nach seiner Ansicht wahrscheinliche Ursache für das schlechte Abschneiden an der Börse.

An der Ausrichtung des Konzerns zweifelt er nicht. „Ich bin sicher, dass wir die richtige Strategie haben“, sagte er. „Wir werden weiter wachsen, und der Rest wird folgen.“ Erfolg verspricht sich der Puma-Chef zudem von einer gerade in Paris vorgestellten Markenkampagne. Sie soll die größte in der Geschichte des Unternehmens sein.


Foto: Frankfurter Börse am Börsenplatz in Frankfurt am Main, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Geywitz sieht in Baubranche Anzeichen der Erholung

0

Baustelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sieht erste Anzeichen einer Erholung in der krisengeplagten Bau- und Immobilienbranche.

„Ich will die Krise nicht kleinreden“, sagte Geywitz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Blick auf den Rückgang der Baugenehmigungen. Allerdings gebe es noch einen Auftragsberg, der zeige, dass in Zukunft noch viel gebaut werde.

„Wir sehen auch, dass sich das Preisniveau in einigen Bereichen wieder normalisiert hat, beispielsweise bei den Baumaterialien“, sagte die SPD-Politikerin. „Die Bauzinsen sind ebenfalls gesunken, und ich bin optimistisch, dass sie noch weiter nach unten gehen.“

Sie selbst sei Anfang des Jahres auf der großen Immobilienmesse in Cannes gewesen. „Da diskutierten die Fachleute eigentlich nur noch die Frage, ob es schon ab dem Sommer deutlich nach oben geht oder ob die Branche bis 2025 durchhalten muss“, so Geywitz. „Wir sehen schon jetzt eine deutliche Belebung, etwa bei dem Interesse an Hypotheken“, sagte die Ministerin dem RND. „Das ist ein guter Frühindikator, denn wer sich jetzt danach erkundigt, wird möglicherweise im Laufe des Jahres etwas erwerben.“


Foto: Baustelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bauministerin pocht auf Absenkung der Kappungsgrenze

0

Mietwohnungen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Einigung über eine Verlängerung der Mietpreisbremse pocht Bundesbauministerin Klara Geywitz darauf, dass die Kappungsgrenze abgesenkt wird und qualifizierte Mietspiegel gestärkt werden. „Die Verlängerung der Mietpreisbremse ist ein erster Schritt“, sagte Geywitz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

Die Ministerin forderte aber Tempo: „Wir brauchen nun ein zügiges Gesetzgebungsverfahren, denn in einigen Ländern läuft die Mietpreisbremse im nächsten Jahr aus“, sagte die SPD-Politikerin. „Die Länder benötigen ebenfalls noch Zeit, ihre Landesverordnungen entsprechend anzupassen.“

Zwar hatte sich die Regierung auf die Verlängerung der Mietpreisbremse geeinigt, im Koalitionsvertrag hatten die Ampel-Parteien aber zudem eine Absenkung der Kappungsgrenze in angespannten Märkten und eine Stärkung der qualifizierten Mietspiegel versprochen. Die strebt Geywitz weiter an. „Natürlich müssen auch die anderen im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zum Mietrecht umgesetzt werden“, sagte sie.

Die SPD-Politikerin widersprach Christian Lindner, der davor gewarnt hatte, dass Verschärfungen über die Mietpreisbremse hinaus eine Erholung der Baukonjunktur beschädigen würden. Auf die Frage, ob die Sorgen des Finanzministers berechtigt seien, sagte Geywitz: „Nein, denn neu gebaute Wohnungen sind von der Mietpreisbremse ausdrücklich ausgenommen.“


Foto: Mietwohnungen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ampel und Union einigen sich auf Veteranentag am 15. Juni

0

Marine-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ampelfraktionen und die Union im Bundestag haben sich auf einen gemeinsamen Antrag zur Einführung eines jährlichen Veteranentages in Deutschland geeinigt. Der Entwurf aller vier Fraktionen, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagausgaben) berichten, soll demnächst in den Bundestag eingebracht werden. Demnach soll der 15. Juni zum deutschen Veteranentag gemacht und zugleich die Versorgung Soldaten verbessert werden, die beim Einsatz in der Bundeswehr dauerhafte Schäden erleiden.

Seit Gründung der Bundeswehr hätten über 10 Millionen Frauen und Männer in ihr gedient, heißt es in dem Antrag. Manche Soldaten trügen in Folge ihres Einsatzes schwere physische oder psychische Verletzungen davon, die auch noch lange nach der Rückkehr aus dem Einsatz ihr Leben sowie das ihrer Angehörigen beeinträchtigten.

Der Bundestag trage für die Bundeswehr daher eine besondere Verantwortung, und ein nationaler Tag für Veteranen böte nicht nur die Möglichkeit, Dankbarkeit und Anerkennung gegenüber den Veteranen auszudrücken, sondern fördere auch das Verständnis in der Gesellschaft für deren Leistungen.

SPD, Grüne, FDP und Union fordern die Bundesregierung deshalb auf, „ein nachhaltiges und zeitgemäßes Konzept für die Durchführung des 15. Juni als nationalen Veteranentag zu erarbeiten“ und eine grundsätzliche Verbesserung der Nachsorge von besonders im Auslandseinsatz erlittenen Schädigungen sicherzustellen. Hierzu zählten Rehabilitationsmaßnahmen, Therapieangebote und Betreuungskonzepte für Geschädigte und deren Angehörige sowie Weiterverwendungs- und Entschädigungsmöglichkeiten.

Ferner soll die Einrichtung einer stationären Therapieeinrichtung der Bundeswehr geprüft werden, in der Betroffene und ihre Familien behandelt werden könnten. Auf dem Feld gebe es „die Notwendigkeit von Verbesserungen“, steht in dem Papier, zumal gerade psychische Erkrankungen eine lange Latenzzeit hätten, so dass viele Einsatzgeschädigte zum Zeitpunkt der Diagnose nicht mehr im Dienst der Bundeswehr stünden. Der 15. Juni wurde gewählt, weil am 15. Juni 2019 erstmals das 2013 gestiftete Veteranenabzeichen verliehen worden ist.

„Dieser Antrag ist der Beginn einer neuen Veteranenpolitik für Deutschland“, sagte der SPD-Abgeordnete Johannes Arlt dem RND. Kerstin Vieregge (CDU) erklärte, die Einführung eines Veteranentages sei längst überfällig. „Er dient nicht nur als Ausdruck unserer Wertschätzung und Dankbarkeit, sondern auch dazu, die Sichtbarkeit der Veteranen unserer Bundeswehr und ihrer Dienste für die Bundesrepublik zu steigern.“


Foto: Marine-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts